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Morgenmagazin vom Dienstag, 28. Juli 2015

28.07.2015 | 06:57 Uhr |

Fünfte Beta von El Capitan geht an Entwickler +++ Apple Music hat schon 10 Millionen Abonnenten +++ Apple Watch ab August bei Best Buy +++ Steam-Lücke öffnet Account-Dieben Tür und Tor +++ Fritzbox 7430: Schnelleres WLAN mit FritzOS 6.26 +++ Samsung-Monitor lädt kabellos Smartphones auf

Was heute wichtig wird: 28. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Apple-Bilanzen werden immer rätselhafter, vor allem die Bereiche "Sonstiges" und "Software & Services". In den sonstigen Produkten hatte Apple in den letzten Jahren Zubehör bilanziert, wie Kabel, Adapter und Kopfhörer. Seit diesem Jahr ist darin auch der iPod aufgeführt, an sich wenig verwunderlich. Aber dennoch wüsste man gerne, ob denn der iPod Touch nach seiner kürzlich erfolgten Renovierung wieder an Dynamik gewinnt, Nano und Shuffle dümpeln sicherlich weiter vor sich hin. Aus dem Unterschied der unter "Sonstiges" verbuchten Umsätze vom Jahr 2014 zum Jahr 2015 konnte man immerhin schon schließen, dass Apple bis zu vier Millionen Apple Watches im Quartal verkauft hat - nicht schlecht für ein völlig neues Produkt, das viele noch für überflüssig halten.

In ein neues Geschäft eingetreten ist Apple im laufenden Quartal auch mit Musik-Streaming, die damit generierten Einnahmen werden in der Bilanz unter "Software & Services" mit den anderen iTunes-Umsätzen auftauchen. Hier wird die Abschätzung aber schwieriger und ist überhaupt erst im Dezemberquartal möglich, denn noch hat Apple keine Einnahmen damit, sondern nur Ausgaben. Einem ersten Gerücht zufolge, das Apple Insider verbreitet , hat Apple schon nach einem Monat 10 Millionen Kunden zum Probeabo überreden können. Diese Zahlen habe Apple an die Musikindustrie weitergegeben. Gewiss werden nicht alle nach der dreimonatigen Probezeit bleiben, doch hat Apple noch Zeit, neue Kunden zu gewinnen, bevor es die jetzt bestehenden Abonnenten von Apple Music das erste Mal abkassieren kann. Bleibt es bei der Größenordnung, würde Apple über 300 Millionen US-Dollar in einem Quartal mit dem neuen Musikdienst einnehmen, und das meiste an die Künstler weiterreichen. Die Mitte Januar 2016 veröffentlichte Bilanz für das Weihnachtsquartal wird bestimmt spannend zu interpretieren. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Plagiat: In China haben die Behörden eine Fabrik geschossen, die Plagiate des iPhone und Smartphones anderer Hersteller produzierte. Vor der Schließung konnten die Betreiber jedoch 40.000 gefälschte iPhones in Umlauf bringen.

Fünfte Beta : OS X 10.11 El Capitan macht in der Entwicklung Fortschritte. Registrierte Entwickler haben mittlerweile die fünfte Vorabversion erhalten, für Teilnehmer des Public-Beta-Programms ändern sich erst einmal nichts. Mit El Capitan ist Apple heuer rund zwei Wochen früher dran als vor einem Jahr mit OS X 10.10 Yosemite, womöglich wird das neue Mac-Betriebssystem diesmal also schon Anfang Oktober fertig.

Ausweitung der Kaufzone: Ab dem 7. August wird man in den USA die Apple Watch auch bei der Elektronikhandelskette Best Buy erwerben können. In 100 Filialen und im Online-Store von Best Buy werde es die Uhr zunächst geben, bis zum Einsetzen des Weihnachtsgeschäfts werden 200 weitere Filialen hinzukommen. Es sollen jeweils 16 verschiedene Modellvarianten zum Ausprobieren und zum Kauf bereit stehen.

Apple präsentiert auf Möbeln aus dem Münsterland: Ein paar Monate nach dem schwäbischen Fenster hersteller gibt sich mit Dula aus dem münsterländischen Vreden ein zweiter Apple-Zulieferer aus Deutschland zu erkennen. Wie das Unternehmen in einem Gespräch mit der Zeitung " Die Wel t" verraten darf, liefert es schon seit einem guten Jahrzehnt die Möbel, auf denen Apple in seinen Stores Macs, iPhone, iPads und nun auch die Apple Watch präsentiert. Das Design stammt von Apples Design-Chef Jonny Ive persönlich, Dula ist zu Geheimniskrämerei verpflichtet und hat etwa für die Abnahme der fertigen Möbel einen fensterlosen Raum mit strikter Zutrittskontrolle errichtet. Dula hofft, demnächst auch Möbel für den neuen Apple Campus liefern zu dürfen. D ie Fenster für den Neubau kommen aus Gersthofen bei Augsburg .

Wiedergefunden : Manchmal ist es von Vorteil, wenn man sein iPhone nicht mit einem Pass-Code sichert. Diese Erfahrung machte eine iPhone-Nutzerin namens  Chelsea, die in unwegsamen Gelände in den französischen Alpen ihr Smartphone anscheinend aus der Gondel der Seilbahn gefallen ist. Der Basejumper David Laffargue entdeckte das iPhone und barg es in einer waghalsigen Aktion. In einem nett geschnittenen Video berichtet er nun davon, wie er das unbeschädigte iPhone an sich nehmen konnte und via Facebook innerhalb von nur drei Tagen die rechtmäßige Besitzerin ausfindig machte, um es ihr zurück zu geben.

