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Morgenmagazin vom Donnerstag, 16. Oktober 2014

16.10.2014 | 07:15 Uhr |

Was heute wichtig wird: 16. Oktober 2014 +++ Telekom stellt neue Telefon- und DSL-Tarife vor +++ Apple hat angeblich Produktionsprobleme beim iPad Air 2 +++ Google präsentiert Nexus 6, Nexus 9 und Android Lollipop +++ Google braucht Regeln +++ Intel mit Rekordabsatz und starkem Gewinnplus

Was heute wichtig wird: 16. Oktober 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute sollte man auch wieder mit der Bahn zur Arbeit oder einem auswärtigen Termin kommen können und auch wieder problemlos zurück. Die Aussichten sind aber finster: Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich hoffnungslos ineinander verkeilt und streiten nicht um ein paar Prozentpunkte Gehaltserhöhung hin oder her, sondern um Grundsätzlicheres. Bis Weihnachten wird es wohl immer wieder zu Streiks kommen und im Januar geht die Sache vermutlich weiter. Bei der letzten Kollision zwischen GDL und Deutscher Bahn zog sich der Streit 18 Monate lang hin.

Widmen wir uns erfreulicheren Themen und klareren Aussichten: Heute Abend zeigt Apple eine Reihe neuer Produkte , die nicht nur für dieses Weihnachtsgeschäft relevant sind. Mit dem jährlich erneuerten iPad hat Apple jedoch allmählich das Problem, auf einen gesättigten Markt zu treffen, Tablet-Computer werden eben nicht alle ein bis zwei Jahre durch ein moderneres Modell ersetzt, sondern seltener. Die heute gezeigten iPads werden sich daher nicht an Besitzer von iPad Air, iPad Mini oder iPad 4 richten, sondern an die älterer Modelle und an etwaige Neukunden. Dem iPod indes täte eine kleine Auffrischung gut, obwohl der Markt mittlerweile nicht nur gesättigt ist, sondern seinerseits von dem für Smartphones und Tablets aufgefressen wird. Nennenswert Gewinn dürfte Apple ohnehin nur noch mit dem iPod Touch machen, der sollte die Form von iPhone 6 und iPhone 6 Plus erhalten.

Für längerfristige Investitionszyklen sind die heute zu erwartenden Macs gedacht, und hier könnte Apple mit echten Innovationen aufwarten. Der Mac Mini könnte etwa noch kompakter werden, auf das optische Laufwerk verzichtet der Hersteller bereits. Und der iMac bekommt wohl ein Retina-Display und könnte damit trotz der dann vergleichsweise geringen Bildschirmgröße von 27 Zoll so manchen Fernsehapparat im Wohnzimmer ersetzen. Ganz nebenbei werden wir erfahren, wann den OS X Yosemite endlich zum Dowload bereit steht, das kann schon in der Nacht zum Freitag der Fall sein. Räumen Sie also in jedem Fall schon mal Ihre Festplatte auf und machen ein Backup. Oder, wenn ihr Mac schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sehen Sie sich noch einmal die neuen Angebote an. Wir werden ausführlich über das Event berichten, die Geschehnisse einordnen und Kaufempfehlungen geben - einen Streik haben wir nämlich nicht im Sinn. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Apple verkauft keine Fitbits mehr in seinen Stores : Die Apple Watch ist zwar noch ein paar Monate von ihrem Verkaufsstart entfernt, doch laut Recode räumt Apple bereits seine Regale in den Stores um. Das Fitnessarmband Fitbit gibt es nun nicht mehr in den Niederlassungen und im Online-Store, berichtet Recode. Die Apple Watch will schließlich selbst ans Handgelenk und dabei alle Fitmessarmbänder überflüssig werden lassen.

Konkurrenz zu Netflix : HBO plant im kommenden Jahr, einen Video-Streaming-Dienst anzubieten, den man auch ohne Abo für das Kabelnetz des Anbieters beziehen kann. Nicht nur für Netflix ist das eine interessante Entwicklung, denn das Apple TV könnte von diesem neuen Dienst enorm profitieren.

