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Morgenmagazin vom Donnerstag, 10. Dezember 2015

10.12.2015 | 06:59 Uhr | Peter Müller

Warum Apples TV-Verhandlungen stocken +++ Google und Nasa zeigen Quantencomputer +++ Familienangebot für Google Play +++ Ein Hoch auf die Apple Pro Speaker +++ EU geht Zugangsbarrieren im Internet an +++ Bitcoin-Erfinder soll ein Australier sein +++ Adobe stopft 77 Lücken im Flash Player - mal wieder +++ Geschenktipp 10.12.: iRig Pro Duo +++

Was heute wichtig wird: 10. Dezember 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! "Mehr Licht!" - was man sich dieser Tage nicht nur am finsteren Morgen wünscht, soll Johann Wolfgang von Goethe am 22. März 1832 in Weimar als seine letzten Worte gesprochen haben. Ob die Überlieferung stimmt, ist höchst ungewiss. Womöglich galt der letzte Wunsch des Sterbenden nicht einer besseren Sicht sondern einer höheren Bequemlichkeit. Denn er könnte auch auf Frankforderisch geklagt haben: "Mer liecht et Kissen schief!"

Ob Sie nun schon bequem sitzen oder liegen, entzieht sich unserer Kenntnis, aber es sei Ihnen der perfekte Sitz des Kissens gegönnt. Der Wunsch nach mehr Licht wird in Erfüllung gehen, keine zwei Wochen noch werden die Tage kürzer, in zwei Monaten schon werden wir merklich länger Helligkeit spüren. Dann ist aber das "Jahr des Lichts" vorbei.

Unter diesem Motto stand das zu Ende gehende Jahr, Naturwissenschaftler und Ingenieure haben mit Licht aber nicht nur den sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums im Sinn. Ihr iPhone würde ohne "Licht", beziehungsweise etwas längere elektromagnetische Wellen, auf denen es sich mit den nächsten Funkmasten verständigt, nicht funktionieren. Licht ist auch an ganz anderer Stelle entscheidend: Die Schaltungen der Chips werden mit hochenergetischem Röntgenlicht in Silizium lithografiert. Was man aber unter dem "optischen Computer" versteht, liegt aber noch etliche Jahre in Zukunft: Eine Maschine, in der keine Elektronen auf Leiterbahnen spazieren, sondern Licht in Glasfasern rennt und keine Halbleitertransistoren mehr langsam vor sich hinrechnen, sondern lichtschnelle Schalter den Takt angeben. Noch fehlt es aber an entscheidenden Bauteilen und noch hat das Moore'sche Gesetz Gültigkeit, nachdem unsere Rechner von Jahr zu Jahr schneller werden.

Mit Licht hat auch der heute in Stockholm vergebene Physiknobelpreis indirekt zu tun, beziehungsweise mit den Lichtblitzen, die eine sehr seltene physikalische Reaktion ausschickt und die die Laureaten Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald in ihren Experimenten nachweisen konnten. Deren Ergebnisse zeigen, dass Neutrinos von einer Materiefamilie zu einer anderen wechseln können und somit Masse besitzen. Neutrinos sind Elementarteilchen, die zwar immer und überall vorkommen, mit dem Rest der Materie aber kaum einmal wechselwirken und daher sehr schwer zu fassen sind. "Ein Nichts, das sich dreht" soll der Physiker Wolfgang Pauli über Neutrinos gesagt haben, die beim Beta-Zerfall von Atomkernen einen wesentliche Rolle spielen. "Wir haben etwas, das wir nicht verstehen, durch etwas ersetzt, das wir nicht messen können," führte Pauli weiter aus. Nun ist es auch so, dass wir das Universum schon alleine deshalb nicht verstehen, weil in ihm Gravitationskräfte wirken, die sich nicht durch die sichtbare Materie erklären lassen. Hier helfen die Ergebnisse von Kajita und McDonald auch nicht weiter, denn wie groß die Masse der Neutrinos ist, lässt sich damit auch nicht klären, nicht einmal mit viel mehr Licht. Nächstes Jahr ist dann das Jahr der Geowissenschaften. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Familienabo für den Google Play Store: Apple Music hat zwar noch einige Kinderkrankheiten, trotz inkrementeller Verbesserungen. Konkurrenzlos ist Apples Dienst aber bisher beim Preis für ein Familienabo, bis zu sechs Personen können für 15 Euro ider US-Dollar m Monat den Dienst gemeinsam nutzen. Nun zieht Google aber nach und legt zunächst in den USA ein Familienangebot für Google Play Music und Youtube Red auf, das ebenfalls nur 15 US-Dollar kostet und sechs Familienmitglieder unter ein Dach lädt. Haken an der Sache: Dieses Angebot stellt Google in den nächsten Tagen nur für Android zur Verfügung, unter iOS käme noch Apples 30-prozentiger Anteil dazu.

