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Morgenmagazin vom Dienstag, 4. Februar 2020

04.02.2020 | 06:55 Uhr | Peter Müller

Wistron fertigt Leiterplatten für iPhone in Indien +++ Corona: Apple drohen schwere Folgen +++ TCL verlängert Lizenz für Blackberrry nicht mehr +++ Apple veröffentlicht KI-Forschung +++ Optimaler Klang: Podcast-App Overcast mit aufwendiger Klangverbesserung +++ Jollylook Auto: Sofortbildkamera im Look der 1900er Jahre +++ Steam: Immer mehr Spieler nutzen VR-Headsets +++ NASA will Satelliten mit Roboterarm aufrüsten +++

4. Februar: Konferenz auf der Halbinsel

Macwelt wünscht Guten Morgen! Der vor 55 Jahren verstorbene Sir Winston Churchill hat im März 1946 in einer seiner berühmten Reden festgestellt, ein "Eiserner Vorhang" sei in Europa heruntergegangen - den Begriff hatte er schon kurz nach Kriegsrende im Mai 1945 erstmals benutzt. Wenn man im Bild bleiben will, hat Churchill an dem schweren Textil mitgeknüpft und beim Montieren der Vorhangstangen geholfen.

Heute vor 75 Jahren begann in Jalta auf der Krim die zweite von drei Konferenzen der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Während schon im Jahr 1943 Churchill, Roosevelt und Stalin in Teheran das klare Kriegsziel der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands formuliert hatten und im Februar 1945 die Kapitulation der geschlagenen Wehrmacht und die Befreiung Deutschlands von der verbrecherischen Diktatur greifbar nah war, verabredeten die drei Staatsmänner die Modalitäten der Nachkriegszeit - und vor allem die Aufteilung Europas in Einflusszonen.

Staaten pflegen nun mal keine Freundschaften, sondern sie haben Interessen, die sie manchmal teilen. Ein Interesse der USA galt dem Krieg im Pazifik, der zu dem Zeitpunkt noch auf Messers Schneide stand. Moskau würde Japan den Krieg erklären, sobald die Deutschen geschlagen seien, war eine andere Verabredung der Konferenz. Und damit ein derartig vernichtender nie wieder ausbrechen könne, wolle man einen zweiten Anlauf eines Völkerbundes starten, diesmal als Vereinte Nationen oder UNO. Die Sowjetunion ließ sich jedoch ein Vetorecht zusichern, das Russland nach deren Auseinanderbrechen zusammen mit den Kernwaffen geerbt hat.

Der Eiserne Vorhang von der Ostsee bis Triest ist zwar längst zerrissen, doch gehen längst die Interessen der Russen und ihrer westlichen Partner auseinander, mal nutzt die eine Seite ihr Vetorecht, mal die andere, um die Interessen des jeweils anderen zu blockieren. So hält der Geburtsfehler des Vetorechts der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates die UNO weiterhin schwach und selbst Weltkriege weiter möglich.

Auf der dritten Konferenz der Siegermächte, nach Kriegsende in Potsdam, saß Stalin dann zwei neuen westlichen Partnern gegenüber. Roosevelt war noch vor der Kapitulation der Nazis verstorben und Churchill wurde ganz einfach vom Volk, dem er wenige Jahre zuvor nichts weiter versprechen konnte als Mühsal, Blut, Schweiß und Tränen, nach dem unter schweren Opfern errungenen Sieg ganz einfach abgewählt. Etwas, das für Stalin undenkbar war - erst acht Jahre nach Jalta sollte ihn ein biologisches Ende aus dem Amt nehmen.

