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Morgenmagazin vom Dienstag, 4. Oktober 2016

04.10.2016 | 06:58 Uhr |

Drei neue iPad Pro im kommenden Frühjahr +++ Cook schwärmt von AR +++ Gericht gibt Patenttroll Recht +++ Facebook startet Flohmarkt +++ Ab 1.10.: Kunden dürfen Online-Verträge online kündigen +++ Automatische Bewässerung: Blumen mit Arduino gießen +++ iFixit: So klappt der Akkutausch beim iPhone 7 (Plus) +++ Black Box: So klären Experten Flugzeug-Katastrophen auf

4. Oktober: Keep Talking

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Seit über 30 Jahren kann der britische Physiker Stephen Hawking nicht mehr sprechen - wobei sich das auf den rein körperlichen Aspekt der verbalen Kommunikation bezieht. Mit Hilfe seines Sprachcomputers, den er mit seinem rechten Auge steuert, kann Hawking sehr wohl noch zu Ausdruck bringen, was er denkt. Seine großartigen Bücher "Eine kurze Geschichte der Zeit" oder "Der große Entwurf" entstanden mit Hilfe der auf Hawking angepassten Mensch-Maschinen-Schnittstelle. Also, von wegen, er könne nicht sprechen. Der auf Tonspur gebannte Gegenbeweis ist bei Pink Floyd, zu hören, auf dem 94er-Album "The Division Bell" im Song "Keep Talking". Dort spricht Stephen Hawking: "For millions of years mankind lived just like the animals. Then something happened which unleashed the power of our imagination. We learned to talk." Mehr als zwanzig Jahre später legten die verbliebenen Pink-Floyd-Mitglieder Nick Mason und David Gilmour mit "The Endless River" noch einen Epilog zur Bandgeschichte vor, aufbereitet aus Material, das sie mit dem inzwischen verstorbenen Richard Wright schon damals für einen zweiten Teil des Spätwerks "The Division Bell" aufgenommen hatten. Stephen Hawking kommt erneut zu Wort und mit Ausnahme des einzigen echten Songs "Louder Than Words" zum Abschluss sind das beinahe die einzigen verständlichen Worte des Albums: 

"Speech has allowed the communication of ideas / Enabling human beings to work together to build the impossible / Mankind's greatest achievements have come about by talking / Our greatest hopes could become reality in the future / With the technology at our disposal, the possibilities are unbounded / All we need to do is make sure we keep talking"

Was Hawking nicht explizit erwähnt, aber was immanent im Begriff "talking" steckt: Nicht nur das Reden ist wichtig, mehr noch das Zuhören. Die abstrakte Sprache, die auch Dinge erklären oder gar definieren kann, die gar nicht da sind, unterscheidet den Menschen von seinen tierischen Verwandten. Nicht nur Affen und andere weit entwickelte Spezies können miteinander verbal kommunizieren, doch beschränkt sich ihre Sprache auf konkrete Gegebenheiten. Auf den Fressfeind, der da durch die Büsche streunt. Den Schwarm Beute, der da vor einem schwimmt. Den Anspruch auf Fortpflanzung, den das Alpha-Männchen schwächeren Artgenossen unmissverständlich mitteilt. Die abstrakte Sprache ist uns Menschen exklusiv und nur durch sie konnten wir dahin kommen, wo wir heute stehen. Manch einer mag meinen, es wäre für alle besser gewesen, wir wären vor vier Millionen Jahren auf den Bäumen geblieben, aber auch das ist eine Ansicht, über die wir uns nur in unserer besonderen Form der Kommunikation überhaupt austauschen können.

In diesen Zeiten könnte der nächste Schritt unserer Entwicklung anstehen. Wenn wir lernen, nicht nur miteinander zu sprechen und einander zu verstehen, sondern neue Schnittstellen zwischen Menschen und Maschinen schaffen. Wir lernen allmählich, unsere virtuelle Sprache ganz konkreten Maschinen beizubringen, unbelebten Dingen, die erst durch die von Menschen entwickelten Regeln zu Kommunikationspartnern werden. Noch agieren die Maschinen eher reaktiv und kaum kreativ, doch sie lernen dazu. Die Vision von der Maschine, die auf unsere Sprache reagiert und womöglich auch die Nuancen in der Tonfärbung, um uns besser zu verstehen und damit dienstbarer zu sein, hat heute vor fünf Jahren einen gewaltigen Schub erhalten.

