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Morgenmagazin vom Donnerstag, 19. Dezember 2019

19.12.2019 | 07:01 Uhr |

Broadcomm sucht Käufer für RF-Sparte +++ Neue Comedy-Serie ab Februar bei Apple TV+ +++ Zweitgrößte Bank Australiens kommt zu Apple Pay +++ iPhone XS bei Amazon und Mediamarkt für 699 Euro +++ YouTube Music bekommt personalisierte Playlisten +++ Prototyp: Nintendo Playstation wird im Februar versteigert +++ Instagram: Neues Story-Layout für Foto-Collagen

19. Dezember: Charmante Spitznamen

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wir hätten die Kollegen für seriöser gehalten - und der Rest ihres Tests ist es ja auch. Aber dass die Leute von iFixit bei ihrem Teardown des Mac Pro tatsächlich diesen auf Verwendbarkeit als Käsereibe überprüften, konnten wir erst glauben, als wir das Video sahen – wir berichteten . Natürlich war das Design des Gehäuses Anlass zum Spott, wir haben ja auch mehrmals das Wort "Käsereibe" fallen lassen. Aber irgendwie ist diese Lästerei auch eine liebevolle - so wie seinerzeit bei der "Schreibtischlampe" – dem iMac G4 - oder noch früher der "Pizzaschachtel", dem Macintosh LC: Beißend hingegen war der Spott bei den Airpods, die aber nun wirklich große Ähnlichkeiten mit den Köpfen elektrischer Zahnbürsten aufweisen. Der verblasste aber, als sich die True-Wireless-Hörer als Kassenschlager erwiesen.

"Käsereibe" wird wohl bleiben, ist aber immer noch besser, wenn sich solch ein Spitzname auf die Äußerlichkeiten bezieht und nicht auf Mängel wie bei den lauten "Staubsaugern", jenen immer laut die Lüfter drehenden Power Macs G4 MDD. Der Mac Pro von 2019 wird hoffentlich nicht so laut, seine gewaltigen Kühlkörper lassen das hoffen. So leise wie sein unmittelbarer Vorgänger, der "Mülleimer", wird die Maschine von 2019 aber auch nicht bleiben.

Bei der Macwelt packen wir nun aber die letzten Sachen zusammen, um bald in den Weihnachtsurlaub gehen zu können. Der Kalender mahnt uns auch immer lauter: Da steht, am 19. Dezember solle man sich um den Christbaum und die Plätzchen kümmern. Solch' inoffizielle Feiertage könnten ja gewaltig stressen, das tun wir uns aber nicht an: Den Baum haben wir seit Sonntag aufgestellt  und die Plätzchen wie alle umsichtigen Bäcker schon im November in den Ofen geschoben. Jetzt sind sie ausreichend lang gelagert, um bestens zu munden. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Vorwärts immer: Das Jahresende – Zeit für Prognosen und Rückblicke. Jason Snell führt in seiner aktuellen Kolumne "More Color" beides zusammen und schaut sich an, was er vor gut einem Jahr für 2019 prophezeit hat und was davon eingetreten ist. Seine Bilanz ist dabei nicht einmal so schlecht, er war aber auch relativ nüchtern bei seinen Vorhersagen und spekulierte etwa nie über faltbare iPhones oder fliegende Mac Minis oder dergleichen. In Sachen Mac Pro lag er relativ richtig und auch mit der Weissagung, Apple würde beim neuen iPhone-Jahrgang vor allem auf die Kameras setzen. Einen neuen iMac kann man ja jetzt immer noch für 2020 sich wünschen, ebenso ein noch größeres iOS-Gerät, das über das iPad Pro 12,9 hinaus wächst. Und auch bei iOS 14 ist noch viel Luft nach oben.

Glotze : Am Freitag dieser Woche gehen die Apple-Originale "See", "The Morning Show" und "For All Mankind" in ihr Staffelfinale, zweite Staffeln sind bereits in Arbeit, die voraussichtlich ab Herbst 2020 bei Apple TV+ zum Stream bereitstehen werden. Die nächste Serienpremiere hat Apple nun angekündigt: Die ersten Folgen der Comedy mit halbstündiger Folge "Mythic Quest: Raven's Banquet" werden am 7. Februar 2020 Premiere in Apples Streamingdienst haben. Die Serie ist einem Spielentwicklerstudio angesiedelt und wird von Rob McElhenney und  Charlie Day produziert, McElhenney hat das Drehbuch geschrieben und spielt auch eine Hauptrolle. Interessanter Aspekt: Der Spielegigant Ubisoft ist Co-Produzent, es steht also zu erwarten, dass das Setting entweder direkt bei Ubisoft angesetzt ist oder Produkte des Unternehmens mehr oder weniger dezent vor der Kamera auftauchen, wie man das etwa von "The Morning Show"  oder "Truth Be Told" von denen Apples kennt.

