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Morgenmagazin vom Dienstag, 21. Juli 2015

21.07.2015 | 07:04 Uhr |

21. Juli 2015 +++ Käufer der Apple Watch hochzufrieden +++ Apple heuert Top-Manager aus der Automobilbranche +++ Galaxy Tab S2 dünner und leichter als iPad Air 2 +++ Neues Spaßprojekt in Google Street View +++ Nasa veröffentlicht sensationelle Fotos von Pluto +++ Casper Suite für Mac-IT-Administratoren +++ MTV veröffentlicht VMA-Anwärter auf Apple Music

Was heute wichtig wird: 21. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Der Potsdamer Platz war einst der verkehrsreichste Platz Europas, kein Wunder, denn Anfang des 20sten Jahrhunderts war Berlin die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt und der Verkehrsknotenpunkt in der Mitte der Stadt berühmt und berüchtigt. Als Folge des von Berlin ausgehenden Krieges sollte dann der Potsdamer Platz für mehr als vier Jahrzehnte zur unansehnlichen Brache werden. Keine Spuren mehr davon sind heute zwischen Beisheim-Center und Atrium-Tower oder Sony Center und Bahntower zu sehen, der Potsdamer Platz wieder in das Zentrum einer Weltstadt gerückt.

Als die Mauer fiel, war klar, dass die Brache in Mitte nicht eine solche bleiben konnte. Am 21. Juli war das Niemandsland zwischen DDR und alter Bundesrepublik so etwas wie das Weltzentrum der Rockmusik: Es lag ja auch kaum näher, als am ehemaligen Standort der Mauer das Pink-Floyd-Epos "The Wall" aufzuführen. Leider hatten sich Pink Floyd schon Jahre zuvor so zerstritten wie es nicht einmal den beiden deutschen Staaten gelungen war, die Aufführungsrechte für das Gesamtwerk liegen auch heute noch bei Roger Waters und nicht bei der Restband. Waters formierte aus ehemaligen Pink-Floyd-Gastmusikern wie Snowy White die "The Bleading Heart Band" und lud dutzende seinerzeit populäre Künstler ein. Die Scorpions für den Opener "In the Flesh". Jerry Hall als Groupie für "One of My Turns". Sinéad O'Connor und The Band für "Mother". Oder Bryan Adams für "Empty Spaces" und "Young Lust".

Tolle Show, wie da wieder eine Mauer hochgezogen wurde und per Dekret des Richters (Albert Finney) wieder eingerissen wurde. Vor allem für das Fernsehen. Die mehr als 200.000 Zuschauer auf dem Gelände fanden das nicht so, die Klangqualität war aufgrund des überambitionierten Konzepts und der schieren Größe des Geländes alles andere als berauschend. So flogen etwa vor "Another Brick in the Wall, pt.2" (mit Cindy Lauper und Thomas Dolby...) echte Hubschrauber über das Gelände, dessen hintere Ecken schon so weit von der Bühne entfernt waren, dass die dort aufgestellten Boxentürme ("Delaytürme" genannt) das per Lichtgeschwindigkeit vom Mischpult eingetroffene Signal erst mit Verzögerung ausstrahlen konnten, damit sich der Sound nicht mit dem von den nahe der Bühne stehenden Lautsprechern mischt. Hat natürlich auch nicht zuverlässig funktioniert. Makellos dagegen der Sound auf dem Live-Album, das sicher nicht nur live aufgenommen worden war. Nachzuhören freilich alles bei Apple Music , so wie fast alles von Pink Floyd und Roger Waters. iTunes ist immer wieder gut für eine Zeitreise zu haben. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag:

Zufriedene Kunden: Laut einer Marktforschung des auf die Apple Watch spezialisierten Unternehmens Wristly sind 97 Prozent der Käufer einer Apple Watch zufrieden mit ihrer neuen Uhr. Fragen beantwortet hatten vom 14. bis 19. Juli insgesamt 800 Kunden. Der Wert sagt aber vor allem etwas darüber aus, dass Käufer der Apple Watch ihren Kauf nicht bereuen, wie viele sich schon von dem Konzept haben überzeugen lassen, ist bis dato nicht bekannt. Heute Abend nach Börsenschluss in New York (22 Uhr MESZ) legt aber Apple die Bilanz für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres vor. Noch ist nicht sicher, ob Apple die Apple Watch in der Bilanz unter "Sonstiges" laufen lässt oder separat ausweist. Ein schlechtes Zeichen wäre es nur, würde Apple keine exakten Verkaufszahlen für die Apple Watch nennen.

