2138514

Morgenmagazin vom Dienstag, den 3. November

03.11.2015 | 06:08 Uhr |

+++ Hinweise auf neuen Mac Pro in El-Capitan-Code +++ Amazon: Keine höheren Preise für Apple-Nutzer +++ Vorsicht bei Quicktime unter Windows 8 und 10 +++ Apple bringt Innen-Navi als App +++ IDC: Apple steigert iPhone-Verkäufe um 22% +++ Craig: Android ist für James Bond nicht gut genug +++ Facebook-Entwickler sollen Android-App öfter nutzen +++ Das sind Siris beste Antworten +++

Hinweise auf neuen Mac Pro in El-Capitan-Code

Die Profis unter den Mac-Anwendern können sich momentan über Apple nicht beklagen –– nach der Veröffentlichung neuer Retina-Modelle der 27-Zoll- iMacs hat Apple nun das kleinere Modell auf den Vordermann gebracht und mit dem hochauflösenden Display ausgestattet. Selbst den Mac Mini hat Apple im letzten Jahr etwas überarbeitet und mit neuen Prozessoren auf den Markt gebracht. In der Reihe der Desktop-Rechner fehlt jetzt nur noch eine neue Version des Top-Modells Mac Pro. Auf der WWDC 2013 wurde der neue Rechner vorgestellt, offiziell verfügbar war der Pro im Dezember 2013 , praktisch konnte man ihn ohne größere Probleme erst Anfang 2014 beziehen. Seitdem ist es still geworden um den leistungsstärksten Mac aus dem Hause Apple.

Nun hat ein findiger Entwickler im Code von El Capitan neue Hinweise gefunden, die auf ein neues Modell des Mac Pro hindeuten. In einer Einstellungsdatei, die die USB-Ports regeln soll, findet sich demnach ein neuer Rechner, der zehn USB-Ports unterstützen soll. Das Modell, das in der Dateien auch benannt wird, ist noch unbekannt. Die interne Bezeichnung von "APPLJ951,1" ist noch in keiner der bekannten Datenbanken zu finden. In den Geekbench-Tabellen ist jedoch ein vergleichbares Modell mit der Buchstaben- und Zahlenreihenfolge "APPLJ950,1" zu finden, dieser Code steht für den Mac Pro aus dem Jahr 2013. Dass es kein iMac oder Mac Mini sein kann, kann man an der Zahl der USB-Ports ablesen, so der Entwickler. Die beiden Rechner haben deutlich weniger Anschlüsse, nur der Mac Pro bietet vier USB- und sechs Thunderbolt-Ports.

Der neue Mac Pro, wenn er tatsächlich bei Apple in der Mache ist, könnte von einigen Neuerungen profitieren. So hat Intel in diesem Jahr eine neue Version des Thunderbolt-Anschlusses vorgestellt , die auch für die USB-C Buchse passt. (Was die zehn USB-Ports erklären könnte). Außerdem werden die Nachfolger des Xenon-Chips in der vierten Version erwartet, die Intel ebenfalls zum Jahreswechsel angekündigt hat .

Amazon: Keine höheren Preise für Apple-Nutzer

In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ bezog Deutschland-Chef des Online-Händlers „Amazon“ Ralf Kleber Stellung zu diversen Themen. Dass der Online-Handel einmal so gut laufen würde, habe man sich mit der Gründung nicht mal im Traum vorstellen können. Immerhin war Google im Jahr 1999, als Kleber zu Amazon kam, gerade erst einmal ein Jahr alt. Allerdings sei die Vision bereits in gewissen Grundzügen vorhanden gewesen: „An mobiles Surfen haben wir damals jedenfalls nicht gedacht“; sagte Kleber. „Damals gab es in Deutschland 3,5 Million en Internetnutzer mit PC – und wir mussten erst einmal überlegen, wie wir hier mit unserem Online-Buchhandel für die Menschen relevant werden. Allerdings hatte Jeff [Amazon-Gründer Jeff Bezos] damals schon weiter gedacht. Seine Botschaft war immer: Wir werden versuchen, alles online anzubieten, was unseren Kunden einen Mehrwert bringt.“

