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Morgenmagazin vom Dienstag, 21. Januar 2014

21.01.2014 | 07:27 Uhr |

Analysten rechnen mit bis zu 60 Millionen iPhones im ersten Quartal +++ Apple besteht auf Anti-Klon-Klausel in möglichem Vergleich mit Samsung +++ Klimaanlage für das iPhone zertifiziert +++ Spekulationen um Lightroom für iOS +++ Command-C: Clipboard-Austausch zwischen Mac und iPhone +++ Gehackter Kühlschrank verschickt Spam-Mails +++ Experten zweifeln an Gutachten der Redtube-Abmahner +++ Tegra K1 schlägt in Benchmarks das iPhone 5S +++ Easypix stellt Full-HD-Überwachungskamera für das Auto vor +++ Amazon will Paket verschicken, bevor Sie bestellen

Analysten rechnen mit bis zu 60 Millionen iPhones im ersten Quartal

Apple wird die Bilanz für sein erstes Quartal 2013/2014 erst am Montag kommender Woche vorlegen, Analysten interessieren sich im Vorfeld vor allem dafür, wie viele iPhones der Hersteller im Weihnachtsgeschäft verkauft hat. Das Magazin Fortune hat die Prognosen von 44 Analysten - 27 Profis und 17 Amateuren - gesammelt und ist dabei auf einen Durchschnitt von 55,3 Millionen Geräten gekommen, was einem Plus von 16 Prozent gegenüber Vorjahr entspräche. Die Streuung der Vorhersagen ist dabei relativ gering, zwischen der geringsten und der höchsten Erwartung liegen nur 9,7 Millionen Geräte - im Vorjahr gingen die Vorstellungen der Marktexperten um 20 Millionen Stück auseinander. Professionelle Analysten schätzen dabei Apples Chancen etwas schlechter ein und kommen auf einen Mittelwert von 54,1 Millionen Geräten, während die Amateure etwas enthusiastischere 57,1 Millionen Verkäufe prognostizieren.

Apple besteht auf Anti-Klon-Klausel in möglichem Vergleich mit Samsung

Apple und Samsung werden sich in den USA ab dem 31. März in einem zweiten Patentprozess streiten, sofern im Vorfeld keine außergerichtliche Einigung erzielt wird. Vor dieser stehe jedoch eine hohe Hürde, erklärt der Patentexperte Florian Müller in seinem Blog Foss Patents. Apple bestehe darauf, dass jedweder Vergleich eine Klausel enthalte, die Samsung das Kopieren von Apples Designs verbiete. Eine ähnliche Vereinbarung konnte Apple im Jahr 2012 mit dem chinesischen Hersteller HTC erzielen. Müller glaubt jedoch, dass Samsung diese Kröte nicht schlucken wolle, das sie "definitiv der Strategie widerspricht, die Samsung zum Weltmarktführer bei den Smartphones machte."

Apples Anwalt B.J. Watrous habe dem mit der Sache befassten Gericht erklärt, Apple verhandle mit Samsung nur über Lizenzvereinbarungen, die auch ein Klon-Verbot enthielten. Gegenteilige Behauptungen Samsungs, Apple würde auch Lizenzen ohne Klon-Verbot angeboten haben, entsprächen nicht der Wahrheit.

Apple hat bereits vor fast anderthalb Jahren einen ersten Prozess gegen Samsung gewonnen, wartet seither aber vergeblich auf ein permanentes Verkaufsverbot für Samsung-Geräte. Dem koreanischen Konkurrenten wirft Apple eine Verzögerungstaktik vor, die das Gericht daran hindere, ein solches Verbot auszusprechen.

Klimaanlage für das iPhone zertifiziert

Der chinesische Hersteller von Haushaltsgeräten Haier feiert seine Raumklimaanlage Tianzun als erstes Haushaltsgerät mit Apples Zertifizierung "Made for iPhone" (MFi). Das Gerät sei komplett mit dem iPhone steuerbar, kommuniziere direkt mit dem Smartphone und verlange keine "umständliche Registrierung". Weitere Details zu Preis und Verfügbarkeit hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben.

