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Morgenmagazin vom Dienstag, 24. Januar 2012

24.01.2012 | 17:05 Uhr | Peter Müller

Virgin ehrt Steve Jobs mit Flugzeugnamen +++ Android bis Ende 2012 bei Entwicklern beliebter als iOS +++ Sony will Bildsensoren verbessert haben +++ Google+ lockert Klarnamenregelung +++ iBooks 2: Schon 350.000 Textbooks ausgeliefert +++ Busuu.com: Japanisch kostenlos online lernen +++ Aiptek bringt Tablet-Taschen für iPads

Virgin ehrt Steve Jobs mit Flugzeugnamen

Die Fluglinie Virgin Airlines hat mit der Taufe eines ihrer Flugzeuge den verblichenen Apple-Gründer geehrt. Das Zitat "Stay hungry, stay foolish" ziert den Bug des Airbus 320 mit der Registriernummer N85VA. Jobs hatte das Zitat zum Abschluss seiner Stanford-Rede im Jahr 2005 benutzt und sich seinerzeit auf den "Whole Earth Catalog" bezogen, ein bei Hippies in den 70ern beliebtes Verzeichnis, das Jobs als eine Art analogen Vorläufer von Google bezeichnete. Die Wertschätzung des Virgin-Gründers Richard Branson für Steve Jobs beruhte auf Gegenseitigkeit, Branson hatte in dem legendären Werbespot "Here’s for the crazy ones…" einen Kurzauftritt, neben Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Mahatma Gandhi und Muhamed Ali.
Android bis Ende 2012 bei Entwicklern beliebter als iOS
Nach Ansicht der Analysten von Ovum wird Android bis Ende Jahres iOS den Rang als die bei Entwicklern beliebteste Plattform abgelaufen haben. Laut des Berichts "Developer Insights 2011: Trends in Mobile Application Development" werde auch Windows Phone dank der Kooperation mit Nokia populärer. Microsoft habe Entwickler bereits davon überzeugt, dass sich die Investition in Windows Phone lohne, nun laute die Aufgabe, auch Verbraucher zu überzeugen, meint der Ovum-Analyst Adam Leach. Nicht nur Plattformen wie Android und Windows Phone werden laut Ovum populärer, Entwickler würden sich auch immer mehr auf Technologien wie HTML 5 stürzen.
Entwickler seien mitentscheidend für den Erfolg einer Plattform, führt Leach aus: "Der Erfolg einer Smartphoneplattform ist nicht nur von der Nachfrage der Anwender und dem Angebot von Herstellern und Carrriern bestimmt, sondern auch von einem gesunden Ökosystem von Dritthersteller-Anwendungen." Für alle Marktteilnehmer sei es deshalb wichtig zu wissen, welche Entscheidungen Entwickler heute treffen und wie sich diese zukünftig auswirken.

Sony will Bildsensoren verbessert haben


Sony hat auf einer Pressekonferenz in Tokio eine neue Generation von Bildsensoren für die Kameras von Smartphones und anderen elektronischen Geräten vorgestellt, die zu einem günstigeren Preis bessere Ergebnisse erzielen sollen. Die neue Technologie erlaube CMOS-Sensoren mit geringerer Baufläche, die sich unabhängig von den unterstützenden Logik-Chips herstellen lassen. Die Chips sollten in dunkler Umgebung weniger Bildverzerrung verursachen und Video-Aufnahmen bei einer größeren Spannbreite von Beleuchtungsverhältnissen erlauben. Sony will erste Samples der Chips ab März herstellen, die Massenproduktion soll im Herbst beginnen. Ende 2012 und Anfang 2013 sollen Geräte mit der neuen Technologie auf den Markt kommen. Sony stellt nicht nur selbst Kameras her, auch in den Produkten anderer Hersteller sind Sony Chips zu finden, etwa auch im iPhone 4S.
Sony stapelt im neuen Produktionsprozess die Image-Sensoren auf die Logik-Chips anstatt sie wie bisher nebeneinander anzuordnen. So bekomme man mehr Platz für die Logik-Chips, die Sony extern produzieren lassen möchte, um sich besser auf den Kern der Imaging-Sensoren konzentrieren zu können. Neben den Sensoren für rotes, blaues und grünes Licht kommen laut Sony auch noch Sensoren für Weißlicht hinzu, diese sollen bei schlechter Beleuchtung für bessere Fotos sorgen und auch Filmaufnahmen in der Dunkelheit ermöglichen.