Lukrativer Markt : Einer Studio von Juniper Research zufolge werden bis zum Jahr 2019 100 Millionen Smartwatches im Einsatz sein. Dabei werden sich nicht nur die heute bekannten Player wie Samsung, LG, Pebble und Apple auf dem Markt tummeln, sondern auch Modekonzerne wie TAG Heuer auf den Zug aufspringen.

Keine Auswirkungen: Wenn die Republik Irland ihre Steuergesetzgebung ändert und bestehende Schlupflöcher schließt, hat das laut dem Barclays-Analysten Ben Reitzes erst einmal keine Auswirkungen auf Apple. Erst im Jahr 2020 könnte sich das in den Bilanzen bemerkbar machen.

Weitere Nachrichten:

Telekom stellt neue Telefon- und DSL-Tarife vor

Das überraschendste an den neuen Tarifen: Sie unterscheiden sich weder beim tatsächlichen Preis noch bei der Leistung besonders von den Vorgängern. Magenta Zuhause XS (29,95 Euro) und S (34,94 Euro) mit DSL bis zu 16 MBit/s entsprechen dabei Call&Surf Basic beziehungsweise Call & Surf Comfort. MagentaZuhause M mit 50 MBit/s entspricht dem bisherigen Call&Surf Comfort Speed VDSL 50 und kostet 39,95 Euro. Magenta Zuhause L mit 100 MBit/s für 44,95 Euro lässt sich mit Call&Surf Comfort Speed VDSL 100 gleichsetzen. In den ersten 24 Monaten sind Magenta Zuhause M und L 5 Euro günstiger. Das gleiche gilt auch für „S“, aber nur für die ersten 12 Monate.

In allen Paketen ist wie gewohnt eine ungedrosselte Internet-Flatrate und (außer bei „XS“) auch eine Festnetz-Flat enthalten. Der Telefonanschluss läuft IP-basiert, was (für die Weiternutzung von analogen und ISDN-Telefonen) einen VoIP-fähigen Router voraussetzt oder alternativ VoIP-fähige Telefone. Der IP-Telefonanschluss enthält bis zu 10 Nummern lässt zwei gleichzeitige Gespräche zu. Echte analoge und ISDN-Anschlüsse schaltet die Telekom bei den Magenta-Zuhause-Tarifen nur noch auf explizite Nachfrage in besonders begründeten Fällen. Einen Überblick über die neuen Tarife erhalten Sie hier .

Zu allen Magenta-Zuhause-Tarifen (außer „XS“) lässt sich der Fernseh- und Video-Abrufdienst Entertain für monatlich 9,95 Euro hinzubuchen. Im Preis ist ein Receiver mit Festplatte und Aufnahmefunktion enthalten.

Die Mindestvertragslaufzeit für die Magenta-Zuhause-Tarife beträgt 24 Monate. Ausnahme: Bei „XS“ sind es nur 12 Monate. „XS“ lässt sich allerdings nicht online buchen, sondern nur über die Telekom-Hotline (0800/3301000) und in den Telekom-Shops.

Apple hat angeblich Produktionsprobleme beim iPad Air 2

Die Nachfrage nach dem neuen iPad Air könnte möglicherweise größer ausfallen. Grund dafür seien Produktionsprobleme beim iPad Air 2 , die nach Angaben des KGI-Securities-Analysten Ming-Chi Kuo dazu führen werden, dass Apple bis zum Jahresende anstelle der geplanten zwölf Millionen lediglich sieben bis neun Millionen Geräte fertigen kann. Die Herstellung gerate ins Stocken, da es laut Kuo Schwierigkeiten bei der Beschichtung der Bildschirme gebe. Die entspiegelten Displays würden nicht in jedem Fall nutzbar sein, so entstünde viel Abfall.

