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Morgenmagazin vom Dienstag, 28. Januar 2014

28.01.2014 | 07:23 Uhr |

Apple macht 13,1 Milliarden US-Dollar Gewinn +++ Umsatz steigt auf 57,6 Milliarden US-Dollar +++ 51 Millionen iPhones, 26 Millionen iPads und 4,8 Millionen Macs verkauft +++ iMovie erhält Wartungsupdate mit diversen Fehlerbehebungen +++ Apple gibt die Dritte Entwicklervorschau von OS X 10.9.2 frei +++ ”jOBS” – Biopic mit Ashton Kutcher kommt im März nach Deutschland +++ Tim Cook: US-Regierung hat keinen Zugang zu Apple-Servern +++ Samsung und Google schließen Patent-Pakt +++ OneDrive ist der neue Name für SkyDrive +++ Wikipedia will berühmte Stimmen für die Ewigkeit konservieren +++ Lieferzeiten des Mac Pro im Vergleich +++ Google übernimmt Deepmind für 400 Millionen Dollar +++ Mail-Daten-Diebe sollen aus Osteuropa kommen

Apple macht 13,1 Milliarden US-Dollar Gewinn

Apple hat gestern nach Börsenschluss in New York (22 Uhr MEZ) die Bilanz für das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2013/2014 vorgelegt. Demnach hat der Mac-Hersteller bei einem Umsatz von 57,6 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 13,1 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz dabei leicht gestiegen, von 54,5 Milliarden US-Dollar, der Gewinn in etwa gleich geblieben, im Vorjahr lag er sechs Millionen US-Dollar höher. Der Gewinn pro Aktie ist jedoch um fünf Prozent auf 14,50 US-Dollar gestiegen, Wall Street hatte im Vorfeld mit 14,09 US-Dollar Gewinn pro verwässerter Aktie gerechnet.

Bei den Verkäufen von iPhone und iPad setzte Apple jeweils neue Quartalsrekorde, 51 Millionen iPhones gingen über die Ladentische und 26 Millionen iPads. Der Mac hat sich unerwartet gut verkauft, die Stückzahlen gingen um 19 Prozent auf 4,8 Millionen hoch. Im Vorjahr hatte Apple im Berichtszeitraum jedoch einen neuen iMac vorgestellt, der anfangs nur schwer erhältlich war und deshalb unter der Erwartung Macs verkauft. Das laufende Quartal prognostiziert Apple gewohnt zurückhaltend und stellt einen Umsatz von 42 bis 44 Milliarden US-Dollar in Aussicht, Wall Street hatte 46 Milliarden US-Dollar erwartet.

Vom iPhone konnte Apple gegenüber dem ersten Quartal 2012/2013 siben Prozent mehr Geräte verkaufen, im Berichtszeitraum waren iPhone 5S und iPhone 5C neu auf dem Markt. Der Umsatz stieg jedoch nur um sechs Prozent auf 32,59 Milliarden US-Dollar. Das iPhone bringt Apple 56 Prozent seiner Umsätze ein. In der Bilanzpressekonferenz räumte Aple-CEO Tim Cook ein, Apple habe die Nachfrage nach den neuen Modellen anfangs falsch eingeschätzt. Man habe mehr iPhone 5S verkauft als erwartet, es habe eine zeit gedauert, bis man den "gefragten Mix" hinbekommen habe. Die korrespondiert mit den teils langen Lieferzeiten für das iPhone 5S im Herbst und Berichten über reduzierte Bestellungen für das iPhone 5C bei den Vertragsfertigern wie Foxconn. Wie sich die Verkäufe der Modelle genau verteilen, hat Apple nicht gesagt. Der Apple-CEO nennt Touch ID als einen wesentlichen Grund, warum Kunden verstärkt zum etwas teureren Modelle iPhone 5S greifen. Das iPhone 5C habe sich aber vor allem bei neuen iPhone-Kunden als begehrt erwiesen, erklärt Cook.

Während Apple zehn Prozent mehr iPads als vor einem Jahr verkaufen konnte, stieg der Umsatz nur um sieben Prozent auf 11,47 Milliarden US-Dollar. Tim Cook betont vor allem Apples Erfolg in Unternehmen: In 98 Prozent der Firmen auf der Fortune-500-Liste seien iPads im Einsatz. neun von zehn Tablets, die in Unternehmen genutzt werden, stammen von Apple.

