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Morgenmagazin vom Donnerstag, 10. Juli 2014

10.07.2014 | 07:31 Uhr |

Was heute wichtig wird: 10. Juli 2014 +++ Microsoft überarbeitet Office 365 für kleine und mittlere Unternehmen +++ Benq-Beamer W1070+W mit Wireless Full HD, MHL und Lens Shift +++ Google Drive mit neuer Oberfläche und Funktionen +++ Sicherheits-Updates für Flash Player und AIR +++ +++ Test: Backups erstellen mit Backup To Go 1.0

Was heute wichtig wird: 10. Juli 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Auf den Tag genau elf Jahre ist es heute her, dass der letzte VW Käfer in Mexiko vom Band rollte. Im Jahr 1938 offiziell als KdF-Wagen vorgestellt, machte der Käfer, der seinen Spitznamen angeblich von der New York Times erhalten hatte, erst nach dem Krieg Karriere. Insgesamt 21,5 Millionen Fahrzeuge produzierte VW in Deutschland, Brasilien und Mexiko. In Deutschland war für den Käfer bereits im Jahr 1978 Schluss. Wobei das Ende der Produktion der Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte wurde, der VW Golf hat den Käfer ein Jahr vor dessen endgültigem Aus als meistverkauftes Auto der Welt abgelöst. Er läuft und läuft und läuft in gewisser Weise auch heute noch.

Grund für das endgültige Aus war nicht nur nachlassende Nachfrage, sondern vor allem schärfere Abgasbestimmungen. Die im Käfer verbaute Technik hat sich längst überholt, nicht aber sein Konzept. Kompakt, preiswert, Platz für vier und dennoch ein wenig Gepäck, die heute "Golfklasse" genannte Fahrzeugkategorie ist an sich die Käferklasse - und der Golf mittlerweile alles andere als ein preiswerter Kleinwagen.

65 Fahrzeugjahre in Computerjahre umzurechnen, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn wir aber unsere längst ausrangierten Macs wieder hervorholen und zum Spaß starten, beschleicht uns das Käfer-Gefühl. Zuverlässig in wenigen Sekunden betriebsbereit, erledigt die Aufgaben, für die er gedacht ist, immer noch ohne Probleme und sieht auch heute noch elegant aus, obwohl sich nicht nur die Technik weit fortentwickelt, sondern auch die Mode geändert hat. Der iMac von heute hat mit dem Original von 1984 an sich nur noch den Gedanken gemeinsam, alle für das Computing benötigten Komponenten in ein einziges Gehäuse zu packen. Und natürlich den Ansatz, möglichst einfach bedienbar zu sein, ganz ohne Informatikstudium. Doch selbst am iMac wird die Entwicklung nicht vorbei gehen, in Zeiten, in denen Smartphone und PC zusammenwachsen, wie Walt Mossberg (re/code) meint . Wann Apple die Produktion des iMac einstellen wird, steht in den Sternen. Der Grundgedanke lebt aber in dann zeitgemäßeren Produkten fort. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Filmfest für iPhone-Filme ( Macworld )

Test: Playplus für Youtube-Videos ( Macworld )

Der unterschätzte Tim Cook macht alles richtig ( Yahoo Finances )

Apple will Daten zu Diversität der Angestellten veröffentlichen ( Bloomberg )

Apple verliert Patentprozess um Siri in China ( BBC )

Weitere Nachrichten:

Microsoft überarbeitet Office 365 für kleine und mittlere Unternehmen

Microsoft hat sein Cloud-Angebot Office 365 für kleinere und mittlere Unternehmen überarbeitet und mit Office 365 Business Premium einen neuen Tarif aufgelegt. Mit 12,50 US-Dollar monatlicher Abogebühr pro Anwender kostet der Dienst etwas weniger als das bisherige Office 365 Midsize Business (15 US-Dollar), bietet aber die gleichen Funktionen. Bis zu 300 Mitarbeiter in einem Unternehmen kann man damit mit den Programmen Word, Excel, Powerpoint und One Note ausstatten, inklusive sind Dienste wie Lync, Exchance und Sharepoint. Pro Anwender stehen 1 TB Speicher auf dem One Drive zur Verfügung. Ebenfalls für 12,50 US-Dollar pro Anwender bietet das bisherige Office 365 Small Business Premium weniger Funktionen. Das neue Einsteigerpaket Office 365 Business Essentials kostet 5 US-Dollar im Monat, aber auch dieses Paket sollen bis zu 300 Anwender nutzen können und nicht wie bisher nur 25. In diesem sind zwar die Server wie Lync und Exchange enthalten, nicht aber die Desktop-Programme der Office-Suite. Weitere Details will Microsoft kommende Woche auf seiner Worldwide Partner Conference in Washington D.C. nennen.