Auch in einem anderem Bereich hat Apple offenbar Probleme. Das Wall Street Journal will erfahren haben, dass die eigentlich für den Dezember geplante Massenfertigung eines Tablets mit 12,9-Zoll-Diagonale in das Jahr 2015 verlegt werden musste. Die starke Nachfrage nach dem iPhone 6 Plus würde Apple darüber hinaus alle Kapazitäten für eine Umschichtung nehmen.

Offiziell bestätigt wurden jedoch weder das iPad Air 2 noch das Riesentablet von Apple. Heute Abend weiß man mehr.

Google präsentiert Nexus 6, Nexus 9 und Android Lollipop

Google hat wie erwartet und großes Tamtam seine neuen Produkte und den Android-Kitkat-Nachfolger vorgestellt. Und das nur einen Tag vor dem großen Apple-Event am Donnerstag, bei dem Apple unter anderem seine neuen iPad-Modelle präsentieren wird.

Die Ende Juni noch unter dem Codenamen Android L vorgestellte neue Android-Version hat nun offiziell einen Namen. Zuletzt wurde darüber spekuliert, ob der Nachfolger von Android Kitkat vielleicht Android Lakritz heißen könnte. Google machte sich um das Rätselraten um den Namen lustig und veröffentlichte ein witziges Video.

Android 5.0 Lollipop
Vergrößern Android 5.0 Lollipop
© Google

Nun steht fest: Die neue Android-Version trägt den Namen Android 5.0 Lollipop. Mit Android Lollipop wird insbesondere die Entwicklung von Android-Apps für unterschiedliche Geräte und mit verschiedenen Display-Größen massiv erleichtert. Hinzu kommt mit "Material" eine neue Design-Richtlinie für das Betriebssystem und alle Apps. Sie soll Android ein moderneres und anspruchsvolleres Aussehen verleihen. Diese neuen Design-Richtlinien gelten auch für Desktop-Chrome-Geräte und andere Google-Geräte und -Dienste. Sie sollen für einen einheitlichen Look über alle Plattformen hinweg sorgen.

In der neuen Android-Version Lollipop werden Benachrichtigungen nun übersichtlicher und auch mit einer verbesserten Priorisierung dargestellt. Bereits im Lockscreen können die Benachrichtigungen betrachtet werden und ein Doppelklick auf einen solchen Eintrag öffnet die dazu gehörige App. Oder man kann eine nicht mehr benötigte Benachrichtigung mit einer Wischgeste ausblenden.

Personal Unlocking vereinfacht das Entsperren von Android-Geräten vereinfachen. So kann beispielsweise das Gerät den Besitzer daran erkennen, dass er eine mit dem Gerät gekoppelte Bluetooth-Uhr trägt und fordert ihn bei der Nutzung des Geräts nicht zum Entsperren auf. Befindet sich die Uhr dagegen nicht in der Nähe, muss er sich wie bisher durch den Lockscreen "quälen".

Hinzu kommen bei Android Lollipop diverse Verbesserungen unter der Haube. Dazu gehört die neue Laufzeitumgebung Art. Außerdem bietet die neue Version eine bessere GPU-Auslastung, eine Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren und ist auch stromsparender.

Mit dem Nexus 6 präsentiert Google auch gleich das erste Smartphone, das mit Android 5.0 Lollipop auf dem Markt erhältlich sein wird. Wurde das Nexus 5 noch von LG produziert, ist dieses Mal das zu Google gehörende Unternehmen Motorola für die Produktion des Nexus 6 verantwortlich.

Das Nexus 6 verfügt über einen Aluminium-Rahmen, ein 6 Zoll großes Quad-HD-Display (1440 x 2560 Pixel, 493 ppi), eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Es hat damit die Größe des iPhone 6 Plus, das Apple erst kürzlich als große Variante des iPhone 6 vorgestellt hatte. Das neue Nexus 6 verfügt außerdem über Stereo-Lautsprecher auf der Vorderseite.

Über die neue "Turbo Charger"-Funktion kann das Nexus 6 laut Google innerhalb von 15 Minuten so aufgeladen werden, dass es dann sechs Stunden durchhält. Der Akku hat eine üppige Kapazität von 3.220 mAh.

