2247846

Morgenmagazin vom Dienstag, 24. Januar 2017

24.01.2017 | 06:55 Uhr |

Apple bringt macOS 10.12.3 +++ Qualcomm überlegt Gegenklage +++ Sicherheit im Internet der Dinge +++ Gerücht: Microsoft entlässt diese Woche 700 Mitarbeiter +++ So will Samsung seine Akkus sicherer machen +++ App Annie: App Stores setzen 2016 so viel wie Serbien um +++ Amtliche Wetterdaten sollen kostenfrei nutzbar werden

24. Januar: Was für ein Auftritt

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Zwei Wochen dauert es noch bis zum größten Einzelsportereignis der USA und damit der Welt, was die Gesamtzuschauerzahl betrifft: In Houston, Texas, spielen die Atlanta Falcons und die New England Patriots um die Superbowl LI. Nein, die Veranstaltung ist heuer nicht von einer chinesischen Firma Li gesponsert und auch nicht vom Steuerparadies Liechtenstein, LI muss man als lateinische Zahl lesen: 51. Beim Superbowl geht es weit mehr als um einen Pokal und einen (weiteren) Meisterschaftsring an den Fingern von menschlichen Kolossen, neugierig darf man immer wieder auf die Halbzeitshow sein.

Um eine Show vor Milliardenpublikum reißen sich die größten ihrer Branche, im Gegensatz zum Gesangsauftritt bei einer Inauguration sagt jeder angefragte Künstler auch begeistert zu - in diesem Jahr Stefani Germanotta, auch als Lady Gaga bekannt. In der Liste der Halbzeitspektakel stehen Koryphäen wie Bruce Springsteen (2009, Superbowl XLIII), Katy Perry und Lenny Kravitz (2015, Superbowl XLIX) oder die Rolling Stones (2006, Superbowl XL). Nur für eine handvoll Stücke wird im Stadion auf die Schnelle eine Bühne aufgebaut und ebenso schnell wieder abgebaut, allein das das so klappt, ist jedes Mal ein Wunder. Bruce Springsteen, der 2009 mit der E-Street-Band mittendrin statt nur dabei war, beschreibt das eindrucksvoll in seiner Autobiographie "Born to Run", der Superbowl-Auftritt war für ihn einer der Höhepunkte einer an Höhepunkten nicht armen Karriere. Die ihn bekanntlich auch zu einer Inauguration führte. Aber das war in einem anderen Zeitalter.

Im Jahr 1984 - dem Jahr von Springsteen absoluten Durchbruch mit "Born in the USA" -  war die Halbzeitshow eher noch traditionell, es spielten unter der Regie des Walt-Disney-Konzerns im Stadion von Tampa, Florida, die Marching Bands der University of Florida und der Florida State University, einen großen Umbau hatte es also nicht geben müssen. Da die Blasmusik auf dem Rasen ähnlich einschläfernd gewesen sein dürfte wie das Spiel selbst (die LA Raiders schlugen die Washington Redskins klar und deutlich mit 38-9), war ja mehr Zeit und Muße, die Fernsehwerbung anzusehen. Die hatte es an jenem 22. Januar in sich. Wer erinnert sich nicht an die Rede des "Großen Bruders", das gleich geschaltete, graue Publikum und die mutige Hammerwerferin? Das Produkt, für das der Spot von Ridley Scott warb, war indes überhaupt nicht zu sehen und wurde nicht einmal genannt. Es hieß im Abspann einfach nur: "Apple zeigt am 24. Januar, warum 1984 nicht wird wie '1984'".