Apple hatte bis 2011 immer im Frühsommer ein neues iPhone vorgestellt und es wenige Wochen später in den Handel gebracht, zuletzt das mit einer Glasrückseite versehene iPhone 4 auf der WWDC 2010. Ein Jahr später ließ der Nachfolger auf sich warten, was aber weniger an der Hardware gelegen haben dürfte, sondern mehr an der Software: Denn das iPhone 4S lernte zu sprechen. Siri nennt Apple seine Maschine, die echte Sprache halbwegs versteht und mit einer künstlichen Stimme antwortet. Künstliche Intelligenz nennt man solche Systeme gemein hin, doch ist Siri selbst nicht intelligent. Gewiss smart und raffiniert und stets informiert, eine neue Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, selbst lernend, aber nicht von alleine intelligent. Das mag auch Vorteile haben, denn es fehlt Siri auch das Abgründige des menschlichen Charakters, nie würde uns die Maschine hinters Licht führen, um selbst einen Vorteil daraus zu gewinnen. Vielleicht noch nicht. Wir sollten definitiv mit der Maschine im Gespräch bleiben. Sei es, um rechtzeitig zu merken, wenn sie eine eigene Intelligenz entwickelt. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Drei sind Apple recht: Womöglich wird Apple noch im Oktober zu einer weitere Keynote laden, bei der geht es aber um neue Macs. Auf neue iPads wird man noch bis zum kommenden Frühjahr warten müssen. Wie Makotakara berichtet, wird Apple dann sein Lineup neu sortieren und drei neue iPad Pro in drei verschiedenen Größen herausbringen, mit Bildschirmdiagonalen von 12,9, 10,1 und 7,9 Zoll. Das mittlere iPad Pro soll also etwas größer werden und ein kleineres Modell das iPad Mini ablösen. Alle drei iPad Pro sollen den 3,5-mm-Klinkenausgang behalten, während Apple auf diesen auch beim kommenden Macbook Pro verzichten wird.

Automatischer Download: App Store und Mac App Store kennen seit geraumer Zeit die Funktion des automatischen Downloads. Nicht nur Apps und Systemupdates laden sich, wenn sie angeboten werden, seit kurzen lädt der Mac App Store auch große Betriebssytemupdates, also macOS Sierra unter OS X 10.11.5 und 10.1.6. Das Update installiert jedoch nicht automatisch, der Anwender bekommt lediglich eine Benachrichtigung, dass der Installer fertig geladen und zur Ausführung bereit ist.

Technik der Zukunft: Auf einer Technologiekonferenz in Utah hat Apple-CEO Tim Cook über Augmented Reality (AR) geschwärmt, jedoch betont, dass die Technik noch ein paar Jahr für ihre Alltagstauglichkeit brauche. Dann sei aber die Nutzung von AR so selbstverständlich wie drei Mahlzeiten täglich. Es gebe noch jede Menge technischer Hürden zu überwinden wenn die AR aber im Alltag angekommen sei, werde man sich fragen, wie man ohne sie hat auskommen können - so wie man sich heute frage, wie man ohne Smartphones habe leben können. Apple werde weiter in die Entwicklung von AR investieren.

Flohmarkt: Facebook hat private Verkäufe als Geschäftsmodell für sich entdeckt. Über den am Montag gestartete Marketplace können Facebook-Nutzer Ausrangiertes an andere Nutzer in der Nähe verkaufen. Der Marketplace ist nur in der mobilen Version von Facebook vorhanden und zunächst auch nur in den USA, UK, Australien und Neuseeland.

Patenttroll: Nach einem in Texas ergangenen Urteil muss Apple 302 Millionen US-Dollar an Strafe und Entschädigung an den Patentverwerter VirnetX bezahlen. Dieser hatte seit dem Jahr 2010 gegen Apple wegen der Verletzung von Patenten durch Apples Facetime prozessiert. Diese Verletzung hat das Gericht nun in dritter Instanz anerkannt und die Höhe des Schadensersatzes neu festgelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Apple hat sich an das Bundesberufungsgericht in Washington gewandt.

Vorverlegt: Apple hat einen neuen Termin für die Bekanntgabe seiner Bilanz für das vierte Quartal 2015/16 genannt. Statt am Donnerstag, den 27. Oktober wird Apple nun die Zahlen schon am Dienstag, den 25. Oktober vorlegen. Im Zahlenwerk wird aller Voraussicht nach auch weiterhin ein eigener Posten "Apple Watch" fehlen, Rückschlüsse auf den Erfolg der Uhr werden nur die "Sonstigen Verkäufe" zulassen.Und laut dem Analysten Ming-Chi Kuo sieht es da eher finster aus, Apple werde im Fiskaljahr 2016 bis zu 25 Prozent weniger Apple Watches als noch 2015 verkauft haben. Seie Schätzung reicht von 8,5 bis 9 Millionen Stück im Gesamtjahr. Der Apple Watch fehle es an einer "Killer-Applikation", der Akku sei zu schwach und Multitouch nicht die richtige Schnittstelle für die Bedienung von Wearables. Die Preissenkung für die Apple Watch Series 1 habe daher auch keine Auswirkungen auf den Absatz, erklärt Kuo gegenüber Business Insider .

