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Morgenmagazin vom Donerstag, 12. September 2019

12.09.2019 | 07:10 Uhr |

iPhone 11 Pro: Neue Nische für Profis oder leeres Versprechen? +++ Apple TV+: Strategie könnte aufgehen – Wall Street zweifelt +++ Apple Watch Series 5 vs. Series 4: Die Unterschiede +++ Google kündigt eigene Spiele-Flatrate "Play Pass" an +++ Polaroid kündigt neuen Handy-Fotodrucker an +++ Adobe stopft zwei Flash-Lücken

12. September: Ein neues Jahr

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr! Moment … sind wir da nicht reichlich früh dran? Beziehungsweise spät, weil diese Wünsche das Jahr 2012 respektive 1736 einleiten sollen? In gewisser Weise schon - dann aber auch wieder nicht. Denn nach dem koptischen und dem daraus abgeleiteten äthiopischen Kalender beginnt das neue Jahr immer am 11. September (greg.), respektive am 12. des Monats, wenn ein Schaltjahr ansteht. Der Nullpunkt der Zeitrechnung ist auch noch völlig verschieden, nach dem äthiopischen Kalender beginnt nun das Jahr 2012, wenn es nach den Kopten geht, das Jahr 1736. Kompliziert? Ja. Bleiben wir lieber bei unserem eigenen Kalender. Und da hat ja gestern das neue Jahr begonnen.

Zumindest, wenn wir die iPhone-Keynote als Schlusspunkt eines Jahres der Spekulation und Vorfreude werten. Endlich wissen wir, wie die iPhones des Jahrgangs 2019 (oder doch eher 12 n. iP.?) aussehen und wie sie heißen. Können wir uns also das nächste Jahr darum kümmern, wie denn deren Nachfolger heißen, wie sie aussehen und welche Technologien sie bringen.

Einiges kann man schon heute sagen: Das neue Jahr endet vermutlich am 8. oder 15. September 2020, einem Dienstag. Drei Jahre nach dem letzten Designsprung auf das iPhone X werden die 12er-Modelle (nehmen wir mal an, dass sie so hießen werden) wieder eine Umgestaltung erleben. Bei FaceID wird es bleiben, auch der Home-Button kehrt nicht zurück, aber vielleicht schrumpft die Notch oder Apple gelingt es, das True-Depth-System hinter das Display zu verlegen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden die iPhones des nächsten Jahrgangs auch einen 5G-Chip eingebaut haben, diesen wird Quslcomm beisteuern. Bis Apple mit seiner eigenen Entwicklung fertig ist, werden noch ein paar Neujahrsfeste ins Land gehen.

Es lässt sich am Anfang des neuen iPhone-Jahres noch gar nicht abschätzen, wie sich die Streitigkeiten zwischen den USA und China weiter entwickeln und ob es Tim Cook im Falle der Eskalation gelingt, seine Firma rauszuhalten. Auch weiß man nicht, ob Apples Strategien bis dahin aufgegangen sind und Kunden wie Aktionäre gleichermaßen zufrieden mit der Entwicklung sind. Allzu gewagt ist die Prognose aber nicht, dass die iPhones im Jahr 2020 wieder teurer werden, zumindest im High-End.