Damit dem heutigen Chef im Kreml das Amtsende vor der Zeit ereilt, lässt dieser nun die Verfassung so weit ändern, dass er auch nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt die Zügel in der Hand behält. Jalta hält er indes heute für russisch, seinem Freund Weißen Haus ist das völlig egal, solange er die Krim nicht nach Kansas verorten muss. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Virenschutz I : Neu im Angebot der Antivirensoftware ist Airo Antivirus, der Hersteller unterhält Büro in Tel Aviv und San Diego. AV-Test hatte bereits im letzten Dezember das Programm in sein Testverfahren mit aufgenommen, in unserer Liste der zehn besten Virenschutzprogramme ist der Neuzugang auf Platz sieben eingestiegen . Die Besonderheit: Airo ist speziell auf den Mac ausgelegt, für Windows-Viren, die dem Mac nicht schaden, sich aber von dort aus weiterverbreiten könnten, nutzt die Software die Engine von Bitdefender. Unsere Kollegen der Macworld haben Airo nun etwas ausführlicher getestet: Die gute Zuverlässigkeit der Malwareerkennung und der Preis stehen auf der Habenseite, es fehlt aber noch an Detektoren für Phishing und eine Zeitsteuerung. Airo will sein Programm aber weiter ausbauen, auf dem Mac sollen noch eine Kindersicherung und VPN integriert sein, zudem ist eine Fassung für iOS geplant.

Virenschutz II : Noch herrscht bei Foxconn keine Panik, trotz der zeitweiligen Schließung einiger Fabriken in der Volksrepublik China, die dem Ausbruch des Coronavirus geschuldet ist. Der Hersteller betreibt noch weitere Manufakturen in Indien, Vietnam und Mexiko und hofft, Produktionsausfälle dort kompensieren zu können. Sollte jedoch die Schließung über das Wochenende hinaus anhalten, etwa eine weitere Woche oder gar einen weiteren Monat andauern, greift Plan B nicht mehr u nd auch Apple könnte von den Ausfällen betroffen sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf interne Quellen bei Foxconn. Fabriken in der Provinz Guangdong müssen bis mindestens 10. Februar geschlossen bleiben.

Bis der Arzt kommt : Apple macht bei iPhone-Reparaturen nun auch Hausbesuche, zunächst aber nur in wenigen Städten. Apple hat die Option des "Onsite Service" ohne Ankündigung auf seiner Reparatursite hinzugefügt, verfügbar sind die Besuche des Dienstes zuhause oder im Büro bisher auch nur in San Francisco, Los Angeles, New York, Chicago, Houston und Dallas. Von daher ist nicht bekannt, ob es sich nur um einen Versuch handelt und ob Apple den Sevice später auf mehr Städte in den USA ausweiten will. Apple kooperiert hier bei Go Tech Services, offen ist zudem, ob die Techniker das beschädigte Gerät auch wirklich vor Ort reparieren oder es einfach nur abholen und in die Werkstatt verbringen.

Verlegt: Für Apple wird die Produktion in China nicht nur wegen des Corona-Virus immer kritischer, der "Handelskrieg" mit den USA ist trotz des jüngsten "Waffenstillstandes" noch lange nicht zu Ende. Der Zulieferer Wistron bietet nun aber eine Alternative in seiner dritten Fabrik in Indien, wo Wistron Leiterplatten für das iPhone herstellen möchte und auch die Endfertigung der Smartphones übernehmen könnte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Eine komplett bestückte Lieterplatte oder PCB (printed circuit board) macht in etwa die Hälfte der Kosten eines iPhones aus.

Aus und vorbei : Für die einst populären Blackberry-Telefone hat nun endgültig das Totenglöckchen geläutet. Wie der Hersteller TCL bekannt gab, der die Rechte an der Marke im Jahr 2016 erworben hatte, werde man die Lizenz nicht verlängern und nach dem 31. August 2020 keine Blackberry-Geräte mehr herstellen und vertrieben. Der Dienst Blackberry Messenger werde bereits im Mai schließen. Blackberry hatte in den Jahren vor dem iPhone ein Alleinstellungsmerkmal, konnten die Telefone mit Tastatur doch E-Mails empfangen und versenden und waren daher vor allem in Unternehmen begehrt. Vom Erfolg des iPhones überrollt, sah sich Blackberry zusehends in eine Nische verdrängt, aus der sich die Firma nicht mehr befreien konnte.