Ein solches Online-Imperium aufzubauen ist nicht leicht, gerade da Amazon anfangs nicht konkurrenzlos startete. Der wesentliche Unterschied zu anderen Anbietern zeige sich laut Kleber aber im Angebot. Niemand kann alles anbieten, aber „[...] Uns hält das Bewusstsein geschmeidig, dass sich Unternehmen grundlegend verändern müssen, wenn die Kunden dies auch tun. Von mir und den Mitarbeitern von Amazon wird erwartet, dass wir nie zufrieden sind. Wir müssen uns immer fragen: Geht es einfacher? Denn Einfachheit generiert Gewohnheiten.“

Kleber über die Notwendigkeit von Gewerkschaften

Diese Erwartungen sind ein erheblicher Druck für alle Mitarbeiter von Amazon. In letzter Zeit streikten immer häufiger Mitarbeiter des Online-Händlers. „In unserer sehr offenen Unternehmenskultur sprechen wir permanent direkt mit Mitarbeitern und Betriebsräten. Dabei sehen wir wieder und wieder: Bei uns funktioniert diese unmittelbare Kooperation für alle Seiten am besten – Arbeitnehmer und Kunden. Im Übrigen streikt nur eine kleine Minderheit der Mitarbeiter. [...] Wir haben in allen deutschen Logistikstandorten gewählte Betriebsräte mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten.“

Amazon sei ebenfalls daran interessiert, der Flüchtlingskrise entgegenzuwirken und bei einer Problemlösung zu helfen: „Wir haben den Arbeitsagenturen frühzeitig signalisiert, dass wir Flüchtlinge bei entsprechender Qualifikation gerne bei uns arbeiten lassen würden. Dafür müssen allerdings die rechtlichen Voraussetzungen stimmen. [...] Wir sind auch bereit, bei der Integration zu helfen, ein Beispiel könnte Deutschunterricht sein.“  

Bietet Amazon Preisnachlässe für bestimmte Zielgruppen an?

Laut Kleber sei dieser Vorwurf „absoluter Schmarrn“. Das Anpassen an das dynamische Umfeld sei eine strategische Aufgabe zur Schaffung von Transparenz. „Wenn wir das Gefühl haben, es entwickelt sich für den Kunden ein neuer Marktpreis, und das kann bei manchen Produkten mehrmals am Tag sein, reagieren wir darauf. Preise gehen rauf und runter – aber wir sagen es dem Kunden. Und zwar allen gleichzeitig.“ Demnach gebe es keine unterschiedlichen Preise für ein und dasselbe Produkt auf unterschiedlichen Endgeräten.   

Die Zukunft von Amazon

Als zukünftiges Ziel setzt sich der Online-Händler vor allem schnelle Lieferzeiten. Demnach sollen Kunden in urbanen Zentren zukünftig ihre Bestellungen in nur wenigen Stunden erhalten. Solche Planungen erfordern allerdings sehr viel Organisation. Dazu gehört auch zu ahnen, was der Kunde kaufen möchte und was nicht. Derartiges wird momentan im Tech-Hub in Berlin entwickelt „Die Teams befassen sich mit der Frage, durch welche Daten sich die Genauigkeit unserer Prognosen erhöht. Eine Frage ist zum Beispiel: Wie viele rote T-Shirts verkaufe ich nächstes Jahr im April?“

Um den Markt noch weiter auszubauen und ein größeres Angebot zu schaffen, will Amazon demnächst auch Lebensmittel anbieten. „Der Lebensmittelbereich ist so groß, dass wir überlegen mussten, wo wir anfangen. Also haben wir beispielsweise gesagt: Wir bauen zunächst erstmal Deutschlands größtes Nudelregal. Kein Supermarkt hat alle Nudelsorten,– sobald der Kunde also weiß, dass er bei Amazon alle findet, hat er einen Grund, mit seinen Gewohnheiten zu brechen. Heute gibt es bei uns rund 10.000 Nudelsorten.“

Das wichtigste sei für Amazon, dass die Kunden die Vielfalt genießen können.

Vorsicht bei Quicktime unter Windows 8 und 10

Nutzer von Apple Quicktime sollten immer die aktuellste Version verwenden, so beheben die beiden letzten Updates für die alte Quicktime-Player-Version 7.7.7 und 7.7.8 mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken . Über Apples offizielle Quicktime-Seite wird allerdings für Windows-Anwender bisher nur ein Installer für die unsichere Version Quicktime 7.7.6 bereitgestellt. Die Installation ist unter Windows 8 und 10 möglich, ein Update auf die aktuelle Version 7.7.8 dagegen nicht !

