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Morgenmagazin vom Donnerstag, 10. April 2014

10.04.2014 | 07:23 Uhr |

Was heute wichtig wird: 10. April 2014 +++ Chats auf dem iPhone nur noch über Facebook Messenger +++ Dropbox bringt Mail-Client Mailbox auf den Mac +++ The Stackup iOS-Bundle: Zwölf Apps deutlich günstiger +++ Adobe beseitigt Pwn2own-Lücken im Flash Player +++ Amazon wird drittgrößter Video-Anbieter +++ Festplatten-Forscher bekommt 1-Million-Euro-Preis +++ Samsung Gear Solo - Smartwatch mit SIM in der Entwicklung?

Was heute wichtig wird: 10. April 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Jeden Morgen, wenn die Sonne aufgeht, hat das Auswirkungen auf die Lufttemperatur. Binsenweisheit? Gewiss, aber derzeit kursieren mangels valider Informationen zu neuen Apple-Produkten Aussagen von Analysten wie "Die Veröffentlichung des iPhone 6 wird Auswirkungen auf den Apple-Aktienkurs haben" durch die Blogosphäre. Ja, so etwas in der Richtung haben wir uns auch eben gedacht, als wir in die aufgehende Sonne blinzelten. Analysten haben es aber auch nicht leicht, schließlich müssen sie mit Prognosen arbeiten, die bekanntlich dann am schwierigsten sind, wenn sie es mit der Zukunft zu tun haben. So wird leicht der Wunsch zum Vater der Prognose, wer im September 2012 700 US-Dollar pro Apple-Aktie gezahlt hat, weil ein Finanzexperte einen Kurs von 1.100 US-Dollar prognostiziert hatte, will nun gerne wissen, wann denn wenigstens der Verlust wieder kompensiert ist. Ein neues iPhone sollte in diesem Jahr in einem neuen Formfaktor und mit etlichen neuen Funktionen kommen, soviel scheint gewiss. Und da Apple jedesmal mehr neue iPhones verkauft hat als die Vorgängermodelle sollten auch heuer im zweiten Halbjahr Rekordumsätze und -gewinne für Cupertino anfallen. In Apple-Aktien zu investieren scheint also eine sichere Bank, die in Aussicht gestellten Dividenden attraktiv, das Papier werden also wieder mehr Investoren ordern, der Kurs steigt. So ging die Überlegung aber auch schon vor einem Jahr, der Kurs der Apple-Aktie hat sich aber seither von seinem Niveau um die 530 US-Dollar kaum bewegt (Gestriger Schlusskurs:  530,32 USD, plus 1,31 Prozent) Warum sich heuer die Realität endlich an die Vorhersagen der Analysten halten wird? Vielleicht wird das iPhone 6 ( alle aktuellen Gerüchte dazu finden Sie hier ) von einer iWatch begleitet ( alle Gerüchte hier ), und beide Geräte schaukeln sich quasi gegenseitig zu neuen Rekordverkäufen hoch? Dann würde nur noch fehlen, die Börsennachricht vom Sprengen der 1.000-Dollar-Marke live auf einem Apple-Fernseher zu sehen… Peter Müller

Lesen Sie heute auf www.macwelt.de:

Das iPhone als Joggingtrainer: Wie Apples Smartphone Hobby-Sportlern zu mehr Fitness verhilft - und wo seine Grenzen sind.

Ratgeber – Produktiv mit OS X: Wie man auf seinem Rechner Tags, Dock und Spotlight so konfiguriert, dass man immer alle Daten auf einem Blick in seiner Produktivumgebung hat, erklärt unser Autor Bastian Gruber

Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme: Für schnelle Korrekturen am Bild muss man nicht immer Photoshop starten, erklärt Markus Schelhorn. Gratis-Webdienste stehen für die unterschiedlichsten Aufgaben bereit.

Steuerprogramme im Vergleich: Elster-Software für den Mac

Lesetipps für heute Morgen:

Wie Apples neuer Campus den Unternehmensrichtlinien zum öffentlichen Personennahverkehr widerspricht ( Metro Magazine )

Deutscher MP3-Erfinder kommt in "Internet Hall of Fame" ( Computerwoche )

FRAND-Lizenzen: Apple will wieder gegen Motorola klagen ( Apple Insider )

OS X immun gegen Lücke in Open SSL ( Fairer Platform )

OS X 10.10 könnte Napa heißen ( Three Guys and a Podcast )

Weitere Nachrichten:

Chats auf dem iPhone nur noch über Facebook Messenger

Facebook lässt keine Chats mehr über seine App zu und zwingt Nutzer von iOS- und Androidgeräten fortan dazu, die App Facebook Messenger zu nutzen. Dies bestätigt ein Sprecher des Unternehmens gegenüber unseren Kollegen von Techhive . Die Kunden würden nach und nach über die Änderung und die notwendige Installation der App benachrichtigt. Das Update für die Facebook-App ist zunächst in Europa verfügbar. Messenger und das seit kurzem zu Facebook gehörende WhatsApp sollen nach Angaben des Unternehmens unterschiedlichen Zwecken dienen und könnten so nebeneinander existieren.

