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Morgenmagazin vom Donnerstag, 11. Juli 2019

11.07.2019 | 07:01 Uhr |

Nuance Lightning Engine kann Stimmen unterscheiden +++ Stilles Update für macOS deaktiviert unsicheren Webserver von Zoom +++ USA reagieren auf GAFA-Steuer +++ Leica stellt Bridgekamera V-Lux 5 vor +++ macOS Catalina mit Indesign CS6 inkomatibel +++ Datenverlust: Ulysses-Entwickler warnt vor Betas von iOS 13 und Catalina +++ YouTube vereinfacht Abwicklung von Copyright-Verletzungen +++ Dropbox kündigt Transfer-Feature für Dateien bis zu 100 GB an +++ Galaxy Tab S6: Gerüchte zum neuen iPad-Konkurrenten

11. Juli: Abgestürzt

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wer hoch hinaus will, der gerät in Gefahr abzustürzen, sagt der Volksmund und erinnert an die Sage von Daedalus und seinem Sohn Ikarus, die sich auf selbst gebauten Flügeln aus dem Labyrinth von Knossos erhoben, um dem Minotaurus zu entfliehen. Der Plan des Erbauers des Palastes Daedalus ging auf, sein Sohn flog aber zu hoch, kam der Sonne zu nahe, das Wachs, das die Federn zusammen hielt, schmolz und der junge Mann stürzte ab. Nun wissen wir heute, dass man in der irdischen Atmosphäre eben nicht der Sonne zu nahe kommen kann, je höher man fliegt, desto kälter wird es eher. Vielleicht hatte Ikarus einfach den Fehler gemacht, nicht im Schatten zu flattern, der rund um Knossos durchaus vorhanden ist, wenn auch nicht besonders üppig. Vielleicht stimmt die Legende aber auch gar nicht, das mit Minotaurus - halb Stier, halb menschlich und nur wegen eines Fluches des Meeresgottes Poseidon gezeugt, klingt ja auch so, als hätten die alten Griechen hie und da etwas zum historischen Kern dazu erfunden.

Diente womöglich das Schicksal Ikarus' der Warnung: Bleib' lieber unten und lass' uns hier oben machen, wie wir das für richtig halten. Das ist heute als Champignon-Management bekannt: Alles schön im Dunkeln halten, und wenn einer den Kopf rausstreckt, dann wird er um diesen kürzer gemacht.

Die richtige Flughöhe ist aber nicht nur für Vögel oder Verkehrsflugzeuge relevant. Manche Gänsearten begegnen den brausenden Aluminiumröhren in etwa zehn Kilometer über Normalnull, dort ist der Luftwiderstand geringer und die Fortbewegung Energie effizienter, aber gerade noch möglich. Wobei man die Gänse dafür bewundern darf, dass sie dort oben keine Sauerstoffmasken benötigen, die unserereins bei Problemen mit dem Druck im Flieger von dessen Decke entgegen fallen würden.

Vor allem für die künstlichen Satelliten, welche die Menschheit seit etwas mehr als 60 Jahren in den Orbit schickt, ist die richtige Flughöhe wichtig. Allein schon wegen des Blicks auf die Erde, in etwa 36 Kilometern Höhe entspricht die Umlaufgeschwindigkeit der Erdrotation, der Satellit ist quasi ortsfest. Wichtig vor allem für Kommunikations- und Wettersatelliten. Je kleiner die Entfernung von der Erdoberfläche, desto schneller der Umlauf und desto größer die Gefahr, dass man bremsenden Luftmolekülen zu nahe kommt. Als Satellit sollte man tunlichst nicht zu tief fliegen.

Da gerade erdnahe Trabanten durch diverse Reibungseffekte Energie verlieren und langsam der Erdoberfläche entgegen taumeln, ist es wichtig, sie ab und an anzuheben. Entweder mit Hilfe des mitgebrachten Treibstoffs oder durch das ein oder andere nachgeschickte Raumfahrzeug.