Die Mac-Verkäufe legten vor allem dank Macbook Pro und Macbook Air um 19 Prozent zu, der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 6,4 Milliarden US-Dollar. Der PC-Markt hat weltweit im gleichen Zeitraum sechs Prozent verloren - der Mac hat in 30 der letzten 31 Quartale Marktanteile gewonnen. Lediglich vor einem Jahr war der Rückgang des Mac stärker als der weltweite Durchschnitt.

Nur noch mehr wenig Freude in absoluten Zahlen macht der iPod, den Apple im vergangenen Jahr aber auch nicht mehr weiter aktualisiert hatte. Die Verkäufe in Stückzahlen gingen um 52 Prozent auf 6,05 Milliarden US-Dollar zurück, die Umsätze fielen um 54 Prozent auf 973 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Vorquartal verzeichnet die Bilanz jedoch ein deutliches Plus - als Weihnachtsgeschenke sind iPods nach wie vor begehrt. Der einstige Kassenschlager trägt aber nur noch zwei Prozent zu Apples Umsätzen bei.

Vor allem das Wachstum in China dürfte Apple-Managern wie -Anlegern gefallen, gegenüber dem Vorjahr konnte Apple in "Greater China" (Volksrepublik China, Sonderwirtschaftszone Hong Kong, Taiwan) 29 Prozent zulegen und 8,8 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. Dabei steht eine Auswirkung des Deals mit China Mobile auf die Bilanz noch aus, Apple ist beim weltgrößten Provider erst seit Januar präsent. Besonders stark gewachsen in China sind aber die Verkäufe des iPad (plus 64 Prozent) und des Mac (plus 29 Prozent). Von den ersten Wochen des iPhone-Vertriebs über China Mobile zeigt sich Tim Cook begeistert: In der letzten Woche habe man so viele Aktivierungen in China feststellen können wie noch nie zuvor, dabei verkaufe man das iPhone erst in 16 Städten. Apple will sich auf 300 Städte ausbreiten.

Zu brennenden Themen wie dem Aktienrückkaufprogramm und neuen Produkten äußerte sich Cook nur vage. Man habe ein Programm im Wert von 100 Milliarden US-Dollar aufgelegt, um Gewinne an Aktionäre auszuschütten. 60 Milliarden US-Dollar sind dafür für Aktienrückkäufe veranschlagt. Apple werde Anteilsscheine zurückkaufen, egal, ob der Kurs falle oder steige. Apple war zuletzt immer stärker unter Druck des Milliardärs Carl Icahn geraten, der eine höhere Ausschüttung und eine nennenswerte Kurssteigerung forderte. Das Versprechen, Apple werde im Jahr 2014 in "neue Produktkategorien vordringen" gelte weiterhin. Die Innovation bei Apple sei weiter sehr stark, Tim Cook ist sich sicher, dass "die Menschen das was wir tun auch mögen."

iMovie erhält Wartungsupdate mit diversen Fehlerbehebungen

Update-Stau bei Apple: Neben der dritten Beta-Version von OS X 10.9.2 für Entwickler hat Apple den Mac App Store auch noch mit Wartungs- und Feature-Updates für die iWork-Apps Pages, Keynote und Numbers versorgt. Fast ein wenig unter gegangen ist da schon das ebenfalls veröffentlichte Update für iMovie, Apples Videoschnittprogramm für Consumer. Die neue Version 10.0.2 behebt dabei einige kleinere Fehler: So heißt es in den Release-Notes des Updates, dass die "Bereitstellen"-Funktion nun fehlerfrei funktionieren soll – zuvor hatte es beim Teilen von Videos immer wieder Aussetzer des entsprechenden "Bereitstellen"-Buttons gegeben. Daneben hat Apple noch einen Fehler mit den Spracheinstellungen von OS X behoben durch den bei bestimmten Systemsprachen Funktionen wie der "Ken Burns"-Effekt oder die "Beschneiden"-Funktion nicht korrekt funktionierten. Das Update auf iMovie 10.0.2 wird für Besitzer der Vorgängerversion kostenlos über den Mac App Store verteilt. Der reguläre Preis für iMovie beträgt 13,99 Euro.

Apple gibt die Dritte Entwicklervorschau von OS X 10.9.2 frei

Nachdem Apple die Beta-Phase von OS X 10.9.2 bereits wenige Tage nach dem Release des ersten größeren Updates für Mavericks mit dem ersten Build 13C32 eingeleitet hatte, steht nun der dritte Beta-Build 13C44 für registrierte Entwickler zum Download zur Verfügung – wahlweise über das Mac Dev Center oder den Mac App Store. An den Focus-Areas, also den Bereichen, denen Entwickler beim Testen ihr Hauptaugenmerk widmen sollten, hat sich nichts geändert: Im Fokus stehen also nach wie vor Mail, Nachrichten, die Grafiktreiber, Voice Over, VPN, und SMB2.