100 Millionen Mal schneller: Google und die NASA haben in einem Labor einen Rechner vorgestellt, der der weltweit erste funktionierende Quantencomputer sein soll . Anders als herkömmliche Computer, deren Bits nur die Zustände 0 und 1 kennen, rechnet ein Quantencomputer mit vielen Überlagerungen von Zuständen und kann daher wesentlich schneller arbeiten. Die Forscher sehen sich zwar erst am Anfang, doch könne die Maschine unter bestimmten Umständen schon bis zu 100 Millionen Mal schneller rechnen als ein herkömmlicher Computer. Noch muss jedoch flüssiges Helium die Funktionstüchtigkeit gewährleisten, sonderlich praktisch ist der Rechner also nicht.

Sowas wird ja heute gar nicht mehr gebaut: In seiner Kolumne "Think Retro" erinnert unser Macworld-Kollege Christopher Phin heute an die Apple Pro Speaker, jene Lautsprecher, die Apple mit dem Power Mac G4 und vor allem mit dem iMac G4 auslieferte. Zwar ist der Klang heutiger iMacs gar nicht mal so übel und der Stereoklang des iPad Pro setzt zumindest für Tablets neue Maßstäbe, derart gut klingende Boxen hat Apple aber nie zuvor und auch seither nicht gebaut. Wer seinerzeit den iMac G4 ausrangierte und durch einen neueren, aber mäßiger klingenden Rechner ersetzte, war enttäuscht, dass die Apple Pro Speaker sich nicht an den Standardsoundausgang anderer Rechner anschließen lassen. Das geht zwar mit einem Adapter wie dem iFire von Griffin oder mit geschicktem Einsatz eines Lötkolbens, aber da die Speaker auch ein stärkeres Signal vom Soundeingang benötigen, ist das klangliche Resultat eher enttäuschend. So fristen uralte iMac G4 noch in so manchem Haushalt ihr Dasein als Soundanlage. CD-Laufwerk haben sie ja auch noch.

Apple und das TV-Geschäft: Schon gestern vermeldeten wir unter Bezug auf den CEO des Fernsehsenders CBS, dass Apple Pläne für einen eigenen TV-Streaming-Dienst anscheinend auf Eis gelegt habe. Die Kollegen von Recode bringen nun weitere Hintergründe. Zwar würden die Verhandlungen in der Tat derzeit ruhen, doch herrsche derzeit vor allem Streit um das Geld und um den Zuschnitt der TV-Pakete. Apple wolle ein möglichst schlankes Angebot zu einem günstigen Preis anbieten, alle beteiligten Verhandlungspartner versuchten Apple nun zu überzeugen, dass ihre Kanäle dringend im Basispaket dabei sein müssten. Apple plane zudem auch ein Stufenangebot, so könnten Sportkanäle etwa extra kosten. Dass die Verhandlungen derzeit stocken, bedeute aber nicht, Apple habe die Pläne bereits komplett aufgegeben.

Quellcode veröffentlicht: Nicht nur die Programmiersprache Swift hat Apple unter Open Source gestellt, schon lägst ist der Betriebssystemkern von OS X, auch als Darwin bekannt, quelloffen. Fast drei Monate nach Veröffentlichung von OS X 10.11 El Capitan steht nun auch der Kern der jüngsten OS-X-Version als Open-Source-Distribution bereit.

EU geht Zugangsbarrieren im Internet an

"Aus lizenzrechtlichen Gründen ist der Service in diesem Land nicht nutzbar": Auf dem Computerbildschirm auftauchendende Nachrichten wie diese bringen urlaubende Internetnutzer regelmäßig zur Weißglut. Die EU-Kommission machte nun Vorschläge für neue Regeln. Zumindest bereits bezahlte Online-Dienste sollen künftig grenzüberschreitend nutzbar sein.

Worum geht es genau?

Die neuesten Serien, spannende Spielfilme oder Fußball-Übertragungen: Wer einen schnellen Internetzugang hat, bekommt heutzutage alle möglichen TV-Inhalte aus dem Netz. Zum Ärger vieler Nutzer können sogenannte Video-Streamingdienste derzeit allerdings nur selten grenzüberschreitend genutzt werden. Das heißt, im Urlaub oder auf einer Dienstreise gucken Kunden in die sprichwörtliche Röhre. Und das auch wenn sie Geld für Abonnements zahlen.