Spekulationen um Lightroom für iOS

Adobe hat eine kurz bevorstehende Veröffentlichung einer mobilen Version von Lightroom dementiert. Letzte Woche war auf Adobes Website kurzfristig eine Seite online, auf der man Lightroom für iOS für einen Preis von 99 US-Dollar im Jahr mieten konnte. Laut 9to5Mac sei es einem Kunden auch gelungen, den Einkauf zu tätigen, der Service sei jedoch nicht verfügbar gewesen. Lightroom auf dem iPad sollvor allem über die Cloud-Synchronisation Fotografen bei der Arbeit behilflich sein. Lightroom gehe mit allen möglichen Raw-Formaten um, auf dem iPad vorgenommene Bildbearbeitungen würden über die Cloud synchronisiert und kämen auch in der Desktopversion an. Dass Adobe an einer mobilen Fassung seines Workflowtools arbeitet, ist kein Geheimnis. Bereits im Mai 2013 zeigte das Unternehmen die Funktionen einer mobilen Lightroom-Fassung in einer Präsentation . Von einer Veröffentlichung sei man aber noch weit entfernt, verkündet Adobe nun: "Im letzten Jahr haben wir in einer Präsentation einige Lightroom-Funktionen für mobile Plattformen gezeigt, aber keine offizielle Ankündigung gemacht. Wir haben derzeit keine weiteren Details über Lightroom zu diskutieren."

Command-C: Clipboard-Austausch zwischen Mac und iPhone

Ein direkter Austausch von Texten oder Bildern zwischen Mac und iOS-Geräten ist mit Bordmitteln nicht möglich. Hier kommt das neue Tool Command-C ins Spiel, das es kostenlos für den Mac und kostenpflichtig für iPhone und iPad gibt.

Wer Textabschnitte oder Bilder vom iPhone auf den Mac oder umgekehrt schicken will, greift dazu entweder auf E-Mail, Dropbox oder vergleichbare Dienste zurück. Direkt über die Zwischenablage funktioniert dies im gemeinsamen WLAN per Airdrop nur zwischen gleichartigen Geräteklassen, wie iPhone und iPad oder Macbook und iMac. Command-C von Entwickler Danilo Torrisi dagegen erlaubt das direkte Senden von Texten (auch formatiertem) und Bildern (in den Formaten JPEG, JPEG200, PNG und TIFF) auch zwischen den verschiedenen Gerätearten hin und her. Dies funktioniert ebenso wie Airdrop aber nur in einem gemeinsamen lokalen Netzwerk. Per Push-Benachrichtigung auf dem Gegengerät erhält man die Mitteilung, dass das Teilen über das Clipboard funktioniert hat. Auch zwischen iOS-Geräten und verschiedenen Apps soll dies funktionieren. Die Entwickler zeigen auf ihrer Homepage in einem Video, wie das Ganze vor sich geht. Erhältlich ist die Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad ab iOS 7 im App Store zumPreis von 3,59 Euro . Die erforderliche Applikation für den M ac gibt eskostenlos im Mac App Store ab Mac-OS X 10.6. Eine ähnliche Funktionalität auf anderen Wegen stellt das kostenlose DeskConnect auch unabhängig vom gemeinsamen WLAN oderNetzwerk zur Verfügung. Weil dieser Dienst aber offensichtlich über externe (US-amerikanische) Server läuft, äußern viele User Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes mit dieser Lösung. Command-C ist in dieser Hinsicht (weil es nur über ein lokales Netzwerk funktioniert) ”unverdächtig”.
 
Info: Danilo Torrisi

Gehackter Kühlschrank verschickt Spam-Mails

Gehackter Kühlschrank verschickt Spam-Mails (c) samsung.com
Vergrößern Gehackter Kühlschrank verschickt Spam-Mails (c) samsung.com
© samsung.com

Immer mehr Geräte verfügen heutzutage über einen Internetzugang. Der Smart TV soll Inhalte aus dem Web abrufen, der Kühlschrank auf fehlende Lebensmittel hinweisen und auch das Heizungsthermostat muss sich aus der Ferne bedienen lassen.

Die zunehmende Vernetzung geht jedoch auch mit einem Sicherheitsproblem einher. Das US-Unternehmen Proofpoint hat ein Netz aufgedeckt, welches aus alltäglichen Gegenständen bestand und von Hackern zum Versand von Spam-E-Mails eingespannt wurde. Beim Großteil der gekaperten Geräte handelte es sich um Computer, Rooter oder Fernseher, doch auch ein vernetzter Kühlschrank wurde von den Hackern übernommen.

Das Botnetz war im Zeitraum von Ende Dezember bis Anfang Januar zum Versand von täglich rund 300.000 E-Mails verwendet worden. Aufgrund der hohen Anzahl musste jedes gehackte Gerät nur maximal zehn Mails verschicken. Dadurch war die Blockierung der Absender schwierig.

Sichere Kennwörter: Die 10 besten Ideen rund ums Passwort

Den Hackern fiel ihre Arbeit offenbar sehr leicht. Viele Nutzer verwendeten das Standardpasswort oder hatten ihre Geräte anderweitig unzureichend geschützt.