Mit der ersten Beta von OS X 10.9.2 hatte Apple erstmals das von iOS 7 bekannte Feature Facetime Audio in die OS X App von Facetime implementiert – so können Nurtzer von OS X Mavericks künftig VoIP-Telefonate über die Facetime-App führen. Beta 2 fügte dann die Möglichkeit hinzu, bestimmte Nutzer zu blockieren. Der nun beschleunigte Rhythmus neuer Beta-Seeds deutet drauf hin, dass es bis zur finalen Version von 10.9.2 nicht mehr allzu lange dauern dürfte.

”jOBS” – Biopic mit Ashton Kutcher kommt im März nach Deutschland

Dies hat eine Leser-Recherche auf Amazon.de erbracht, die Blogger Florian Schimanke publik gemacht hat. Demnach wird das Biopic über ”Die Erfolgsstory von Steve Jobs” am 27. März in Deutschland sowohl als DVD als auch als Bluray (bei Amazon vorbestellbar für 13,28 respektive 14,42 Euro) auch in deutscher Sprache auf dem Markt erscheinen. In englischer und französischer Sprache zum deutlich höheren Preis ist es bereits jetzt als Import-Ware erhältlich. Amazon bietet auf seiner Angebotsseite Bilder und einen Trailer (in deutscher Sprache) aus dem Film. Trotz der verblüffenden Ähnlichkeit von Ashton Kutcher mit dem jungen Steve Jobs ist das von Regisseur Joshua Michael Stern verfilmte Biopic unter Fans und Kennern bezüglich seiner Authentizität der Ereignisse recht umstritten. Insbesondere Apple-Mitbegründer Steve Wozniak hatte erhebliche Einsprüche angemeldet. ”jOBS”, wie sich der Filmtitel schreibt, behandelt die Zeit von 1974 während der Studentenzeit Jobs’ über die Gründung von Apple bis hin zu seiner Rückkehr nach Cupertino 1997. Der Film dauert gut zwei Stunden. Bis dahin oder unabhängig von diesem Biopic ist immer noch die DVD ” Die Silicon Valley Story ” (1999) mit Noah Wyle und Anthony Michael Hal empfehlenswert. Der Spielfilm stellt die Frühzeit von Apple in der Auseinandersetzung mit Microsoft, zugespitzt auf die ambivalente Begegnung zwischen Steve Jobs und Bill Gates, dar. Auch diese DVD gibt es bei Amazon.de zum Preis von knapp fünf Euro.

Tim Cook: US-Regierung hat keinen Zugang zu Apple-Servern

"Vieles, was gesagt wurde, ist nicht wahr", erklärte Cook in einem am Wochenende ausgestrahlten Interview mit dem US-Fernsehsender ABC . "Es gibt keine Hintertür. Die Regierung hat keinen Zugang zu unseren Servern." So etwas sei mit der Apple-Führung auch nicht zu machen: "Sie müssten uns dafür in einer Kiste rausfahren - und das wird einfach nicht passieren."

Er werde im US-Kongress auf mehr Transparenz bei den Überwachungsmaßnahmen dringen, kündigte Cook an. Die amerikanische Internet-Branche befürchtet einen Vertrauensverlust bei den Kunden durch die Enthüllungen über ausufernde Schnüffelei des US-Geheimdiensts NSA.

Apple hatte zwar wiederholt betont, dass der Konzern im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie Google oder Facebook seinen Gewinn vor allem mit dem Verkauf von Geräten statt mit Datendiensten mache. Allerdings nimmt auch Apple laut den vom Informanten Edward Snowden veröffentlichten NSA-Unterlagen an dem Programm Prism teil, über das der US-Geheimdienst per Gerichtsbeschluss auf Nutzer-Daten zugreifen kann. ( tecChannel )

Samsung und Google schließen Patent-Pakt

Google und Samsung haben ein langjähriges Patentabkommen unterzeichnet. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hervor. Demnach decke das Abkommen einen breiten Bereich an Technologien und Geschäftsbereichen der beiden Unternehmen ab und umfasse alle bereits existierenden Patente und alle Patente, die die beiden Partner innerhalb der nächsten zehn Jahre erhalten.

