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Morgenmagazin vom Dienstag, 7. Juli 2015

07.07.2015 | 06:51 Uhr |

7. Juli 2015 +++ 12 Tipps für Apple Music +++ Apple, Google und die künstliche Intelligenz +++ Instagram erhöht Auflösung +++ App verrät, wer Sie bei Facebook entfreundet +++ Zyxel: Powerline-Adapter mit Pass-Through-Stecker +++ GoPro stellt Hero4 Session vor +++ Fritzbox 7490: Das kann die neue Labor-Firmware +++ Big Data macht den Radsport digital

Was heute wichtig wird: 7. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Das Ganze ist stets mehr als die Summe seiner Teile, da es von Bindungskräften zusammengehalten wird. So ist auch die Summe von Teilen kein Ersatz, wenn das Ganze fehlt. Konkret geht es mal wieder um die Beatles, deren unsterbliche Musik zwar seit November 2010 im iTunes Store zu kaufen ist, die aber bei Apple Music durch Abwesenheit glänzen. Die Werke einzelner Mitglieder sind freilich mit dabei, die Erben von John Lennon haben der Verwertung zumindest ausgewählter Werke per Stream zugestimmt, ebenso Sir Paul McCartney und natürlich Ringo Starr, der seinerzeit der erste Beatle war, der seine Solo-Werke per Download verkaufte. Ringo Starr, als Richard Starkey heute vor 75 Jahren geboren, ist der älteste der Fab Four, nur der bis 1962 aus der Band und wenig später aus dem Leben geschiedene Bassist Stuart Sutcliffe war noch zwei Wochen älter als Starr. 75 Jahre, was für ein Alter für einen Rockmusiker!

Auf ewig 17 hingegen ist Boris Becker, der 17jährigste Leimener aller Zeiten. Exakt 30 Jahre ist es nun her, dass er als erster Deutscher überhaupt das Turnier von Wimbledon gewonnen hat und einen Tennisboom im Fußballland auslöste, der heute längst abgeflaut ist. Denn der letzte Deutsche im Turnier in London SW 19 ist auch heute Boris Becker, jetzt allerdings als Trainer von Novak Djokovic aktiv. Dass Leistungssport aber nicht gerade gesund ist, muss Becker am eigenen Leib erfahren, die Hüfte ist so kaputt, dass er mittlerweile gegen so manchen Hobbyspieler verlieren würde und er seinem Schützling nur Trainingsstunden in Theorie geben kann. Musik hält vielleicht doch jünger als Sport? Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

12 Tipps für Apple Music: Für eine Software von Apple ist die neue Musik App inklusive Apple Music reichlich komplex, auch iTunes 12.2 trägt nicht unbedingt zur Vereinfachung bei. Unsere Kollegen der Macworld haben 12 Tipps für Apple Music zusammengetragen und erklären unter anderem, wie man sich per Streaming wecken lassen kann oder wie man verpasste Sendungen von Beats 1 nachträglich hört.

Alle Wetter : Die Wettervorhersage ist auf dem iPhone wesentlich schneller gecheckt als auf dem Mac, Online-Dienste oder Wetter-Apps für den Desktop sind häufig mit Funktionen und Statistiken überladen. Dass es auch anders geht, zeigt die Mac-App Forecast Bar.

Höhere Auflösung: Instagram hat in den letzten Wochen Schritt für Schritt die erlaubte Auflösung für über das soziale Netz geteilte Fotos erhöht, diese dürfen nun 1080 mal 1080 Pixel haben. Seit dem Start de Dienstes hatte die Auflösung nur 640 mal 640 Pixel betragen.

Neues Schlachtfeld: Früher bekämpften sich Technologiefirmen mit unterschiedlichen Betriebssystemen, nun eröffnet sich ein neuer Konkurrenzkampf bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz. Besonders Google und Apple tun sich dabei hervor, mit Google Now (das nun Now on Tap heißt) und Siri mit seinem proaktiven Assistenten.

Weitere Nachrichten

App verrät, wer Sie bei Facebook entfreundet

Die Frage, wer ihnen auf Facebook die Freundschaft gekündigt hat, scheint viele Nutzer des sozialen Netzwerks brennend zu interessieren. Diese Neugier wurde in der Vergangenheit des Öfteren von Betrügern ausgenutzt, die über gefälschte Anwendungen Schadsoftware verbreiteten.

Mit Who Deleted Me on Facebook wurde nun eine App veröffentlicht, die ohne betrügerischen Hintergedanken Aufschluss über gekündigte Facebook-Freundschaften geben will. Die Software steht in Apples App Store und in Googles Play Store zum kostenlosen Download bereit.