Der Rest ist aus heutiger Sicht bloße Spekulation. Aber Anfang Januar, wenn die letzten Spekulatius verzehrt sind, freut man sich auch nicht wirklich schon auf die nächste Weihnachtsbäckerei. An diesem herrlichen Spätsommertag denken wir daran auch zuletzt, eher sollten wir uns einen Reminder setzen, damit wir morgen rechtzeitig um 14 Uhr die Bestellung für unser neues iPhone aufgeben. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Von wegen Pro: Natürlich kommen die iPhones des Jahrgangs 2019 bei Käufern und professionellen Kritikern unterschiedlich an, es darf, soll und muss unterschiedliche Meinungen geben. Es kommt aber eher selten vor, dass ein und die selbe Person in ihrer Meinung gespalten ist. Wobei - in gewisser Weise können wir das nachvollziehen: Die neuen Produkte sind schon mehr als ordentlich aber eher keine Offenbarung. Unser Macworld-Kollege Michael Simon treibt es aber gewissermaßen auf die Spitze: Zunächst legt er dar, warum Apple nun den Begriff "Pro" in seine Nomenklatur einfügt, Display, Akku, Kameras und Ladegerät können dies rechtfertigen . Wenige Stunden später aber die Rolle rückwärts: Warum Apple dem Begriff "Pro" die Bedeutung nimmt. "Pro" sei doch Quatsch. Die Kameras auch nicht anders als beim "normalen" 11er, vom Zweifachteleobjektiv einmal abgesehen. Die CPU mit dem A13 Bionic die selbe. Gut, das Display ist im Vergleich besser, das war beim XS (Max) aber auch schon so. Es fehlen hingegen Dinge, die professionelle Anwender brauchen könnten: USB-C, ein SD-Karten-Slot (warum, fragen wir uns an dieser Stelle) und ein ProMotion-Display, auf dem sich ja ein Apple Pencil gut machen würde. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, sagte einst Adenauer und Goethes Faust seufzte: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust." Vielleicht sollte man aber zur Erklärung der gedanklichen Kapriolen Simons noch sagen, dass er unterschiedliche Zielgruppen mit seinen Artikeln bedient: Macworld-Leser, die vielleicht eher zustimmen, dass der Name (Schall und Rauch!) gerechtfertigt sei und solche von PC-World/TechAdvisor/TechHive, die dem Ganzen eher kritisch gegenüber stehen.

Gut verpackt: Bis zu 1.649 Euro kann man für ein neues iPhone auch in diesem Herbst ausgeben. Apple beteuert zwar, das Glas sei noch bruchsicherer und der Edelstahlrahmen noch fester - aber man will sich nicht vorstellen, wenn das teure Gerät unglücklich fällt und einen schweren Schaden davon trägt. Vor dem es eine Hülle, die nur ein oder zwei Prozent dem Kaufpreis aufgeschlagen hätte, es bewahrt hätte. Wir haben bereits gestern eine erste Übersicht von Hüllen für das iPhone 11 (Pro) präsentiert: In diesem Jahrgang brauchen die meisten iPhone-Nutzer eine neue, zumindest dann, wenn es sich nicht um eine bloße Tasche wie bei den hübschen Leder-Filz-Hüllen von pack & smooch handelt, sondern um einen Überzug, den man nicht abnehmen muss, um mit dem iPhone etwas anzufangen. Denn die Neuerungen bei den Kameras machen es unmöglich, für die Xer passende Hüllen weiter zu nutzen. Unser Macworld-Kollege Leif Johnson weist darauf hin, dass unmittelbar nach den Vorstellungen neuer Geräte nicht eine jede Hülle bereits gut passt - viele Hersteller haben nur ungenaue Maße, die auf Schätzungen basieren. Mit der Zeit werden die Hüllen besser, aber auch schon jetzt gibt es verlässliche Anbieter. Macworld stellt einige interessante Modelle vor.

Kluge Strategie: Lange hieß es in Analystenkreise ja, Apple solle seine immensen Barvorräte anzapfen und Netflix aufzukaufen, um überhaupt eine Chance im Streaming zu haben. Apple hat den Ratschlag ignoriert und mit Apple TV+ ein eigenes Angebot aufgebaut, das nun zur ernsten Bedrohung von Netflix werden könnte, wie Jason Aten auf Inc. meint. Denn im Streamingbusiness sei man nur erfolgreich, wenn man Inhalte und Publikum habe - dem Newcomer Apple fehlt erst einmal beides, zum Start am 1. November wird TV+ noch recht überschaubares Programm bieten. Doch werde sich die Strategie auszahlen, Käufern neuer Apple-Hardware ein Jahresabo kostenlos zu geben - so baue man ein großes Publikum auf. Im vierten Kalenderquartal werde Apple zwischen 65 und 75 Millionen iPhones verkaufen, der Streamingdienst Hulu hat heute etwa 28 Millionen Abonnenten. Da Apple es einfach mache, Abonnenten zu werden und mit dem Preis von 4,99 US-Dollar (oder Euro) im Monat auch einen attraktiven Preis bietet, der die Leute halten könnte, werde Apple TV+ beinahe zwangsläufig zum Schlager. Wall Street ist jedoch skeptisch, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet . Es könne Apple zwar binnen eines Jahres gelingen, Netflix mit seinen 190 Millionen Abonnenten als Streamingdienst Nummer eins abzulösen, da es entsprechend viele Geräte verkaufen wird, doch handele es sich dabei nur um ein Strohfeuer. Netflix könne auf seinen zehnjährigen Vorsprung und seinen umfangreichen Content bauen. Zudem habe Apple auch starkes Interesse über Apple TV Channels Abos von Dritten wie HBO oder Showtime zu verkaufen, die eigenen Inhalte sind an sich nur Zugabe und das Hauptinteresse bestehe weiterhin darin, Hardware zu verkaufen.

