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Morgenmagazin vom Donnerstag, 11. März 2021

11.03.2021 | 07:13 Uhr | Peter Müller

Photoshop jetzt nativ für M1-Macs +++ Apple verweigert Parler die Rückkehr in den App Store +++ Kartelluntersuchung: Senatorin Klobuchar will Big Tech einzeln anhören +++ Apple will eine Milliarde Euro für Chipproduktion in Bayern investieren +++ Roboterarm tätowiert aus der Ferne per 5G +++ Airpods Pro aktuell für nur 199,99 Euro bei Media Markt und Saturn +++ Laser und Raspberry Pi sollen Mücken in der Luft abfangen

11. März: Ende einer Ära

Macwelt wünscht guten Morgen! Wenn das mit der Pandemie schon so zäh läuft und Wissenschaftler, deren Botschaft dem gemeinen Volk nicht gefällt, von diesem geschmäht bis bedroht werden, wie soll das dann mit den Folgen des Klimawandels funktionieren? Es gibt ja einige Gemeinsamkeiten: Wissenschaftler weltweit haben dessen Existenz bewiesen. In Griff bekommen kann man das Problem nur durch nachhaltige Verhaltensänderungen, einige neue oder weiter entwickelte Technologien könnten dazu helfen. Das individuelle Risiko, daran einen schweren Schaden zu erleiden, ist relativ gering, es betrifft ja vor allem andere Leute. Und vor allem wird es unbezahlbar teuer, wenn man zu lange mit Maßnahmen zögert, auch wenn akute Maßnahmen unangenehm und nicht billig zu haben sind. Aber so ist es bequem, den Kopf in den Sand zu stecken, oder gleich Sand in den Kopf und die Mahner maßlos beschimpfen. Sicher, da gibt es in Sachen Klimawandel manch übertriebene Warnung, manche Temperatur und mancher Sturm sind einfach nur Wetter. Aber das Volk von Troja musste letztlich doch feststellen, dass Kassandra recht hatte.

Gerade dieser Tage erlebt die Kernenergie vielerorts ein Revival, mit dem nicht völlig verkehrten Argument, der Strom aus dem Atom helfe gegen den Klimawandel. Nun ja, CO 2 wird im Betrieb nicht frei, das ist korrekt. Und das Klimagas Wasserdampf, das global einen weit höheren Anteil daran trägt, dass wir auf keinem Eisplaneten leben, ist im Umkreis von Kernkraftwerken nur ein lokales Phänomen.

Dass die Kernkraft aber weiterhin unkontrollierbare Risiken birgt, wurde heute vor zehn Jahren und in den Tagen nach dem Erdbeben samt Tsunami im japanischen Fukushima klar. Anders als etwa ziemlich genau 25 Jahre zuvor, war kein schief gelaufenes Experiment die Ursache der Katastrophe oder in deren Verlauf ein unglaublicher Konstruktionsfehler, der die Sache noch schlimmer werden ließ, sondern ein andere Art menschlichen Versagens: Fehlplanung. Ein Kernkraftwerk in ein Erdbebengebiet zu stellen, so nah am Wasser, dass selbst ein nur mal zehn Meter hoher Tsunami die Anlage und vor allem ihre Sicherheitssysteme zerstörte, war eben eine verdammt schlechte Idee.

Ob denn nun die verständliche Reaktion der Bundesregierung in der Schlussphase eines Doppelwahlkampfes im Südwesten der Republik die Sache besser gemacht hat, sei dahin gestellt. Schon Jahre zuvor hatte eine andere Regierung den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen, die neue Kanzlerin, eigentlich vom Fach, diesen gewissermaßen kassiert und den Stromkonzernen eine schier unendliche Verlängerung der Laufzeit ihrer längst abgeschriebenen Gelddruckmaschinen gewährt. Der 11. März führte zum längst fälligen Umdenken. Die Chronologie der Ereignisse hat die Süddeutsche Zeitung am letzten Wochenende im Buch Zwei der Wochenendausgabe nach gezeichnet: An sich ist die Bundesregierung so schnell nur aus der Klemme gekommen, weil man eine Lücke im Gesetz nutzen und schon mal alle Siedewasserreaktoren (in Fukushima stand auch einer) auf einen Schlag abstellen konnte - Druckwasserreaktoren laufen noch heute, aber nicht mehr lang. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gingen für die Berliner Regierungsparteien trotzdem krachend verloren. Auch am kommenden Sonntag werden sie - aus anderen Gründen - keine guten Ergebnisse in exakt diesen beiden Ländern einfahren.

