2563650

Morgenmagazin vom Dienstag, 26. Januar 2021

26.01.2021 | 07:09 Uhr | Peter Müller

Dan Riccio übernimmt spezielles Projekt bei Apple +++ Time to Walk: Prominente geben Unterstützung beim Spazieren mit Fitness+ +++ Klage gegen Apple: Von Glücksspiel profitiert +++ Apple Watch 7 angeblich mit Blutzucker-Sensor +++ PS5-Verschönerung: Kind nutzt Konsole als Malbuch +++ WhatsApp: Chat-Export ist bald wieder da +++ Dekra: Tipps für den Kauf der richtigen Schutzmaske

26. Januar: Die Sonne down under

Macwelt wünscht Guten Morgen! Der Winter gibt sich dieser Tage alle Mühe, ehe ihn ab Donnerstag wieder warme Regenschauer in großer Menge ein Stück weit zurück drängen. Wenn es noch ein Weile hin ist bis März, sind die Tage des Winters doch schon gezählt. Das bemerkt man am Licht – die Tage werden schon seit gut fünf Wochen wieder länger. Sonnenaufgang ist schon wieder vor 8 Uhr, Sonnenuntergang wieder erst nach 17 Uhr - zumindest im Süden des Landes. Auf Rügen verabschiedet sich das Zentralgestirn schon wieder kurz nach halb fünf hinter dem Horizont, während es in Emden morgens sich nicht vor halb neun blicken lässt. Aber auch an der Küste waren diese Zahlen vor ein paar Wochen noch schlimmer – und andere ja wirklich grausig, nun gehen die ersten Landkreise aber auf die erstrebte Null zu.

Unser Blick geht aber heute weiter nach Süden, viel weiter. Bis auf die andere Halbkugel und gewissermaßen ans andere Ende der Welt. In dem Land, das sich nach einer antiken Vorstellung von einer unbekannten südlichen Landmasse (terra incognita australis) Australien nennt, endet der heutige Sommertag vom 26. Januar in den meisten Städten in einem großen Feuerwerk anlässlich des Australia Days. Doch, die Aussies können sich  – wie die Kiwis 2000 Seemeilen weiter östlich – der Feierlichkeiten erfreuen. Die Maßnahmen gegen das Virus waren hart, konsequent und von verständigen Bürgern mitgetragen. Die Insellage hat einiges erleichtert, ist aber nicht der Hauptgrund für NoCovid down under.

In Sydney geht heute die Sonne kurz nach 20 Uhr Ortszeit unter, also gegen 10 Uhr morgens MEZ. Anlass der Feier ist nicht das Ende der Pandemie auf dem fünften Kontinent, sondern das Anfang seiner Besiedlung durch Europäer - nicht für alle dort ein Freudentag. Gedacht wird der Anlandung der First Fleet, einer Flotte voller Schiffe mit Sträflingen, welche die Krone weit, weit außer Landes schickte. Dort, wo heute die Harbour Bridge und das Opernhaus von Sydney stehen, begann am 26. Januar 1788 mit der Ankunft der Briten eine neue Zeitrechnung für das in Europa 100 Jahre zuvor noch völlig unbekannte Land. Die Nachfahren der Menschen, die etwa zehntausend Jahre zuvor bei niedrigerem Meeresspiegel die riesige Wüste mit ihrer schmalen Küste, die wir heute als Kontinent ansehen, erreicht hatten, mag schon damals nicht zum Feiern zumute gewesen sein. Auch heute noch gibt es in Australien Zweifel, ob der Beginn der europäischen Kolonisierung wirklich für alle Australier ein Grund zum Feiern ist – dann zündet man das Feuerwerk doch aus Ereignissen, über die sich alle Australier freuen und die Europäern eine Inspiration sein können.

Lesetipps für den Dienstag

Don't call it Podcast : Die Fitnessstudios haben noch zu, in den USA hat Apple immerhin im Dezember mit Fitness+ seinen Service gestartet, mit dessen Hilfe man auch zu Hause diverse Sportarten trainieren kann. Dazu benötigt man entweder Kleingeräte, ein Laufband oder einen Heimtrainer. Wer für derartige Gerätschaften keinen Platz hat, dem bleibt Joggen oder Spazierengehen an der frischen Luft. Und hierfür bietet Apple seit gestern den Abonnenten von Fitness+ Unterhaltung unterwegs: Time to Walk heißen die Audiobeträge, die ähnlich wie Podcasts funktionieren, aber eben über die Fitness-App auf der Apple Watch gespielt werden. Die Beiträge sind zwischen 25 und 40 Minuten lang und werden von Prominenten gesprochen: Die Sängerin Dolly Parton, der Basketballer Draymond Green und die Schauspielerin Uzo Aduba wollen die Spaziergänger unterhalten. Laut Apple sprechen die drei über "persönliche, lebensprägende Momente wie gelernte Lektionen, bedeutsame Erinnerungen, Gedanken über Sinn und Dankbarkeit, Momente der Leichtigkeit und andere zum Nachdenken anregende Themen". Dazu präsentieren sie "eine kurze Playlist mit Liedern, die ihnen Motivation und Inspiration gegeben haben, so dass der Zuhörer seinen Weg zu einem Soundtrack fortsetzen kann, der eng mit jedem Gast verbunden ist."

