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Morgenmagazin vom Donnerstag, 12. Juni

12.06.2014 | 08:02 Uhr |

+++ WM-Start +++ Mavericks 10.9.4 kommt bald +++ Neue iMacs in Sicht +++ Apples hat wieder Steuer-Ärger +++ Neue mutmaßliche iPhone-Teile des nächsten Modells aufgetaucht +++ Lesetipps der Redaktion

Guten Morgen!

Heute beginnt die Fußball-WM in Brasilien und auch wir sind schon voller Fußball-Vorfreude. Wenn heute Abend ab 22 Uhr der Ball im ZDF rollt, werden auch wir mitfiebern. Den Tag über wird uns aber die WWDC und deren Bedeutung für unsere Zukunft auf Ihrem Mac und den iOS-Geräten beschäftigen. Während wir über die kommenden Funktionen nachdenken, arbeitet Apple aber auch noch an der aktuellen Software:

Für OS X Mavericks gibt es eine neue Beta. Entwickler können jetzt die zweite Vorschauversion von OS X 10.9.4 testen. Dabei sollen sie sich laut Berichten auf die Grafiktreiber, Safari, Bluetooth, den Finder und den Mac App Store konzentrieren. Bis dieses nächste größere Update für den Mac erscheint, wird aber wohl noch einige Zeit vergehen.

Dass 10.9.4 offenbar konkrete Hinweise auf neue iMacs mit der (neuen) Modellnummer "15,1" enthält, deutet dabei darauf hin, dass Apples beliebtester Desktoprechner bald ein Hardware-Update erhalten könnte. Zur WWDC zeigten sich viele noch enttäuscht, dass Apple so gar keine neue Hardware vorgestellt hat.

Steuerärger

Apple hat wieder einmal Ärger. Aktuell Ärger wegen des Geldberges, den Apple angesammelt hat. Dabei steht Apple sowohl in der US-Heimat als auch in der EU unter Druck. Die EU untersucht aktuell die Steuererleichterungen für mehrere Unternehmen, darunter Apples Tochterfirmen in Irland. Apple hat laut FAZ in den vergangenen drei Jahren auf 74 Milliarden Dollar Gewinn im Ausland nur zwei Prozent Steuern gezahlt.

"Wir zahlen jeden Euro Steuern, den wir zahlen müssen", schrieb Apple gegenüber Bloomberg in einer Stellungnahme. "Wir erhalten keine Sonderbehandlung von den irischen Behörden. Wir unterliegen den gleichen Gesetzen wie andere internationale Unternehmen in Irland." Apple verbucht das gesamte Geschäft außerhalb der USA über Irland. Deshalb steht Apple auch in den USA unter Druck. Denn der Großteil von Apples Geldreserven sind nicht in der Heimat angelegt, sondern im Ausland. Der US-Senat überlegt derzeit, ob man Apple und andere Firmen über eine begrenzte Steuererleichtung dazu bringen könnte, das Geld in die USA "zurück" zu holen. "Tax Holiday" nennt man solche temporären Steuerreduzierungen dort.

Dabei geht es bei Apple um eine Summe von knapp 140 Milliarden Dollar. Nur 18 Milliarden Dollar von Apples Finanzpolster liegt derzeit in den USA. Würde Apple das Geld zum normalen Satz in die USA holen, wären 35 Prozent Steuern auf Auslandsgewinne fällig. Auch derzeit ist Apple schon der größte Steuerzahler in den USA und soll dort 2013 sieben Milliarden Dollar Steuern gezahlt haben.

Neue Bilder zum erwarteten iPhone 6

Nachdem Apple auf der WWDC 2014 kürzlich in San Francisco keinerlei Hardware-Neuerungen vorstellte, brodelt die Gerüchteküche dafür umso heftiger.

Fotos von guter Qualität bestätigen bisherige Spekulationen über ein deutlich größeres iPhone, mit Displays voraussichtlich in Größen von 4,7 und 5,5 Zoll. So hat User DreamerJimmy auf der Plattform Weibo qualitativ gute Fotos von den vorgeblichen größeren iPhones 6 veröffentlicht, wie 9to5Mac berichtet . Dieser Nutzer habe auch schon präzise Bilder von den iPhone 5- und iPhone 5C-Modellen Monate vor deren Veröffentlichung gepostet und gilt insofern als recht vertrauenswürdig.


Auffällig seien vor allem der schmalere Rand rund um die Displays oder die geringere Distanz zwischen Hometaste und Bildschirm, um für das Display mehr Platz zu schaffen. Auch die Abstände zwischen der Facetime-Kamera und Lautsprecher-Komponenten habe man reduziert. Die Rückseite zeigt sich wie bei früheren Fotos aus Metall (wohl Aluminium) reduziert, von Einfassungen oben und unten abgesehen. Insgesamt wirkt das iPhone 6 deutlich dünner als das aktuelle.

Auch auf Twitter finden sich Hinweise. Hier hat 9to5Mac-Autor Sonny Dickson weiter interessante Ansichten von der Seite eines offenbar aus Aluminium gefertigten iPhones veröffentlicht, dazu bunte und transparente Hüllen für ein iPhone 6 in 4,7 und 5,5 Zoll. So wahrscheinlich damit diese Größen und Eigenschaften werden, wann und in welcher Form das iPhone 6 dann tatsächlich erscheint, bleibt weiter abzuwarten.

Lesetipps der Redaktion:

Hupen gegen die unliebsame Konkurrenz : Am Mittwoch haben Taxifahrer in vielen europäischen Großstädten gegen die Konkurrenz durch App-Dienste wie Uber protestiert. Hintergrund: Less reason to own a car , New York Times

Alte Airport-Stationen unter Maverics nutzen : Macworld-Kollege Chris Breen zeigt, wie man einen alte Airport-Router unter 10.9 betreiben kann. Das Airport-Dienstprogramm der ersten Airport-Basisstationen läuft ohne Tricks nicht mehr unter 10.9.

Ist das das Ende der Marke Apple, wie wir sie kennen : Forbes rätselt darüber, wie Apples Markenpolitik nach der Beats-Übernahme weiter gehen wird.

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