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Morgenmagazin vom Donnerstag, 14. März 2019

14.03.2019 | 07:04 Uhr |

Apple kauft KI-Startup Laserlike +++ Apple Music in USA auch auf Fire-TV, bald auch in UK +++ Apple-Kreditkarte soll bald kommen +++ Spotify beschwert sich bei der EU über Apple +++ Welche Folgen hat Brexit für das Web? +++ Ikea ThisAbles: 3D-Drucker-Zubehör macht Möbel barrierefrei +++ Minecraft wird endlich Teil des Xbox Game Pass +++ Lookout: Neue Google-Apple identifiziert Objekte für Sehbehinderte

14. März: Kuchen, möglichst rund

Wir wünschen allseits Guten Morgen! "Was passiert mit meinem Spiegelbild beim Rasieren," überlegte der junge Angestellte des Patentamts von Bern, "wenn ich mit mitsamt Spiegel mit (nahezu) Lichtgeschwindigkeit bewege?" Anfangs des 20sten Jahrhunderts war bekannt, dass die Geschwindigkeit des Lichts begrenzt ist, schon in der Antike hatten sich kluge Köpfe darüber Gedanken gemacht und waren zu diesem Schluss gekommen. Erste Werte für "c" - so der gängige Repräsentant für die Lichtgeschwindkeit in allerlei Formeln – waren seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Nicht aber, dass das Licht in allen Inertialsystemen den gleichen Wert hat. Der hypothetische Reisende sieht sich bei der Rasur wie üblich im Spiegelbild. Die Leute, an denen er vorbei flitzt, sehen aber bei der Annäherung das Licht des Reisenden ins Blaue verschoben, bei seinem Entfernen ins rötliche versetzt. Falls sie überhaupt ihre Messapparaturen so schnell aufgestellt bekommen, wenn die den Rasierer in Annäherung sehen - denn das Licht ist halt verdammt schnell. Der Urheber des Gedankenexperiments, das so unerwartete Konsequenzen hatte, dass ihm lange nur wenige Glauben schenkten, wurde heute vor 140 Jahren in Ulm geboren: Albert Einstein.

Unendlich schnell ist das Licht also nicht, unendlich seien nur das Weltall und die Dummheit der Menschen, wobei er beim Weltall sich nicht mehr sicher wäre, sagte Einstein weit nach Veröffentlichung und Beweis seiner Relativitätstheorien – von unendlicher Dummheit und Hass aus seinem Heimatland vertrieben.

Unendlich ist aber die Schönheit der Mathematik und so mancher Konstrukte in ihr. Einstein, der sich Zeit seines Lebens nur für einen mäßigen Mathematiker hielt und sich auf die Arbeiten von Riemann und Minkowski stützen konnte, hätte der 14. März aber gewiss auch noch aus einem anderen Grund als dem eigenen Geburtstag gefallen.

Sieht man sich das heutige Datum im US-Format 3/14 an, kommt einem dabei sofort der Beginn der Kreiszahl π in den Sinn: 3,14. Natürlich folgen danach noch ein paar Stellen, um genau zu sein: unendlich viele. Für die Feier des Tages sollte das aber genügen. Schon im Altertum war bekannt, dass das Verhältnis eines jeden Kreisumfangs zu seinem Durchmesser die gleiche Zahl ergibt, es vergingen Jahrhunderte mit dem missglückten Versuch, eine rationale Formel für Pi zu finden und damit einer Methode näher zu kommen, den Inhalt einer Kreisfläche (r 2 π) in einem Quadrat abzubilden. Man suchte also gewissermaßen nach der Wurzel von Pi.