Weitere Nachrichten

Ab 1.10.: Kunden dürfen Online-Verträge online kündigen

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen weist auf eine wichtige Änderung zum 1. Oktober 2016 hin: Ab diesem Datum, also ab dem morgigen Samstag, können Kunden alle Verträge, die sie online abschließen, auch online kündigen. Für online abgeschlossene Verträge (zum Beispiel Handytarife, Stromtarife, DSL-Tarife) ist dann ab dem 1.10.2016 keine komplizierte schriftliche Kündigung mehr notwendig, wie die Verbraucherschützer betonen.

Bisher legen Unternehmen ihren trennungswilligen Kunden oft die Hürde „schriftliche Kündigung“ in den Weg. Konkret heißt das in vielen Fällen: Die Unternehmen ermöglichen sehr schnell, unkompliziert und bequem den Vertragsabschluss per Online-Formular. Schließlich will man den zahlenden Kunden ja keine lange Bedenkzeit geben, in der er sich den Vertragsabschluss noch einmal anders überlegen könnte. Sondern die DSL-, Kabel- und Mobilfunk-Anbieter oder die Strom- und Gas-Versorger wollen den Kunden möglichst rasch „einsacken“ und nicht mehr aus ihren Fängen lassen. Doch wenn der Kunde später einmal kündigen will, ist es vorbei mit der Bequemlichkeit und dem Komfort: Dann bestehen viele Unternehmen auf der Kündigung in Schriftform, die auch noch an die richtige Postadresse zu richten ist.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen zählt einige der typischen Schikanen aus, mit denen die Unternehmen kündigungswilligen Kunden das Leben sauer machen: „Telekommunikationsanbieter fordern dagegen eine schriftliche Kündigung, verweigern zum Teil die Annahme per Fax und verlangen eine eigenhändige Unterschrift oder behaupteten, die Kündigung sei nur vorgemerkt.“

Nur noch Textform erforderlich

Diese Schikanen sollen ab dem 1. Oktober 2016 der Vergangenheit angehören. Dann gilt: Wer online abschließt, kann auch online kündigen. Nur noch die Textform ist erforderlich, nicht aber mehr die Schriftform.

Konkret bedeutet das laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen:

„Verbraucher können ihre Kündigung ab 1. Oktober beispielsweise

per Brief,
per Fax (Tele- und Computer-Fax),
Email,
SMS,
eingescannter PDF und ähnliches versenden.

Eine eigenhändige Unterschrift ist nicht mehr notwendig!

Kündigungen ohne Unterschrift dürfen in Zukunft nicht mehr ignoriert werden und sind – solange der Vertragsinhaber und sein Wunsch zur Kündigung deutlich erkennbar sind – regulär gültig.

Ausnahme:
Bei Kündigungen des Arbeitsverhältnisses oder des Mietvertrages ist beispielsweise gesetzlich die Schriftform vorgeschrieben, diese muss auch eingehalten werden.“ (Zitat Ende)

Handyvertrag kündigen bei Telekom, O2, Vodafone und Co.

Bekannte Probleme dürften weiter bestehen

Doch Kunden, die ab dem 1.10.2016 online kündigen können, dürften trotzdem noch die bekannte Gegenwehr der Telekommunikations-Unternehmen und Internet-Provider zu spüren bekommen: Also gehäufte Telefonanrufe der Call-Center, mit denen der Kunden dazu bewegt werden soll, seine Kündigung doch noch rückgängig zu machen.

Diese Telefonate können in regelrechten Telefonterror ausarten. Zumal die Gespräche mit den Call-Center-Agenten mitunter nervenaufreibend sind, weil diese den Kunden mit immer neuen Rückfragen und vorgeschobenen Gründen zur Rücknahme der Kündigung bewegen wollen. Und natürlich besteht auch weiterhin die Gefahr, dass der gekündigte Anschluss schon mal früher gekappt wird, als es eigentlich der Fall sein sollte. Und der Kunde dann ohne Internetverbindung da steht.

Automatische Bewässerung: Blumen mit Arduino gießen

Die Versorgung der Zimmerpflanzen während des Urlaubs ist ein bekanntes Problem. Meist müssen Bekannte oder Nachbarn herhalten, die möglichst regelmäßig alle paar Tage die Blumen gießen. Eine andere Lösung wäre, die Pflanzen im Vorfeld so sehr mit Wasser zu überschütten, dass sie nahezu überwässert sind, was aber auch problematisch ist, wenn man mehrere Tage fort ist. Außerdem läuft man Gefahr, zumindest Blumen zu ertränken. Eine automatische Bewässerung muss also her. Es gibt diverse Systeme, viele nutzen ziemlich simpel kinetische Energie durch einen oberhalb der Pflanzen stehenden Wasserbehälter. Andere wiederum setzen auf den Kapillar-Effekt. Beides klappt nicht immer zuverlässig und ist zudem vergleichsweise ungeregelt.