Nach dem Download muss sich der Nutzer mit seinem Facebook-Account einloggen. Die App behält anschließend immer die Freundesliste im Blick und gleicht diese im Hintergrund regelmäßig mit älteren Versionen ab. Verschwindet eine Person aus der Liste, prüft die App, ob sie nur ihren Account deaktiviert oder dem Nutzer tatsächlich die Freundschaft gekündigt hat. Diese Änderungen werden jedoch erst nach der Installation von Who Deleted Me on Facebook nachvollziehbar. Nachträglich können gekündigte Freundschaften nicht mehr eingesehen werden.

Zyxel: Powerline-Adapter mit Pass-Through-Stecker

Der neue HD-Powerline-Adapter PLA5256 von Zyxel liefert laut Hersteller Datenraten von bis zu 1000 Mbps über die Stromleitung und soll mit dieser Bandbreite Heimanwendern HD-Streaming auf mehreren Geräten gleichzeitig, Multiplayer-Games und andere Netzwerkanwendungen in jedem Raum ermöglichen.

Mit dem PLA5256 wird jede gewünschte Steckdose zum Internetzugang, verspricht  Hersteller Zyxel für seinen neuen HD-Powerline-Adapter. Die Einrichtung soll zugleich einfach und sicher sein: Anwender stecken demnach zwei Plug-and-Play-Adapter in die entsprechenden Steckdosen und erhalten ein stabiles und schnelles Netzwerk. Mittels der integrierten Pass-Through-Funktion geht keine Steckdose verloren, da sie über den Adapter normal genutzt werden könne.

Für sichere Internetverbindungen sollen die Übertragungen über den Zyxel PLA5256 durch 128-Bit-AES-Verschlüsselung (Advanced-Encryption-Security) geschützt werden. Der Verschlüsselungsmechanismus lässt sich per Tastendruck konfigurieren.

Wenn das Netz nicht gebraucht wird, wechseln die neuen Powerline-Adapter automatisch in den Energiesparmodus, heißt es beim taiwanischen Hersteller weiter. Die neuen Powerline-Adapter sind mit allen Home-Plug-AV-200-Produkten von Zyxel kompatibel und können ferner zusammen mit Adaptern der älteren Generation eingesetzt werden. Allerdings werde in einem heterogenen Netzwerk lediglich die Geschwindigkeit des langsameren Gerätes erreicht.

Der neue Adapter bietet zwei Gigabit-Ethernet-Ports (10/100/1000). Zu Preis und Verfügbarkeit teilt der Hersteller bislang nichts mit.

GoPro stellt Hero4 Session vor

Mit der Hero4 Session hat GoPro in dieser Woche die neueste Generation seiner Actioncam-Familie vorgestellt . Die Hero4 Session stellt dabei das erste große Redesign seit der Einführung der Hero-Reihe im Jahr 2007 dar.

Im Vergleich zu den High-End-Modellen von GoPro müssen Käufer der Hero4 Session einige Abstriche in Kauf nehmen. So zeichnet die Kamera keine 4K-Videos auf und ihr Akku ist nicht austauschbar. Das Modell bringt jedoch auch einige Vorteile mit. So benötigt die Hero4 Session kein zusätzliches Gehäuse, um Stöße abzuhalten oder bis zu einer Tiefe von bis zu zehn Metern abzutauchen. Ein neues Mikrofon-System soll zudem auch unter widrigen Umständen klare Aufnahmen liefern.

Die Bedienung hat GoPro ebenfalls angepasst. So verfügt die Kamera nur noch über einen Power-Button, der gleichzeitig als Aufnahmeknopf fungiert. Ein kleines Display an der Oberseite zeigt unterschiedliche Statusmeldungen wie etwa den Ladezustand des Akkus an. Die Kamera-Einstellungen müssen über die zugehörige App vorgenommen werden. Preislich ist die Hero4 Session bei GoPros High-End-Kameras angesiedelt. Laut Hersteller soll sie rund 400 US-Dollar kosten.

Fritzbox 7490: Das kann die neue Labor-Firmware

Mit der Labor-Firmware 6.35 BETA ändert AVM das Aussehen des Router-Menüs. Die neue Firmware zeigt kräftige Farben und eine andere Schriftart. Sie wirkt insgesamt moderner und sieht auch auf Smartphones und Tablets gut aus. Bisher bekamen Sie auf einem mobilen Gerät die Browser-Ansicht des Menüs zu sehen. Jetzt passt sich die Menü-Oberfläche per Responsive Design an den Bildschirm und die Auflösung des Smartphones oder Tablets an: Alle Funktionen lassen sich nun ohne viel Hin- und Herschieben erreichen.