Benq-Beamer W1070+W mit Wireless Full HD, MHL und Lens Shift

Der W1070+W bietet mit dem WFHD-Kit (Wireless Full HD) eine drahtlose Datenübertragungsmöglichkeit. Dieses Kit besteht aus einem Transmitter mit zwei HDMI-Eingängen und einem HDMI-Ausgang sowie einem Receiver, der per USB mit dem Projektor verbunden wird. Die Reichweite gibt Benq mit maximal 20 Metern und die Latenz mit weniger als 1 Millisekunde an. Ein zusätzliches Feature ist die DFS-Funktion (Dynamic Frequence Selection), mit der eine WLAN automatische Kanalwechsel durchführen kann, falls der genutzte Kanal bereits verwendet wird oder gestört ist.

Zudem ist der W1070+W mit einem MHL-Anschluss ausgestattet, über den Smartphones oder Tablets per MHL-Kabel direkt mit dem Projektor verbunden werden können. Alternativ kann auch ein Miracast-Dongle angeschlossen werden, der den Inhalt kabellos vom Miracast-fähigen Gerät streamt und auf der Projektionsfläche darstellt.

Der Benq W1070+W verfügt laut Hersteller ferner über Leistungsdaten wie eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080, eine Lichtstärke von 2200 ANSI Lumen, eine Farbtiefe von 1,07 Milliarden Farben und einen maximalen Kontrast von 10.000:1. Die Projektionsfläche beträgt demnach bis zu 235 Zoll Diagonale.

Über die integrierten HDMI-Eingänge lassen sich Video-Quellen wie Bluray-Player, Spielekonsole oder PC an den W1070+ anschließen und deren 3D-Inhalte darstellen. Mittels der Triple-Flash-Technologie erfolgt bei der 3D-Wiedergabe mit 144 Hz eine Verdreifachung der Bildwiederholungsrate, so dass ein Flimmern nicht mehr wahrnehmbar sein soll.

Ab September ist der Full-HD-Projektor Benq W1070+W, bestehend aus W1070+ und WFHD-Kit, zu einer UVP von 1200 Euro im Handel erhältlich. Der Projektor W1070+ kann auch ohne WFHD-Kit zu einer UVP von 949 Euro inklusive Mehrwertsteuer erworben werden. Das WFHD-Kit, kompatibel mit weiteren Benq Heimkino-Projektoren, kostet 299 Euro.

 

Google Drive mit neuer Oberfläche und Funktionen

Google Drive mit neuer Oberfläche und Funktionen (c) IDG/IDG
Vergrößern Google Drive mit neuer Oberfläche und Funktionen (c) IDG/IDG

Viele Google-Drive-Nutzer werden beim Besuch der Website des Online-Speicherdienstes derzeit dazu aufgefordert, die neue Oberfläche von Google Drive auszuprobieren. Diese lässt sich nach der Aufforderung per Popup-Menü in den Einstellungen aktivieren.

Die neue Oberfläche präsentiert sich in einem neuen Look. Außerdem wird Google Drive auch unterm Strich deutlich schneller. Statt der bisher üblichen nüchternen Auflistung der Dateinamen der bei Google Drive abgelegten Dateien, werden die Einträge nun deutlich schickeren Look. So werden nun auch Fotos in großen Vorschaubildern angezeigt. Ganz neu ist außerdem die Integration der QuickOffice-Suite in Google Drive.