Ist das Internet nicht eigentlich grenzenlos?

Das ist nur in der Theorie so. Um zu erkennen, in welchen Land sich ein Internetnutzer aufhält, können Unternehmen die sogenannten IP-Adressen nutzen. Diese werden vom jeweiligen Verbindungsanbieter vergeben, der eine Länderkennung in den Zahlencode integrieren muss. Damit werden ein Rückschluss auf den Standort und damit auch eine geografische Zugangsbeschränkung bei bestimmten Inhalten möglich.

Was soll sich ändern?

Künftig sollen Reisende innerhalb der gesamten EU unterwegs den gleichen Zugriff auf ihre Musik, Filme, E-Books und Spiele haben wie Zuhause. Einzige Voraussetzung ist, dass sie nicht dauerhaft aus ihrem Herkunftsland umgezogen sind.

Bislang wurden immer lizenzrechtliche Bestimmungen als Grund für geografische Zugangsbeschränkungen ("Geoblocking") genannt. Ist das kein Thema mehr?

Aus Sicht der Brüsseler Behörde müssen Anbieter keine zusätzlichen Lizenzen erwerben, wenn sie Kunden mit festem Wohnsitz in ihrem Land einen grenzüberschreitenden Zugriff auf Angebote einräumen. Grundsätzlich gilt aber natürlich weiterhin: Wer Filme, Bücher oder andere Medien im Internet anbieten will, muss vom Rechteinhaber eine Lizenz erwerben. Wenn ein Streamingdienst für einen Hollywoodfilm nur die Lizenzrechte für Deutschland besitzt, darf er den Film nicht an Kunden in Großbritannien verkaufen oder verleihen.

Wird die Neuregelung dazu führen, das Internetnutzer für Streaming-Dienste und andere Online-Medien künftig mehr bezahlen müssen?

Nein, erklärt die EU-Kommission. Sie verweist darauf, dass die Service-Anbieter lediglich ihr System zur Benutzer-Authentifizierung umstellen müssten. Statt den Zugriff vom Ausland aus zu blockieren, könnten sie einen auf die Reisezeit begrenzten Zugriff zulassen. Die Kosten für die Umstellung dürften dadurch kompensiert werden, dass Streamingdienste und andere Angebote für die Kunden attraktiver werden. Nach Zahlen der EU-Kommission ist es für 60 Prozent der jungen Europäer (15-24 Jahre) wichtig, ob sie Online-Abo-Dienste grenzüberschreitend nutzen können oder nicht. Sie geht davon aus, dass diese Möglichkeit im Jahr 2020 von 72 Millionen EU-Bürgern genutzt werden dürfte. Heute wären es immerhin bereits 29 Millionen.

Ab wann sollen Online-Kunden von der Neuregelung profitieren?

Die EU-Kommission hofft auf eine Umsetzung 2017. Im selben Jahr fallen auch die Extragebühren für Handynutzung im Ausland weitestgehend weg. Damit die neue Verordnung in Kraft treten kann, müssen noch die Mitgliedstaaten zustimmen und auch das Europaparlament wird noch über sie diskutieren.

Welche Anbieter sind betroffen?

Alle, die in einem EU-Staat entsprechende Angebote machen. In Deutschland reicht die Liste von Internetunternehmen wie Amazon, Netflix und Apple bis hin zum klassischen Bezahlfernsehanbieter Sky.

Sind künftig auch die Streaming-Dienste von öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern wie ARD und ZDF uneingeschränkt im EU-Ausland nutzbar?

Zumindest im ersten Schritt nicht. Das liegt an dem oben beschriebenen Rechteproblem. TV-Sender erwerben Lizenzen in der Regel nur für ihren Heimatmarkt. Der Rechteinhaber besteht dann oft darauf, dass der Zugang aus dem Ausland soweit wie möglich eingeschränkt wird. Deswegen sind manche Eigenproduktionen von TV-Sendern oft weltweit im Internet abrufbar - nicht aber eingekaufte Filme, Serien und Sportsendungen. Denkbar wäre, dass ARD und ZDF für deutsche Beitragszahler personalisierte Benutzerkonten einrichten. Über sie könnte dann eventuell mehr Sendungen aus dem Ausland abgerufen werden. Im kommenden Jahr werde es weitere Gespräche über das Thema geben, kündigte der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger an.

Wenn man unbedingt schon vor 2017 auf im Ausland gesperrte Mediendienste zugreifen will - gibt es einen Trick, das Geoblocking zu umgehen?