Laut AVM soll Fritz-OS 6.35 im September oder Oktober als reguläre Firmware erscheinen. Zuvor gibt es nächste Woche noch das offizielle Update auf Version 6.25 für die Fritzbox 7490 und kurz danach für andere Fritzbox-Modelle.

Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen
Vergrößern Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen

Die wichtigsten Änderungen

Die Menü-Struktur verändert AVM bei der neuen Labor-Firmware nicht. Sie bringt aber neue Funktionen, vor allem in den Bereichen Heimnetz, WLAN und Telefonie.

Unter Heimnetz -> Heimnetzumgebung finden Sie eine neue Übersicht über alle Geräte im Netzwerk, die mit dem Router verbunden sind. Außerdem können Sie vom Router-Menü aus alle AVM-Geräte im Heimnetz automatisch aktualisieren, also auch Fritz-Repeater oder Fritz-Powerline-Adapter. Allerdings muss auf diesen Geräten mindestens Fritz OS 6.25 laufen.

Bei WLAN -> Funkkanal zeigt Ihnen die Fritzbox 7490 nun übersichtlicher, wie andere Funknetze Ihr WLAN beeinflussen. Welche Funkkanäle besonders überlaufen sind, sehen Sie an der Höhe der grauen Balken, die andere WLANs symbolisieren.

Ein praktisches Analyse-Tool fürs WLAN bietet die Fritzbox mit der neuen Option „Auslastung des aktuell genutzten Funkkanals“. Dort sehen Sie, wie viel andere Funknetzwerke auf dem Kanal übertragen, den die Fritzbox gerade nutzt. Den Zeitraum für die Anzeige können Sie von 1 Minute bis 7 Tage wählen.

Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen
Vergrößern Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen

Bei der Telefonie können Sie Rufnummern jetzt einfacher anlegen und bestehende Festnetz-Rufnummer bequemer für die Internet-Telefonie übernehmen, wenn Sie Kunde bei Telekom oder Vodafone sind. Um eingehende Rufsperren einzurichten, können Sie jetzt komplette Telefonbücher nutzen. Mit der neuen Firmware unterstützt der Router auch IP-Türsprechanlagen.

Bei der Kindersicherung erlaubt die Labor-Firmware, die zugewiesene Onlinezeit über ein Zeit-Ticket zu verlängern. Außerdem verbessert AVM die Funktionen der DECT-Telefone Fritzfon C4 und MT-F. Die DECT-Verbindung können Sie über "Erweiterte Sicherheit" besser sichern. Telefonbücher des Routers können sie jetzt einfacher mit DECT-Telefonen von Gigaset austauschen.

Für eine bessere Übersicht über die angeschlossene Speichermedien, übernimmt die Fritzbox jetzt den Namen, den Sie unter Windows für eine Festplatte oder einen USB-Stick vergeben haben und zeigt ihn unter Heimnetz -> Speicher (NAS) an.

Und noch ein Detail für Fritzbox-Profis: Der Schalter für die erweiterte Ansicht finden Sie jetzt rechts oben im Ausklapp-Menü.

So installieren Sie die Labor-Firmware

Auf der Labor-Webseite von AVM müssen Sie vor dem Download bestätigen, dass Sie die Infos zur Labor-Firmware gelesen haben. Vor allem sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie eine Beta-Version auf Ihren Router aufspielen. In unserem Test lief das aktuelle Fritz-Labor zwar stabil. Trotzdem ist die Installation immer mit einem Absturz-Risiko verbunden. Vor dem Update muss aber auf jeden Fall das aktuelle Fritz-OS auf der Fritzbox laufen – derzeit 6.24 für die Fritzbox 7490. Laden Sie die Labor-Firmware herunter. Sie ist als ZIP-Datei gepackt und 45,4 MB groß. Im Verzeichnis befinden sich die Labor-Firmware sowie ein Wiederherstellungs-Tool, mit dem Sie wieder zur Standard-Firmware zurückkommen.

