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Morgenmagazin vom Dienstag, 5. August 2014

05.08.2014 | 07:32 Uhr |

Was heute wichtig wird: 5. August 2014 +++ Mobile Zahlungen: Apple soll mit Visa kooperieren +++ Apple heuert Experten für Social Media +++ Facebook-Sammelklage mit 12.000 Mitstreitern +++ Bioshock kommt auf iOS +++ Playstation 4 schlägt Xbox One deutlich in Deutschland +++ Mozilla entschuldigt sich für Passwörter-Leck +++ Test: Layouts erstellen mit Page Me Up 1.0.3 +++ Vorgefertigte Tabellen in Numbers anpassen spart Mühe

Was heute wichtig wird: 5. August 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Als am 5. August Großbritannien dem Deutschen Reich nach dessen völkerrechtswidrigen Einmarsches in Belgien den Krieg erklärte, waren die USA noch weit ab von dem Geschehen, das ihnen ein paar Jahre später den Aufstieg zur Weltmacht ermöglichen sollte. Die stark wachsenden Städte hatten ganz andere Probleme, die an jenem 5. August mit einer neuen Erfindung angegangen wurde: Der Verkehrsampel. In Cleveland, Ohio, stand die erste elektrisch betriebene ihrer Art, damals nur mit den beiden Farben rot und grün ausgestattet. Die heute bekannte dreifarbige Ampel ist zu einem derartigen Allgemeingut geworden, dass ihre Symbolik weit über den ursprünglichen Einsatzzweck hinausreicht. Sogar in OS X ist die Ampel zu finden, links oben, in jedem Fenster. In Yosemite werden die Funktionen der Ampel aber ein wenig überarbeitet, ein Klick auf das grüne Symbol bedeutet fortan den Wechsel in den Vollbildmodus, wer das Fenster einfach nur vergrößern will, muss beim Klicken die Alt-Taste gedrückt halten. Zwar passt nun endlich die Funktion zur Symbolik: "Fahrt frei für diesen Inhalt!", wir wollen aber nicht hoffen, dass Apples Beispiel im Straßenverkehr Schule macht. Nicht, dass am Ende noch die Bundesregierung beschließt, das grüne Symbol gebe die Fahrt nur für diejenigen frei, die schon die Maut bezahlt haben, alle anderen müssen erst mal ein Pickerl auf ihre Windschutzscheibe kleben...

Lesetipps für heute Morgen:

Warum Apple unabhängige App-Entwickler besser pflegen sollte ( Macworld )

10 Dinge, mit denen Apple und Google den Straßenverkehr revolutionieren werden ( Computerworld )

Adobe entwickelt Migrationshelfer von Aperture zu Lightroom ( 9to5Mac )

Schönere Übergänge in Keynote ( Macworld )

Weitere Nachrichten

Mobile Zahlungen: Apple soll mit Visa kooperieren

In iTunes sind rund 800 Millionen Konten registriert, die meisten mit Kreditkartendaten hinterlegt. Schon seit geraumer Zeit ist Apple ein Kandidat dafür, ein mobiles Zahlungssystem aufzusetzen, bei dem dereinst das iPhone die Geldbörse ablösen könnte. Der Pacific-Crest-Analyst Josh Beck hat nun Visa als möglichen Kooperationspartner für Apple ins Gespräch gebracht. Zuletzt habe Visa sein System überarbeitet und dabei sich vor allem um Sicherheit gekümmert, was das Kreditkartenunternehmen für Technikfirmen interessant machen könnte. Eine Partnerschaft von Apple und Visa mach laut Beck "strategisch Sinn", schon in diesem Herbst könnte es im Rahmen der Markteinführung des iPhone 6 soweit sein. Mit Passbook habe iOS bereits eine Technologie integriert, die sich zu einem mobilen Zahlsystem ausbauen ließe. Der Analyst Roger Kay ist gegenüber Marketwatch noch ein wenig skeptisch. Auch er sehe in einer Partnerschaft von Visa mit einem Technikunternehmen eine sinnvolle Kooperation, doch könne er nicht sicher sagen, ob das so geschehen werde.