Nische: Das iPhone 11 Pro definiert laut Business Insider, wie sich der Smartphonemarkt im Allgemeinen entwickeln wird. Nicht von ungefähr habe Apple bei der Präsentation die Foto- und Videoqualitäten hervorgehoben, das iPhone 11 Pro richte sich an professionelle Fotografen und Filmer und suche sich eine attraktive und lukrative Nische in Zeiten, in denen der Gesamtmarkt stagniere. Dies erinnere an die Entwicklung des Laptop-Marktes in den Jahren 2012 und 2013, als dieser durch Tablets und Smartphones massiv unter Druck geraten war. Hier hatte sich Gaming als Ausweg erwiesen, Notebooks für Gamer erzielen weiter solide Wachstumsraten.

Kritik : Apples CEO Tim Cook scheint es zu verstehen, den aktuellen Präsidenten so weit zu bremsen, dass dessen erratische Handelspolitik den Konzern bisher kaum trifft. Zu einer potentiellen Nachfolgerin sollte Cook aber womöglich auch bald einen heißen Draht aufbauen, um Schaden von Cupertino abzuwenden. Denn was Senatorin und Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren da am Dienstag twitterte, kann dem Apple-Chef nicht gefallen. Apple sei zu mächtig, beklagt sich die Demokratin da unter Bezug auf den Bericht der New York Times wie Apple seine eigenen Apps im App Store bevorzuge und den Wettbewerb behindere. Garniert mit dem Hashtag #BreakUpBigTech klingt das wie eine Kampfansage. Apple hatte nach eigenen Angaben den Suchalgorithmus im App Store bereits geändert, dass Apples Angebote bei jeder Suche weit vorne liegen, könnte auch auf den generischen Namen von Apps wie "Calendar" oder "Mail" zurückzuführen sein. Dass die Technologieindustrie eher mehr als weniger Regulierung benötige, hatte auch Tim Cook in der Vergangenheit öfter beklagt. Und zur Beruhigung Cupertinos: Die Chancen für Elizabeth Warren, im November nächsten Jahres zur Wahl anzutreten, sind nicht die allerbesten.

Weitere Nachrichten:

Google kündigt eigene Spiele-Flatrate "Play Pass" an

Bereits im August waren erste Informationen rund um die Spiele-Flatrate von Google bekannt geworden. Mit dem Play Pass testete Google damals seinen eigenen Abo-Dienst für Mobile Games und Premium-Apps.

Google hat über Twitter den neuen Gaming-Service „Play Pass“ angekündigt und verkündet, der Dienst sei bald verfügbar.

Bei Google Play Pass handelt es sich um eine Spiele-Flatrate für den Play Store, Abonnenten sollen gegen eine monatliche Zahlung so auf zahlreiche Spiele und Bezahl-Apps wie Music-Tools oder Fitness-Tracker Zugriff erhalten – ohne Werbung oder In-App-Käufe. Auch von Exklusiv-Titeln ist die Rede. In den Screenshots vom August waren unter anderem Spiele wie Stardew Valley, Marvel Pinball und Limbo abgebildet.

Somit schickt Google mit dem Play Pass einen Kompetitor gegen Apples angekündigte Spiele-Flatrate „Apple Arcade“, die bereits am 19. September 2019 verfügbar sein soll, ins Rennen. Laut der Webseite Wccftech sollen Nutzer die Möglichkeit erhalten, den Dienst zehn Tage lang kostenlos zu testen. Danach kostet der Play Pass 4,99 US-Dollar im Monat.

Wann der Dienst letztendlich erscheint, ist noch nicht sicher. Da jedoch demnächst mit einer Bekanntgabe des neuen Google-Smartphones Pixel 4 zu rechnen ist, kann man durchaus davon ausgehen, dass Google auch weitere Informationen zum Play Pass zum selben Zeitpunkt bekannt gibt.