Sucht man nun in Online Shops nach steuerbaren Lösungen, findet man meist nur gartentaugliche Bewässerungsanlagen mit elektronischen Steuerungen für den Wasserhahn. Diese sind aber mit ihrem Gartenschaluch-Anschluss vielleicht etwas überdimensioniert für sechs Blumentöpfe; zudem kann hier eine Fehlfunktion im schlimmsten Fall zur kompletten Überflutung der Wohnung/Etage führen. Also bauen wir uns unser Bewässerungssystem selbst.

Das benötigen Sie

Aufbau des Schlauchsystems:

Zunächst ist es wichtig, zu entscheiden, wieviel Tropfer das System haben soll. Unser System hat zehn Tropfer, wobei unsere Pumpe noch mehr bedienen könnte. Hier ist also Ausbau-Potenzial. Wir haben den Hauptschlauch mit einem Seitenschneider getrennt, und beim Einsetzen der T-Stücke und Tropfer ein wenig wasserfesten Kleber mit aufgetragen, so dass sie nicht nach kurzer Zeit wieder abrutschen können. Das eine Ende des Schlauches verbinden wir mit der Pumpe. Dazu haben wir einen etwas größeren Schlauch benutzt und diesen als Muffe über den originalen, schwarzen Schlauch gestülpt.

Automatischen Türöffner bauen: Wir zeigen, wie's geht

Damit diese Verbindung wasserdicht ist, und kein Leck entsteht, haben wir noch einen Kupferdraht herum gewickelt. Jetzt müssen wir noch die Wasserpumpe vorbereiten. Der ursprüngliche Sinn unserer Pumpe ist, es Kraftstoff aus einem Tank zu pumpen. Deshalb hat sie auch zwei Krokodilklemmen am Kabel, die wir jedoch abschneiden; die Isolierung entfernen wir etwas, um dann den Niedervolt-Stecker (männlich) anzulöten. Bitte bedenken Sie, dass der Center-Pin solcher Stecker positiv ist, also löten wir hier den roten Draht an. Bei Unsicherheiten bezüglich der Lötfahnen kann man mit einem Multimeter den Widerstand durchmessen, um herauszufinden welche zum Center-Pin gehört.

Die Steuerung aufbauen

Wir benötigen eine Lochrasterplatine mit einer Stiftsockelleiste. Sie wird später den Controller halten, ebenso die Bluetootheinheit, das RTC-Modul, einen Leistungstransistor mit eine Schutzdiode, einen Widerstand, Verbindungsdrähte und einen 5V-Spannungsregler. Das fritzing-Schema zeigt den Aufabu. Dazu muss der Lötkolben bemüht werden.

Wir schneiden zunächst die weiblichen PCB-Stiftsockel zu. Wir benötigen zwei 12-Pin-Steckverbinder für den Microcontroller, und ebenfalls zwei Pin-Verbinder für die entsprechenden A4 und A5 Pins auf dem Microcontroller. Weiterhin brauchen wir einen 6-Pin-Verbinder für die Bluetooth-Einheit und einen 5-Pin-Verbinder für das RTC DS1307 .

Nachdem wir die Stiftsockelleiste in passende Stücke geschnitten haben, können wir sie auf die Rückseite der Punktrasterplatine löten.

Dann werden die zwei KF301-2P-Leiterplattenklemmen verlötet.

Der L7805CV 5V wird innerhalb des Microcontroller-Einbauorts auf die Lochplatte montiert und ebenfalls verlötet.

Es folgen der NPN IRF540N-Transistor und die 1N4004-Schutzdiode.

Den 220 Ohm-Widerstand löten wir zwischen den entsprechenden Digital-Pin 5 und dem Transistor-Base-Pin.

Nun löten wir etwas dickere Drähte zwischen den Transistor und den KF301-2P-Stecker (rot und schwarz wie auf dem entsprechenden Bild zu sehen).

Wir löten die roten (+), schwarzen (-) und weißen (Signal) Drähte genauso, wie es das Fritzing-Schema zeigt.

Danach löten wir die männlichen Pins auf den Microcontroller, dazu benötigen wir 12 männliche Pins auf der Seite, zwei männliche Pins für A4 und A5, und 6 gebogene Pins zum Programmieren.

Anschließend löten wir fünf männliche Pins auf den RTC DS1307, und schließen eine 3,3V-Batterie an.

Wir platzieren den Microcontroller, die Bluetooth-Einheit und das RTC-Modul auf den weiblichen PCB-Connector und drücken beides sehr behutsam zusammen, so dass alle Pins gut kontaktieren und nicht verbiegen.