Wechsel: Dan Riccio kümmert sich bei Apple ab sofort um ein besonderes Projekt und übergibt seinen Posten als Senior VP of Hardware Engineering an John Ternus, meldet Apple per Pressemitteilung. "Nach 23 Jahren an der Spitze unserer Produktdesign- oder Hardware-Engineering-Teams - die mit unserem größten und ehrgeizigsten Produktjahr aller Zeiten gipfelten - ist es die richtige Zeit für eine Veränderung", kommt in dieser Riccio zu Wort. "Als nächstes freue ich mich darauf, das zu tun, was ich am meisten liebe - meine ganze Zeit und Energie bei Apple darauf zu konzentrieren, etwas Neues und Wunderbares zu schaffen, auf das ich mich nicht mehr freuen könnte." Um was es sich dabei handelt, erklärt Apple natürlich nicht, doch deutet einiges darauf hin, dass Riccio die Aufsicht über die Entwicklung der VR/AR-Brille bekommen hat, die als "Apple Glass" seit geraumer Zeit die Runde durch die Gerüchteküche dreht. Zuletzt hatte Bloomberg von Problemen berichtet, die eine Veröffentlichung vor 2022 verhindern würden. Ein derartiges Projekt könnte in diesem Fall durchaus ein wenig straffere Führung vertragen, Dan Riccio wird in seiner neuen Funktion direkt an Tim Cook berichten. Diese Vorgehensweise hat bei Apple Tradition, im Jahr 2016 holte Cupertino Bob Mansfield aus dem Ruhezustand zurück, um ein spezielles Projekt zu leiten, dabei soll es sich um das Apple Car handeln, das aber auch heute noch nicht auf den Straßen rollt.

In der Cloud: Nachdem ein Gericht im Dezember eine Klage Apples gegen Corellium abgewiesen hatte, bietet der Softwarehersteller nun auch individuellen Kunden die Virtualisierung von iOS-Geräte in der Cloud seiner Plattform Corsec an. Bisher war das Käufern einer Firmenlizenz vorbehalten. Apple hatte Corellium wegen Urheberrechtsverletzung an iOS, iTunes und mehr verklagt, die Firma konnte das Gericht jedoch überzeugen, fairen Gebrauch von Apples Technologien zu machen. Dabei prüfe man die Bewerber individueller Lizenzen sorgfältig, man verifiziere etwa die Identität und lasse sich den geplanten Anwendungsfall darlegen. Vor allem für Sicherheitsforscher ist der Einsatz eines virtualisierten iPhone oder iPad durchaus sinnvoll bei der Suche nach Fehlern im System.

Mehr Design als Sein: Apple arbeitet angeblich an einem Sensor zur Messung von Blutzucker, schon die Apple Watch Series 7 soll im Herbst mit dem neuen Feature herauskommen, das vor allem Diabetiker zu schätzen wissen. Doch ist es noch recht ungewiss, ob Apple die existierende Technik tatsächlich schon in ein Produkt packen und die Messungen so zuverlässige Werte liefern, damit man sie auf die Nutzer loslassen kann.  Wie die Oberfläche der App aussehen soll, darüber hat sich 9to5Mac Gedanken gemacht. Auf den Bildern sehen wir viel rot, aber noch nicht so recht die Gewissheit, dass Blutzuckermessung noninvasiv am Handgelenk schon im Jahr 2021 möglich sein wird.

Klage: Am Gerichtsstand Nordkalifornien ist eine Klage gegen Apple eingegangen, die dem Betreiber des App Stores vorwirft, soziale Glückspiel-Apps zu hosten und davon zu profitieren. Die Apps, in denen man für echtes Geld per In-App-Kauf Chips erwerben kann, würden ähnlich wie die in Kalifornien verbotenen Glückspielautomaten funktioneren und ein hohes Suchtpotential entwickeln. Anders als die echten Automaten in Casinos kann man aber gewonnene Chips nicht mehr in harte Dollars zurückverwandeln. Als Plattformbetreiber, der 30 Prozent Provision für die In-App-Käufe nimmt, profitiere Apple von dem illegalen Geschäft. Die Klage ist im Namen der Spieler Donald Nelson und Cheree Bibbs erhoben, die beide mehr als 15.000 US-Dollar für Glücksspiel-Apps ausgegeben hätten. Die Kläger versuchen, den Status einer Sammelklage zu erreichen, der sich auch andere Geschädigte anschließen könnten.