Die erste von der NASA betriebene Raumstation Skylab wartete Ende der Siebziger aber vergeblich auf neuen Schub. Das Space Shuttle war dafür auserkoren, wurde aber nicht rechtzeitig fertig. So umkreiste (okay, es war eine elliptische Bahn) das Skylab gut vier Jahre lang mehr oder minder unbeobachtet den Planeten - und war diesem immer näher gekommen. Noch dazu war das Labor im Himmel ins Trudeln geraten, nicht gerade günstig für die Stromversorgung, wenn die Solarzellen nur zeitweise im Licht waren. Mithin war Skylab verloren, als die Bodenstation im Jahr 1978 wieder mal Kontakt aufnahm. Das einzige, was noch blieb: Den unvermeidlichen Absturz so weit wie möglich kontrollieren. Immerhin hielt sich der Verlust in Grenzen, Skylab war längst veraltet und hätte keine neuen wissenschaftlichen Beiträge mehr leisten können.

Am 11. Juli 1979, heute vor 40 Jahren, hatte die Erde das Skylab wieder. Nach Berechnungen der NASA sollten die Trümmer über dem indischen Ozean niedergehen, doch schlugen die meisten dann etwas weiter östlich auf, in der Gegend von Perth in Westaustralien. Immerhin kam kein Mensch zu Schaden, von verletzten Schafen ist auch nichts überliefert. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Unglaubliches Comeback : Gestern hatten wir an dieser Stelle auf den Abgesang verwiesen, den Leif Johnson dem Macbook 12 Zoll gesungen hat. Heute verweisen wir gerne auf Jason Snell, der vor anderthalb Jahren der festen Auffassung war, mit dem Macbook Air gehe es zu Ende und das damals auch zu begründen wusste. Nun hat er sich aber getäuscht und statt sich auf den Adenauer-Standpunkt zu stellen, was ihn denn sein Geschwätz von gestern interessiere, versucht er sich an der Analyse der Gründe für die Fehlprognose. Die wesentliche These: Apple musste das bereits auf das Abstellgleis geschobene Macbook Air wieder von dort hervorholen, weil es nicht gelungen war, aus dem Macbook 12 Zoll einen vernünftigen Nachfolger zu entwickeln – auch das Macbook Pro ohne Touchbar erwies sich nicht als geeigneter Ersatz. Dem Macbook fehlte mehr als eine zweite Buchse ein solche, die sich auch auf Thunderbolt 3 verstand, das Macbook Pro ohne definierte sich durch eine Fehlstelle. Beide Modelle waren im Vergleich zum Macbook Air, das Apple nach dem letzten Update von 2015 lange unverändert im Angebot behielt, auch noch viel zu teuer. Apple wird es an den Verkaufszahlen gemerkt haben - sollte sich das alte Macbook weiterhin und besser verkauft haben als das Macbook, dem angeblich die Zukunft gehörte, dürfte das Cupertino zu denken gegeben haben. Immerhin hat das neue Macbook Air nun viel von dem, was man sich von einem verbesserten Macbook versprochen hatte, dazu sinkt der Preis unter 1000 US-Dollar - zumindest für den Bildungsbereich.

Initiative : Apple will in London dabei helfen, junge Leute von der Straße zu bekommen und Sinnvolles anzustellen, berichtet der London Evening Standard. Zusammen mit dem Bürgermeisteramt der Stadt setzt Apple Workshops auf, die zweimal in der Woche stattfinden und Jugendlichen, die in Gefahr sind, in die Kriminalität abzurutschen, etwas über Fotografie, Gesundheit und Fitnesstechnologie beizubringen. Dabei kooperiert Apple mit sozialen Initiativen wie "Arts Against Knives", die sich bereits um die Zielgruppe kümmern.