Samsung und Google erwarten von der Zusammenarbeit eine weitergehende Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, sowohl bei existierenden als auch bei kündigen Produkten und Technologien.

"Samsung und Google zeigen dem Rest der Industrie, dass es sich lohnt, zusammenzuarbeiten, anstatt unnötige Patentdispute zu führen", so Dr. Seungho Ahn von Samsung. Allen Lo von Google fügt hinzu, dass Unternehmen durch solche Vereinbarungen das Risiko von Prozessen reduzieren und sich stattdessen auf Innovationen konzentrieren können.

OneDrive ist der neue Name für SkyDrive

OneDrive ist der neue Name für SkyDrive (c) IDG/IDG
Vergrößern OneDrive ist der neue Name für SkyDrive (c) IDG/IDG

Microsoft wird seinen Online-Speicherdienst Skydrive künftig unter dem Namen OneDrive anbieten. Den neuen Namen gab Microsoft am Montag via dem offiziellen OneDrive-Blog (bisher SkyDrive-Blog) bekannt. In dem Blogeintrag räumt das Team ein, dass die Umbenennung nicht leicht gefallen sei, der neue Name aber für das stehe, was der Dienst anbiete.

Für bestehende Skydrive-Nutzer ändert sich am Dienst OneDrive nichts. Im Laufe der nächsten Zeit werden nur die Dienste SkyDrive und Skydrive Pro in OneDrive beziehungsweise OneDrive Pro umbenannt. Eine neue Website wurde für OneDrive wurde bereits auf Onedrive.com eingerichtet.

Im Juli 2013 war bekannt geworden, dass Microsoft einen neuen Namen für Skydrive suchen muss. Grund: Ein britisches Gericht hatte entschieden, dass Microsoft mit Skydrive gegen eingetragene Namensrechte des britischen TV-Senders BSkyB verstieß. Laut einer zwischen den beiden Parteien getroffenen Einigung durfte Microsoft immerhin noch für begrenzte Zeit den Namen "SkyDrive" weiter verwenden.

Wikipedia will berühmte Stimmen für die Ewigkeit konservieren

Wikipedia will berühmte Stimmen für die Ewigkeit konservieren (c) Wikipedia
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© Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia will neben Fakten nun auch Sprachsamples für die Ewigkeit konservieren. Hierzu hat die Organisation das neue WikiVip-Projekt (Wikipedia voice intro project) ins Leben gerufen. Mit einer zehnsekündigen Audio-Aufnahme sollen sich Stars und Wissenschaftler auf Wikipedia verewigen und Besuchern einen Eindruck von ihrer Stimme und die korrekte Aussprache ihres Namens vermitteln. Die Sound-Schnippsel werden künftig in den Biografien berühmter Persönlichkeiten zu finden sein.

Beim Aufbau der Sample-Bibliothek verlässt sich Wikipedia auf die Mithilfe seiner Nutzer. Unterstützung für den Start bekommt die Wikimedia Foundation zudem von der BBC. Im Rahmen des BBC Voice Project sammelte der Sender bereits Sprachsamples von 300 berühmten Persönlichkeiten.

Wikipedia feiert 13. Geburtstag

Knapp 200 dieser Audio-Aufnahmen wurden mittlerweile in die WikiVip-Datenbank geladen. Nutzer können sich ab sofort die Stimmen von Schauspieler Benedict Cumberbatch oder WWW-Erfinder Tim Berners-Lee auf Wikipedia anhören.

Lieferzeiten des Mac Pro im Vergleich

Besonders Profis im Audio- und Videobereich werden Gefallen am Mac Pro finden, konnten wir im Macwelt-Testcenter konstatieren. Die Frage ist nur, wann. Wer heute im Apple Store ordert, wird seinen dort konfigurierten Rechner nicht vor März auf dem Schreibtisch stehen haben. Media Markt verspricht hingegen die Lieferung in vier bis sieben Tagen, bietet dafür aber nur die beiden Grundmodelle für 3.000 respektive 4.000 Euro an. Nicht ausgeschlossen, dass der Händler tatsächlich Zugriff auf ein gewisses Kontingent von MAc Pro hat, die kurzen Lieferzeiten machen uns aber stutzig.