Spotify reagiert: Die kuratierten Playlisten von Apple Music haben es in sich. Zu seiner Lieblingsmusik oder den bevorzugten Interpreten bekommt man hoch interessante Wiedergabelisten zusammengestellte, in denen man oft Neues entdeckt. Spotify versucht nun mit einem Algorithmus die Playlist "Discover Weekly" entgegen zu setzen, die aus in der Vergangenheit gespielten Songs Rückschlüsse auf den Musikgeschmack des Abonnenten zieht. Auch unsere Macworld-Kollegin Caitlin McGarry hat Überraschendes gehört .

Apple heuert Spezialisten an: Apples ominöses Projekt rund um Fahrzeugtechnik scheint mehr als nur eine Luftnummer zu sein, der Mac-Hersteller stellt immer mehr Spezialisten ein. Zuletzt stieß der ehemalige Chrysler-Top-Manager Doug Betts dazu, der in seinem Linked-In-Profil verrät, seit Juli bei Apple zu arbeiten. In welcher Position genau, ist nicht bekannt, ebenso wenig, wie viele Mitarbeiter sich bei Apple um das Projekt kümmern und was dessen Ziel ist. Ein selbstfahrendes Elektroauto, das Apple Car? Oder eine bedeutende Weiterentwicklung der Fahrzeugelektronik, was auch anderen Herstellern zu Gute kommen könnte?

Mehr Speicher: Zwar kann man nach dem Start von Apple Music seinen für Musik vorgesehenen Speicher auf dem iPhone immer wieder aufräumen, 16 GB sind dennoch längst nicht mehr zeitgemäß. Mit der neuen iPhone-Generation, die im Septemerb kommen soll, wird es keine 16-GB-Option mehr geben, heißt es aus verschiedenen Quellen. Stattdessen werde Apple das iPhone 6S oder iPhone 7 mit 32 GB, 64 GB und 128 GB anbieten. Allenfalls das Einsteigermodell iPhone 6C - eine Art iPoid-Touch mit Mobilfunkchip und SIM-Karten-Slot - könnte noch mit 16 GB Kapazität kommen.

Galaxy Tab S2 dünner und leichter al iPad Air 2

Der 9,7-Zoll-Super-Amoled-Touchscreen (24,58 cm Bildschirmdiagonale) des neuen löst mit 2.048 x 1.536 Pixel auf. Für eine optimale Farbwiedergabe verfügt das Galaxy Tab S2 über ein adaptives Display, das sich in Farbe, Weißdarstellung und Kontrast automatisch an das Umgebungslicht und die gezeigten Inhalte anpassen soll. Der spezielle Lesemodus soll das Lesen von eBooks ermüdungsfrei ermöglichen.

Für die Rechenleistung sorgt der 8-Kern-Prozessor Exynos 5433, der aus einer 1,9 GHz Quad-Core-CPU und einer 1,3 GHz Quad-Core-CPUs besteht. Dem Achtkerner stehen 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Die Akku-Leistung gibt Samsung mit 5.870 mAh an. WLAN wird bis einschließlich AC unterstützt, Bluetooth bis 4.1. Bei der Mobilfunk-Variante steht LTE zur Verfügung.

Der interne Speicher ist 32 GB groß, wobei das Betriebssystem bereits einen Teil davon belegt. Der Speicher ist erweiterbar um bis zu 128 GB per microSD-Karte. Auf Microsoft OneDrive stehen zusätzlich 100 GB für zwei Jahre kostenlos zur Verfügung. Nach Ablauf der 2 Jahre bleiben alle bis dahin gespeicherten Daten erhalten und sind jederzeit abrufbar. Es ist dann aber nur noch ein Download möglich, jedoch keine Änderungen der Daten und keine weiteren Uploads.

Wie gewohnt sind zwei Kameras verbaut: Eine Hauptkamera mit 8 Megapixel (entspricht dem iPad Air 2) und eine Frontkamera mit 2,1 Megapixel (iPad Air 2: 1,2-MP-Kamera).

Das Samsung Galaxy Tab S2 9.7 ist 5,6 Millimeter dick und wiegt in der reinen WLAN-Version 389 Gramm. Beides sind Bestwerte für Samsung. Das Tab S2 9.7 mit LTE bringt dagegen 392 Gramm auf die Waage. Zum Vergleich die Werte des iPad Air 2: 6,1 mm Dicke beim WLAN- und beim LTE-Modell, 437 Gramm für die WLAN-Version und 444 Gramm für die LTE-Version. Bildschirmgröße und Auflösung des neuen Samsung-Tablets sind identisch mit denen des iPad Air 2.