Experten zweifeln an Gutachten der Redtube-Abmahner

Experten zweifeln an Gutachten der Redtube-Abmahner (c) Redtube
Vergrößern Experten zweifeln an Gutachten der Redtube-Abmahner (c) Redtube
© Redtube

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Regensburger Rechtsanwaltskanzlei Urmann und Collegen eine Abmahnwelle gegen Nutzer des Porno-Portals Redtube gestartet. Der Grund: Die Nutzer hätten über die Video-Plattform urheberrechtlich geschützte Clips der Schweizer Firma The Archive AG angeschaut und heruntergeladen. Als Folge wurden die Betroffenen im Rahmen einer Unterlassungserklärung zu einer Strafzahlung in Höhe von 250 Euro aufgefordert.

Während in den vergangenen Wochen bereits Zweifel aufkamen, ob The Archive AG tatsächlich die Rechte an besagten Filmen besitzt, sorgt nun ein Gutachten für Wirbel im Fall Redtube. Besagtes Gutachten ( PDF-Datei ) wurde von der Münchener Kanzlei Diehl&Partner angefertigt und soll den lückenlosen Nachweis des vermeintlich illegalen Stream-Aufrufs und die korrekte Ermittlung der entsprechenden IP-Adressen belegen.

Redtube-Abmahner versuchen abzutauchen

An der Beweisführung in dem nur zwölf Seiten umfassenden Dokument haben Experten jedoch ihre Zweifel. So ist laut Anwalt Thomas Stadler in dem Gutachten von einem Download die Rede, obwohl die besagten Filme von den Nutzern nur im Stream angeschaut wurden. Anwalt Udo Vetter hält das Gutachten ebenfalls für „völlig untauglich“. Es bleibt also weiterhin unklar, wie genau The Archive AG an die IP-Adressen der abgemahnten Nutzer gelangen konnte.

Tegra K1 schlägt in Benchmarks das iPhone 5S

Der Nvidia Tegra K1 wurde erst vergangene Woche auf der CES 2014 in Las Vegas vorgestellt, nun ist bereits der erste Benchmark-Test aufgetaucht . Dabei steckte der neue Chip in einem Lenovo ThinkVision 28, einem Android-betriebenen Monitor oder Tablet in 28 Zoll mit 4K-Auflösung, also 3.840 x 2.160 Pixel - die GPU mit 192 Kernen soll ja auch was zu tun haben. Die vier Rechenkerne waren dabei auf 2 GHz getaktet, maximal sind 2,3 GHz möglich. Im vor allem für die Grafikleistung ausschlaggebenden 3DMark-Test von Futuremark versägte der Tegra K1 die Konkurrenten deutlich und hängte neben dem Google Nexus 5 und einem Tegra-4-Tablet auch das schnelle Apple iPhone 5S ab.

Im Test "Ice Storm Unlimited" erreichte das Lenovo-Gerät mit dem Tegra K1 satte 22.285 Punkte, das Nexus 5 kam auf 17.067,5 Zähler, das Tegra-4-Tablet lag mit 16.657 Punkten ebenso deutlich darunter wie das iPhone 5S mit 14.505 Punkten. Der Apple A7 im iPhone 5S brachte es allerdings in der reinen Grafikwertung auf den zweiten Platz mit 18.995,5 Punkten, musste sich dabei aber dennoch dem Tegra K1 mit 24.927 Zählern deutlich geschlagen geben.

Lenovos 28-Zoll-Monitor "ThinkVision 28" mit Android und Nvidia Tegra K1 kann es mit iPhone 5s und Google Nexus 5 locker aufnehmen.
Vergrößern Lenovos 28-Zoll-Monitor "ThinkVision 28" mit Android und Nvidia Tegra K1 kann es mit iPhone 5s und Google Nexus 5 locker aufnehmen.
© Bremmer

Es gibt allerdings auch Hoffnung für die Konkurrenz, denn die frühe Version des Tegra K1 liegt nicht in allen Tests vorn. Im GFXBench dominiert der neue Chip zwar im Offscreen-Test, Onscreen liegt er aber sogar hinter dem Snapdragon 800 und den anderen Rivalen. Dies liegt allerdings auch am ultra-hochauflösenden Display des Lenovo-Testgerätes, das die GPU bei diesem Test stärker fordert als die anderen Geräte. Im AnTuTu-Test fehlt das iPhone 5S als Vergleich, der Nvidia Tegra K1 liegt mit 33.917 Punkten aber etwas hinter dem Tegra 4 mit 35.020 Zählern zurück. So manches Testergebnis dürfte aber der Tatsache geschuldet sein, dass Treiber und Benchmarks noch nicht für den neuen Chip angepasst wurden.