Was aber die Exekutive nicht bedachte: Die Abschaltung von jetzt auf gleich in Brunsbüttel, Biblis und Ohu hinterließ etliche nur halb genutzte Brennstäbe, die weit schwerer zu entsorgen sind als die völlig abgebrannten. Wenn selbst naturwissenschaftlich ausgebildete Politiker nicht auf die Wissenschaft hören, dann sind das die Zwänge der Politik.

Nun mag man sich auf den Standpunkt stellen, in Deutschland gebe es keine Tsunamis, man muss ja nicht direkt neben Brunsbüttel im Sturmflutgebiet bauen. Außerdem sei man doch ein Stück weiter und setze keine irren Versuche an, wie es in der Sowjetunion der Fall wäre. Die Sache mit dem Beinaheunglück von Harrisburg im Jahr 1979 sei in moderneren Reaktoren auch kein Thema mehr. Und war da nicht Bill Gates mit sienem Vorschalg des Laufwellenreaktors, der sich sein spaltbares Material selbst erbrütet und es so weit aufbraucht, bis es zu harmlosem und nur noch leicht radioaktivem Abfall zerfallen ist?

Überhaupt könnte das von Bill Gates in diesem Zusammenhang mit gedachte Prinzip der Transmutation bei der Beseitigung des Mülls helfen, denn aus Abfall wird so lange neues Brennmaterial, bis die Kerne soweit herunter gespalten sind, dass weitere Spaltung keine Energie mehr brächte, sondern kosten würde. Haken dabei: Weltweit werden zwar viele neue Kernkraftwerke gebaut, aber keine Laufwellenreaktoren oder Transmutationsanlagen.

Es benötigt ja nicht mal ein Unglück für hohe Kosten: Schon der Rückbau einer ausrangierten Anlage erfordert höchste Sorgfalt und beansprucht viel Zeit. Bei Greifswald, wo das einzige Kernkraftwerk der gewesenen DDR stand, plant man den Abbau nicht über Jahre, sondern über Jahrzehnte, bis 2090 werden die Arbeiten gehen. Billig ist an der Kernkraft nichts – und ihr Nutzen als Antwort auf die Klimakrise eher gering, da helfen ganz andere Maßnahmen. Etwa Energie möglichst dezentral zu ernten und intelligente Netze die überschüssige Leistung speichern lassen.

Leider ist die Vernunft, die es braucht, um trotz Klimawandel von der Kernkraft zu lassen, nicht überall hinreichend weit gediehen. Und so wird sich den finsteren GAU-Daten 28. März 1979, 26. April 1986 und 11. März 2011 noch das ein oder andere hinzu gesellen.

Lesetipps für den Donnerstag:

Offline: Wenn Sie diese Zeilen nicht in Ihrem Volltext-Newsletter lesen, sondern über die Website mit Ihrem Login für Macwelt Plus oder Macwelt Insider, ist das Schlimmste vorbei. Denn der gestrige Brand im Straßburger Rechenzentrum des Cloud-Dienstleisters OVH hatte (oder hat noch immer) Folgen für das Macwelt-Morgenmagazin. Denn unser Dienstleister hostet dort die Domains magazin.macwelt.de und magazin.pcwelt.de, auf denen die Logins für unsere Bezahlinhalte verwaltet werden. Ob und wie lange der Ausfall Folgen hat und unsere Dienstleister die Services wieder herstellen kann, können wir leider nicht sagen.