Rekord : Am späten Mittwochabend wird Apple die Bilanz für sein Dezemberquartal veröffentlichen – Wall Street erwartet nicht weniger als pulverisierte Rekorde. Die Börse nimmt offenbar schon ein wenig vorweg, gestern hatte an der Nasdaq die Apple-Aktie neue Höchstmarken erreicht. Der Schlusskurs von 142,92 US-Dollar war so hoch wie nie, im Laufe des Handelstages hatte AAPL zwischendurch bis zu 145,08 US-Dollar gekostet. Die Marktkapitalisierung Apples beträgt derzeit 2,4 Billionen US-Dollar.

Weitere Nachrichten:

 

Apple Watch 7 angeblich mit Blutzucker-Sensor

In einem aktuellen Bericht beschäftigt sich die koreanische Online-Zeitung "ET News" mit der kommenden Samsung Galaxy Watch 4, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 vorgestellt werden soll. Demnach will Samsung höchstwahrscheinlich im August eine neue Smartwatch vorstellen, die Blutzucker messen kann. Laut "ET News" wird auch Apple in diesem Jahr eine vergleichbare Funktion in der kommenden Apple Watch Series 7 vorstellen, der Hersteller aus Cupertino habe alle wichtigen Patente gesichert, man konzentriere sich auf Stabilität und Zuverlässigkeit, bevor man damit auf den Markt gehe.

Die Autoren beziehen sich auf eine Studie , die die Forscher bei Samsung in Zusammenarbeit mit einem Laser-Labor an dem Massachusetts Institut of Technology veröffentlicht haben. Die Studie erforscht die Genauigkeit von der sogenannten Raman-Spektroskopie bei den Messungen des Blutzuckerspiegels an lebendigen Probanden. Allerdings kann man anhand der Studie keineswegs behaupten, dass die Technologie marktreif ist und bereits in wenigen Monaten frei verkauft werden soll. Die Forscher haben für das Experiment extra Laserspektrometer herstellen lassen, die dann an den Ohrläppchen von lebendigen Schweinen befestigt wurden. Zwar konnten die Forscher eine relativ hohe Genauigkeit bei den Messungen des Blutzuckerspiegels mit der erprobten Methode feststellen, bis aber die Anwendung ihren Weg auf den Markt findet, muss man sie noch miniaturisieren, sodass sie in eine handelsübliche Smartwatch passt. Zudem waren die Probanden während des Experiments sediert, was die Frage nicht beantwortet, wie genau die Messungen bei Bewegungen bleiben. Dazu muss man erforschen, ob die Raman-Spektroskopie bei allen Hauttypen und -farben vergleichbare Ergebnisse liefert. Interessant ist jedoch, dass diese Art der Spektroskopie nicht den Glukose-Gehalt im Blut, sondern in der intrazellularen Flüssigkeit misst, die direkt im Dermis zu finden ist.

Vor einigen Tagen haben wir über das japanische Start-up Quantum Operation berichtet, das bereits einen funktionierenden Prototypen in der Smartwatch-Größe vorgestellt hat, dieser kann ebenfalls spektroskopisch den Blutzucker messen. Aber selbst vom Prototypen zum fertigen Produkt ist noch ein langer Weg: Die Hersteller rechnen damit, mit einem Jahr auf den Markt zu gehen. Ob Samsung und Apple mit seinen Entwicklungen schneller auf dem Markt sind, bleibt abzuwarten. Apple hat zwar einige Patente zur Blutzuckermessung gesichert , auch wurde Tim Cook mit einem Glukose-Messgerät vor einigen Jahren gesichtet, es sind eher vage Indizien als handfeste Hinweise darauf, dass in der nächsten Generation der Apple Watch die wie auch immer geartete Leuchtdioden Blutzucker messen können.