In die Home-Taste hat Samsung einen Fingerabdruckscanner integriert. Dadurch können Nutzer ihr Tablet mit einer kurzen Fingerberührung entsperren.

Das Samsung Galaxy Tab S2 9.7 besitzt zwar einen Metallrahmen, das eigentliche Gehäuse ist aber aus Kunststoff. Besonders wasser- und staubgeschützt ist es aber nicht.

Zu den vorinstallierten Apps gehört auch Microsoft Office Mobile, mit dem sich bereits existierende Office-Dateien ausdrucken und anschauen lassen. Will man selbst Office-Dateien grundlegend erstellen oder bearbeiten, so muss man ein Microsoft-Konto besitzen. Besitzer einer kostenpflichtigen Office-365-Lizenz können sogar in vollem Umfang Texte und Tabellen unterwegs verwalten.

Als Betriebssystem kommt Android 5.0 zum Einsatz, also noch nicht Android 5.1.

Samsung verkauft als optionales Zubehör das Book Cover inklusive Keyboard. Es besitzt geschwungene Tasten für flottes Tippen und ein Touchpad.

Das Samsung Galaxy Tab S2 9.7 wird als LTE- und als WLAN-Variante in den Farben schwarz und weiß erhältlich sein. Daneben wird es auch eine kleinere LTE-Variante mit 8 Zoll (20,31 cm; 134,8 x 198,6 x 5,6 mm, 272 Gramm, 4.000 mAh Akku) Bildschirmdiagonale geben. Alle Varianten werden ab Mitte September 2015 erhältlich sein.

Und der Preis des 169,0 x 237,3 x 5,6 mm großen Galaxy Tab S2 9.7? Den verschweigt Samsung ebenso wie den Preis für das kleinere Galaxy Tab S2 8.0. Alle Varianten werden ab Mitte September 2015 in Deutschland erhältlich sein.

Neues Spaßprojekt in Google Street View

Beim Schäfchen zählen wandern die Nutztiere normalerweise nur vor dem geistigen Auge hin und her. Nun erlaubt Google Sheep View eine deutlich realistischere Darstellung der Wolllieferanten. Auf den unzähligen Aufnahmen, die Google im Rahmen von Street View mit seinen Kamerawagen weltweit aufgenommen hat, können Nutzer Schafe am Straßenrand ausfindig machen und diese markieren.

Derzeit finden sich schon 150 Bilder mit Schafen, die ihre Köpfe überwiegend gen Gras richten. Die Idee stammt von den beiden Schafliebhabern Ding Ren und Mike Karabinos aus Amsterdam. Die beiden machten es sich schon vorher zu ihrer Aufgabe, die Schafe zu zählen, wenn sie mit dem Zug durch die Niederlande fuhren.

Street View lädt zu Unterwasser-Touren ein

Ziel der nicht ganz ernst gemeinten Suche ist die Markierung aller Schafe in Google Street View. Sogar eine Outtakes-Rubrik gibt es. Dort finden sich Aufnahmen, auf denen nur vermeintlich Schafe zu erkennen sind, bei denen es sich aber Ziegen oder andere Tiere handelt.

Nasa veröffentlicht sensationelle Fotos von Pluto

In der schon beim Anflug entdeckten herzförmige Stelle auf der Oberfläche von Pluto, der so genannten Tombaugh Region (benannt nach dem Astronomen Clyde Tombaugh, der 1930 Pluto entdeckte), haben die Nasa-Wissenschaftler in der linken Hälfte eine riesige Krater-freie Eisfläche entdeckt, die sie "Sputnik-Ebene" getauft haben (nach dem ersten Satelliten, der um die Erde flog. Die Sowjetunion schoss Sputnik im Jahr 1957 ins All).

Die Nasa schreibt, dass diese Oberfläche auf den ersten Blick an gefrorenen Schlamm erinnere. Diese Eisfläche sei noch keine 100 Millionen Jahre alt und würde wahrscheinlich immer noch von geologischen Kräften geformt. In dem Eis sind Schlieren zu erkennen, die vielleicht der Wind auf Pluto geformt haben könnte. In jedem Fall würden die Entdeckungen alle Erwartungen übertreffen, jubelte die Nasa.

Aus der eisigen Oberfläche von Pluto, der einen Durchmesser von 2370 Kilometer hat und damit im Durchmesser um 48 Kilometer größer ist als bisher vermutet, ragen außerdem über 3000 Meter hohe Berge empor. Täglich sind nun weitere spektakuläre Entdeckungen und Fotos zu erwarten. Denn bis alle Daten und Bilder auf der Nasa-Bodenstation eingetroffen sind, vergehen noch 16 Monate. Damit gibt es genügend Material für viele Jahre astronomischer Forschung.