Andere Händler versprechen zwar auch, eher als Apple zu liefern, aber nicht ganz so vollmundig. Conrad Elektronik etwa nennt für die Quad-Core-Grundkonfiguration eine Auslieferung ab dem 10. Februar, der Sechskerner soll ab dem 17.2. parat stehen. Anfang Dezember hatte Conrad schon einmal Liefertermine genannt und dabei mutmaßlich geraten: erst war der 18. Dezember genannt, dann der 17. Dezember - Apple selbst bietet den Mac Pro seit dem 19.12. zur Vorbestellung an, an jenem Tag noch mit einem Liefertermin von "drei bis vier Wochen".

Cyberport hingegen lehnt sich mit dem Liefertermin nicht weit aus dem Fenster, wohl aber mit dem Preis. Der Sechskerner ist dort für 3.759 Euro ausgeschriebn, versandkostenfrei (Media Markt berechnet dafür noch einen Fünfer extra ...). "Voraussichtlich ab dem 30. Januar" könne man liefern, was immer noch deutlich früher wäre als der Apple Store. Erst ab März bekommt Cyberport aber Zugriff auf das Spitzenmodell mit 1 TB SSD und 64 GB RAM, der Preis: 9.549 Euro.

Bei Alternate sind die beiden Grundmodelle in der Datenbank, jeweils für 100 Euro günstiger als im Apple Store. Dass vom Quadcore-Modell neue Ware eingetroffen ist, die "in Kürze versandfertig" sei, glauben wir mal, der Versender gibt ehrlich an, den Liefertermin für das Sechskernmodell nicht nennen zu können.

Bei Gravis schließlich gibt es nur den Quadcore zu bestellen, dieser sei zum Preis von 3.000 Euro "bald" lieferbar.

Google übernimmt Deepmind für 400 Millionen Dollar

Google setzt auch 2014 seine Einkaufstour fort. Kürzlich hatte Google 3,2 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von Nest gezahlt. Am Sonntag bestätigte das Google nun, dass es für die Übernahme von DeepMind Technologies insgesamt 400 Millionen US-Dollar zahlt, was umgerechnet der Summe von ungefähr 293 Millionen Euro entspricht. Weitere Details verrät Google zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Das in London ansässige Start-Up DeepMind Technologies bezeichnet sich selbst als "Künstliche Intelligenz"-Unternehmen. Der Website des Unternehmens zufolge ist es dessen Ziel, die besten Techniken vom maschinellen Lernen mit Systemen der Neurowissenschaft zu verknüpfen, um leistungsstarke und universelle Lern-Algorithmen zu erschaffen. Erste kommerzielle Applikationen seien Simulationen, Spiele und E-Commerce-Lösungen.

Gründer von DeepMind ist neben Shane Legg und Mustafa Suleyman der 37jährige Computerspiel-Designer und Neurowissenschaftler Demis Hassabis, der bereits als Teenager bei Bullfrog Productions und später bei Lionhead Studios neben Entwicklerlegende Peter Molyneux an der Entwicklung von Spielehits wie Syndicate, Theme Park und Black & White beteiligt war und sich dort insbesondere um die KI in den Spielen kümmerte. Später gründete er mit Elixir Studios ein eigenes Spielestudio, das die Spiele Republic: The Revolution und Evil Genius veröffentlichte und dann 2005 wieder seine Pforten schloss. Im Jahr 2012 erfolgte die Gründung von DeepMind Technologies.

Mail-Daten-Diebe sollen aus Osteuropa kommen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte in der vergangenen Woche vor einem riesigen Identitäts-Diebstahl gewarnt, bei dem 16 Millionen Mailkonten geknackt wurden . Hinter der Aktion sollen Cyberkriminelle aus Osteuropa stecken, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner neuen Ausgabe meldet.

Demnach sei die Staatsanwaltschaft in Verden zufällig auf die Spur der Täter gekommen, als sie gegen die Hintermänner der unter dem Namen "BKA-Trojaner" bekannt gewordenen Erpresser-Malware ermittelte. Spezialisierte Staatsanwälte seien während dieser Ermittlungen auf die Mail-Datenbank gestoßen, die die Mail-Kontonamen und -Passwörter von 16 Millionen Mail-Nutzern enthielt. Man habe dann schließlich entschieden die Öffentlichkeit zu warnen, weil die Gefahr des Missbrauchs dieser Daten bestehe. Bisher gebe es aber dafür keine Hinweise. Als eher unwahrscheinlich stuft die Staatsanwaltschaft die Chancen ein, die im Ausland befindlichen Täter tatsächlich zur Rechenschaft ziehen zu können.

Wie Sie sich von den Mail-Hack schützen können, erläutern wir ausführlich in diesem Artikel.

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