Forschung : Apple gibt sich in der Regel sehr verschwiegen, was in Forscherkreisen gar nicht gut ankommt - schließlich ist die Wissenschaft auf Austausch von Ergebnissen angewiesen. In Sachen Sicherheit hält sich Apple weiter über seine konkreten Maßnahmen und Erkenntnisse bedeckt, etwas mehr Offenheit zeigt Cupertino aber in Sachen künstliche Intelligenz respektive maschinelles Lernen. So hat Apple nun drei Papiere zur Veröffentlichung eingereicht, die über den Fortschritt an der Entwicklung von Siri berichten und beschreiben, wie die Forscher die KI dazu trainieren, Triggerworte besser zu verstehen, verschiedene Sprecher zu unterscheiden und auch ihre Sprachen, in der sie sich an Siri wenden, zu identifizieren.

Schlechte Nachfrage: Wer nach dem 10. September ein neues Apple-Gerät gekauft hat, konnte sich bei Apple TV+ für ein Gratisjahr anmelden, das betrifft etwa 100 Millionen Kunden. Wie aber der Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi ausgerechnet haben will, meldeten sich gerade erst einmal 10 Millionen Zuseher für AppleTV+ an, die zehn Prozent hält er für eine "überraschend niedrige Rate". Sacconaghi zieht seine Schlüsse aus Apples Q1-Bilanz, in der allerdings keine genauen Zahlen stehen, Apple fasst die Services komplett zusammen. CEO Tim Cook ließ lediglich verlauten, AppleTV+ habe einen "stürmischen Start" hingelegt. Der Analyst ist der Ansicht, Apple habe seinen Dienst noch nicht ausreichend bei seinen Kunden bekannt gemacht, diese würden aber zögern, weil Apple TV+ im Gegensatz zu Amazon, Netflix und dem kommenden Disney+ noch ein sehr dünnes Angebot von Original-Serien habe. Aber genau das ist ja der Grund für das Graits-Abo, Apple baut sein Angebot immer weiter aus, es ist auch nicht auszuschließen, dass Apple in diesem Jahr noch einen Backkatalog von Serien und Filmen  hinzukauft. Den Unterschied machen aber die Original aus, weshalb Apple zunächst diese in das Schaufenster stellt. Und Cupertino kann man vieles vorwerfen, aber nicht, AppleTV+ stiefmütterlich beworben zu haben, das träfe eher auf Apple News+ zu. Apple wollte den Bericht von Investor#s Business Daily und die Analyse von Toni Sacconaghi nicht kommentieren.

Weitere Nachrichten:

Optimaler Klang: Podcast-App Overcast mit aufwendiger Klangverbesserung

Die App Overcast ist auf das Verwalten und Abspielen von Podcasts spezialisiert und nicht ohne Grund sehr beliebt: Die Oberfläche ist übersichtlich und komfortabel, man kann problemlos Podcasts abonnieren, herunterladen und verwalten. Die gerade erschienene neue Version bietet jetzt außerdem Unterstützung von Airplay 2, kann automatisch Intros/Outros überspringen und unterstützt wieder iOS 12 – die Vorversion war nur für iOS-13-Nutzer verfügbar. Etwas verbessert hat der Programmierer auch Smart Speed, eine Funktion für das Beschleunigen lahmer Sprecher und Überspringen von Pausen. Die wohl interessanteste Neuerung ist aber eine komplett überarbeitete Audio-Option namens Voice Boost 2. Auch ältere Versionen boten bereits eine gleichnamige Funktion, an der neuen Version hat der Entwickler Marco Arment allerdings ein Jahr gearbeitet: Voice Boost 2 bietet eine „professional-grade, mastering-quality loudness normalization“. Für Nicht-Audio-Fachleute ist dies natürlich wenig erhellend, aktiviert er aber diese Funktion, erhält er plötzlich eine bessere Tonqualität.