Die im Jahr 2006 gestartete Nasa-Sonde New Horizons hat bis zum Pluto einen 4,8 Milliarden Kilometer weiten Weg zurückgelegt. Und New Horizons ist noch lange nicht am Ende, sondern erkundet nach dem Vorbeiflug an Pluto (der am Dienstag, den 14. Juli 2015, um 13:49 Uhr war) nun weitere Objekte im so genannten Kuipergürtel. New Horizons fliegt mit einer Geschwindigkeit von fast 49.600 Kilometer pro Stunde. Die Signale, die New Horizons zur Erde funkt, benötigen mittlerweile über 4,5 Stunden, bis sie hier eintreffen. Im Inneren der Pluto-Sonde werkelt der Prozessor MIPS R3000, der auch die Sony Playstation 1 antreibt. Er ist in New Horizons mit nur 12 MHz getaktet – Zuverlässigkeit und Langlebigkeit haben hier Vorrang.

Am 19. Januar 2006 schoss die US-Raumfahrtbehörde NASA mit einer Atlas-V-Trägerrakete die Raumsonde New Horizons ins Weltall. Für die über 4,8 Milliarden Kilometer lange Reise versorgt eine mit Plutonium angetriebene Radionuklidbatterie die Sonde mit Energie: Bereits zu Beginn der Reise traf Pluto aber ein herber Schicksalschlag: Ihm wurde der Status eines Planeten aberkannt, stattdessen gilt Pluto heute wie auch viele andere Objekte des Kuipergürtels als Zwergplanet.

Casper Suite für Mac-IT-Administratoren

Die Casper Suite dient dem Anbieter zufolge speziell dem Mac-Management und unterstützt seit 2002 Mac-IT-Administratoren bei ihrer Arbeit auch in einer Windows-Umgebung. Die Software ist demnach eine Endpoint-Management-Lösung für Macs, iPads, iPhones und Apple TV. Damit sichern und verwaltet man Geräte im gesamten Unternehmen automatisch und ermöglicht es den Benutzern, ihre Probleme bei Bedarf durch den Self Service eigenständig zu lösen, verspricht der Entwickler. Die Suite kann demzufolge auch in einer Windows-Welt an die Stelle des ”klassischen” System Center Configuration Managers von Microsoft treten.

Als Zielgruppen für die Casper Suite sieht JAMF Software nicht nur Unternehmen, sondern auch Schulen, Universitäten oder Behörden. Die Casper Suite biete alle Tools für die Erstellung von Paketen, Konfigurationsprofilen und anderen Komponenten, um eine sichere, direkt einsatzbereite IT-Umgebung für alle Endbenutzer zu gewährleisten. Mit der Casper Suite lassen sich demnach außerdem Macs, iPads und iPhones konfigurieren, und zwar sowohl im Lager, remote als auch benutzergesteuert. Ein Überblick über die diversen Funktionen findet sich hier . Eine kostenlose Testversion mit uneingeschränkten Funktionen l ässt sich über diese Site anfordern . Preise und Systemanforderungen erfährt man ebenfalls direkt über den Anbieter. Informationen zur Software erhält man auch über Macupdate.com .

MTV veröffentlicht VMA-Anwärter auf Apple Music

MTV sammelt die Besten der Besten der Musik-Branche aus aller Welt, die Auszeichnungen gelten als handfeste Beweise der Popularität eines Künstlers. Dieses Jahr hat wohl auch Apple Music einen Coup bei dem größten Musik-Sender gelandet: In der Kooperation mit Beats-Radio und MTV werden die Anwärter für Video Musik Awards morgen nachmittags über Apple Music veröffentlicht. Dies berichten gleichzeitig beide Twitter-Accounts von MTV und Beats1: " Der Countdown beginnt! Die Nominierten für VMA 2015 werden morgen exklusiv auf Beats1 veröffentlicht. Zeit: 7AM PT " (15:00 MESZ).

Beats 1 und MTV starten morgen eine gemeinsame Radio-Sendung mit den beiden Moderatoren Brooke Reece und Travis Mills . Um die Sendung zu verfolgen, muss man auf dem iPhone, iPad oder Mac die App Music oder iTunes starten, zu dem Reiter "Radio" gehen und dort den Sender "Charting now" auswählen. Nach den Ankündigung startet die Abstimmung auf der MTV-Seite . Die Gewinner werden am 30. August bekannt gegeben. 

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