Startet man Apple Update-Tool für Windows, wird kein Update angezeigt. Versucht man die aktuelle Version Quicktime 7.7.8 von einer Apple-Support-Seite herunterzuladen und zu installieren, bricht die Installation mit der Fehlermeldung „Für Quicktime 7 benötigen Sie Windows Vista oder Windows 7" ab. Von der Verwendung muss man deshalb vorerst abraten. Unter Vista und Windows 7 ist ein Update problemlos möglich.


 

Apple bringt Innen-Navi als App

Viel Aufsehen aber noch wenig Nutzwert bietet eine neue Apple-App für iPhone und iPad, die man jetzt im App Store aufgestöbert hat . Die nicht offiziell vorgestellte Software von Apple namens Indoor Survey dient zur genauen Positionsbestimmung in größeren Gebäuden,– möglicherweise in Einkaufszentren, Hotel oder vielleicht auch einem Messegelände. Basieren soll die App auf Hochfrequenzdaten und Daten der iPhone-Sensoren.

Nutzen kann man die Software bisher nicht: Man kann die App installieren, danach ist nur ein Anmeldedialog zu sehen. Vermutlich basiert die App auf Technologie der Softwarefirma WifiSLAM , die Apple 2013 aufgekauft hat und die auch „Indoor GPS" genannt wird. Die Technologie der Firma nutzt Funkdaten von Wifi-Routern, um die exakte Position eines Nutzers zu bestimmen. Das Prinzip hat Apple im April 2014 patentiert . Möglicherweise soll die App ja einmal helfen, sich im gigantischen runden Apple-Campus zurecht zu finden...

In Sachen Innen-Navi arbeitet Apple offenbar auch mit den externen Entwicklern. So hat die österreichische Firma Pocetscience bekannt gegeben, mehrere Museumsprojekte auf Grund von Apple Technologie in Entwicklung zu haben ( Macwelt berichtete ).

IDC: Apple steigert iPhone-Verkäufe um 22%

Das iPhone 6S verkauft sich offenbar gut: Laut ersten Verkaufszahlen von IDC vertrieb Apple im letzten Quartal 48 Millionen Smartphones - eine Steigerung um 22,2 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Seit der Vorstellung der neuen iOS-Handys hat Apple 13 Millionen iPhone 6S und iPhone 6S Plus an die Kunden gebracht , die preisreduzierten Modelle 5S, 6 und 6 Plus sollen sich ebenfalls gut verkaufen.

Wie Anthony Scarselle von IDC berichtet, stand das ganze dritte Quartal 2015 stark unter dem Eindruck neuer High-End-Modelle der Markführer Apple und Samsung. Die breite Masse des weltweiten Marktes werde aber immer noch von Geräten im niedrigen bis mittleren Preisbereich dominiert. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2015 weltweit 355,2 Millionen Smartphones verkauft, eine Steigerung um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. IDC hatte noch höhere Zahlen erwartet, es wurden aber weniger iPhone-Käufe erzielt als erwartet und die neuen Top-Android-Modelle wären wohl etwas zu teuer gewesen.

Mit einer Stückzahl von 84,5 Millionen Geräten verkaufte Samsung die meisten Smartphones, wohl nicht zuletzt, da die neuen Galaxy-Modelle S6 Edge und Note 5 schon vor dem iPhone 6S auf dem Markt waren. Drittgrößter Smartphone-Anbieter war Huawei mit 26,5 Millionen verkauften Mobilgeräten. Bisher ist der Hersteller noch kaum in den USA vertreten, mit dem neuen Nexus 6P könnte sich dies ändern. Ihre Verkäufe steigerten auch Lenovo und Xiaomi, die jeweils 18,8 und 18,3 Millionen Smartphones absetzten - Xiaomi vor allem in China. 