Apple heuert Experten für Social Media

Apple bekommt Zuwachs im Marketing. Wie 9to5Mac berichtet, hat das Unternehmen den ehemaligen Nike-Manager Musa Tariq als "Digital Marketing Director" eingestellt. Tariq war bei Nike und dem Modeunternehmen Burberry, von dem die Retail-Chefin Angela Ahrendts zu Apple gekommen war, zuständig für Marketingkampagnen in sozialen Medien. Tariq war bei Nike etwa für Kampagnen von bekannten Sportlern quer über alle Kanäle zuständig, für Burberry habe er die Strategie für Social Media entwickelt. Apple ist zwar bei Facebook, Twitter und Co. präsent, hat dort aber durchaus noch Nachholbedarf im Marketing.

Facebook-Sammelklage mit 12.000 Mitstreitern

Facebook-Sammelklage mit 12.000 Mitstreitern (c) Facebook
Vergrößern Facebook-Sammelklage mit 12.000 Mitstreitern (c) Facebook
© Facebook

Ende der vergangenen Woche rief der österreichische Jurist und Datenschutz-Aktivist Max Schrems Internet-Nutzer dazu auf, sich seiner Sammelklage gegen Facebook anzuschließen. Im Klageschreiben wird vor allem die Datensammelwut des sozialen Netzwerks kritisiert. Schrems und die Gruppe „Europe v Facebook“ halten außerdem die Bestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten bei Facebook nach EU-Recht für ungültig.

Mitstreitern versprach Schrems bei Erfolg einen symbolischen Schadenersatz-Betrag in Höhe von 500 Euro. Das Taschengeld scheint für viele Nutzer des sozialen Netzwerks verlockend gewesen zu sein, denn wie Schrems in dieser Woche vermeldet, hätten sich übers Wochenende mehr als 12.000 Kläger eingefunden. Schrems zeigt sich überrascht vom positiven Feedback. Er habe eigenen Aussagen zufolge nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet.

Die Klage, die Schrems beim Handelsgericht Wien einreichen will, richtet sich gegen Facebook Irland. Mitmachen kann jeder volljährige Facebook-Nutzer, der seinen Wohnsitz nicht in den USA oder Kanada hat. Nähere Details finden sich auf fbclaim.com .

Bioshock kommt auf iOS

Bioshock erscheint im Sommer 2014 für mobile Endgeräte mit iOS-System. Was die Mobile-Umsetzung kosten wird ist noch nicht bekannt.
Vergrößern Bioshock erscheint im Sommer 2014 für mobile Endgeräte mit iOS-System. Was die Mobile-Umsetzung kosten wird ist noch nicht bekannt.

Vor rund einer Woche deutete der Spielentwickler und Publisher 2K Games mit einem Teaser-Bild eine baldige Neuankündigung im Zusammenhang mit der Marke BioShock an. Zu sehen war darauf eine Art Werbeplakat für die aus dem ersten Serien-Ableger bekannten Orte Eve's Garden und Poseidon Plaza. Wer dahinter aber eine überarbeitete Neuauflage des Originals aus dem Jahre 2007 für den PC und aktuelle Konsolensysteme oder gar ein komplett neues Spiel vermutete, dürfte sich nun enttäuscht sehen.

Wie das Unternehmen nämlich heute bekannt gegeben hat, erscheint noch diesen Sommer mit BioShock for Mobile eine iOS-Version des Spiels. Damit dürfte nun also klar sein, was der Publisher vor gut einer Woche via twitter.com anzudeuten versuchte.

Der Mobile-Ableger von BioShock soll auf eine optimierte Berührungssteuerung zurückgreifen und dabei eine vollständige »Made for iPhone (MFi)«-Controller-Unterstützung bieten.

»BioShock for Mobile ist ein echtes Premium-Egoshooter-Spielerlebnis für die iOS-Plattform. Die Spieler begeben sich auf ein Unterwasser-Abenteuer, um die untergegangene Art-Deco-Stadt Rapture zu erkunden, und kämpfen dabei gegen wahnsinnige Überlebende eines gescheiterten objektivistischen Utopia, während sie ihre eigene DNA genetisch modifizieren, um übermenschliche Kräfte zu erlangen.«

BioShock for Mobile wird in Kürze als Premium-Titel für iPad, iPhone und iPod touch im App Store erscheinen. Einen konkreten Release-Termin oder einen Preis gibt es bisher noch nicht.