Revanche: Die Umsatzsteuer von drei Prozent, die Frankreich auf Firmen erheben will, die im Land pro Jahr mehr als 750 Millionen Euro einnehmen, hat eine Gegenreaktion in den USA ausgelöst. Denn vor allem amerikanische Firmen könnten betroffen sein, vor allem Größen wie Google, Apple, Facebook und Amazon (GAFA). Der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer kündigte an, die USA seien besorgt darüber, dass die geplante Steuer US-Firmen unfair behandle. Nach dem US trade Act von 1974 und dessen Section 301 seien Gegenmaßnahmen möglich, wie etwa Strafzölle.

Stichworte: Apple hat für die auf der WWDC aufgenommenen Videos der diversen Session nun Transkripte auf seiner Developer-Site veröffentlicht. Entwickler können so nach Stichworten suchen und sich genauer über die besprochenen Details informieren. Sucht man nach einem bestimmten Stichwort, bekommt man Links zu allen Vorkommen mit genauer Zeitangabe im Video. Diese Links lassen sich auch teilen.

Geschlossen : Apple hat am Mittwoch ein stilles Update für macOS verteilt, das eine von der Videoconferencing-Software Zoom geschaffene Sicherheitslücke schließt. Denn diese hat einen lokalen Webserver auf dem Mac installiert, um eine Genehmigungsanfrage von Safari zu umgehen. Ein Fehler darin hat aber Nutzer der Gefahr von Angriffen ausgesetzt, bei denen die Webcam des Mac den Nutzer ausspioniert, auch über Chrome und Firefox. Mit dem stillen Update, einer Methode, die Apple nur bei ernsthaften Sicherheitslücken einsetzt, ist der Webserver deaktiviert. Zoom hat zudem nach Bekanntwerden des Fehlers ein Update versprochen, das den Server aus dem System entfernt.

Zukunftstechnologie : Nuance hat mit seiner Lightning Engine eine neue Technologie vorgestellt, die die Sprachsteuerung von Computern auf die nächste Stufe heben könnte. Denn Lightning benötigt anders als Siri, Alexa und Co. keine Passphrase mehr, um aktiv zu werden und kann zudem Stimmen unterscheiden respektive biometrisch authentifizieren. Nuance hat erklärt, mit wichtigen Kunden in Gesprächen über eine Lizenzierung zu sein. Die Folgen etwa für Siri wären bedeutend: Der HomePod könnte dann endlich die Stimmen im Haushalt voneinander trennen und zum Mehrbenutzersystem werden, doch auch darüber hinaus sind diverse Anwendungen denkbar. Banküberweisungen könnte man per Sprachbefehl tätigen oder sein Auto damit aufsperren: Einfach sagen, was man will und die AirPods erledigen im Zusammenspiel mit Services in der Cloud den Auftrag. Wearables könnten dann immer mehr den (Hosentaschen-)Computer ersetzen.

Weitere Nachrichten:

Leica stellt Bridgekamera V-Lux 5 vor

Technisch baugleich mit der Panasonic Lumix FZ1000 II ( sieheAngebot auf Amazon ) ist die Bridge-Kamera Leica V-Lux 5 , die Leica ab sofort für 1190 Euro anbietet. Laut Leica sei die V-Lux eine der vielseitigsten Kameras im Portfolio. Unter anderem bietet sie Aufnahme-Modi wie Focus-Stacking und Post Focus. Über die Smartphone-App „Leica FOTOS“ lassen sich die Einstellungen der Kamera ändern und sie fernsteuern. Zudem lassen sich Bilder auf das Smartphone übertragen und anhand der GPS-Funktion des Smartphones die Bilder mit Ortsangaben versehen. Laden kann man die Leica V-Lux 5 per USB-Kabel. Für Videoaufnahmen steht ein 3,5 mm Mikrofoneingang bereit. Weitere Schnittstelen: Bluetooth, WiFi, USB 2.0, Micro HDMI und ein 2,5-mm-Anschluss für eine Kabelfernbedienung.