Heute ist dieser Tag also 33 Jahre her, an dem der damals nicht ganz 29-jährige Steve Jobs den Macintosh aus seiner unspektakulären Hülle zog und ihn zum versammelten Publikum sprechen ließ. Der neue Rechner versprach nicht weniger als eine tief greifende Revolution, der Computer solle nun in die Hände von jedermann kommen und sich ohne langwierig zu erwerbende Kenntnisse bedienen lassen. "Big Brother" aus dem Werbespot vom Sonntag davor, das war ein Symbol für das große, unflexible, ja, als diktatorisch empfundene Unternehmen IBM, dessen Rechner nur von Spezialisten bedienbar waren und von Lohnsklaven an Terminals mit Daten gefüttert wurden. Nun, ganz so war es ja dann doch nicht – nur passte Apple dieses Bild wunderbar in den Kram. IBM hatte zu jener Zeit längst auch persönliche Computer herausgebracht und den Begriff des PC damit überhaupt erst geprägt. Der IBM-PC war jedoch eine Reaktion auf den Apple II, mit dem das Start-Up aus Kalifornien schon sieben Jahre vor dem Macintosh das Weltbild des Computings auf den Kopf gestellt hatte.

Der Mac war aber nun endlich die wirklich persönliche Maschine, die man sich im Silicon Valley und anderswo erträumt hatte. Die Rede des Computers zu seiner Geburt war aber nicht von der künstlichen Intelligenz der Maschine erzeugt, sondern von seinen Entwicklern um Andy Hertzfeld geschrieben, so richtig spricht der Mac erst heute via Siri mit seinen Nutzern - auf einem immer noch überschaubaren Niveau. Aber anders als ein Jahr zuvor mit der Lisa war es Apple mit dem Mac gelungen, das Konzept der grafischen Oberfläche zu einem vernünftigen Preis auf den Markt zu bringen. Man musste nicht mehr stunden-. tage- und wochenlang Befehle lernen, um mit der Maschine etwas anfangen zu können, sondern blickte sich auf dem Bildschirm einfach um und erkannte die Ähnlichkeit zum Schreibtisch, zu Aktenschränken und -ordern - sogar an dem im Büro einfach unvermeidlichen Papierkorb hatte Apple gedacht. Der Preis: 2.500 US-Dollar. Klingt erst einmal nicht so teuer, aber im Jahr 1984 war der US-Dollar so stark wie kaum seit dem zweiten Weltkrieg, in Deutschland kostete die Maschine so um die 10.000 Mark - so viel zum Thema "Jedermanncomputer". Der Mac hätte indes sogar nur um die 500 US-Dollar kosten dürfen, war der ursprüngliche Gedanke des Apple-Ingenieurs Jef Raskin. Aber seit Steve Jobs das Projekt an sich gerissen hatte, wurden die Anforderungen an die Maschine immer größer - aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung. 33 Jahre ist kein Alter, nicht einmal für eine Maschine. Daher sagen wir heute: Happy Birthday Macintosh! Auf die nächsten 33 und noch viel mehr! Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Update: Apple hat gestern Abend sein Mac-Betriebssystem auf Version macOS Siera 10.12.3 aktualisiert. Die Release-Notes sprechen von einigen Fehlerbereinigungen, nennen aber einen seltenen mit dem Entwickler-Modus von Safari nicht. Dieser hatte bei Consumer Reports zu verwirrenden Ergebnissen beim Akku-Test des Macbook Pro von 2016 geführt und wurde in einem Nachtest behoben. Laut der Verbraucherorganisation wollte Apple den Bugfix in sein nächstes reguläres Update einbauen. Was Apple aber konkret nennt, sind Verbesserungen beim automatischen Wechsel der Grafikkarte im Macbook Pro 15 Zoll. Einen Grafik-Fix gibt es auch für Anwender von Adobe Premiere Pro. Weitere Fehlerbehebungen betreffen den Umgang mit PDF-Dokumenten und den Import von Bildern von Digitalkameras.

Invest: Der US-Mobilfunkprovider Sprint übernimmt 33 Prozent des Musikstreamingservices Tidal. Kunden von Sprint solle so Zugriff auf exklusive Inhalte bekommen. Tidal, zu dessen Eignern der Rapper Jay Z gehört, bietet unter anderen Musik in hochauflösenden Formaten an. Tidal und seinen Künstler werden laut Vereinbarung exklusive Inhalte für bestehende und neue Sprint-Kunden bereit stellen.