Schneller: Nach einigen Monaten des Betatest hat Adobe gestern die native Fassung von Photoshop für M1-Macs veröffentlicht. Das Programm soll ohne Rosetta etwa anderthalb Mal so schnell laufen wie die Intel-Fassung. Beziehen können Kunden die Software über den Creative-Cloud-Updater, der die Programmversionen austauscht. Auf einige Funktionen muss man in der M1-Version aber noch verzichten, gibt Adobe an. Darunter fallen etwa die erst kürzlich eingeführten Möglichkeiten zur Kollaboration, der Im. und Export sowie das Playback von eingebetteten Videos oder die Synchronisation von Presets. Wem das fehlt oder wer sich an anderen Fehlern stört, kann auf dem M1-Mac aber die Intel-Version reaktivieren.

Kinderspiel : Erst kürzlich hat Apple eine Website "Apple for Kids" veröffentlicht, auf der der Hersteller Lösungen präsentiert, die speziell auf Minderjährige zugeschnitten sind. Dabei empfiehlt Cupertino hinsichtlich Apple Watch das Modell SE und die Familieneinrichtung. Doch das würde nicht wirklich passen, zumindest nicht für die jüngeren, moniert Michael Simon. Die Apple Watch SE ist selbst in ihrer kleinen Version noch zu groß für die Handgelenke  Zehnjähriger, bis auf wenige Ausnahmen sind die mitgelieferten Zifferblätter doch eher für die Bedürfnisse Erwachsener erstellt. Dann wäre da auch noch der Preis. Fitbit mache mit der Ace 3 hingegen mehr richtig, die Uhr ist deutlich kleiner, robuster, kinderfreundlicher, preiswerter und der Akku hält auch die ganze Woche lang. Apple werde kaum dem Vorbild Fitbit folgen und die Ace-Reihe kopieren, doch würde sich die Apple Watch Series 3 in der 38-mm-Version durchaus aus Kinderuhr anbieten, das müsse Apple nur wollen.

Letzter Ausweg: Wenn der Mac nicht mehr startet und alle bekannten Tricks versagen, gibt es bei neueren Modellen mit T2-Chip oder dem M1-SoC noch die Möglichkeit, die Firmware des Sicherheitschips respektive des SoC mit Hilfe eines zweiten Rechners zu erneuern und dabei die Daten auf dem defekten Mac zu erhalten. Oder man muss unter komplettem Datenverlust den Rechner zurück und neu aufsetzen. Die beiden Methoden ähneln einander, Glenn Fleishman zeigt auf Macworld ausführlich, wie es geht.

Rückkehr verweigert: Der bei Rechtsextremisten beliebte Messenger Parler muss ausweislich eines Bloomberg-Berichts weiterhin draußen vor der Tür des App Store bleiben. Im Januar hatte Apple die App entfernt, über die sich die Kapitolstürmer des 6. Januars ausgetauscht hatten, Amazon verweigerte das Hosting der Website. Zur Begründung gab Apple an, Parler habe keine ausreichende Moderation gegen Hassreden verhindere keine Aufrufe zu Straftaten. Beim Versuch Parlers, wieder Zutritt zum App Store zu erhalten, argumentierte Apple seine Ablehnung ähnlich: "Nachdem wir die neuen Informationen überprüft haben, glauben wir nicht, dass diese Änderungen ausreichen, um die App-Store-Richtlinien zu erfüllen", schrieb Apple am 25. Februar an den Chief Policy Officer von Parler. "Es gibt keinen Platz für hasserfüllte, rassistische und diskriminierende Inhalte im App Store." Apple habe dies mit Screenshots aus Parler-Unterhaltungen belegt, die Hakenkreuze zeigten oder offen rassistische, misogyne oder homophobe Nutzernamen. Ganz konsequent ist Apple bei der Ablehnung von Hassrede und Hetze aber nicht, sonst müsste es auch den Apps von Twitter, Facebook und anderen die Tür weisen.