Playstation 4 schlägt Xbox One deutlich in Deutschland

Playstation 4 schlägt Xbox One deutlich in Deutschland (c) Sony
Vergrößern Playstation 4 schlägt Xbox One deutlich in Deutschland (c) Sony
© Sony

Die Sony-Spielekonsole hat sich in Deutschland seit dem Start im November 2013 über 540.000 Mal verkauft. Im gleichen Zeitraum konnte Microsoft von der Xbox One hierzulande nur 170.000 Stück verkaufen. Das berichtet am Montag Börse Online und bezieht sich dabei auf die ihr vorliegenden Zahlen der Marktforscher von Media Control GfK für den Monat Juni.

Damit hätte sich die Playstation 4 bisher drei Mal so häufig wie die Xbox One verkauft. Und das obwohl die Playstation 4 nur sporadisch erhältlich war. Mittlerweile hat sich aber die Verfügbarkeit verbessert. Bei der Xbox One war zwar die Verfügbarkeit besser, weil sie in weniger Ländern angeboten wurde und damit die produzierten Einheiten besser verteilt werden konnten. Den Verkaufszahlen scheint dies aber nichts genutzt zu haben.

Vor allem der Preisunterschied dürfte hier eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Xbox One kostete inklusive Kinect 499 Euro und damit 100 Euro mehr als die Playstation 4. Seit Juni ist die Xbox One nun auch ohne Kinect für den Preis von 399 Euro erhältlich.

Mozilla entschuldigt sich für Passwörter-Leck

Mozilla entschuldigt sich für Passwörter-Leck (c) istockphoto.com/Igor Averin
Vergrößern Mozilla entschuldigt sich für Passwörter-Leck (c) istockphoto.com/Igor Averin
© istockphoto.com/Igor Averin

Mozilla hat sich für ein großen Datenbank-Leck entschuldigt. Über 76.000 Mail-Adressen und die verschlüsselten Passwörter von etwa 4000 Mitgliedern des Mozilla Developer Network (MDN) waren aufgrund des Lecks beginnend vom 23. Juni und für knapp einen Monat über einem öffentlich zugänglichen Server verfügbar. Das Problem wurde vor einigen Tagen entdeckt, das Leck geschlossen und umgehend eine Untersuchung eingeleitet, wie Mozilla mitteilt.

Laut Mozilla wurde zwar keine schädliche Aktivität auf dem Server entdeckt, aber es könne nicht ausgeschlossen werden, das auf die Daten zugegriffen worden sei. Der Prozess, der die Datenbank-Daten auf den Server herausgeschrieben habe, sei umgehend beendet worden. "Wir sind bekannt für unsere Verpflichtung beim Datenschutz und Sicherheit und bedauern sehr jede Unannehmlichkeit oder Bedenken, die dieser Vorfall bei Ihnen auslösen könnte", so Mozilla.

Die Passwort-Hashes waren laut Mozilla mit der "Salting"-Technik geschützt. Mit dieser Technik soll der Missbrauch gestohlener Passwörter erschwert werden, indem zufällig generierte Schlüssel zu den Passwörtern hinzugefügt werden, ehe die Passwörter gehashed werden. Die entwendeten Passwörter könnten daher nicht direkt verwendet werden, um sich einen Zugriff auf die MDN-Website zu verschaffen. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Nutzer ein MDN-Passwort auch bei einem anderen Dienst verwendet habe.

Bei allen Nutzern, bei denen sowohl deren Mail-Adresse als auch deren verschlüsseltes Passwort entwendet wurde, empfiehlt Mozilla die umgehende Änderung des Passworts. Und das auch bei Web-Diensten, bei denen das Passwort ebenfalls verwendet wurde. In dem Zusammenhang sei erneut darauf hingewiesen, dass das gleiche Passwort niemals bei unterschiedlichen Diensten genutzt werden sollte.