Wenig überzeugend: Apple News+ ist jetzt seit neun Monaten in den USA und Kanada auf dem Markt, seit Spätherbst auch in UK und Australien. Bereits im November hatte Condé-Nast-Chef Roger Lynch orakelt, dass es nun an der Zeit für Verleger ist, die Zeitschriften-Flatrate zu evaluieren. Gegenüber Digiday haben nun weitere Publisher ihre Zwischenbilanzen gezogen und zeigen sich wenig begeistert. Ein Manager meinte etwa, froh darüber zu sein, mit Apple News+ die Abo-Einnahmen gesteigert zu haben, das sei aber nur in einem bescheidenen Rahmen geschehen und die Zahlen nicht wirklich relevant. Konkret seien das weniger als 20.000 US-Dollar im Monat, man werde aber weiter dabei bleiben, um die Reichweite zu steigern. MoAna Luu, beim Magazin Essence für den Inhalt verantwortlich, sieht sich durch die Steigerung der Abozahlen ermutigt, weiter auf Apple News+ zu setzen, nennt aber keine konkreten Zahlen. Man freue sich aber, mit Hilfe von Apple News+ die internationale Reichweite gesteigert zu haben. Fterür das Zusammenlegen der Services in einen größeren Entertainmentdienst, den Apple laut Bloomberg für das Jahr 2020 angeblich plant, zeigten sich Publisher durchaus offen, stellen sich aber die Frage nach dessen Preis und damit, was für sie übrig bleibt.

Noch einer mehr: Apple, Google, Amazon und die Zigbee-Allianz haben sich zusammen getan, um einen neuen Standard für Smart-Home-Geräte zu schaffen - wir berichteten. "Connected Home over IP" lässt sich prima als "CHIP" abkürzen, was dem Standard, der 2020 seinen ersten Draft bekommen sollte, eine griffigen Namen gibt. Ob nun aber der Traum der Kunden von Smart-Home-Geräten und -Services wahr wird und alle Geräte nun bald eine gemeinsame Sprache sprechen, die auf dem IP-Protokoll basiert, darüber herrscht Uneinigkeit. Wie arstechnica anmerkt, haben viele derartige übergreifenden Standards vor allem gemein, dass sie einem reichhaltigen Ökosystem noch einen weiteren Standard hinzu fügen.

Aufgegeben : MIt Westpac kommt Mitte 2020 die letzte der vier großen australischen Banken zu Apple Pay, nach Jahren des Widerstands. Ursprünglich hatten die "Big Four" genannten Institute versucht, per Gerichtsbeschluss Zugriff auf den NFC-Chip in iPhone und Apple Watch zu bekommen, um eigene Bezahldienste darüber anzubieten. Diese Initiative war gescheitert. Schon jetzt können die Kunden von drei regionalen Ablegern der Westpac ihre Kreditkarten zur Wallet hinzufügen und für Apple Pay nutzen, der Mutterkonzern nutze jedoch ein anderes Bankingsystem und brauche für die technische Umsetzung noch ein gutes halbes Jahr, wie eine Sprecherin erklärte.

Käufer gesucht: Wie das Wall Street Journal berichtet, such der Chip-Hersteller Broadcomm zusammen mit der Bank Credit Suisse einen Käufer für eine seiner Mobilfunksparten, genauer gesagt, der RF-Abteilung. Diese ist noch Marktführer bei FBAR - film bulk acoustic resonators - die in Smartphones unerwünschte Signale aus dem Radiofrequenz-Bereich ausfiltern. Der Wettbewerb hatte sich zuletzt verschärft, vor allem durch den Konkurrenten  Qorvo. Der Umsatz der Sparte im Fiskaljahr 2019 hat noch 2,2 Milliarden US-Dollar betragen, sie könnte bis zu 10 Milliarden US-Dollar wert sein, spekuzliert das WSJ. Fraglich ist aber, ob Broadcomm einen derartige Preis auch erzielen könnte. Als einen Kandidaten für die Übernahmne nennt das Blatt wenig überraschend Apple, für Cupertino wäre das die größte Akquise in der Firmengeschichte, mehr oder weniger weit vor der 3-Milliarden-Übernahme von Beats im Jahr 2014.

Weitere Nachrichten:

iPhone XS bei Amazon und Mediamarkt für 699 Euro

Überraschend gibt es sowohl bei Amazon als auch Mediamarkt das iPhone XS sehr günstig. Das Vorjahres-Top-Modell ist aktuell mit etwa 36 Prozent Rabatt zu haben. Aktuell gibt es das iPhone XS mit 64 GB für 699 Euro, das Modell mit 256 GB für 839 Euro (beim Mediamarkt für 899 Euro). Das Angebot ist allerdings zeitlich begrenzt und bei Bestellung bei Amazon eine Lieferung bis Weihnachten unwahrscheinlich. Schon in den letzten Wochen gab es sehr viele günstige Angebot für das XS, der Preis von 699 Euro ist allerdings ungewöhnlich niedrig.