Ja, den gibt es. Sogenannte VPN-Anbieter (Virtual Private Network) können an Nutzer IP-Adressen mit der Länderkennung vergeben, die diese gerade benötigen. Wenn ein deutscher Urlaub beispielsweise im Spanien-Urlaub einen Spielfilm bei einem Anbieter aus Deutschland sehen will, bekommt er via VPN eine deutsche IP-Adresse. (dpa/rs)

Bitcoin-Erfinder soll ein Australier sein

Ein Australier soll der Vater von Bitcoin sein. Das berichtet jedenfalls die US-Techsite Wired, die nach langwieriger Recherche glaubt, den Erfinder von Bitcoin endlich enttarnt haben zu können. Bisher war nur bekannt, dass ein "Satoshi Nakamoto" die virtuelle Währung Bitcoin erfunden haben soll, wobei aber unklar ist, ob die Person tatsächlich so heißt oder ob es sich nur um ein Pseudonym handelt.

Im März 2014 hatte das US-Nachrichtenmagazin Newsweek behauptet, ein in Los Angeles lebender Japaner namens Satoshi Nakamoto sei der Erfinder von Bitcoin. Der Japaner dementierte heftig und schließlich kamen große Zweifel auf, dass der Mann tatsächlich der Bitcoin-Erfinder sein könnte.

Lesetipp: Raspberry Pi als Bitcoin-Computer nutzen

Laut Wired könnte ein 44-jähriger Australier hinter der Erfindung von Bitcoin stecken. Er soll unter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" den Programmcode geschrieben und mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoins das Bitcoin-Netzwerk im Januar 2009 gegründet haben. Mittlerweile existieren Bitcoins im Gesamtwert von über 4,5 Milliarden Euro.

Recherchen führen zu dem Australier

Der betreffende Australier soll Craig Steven Wright heißen. Den Wired-Recherchen zufolge soll Wright bereits im August 2008 in seinem Blog über Bitcoin beziehungsweise eine Kryptowährung geschrieben haben. Und damit einige Monate vor November 2008, als "Satoshi Nakamoto" ein Bitcoin-Whitepaper zum ersten Mal in einer Kryptografie-Mailing-Liste veröffentlichte und zu einer Diskussion darüber aufforderte.

Wired kontaktierte den Australier am 1. Dezember 2015, nachdem das Magazin einen Tipp erhalten hatte. In der Mail wurde Wright direkt gefragt, ob er der Bitcoin-Erfinder sei. Wright antwortete mit einer Mail-Adresse, deren IP-Adresse nach Panama und einem dort staatlich kontrollierten Mail-Dienst führt, der die Privatsphäre seiner Nutzer besonders stark sichert und den auch "Satoshi Nakamoto" im Jahr 2008 für die Verbreitung der ersten Bitcoin-Informationen genutzt hatte. Anschließend wurden mehrere Mails hin und her ausgetauscht, in denen Wright zumindest indirekt, wenn auch etwas mysteriös, andeutet, der Bitcoin-Vater zu sein. Gleichzeitig will er aber offenbar auch nicht, dass diese Information öffentlich wird.

Unterm Strich ist sich aber selbst Wired nicht sicher, ob tatsächlich damit das Geheimnis um den Bitcoin-Vater gelüftet worden ist. "Entweder Wright hat Bitcoin erfunden, oder er ist ein brillanter Scherzkeks, der uns dies glauben lassen will."

Australische Polizei durchsucht Wohnung des angeblichen Bitcoin-Erfinders

Soweit die Geschichte von Wired. Nur wenige Stunden nachdem die Story im Netz veröffentlicht worden war, nahm die ganze Geschichte eine neue Wendung. Die Polizei führte laut australischen Medienberichten eine Hausdurchsuchung bei Craig Steven Wright durch, bei der auch Vertreter der Steuerbehörde beteiligt waren. Die genauen Gründe für die Hausdurchsuchung wurden bisher nicht genannt. Es gibt lediglich die Information, die Durchsuchung stehe mit "persönlichen steuerlichen Angelegenheiten" im Zusammenhang. Das wäre aber ein sehr großer Zufall...

Lesetipp: Bitcoin-Währung vom Handy auf den PC überweisen

Adobe stopft 77 Lücken im Flash Player - mal wieder

Adobes Beitrag zum Patch Day im Dezember sieht auf den ersten Blick bescheiden aus: nur ein Update für den Flash Player. Doch das hat es in sich. Adobe hat im neuen Flash Player 20 immerhin 77 Sicherheitslücken geschlossen, die überwiegend als kritisch gelten. Außerdem gibt es weitere Verbesserungen. Auch bei AIR gibt es Neuigkeiten, etwa eine 64-Bit-Version für Mac OS X.