Im Fritzbox-Menü gehen Sie nun zu Update -> Fritz!OS-Datei. Der Router fordert Sie auf, die aktuellen Firmware-Einstellungen zu sichern. Geben Sie nun den Pfad zur Labor-Firmware an, sie enthält im Dateinamen den Begriff „Labor“. Die aktuelle Labor-Firmware heißt zum Beispiel FRITZ!Box_7490_Labor_113.06.35-30804.image. Mit „Update starten“ wird die Firmware eingespielt. Am Router blinkt die Info-LED. Nach rund drei Minuten lässt sich die Fritzbox wieder über den Browser erreichen und zeigt die neue Menü-Oberfläche.

Mit dem Wiederherstellungs-Tool wechseln Sie von der Labor-Version zur Standard-Software.
Vergrößern Mit dem Wiederherstellungs-Tool wechseln Sie von der Labor-Version zur Standard-Software.
© IDG

So kehren Sie zur Standard-Firmware zurück

Mit dem Wiederherstellungs-Programm kommen Sie wieder zur Standard-Firmware zurück, wenn Sie die Labor-Firmware nicht mehr nutzen wollen. Schließen Sie den Rechner mit dem Wiederherstellungs-Tool per LAN-Kabel an die Fritzbox anNur er sollte mit dem Router verbunden sein: Alle anderen Kabel, auch das für den Online-Zugang sollten Sie abstöpseln. Achten Sie auch darauf, dass Sie diesem Rechner keine feste IP-Adresse manuell zugeteilt haben. Starten Sie das Wiederherstellungs-Programm mit einem Doppelklick und befolgen Sie dessen Anweisungen. Zunächst müssen Sie die Fritzbox vom Stromanschluss trennen, der Router fordert Sie dann wieder zum Anstecken des Stromkabels auf.

Zunächst läuft die Fritzbox nun mit den Werkseinstellungen. Um Ihre Konfiguration zu laden, rufen Sie das Menü auf und gehen Sie zu System, Wiederherstellen, Sicherungsdatei. Dort wählen Sie die Sicherungsdatei aus, die Sie vor dem Update auf die Labor-Version gemacht haben. Anschließend ist Ihre Fritzbox wieder ganz die Alte.

Big Data macht den Radsport digital

Das berühmteste Radrennen der Welt fesselt auch 2015 Millionen Fans. Dabei wissen viele Radsport-Enthusiasten gar nicht, dass dies die erste digitale Tour de France ist. Denn für die Tour de France 2015 ist Veranstalter A.S.O . eine Kooperation mit dem Data-Service-Unternehmen Dimension Data eingegangen. So bekommen Fans erstmals in der Geschichte der Tour de France die Möglichkeit, die Performance jedes einzelnen der 198 Tour-Teilnehmer en detail einzusehen.

Tour de Big Data

Möglich wird dies durch den Einsatz von GPS-Sensoren, die unter dem Sattel montiert sind. Die Daten werden direkt an eine Website übertragen. Tour-de-France-Zuschauer können sich so in Echtzeit beispielsweise über die exakte Position und Geschwindigkeit ihres Favoriten informieren. Bislang waren solche detaillierten Informationen lediglich den Teams selbst zugänglich. In Bezug auf bestimmte persönliche Daten des Fahrers wie etwa die Herzfrequenz bleibt das auch weiterhin so.

Jeremy Ord, Executive Chairman bei Dimension Data erklärt den Mehrwert für die Tour-de-France-Zuschauer: "Bislang war es schwierig zu verstehen, was außerhalb des im Fernsehen übertragenen Geschehens vor sich geht. Die Möglichkeit bestimmten Fahrern zu folgen, genaue Informationen darüber einzuholen wer in einer Gruppe fährt und die Geschwindigkeiten in Echtzeit einzusehen, sind nur einige der Innovationen, die wir mit dieser Lösung umsetzen können."

Digitaler Radsport und neue Sichtweisen

Laut Dimensions Data werden die 198 Teilnehmer der Tour de France für rund 42.000 Geodaten-Punkte und 75 Millionen GPS-Analysen sorgen. Für die Website die der Speicherung und Darstellung der Daten dient, rechnen die Betreiber mit circa 17 Millionen Besuchern und 2000 Seitenaufrufen pro Sekunde.

Christian Prudhomme, seit 2007 Generaldirektor der Tour de France, sieht im Big-Data-Projekt von A.S.O. und Dimension Data eine kleine Radsport-Revolution: "Diese technologische Entwicklung wird eine wesentlich bessere Rennanalyse ermöglichen, den Fokus auf das taktische Geschehen legen und klarmachen, wie wichtig die Rolle des Fahrers innerhalb eines Teams ist. Unsere gemeinsamen Bemühungen werden die Art und Weise wie wir die Tour de France - und den Radsport im Allgemeinen - verfolgen, verändern wird."

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