Lichtstarkes Objektiv

 Das 16-fache Zoomobjektiv der Kompaktkamera bietet eine Brennweite von 25 mm bis 400 mm im Vergleich zum Kleinbildformat. Da die Fläche des Bildsensors mit einem Zoll Diagonale deutlich kleiner als die Fläche vom Kleinbildformat ist, trägt das Objektiv die Bezeichnung „Leica DC Vario-Elmarit 1:2,8–4/9,1–146 mm ASPH“. Übrigens löst der Bildsensor 20 Megapixel auf. Im Weitwinkel schafft die Kamera eine Lichtstärke von F2,8, im Telebereich vergleichsweise lichtstarke F4,0. Die Empfindlichkeit reicht bis ISO 12.800, zudem nutzt die Kamera einen optischen Bildstabilisator. Um es nicht unerwähnt zu lassen: Bilder lassen sich auch im Raw-Modus speichern, wie es sich für eine Kamera dieser Klasse gehört.

Dreh- und schwenkbares OLED-Touch-Display

Die Kamera nutzt ein drei Zoll großes OLED-Touch-Display mit einer Auflösung von 2,36 Megapixel. Dank OLED-Technik soll das Bild besonders kontrastreich und mit verbesserter Farbtiefe dargestellt werden – bei geringerem Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Displays. Wie bei der Panasonic Lumix FZ1000 II lässt sich auch bei der Leica V-Lux 5 das Display zur Seite schwenken und soweit drehen, das man damit auch Selfies erstellen könnte.

Schneller Autofokus

Innerhalb von 0,1 Sekunden soll der Autofokus auf das gewünschte Motiv scharfstellen. Bis zu zwölf Bilder pro Sekunde lässt sich mit der Leica V-Lux 5 in Serie aufnehmen. Außerdem kann die Kamera Gesichter erkennen und bietet einen 4K-Burst-Modus. In diesem von Panasonic bekannten Modus nimmt die Kamera in 4K-Auflösung 30 Bilder in Folge auf. Die jeweils 8 MB großen Bilder werden nicht als Einzelbilder gespeichert. Vielmehr wählt der Fotograf den Favoriten.

 

macOS Catalina mit Indesign CS6 inkomatibel

Bevor Sie sich das neue macOS Catalina auf Ihrem Mac installieren, sollten Sie wissen, dass das neue Betriebssystem manche Programme nicht weiter unterstützt. Wie IndesignSecrets berichtet, gehören auch ältere Versionen von Indesign.

Seit geraumer Zeit kündigte Apple bereits an, dass mit kommenden macOS-Updates ältere 32-Bit-Anwendungen nicht weiter unterstützt werden.

Indesign CS6 und frühere Versionen sind 32-Bit-Versionen und laufen nicht unter MacOS Catalina.

Im Gegensatz zu Photoshop CS6 und Illustrator CS6, die früher als 64-Bit-Anwendungen aktualisiert wurden , wurde Indesign erst mit der ersten Creative-Cloud-Version InDesign CC 9.0 , die im Juni 2013 veröffentlicht wurde, auf 64-Bit aktualisiert.

Bevor Sie also macOS Catalina installieren, sollten Sie zuvor ein Backup erstellen. Hier erklären wir Ihnen , wie Sie macOS Catalina schnell und platzsparend installieren. Wenn Sie die aktuellsten Adobe-Programme auch unter macOS Catalina nutzen möchten, helfen wir Ihnen mit einem Überblick über die aktuellen Creative-Cloud-Angebote von Adobe.

Indesign CS6 war die letzte Version der Layout-Sofware, die man noch als Einzellizenz beziehen konnte. Die Nachfolger aus Creative Cloud vertreibt Adobe als Abo-Apps. Somit ist die Inkompatibilität mit der aktuellsten macOS-Version für Besitzer solcher Software besonders bitter.