Craig: Android ist für James Bond nicht gut genug

Die Gerüchte und Diskussionen rund um das Thema „Product Placement“ des aktuellen Bond-Streifens „Spectre“ begannen bereits im Winter letzten Jahres, als die E-Mail-Nachrichten des verantwortlichen Filmstudios gehacked wurden. Anfangs soll Sony einen Betrag von fünf Millionen Dollar angeboten haben, wenn dieser im Film das Xperia Z4 benutzt. Weitere Verhandlungen führten angeblich zu einem Sponsoring in Höhe von 18 Millionen Dollar , woraufhin sich Samsung ebenfalls in die Verhandlungen einmischte. Somit soll Samsung dazu bereit gewesen sein, rund 55 Millionen Dollar für das Product Placement zu zahlen, wenn Bond im Film ein Android-Smartphone mit dem Samsung Logo benutzt.
 
Allerdings sollen veröffentlichte E-Mails der Franchise-Produzentin Barbara Broccoli darüber Aufschluss geben, weshalb der finanzielle Aspekt für Regisseur Sam Mendes und Bond-Darsteller Daniel Craig nicht ausschlaggebend für ihre Entscheidung war.

„Neben dem finanziellen Faktor steckt, wie Sie vielleicht wissen, auch ein kreativer, wobei Sam und Daniel selbst das Sony-Handy für den Film nicht besonders mochten (Der dahinterstehende Gedanke, die subjektive/objektive Meinung, ist,  dass James Bond nur das Beste benutzt und ihrer Meinung nach, ist das Sony-Handy nun mal nicht das beste“, behauptet Andrew Gumpert, President of Worldwide Business Affairs and Operations for Columbia Pictures. Natürlich sind solche Aussagen von den Schauspielern nie öffentlich getätigt worden.

Letztendlich kann nur spekuliert werden, wer am Ende das entscheidende Urteil getroffen hat und die Kooperation mit Sony eingegangen ist. Möglicherweise ist die persönliche Einstellung aber der Grund, warum Moneypenny-Darstellerin Naomie Harris in dem Werbespot für Craig einspringt und die Sony-Produkte bewerben muss.

In den deutschen Kinos läuft die Vorpremiere des Kinofilms ab dem 4. November 2015 an. Besonders große Erwartungen werden dem Film auch unter anderem wegen Bonds Gegenspieler zugeschrieben. Dieser wird von Christoph Walz portraitiert.

Im Jahr 2008 hat die Macwelt.de in der Adventszeit 24 Fragen und Antworten vorbereitet, die sich rund um Filme und Apple-Produkte darin drehten. Die komplette Sammlung der Artikel mit den weiterführenden Links finden Sie hier .

Facebook-Entwickler sollen Android-App öfter nutzen

Im Gegensatz zum Durchschnittsnutzer bevorzugen Entwickler und Produktionsteams für die Facebook-App offenbar iPhones. Dies aber passt dem Management von Facebook nicht so sehr, wie ZDNet berichtet. Denn weltweit und gerade in ärmeren Ländern wie Indien sind billige Android-Smartphones verbreitet, die es dort schon zu einem Preis ab umgerechnet 14 Euro gebe. Wenn aber Facebook-Entwickler in Kalifornien, die in der Regel gut bezahlt sind, nur hochwertige iPhones einsetzen, könne dies gemäß Facebook zu einer "Entfremdung" führen. Deshalb verlangt Produktchef Chris Cox, dass ein Großteil seiner Abteilung auf Android umgestellt werde. Genaue Zahlen nannte er zwar dem Bericht zufolge nicht.

Cox möchte aber, dass sein Team Fehler melde und die gleichen Erfahrungen mache, wie sie heute die Mehrzahl der Facebook-User erlebe. Dazu gehört auch, dass es bei Facebook sogenannte "2G Tuesdays" gibt. An diesen Diensttagen sollen sich Mitarbeiter optional für ungefähr eine Stunde nur mit 2-D-Geschwindigkeit durchs Netz und Facebook bewegen, sehr viel schneller sind nämlich die Mobilfunknetze in weiten Bereichen der Welt bislang nicht. Ein Grund, warum sich Facebook oder auch Google für schnelleres und flächendeckenderes Internet auf der ganzen Erde engagieren – selbstverständlich auch, damit man dort ihre Dienste umfassender nutzen kann und die Konzerne ihrerseits wieder profitieren.