Test: Layouts erstellen mit Page Me Up 1.0.3

Das schlanke Layoutprogramm Page Me Up richtet sich offensichtlich an Nutzer mit DTP-Erfahrung, die Bedienung folgt gewohnten DTP-Standards. Bilder und Texte organisiert man mit Text- und Bildrahmen, über eine Werkzeugleiste ändert man Parameter von Spalten, Kolumnen und Kästen. Da diese Werkzeugleiste alle Layoutfunktionen bereitstellt, wirkt sie allerdings etwas überladen. Nach Konzept und Funktionsumfang konkurriert das Programm eher mit Pages als Indesign oder Xpress. Gut: Kästen werden automatisch ausgerichtet, eine Vielzahl an Hilfslinien stehen zur Verfügung. Der Funktionsumfang ist allerdings begrenzt, so muss man auf

Textumfluss, Musterseiten und Ebenen verzichten und für den PDF-Export nutzt das Programm die PDF-Bibliothek des Systems. Druckereien akzeptieren bei PDFs allerdings meist nur mit dem Acrobat Distiller erstellte PDFs, so finden wir bei einem Test-PDF mit Adobes Preflight-Funktion auch einige problematische Transparenzen. Für hochwertige Prospekte oder andere Drucksachen eignet sich das Tool deshalb nur begrenzt, trotz Unterstützung für Farbprofile und optionalem Tiff-Export. Auch als Webseitenersteller soll das Tool dienen, dazu wählt man nach der Seitenerstellung einfach das Format HTML aus. Eine Seitennavigation muss der Nutzer allerdings manuell anlegen und es stehen nur Grundfunktionen für die Verlinkung zur Verfügung. Durch das DTP-Konzept sind die erstellten HTML-Seiten  wenig flexibel, das Tool eignet sich allenfalls für kleinere Webauftritte. Mit vollwertigen Layout-Programmen kann das Tool nicht mithalten, es konkurriert eher mit Einsteiger-Programmen wie Swift Publisher oder Pages. Diese sind aber für unerfahrene Anwender eher zu empfehlen, bieten sie doch bessere Einführungen und umfangreiche Vorlagenpakete. Nutzer von Page Me Up müssen zudem auf eine Dokumentation verzichten, bei Redaktionsschluss ist der entsprechende Bereich auf der Webseite noch ohne Inhalte.

Empfehlung  Page Me Up

Die Layoutsoftware Page Me Up ist einfach bedienbar und eignet sich für die Erstellung eigener Poster und Flyer. Die Zielgruppe des Programms ist uns allerdings nicht ganz klar. So bietet es bei der Gestaltung von Webseiten zu wenig Web-Funktionen und ist für Layout-Einsteiger mangels Vorlagen und Bedienungsanleitung nur begrenzt zu empfehlen.

Vorgefertigte Tabellen in Numbers anpassen spart Mühe

So kommt heute kaum noch einer um eine Tabellenkalkulation herum. Viele Anwender klicken nach dem Öffnen die reichlich ausgestattete Vorlagenpalette gleich weg, um sich dann mit einer komplett nackten Tabelle abzumühen. Dabei lässt sich aus den in den Vorlagen enthaltenen Grundgerüsten für viele Alltags- und Büroaufgaben der ideale Startpunkt finden. Beispiel: Eine simple Liste mit den Monatsausgaben oder -umsätzen liefert gleich die Vorlage „Checkliste mit Summe“. Einfach benötigte Artikel oder Aufträge in die Liste mit Preis schreiben, Haken dran, wenn der Kunde gekauft oder bezahlt hat – und schon steht unten die Summe. Numbers bietet auch eine Vorlage für Rechnungen: Diese enthält schon alles, was eine Rechnung braucht, man muss nur noch die Adressen und Posten eintragen. Gefällt die Optik einer Vorlage nicht, sind Schriftarten und Farben schnell geändert, Tabellen lassen sich markieren und mit Tabellenstilen schnell an eigene Wünsche anpassen.

Wozu sich mit Formeln herumärgern? Die Vorlagen in Numbers bringen für die meisten gängigen Zwecke schon alles mit und können optisch angepasst werden.
Vergrößern Wozu sich mit Formeln herumärgern? Die Vorlagen in Numbers bringen für die meisten gängigen Zwecke schon alles mit und können optisch angepasst werden.
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