Gegenangriff: Der Chip-Hersteller Qualcomm ist nicht zuletzt durch eine Milliardenklage Apples in die Defensive geraten, überlegt nun aber eine Gegenklage gegen den iPhone-Hersteller. Apple versuche einen regulären Vertrag zu einer Sache von Regulierungsbehörden zu  machen, beschwert sich Qualcomm gegenüber Recode. Man habe jedoch nicht vor, die Geschäftsbeziehungen aufzukündigen und Apple nicht mehr mit Mobilfunkmodems zu beliefern. Vor allem in den USA ist Apple auf die Technik von Qualcom angewiesen, da Intels Modems nur die Netze von AT& und T-Mobile unterstützen, aber nicht die von Sprint und Verizon.

Richtig auswerfen: Wir alle kennen die Fehlermeldung, die erscheint, wenn wir zu ungeduldig waren und einen Stick zu flott abzogen oder eine externe Platte zu schnell auswarfen. Meist geht es ja noch glimpflich ab und der angedrohte Datenverlust trat nicht ein, aber woran erkennt man, ob ein Volume, das wir ausgeworfen haben, wirklich nicht mehr vom System oder bestimmten Programmen benutzt wird? So wie es unterschiedliche Methoden des Auswerfens gibt, so unterscheidet sich auch das Verhalten eines Volumes bei seinem Abschied. Meist bekommt man nicht einmal mit, dass das Symbol des Laufwerks erst gräulich-transparent wird und dann verschwindet, so schnell geht das in der Regel. In einigen Fällen meldet sich aber das System und verlangt eine Eingabe, immerhin sagt macOS heutzutage klar und deutlich, welcher Prozess denn nun das Auswerfen verhindert.

Sicherheit der Dinge: Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist ein großes Versprechen, aber ebenso ein Risiko. Ungeschützte Kameras, Thermostate, Lichtschalter, Türschlösser oder Rauchmelder mit Internetanschluss lassen sich nicht nur potentiell von außen ein- und ausschalten, sondern auch in nie dagewesene Bot-Netze einbinden. Sicherheitsaspekte lassen vor allem Hersteller von Billigprodukten außen vor. Als Faustregel gilt: Wenn sich die Firmware eines Internet-Dings nicht aktualisieren lässt: Finger weg. Für die Gesetzgebung und den Verbraucherschutz ist das IoT nach wie vor Neuland und die Frage ist ohnehin, ob die neue US-Regierung dieses Thema auf dem Schirm hat. Der Handelsbehörde FTC (Fair Trade Commission) sind die Hände weitgehend gebunden, wie unsere Kollegen der Macworld erklären. Zwar hat die FTC Anfang Januar den chinesischen Hersteller D-Link wegen mangelnder Sicherheit verklagt, doch sind solche Klagen prinzipiell nur möglich, wenn ein Produkt eine versprochene Eigenschaft nicht hat. Verspricht der Hersteller in Sachen Sicherheit nichts, ist er auch nicht haftbar zu machen.

Weitere Nachrichten:

Gerücht: Microsoft entlässt diese Woche 700 Mitarbeiter

Microsoft soll laut der Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley noch in dieser Woche 700 Mitarbeiter entlassen. Jo Foley will das aus gut informierten Kreisen erfahren haben. Sie bestätigt damit einen gleichlautenden Bericht von Business Insider. Microsoft hat die aktuellen Entlassungen aber weder bestätigt noch dementiert.

Diese 700 gehören zu den insgesamt 2850 Microsoft-Angestellten, die der Redmonder Konzern im Finanzjahr 2017 loswerden will. Das Finanzjahr 2017 geht vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017.

Der Finanznachrichtendienst Bloomberg hatte im Juli 2016 erstmals berichtet, dass Microsoft weitere 2850 Mitarbeiter entlassen wolle. Diese 2850 Stellen kommen noch zu den 1850 entlassenen Mitarbeitern, deren Kündigung Microsoft bereits Ende Mai 2016 mitgeteilt hatte. Beide Stellenabbau-Maßnahmen zusammengenommen bedeuten, dass Microsoft etwas vier Prozent seiner Belegschaft entlässt. Von dem Stellenabbau war auch die Skype-Niederlassung in London betroffen: Dort mussten rund 220 Mitarbeiter gehen.