Die Abdeckung bauen

Zunächst entfernen wir die Abdeckung des Netzteils mit Hilfe unserer Minifräse. Nachdem wir sie vorsichtig geöffnet haben, können wir die Platine herausnehmen, die vier Drähte entlöten und sie dann komplett aus dem Kunststoffgehäuse entfernen.

Unsere neue Elektronik-Box besteht aus zwei Teilen: Auf der inneren Rückenseite der Box, entfernen wir zunächst den Kunststoff-Pin mit unserem Minifräser. In unserer Box ist nicht sonderlich viel Platz; deshalb müssen wir vorsichtig sein, dass wir nicht die vier Schraubenhalter wegfräsen. In die Gehäusefront bohren wir nun mittig ein 8,5 mm großes Loch, wie auf dem Bild zu sehen. Hier montieren wir einen weiblichen 5,5 mm-Niedervolt Steckverbinder.

Jetzt löten wir den Leiter und Rückleiter der Netzteilplatine mit den Kontaktstiften des Steckers zusammen, welcher am Gehäuse montiert ist. Danach löten wir zwei Drähte, rot und weiss, für den positiven und negativen 12V-Ausgang. Diese Drähte gehen auf den rechten KF301-2P-Verbinder auf unserer Platine. Nun können wir die Netzteilplatine mit doppelseitigem Klebeband auf die Gehäuseinnenseite kleben.

Smart Home: Kühlschrank mit Innenkamera bauen

Zwei Drähte löten wir nun an die Niedervoltbuchse auf der Gehäuseinnenseite. Bedenken Sie auch hier wieder die Polarität des Center-Pins (+) haben. Um sicher zu gehen prüfen wir mit einem Messgerät, welches die richtige Löftfahne ist. Die anderen Enden der Kabel gehen dann auf die linke Seite des KF301-2P.

Nun ist es Zeit, mit etwas Schaumstoff unsere selbst gebaute Platine und die Platine des Netzteils zu trennen. Für Testzwecke haben wir die Platine „schwebend“ in dem Gehäuse belassen. Aber durch den geringen Platz und zusätzlichem Schaumstoff kann sie sich sowieso kaum bewegen.

Der Code

Wir sind schon fast am Ziel, müssen nun aber noch unseren Arduino programmieren.

Folgende Aspekte sind dabei zu berücksichtigen und einzupflegen:

Zu Testzwecken werden Bewässerungszeit und -dauer über die Bluetooth seriell geschrieben. Die benötigten Bibliotheken sind: "Wire", "RTClib", "SoftwareSerial". Die ersten zwei Bibliotheken werden für das RTC-Modul benötigt und die dritte für das Bluetooth-Modul. Wenn das Ganze das erste Mal läuft, und das RTC bis jetzt nicht programmiert ist, sollten wir folgende Zeile auskommentieren: "rtc.adjust(DateTime(__DATE__, __TIME__));" und es einfach hochladen. Das wird automatisch auf dem RTC-Modul dann die gleiche Zeit einstellen wie auf unserem Computer. Danach setzen wir die Zeile in Kommentarzeichen und laden die Datei erneut hoch.

Der Code

//bt device ..5A:50

#include #include "RTClib.h" #include

const int waterPumpPin = 5;

//Stelle dies ein um die Pumpe mit mehr oder weniger Leistung arbeiten zu lassen: const int waterPumpPower = 255; int lastMinute = 0;

char buffer[] = {' ',' ',' ',' ', ' ', ' ', ' ', ' '}; int commands[] = {17,56,10};//run_hour:run_minute:watering_seconds

RTC_DS1307 rtc; SoftwareSerial bluetooth(10, 11); // RX, TX

void setup () { Serial.begin(9600); bluetooth.begin(9600); Wire.begin(); rtc.begin(); pinMode(waterPumpPower, OUTPUT); analogWrite(waterPumpPin, 0); // Entferne die Kommentarzeichen dieses Kommentars um die Zeit das erste mal einzustellen //rtc.adjust(DateTime(__DATE__, __TIME__)); DateTime now = rtc.now(); lastMinute = now.minute(); }

void loop () { if (bluetooth.available()) { for(int i=0;i<3;i++){ String value = bluetooth.readStringUntil(':'); int numericVal = value.toInt(); commands[i] = numericVal; } printCurrentTime(); Serial.print("Set for:");Serial.print(commands[0]);Serial.print(":");Serial.println(commands[1]); Serial.print("Duration:");Serial.print(commands[2]);Serial.println(" s"); bluetooth.print("Set for:");bluetooth.print(commands[0]);bluetooth.print(":");bluetooth.println(commands[1]); bluetooth.print("Duration:");bluetooth.print(commands[2]);bluetooth.println(" s"); } if (isWateringTime()) { Serial.println("watering.."); bluetooth.println("watering.."); startWatering(commands[2]); delay(60000); } delay(300); }