Von den 77 im Flash Player 20 beseitigten Schwachstellen sind 74 geeignet, um beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Hinzu kommen drei Schwachstellen, die es einem Angreifer erlauben, Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Die Mehrzahl der Lücken wurde durch externe Sicherheitsforscher gemeldet. Die größten Anteile daran haben Yuki Chen vom Qihoo 360 Vulcan Team (29 Lücken) und Natalie Silvanovich vom Google Project Zero (20 Lücken).

Der neue Flash Player für den Internet Explorer und Edge trägt die Versionsnummer 20.0.0.228, ebenso der für Chrome. Für Firefox und andere Browser mit NPAPI-Schnittstelle gibt es den Flash Player 20.0.0.235. Für Linux behebt die neuen Version 11.2.202.554 die vorgenannten Sicherheitslücken, bringt jedoch keine neuen Funktionen. Google hat Chrome 47.0.2526.80 bereit gestellt, das den neuen Flash Player enthält und sieben weitere Schwachstellen behebt. 

Bis Version 19 bietet der Flash Player nur in der NPAPI-Version (Firefox & Co.) Vektor-basierte Druckmöglichkeiten, die eine bessere Druckqualität bringen als der Bitmap-Druck der PPAPI-Version für Chrome. Ab Version 20 unterstützt auch die PPAPI-Version unter Windows Vektor-Druck. Für Mac OS X soll ein zukünftiges Update Vektor-Druck mitbringen.

Der integrierte Flash Player für Internet Explorer und Edge unter Windows 8.x und 10 ermöglicht nun manuelles Umschalten zwischen Hardware- und Software-Beschleunigung. Das wirkt sich auf die Video-Wiedergabe und Stage3D-Rendering aus und soll helfen, Anzeigeprobleme zu beheben, die durch fehlerhafte Grafiktreiber entstehen.

Adobes Flash-basierte RIA-Plattform AIR ist in der neuen Version 20.0.0.204 verfügbar, in der die gleichen Sicherheitslücken beseitigt worden sind. Für Mac OS X gibt es nur noch eine 64-Bit-Version. AIRSDK 20.0 für iOS unterstützt auch die Secure Socket API, sodass Apps verschlüsselte Verbindungen (SSL, TLS) aufbauen können.

Geschenktipp 10.12.: iRig Pro Duo

Macs haben schon länger keinen eigenen Toneingang mehr, bei neueren Geräten ist auch die Kopfhörerbuchse keine kombinierte Schnittstelle für Ein- und Ausgang. Macht nichts, über USB lassen sich Musikinstrumente wesentlich sinnvoller verwenden. Gleiches gilt für iPhone und iPad, deren Kopfhörerbuchse zwar noch Töne auch entgegen nehmen - über Dock oder Lightning vermeidet man aber unangenehme Effekte. Da sind zuallererst Rückkopplungen zu nennen oder damit auch verbunden das Übersprechen vom Tonausgang auf den Eingang: Schön blöd, wenn man das Metronom mit aufnimmt...

Der italienische Spezialist für Audiohard- und software IK Multimedia hat jede Menge Lösungen für Musiker im Angebot, die Adapter der iRig-Serie haben zudem passende Vorverstärker für Saiten- oder MIDI-Instrumente eingebaut. Seit dem Herbst neu auf den Markt und für Mehrspurtonaufnahmen befähigt, ist das iRig Pro Duo, an das sich in die kombinierten Buchsen entweder zwei Gitarren, Gitarre und Bass, Gitarre und Gesang oder welche Kombination auch immer aus Klinken- und XLR-Steckern anstöpseln lassen. Für Kondensatormikrofone steht eine optionale 45-Volt-Phantomspeisung bereit, der Originalsound lässt sich auch gleich über den regelbaren Kopfhörerausgang kontrollieren. Für den Anschluss an Mac oder iOS-Gerät liefert der Hersteller USB-, Dock- und Lightning-Kabel mit. Anschluss an das Mischpult ist über Klinkenausgänge möglich.

Im unserem Test überzeugt das iRig Pro Duo mit klarem Klang, Latenzen waren nicht zu hören und auch keinerlei Überlappungen der beiden Kanäle. Für den Betrieb reichen zwei AA-Batterien aus, die ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind. Sowohl Garageband als auch die IK-Multimedia-Software Amplitube erkennen das iRig Pro Duo ohne Weiteres.

Wer also seinen von Gitarre begleiteten Gesang auf einmal aufnehmen oder live vortragen möchte, findet im iRig Pro Duo ein relativ kostengünstiges und dabei hochwertiges Audio-Interface. Der Preis von 200 Euro ist dafür nicht zu hoch.

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