Zu allem Übel gibt es diese Wurzel zwar, doch ist sie nicht rational. Pi stellt unter den reellen Zahlen, also jenen, die zwar existieren, aber sich nicht durch einen Bruch ausdrücken lassen, sogar noch einen der Sonderfälle dar. Denn sie ist auch noch transzendent. Darunter versteht der Mathematiker aber etwas ganz bestimmtes, nämlich die Tatsache, dass ein Polynom der Form a 0 x 0 + a 1 x 1 +…+ a n x n   für eine transzendente Zahl x durch keinen Satz von nicht trivialen reellen Koeffizienten (a n ) zu Null werden kann. Die Gleichung a 0 + a 1 π + a 2 π 2 + … + a n π n = 0 stimmt also nur dann, wenn alle a n gleich 0 sind, selbst wenn es unendlich viele sind. So alt die Kenntnis von Pi ist, so jung dieses Wissen, die Transzendenz der Kreiszahl ist erst seit 1882 bewiesen, ihre Irrationalität erst ein gutes Jahrhundert länger.

Was fangen wir aber heute mit diesem Wissen an? Am besten machen wir zum Einstein-Geburtstag am Pi-Tag uns einen Apple-Pie, also einen runden, gedeckten Apfelkuchen, dessen Umfang π mal so lang ist wie sein Durchmesser. Ein schönes Rezept zum Pi(e)-Day haben wir hier gefunden ... Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Apple in der Geschichte des Web: Am 12. März, dem Dienstag dieser Woche, war es 30 Jahre her, dass Tim Berners-Lee sein Konzept zur Vernetzung wissenschaftlicher Daten am CERN vorschlug, aus dem später das World Wide Web wurde. Berners-Lee entwickelte nach dem Startschuss wesentliche Teile des Konstrukts, das Hypertransferprotokoll oder eben den ersten Browser, der da World Wide Web hieß, im Dezember 1992 ging am CERN der erste öffentliche Webserver online. Wo ist Apple in der Geschichte? Überraschend früh kümmerte sich Cupertino um das Thema, die Domain Apple.com ging bereits am 19. Februar 1987 in das noch junge Internet. Apple etwa 1988 mit Kooperationspartnern hinter AppleLink respektive PC-Link, aus dem später AOL werden sollte. Aber auch im Web setzte Apple früh seine Duftmarken und gehört heute auch zu den führenden Unternehmen der Internetwirtschaft. Einen historischen Überblick über Apple und das Web gibt Jason Snell auf Macworld, der natürlich auf den Umstand verweist, dass Berners-Leen am CERN an NeXT-Computern arbeitete, deren Betriebssytem später zur Grundlage von Mac-OS X und seinen Derivaten werden sollte. Am den ersten Browser-Kriegen war Apple unbeteiligt, mit Safari und WebKit mischt das Unternehmen aber die Szene seit 2003 auf.

Ausweitung der Kampfzone : Bereits letzten Herbst hatte es Apple ermöglicht, Apple Music auch auf den Echo-Geräten von Amazon abspielen zu lassen, zumindest in den USA. Der Service expandiert nun auf die Fire-TV-Geräte des Handelsriesen, ebenso vorerst lokal begrenzt. Doch schon in Kürze soll Apple Music auf Echo und Fire TV auch in UK streamen, eine Ausweitung auf den Kontinent dürfte dann auch nicht mehr allzu fern sein. Die Einrichtung von Apple Music ist über die Alexa App möglich.

Fünfte Runde : Voraussichtlich um den 25. März herum wird Apple die finale Version von iOS 12.2 veröffentlichen. Mittlerweile liegt die fünfte Beta für den öffentlichen Beta-Test und für Entwickler vor. iOS 12.2 bringt eineige Neuerungen wie die AirPlay und HomeKit für TV-Apparate von Drittherestlelern, neuen Animojis oder Apple News in Kanada. In der fünften Beta fällt aber auf, dass sich die Sprachqualität in iMessages dramatisch verbessert habe.

Füllprogramm : Apple hat zwei eine Menge in originäre Inhalte für seinen anstehenden TV-Streaming-Dienst investiert, die meisten Serien, Filme und Dokumentationen werden zum Start Ende des Monats aber noch nicht fertig sein, spekuliert ein Bericht von Bloomberg. Daher werde Apple zunächst vor allem Inhalte von Dritten nutzen, um eine gewisse Programmfülle zu bieten. Vor allem von HBO, Showtiem und Starz wolle Apple Videos beziehen, die Pay-TV-Anbieter hätten zu entscheiden, ob Apple wie Netflix PArtner, Konkurrent oder irgendetwas dazwischen sein werde.