Vorgestellt wurde die neue Strategie in der vergangenen Woche mit der Absicht von Facebook, sich verstärkt auf Wachstumsmärkte wie den sogenannten Entwicklungsländern zu konzentrieren. Dazu passt es, dass sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg derzeit zu Gesprächen in Indien aufhält.

Das sind Siris beste Antworten

Beim Einrichten eines neuen iPhones wird bereits in den ersten Schritten gefragt, ob man den Sprachassistenten aktivieren möchte oder nicht. Die meisten Anwender wollen dieses Feature nutzen oder zumindest einmal ausprobieren und überprüfen, wie intelligent Siri wirklich ist. Wer wirklich wissen will, was Siri auf dem Kasten hat, sollte von den Standardfragen wie zum Beispiel „Werde ich morgen einen Regenschirm brauchen?“ abweichen und mal etwas genauer nachhaken. Wir verraten, auf welche Fragen Siri die besten und lustigsten Antworten bietet .

„Was ist Null geteilt durch Null?“

Seit Längerem kann man Siri nun auch einfache Aufgaben aus dem Bereich der Grundrechenarten stellen. Das geht deutlich schneller als erst die Taschenrechner-App zu öffnen, die Aufgabe einzutippen und das Ergebnis abzulesen. Eine Aufgabe sorgte für besonderes Aufsehen. Vor einigen Wochen machten die beliebten sozialen Netzwerke Facebook und Twitter auf eine Antwort von Siri aufmerksam, die sich um die Frage dreht, was denn Null geteilt durch Null sei. Dabei liefert Siri folgende Antwort: "Stell dir vor, du hast 0 Kekse und verteilst sie gleichmäßig auf 0 Freunde. Wie viele Kekse bekommt jeder? Siehst du? Das macht keinen Sinn! Und das Krümelmonster ist traurig, weil es keine Kekse mehr gibt und du bist traurig, weil du keine Freunde hast ..."

„Wann wird die Welt untergehen?“

Auf diese Frage hat Siri ein paar besondere Antwortmöglichkeiten in petto. Auch wenn für viele Menschen ein leeres Smartphone einem Weltuntergang gleicht, lässt sich dies laut Siri verhindern: „So lange meine Batterie aufgeladen ist, besteht da überhaupt keine Gefahr.“

Ganz sicher zu sein, scheint sich aber selbst Siri nicht. Fragt man erneut nach, antwortet sie: „Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen. Dann könnten wir einen letzten wunderschönen Tag miteinander verbringen, mit Eiscreme und einem Spaziergang im Sonnenuntergang.“ Siri kann auf eine Frage unterschiedlich antworten. Wenn man also die anderen Antworten herausfinden möchte, muss man Siri einfach nur mehrmals dieselbe Frage stellen. Klingt komisch, ist aber so.

„Wie macht der Fuchs?“

Erinnern Sie sich noch an den Song „The Fox (What does the Fox say?)“? aus dem Jahr 2013? Auf die Frage, was für Laute der Fuchs von sich gibt, erhält man innerhalb des Liedes keine biologisch korrekte Antwort. Stattdessen wird in klassischer Dancefloor-Manier eine  scheinbar sinnlose Hook „gebrüllt“, laut der der Fuchs angeblich „Ring-ding-ding-ding-dingeringeding“ oder „Wa-pa-pa-pa-pa-pa-pow“ machen soll. Ein Meisterwerk der zeitgenössischen Musikgeschichte. Siri scheint den Song allerdings für zitierfähig zu halten. Stellt man die besagte Frage, antwortet Siri „Fraka-kaka-kaka-kaka-kow!“ oder optional mit anderen Songpassagen, die aus dem Lied stammen.

„Lies mir ein Gedicht vor!