void startWatering(int duration) { analogWrite(waterPumpPin, waterPumpPower); delay(duration * 1000); analogWrite(waterPumpPin, 0); }

boolean isWateringTime() { DateTime now = rtc.now(); if (now.minute() != lastMinute) { printCurrentTime(); lastMinute = now.minute(); } return now.hour() == commands[0] && now.minute() == commands[1]; }

void printCurrentTime() { DateTime now = rtc.now(); Serial.print("Current time: ");Serial.print(now.hour(), DEC);Serial.print(':');Serial.print(now.minute(), DEC);Serial.println(); bluetooth.print("Current time: ");bluetooth.print(now.hour(), DEC);bluetooth.print(':');bluetooth.print(now.minute(), DEC);bluetooth.println(); }

Betrieb des Systems, Abstimmung und finale Gedanken

Zunächst ein Wort über „Sicherheit geht vor!“.

Obwohl dies Konzept sicherer ist als Ventile, die am aufgedrehten Wasserhanh angeschlossen sind, haben wir es hier mit einem System zu tun, das auf Basis von Versuchen aufgebaut wurde und demnach auch noch Fehler enthalten kann. Es kann unter Umständen gerade in der Anfangsphase dazu kommen, dass das System fehlerbedingt das komplette Wasser auf einmal durchpumpt, weshalb es sich empfiehlt, die Anlage zunächst dort in Betrieb zu nehmen wo ein übermäßiger Wasserfluss nicht zu riesigen Schäden führen kann. Eine Waschküche, der Balkon oder die Badewanne bieten sich hier an. Um eventuellen Hardware-Fehlern auf den Grund zu gehen, sollte man die Box nicht eher schließen, bis das System einwandfrei läuft. Dazu sollten fünf Schritte erfolgreich absolviert worden sein:

Wir verbinden das System mit irgendeiner Bluetooth-App (Android oder iOS). Zunächst sollten wir nach unserem Bluetooth-Gerät suund verbinden. Dann gehen wir in den CMD-Line-Modus. Es gibt hierfür sehr viel Tutorials, weshalb wir darauf nicht noch detaillierter eingehen.

Wenn allesgeklappt hat, sollte man jetzt die aktuelle Stunde und Minute sehen, die sich minütlich aktualisiert.

Setzen Sie nun die „end flag“ auf „nothing“.

Jetzt werden die Geräte-Ausgabe-Kommandos programmiert:

HH:MM:tt:

HH ist die Wässerungsstunde

MM ist die Bewässerungsminute

tt ist die Nummer der arbeitenden Sekunden

Der Doppelpunkt „:“ zwischen den Nummern ist sehr wichtig. Nachdem man dieses Kommando geschrieben hat, versendet man es umgehend. Jetzt sollte eine Nachricht zu sehen sein: „Set for HH:MM“ und „Duration: tt s“. Dies bedeutet, dass die Zeit erfolgreich eingestellt wurde.

Wenn die interne Uhr die programmierte Zeit erreicht hat, wird die Pumpe für eine eingestellte Dauer laufen. Dies wiederholt sich dann jeden Tag.

Fazit

Das Bewässerungssystem arbeitet, einmal richtig eingestellt, zuverlässig und vor allem sehr dosiert. Der mächste Schritt könnte jetzt noch sein, es netzwerkfähig zu machen.

iFixit: So klappt der Akkutausch beim iPhone 7 (Plus)

Die Reparaturexperten von iFixit.com werfen regelmäßig einen Blick auf das Innenleben von IT-Geräten und vergeben Punkte für die Möglichkeit einer Reparatur. Für die aktuellen Apple-Smartphones iPhone 7 und iPhone 7 Plus bietet iFixit darüber hinaus Anleitungen, mit denen sich der Akku oder das Display mit etwas Geschick selber tauschen lassen.

Ein defekter oder schwächelnder Akku im iPhone 7 (Plus) lässt sich demnach in einem Zeitraum von 30 Minuten bis zwei Stunden eigenhändig tauschen. Die nötigen Werkzeuge bietet iFixit praktischerweise selbst an. Technisch versiert sollten potenzielle Bastler jedoch sein, denn um an den Akku zu gelangen, muss das Display erwärmt und entfernt werden.

Beim Tausch eines zersplitterten iPhone-Bildschirms sind ähnliche Qualitäten gefragt. Dank der zahlreichen Fotos in der Anleitung sollte dennoch nichts schief gehen. Notfalls können die Experten von iFixit direkt unter den Ratgebern um Hilfe gebeten werden.