PS5-Verschönerung: Kind nutzt Konsole als Malbuch

Sony bietet seine Playstation 5 bislang nur in schlichtem Weiß an. Die Konsole mit ihren weißen Seitenflächen bietet sich damit geradezu als Leinwand an. Dies dachte sich offenbar auch das Kind eines Reddit-Nutzers, der das Ergebnis nun in Form eines Fotos präsentiert . Darauf ist eine PS5 zu sehen, die nun nicht mehr „schlicht“ und „einfarbig“ wirkt. Stattdessen finden sich auf den Seitenteilen zahlreiche Figuren, Zeichen und Kritzeleien. Dabei wurde sogar auf Details geachtet: Die Playstation-Symbole „Kreis“, „Viereck“, „Kreuz“ und „Dreieck“ haben mit zittriger Hand ebenfalls den Weg auf die Seitenverkleidung der Konsole gefunden.

Wie genau es zur Malbuch-Aktion gekommen ist, bleibt unklar. Der Nutzer MajorNUKKE hat das Bild ohne eigenen Kommentar auf Reddit veröffentlicht. Den Nutzern auf Reddit, Twitter und Facebook gefällt die Aktion dennoch sehr. Einige befürchten jedoch auch, dass der eigene Nachwuchs nach dem Zeigen des Fotos auf ähnliche Ideen kommen könnte. Die Schadenfreude dürfte einigen Nutzern auch dabei helfen, sich weniger über das Fehlen einer eigenen PS5 zu ärgern. Schließlich ist die Konsole nach wie vor bei den meisten Händlern ausverkauft. Noch ist unklar, wann Sony farblich angepasste Seitenteile für die Playstation 5 anbieten. Viele Fans wünschen sich eine solche Anpassungsmöglichkeit ihrer Konsole. Sony hatte bereits gezeigt, dass sich die Seitenteile mit einem Handgriff entfernen lassen. Seitdem warten Fans auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Gegen inoffizielle Skins für die PS5 ist Sony bereits rechtlich vorgegangen. Man will sich den Markt offenbar nicht von findigen Shops kaputt machen lassen, sondern irgendwann eigenes Zubehör anbieten.

 

WhatsApp: Chat-Export ist bald wieder da

Nach rund einem Jahr Abstinenz ist das beliebte Chat-Export-Feature nun bald wieder in WhatsApp verfügbar. Über die etwas versteckte Funktion konnten Nutzer bis Ende 2019 Gruppenchats und Chats mit einzelnen Teilnehmern als Zip-Datei aus WhatsApp exportieren. Nicht über eine Cloud-Lösung, sondern unkompliziert über das E-Mail-Postfach. Nach dem Klick auf die Export-Funktion bekamen sie den gesamten Gesprächsverlauf per E-Mail zugesendet und konnten diesen auf ihrem Smartphone oder PC abspeichern.

Zum Bedauern viele Nutzer verschwand diese Funktion jedoch Ende 2019 aus dem Angebot von WhatsApp. Verantwortlich dafür war ein Rechtsstreit zwischen dem WhatsApp-Mutterkonzern Facebook und dem Smartphone-Hersteller Blackberry. WhatsApp hatte Blackberry zufolge bei seinem Chat-Export-Feature ein Patent von Blackberry verletzt, welches das Unternehmen auf das Versenden von Chat-Verläufen per E-Mail hielt. Im Dezember 2019 entschied das Landgericht München in dem Fall zugunsten von Blackberry, woraufhin die Chat-Export-Funktion bei WhatsApp abgeschaltet wurde. Nutzer mussten sich in den vergangenen Monaten also auf Cloud-Backups verlassen, um ihre Chat-Verläufe zu sichern.

Damit ist nun Schluss, denn das beliebte Feature kommt bald zurück. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet , haben die beiden Unternehmen ihren Rechtsstreit mit Hilfe eines Vergleichs beigelegt. WhatsApp will den Chat-Export per Zip-Paket in Kürze wieder in seinen Messenger integrieren. Derzeit befindet sich die Funktion in der Beta-Phase. Sie sollte jedoch in wenigen Wochen wieder auf allen Mobilgeräten zur Verfügung stehen. Einen konkreten Release-Termin für die neue alte Funktion hat WhatsApp bislang jedoch noch nicht genannt.

Dekra: Tipps für den Kauf der richtigen Schutzmaske 

Die Prüforganisation Dekra prüft nicht nur Autos auf deren Verkehrssicherheit, sondern auch Atemschutzmasken auf ihre Schutzwirkung vor einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus, das Covid-19 verursacht. Jetzt hat die Dekra einen Überblick zu den unterschiedlichen Maskentypen veröffentlicht, damit Sie vor allem beim Online-Kauf einer Schutzmaske und ohne Beratung das richtige Modell erwischen.