Rückerstattung: Nike muss insgesamt 2,4 Millionen US-Dollar an Käufer des Fuel Bands zurückzahlen. Konkret bekommen Kunden, die zwischen Januar 2012 und Juni 2015 ein derartiges Armband erwarben entweder 15 US-Dollar in bar oder 25 US-Dollar in Form eines Gutscheins zurück.

Kollisionswarner : Honda entwickelt ein System, bei dem sich Smartphones und die Bordeleketronik gegenseitig vor drohenden Zusammenstößen von Fußgängern und Autos warnen sollen. Die Funkverbindung wirkt dabei auch in toten Winkeln.

Weitere Nachrichten:

Steam-Lücke öffnet Account-Dieben Tür und Tor

Offenbar wurden letzte Woche einige Steam -Accounts von Hackern temporär gekapert. Unter den Opfern sollen sich auch bekannte Spieler befinden. Möglich gemacht habe es eine Sicherheitslücke in der Spieleplattform von Steam, berichtet Kotaktu und beruft sich hierbei auf Valve selbst als Quelle. Die Lücke - von Valve als Bug bezeichnet - sei aber mittlerweile wieder geschlossen.

Über die Abfrage beim Passwort-vergessen-Menü brauchten Hacker lediglich den Account-Namen anzugeben, um das Passwort zurückzusetzen. Da eine E-Mail-Verifizierung fehlte, hatten die Angreifer leichtes Spiel. Gerade bei Steam, das schon früh mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung names Steam Guard punkten konnte, ist so eine simple Lücke schwer zu begreifen. Sollten Sie übrigens den Steam Guard aktiviert haben, müssen Sie laut Valve nichts befürchten. Selbst mit der ausgenutzten Lücke konnten die Angreifer nicht am Steam Guard vorbei.

Um Betroffene zu schützen, setzt Valve nun bei Accounts mit verdächtigem Nutzer-Verhalten in der Zeit des möglichen Angriffs die Passwörter zurück und schickt danach eine E-Mail an den womöglich Betroffenen. Wer eine solche Mail von Valve in seinem Posteingang findet, sollte sich bei Steam einloggen und nun ein neues Passwort eingeben. Das alte Passwort selbst, versichert Valve, habe aber kein Angreifer zu Gesicht bekommen. Die Kriminellen konnten sich "lediglich" an dem Sicherheitsmechanismus vorbeimogeln.

Fritzbox 7430: Schnelleres WLAN mit FritzOS 6.26

Die Fritzbox 7430 von AVM ist seit wenigen Tagen erhältlich. Nun hat der Hersteller für dieses Router-Modell eine neue FritzOS-Version zum Download freigegeben. Laut Angaben von AVM bietet FritzOS 6.26 (146.06.26) eine wesentliche Neuerung. So werde die WLAN-Performance in bestimmten Situationen verbessert. Weitere Infos zu dem Firmware-Update finden Sie in den Release-Notes.

Die FRITZ!Box 7430 für IP-Anschlüsse ist für 129 Euro(UVP) erhältlich. Sie bietet VDSL-Vectoring mit über 100 MBit/s,WLAN-N im 2,4-GHz-Band (3 x 3 MIMO) mit bis zu 450 MBit/s und besitzt vier Fast Ethernet LAN-Anschlüsse und einenUSB-2.0-Anschluss.

Samsung-Monitor lädt kabellos Smartphones auf

Samsung hat mit dem SE 370 eine neue Familie an Computer-Monitoren vorgestellt.Es handelt es sich laut Angaben von Samsung um die weltweit ersten Monitoren mit integrierter, kabelloser Aufladefunktion für mobile Geräte.  Die Monitore werden in den Größen mit 23,6 und 27Zoll auf den Markt kommen.

Auf dem Monitorfuß können Qi-kompatible mobile Geräte abgelegt werden, die dann kabellos aufgeladen werden. Dass ein mobiles Gerät aufgeladen wird, signalisiert der Monitor mit einer LED. Die Full-HD-Monitore (16:9) der SE370-Familie haben ein PLS-Panel (Plane-to-Line-Switching) mit einer Reaktionszeit von 4 Millisekunden. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 250 cd/m2(23,6 Zoll) beziehungsweise 300 cd/m2 (27 Zoll) an. Der horizontale wie vertikale Einblickwinkel liegt bei 178 Grad.

Die Monitore verfügen jeweils über einen Anschluss für HDMI, Displayport und D-Sub. Der Monitor hat von Microsoft bereits eine Windows-10-Zertifizierung erhalten. Im Bereich Gaming unterstützt der Monitor die AMD Freesync-Technoloigie, bei dem die Bildwiederholrate des Bildschirms mit der der Grafikkarte. Außerdem besitzt der Monitor auch einen "Game Modus", der vor allem bei schnellen Bildwechseln für eine verbesserte Darstellung sorgen soll.

Bei Qi handelt es sich um einen Standard für kabelloses Aufladen, welches vom Wireless Power Consortium (WPC) verabschiedet wurde. Viele Hersteller nutzen Qi bereits. Dazu gehört Samsung, das dem Konsortium auch angehört. "Technologie sollte Lifestyles unterstützen und nicht beeinträchtigen", so Seok-gi Kim von Samsung. Die neuen Monitore, so Kim weiter, sollen den Menschen dabei helfen, ihre Geräte smarter zu nutzen.

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