Google+ lockert Klarnamenregelung


Google lockert den Klarnamenszwang für sein soziales Netzwerk, berichtet der IDG News Service. War bisher für die Nutzung des Netzes der echte Name vorausgesetzt, können aktive Google+-Mitglieder einen alternativen Namen mit ihrem Profil verknüpfen. Neue Nutzer können diesen gleich bei der Anmeldung angeben, es soll sich jedoch um einen "etablierten" Internet-Namen handeln, den der Nutzer etwa schon bei Twitter oder Flickr nutzt. "Unkonventionelle" Klarnamen oder Künstlernamen akzeptiert Google+ bei der Anmeldung nur, wenn der Anwender ihn mit einem Dokument wie Ausweis oder Führerschein belegen kann - oder beispielsweise der in Stuttgart wohnhafte Jeronimo Baretta Claudemir da Silva mit seinem VfB-Trikot mit der Aufschrift "Cacau". Die Identität könnte letzterer aber auch mit öffentlichen Zeugnissen wie Berichten in Print-Medien belegen.
Google hofft mit den Maßnahmen die Zufriedenheit der Nutzer bezüglich der Namensregeln zu steigern. In die Kritik geraten war der Klarnamenszwang mit Argumenten, dass Dissidenten in totalitären Staaten unter Umständen schlecht mit ihrem echten Namen auftreten könnten, auch von eifersüchtigen Ex-Ehegatten verfolgte könnten mit einen Pseudonym freie bei Google+ posten. Das Interesse an einem Pseudonym sei bei Google+ aber dennoch relativ gering, beschreibt der Produkt-Manager Bradley Horowitz im Unternehmensblog. Die meisten Nutzer würden durch den Anmeldeprozess "flutschen", nur 0,1 Prozent würden einen alternativen Namen beantragen.

iBooks 2: Schon 350.000 Textbooks ausgeliefert


In den ersten drei Tagen nach der Vorstellung von iBooks Author und iBooks 2 hat Apple nach Einschätzung der Analysten von Global Equities Research bereits 350.000 der neuen Textbooks ausgeliefert, berichtet All Things D. Auch 90.000 Kopien von iBooks Author habe Apple bereits über den Mac App Store ausliefern können, heißt es weiter. Global Equities Research erklärt jedoch nicht genau, wie die Statistik zustande gekommen ist. Derzeit liegt das Demo-Buch "Life on Earth", das Apple auf der Veranstaltung am vergangenen Donnerstag besonders hervorgehoben hatte, an der Spitze der iBooks-Charts bei den kostenlosen Titeln.