FFP2-Atemschutzmasken: Das können sie und so erkennen Sie diese Masken 

Eine FFP2 oder FFP3-Maske (FFP=Face Filtering Piece) schützt den Träger der Maske und die Umgebung. Der Standard FFP2 schreibt laut Dekra vor, dass mindestens 94 Prozent der Aerosole und Partikel zurückgehalten werden. Für diese Norm muss die Maske eine Baumusterprüfung bei einer sogenannten „Benannten Stelle“ bestehen. Auch die Dekra betreibt in Essen so eine zertifizierte Prüfstelle.

Eine FFP2-Maske erkennt der Käufer an einem dauerhaften Aufdruck auf der Maske und der Verpackung mit jeweils folgenden Angaben:

  • CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer, zum Beispiel „CE 0158“ für DEKRA

  • Die Norm „EN 149:2001+A1:2009“ 


  • Maskenklasse „FFP2“ 


  • Produktname oder Produktnummer 


  • Name oder Warenzeichen des Herstellers. 


Welche Prüfstelle sich hinter der vierstelligen Nummer verbirgt, können Sie in der so genannten NANDO-Datenbank der Europäischen Kommission nachschlagen.
 
Die Dekra rät dringend, dass Sie unbedingt die Gebrauchshinweise zum korrekten, passgenauen Anlegen, der Benutzungsdauer und Entsorgung beachten. Falsch oder nachlässig angelegte FFP-Masken bieten laut Dekra keinen oder nur geringen Schutz vor Ansteckung und sind gefährlich für den Träger und die Umgebung.

Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA) nach § 9 MedBVSV 


In der Zeit zwischen 20. März 2020 bis 30. September 2020 konnten auch Masken ohne Baumusterprüfung die Marktfähigkeit erlangen, wie die Dekra erläutert. Voraussetzung war damals ein anerkannter Schnelltest eines zugelassenen Prüfinstituts und eine schriftliche Freigabe der zuständigen Marktüberwachungsbehörde. Dieser Schnelltest ist mittlerweile laut Dekra aber nicht mehr erlaubt. Die CPA-Masken können aber nach wie vor bis zum Ende des Ablaufdatums (ein Jahr ab Prüfdatum) – auch für Arbeitgeber – sicher sein und gemäß der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) verwendbar bleiben. Diese Masken erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • Es gibt einen Aufdruck auf der Maske oder der kleinsten Verpackungseinheit

  • Bezeichnung als „Corona-Pandemie-Atemschutzmaske“ („CPA-Maske“) mit Revisionsnummer des Prüfgrundsatzes (0 bis 2) 


  • Keine CE-Kennzeichnung 


  • Keine Angabe der Norm „EN 149“ 


  • Kein Aufdruck „FFP“ auf der Maske oder Verpackung 


  • Der Hersteller oder Inverkehrbringer ist ersichtlich. 


  • Der Händler muss die Nachweise über die Verkehrsfähigkeit vorweisen können.  


KN95- und N95-Atemschutzmasken

KN95- und N95-Masken sind zwar FFP2-ähnlich, müssen aber nicht die strengen Testanforderungen der europäischen Norm EN 149 erfüllen. Eine Maske mit der Klassifizierung KN95 wird nach dem chinesischen Standard GB2626 geprüft. Eine Maske mit der Klassifizierung N95 wird wiederum nach dem amerikanischen Standard NIOSH geprüft. KN95 und N95 sind der Dekra zufolge in der EU keine verkehrsfähigen FFP2-Masken. Sie können in Deutschland als CPA-Masken verkehrsfähig sein, wenn sie einen CPA-Schnelltest bestanden haben und die Bestätigung der Marktüberwachung vorliegt.
 
Die Dekra weist daraufhin: Es gibt auch verkehrsfähige Masken, die nach mehreren Standards geprüft wurden und häufig auf dem Markt zu finden sind. Sie tragen dann die Angaben für beide Normen: also zum Beispiel „KN95“ und „GB 2626“ sowie „FFP2“ mit Verweis auf „EN 149“ sowie eine CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer von einer in der EU anerkannten Benannten Stelle.

Medizinische Masken (OP-Masken)

Medizinische Masken sind keine persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie FFP-Masken. Diese sogenannten OP-Masken (wie sie medizinisches Personal wie Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen oder Krankenpfleger vor der Corona-Pandemie getragen haben und auch derzeit in vielen Situationen noch immer tragen) bieten zwar Fremdschutz, aber nur geringeren Schutz für den Träger gegen Aerosole und Tröpfen. Sie tragen eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt auf der Verpackung.  

Coronavirus stoppen: So bauen Sie einen österreichischen Mundschutz

Video: Kanone schießt Fremden Schutzmaske ins Gesicht

FFP2-Pflicht in Bayern: Hier sind Masken erhältlich



2563650