Datenverlust: Ulysses-Entwickler warnt vor Betas von iOS 13 und Catalina

Durch die Public Betas sind die Betaversionen von iOS 13, iPadOS und macOS 10.15 Catalina auch für Nicht-Entwickler verfügbar und werden intensiv genutzt. Der bekannte Entwickler Max Seelemann macht im Blog seiner Firma Ulysses aber auf einige Gefahren der aktuellen Betaversionen aufmerksam und rät vorerst von ihrer Nutzung ab: Es handle sich immer noch um Testversionen mit Fehlern, die häufig abstürzen und bei denen Datenverluste auftreten können. Besonders bei den aktuellen Betaversionen wäre dies der Fall, weit mehr als bei früheren Betaversionen. Die Entwickler verweisen dazu unter anderem auf aktuelle Berichte, die Cult of Mac gesammelt hat.

Was der Entwickler besonders hervorhebt: Die wichtige Datensynchronisierung per iCloud funktioniere noch nicht zuverlässig, eine Funktion, die Ulysses besonders intensiv nutzt. Aktuell wird der Datendienst von Apple stark überarbeitet, in einer Liste bekannter Fehler der Beta-Versionen nennt Apple aber selbst mehrere bedenkliche Fehler. So könnten unter anderem nach dem Upgrade auf die Betaversionen Daten im Verzeichnis iCloud Drive fehlen und einige Dokumente würden eventuell nicht mehr in iCloud Drive heruntergeladen. (Anmerkung: Laut Apple kann man die Daten über iCloud.com als "gelöschte Daten" wiederherstellen)

Einige Nutzer der Beta würden aber auch von Datenverlust berichten, wenn sie Daten per iCloud zwischen Geräten mit Beta-System und einem aktuellen System abgeglichen hatten. Aktuell rät Seelemann deshalb von der Nutzung der Betaversionen ab, vor allem in Produktivumgebungen sollte man nicht damit arbeiten. Mit iOS 13, iPadOS und Catalina kompatible Betaversionen von Ulysses werde es deshalb vorerst nicht geben, erst wenn iCloud in den Betaversionen stabil funktioniere.

Unsere Meinung:

Apple warnt eigentlich immer davor, die Betaversionen von iOS und macOS in Produktivumgebungen zu verwenden – zu groß ist die Gefahr von Datenverlusten. Vor allem die Gefahr durch iCloud ist aber wahrscheinlich vielen Anwenden gar nicht bewußt, tauscht man doch über den Synchronisierungsdienst Daten automatisch mit den Beta-Versionen aus – was eben auch schief gehen kann.

Der Entwickler Max Seelemann hat in einem Kommentar erläutert, woran Apple gerade bei iCloud arbeitet: "iCloud bekommt dieses Jahr gemeinsame Ordner mit mehreren Nutzern, wie es sie zum Beispiel auch bei Dropbox schon lange gibt. Das erfordert natürlich sehr große Änderungen am Dienst. Wenn man etwas stark überarbeitet oder neu baut, zieht das immer Fehler nach sich, die erst durch gründliches Testen beseitigt werden können. Es scheint tatsächlich so, als wäre zusätzlich die Anbindung von iCloud auf den Geräten komplett überarbeitet oder sogar neu gemacht worden. Das würde auch gut erklären, warum es Fehler wie fehlende Downloads oder hängende Uploads gibt."

Wer als Rechteinhaber bei YouTube eine Copyright-Verletzung anzeigt, muss künftig genau beschreiben, an welcher Stelle im Video das besagte Material auftaucht . Dies war bislang nicht nötig. Die Ersteller von Videos sollen auf diese Weise schneller nachvollziehen können, ob es sich tatsächlich um eine Copyright-Verletzung handelt. Durch die Angabe der konkreten Stelle ist auch eine Nachbesserung des Videos schneller möglich. Oft mussten Videomacher in der Vergangenheit in ihren langen Beiträgen nach der beanstandeten Stelle suchen. 