Anhörung: Die Senatorin der Demokraten aus Minnesota, Amy Klobuchar, ist neue Vorsitzende des Anti-Kartellausschusses des Senats der USA. In dieser Funktion will sie die Untersuchungen gegen große Technologiefirmen vorantreiben, verrät die Vertraute des US-Präsidenten Biden dem CNN-Reporter Brian Fung. Bezüglich der App Stores und deren Regeln sowie des Publizierens von Nachrichten übder die von den großen Firmen dominierten Kanäle will sie die Betreiberfirmen einzeln vom Komitee anhören lassen, Termine mit den CEOs von Apple und Google sind noch nicht gemacht.

Weitere Nachrichten:

Apple will eine Milliarde Euro für Chipproduktion in Bayern investieren

In den nächsten drei Jahren wird Apple in Deutschland eine Milliarde Euro investieren und hunderte neue Mitarbeiter einstellen. Vor allem München wird davon profitieren, befindet sich doch einer der wichtigsten Entwicklungsstandorte von Apple in der bayerischen Hauptstadt. Das 2015 gegründete Bavarian Design Center ist laut einer Mitteilung von Apple bereits auf 350 Ingenieure angewachsen und soll weiter ausgebaut werden – was Stellenausschreibungen bestätigen . „Ich könnte nicht gespannter sein auf das, was unsere Ingenieurteams in München noch alles entdecken werden – von der Erforschung neuer Möglichkeiten in der 5G-Technologie bis hin zu einer neuen Generation von Technologien, die noch mehr Leistung, Geschwindigkeit und Konnektivität ermöglichen werden“ wird Tim Cook, CEO von Apple zitiert .

Schwerpunkt des Entwicklerteams lag bisher vor allem auf dem Design von sogenannten Power Management Units (PMU). Das sind oft unterschätzte Chips, die in iPhone, iPad, Apple Watch und Mac für die Energieversorgung zuständig sind – und hohe Energieeffizienz ermöglichen. Viele der PMU-Entwickler hatte Apple offenbar von seinem Zulieferer Dialog abgeworben.

Heute befindet sich laut Apple bereits die Hälfte des globalen Power-Management-Design-Teams in Deutschland. Weitere Entwickler arbeiten in München an Anwendungsprozessoren und Analog- und Mixed-Signal-Lösungen für das iPhone. Ein weiterer deutscher Standort liegt in Nabern bei Kirchheim in Teck in Baden-Württemberg – ebenfalls eine Übernahme. Hier handelt es sich nämlich um die ehemalige Modem-Sparte von Intel, die Apple erst 2019 übernommen hatte . (Update: In einer früheren Fassung des Artikels hatten wir Nabern fälschlicherweise in Bayern verortet. Entschuldigung.)

Die Bandbreite des Standortes ist groß: München soll der neue Standort für Chip-Design in Europa werden und größter Entwicklungsstandort für mobile drahtlose Halbleiter und Software sein. Ziel ist die Entwicklung von 5G und zukünftigen Technologien, die Entwicklung von Funkmodems soll hier ebenfalls angesiedelt werden.

Ein neues Gebäude wird 2022 in München ebenfalls bezogen. Der 30 000 Quadratmeter große Standort (Architekt Chipperfield Architects ) liegt in der Karlstraße und wird zu hundert Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Der ökologische Standard LEED Gold wird dabei komplett erfüllt.

Aktuell arbeiten laut Apple 4000 Menschen in Deutschland für Apple, in insgesamt sieben Niederlassungen und 15 Apple Stores. In München ist Apple seit 1981 ansässig – damals noch mit zehn Mitarbeitern.

Roboterarm tätowiert aus der Ferne per 5G

Im Rahmen des Projekts " The Impossible Tattoo " hat sich im vergangenen Jahr T-Mobile Niederlande mit dem Tätowierer Wes Thomas zusammengeschlossen, um die Möglichkeiten der 5G-Technologie aufzuzeigen. "The Impossible Tattoo" sollte beweisen, dass es möglich ist, aus der Ferne ein Tattoo per Roboterarm zu stechen.