Arment hat die komplexen Hintergründe aber auf seiner Webseite ausführlicher erläutert – es handelt sich nämlich nicht um eine simple Equalizer- oder Loudness-Funktion. Der Hintergrund für den großen Aufwand bei der Anpassung der Lautstärke: Manche Podcasts sind zu leise, andere sehr laut, was beim Wechsel zwischen den Podcasts unangenehm auffällt. Noch lästiger wird es, wenn in einem Podcast mehrere Personen mit unterschiedlicher Lautstärke sprechen – etwa in einem Messe-Interview. Manchmal ist eine Aufnahme auch qualitativ so schlecht, dass sie bei hoher Lautstärke hässlich übersteuert. Hier kann Overcast sehr wirksam die Tonqualität verbessern und führt dazu eine automatische Normalisierung durch. Eine einfache Lautstärkeanpassung wäre keine befriedigende Lösung, da schließlich auch in einem Podcast selbst die Lautstärke variiert und bei zu hoher Lautstärke Clipping auftritt – also Störgeräusche entstehen. Unberücksichtigt bliebe dabei außerdem die sogenannte Lautheit bzw. Loudness.

Die neue Audio-Funktion von Arment analysiert deshalb in Echtzeit den Ton eines Podcasts und führt eine Normalisierung der Loudness auf den Wert -14 LUFS durch. Diesen Wert hat Armen nicht frei gewählt, er nutzt einen neuen internationaler Standard namens ITU BS.1770-4, der etwa für TV- oder Radiosender gedacht ist. Man will man damit verhindern, dass der Nutzer nach jedem Senderwechsel eine andere Lautstärke oder Loudness zu hören bekommt – ein auch als Loudness Wars bekanntes Problem. (In Europa gibt es den ähnlichen Standard EBU-Empfehlung R 128). Professionell erstellte Podcasts folgen nebenbei oft bereits diesen Vorgaben, der Filter ändert hier also kaum etwas. Ein weiterer Vorteil: Siri und Befehle einer Navi nutzen die gleiche Lautstärke, beim Autofahren sind Navi-Befehle laut Arment weniger störend. Auch die Systemlast der Funktion soll sehr niedrig sein, bei einem iPhone SE etwa ein Prozent CPU-Last zusätzlich.

Overcast ist für iPad und iPhone verfügbar, die Nutzung der werbefinanzierten Version ist kostenlos möglich. Die Premium-Version ohne Werbung kostet 10 Dollar pro Jahr.

Jollylook Auto: Sofortbildkamera im Look der 1900er Jahre

Mit der Jollylook Auto bittet aktuell eine äußerst ungewöhnliche Kamera über die Crowd-Funding-Plattform Kickstarter um Spenden . Der Hersteller aus der Ukraine verbindet ein klassisches Holzgehäuse mit Balgen, das an die Kameras aus dem 1900er Jahren erinnert, mit dem modernen Innenleben einer Sofortbildkamera.

Durch ihren historischen Look, fällt auch die Bedienung der Jollylook Auto anders aus als bei herkömmlichen Sofortbildkameras. Das Objektiv ist an der Front in einer Holzplatte verbaut. Diese kann über ein Rädchen über einen Balgen auf einer Zahnplatte nach vorn und hinten verschoben werden. Mit diesem Mechanismus stellen Nutzer den Fokus der Jollylook Auto ein. Ein Filter vor der Linse soll Fotos einen zusätzlichen Vintage-Look verleihen.