 

Polaroid kündigt neuen Handy-Fotodrucker an

Fotodrucker für Smartphones haben bereits mehrere Hersteller im Angebot. Das Polaroid Lab getaufte Gerät des gleichnamigen Herstellers geht einen etwas anderen Weg: Das auszudruckende Wunschbild wird direkt vom Display des Smartphones über drei Linsen abfotografiert. Nach einer Optimierung kommt der farbige Ausdruck aus der Unterseite des Druckers gefahren. Voraussetzung hierfür ist ein iPhone 6 oder neuer, doch auch mit den meisten Android-Smartphones sei der Fotodrucker kompatibel.

Einen Stromanschluss benötigt Polaroid Lab nicht, stattdessen wird es über einen per USB aufladbaren Akku betrieben. Zum Betrieb ist jedoch die Polaroid-Originals-App nötig, mit der Einstellungen wie Belichtungszeit und Farbkorrektur vorgenommen werden können. Breitformatige Fotos lassen sich auf bis zu neun Einzelbilder verteilen. Da diese jedoch einen recht großen weißen Rand aufweisen, benötigt das finale Ergebnis am Ende viel Platz am Kühlschrank oder an der Wand. In ersten Tests wurde die Qualität der ausgedruckten Fotos bemängelt. Diese seien detailarm und farblich verfremdet. Der Hersteller empfiehlt, die Ausdrucke umgedreht für 15 Minuten nachzubelichten. Der für den Verlauf des Jahres angekündigte Fotodrucker Polaroid Lab soll ungefähr 100 US-Dollar kosten. Das Gadget ist aber wohl eher als Partyspaß anzusehen.

Adobe stopft zwei Flash-Lücken

Zum Update-Dienstag im September liefert Adobe lediglich einen recht überschaubaren Beitrag. Dieser besteht in Sicherheits-Updates für den Ende 2020 in Ruhestand gehenden Flash Player sowie für Adobe Application Manager.

Das Update für den Flash Player behebt erstmals seit Juni wieder zwei Sicherheitslücken. Beide stuft Adobe als kritisch ein, denn beide können es einem Angreifer erlauben, beliebigen Code einzuschleusen und mit Benutzerrechten auszuführen. In der neuen Version Flash Player 32.0.0.255 sind diese Bugs beseitigt. Die Aktualisierung erfolgt in aller Regel automatisch über einen installierten Updater. Chrome kümmert sich selbst darum und Microsoft-Browser erhalten das Update über Windows Update (außer Windows 7).

Im Installationsprogramm für den Adobe Application Manager, Version 10.0, steckt eine Schwachstelle, die so oder ähnlich bereits aus diversen anderen Produkten bekannt ist. Es handelt sich um eine DLL-Hijacking-Lücke, auch als „Binary Planting“ oder „DLL Preloading“ bekannt. Der Installer lädt eine Programmbibliothek (DLL) auf unsichere Weise, so dass ihm eine manipulierte Fassung der DLL untergeschoben werden kann. Die Ausgabe 2019 des Adobe Application Manager bringt ein korrigiertes Setup mit, bestehende Installationen müssen nicht aktualisiert werden.

Alle aktuellen Adobe Security Bulletins finden Sie auf dieser Seite des Herstellers .


Apple Watch Series 5 vs. Series 4: Das sind die Unterschiede

Apple hat am Dienstag Abend die neue Apple Watch Series 5 vorgestellt, gleichzeitig ist die Series 4 aus dem Angebot verschwunden. Die Neuerungen der Series 5 waren eher kosmetischer Natur, so fragt sich manch potentieller Apple-Watch-Käufer: Lohnt sich der Aufpreis für die neuere Version oder kann die ältere noch herhalten?

Design

Zu den offensichtlichsten Neuerungen gehören zwei neue Varianten der Series 5 : Das Titan-Gehäuse kann man entweder in Schwarz oder Weiß auswählen, die Edition-Version aus Keramik erscheint nur in der weißen Varianten. Die restliche Auswahl ist identisch geblieben: Bei der GPS-Version steht nur die Aluminium-Variante mit drei Farben (Weiß, Schwarz, Gold) zur Verfügung, bei der LTE-Version kommt noch die Edelstahlvariante mit der gleichen Farbauswahl dazu. Die äußeren Abmessungen bleiben ebenfalls identisch, nur die Keramik-Version ist minimal dicker geworden – 11 mm statt 10,7 mm bei Edelstahl, Aluminium und Titan.