Apps von Drittanbietern lassen sich mit Google Drive verbinden
Vergrößern Apps von Drittanbietern lassen sich mit Google Drive verbinden

Neue Inhalte können nun über die großen "Neu"-Button Google Drive hinzugefügt werden. Hier finden sich auch gleich die Einträge für das Anlegen neuer Dokumente via Google Docs, Google Tabellen und anderen Google-Office-Applikationen. Hier lassen sich auch weitere Apps mit Google Drive verbinden. Dazu stehen bereits zum Start eine Vielzahl von Apps von Drittanbietern zur Auswahl.

Per Maus und Auswahlrahmen können mehrere Dateien in der Auflistung markiert und dann verschoben werden. Die Bedienung von Google Drive im Web-Browser wird damit deutlich einfacher und ähnelt der des Windows Explorer.

Einen Überblick über alle Neuerungen bei Google Drive bietet auch dieses Google-Video.

Sicherheits-Updates für Flash Player und AIR

Am zweiten Dienstag eines Monats, wenn Microsoft seinen Patch Day abhält, stellt auch Adobe gerne Sicherheits-Updates für seine Produkte bereit. Auch im Juli ist wieder ein neuer Flash Player fällig. Diesen am Patch Day zu aktualisieren bietet sich an, da Microsoft den Flash Player, der im Internet Explorer 10 und 11 (nur bei Windows 8.x, RT und Server 2012 / R2) integriert ist, über Windows Update selbst auf den neuesten Stand bringt.

Der neue Flash Player trägt die Versionsnummer 14.0.0.145 und behebt drei Sicherheitslücken . Schlimmstenfalls könnte ein Angreifer, der eine dieser Lücken ausnutzt, die Kontrolle über den betroffenen Rechner erlangen. Eine der Lücken ist bereits öffentlich bekannt und kann es Angreifern im Web ermöglichen Sitzungs-Cookies zu stehlen. Damit könnten sie ein Benutzerkonto bei einem Online-Dienst missbrauchen, bei der Benutzer gerade angemeldet ist. Die Schwachstelle ist bereits öffentlich bekannt und dokumentiert, ein Beispiel-Exploit ist ebenfalls verfügbar. Sie wurde durch Michele Spagnuolo (Google) entdeckt.

Windows-Nutzer erhalten den neuen Flash Player in aller Regel über automatische Updates. Für Linux hat Adobe die neue Version 11.2.202.394 bereit gestellt. Googles Web-Browser Chrome aktualisiert den integrierten Flash Player automatisch, eine neue Chrome-Version gibt es nicht. Auch Adobe AIR , das auf Flash basiert, ist betroffen und in der neuen Version 14.0.0.137 erhältlich.

Test: Backups erstellen mit Backup To Go 1.0

Die Backupsoftware Backup To Go ist eher als eine Ergänzung denn als ein Ersatz von Time Machine interessant. Gut eignet sie sich, um wichtige Dokumente-Ordner auf einen USB-Stick oder ein Nifty-Drive zu sichern, weniger für Komplett-Backups. Über eine simple Oberfläche wählt man ein Zielmedium aus und bestimmt die zu sichernden Dateien oder Ordner. Für Einsteiger ist die hawaiianische Software gut geeignet, die Bedienung ist einfach und übersichtlich. Schließt man einen USB-Stick oder eine Speicherkarte an, erkennt das Tool das Medium und startet automatisch die Datensicherung. Auf Wunsch wirft die Software das Medium nach dem Backup a

utomatisch aus. Schnell und unkompliziert kann man so beispielsweise nach einem Arbeitstag einen Projektordner auf einen USB-Stick sichern. Das Backup startet um einige Sekunden verzögert, damit vor dem Backup einige Optionen verfügbar sind. Über ein Fenster kann man das Starten des Backups abbrechen oder den Inhalt des Zielordners aufrufen. Ist das Medium erfolgreich ausgeworfen, wird dies per Systemnachricht gemeldet - man kann das Speichermedium nun sicher entfernen. Schade: Das Auswerfen von USB-Sticks funktioniert in unseren Tests problemlos, nicht jedoch das Abmelden einer USB-Festplatte. Verfügbar ist die Software nur über den App Store.

Empfehlung  Backup To Go

Der Funktionsumfang von Backup To Go ist recht begrenzt, dafür ist die Bedienung auch für unerfahrene Anwender problemlos. Interessant ist die Software vor allem für Zusatzbackups auf einen USB-Stick.

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