Die Blende kann über eine drehbare Scheibe mit Löchern eingestellt werden. Zur Auswahl stehen f/16, f/22, f/32, f/45 und f/64. Zur weiteren Ausstattung gehören ein klappbarer Sucher und ein Blitz, der von Hand aufgeladen und an der Front montiert werden kann. Die Jollylook Auto unterstützt Fujifilm Instax Mini Film-Kassetten. Das fertige Bild wird an der Rückseite über eine Kurbel ausgeworfen. Für 89 US-Dollar können sich Kickstarter-Unterstützer eine Jollylook Auto sichern. Die Auslieferung soll im November 2020 erfolgen. Das Spendenziel in Höhe von 18.047 Euro wurde mit aktuell über 111.000 Euro von fast 1.400 Unterstützern bereits weit übertroffen.

Steam: Immer mehr Spieler nutzen VR-Headsets

Virtual Reality ist offenbar mehr als nur ein kurzer Trend. Auf Steam melden sich jeden Monat mehr Anwender an, die im Besitz einer VR-Brille sind. Einer Analyse von Road to VR zufolge, waren im Dezember 2019 über 1,3 Millionen VR-Spieler auf Steam angemeldet. Die genaue Anzahl ist jedoch schwer zu ermitteln, da Valve diese Zahlen nicht auflistet. Mit einem eigenen Modell hat Road to VR die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer mit VR-Headset errechnet. Das Ergebnis: 1.342.000 Nutzer mit VR-Helm haben Steam im Dezember 2019 genutzt.

Ob die betreffenden Anwender ihr VR-Headset auch aktiv nutzen, kann aus den Zahlen nicht abgeleitet werden. Auch andere Marktplätze wie Oculus bleiben außen vor. Die Nutzeranzahl zeigt jedoch, dass immer mehr Spieler ein VR-Headset besitzen. Im Vorjahr fiel der Wert noch um 75 Prozent niedriger aus. Schon in diesem Jahr könnte die Zahl nach Ansicht von Road to VR bei über 2,75 Millionen VR-Nutzern auf dem PC liegen. Das erst kürzlich angekündigte Half-Life: Alyx , welches im März für VR-Headsets aus den Markt kommt, dürfte die Verkäufe noch einmal ankurbeln. Auch Sony feiert mit Playstation VR ansehnliche Erfolge: Seit dem Verkaufsstart im Oktober 2016 konnte das Unternehmen über fünf Millionen VR-Brillen für die PS4 verkaufen. Die alte Brille soll zudem mit der vor Weihnachten erscheinenden Playstation 5 kompatibel sein.

 

NASA will Satelliten mit Roboterarm aufrüsten

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine Kooperation mit dem in Colorado ansässigen Unternehmen Maxar Technologies geschlossen. Maxar soll für die NASA ein System entwickeln, mit dem ein Roboterarm Teile eines Raumschiffs im erdnahen Orbit zusammenbauen soll. Damit ließen sich beispielsweise Antennen am Raumfahrzeug befestigen. Konkret soll der Roboterarm am Restore-L-Raumschiff angebracht werden. Die Mission soll die Nutzungsdauer von Satelliten erhöhen, wenn deren eigentliche Zeit schon abgelaufen ist. Die Reparatur-Einsätze sollen die Nutzung von Satelliten effizienter machen und gleichzeitig den Müll in der Erdumlaufbahn minimieren.

Der Start des Restore-L-Raumschiffs ist für 2023 geplant. Herzstück ist hier der Space Infrastructure Dexterous Robot (SPIDER), der mit einem knapp fünf Meter langen Roboterarm ausgestattet ist. Dieser soll im Weltraum aus leichten Komponenten eine Antenne konstruieren. Nach Angaben der NASA sei der Bedarf an Wartungsmissionen für Satelliten gewachsen. Eine Reparatur im Orbit könnte bei derartigen Einsätzen Zeit und Geld sparen. Auch für bemannte Missionen auf den Mond oder Mars sowie zur Wartung von Weltraumteleskopen sei ein derartiger Roboterarm sehr hilfreich. Die NASA sieht dies zudem als großen Schritt für den Einzug von Roboter-Technologie im Weltraum und träumt schon vom Zusammenbau großer Raumschiffe direkt in der Erdumlaufbahn.

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