Bei den Hermès-Varianten gibt es übrigens eine neue in Space Grey.

Display

Die größte Neuerung der Apple Watch Series 5 ist ein Allway-On Retina Display, heißt, der Bildschirm passt sich dem Umgebungslicht an und zeigt die ausgewählten Zifferblätter entsprechend hell oder abgedunkelt. Hebt der Nutzer die Hand an, leuchtet das Display heller auf. Technisch, bzw. auf dem Papier sind die beiden Display-Varianten identisch: Apple setzt auf LTPO OLED Display mit Force Touch, die Helligkeit beträgt bei den beiden Generationen 1000 Nits. Auch Pixeldichte und Anzeigebereich sind bei Series 5 und Series 4 identisch: Die 44-mm-Variante hat einen Bildschirm mit 368 x 448 Pixel und 977 mm2 Anzeigebereich, die 40-mm-Variante – 324 x 394 Pixel mit 759 mm2 Anzeigebereich.

Eingebaute Sensoren

Auch die Liste der eingebauten Sensoren liest sich fast identisch: Außer dem neuen Kompass hat Series 5 wie Series 4 einen Höhenmesser, einen elektrischen Herzsensor, einen optischen Herzsensor, den gleichen Beschleunigungssensor bis zu 32 g und Gyrosensor. Offenbar hat aber Apple einen etwas lauteren Lautsprecher eingebaut: Der neue Lautsprecher sollte im Vergleich zum Referenzgerät Apple Watch Series 3 50 Prozent lauter sein, auf der Series-4-Seite fehlt ein solcher Hinweis, wobei wir ausgehen, dass die Lautsprecher (mit Series 3) identisch waren. Etwas unbemerkt hat Apple dagegen die Kapazität der neuen Uhr verdoppelt: Hatte man bei Series 4 noch 16 GB Speicher in der Uhr, führt die Series 5 nun 32 GB Speicher bei beiden Varianten – LTE und GPS.

Chip

Auf der Bühne hat Apple den neuen Chip mit keinem Wort erwähnt, doch die Series 5 führt laut der Seite mit technischen Spezifikationen einen 64-Bit Dual-Core S5 Prozessor. Wir gehen davon aus, dass der neue S5-Chip genauso schnell ist wie der Vorgänger S4, beiden sollen laut Apple „bis zu zweimal schneller“ als die Referenz S3 sein. Der Co-Prozessor hat sich dagegen nicht geändert – Apple Wireless Chip W3 steckt auch in der Series 5.

Preise

Bei den Preisen hat Apple dagegen die untere Preisgrenze angehoben: Kostete die Series 4 in der GPS-Variante noch 429 Euro, muss man für die vergleichbare Series 5 449 Euro zahlen. Der gleiche Preisunterschied von 20 Euro besteht auch bei der LTE-Variante: 549 Euro gegen 529 Euro der Series 4. Die größere Variante der GPS-Modells mit 44mm-Display kostet statt 459 Euro nun 479 Euro. Gleiche 20 Euro mehr muss man für 44mm der LTE-Variante zahlen: statt 559 Euro – 579 Euro. Die Edelstahlvariante ist noch teurerer geworden. Diese gab es ursprünglich nur mit einem LTE-Chip: Die Series 5 40 mm kostet nun 749 Euro, Series 4 40mm hat noch 699 Euro gekostet. Die größere Uhr aus Edelstahl erweist das gleiche Preisschema: 799 Euro statt 749 Euro. Auch Apple Watch Hermes ist im Vergleich mit Vorjahr teurer geworden: Die billigste Variante, – wenn man das Wort „billig“ dabei überhaupt in den Mund nehmen darf, – kostet nun 1349 Euro statt 1299 Euro.

Fazit

Die Wahl zwischen Series 5 und Series 4 fällt äußerst schwer, hat doch der Nachfolger nur wenige tatsächlich neue Features und kostet zudem mehr. Das Always-On-Display kann sich in der Praxis als allerdings als gewichtiges Argument erweisen, dies müssen wir aber noch testen.

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