Drei statt zwei : Apple werde neben dem TV-Service und einer Zeitungsflatrate am übernächsten Montag noch einen dritten Dienst vorstellen, berichtet Venture Beat – die von Goldman Sachs gestützte Kreditkarte. Über diese gibt es schon seit letzten Mai Spekulationen, nun scheint der Start unmittelbar bevor zu stehen.

Schlussargumente: : Apple hat in seinem Schlussplädoyer vor dem Gericht in San Jose, an dem man sich gegen Qualcomm um Patente streitet, dem (einstigen) Zulieferer unlautere Motive unterstellt. Der eigentliche Grund für dessen Klage sei Apples Entscheidung, künftig auf Funkmodems von Intel zu setzen. Qualcomm hatte seit dem iPhone 4 für Verizon und andere CDMA-Netze im Jahr 2012 Modems an Apple geliefert, 2016 hatte Apple erstmals Technik von Intel in einen Teil der iPhone 7 eingebaut. Mit dem iPhone XS und XR aus dem letzten Herbst hat am Qualcomm komplett den Rücken gekehrt. Nach Ansicht Qualcomms verletzte die mit dem  Intel-Modem eingesetzte Technologie eigene Patente, Apple hält diese für ungültig, respektive auf Ideen aus Cupertino aufbauend.

Wie Laser: Apple hat laut eines Berichts von The Information ein weiteres Startup aufgekauft, das sich um maschinelles Lernen - vulgo: künstliche Intelligenz - kümmert und Siri smarter machen soll. Die Übernahme von Laserlike sei bereits Ende letzten Jahres abgeschlossen worden - erst jetzt wurde sie bekannt. Laserlike hatte die gleichnamige App entwickelt, die im Web nach einer Menge von Informationen suchte und sie nach den persönlichen Interessen des Nutzers sortierte und dabei wie durchblätterbare News präsentierte. Gegenüber The Information hat Apple die Übernahme bestätigt, aber die Pläne damit nicht weiter ausgeführt. Doch Siris Fähigkeiten, im Web etwas zu finden, waren bisher allenfalls durchschnittlich, hier sollte das Team von Laaserlike auf Dauer für Verbesserungen sorgen können.

Weitere Nachrichten:

Spotify beschwert sich bei der EU über Apple

Spotify hat seine Auseinandersetzung mit Apple auf die nächste Stufe gehoben und  eine Beschwerde bei der Wettbewerbskommision der EU eingelegt. Die Beschwerde selbst ist nicht öffentlich, Spotify hat jedoch gleichzeitig eine Kampagne dafür gestartet: In einem Blogpost erklärt der Gründer Daniel Ek , welche Praktiken im App Store dem Unternehmen stören, dazu gibt es eine extra eingerichtete Webseite für die Kampagne, Spotify hat Werbung bei Google Ads geschaltet.

Es gibt unterschiedliche Aspekte der Zusammenarbeit mit Apple, die Spotify stören. Der wichtigste ist wohl die so genannte "Apple Steuer": Apples Anteil von 30 Prozent bzw. 15 Prozent am Umsatz, die eine App im App Store erwirtschaftet. Sobald Apple selbst einen vergleichbaren Dienst anbietet, schafft dies einen unfairen Wettbewerb: Die Mitbewerber müssen höhere Preise im Store aufrufen, um die gleichen Umsätze und Gewinne wie Apple im Store oder sie auf alternativen Plattformen zu erzielen. So ist Youtube Premium auf dem iPhone teurer als im Web , Netflix bietet gar keine Möglichkeiten, in den iOS-Apps ein neues Abo abzuschließen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Apple jegliche Links in den Apps verbietet, die auf externe Einkaufsmöglichkeiten für Abos und dergleichen hinweisen. Die App wird in solchen Fällen ohne zu Zögern aus dem App Store geworfen oder gar nicht erst zugelassen.