Wes Thomas nutzte dafür eine spezielle Steuerungsvorrichtung in seinem Tattoo-Studio, über die er per 5G-Verbindung besagten Roboterarm aus der Ferne verzögerungsfrei und detailliert lenken konnte. Als Versuchskaninchen für das ungewöhnliche Projekt meldete sich die niederländische Schauspielerin und Moderatorin Stijn Fransen. Sie legte sich bereitwillig unter den Roboterarm und ließ sich von Wes Thomas per Fernsteuerung eine brennende Glühbirne tätowieren. Bevor er sich an den Arm von Fransen machte, übte Wes Thomas mit der Vorrichtung an einem Kürbis. Ihr Tattoo bekam die Schauspielerin dann schließlich im vergangenen Jahr während des Corona-Lockdowns in den Niederlanden. In dieser Zeit war der normale Besuch eines Tattoo-Studios nicht möglich.

Die technische Umsetzung übernahm Noel Drew, der für den Roboterarm und den Scan von Fransens Haut ein Azure Kinect Development Kit von Microsoft einsetzte. Laut T-Mobile sei das Projekt mit dem 4G- und 3G-Netz nicht möglich gewesen. Die Verarbeitung der großen Datenmengen und die latenzfreien Datenübertragung sei nur mit 5G-Technologie realisierbar. Ob das Beispiel Schule machen wird und sich noch mehr Tätowierer finden, die ihre Kunst per Fernsteuerung auf die Haut ihrer Kunden aufbringen wollen, bleibt allerdings abzuwarten.

 

Airpods Pro aktuell für nur 199,99 Euro bei Media Markt und Saturn

Bei Media Markt und Saturn erhalten Sie momentan die Airpods Pro von Apple zum Top-Preis von nur 199 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung von Apple beträgt 279 Euro. Und auch unser Preisvergleich zeigt: Günstiger erhalten Sie Apple-Kopfhörer aktuell nirgends.

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Laser und Raspberry Pi sollen Mücken in der Luft abfangen

Noch scheinen Stechmücken weit entfernt, doch schon in wenigen Monaten dürften die winzigen Insekten wieder für juckende Haut und Rötungen sorgen. Doch die Gefahr, die von den Plagegeistern ausgeht, ist nicht nur auf Unannehmlichkeiten beschränkt: Weltweit sterben jährlich bis zu eine Million Menschen an den von Mücken übertragenen Krankheiten. Hier will ein Wissenschaftler durch das Zusammenspiel eines Lasers und eines Raspberry Pi für Abhilfe sorgen. Der Forscher Ildar Rakhmatulin will mit einem gänzlich neuen Ansatz gegen die Überträger von Malaria oder Denguefieber vorgehen. Auf Basis des Einplatinen-Computers hat er ein System entwickelt , welches Stechmücken anhand eines Bilderkennungsalgorithmus ohne Zutun des Nutzers ausmachen kann. Die erkannten Plagegeister sollen daraufhin automatisch mit einem Ein-Watt-Laser aus der Luft abgeschossen werden.

Bislang hat sein Projekt allerdings nur den Status eines Prototypen. Spätere Versionen des Systems könnten laut Rakhmatulin an Drohnen montiert oder direkt am Körper getragen werden. Auf diese Weise ließen sich Stechmücken schon vor dem Stechen automatisch unschädlich machen. Die Drohne könnte über dem Nutzer kreisen und nach den Plagegeistern Ausschau halten. Bis dahin muss jedoch der Tracking-Algorithmus noch deutlich verbessert werden. Aktuell sei die Erkennungsrate der Stechmücken noch viel zu gering. In optimalen Szenarien kann der Laser nur 15 Prozent der Mücken erkennen und unschädlich machen. Daher liegt noch viel Arbeit vor den Wissenschaftlern, die dieses vielversprechende System weiter optimieren müssen, um auch bei vielen Stechmücken in der Luft noch ausreichend hohe Abschussraten erzielen zu können.

 

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