Angetrieben wird das Nexus 6 durch die mit 2,7 GHz getaktete Vierkern-CPU Snapdragon 805 und die GPU Adreno 420. Das Nexus 6 ist mit 32 GB oder 64 GB Speicher erhältlich.

Momentan kann das Nexus 6 noch nicht vorbestellt werden. Und auch Preise verrät Google nicht. Zuletzt wurde gemunkelt, die neuen Nexus-6-Modelle könnten 569 Euro (32 GB) bzw. 649 Euro (64 GB) kosten. Zumindest wurden sie zu diesen Preisen in den Media-Markt-Preislisten gesichtet. Der von Google verlangte Preis dürfte darunter liegen.

Das Nexus 6 wird laut Google ab Ende Oktober vorbestellbar sein. Es soll dann im Laufe des Novembers über Google Play erhältlich sein.

Google präsentiert Nexus 6, Nexus 9 und Android Lollipop (c) Google
Vergrößern Google präsentiert Nexus 6, Nexus 9 und Android Lollipop (c) Google
© Google

Mit dem Nexus 9 stellt Google gleich auch den ersten Tablet vor, der mit Android 5.0 Lollipop ausgeliefert wird. Den Vorgänger stellte Asus her. Das neue Modell kommt nun von HTC. Das Gerät verfügt über Ränder aus gebürstetem Metall. Das Gerät besitzt ein 8,9 Zoll großes IPS-Display. Für ordentlichen Sound sorgen die HTC-Boomsound-Frontlautsprecher.

Als Besonderheit steckt in dem Nexus 9 eine 64-Bit-CPU. Der mit 2,3 GHz getaktete Nvidia Tegra K1. Hinzu kommt die GPU Kepler DX1. Zur weiteren Ausstattung gehören eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, eine 1,6 Megapixel-Kamera auf der Vorderseite und ein 6.700 mAh-Akku. Auch das Nexus 9 wird mit 16 oder 32 GB erhältlich sein.

Das Nexus 9 ist ebenfalls noch nicht erhältlich und auch nicht vorbestellbar. Auch die Preise verrät Google noch nicht. Die reichen wir sofort nach, sobald wir sie kennen.

Mit dem Nexus Player stellt Google außerdem auch ein mit Asus entwickelte Android-Gerät zum Anschluss an Fernseher vor. Der Nexus Player ist laut Google nicht nur Streaming-Media-Player für Filme, Musik und Videos, sondern auch ein Android-Spiele-Gerät.

Wichtiger Hinweis: Der Nexus Player wurde bisher nur für die USA angekündigt. Ob und wann das Gerät auch nach Europa kommt, verrät Google nicht.

Google braucht Regeln

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich erneut für eine Regulierung des Suchmaschinen-Betreibers Google stark gemacht. Das Unternehmen sei fantastisch, sagte Gabriel am Dienstagabend in einer Podiumsdiskussion mit dem Chef des Google-Verwaltungsrats, Eric Schmidt . Aber man müsse schauen, ob es nicht gewisse Spielregeln brauche. "Und ich glaube ja", sagte Gabriel. "Ich bewundere Google. Aber ich bewundere auch einen Ingenieur mit der Fähigkeit, ein Auto zu bauen - und bin dennoch für Regeln im Straßenverkehr."

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Intel mit Rekordabsatz und starkem Gewinnplus

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© Intel

Der Halbleiterkonzern Intel hat im vergangenen Quartal seinen bisher höchsten Umsatz erzielt und den Gewinn deutlich gesteigert. "Es gibt noch viel zu tun, aber die Ergebnisse machen mich zuversichtlich", sagte Intel-Chef Brian Krzanich nach Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag . Die Erlöse erreichten 14,55 Milliarden Dollar, das war ein Plus von acht Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn stieg im dritten Quartal um gut zwölf Prozent auf rund 3,32 Milliarden Dollar.

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