Die besten Tipps und Tricks zum iPhone 7 & 7 Plus

Black Box: So klären Experten Flugzeug-Katastrophen auf

Mit einem „Stimmenaufzeichnungsgerät“ oder einer „Datensammeleinheit“ können die meisten Menschen wahrscheinlich recht wenig anfangen. Hier reichen die Vermutungen von einem tragbaren Diktiergerät bis zu einem Tablet-Computer. Den umgangssprachlichen Begriff einer Black Box hingegen kennt nahezu jeder, der einmal die Nachrichten über einen schrecklichen Flugzeugabsturz gesehen hat. Die Abstürze der beiden Maschinen von Malaysia Airlines - nämlich MH370 über den Indischen Ozean und MH17 über der Ost-Ukraine - sowie vor allem die Germanwings-Tragödie sind Beispiele aus der jüngeren Geschichte. Denn so schlimm es auch ist: Erst wenn sich wieder einmal eine Flugzeugkatastrophe ereignet hat, kommt die in jedem Passagierflugzeug mit über 17 Tonnen Gewicht eingebaute Black Box ins Spiel.

Black Box ist orange

Dabei ist eine Black Box gar nicht „schwarz“, sondern „signalrot“; ein rötliches Orange, das das Auffinden der Schuhkarton-großen Metallbox in schwer zugänglichem Gelände verbessern soll. Die doppelwandige Hülle dieses Flugschreibers besteht dabei meistens aus Titan oder Edelstahl und kann extremen Stürzen standhalten. Ob ein Absturz aus 10.000 Metern Höhe oder Feuer mit 1.000 Grad Celsius – eine solche Blackbox übersteht diese hohen Belastungen meist problemlos. Man könnte deshalb vermuten, dass es einfach wäre, gespeicherte Inhalte einer gefundenen Blackbox auszulesen - einfach aufbrechen und am Computer anschließen. Das ist aber ohne Spezialwerkzeug und -wissen unmöglich.

Eine Black Box – zwei Komponenten

Ein Flugschreiber besteht dabei im Wesentlichen aus zwei Komponenten: Dem Stimmenrekorder und dem Flugdatenschreiber. Je nachdem wie sich die konkrete Katastrophe ereignet hat, liefert entweder der Cockpit Voice Recorder oder die sogenannte Flight Data Acquisition Unit (FDAU), also der Flugdatenschreiber, die entscheidenden Informationen, um die Absturzursache herauszufinden.

Cockpit Voice Recorder

So konnte man bei früheren Abstürzen, die durch Abschüsse durch Militärs, Unwetter oder Ausfälle wichtiger Systeme verursacht wurden, die schrecklichen letzten Gesprächs-Minuten aus dem Cockpit auf den vom Voice Recorder gespeicherten Aufzeichnungen hören. Allein aus den letzten Sätzen der Besatzung konnten die Absturzaufklärer dabei wichtige Informationen ziehen.

Je nach Ausführung und Hersteller der Black Box werden die Gespräche im Cockpit inklusive aller Nebengeräusche auf Magnetbändern oder Speicherchips mit einer Kapazität von jeweils 30 bis 120 Minuten gespeichert. Allerdings werden die Gespräche, sobald das Ende der Aufnahmezeit erreicht wurde, permanent vom Anfang her wieder überschrieben, sodass immer nur die letzten aufgenommenen Soundfiles den späteren Ermittlern zur Verfügung stehen (diese Vorgehensweise ähnelt also der von Dashcams).

Wenn der Voice Recorder analog, also mit einem Magnetband, bestückt ist, werden die aufgenommenen Daten während des Fluges stückweise in ein digitales Format konvertiert, sodass immer die letzten Minuten digital vorhanden sind. Aus diesem Grund  können auch immer nur maximal die letzten zwei Stunden eines Fluges abgehört und analysiert werden, denn das digitale Material wird, wie bereits erwähnt, systembedingt ständig neu überschrieben. Grundsätzlich beginnt die Aufzeichnung des Geräts immer bereits vor dem Start und endet erst dann, wenn die gesamte Crew das Flugzeug verlassen hat.

Flight Data Acquisition Unit

Die zweite Komponente ist der eigentliche Flugdatenschreiber. Er speichert mindestens 25 Stunden lang die wichtigsten Systemdaten eines Fluges, die von den vielen Sensoren einer Passagiermaschine geliefert werden. Die Sensoren erfassen dabei alle wichtigen Daten, von der jeweiligen Flughöhe und  -geschwindigkeit bis hin zur eingeschlagenen Richtung oder der jeweiligen Rotorengeschwindigkeit der Turbinen. Moderne SSD-Chips können bis zu 700 verschiedene Systemwerte speichern. Ermittler nutzen das aufgezeichnete Material einer Black Box später, um so viel wie möglich über den Flugverlauf vor dem eigentlichen Unglück zu erfahren.