Die Entlassungen sollen unterschiedliche Abteilungen und Aufgabenbereiche von Microsoft betreffen. Auch die Sales-Abteilung wird Mitarbeiter verlieren, wie Jo Foley betont. Gleichzeitig stellt Microsoft aber auch neue Mitarbeiter ein, wie aktuelle Stellenanzeigen beweisen.

Laut Business Insider gibt Microsoft Entlassenen in der Regel 60 Tage Zeit, um sich intern auf einen neuen Job zu bewerben. Außerdem zahlt Microsoft pro sechs Monate Beschäftigung bei Microsoft zwei Wochen länger das Gehalt, wie Business Insider von einem Mitarbeiter erfahren haben will.

Im September 2016 hatte Microsoft weltweit 113.600 Mitarbeiter. Am 26. Januar 2017 legt Microsoft seinen nächsten Quartalsbericht vor.


So will Samsung seine Akkus sicherer machen

Wie gefährlich und geschäftsschädigend fehlerhafte Akkus sein können, zeigte im vergangenen Jahr das Debakel um Samsungs Galaxy Note 7. Der Produktionsstopp und die gigantische Rückrufaktion kosteten den koreanischen Konzern fast fünf Milliarden Euro.

Neben den Gründen, die zu den brennenden Akkus geführt hatten , veröffentlichte Samsung heute auch Informationen zu einem neuen Testverfahren . Mit diesem sollen fehlerhafte Bauteile in Zukunft herausgefiltert und Design-Fehler frühzeitig erkannt werden. Das Testverfahren gilt für alle Lithium-Ionen-Akkus, die künftig in Samsung-Hardware verbaut werden.

Alle Akkus durchlaufen dabei einen 8-Punkte-Test. Einige der Punkte wurden bei Samsung zwar bereits getestet, laut dem Unternehmen nehmen sich die Mitarbeiter nun jedoch mehr Zeit und kontrollieren mehr Geräte genauer. Die internen Standards für die Sichtinspektion seien ebenfalls angehoben worden. Der 8-Punkte-Test umfasst:

1. Langlebigkeit: Der Akku wird einem Stresstest mit Überladung, Punktierung mit einem Nagel und extremen Temperaturen ausgesetzt.

2. Sichtinspektion: Die Batterie wird äußerlich inspiziert.

3. Röntgentest: Hier sollen Fehler im Inneren des Akkus gefunden werden.

4. Lade- und Entladetest: Bei diesem Stresstest sollen langfristige Schwachstellen gefunden werden.

5. TVOC Test: Bei diesem Check will Samsung sichergehen, dass der Akku nicht auslaufen kann.

6. Demontage: Hier überprüft Samsung die Isolierung und die Verbindungsnähte.

7. Nutzertest: Bei diesem Test wird eine intensive Nutzung des Akkus simuliert.

8. DelteOCV Test: Hier testet Samsung Änderungen bei der Stromspannung während der Produktion.

Der Lade- und Entladetest, der TVOC Test sowie der Nutzertest wurden bislang bei der Produktion nicht durchgeführt. Für zusätzliche Sicherheit bei Entwicklung und Produktion soll zudem ein neuer Akku-Beirat sorgen, der sich aus Akademikern der Universitäten Cambridge, Berkeley und Stanford zusammensetzt.

App Annie: App Stores setzen 2016 so viel wie Serbien um

Während die weltweiten Smartphone-Märkte stagnieren und die bekannten Größen ihre Schwierigkeiten haben, die eigene Produktion an den Mann zu bringen, sind auf dem Markt für mobiles Business offensichtlich noch keine Grenzen erreicht. Die Marketing-Firma App Annie hat eine kurze Analyse des Geschäftsverlaufs im App Store und Google Play Store im Jahr 2016 veröffentlicht. Demnach kaufen die Nutzer mehr auf dem Smartphone ein und verbringen ebenfalls mehr Zeit in den Apps.