Der Grundstein für einen vor allem im Grafikbereich extrem starken Prozessor scheint Nvidia also tatsächlich gelegt zu haben. Abzuwarten bleibt, ob sich der Tegra K1 tatsächlich eine stärkere Position auf dem Markt erarbeiten kann als sein Vorgänger Tegra 4, der auch nach Ansicht von Nvidia zu spät kaum und einen zu geringen Sprung vom Tegra 3 darstellte. Zu gönnen wäre es sowohl Nvidia als auch den Kunden, denn das Highend-Segment wird derzeit fast ausschließlich von Qualcomms Snapdragon-Prozessor bedient. Ein wenig mehr Auswahl und andere Schwerpunkte können sicher nicht schaden.

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Easypix stellt Full-HD-Überwachungskamera für das Auto vor

Bei der Aufklärung von Auto-Unfällen kommt es nicht selten zu Streitigkeiten mit anderen Beteiligten, der Polizei oder der Versicherung. Hier können Autokameras, die beim Fahren das Verkehrsgeschehen aufnehmen und dokumentieren hilfreich sein. Die Easypix StreetVision SV1 ist eine Full-HD-Kamera fürs Auto, die die ganze Zeit filmen kann, weil sie "in Schleife" aufnimmt.

Die Stromversorgung der easypix StreetVision SV1 erfolgt über einen eingebauten, aufladbaren Li-Ionen-Akku. Die mit einem 3MP Sensor ausgestattete Kamera verfügt über ein 120°-Weitwinkel-Objektiv sowie einen integrierten Beschleunigungssensor. Die Videoauflösung liegt bei maximal 1.920 x 1.080 Bildpunkten (1080p/30fps). Filme werden im H.264-Format, Fotos im JPG-Format aufgezeichnet. Ein Mikrofon ist ebenfalls eingebaut. Die Easypix StreetVision SV1 ist mit einem 2,7” LCD ausgestattet. Die Datenspeicherung erfolgt über eine microSD-Speicherkarte, wobei die Karte bis zu 32 GB groß sein kann. Zudem verfügt die Kamera über einen USB-, eine HDMI- und einen AV-Anschluss .

Im Test: Gembird DCAM-005, Überwachungskamera für das Auto

Die Mini-Kamera wird mit der mitgelieferten Saugnapf-Halterung an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges angebracht und nach dem Anschließen an die Stromversorgung automatisch eingeschaltet. Im Lieferumfang befinden sich neben der Auto-Kamera ein Auto-Ladegerät, die Saugnapf-Halterung, ein USB-Kabel und eine Bedienungsanleitung. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 119,90 Euro. Das Gerät ist ab sofort im Handel erhältlich.

Amazon will Paket verschicken, bevor Sie bestellen

Dem Business Insider zufolge hat Amazon ein Patent namens "anticipatory shipping" eingereicht und will damit die Auslieferung zum Kunden beschleunigen. "Anticipatory shipping" lässt sich mit "vorausschauendes Versenden" übersetzen und bedeutet im konkreten Fall von Amazon, dass der Versandriese automatisiert berechnen will, was der Kunde wohl als nächstes kaufen wird. Die Berechnung soll anhand der bislang bestellten Produkte, der eingetippten Suchen, der anderen Produkte im Einkaufskorb und der Verweildauer auf den einzelnen Amazon-Seiten erfolgen.

Das Ergebnis der Berechnung soll dann verschickt werden, bevor der Kunde auf den Kaufen-Button klickt und dadurch deutlich schneller bei ihm eintreffen. Doch was passiert, wenn die Berechnung fehlerhaft war? Schließlich bedeutet auch eine hohe Wahrscheinlichkeit nicht, dass der Fall eintritt und sich der Kunde bei Amazon für das gedachte Produkt entscheidet. Werden wir in Zukunft Päckchen erhalten, die wir gar nicht bestellt haben? Das Amazon-Patent sieht vor, dass die Päckchen bis zur tatsächlich erfolgten Bestellung in einer Sammelstelle oder in den Lieferwägen zurückgehalten werden sollen. Entscheidet sich der Kunde wie von Amazon vermutet für ein bestimmtes Produkt, wäre es also schon auf halben Weg zu ihm. Versehentlich ausgelieferte Pakete sollten damit vermieden werden. Fehlerhafte Berechnungen sorgen aber für zusätzliche Kosten - schließlich wurde das Paket vergeblich geschnürt und muss wieder zurückbefördert werden. Ob das System aber wirklich kommt, steht noch nicht fest.

Amazon gibt sich reichlich Mühe für einen möglichst schnellen Versand zu sorgen. So sollen Flugdrohnen kleinere Lieferungen in maximal 30 Minuten zum Empfänger bringen.

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