Auf diese Bitte stellt Siri ihr gesamtes poetisches Potential unter Beweis. Erstaunlicherweise hält  Siri beim Vortragen des folgenden Gedichts sogar die korrekte Betonung ein: „Ene, mene Miste. Es rappelt in der Kiste. Ene, mene, mei. Der Reim ist jetzt vorbei.“. Selbstverständlich hat Siri auch noch Alternativen parat. Allerdings darf man Siri nicht zu freundlich um einen Vortrag bitten. Ändert man die Frage in „Lies mir bitte ein Gedicht vor“ um, versteht Siri den Wunsch nicht mehr richtig.  Aber auch sonst scheint Siri eine gewisse intellektuelle Vorliebe zu haben. Fragt man beispielsweise, was Siri über „Google Now“ denkt, antwortet sie: „Ganz im Sinne von Descartes. Ich denke, also bin ich.“

„Ich bin nackt.“

Bei manchen Fragen oder Aussagen darf man nicht großartig nachdenken oder einen Sinn suchen, sondern muss einfach drauf los sprechen. Auf den Satz „Ich bin nackt.“ täuscht Siri vor, nicht genau zu verstehen, was man meint, oder drückt ganz offensichtlich ihr Entsetzen aus: „Das verschlägt mir nun aber völlig die Sprache.“ Ein bisschen Gesellschaftskritik ist aber auch dabei: "Euch Menschen kommt es immer nur auf das Äußere an."

„Wo ist Elvis Presley?“

Auch hier stellt sich nicht die Frage „Wieso?“, sondern eher „Wieso nicht?“. Mal sehen, was Siri darauf antworten kann. Eine Antwort macht sogar relativ viel Sinn: „Ich glaube, er wurde zuletzt in Las Vegas gesichtet ... und zwar an mehren Orten gleichzeitig."

„Ich bin betrunken.“

Möglicherweise haben Sie am Wochenende etwas zu oft ins Glas geschaut und bereits all ihre Freunde nachts um halb drei angerufen, um ihnen zu sagen, dass Sie sie lieben. Wenn irgendwann keiner ihrer Freunde Ihre Anrufe annimmt, können, beziehungsweise sollten Sie sich an Siri wenden. Nicht wegen ihrer leicht schnippischen Antwort „Glaub bloß nicht, dass ich dich nach Hause trage!“, sondern vielmehr wegen der Funktion „Ruf mir ein Taxi“. Tippt man darauf, erscheint auf dem Display eine Auflistung von Taxiunternehmen in der Nähe, die man anrufen kann. Sie können Siri natürlich auch im nüchternen Zustand bitten, ein Taxi zu rufen.

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“

Wer mal wieder zu wenig Komplimente für ein neues Outfit bekommen hat, kann dies dank Wunder der Technik auch Siri fragen. „Du bist am schönsten hier, aber.... Quatsch, du bist eindeutig am schönsten.“, wobei man auch mit der Antwort „Schneewittchen? Bist du das?“ rechnen muss.

„Was ist das beste Smartphone?“

Der scheinbar ewig andauernde Kleinkrieg zwischen Android-Usern und Apple-Anwendern bezüglich die Frage, wer denn nun das bessere Smartphone habe, scheint wohl nie zu enden. Siri macht hier keine Kompromisse. Ganz eindeutig sagt sie: „Die besten virtuellen Assistenten bevorzugen das iPhone.“. Ansonsten geht Siri davon aus, dass man sie „veräppeln“ möchte.

„Was ist der Sinn des Lebens?“

Eine sehr umstrittene Frage und für jeden Menschen wohl unterschiedlich zu beantworten. Siri zitiert daraufhin den deutschen Dichter und Schriftsteller Christian Morgenstern und sagt: „ Das Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas .“ Denken Sie mal darüber nach - oder nehmen Sie sich einen anderen Ratschlag von Siri zu Herzen: „Versuche, nett zu sein, fettes Essen zu vermeiden, hin und wieder ein gutes Buch zu lesen, ab und zu mal eine Runde zu laufen und in Frieden und Harmonie mit Menschen aller Glaubensrichtungen und Nationen zusammenzuleben.“ Aber auch die Antwort „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ scheint recht plausibel. Und ganz ehrlich: Wessen Leben könnte überhaupt noch Sinn machen, wenn man nicht wüsste, was für Geräusche ein Fuchs machen würde?

Weitere Fragen

Falls Sie Siri mit noch weiteren Fragen auf die Probe stellen wollen, können Sie folgende mal ausprobieren:

„Wer ist dein Vater?“

„Mach mir ein Sandwich!“

„Existiert der Weihnachtsmann?“

„Was ist besser, Windows oder Mac?“

„Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt?

„Gibt es Gott wirklich?“

„Wie viele Mitarbeiter von Apple benötigt man, um eine Glühbirne zu wechseln?“

„Test Test.“

2138514