YouTube verspricht durch die Änderung einen klareren Umgang mit Copyright-Verletzungen. Eine beanstandete Stelle im Video lässt sich wahlweise stumm schalten, herausschneiden oder mit lizenzfreier Musik aus der Datenbank von YouTube unterlegen. Wird eine dieser Optionen gewählt, so wird auch die Copyright-Beanstandung automatisch gelöscht. Bei automatisch erkannten Copyright-Vergehen erhielten Nutzer schon in der Vergangenheit einen Hinweis auf die konkrete Stelle im Video. Manuell eingereichte Beanstandungen hingegen waren auch ohne konkrete Zeitangabe rechtmäßig. Als Ergebnis wichen viele Copyright-Inhaber auf diese händische Methode aus. Für Videomacher könnte die Änderung viel Ärger verhindern, wenn Beanstandungen schneller und unkomplizierter aus der Welt geschafft werden können.

Dropbox kündigt Transfer-Feature für Dateien bis zu 100 GB an

Dropbox hat mit Transfer eine neue Funktion für den Cloud-Speicherdienst vorgestellt . Transfer soll den Komfort einer E-Mail bieten – ohne die Anhang-Beschränkung auf 25 Megabyte. Mit Transfer soll es möglich sein, Dateien mit bis zu 100 Gigabyte mit wenigen Klicks zu verschicken.

Nutzer haben die Möglichkeit, Dateien von ihrer Festplatte oder direkt aus ihrer Dropbox für Transfer hochzuladen und freizugeben. Wurden die Dateien hinzugefügt, besteht die Möglichkeit ein Ablaufdatum, eine Passwort-Abfrage und eine Download-Bestätigung einzufügen. Im Anschluss generiert Dropbox einen Link, der einfach an den Empfänger weitergeleitet oder per E-Mail direkt über die Dropbox verschickt werden kann. Der Download ist auch für die Nutzer möglich, die nicht über einen Dropbox-Account verfügen. Der Empfänger erhält zudem nur eine Kopie der freigegebenen Datei, das Original bleibt unberührt. Neben einer Download-Benachrichtigung bekommen Nutzer auf Wunsch auch eine Statistik die zeigt, wie oft der Transfer-Link aufgerufen wurde.

Die Download-Seite, auf die der Empfänger mit Klick auf den Transfer-Link gelangt, lässt sich laut Dropbox mit einem persönlichen Bild und einem Logo anpassen. Dropbox Transfer befindet sich aktuell in der Beta-Phase und wird mit ausgewählten Nutzern getestet . Das Feature soll in Kürze für alle Nutzer zur Verfügung stehen.

Galaxy Tab S6: Gerüchte zum neuen iPad-Konkurrenten

Der Samsung-Blog SamMobile hat in dieser Woche erste mutmaßliche Fotos und Details zum neuen iPad-Konkurrenten von Samsung veröffentlicht. Der Tablet-PC wird demnach den Namen Samsung Galaxy Tab S6 tragen und über ein 10,5-Zoll-Display verfügen. Im Gehäuse sollen den Gerüchten zufolge der Snapdragon 855 von Qualcomm und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher werkeln. Als Betriebssystem kommt Android 9 zum Einsatz.

Laut SamMobile wird das Galaxy Tab S6 in Speicher-Versionen mit 128 und 256 Gigabyte erhältlich sein. Ebenso wie der Vorgänger soll auch das Tab S6 über einen eigenen Stylus verfügen, der wie beim Galaxy Note 9 Bluetooth-fähig ist und an einer Aussparung an der Rückseite per Magnethalterung einrastet und auflädt. Wie aus den ersten mutmaßlichen Fotos des Tab S6 ersichtlich ist, wird der Tablet-PC über eine Dual-Kamera an der Rückseite verfügen – ein Debüt für Samsung-Tablets.

Das Galaxy Tab S6 soll in einer WLAN- und einer LTE-Variante in den Farben Grau, Blau und Braun erhältlich sein. Samsung plant den Mutmaßungen zufolge außerdem passendes Tastatur-Zubehör wie beim Galaxy Tab S5e . Unklar ist allerdings noch, wann Samsung das Galaxy Tab S6 offiziell ankündigen wird. Denkbar wäre eine Enthüllung im Rahmen der IFA am 9. August in Berlin.

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