Dropbox bringt Mail-Client Mailbox auf den Mac

Die iOS-App Mailbox, die mittlerweile zum Unternehmen Dropbox gehört, kommt auf den Mac. Auf der Mailbox-Website kann man sich zum Download einer öffentlichen Beta registrieren, Dropbox nennt jedoch kein Datum, wann die Software erhältlich sein wird. Ebensowenig sind Systemvoraussetzungen bekannt. Mailbox hatte Anfang 2013 als iOS-App für Aufsehen gesorgt, da man sich für den Download der App in eine Warteliste eintragen lassen musste. Bei der Oberfläche waren die Entwickler neue Wege gegangen, Mails konnte man über Wischgesten einfach verwalten und dabei auf Wiedervorlage setzen oder schnell löschen. Insofern darf man auf das Look-and-Feel der Mac-Version gespannt sein. Mailbox wird zudem in Kürze auch für Android erhältlich sein, zudem hat Dropbox eine Unternehmenslösung seines Speicherdienstes angekündigt.

The Stackup iOS-Bundle: Zwölf Apps deutlich günstiger

Bundles für den Mac, bestehend aus einem Paket von Software, die man beim Angebotskauf deutlich günstiger erhält, als wenn man sie einzeln erwirbt, sind hinlänglich bekannt. Auch diejenigen von Stackup. Neu ist an diesem speziellen iOS App-Bundle , dass man diese zwar über den Rabatt-Anbieter ansteuert, um im App Store die günstigere Variante zu erhalten. Man muss dafür aber keineswegs das komplette Paket kaufen, sondern kann frei zwischen den insgesamt zwölf Apps wählen, welche man tatsächlich benötigt.

Highlight ist wohl die Parallels Access on iPad-App, die man ein Jahr lang zum Preis von 15 US-Dollar statt regulär 50 US-Dollar (respektive 45 Euro) nutzen kann. Vergünstigt gibt es weiterhin die Tagebuch-App Day One, das E-Mail-Programm Boxer, das Drucker-WLAN-Tool Printer Pro, Calenders 5, Scanner Pro, Mileage Pro (Fahrtenbuchverwaltung), Textexpander (merkt sich ähnlich der Funktionalität im iOS Abkürzungen für längere Wendungen oder Wörter), iDownloader Pro mit umfassenden Funktionen über den reinen Download von Dateien hinaus, Recordium (Sprachaufzeichnung), Vintagio (Videoeffekte) und schließlich FX Photo Studio Pro, bei dessen Gratis-Erwerb man einen Satz von zusätzlichen Filtern kostenlos dazu erhält.

Auf der Site von 9to5ToysSpecials gibt es zu jeder App eine kurze (englischsprachige) Beschreibung, den regulären Preis (in US-Dollar) sowie den Sparpreis, der sich für alle Apps zusammen auf 83 Prozent gegenüber dem regulären Preis im App Store belaufen soll. Dazu findet sich ein Hinweis, auf welchen iOS-Geräten die jeweilige App läuft. Um Zugang zum Online-Shop zu erhalten, ist eine Registrierung per E-Mail-Adresse erforderlich.

Adobe beseitigt Pwn2own-Lücken im Flash Player

Adobe beseitigt Pwn2own-Lücken im Flash Player (c) IDG/IDG
Vergrößern Adobe beseitigt Pwn2own-Lücken im Flash Player (c) IDG/IDG

Für den normalen Youtube-Nutzer ändert sich mit der neuen Generation 13 des Flash Player so gut wie nichts Offensichtliches. Lediglich den Hinweis auf das Beenden des Vollbildmodus mit der [Esc]-Taste haben die Adobe-Entwickler etwas weniger aufdringlich gestaltet. Für Flash-Entwickler gibt es ein paar Neuerungen, die das Change-Log zusammen mit einer langen Liste behobener Bugs dokumentiert.

Ein wichtiger Grund für die Installation der neuen Version 13.0.0.182 sind vier geschlossene Sicherheitslücken, die Adobe im Security Bulletin APSB14-09 aufführt. Zwei dieser Lücken sind typische Speicherfehler (Pufferüberlauf, Use-after-free), die es einem Angreifer ermöglichen beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Dass dies keine rein theoretische Möglichkeit ist, haben Hacker beim Wettbewerb Pwn2own im März vorgeführt. Die jetzt gestopften Lücken sind nämlich die beim Hacker-Contest ausgenutzten Schwachstellen.

Die neuer Versionsnummer gilt für alle unterstützten Plattformen, für Adobe den Flash Player noch weiter entwickelt. Für neuere Linux-Systeme gibt es die ebenfalls neue Version 11.2.202.350, in der die genannten Lücken beseitigt sind. Während die meisten Web-Browser das neue Plug-in über das Adobe Update erhalten, liefern Google und zum Teil Microsoft selbst die Updates aus.