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YouTube Music bekommt personalisierte Playlisten

YouTube Music wurde in dieser Woche durch personalisierte Playlisten erweitert . In Anlehnung an Discover Weekly von Spotify bietet der Streaming-Dienst von Google nun eine Discover Mix Playliste. Die personalisierte Song-Liste soll Nutzer mit neuen Künstlern vertraut machen, die sie noch nicht kennen, deren Musik jedoch zu ihren Vorlieben passt. In der Playliste finden sich außerdem weniger bekannte Songs von Künstlern, denen der Nutzer bereits folgt. Discover Mix beinhaltet 50 personalisierte Tracks. Die Playliste wird immer Mittwochs mit neuen Songs versehen.

Ebenfalls neu ist die Playliste New Release Mix. Hier finden sich alle neuen Songs von Künstlern, denen der Nutzer folgt, erweitert wird die Liste außerdem um neue Releases, die den Musikgeschmack des Nutzers treffen sollen. New Release Mix orientiert sich an der Release Radar Playliste von Spotify. Während das Spotify-Pendant immer freitags geupdated wird, soll sich der New Release Mix von YouTube immer dann aktualisieren, wenn neue Alben und Singles veröffentlicht werden.

Die dritte personalisierte Playliste bei YouTube Music ist Your Mix. In der Auswahl finden sich Künstler, die der Nutzer bereits kennt, gemischt mit Neuentdeckungen, die ihm ebenfalls gefallen könnten. Umso mehr Songs und Künstler der Nutzer mit einem Like versieht, desto treffender soll die Auswahl in den drei neuen Playlisten sein. Die drei Playlisten sind ab sofort im „Mixed for you“-Bereich von YouTube Music, sowohl im Web-Player als auch in der iOS- und der Android-App zu finden. YouTube Music kostet monatlich 9,99 Euro. Die Musik-Videos des Portals können von Abonnenten ohne Werbeanzeigen, offline und auch im Hintergrund angeschaut werden. Interessierten stellt YouTube aktuell einen kostenlosen Test-Monat zur Verfügung.

Prototyp: Nintendo Playstation wird im Februar versteigert

Nintendo Playstation? Sony und Nintendo standen tatsächlich einmal kurz davor, gemeinsam an einer neuen Konsole zu arbeiten. Das Ergebnis tauchte erst Jahre später als Prototyp auf, dieser soll im Februar 2020 über Heritage Auctions versteigert werden . Die von Terry Diebold im Jahr 2009 erstandene Konsole stammte aus dem Besitz eines ehemaligen Sony-Mitarbeiters und wurde von Diebold auf vielen Messen für Retro-Gaming präsentiert. Die Reisekosten seien nun aber so groß geworden, dass sich ein Verkauf der Konsole aufzwingt.

Bei der Nintendo Playstation handelt es sich um eine SNES-Konsole, die neben dem Modulschacht für Spiele auch über ein CD-Laufwerk verfügt. Die Hardware war das Ergebnis einer beginnenden Partnerschaft zwischen Sony und Nintendo, die jedoch von Sony für eine Kooperation mit Philips aufgegeben wurde: Das Ergebnis war die erste Playstation. Über den erzielbaren Preis kann nur spekuliert werden. Heritage Auctions ist sich aber sicher, dass sich ein Käufer finden wird, gerade weil es weltweit nur ein Exemplar der Retro-Konsole gibt. Ein norwegischer Kunde bot Diebold schon 1,2 Millionen US-Dollar an, dies lehnte der aktuelle Besitzer aber ab. Auch an einer Weitergabe der Konsole an ein Museum hat der derzeitige Besitzer wenig Interesse. Stattdessen sollen die Einnahmen die bislang aufgelaufenen Reisekosten wieder einspielen.

 

Instagram: Neues Story-Layout für Foto-Collagen

Die Foto-Community Instagram hat in dieser Woche eine neue Funktion für Stories vorgestellt , die aktuell an alle App-Nutzer ausgeliefert wird. Das neue Feature trägt den Namen „Layout“ und ermöglicht es Nutzern, mehrere Fotos als Collage in einer Instagram-Story zu veröffentlichen. Layout findet sich beim Öffnen der Story-Funktion in der Auswahl am unteren Rand neben Boomerang- und Superzoom-Videos. Ein Tipp auf Layout öffnet unterschiedliche Collagen-Vorlagen, in denen etwa zwei Bilder übereinander, vier Bilder nebeneinander oder ein großes Bild in der oberen Hälfte und zwei kleinere darunter angelegt werden können. Die Collage kann im Anschluss wie gewohnt mit Gifs, Filtern, Mentions oder Zeichnungen versehen und veröffentlicht werden.

Die Möglichkeit, Collagen für Stories zu erstellen hatten Instagram-Nutzer bislang nur über Drittanbieter-Apps. Über einen Trick, indem ein Fotos aus der Galerie kopiert und in eine Textbox eingefügt wird, waren mehrere Fotos in einer Story ebenfalls eingeschränkt möglich. Layout-Funktionen ließ Instagram aber bislang vermissen. Instagram hat seine App in den vergangenen Monaten vor allem im Story-Bereich kontinuierlich mit neuen Funktionen versorgt. Im Oktober launchte etwa der Create-Modus, mit dem Nutzer unterschiedliche Templates anwenden können.

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