Wenn in einer Passagiermaschine der Strom ausfällt, ist die Black Box so ausgelegt, dass sie sich automatisch von allen elektrischen Systemen der Maschine trennt. Ab diesem Zeitpunkt schaltet sich nicht nur die eingebaute Notstromversorgung in Form einer Batterie ein, die Black Box sendet auch rund um die Uhr ein Notsignal. Dieses Signal ermöglicht so den Rettungskräften oder Ermittlern, nach einem Flugzeugabsturz die Black Box auch in unzugänglichen oder großen Gebieten, wie z.B. einem Ozean, zu finden. Allerdings nur so lange, wie der Strom im Akku reicht.

Herstellerspezifische Datenrettung nötig

Ist die Black Box schließlich gefunden, beginnt die Arbeit von spezialisierten Datenrettern. Im Gegensatz zu früher ist hier der Aufwand seit einigen Jahren deutlich gestiegen. Denn waren es in den Anfängen auch bei der Datenspeicherung einer Black Box Magnetbänder, die zum Einsatz kamen, so sind es heute neben Festplatten überwiegend die modernen SSD-Speicher, die wegen ihrer Schnelligkeit beim Speichern eingesetzt werden. Während die meisten Festplatten kaum eine Herausforderung für Datenrettungsspezialisten wie beispielsweise von Kroll Ontrack dastellen, können SSDs schon für allerlei Schwierigkeiten sorgen.

Denn die SSDs werden in der Regel direkt auf den Leiterplatten der Geräte neben allen anderen elektronischen Komponenten verdrahtet. Dies führt dazu, dass die Fehleridentifizierung und Reparatur deutlich komplexer ist als bei einer austauschbaren Festplatte.

So funktioniert die Datenrettung bei Festplatten

Zunächst werden die Leiterplatten (printed circuit boards /PCBs) und Chipsätze vorsichtig entfernt. In einem besonderen Prüfstand können sie anschließend mit spezieller Analysesoftware der jeweiligen Black-Box-Hersteller überprüft werden. Datenrettungs-Ingenieure müssen dabei entweder alle beschädigten Speicherkarten reparieren oder „nur“ die Tracing-Daten, die von einem Chip zum anderen repliziert werden, wiederherstellen, um an die Daten heranzukommen. Jeder Fall ist dabei anders und hat unterschiedliche Herausforderungen. Dies hängt davon ab, wie groß der physikalische Schaden bei der Black Box ist und welcher Grad an Datenverschlüsselung eingesetzt wurde. Denn obwohl es nur eine Handvoll Hersteller dieser Geräte gibt, setzt nicht nur jeder eine spezielle Verschlüsselung ein, sondern auch spezielle Dateiformate für die Speicherung. So ist der permanente  Austausch zwischen Datenrettern und Herstellern eine weitere wichtige Grundlage für den Erfolg.

Grundsätzlich wird dabei an den aus der Black Box entnommenen Speichern – egal ob Magnetband, Festplatte oder SSD – nicht direkt gearbeitet. Nachdem, wenn vorhanden, ein mechanischer Schaden beseitigt wurde und die Speicher ansprechbar sind, werden 1:1 Kopien angefertigt und auf die Server des Datenrettungsunternehmens kopiert. Erst dann werden die Daten entschlüsselt und extrahiert. Da auch bei Flugschreibern Daten in komplexen Strukturen gespeichert werden, können nur Ingenieure mit dem richtigen Maß an technischem Know-how und der Fähigkeit, sich ein umfassendes Bild aus verschiedenen, miteinander verwobenen Datenquellen zu machen, eine solch komplexe und anspruchsvolle Arbeit erfolgreich bewältigen.

Arbeit der Datenretter als Grundlage der Absturzanalyse

Die Arbeit an solchen sensiblen Projekten stellt Datenrettungsingenieure vor weitere Herausforderungen. Schließlich müssen die Ergebnisse unter Umstände auch vor Gericht, z.B. bei Schadensersatz-Klagen, Bestand haben. Die Datenrettung von Flugschreibern umfasst deshalb auch immer ein ausführliches Reporting und eine Dokumentation aller geretteten Daten.

Für die Aufklärung von Flugzeugkatastrophen sind die Flugschreiber auch in Zukunft von unschätzbarem Wert. Daran ändern auch aktuelle Tests mit Satelliten-gesteuerter Datenübertragung zwischen Passagierflugzeugen und den verschiedenen Flugüberwachungsstationen auf der jeweiligen Flugroute nichts. Bei rund 30,5 Millionen Flügen jährlich kämen so große Datenmengen zusammen, dass die Verwaltung und Speicherung des Materials schlicht zu aufwendig und viel zu teuer käme.

Ratgeber: Diese Gratis-Tools retten im Notfall Ihre Daten

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