Der zweite Punkt über den sich Ek beschwert, ist die langes Zulassungsprozedur der Spotify App auf die Apple Watch. Erst mit watchOS 5 haben es die schwedischen Entwickler geschafft, eine eigene App auf die Smartwatch von Apple zu bringen. Hierzu muss man jedoch erwähnen, dass dies keine Sonderbehandlung gegenüber Spotify war, sondern den Problemen mit den Audio APIs des watchOS geschuldet war. Marco Arment, der Entwickler von Overcast , hat versucht, seine App für watchOS 1 bis 4 zu bringen, ihm ist dies erst mit watchOS 5 gelungen.

Spotify beschwert sich zudem, dass Apple sich dagegen verwehre, den Dienst über seinen smarten Lautsprecher Homepod anzubieten. Bislang sperrt Apple jegliche Konkurrenz auf dem Homepod aus, nur Apple Music ist dort direkt möglich.

Den Wettstreit zwischen Spotify und Apple muss man jedoch etwas breiter einordnen. Dieser hat nicht erst mit der EU-Beschwerde von heute begonnen und dauert im Hintergrund schon ein paar Jahre an. So hat der Musik-Streaming-Anbieter zusammen mit mehreren europäischen Spiele-Entwicklern und Deezer bereits Ende 2017 die Kartellkommission der EU kontaktiert. Gleichzeitig mit dieser Kontaktaufnahme wurde die Lobby-Vereinigung Digital Music Europe gegründet. Diese hat sich als Ziel gesetzt, bei der EU strengere Richtlinien für die Regulierung der so genannten Online-Plattformen, wie beispielsweise App Store (oder Amazon oder Ebay), durchzubringen. Tatsächlich gibt es bereits erste Vorschläge bei der EU, wie diese Richtlinien aussehen sollen . Die heutige Beschwerde ist also ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Welche Folgen hat der Brexit für das Web?

Der Brexit, sollte er bald stattfinden, hat auch auf zahlreiche Webauftritte Auswirkungen, wie jetzt der Registrar Eurid warnt. Die vom belgischen Unternehmen Eurid verwaltete Top-Level-Domain .eu ist nämlich nur für Unternehmen und Bürger aus der EU (sowie Liechtenstein, Island und Norwegen) zugänglich.

Tritt das Vereinigte Königreich am 30. März aus der EU aus, sind für Unternehmen und Personen aus dem Königreich keine Registrierungen und Verlängerungen bestehender Domains mehr möglich. Ab 23. März werden die englischen Nutzer einer .eu-Domain außerdem angeschrieben, dass sie zwei Monate Zeit für den Umzug bzw. Angabe von gültigen EU-Adressdaten haben. Am 30. Mai werden die Domains andernfalls gesperrt und sind ab 30. März 2020 wieder frei verfügbar und können neu belegt werden. Die Termine stehen aber noch nicht fest: Erfolgt der Austritt erst am 31. Dezember 2020, werden die Domains erst am 2. März 2021 gesperrt und können am 1. Januar 2022 wieder frei registriert werden.

Unsere Meinung : Betroffen sind von der Änderung laut der Zeitung Express immerhin etwa 317 000 britische Webseiten. Man sollte die Auswirkungen aber nicht überschätzen: Abgesehen von der EU selbst wird die Domain .eu eher selten verwendet und laut Wikipedia sind die Adressen für Firmen oft nur eine Art Zweit-Adresse, die sofort zur Hauptseite mit .com oder co.uk-Domain weiterleitet – gibt man beispielsweise die Adresse bbc.eu ein, landet man (noch) auf bbc.co.uk.

Gefährlich ist nach unserem Eindruck eher, dass die Adressen nach einem Jahr wieder frei werden und von Spammern belegt werden könnten. Termine dieser Art werden von Unternehmen nach unserer Erfahrung oft übersehen und der an den Brexit gebundene Termin ist aktuell noch völlig unklar.