Busuu.com: Japanisch kostenlos online lernen


Der Japanisch-Sprachkurs ist kostenlos und deckt wie alle Kurse auf Busuu.com die Stufen Anfänger A1 bis Mittel B2 ab. Er gliedert sich laut Anbieter in mehr als 150 interaktive und modular aufgebaute Lerneinheiten mit frischen und modern aufbereiteten Übungen zu Vokabeln, Textverständnis und Dialogen. Schreibübungen können zudem zur Korrektur an Muttersprachler aus der Busuu.com-Community verschickt werden. Über den Busuu-Talk können Sprachschüler direkt mit japanischen Tandempartnern kommunizieren. Interaktive Tests geben einen Überblick über den Kenntnisstand in der neuen Sprache. Darüber hinaus bietet die Website eine Premium-Mitgliedschaft mit Grammatik-Einheiten und weiteren zusätzlichen Funktionen. Ab 5 Euro pro Monat ermöglicht der Premium-Service von Busuu.com den Zugriff auf Audios für mehr als 3.000 Beispielsätze, bietet Zugang zu rund 35 Grammatik-Einheiten sowie Übungen zum Hörverständnis und PDFs zum Ausdrucken der Lerneinheiten. Zudem können Premium-Nutzer auch Videos und Audio-Podcasts abrufen. Ein offizielles Busuu.com-Zertifikat bestätigt Premium-Mitgliedern die Teilnahme am Japanisch-Sprachkurs auf Busuu.com und zeigt an, welches Modul absolviert wurde. Neben dem allgemeinen Sprachkurs ist auch ein spezieller Reisesprachkurs erhältlich, der auf den Japan-Urlaub vorbereitet. Dieser ist für Premium-Mitglieder kostenlos abrufbar oder kann separat für 9,99 Euro erworben werden. Außerdem gewährt Busuu.com seinen Kunden bis zum 31. Januar einen Neujahrsrabatt in Höhe von 15 Prozent auf alle Produkte. Zusätzlich zu dieser Produktbeschreibung haben wir vom Anbieter folgende interessante Hintergrundinformationen zum Japanischen als besondere Fremdsprache erhalten:
Das Vorurteil, Japanisch sei für uns eine schwer zu erlernende Sprache, stimmt nur bedingt. Der Aufwand, mündlich Japanisch zu lernen, ist nur unwesentlich höher als bei anderen europäischen Sprachen. Die japanischen Laute sind für uns einfach auszusprechen, es gibt keine Pluralformen, keine Artikel, kein grammatikalisches Geschlecht und nur zwei Zeitformen: die Gegenwart und die Vergangenheit. Japanisch-Sprachschüler, die auf Busuu.com einen muttersprachlichen Tandempartner aus der Busuu.com-Community finden, werden feststellen, dass sie sehr schnell erste Gespräche führen können. Gerade im Business-Umfeld machen Japanisch-Kenntnisse einen guten Eindruck und zeigen dem Geschäftspartner, dass man seine Kultur wertschätzt. Wer mit busuu.com Japanisch lernt, poliert seinen Lebenslauf auf, verbessert seine Verhandlungsposition und seine Job-Chancen, so der Anbieter.
Nicht ganz so einfach wie das Sprechen lernen, ist es, Japanisch lesen und schreiben zu lernen. Denn Japanisch beruft sich auf drei Schriftsysteme: Busuu.com-Schüler üben zunächst einmal das Silbenalphabet Hiragana, das auch in japanischen Grundschulen als erstes gelehrt wird. Zudem lernen sie Katakana, das dem Schreiben von Fremd- und Lehnwörtern dient. Die japanische Benutzeroberfläche von Busuu.com ist in Kanji gestaltet. Die einzelnen Kanji Symbole repräsentieren Ideen und Konzepte. Um den Japanisch-Anfängern das Lernen zu erleichtern, werden alle Vokabeln und Beispielsätze auch in lateinischen Buchstaben angezeigt.
Auf der Website, für die eine kostenlose Registrierung erforderlich ist, gibt es derzeit elf Sprachen zu lernen. Außerdem sind Apps für iPhone und iPad erhältlich, für die man die Bausteine der Kurse per In-App-Kauf erwirbt.
Info: Busuu.com

Aiptek bringt Tablet-Taschen für iPads


Mit der "Wiseways Tablet Bag + Stand" getauften Schutzhülle ist es laut Hersteller Aiptek nicht nur möglich, das wertvolle Tablet sicher und sauber von A nach B zu transportieren, sondern sie dient gleichzeitig auch als innovativer Standfuß für iPad un iPad 2, verspricht der Hersteller. Mit der Tasche aus robustem Wildleder soll der Anwender nicht nur durch das äußere Erscheinungsbild punkten, sondern auch durch die "elegant-raffinierte" Funktion des ausgeklügelten Standfußes, so Aiptek in seiner Pressemitteilung. Fein verarbeitete Nähte sollen den hochwertigen Gesamteindruck abrunden. Durch die spezielle Falt- und Magnettechnik soll es problemlos möglich sein, das Gerät sowohl horizontal wie auch vertikal sicher aufzustellen, um komfortabel im Internet zu surfen oder einen Film zu schauen. Die verstärkte Oberfläche dient neben der Stabilität vor allem der Sicherheit und schützt das Gerätedisplay gegen Einwirkungen von außen. Die iPad-Tasche gibt es in Schwarz oder Grau (light) für 40 Euro. Sie wird ab sofort im Handel verfügbar sein.
Info: Aiptek International

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