Google hat seinen Browser Chrome auf die neue stabile Generation 34 aktualisiert, deren erste Ausgabe den neuen Flash Player mitbringt. Microsoft aktualisiert den Flash Player für den Internet Explorer 10 und 11 unter Windows 8.x, RT sowie Server 2012 und 2012 R2 über Windows Update. Andere IE-Versionen, auch IE 10 und 11 unter Windows 7, benötigen das ActiveX-Modul des Flash Player, das wie bei Firefox und Co. direkt von Adobe kommt.

Adobes RIA-Plattform AIR trägt ab sofort stets die gleiche Versionsnummer wie der darin steckende Flash Player – zumindest was die Hauptversion betrifft. Die komplette Versionsnummer lautet für alle Betriebssysteme von Windows bis Android 13.0.0.83. ( PC Welt )

Amazon wird drittgrößter Video-Anbieter

Amazons Bestrebungen, Instant Video im Streaming-Bereich zu etablieren, scheinen sich bezahlt zu machen. Wie der Online-Versandriese in dieser Woche bekannt gibt, haben sich die Prime-Video-Streams bislang von Jahr zu Jahr fast verdreifacht. Wie aktuelle Statistiken von Qwilt belegen, ist das Unternehmen damit mittlerweile zum drittgrößten Video-Anbieter aufgestiegen. Auf den vorderen Rängen halten sich auch weiterhin Netflix und YouTube.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Amazon zwei Plätze aufholen und verweist Hulu und Apple auf die Plätze vier und fünf. Mit dem Release der Set-Top-Box FireTV in der vergangenen Woche in den USA will Amazon seine guten Zahlen anscheinend noch verbessern. FireTV vereinfacht das Ausleihen und Kaufen von Filmen und TV-Serien in der Amazon-Videothek. Damit könnte das Unternehmen neue Zielgruppen erschließen.

Amazon plant weiterhin die Produktion eigener Inhalte. Ende März hatten die Amazon Studios sechs neue TV-Serien bestätigt. Darunter das Endzeit-Drama The After, die Detektiv-Serie Bosch und die Dramödie Transparent.

Festplatten-Forscher bekommt 1-Million-Euro-Preis

Festplatten-Forscher bekommt 1-Million-Euro-Preis (c) Stuart Parkin
Vergrößern Festplatten-Forscher bekommt 1-Million-Euro-Preis (c) Stuart Parkin
© Stuart Parkin

Weil seine Forschungen die Kapazitäten von magnetischen Festplatten um das Tausendfache erhöhten, bekommt Prof. Stuart Parkin den 2014 Millennium Technology Prize inklusive des Preisgeldes von 1 Million Euro. Preis und Preisgeld werden von der Technology Academy Finland (TAF) vergeben - einer Stiftung, die von dem Staat Finnland und der finnischen Industrie ins Leben gerufen wurde. Die Forschungen Parkins, so die TAF , hätten die Entwicklung von Rechenzentren, Cloud-Diensten, Sozialen Netzwerken und Streaming-Angeboten unterstützt.

Parkins hat auf Grundlage des GMR-Effekts einen deutlich effizienteren Lesekopf für Festplatten entwickelt. Der Lesekopf orientiert sich nicht mehr - wie bis dahin üblich - am Ladungszustand der Elektronen, sondern an der Ausrichtung. Weil dieser Lesekopf damit auch sehr kleine magentische Felder auslesen kann, können die Festplatten-Hersteller das Speichern von deutlich mehr Informationen auf den Festplatten erlauben. In einem Video der TAF spricht Parkin davon, dass vor nicht langer Zeit - dank der Festplatten-Entwicklungen - alle Daten der Menschheit auf die Festplatten passen, die einer Jahresproduktion der weltweiten Produktion entstammen.

Samsung Gear Solo - Smartwatch mit SIM in der Entwicklung?

Samsung Gear Solo - Smartwatch mit SIM in der Entwicklung? (c) Samsung
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© Samsung

Mit der Gear 2, Gear 2 Neo und Gear Fit hat Samsung bereits drei aktuelle Smartwatch-Modelle im Angebot. Die koreanischen Zeitung Korea Herald berichtet allerdings, dass Samsung mit der Gear Solo bereits ein neue Smartwatch entwickelt.

Wie der Name Gear Solo schon andeutet, soll es mit der neuen Smartwatch auch ohne in der Nähe befindlichem Smartphone möglich sein, Telefongespräche anzunehmen und zu führen. Möglich soll das durch die Integration von USIM (Universal Subscriber Identity Module) in der Gear Solo werden. Ein passendes Patent für eine solche Smartwatch soll Samsung bereits eingereicht haben. Ob die Uhr dann tatsächlich Gear Solo heißen werde, sei dagegen noch offen.

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