Ikea ThisAbles: 3D-Drucker-Zubehör macht Möbel barrierefrei

Ikea Israel hat sich mit der gemeinnützigen Organisationen Milbat und Access zusammengetan, um seine Möbel für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugänglicher zu machen. Im Rahmen der Kooperation hat das schwedische Möbelhaus auf seiner Website thisables.com Vorlagen für insgesamt 13 Zubehörteile veröffentlicht, die Nutzer herunterladen und mit einem 3D-Drucker ausdrucken können.

Zu den 3D-Druckvorlagen gehören unter anderem ein großer Einschalter für die Lampen aus der Ranarp-Reihe, große Griffe für Ikea-Schränke aus der Pax-Produktfamilie oder erhöhte Sofa-Standfüße für Karlstad-Couchmodelle. Unter den Vorlagen finden sich außerdem kleine Alltagshelfer wie etwa ein großer Zipper-Ring, mit dem sich Reißverschlüsse leichter öffnen lassen oder Halterungen – etwa für Getränkebecher oder Gehhilfen – die an unterschiedlichen Ikea-Bettgestellen befestigt werden können. Zu jeder Druckvorlage liefert Ikea eine umfangreiche Bedienungs- und Druckanleitung sowie ein Video, in dem die Installation und Nutzung des Zubehörs erklärt wird.

Minecraft wird endlich Teil des Xbox Game Pass

Der riesige Hype um das von Microsoft gekaufte Klötzchen-Spiel Minecraft mag zwar abgeebbt sein, das Spiel hat jedoch immer noch eine relativ große und treue Fangemeinde und erfreut sich weiterhin stetiger Beliebtheit. Wer bisher versäumt hat, in das Spiel reinzuschnuppern, bekommt nun eine günstige Gelegenheit. Wie Microsoft mitteilte, wird Minecraft für die Xbox One ab dem 4. April 2019 fester Bestandteil des Xbox Game Pass werden.

Das mittlerweile schon zehn Jahre alte Minecraft erhält immer noch kostenlose Content-Updates und lebt zum Großteil von seiner lebhaften Community. Abonnenten der Microsoft-Spieleflatrate können ab dem 4. April 2019 das Spiel ohne weitere Zusatzkosten spielen. Gegen Zahlung einer festen Monatsgebühr können mit dem Microsoft Game Pass weit über hundert Titel, einige dauerhaft, andere wechselnd, über Windows-10-PCs und die Xbox One Spielekonsole gezockt werden.

Noch mehr Informationen zu Microsofts Xbox Game Pass und anderen Spiele-Flatrates finden Sie in unserem Ratgeber: Zocken bis zum Umfallen - Spiele-Flatrates im Überblick

 

Lookout: Neue Google-Apple identifiziert Objekte für Sehbehinderte

Google veröffentlicht in dieser Woche eine neue App für Sehbehinderte. Die Software hört auf den Namen Lookout und nutzt eine KI, um Objekte zu erkennen, die mit der Smartphone-Kamera erfasst werden. Lookout beinhaltet drei Modi: Explore, Shopping und Quick Read. Im Explore-Modus benennt die App per Sprachausgabe alle Objekte, auf die die Smartphone-Kamera gerichtet wird. Im Shopping-Modus können Nutzer beim Einkaufen in Geschäften Strichcodes scannen. Die App identifiziert außerdem Münzen und Geldscheine, so dass der Nutzer sich rückversichern kann, welche Banknote er beim Bezahlen an der Kasse gerade in der Hand hält.

Der Quick-Read-Modus liest Schilder oder Labels sowie Texte laut vor. Das kann beispielsweise beim Finden des Notausgangs oder beim Identifizieren einzelner Artikel in einem Supermarkt-Regal hilfreich sein. Laut Google ist die App noch weit davon entfernt, perfekt zu funktionieren. Der Konzern ist jedoch kontinuierlich damit beschäftigt, die integrierte KI zu verbessern.

Lookout ist vorerst leider nur in den USA für Besitzer des Pixel 1, des Pixel 2 und des Pixel 3 verfügbar. Google hat jedoch bereits angekündigt, die Software in Zukunft auch für andere Smartphones und in weiteren Ländern veröffentlichen zu wollen. Ein Termin für Europa steht bislang jedoch noch nicht fest.

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