Laut App Annie haben die drei wichtigsten Parameter – Nutzung, Downloads und Umsätze – im Vergleich zu 2015 zugelegt. So haben die Google-Nutzer mit dem eigenen Smartphone insgesamt 900 Milliarden Stunden verbracht, 150 Milliarden Stunden mehr als 2015. Auch die Downloads konnten zulegen – um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 90 Milliarden Mal wurden Apps im iOS- und Google-Store heruntergeladen. Zwar hat sich der Trend fortgesetzt – zwei Drittel davon entfallen auf den Google Play Store. Der iOS-Store ist in diesem Jahr dank China gewachsen: Das Land hat zu 80 Prozent des Wachstums der iOS-App-Downloads beigetragen.

Die spiegelverkehrte Situation bei den Umsätzen hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt: die iOS-App-Umsätze haben rund zwei Drittel ausgemacht, die Google-Apps-Umsätze den Rest. Insgesamt haben die Nutzer in den beiden Stores im Jahr 2016 35 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Um diese Zahl in Relation zu setzen: So viel produzieren mittelgroße Länder wie Serbien im Jahr (BIP von Serbien 2016 – 36,5 Mrd. USD). Nimmt man nur die Umsätze im iOS-Store, müsste man mit Kleinstaaten wie Uganda oder Trinidad und Tobago vergleichen (24 Mrd. USD). Laut App Annie hat der App Store gegenüber dem Vorjahr bei den Umsätzen rund die Hälfte zugelegt, die App-Umsätze in China waren dabei ausschlaggebend.

Die Marketingfirma weist darauf hin, dass die Downloads und In-App-Käufe nicht die einzige Umsatzquelle sind. Rechnet man noch die Drittanbieter-Stores für Android und Marketing-Budgets, sind nach Schätzungen von App Annie rund 89 Milliarden US-Dollar mobil umgesetzt worden. Nicht zu vergessen ist der sogenannte Graumarkt in den Ländern wie China und Russland. Die Jailbreaks in den letzten Jahren wurden zunehmend von den chinesischen Firmen finanziert , die dann ihre Apps und Werbung ohne Apple an die Nutzer ausspielen können. Wie hoch dabei die Umsätze sind, lässt sich nur raten.

Bei den Spielen betitelt App Annie das vergangene Jahr als "das Jahr des Pokémon Go". Der Titel hat alle möglichen Rekorde geschlagen und für den wochenlangen Hype gesorgt. App Annie schätzt die Umsätze des mobilen Spiels gleichauf mit dem Hollywood-Blockbuster "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (rund 960 Mio. USD bis Ende 2016).

Amtliche Wetterdaten sollen kostenfrei nutzbar werden

Amtliche Wetter- und Klimadaten aus ganz Deutschland sollen künftig kostenfrei für Geschäftsideen und andere interessierte Nutzer zur Verfügung stehen. Dafür soll die bisherige Verpflichtung des Deutschen Wetterdienstes aufgehoben werden, zahlreiche Daten nur gegen Gebühr bereitzustellen. Das sieht ein Gesetzentwurf des zuständigen Ministers Alexander Dobrindt vor, der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll. "Wir öffnen einen einzigartigen Datenschatz", sagte der CSU-Politiker. Eine Vernetzung mit anderen Anwendungen schaffe digitale Geschäftsmöglichkeiten über Wettervorhersagen und Wetterwarnungen hinaus.

Wetter- und Klimadaten werden zum Beispiel auch für den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien oder computergesteuerte Autos benötigt,wie das Ministerium erläuterte. Neben Entwicklern und Firmengründern könnten von einem einfacheren Zugang zu den amtlichen Daten auch andere Anbieter von Wetterinformationen profitieren. Der Deutsche Wetterdienst ist eine Behörde des Bundesverkehrsministeriums.

 

2247846