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Morgenmagazin vom Donnerstag, 19. Mai 2016

19.05.2016 | 07:04 Uhr |

Siri auf dem Mac - erste Screenshots +++ Die Regeln für Touch ID +++ Nokia vor dem Comeback +++ Apple engagiert Experten für kabelloses Aufladen +++ Forscher zeigen transparentes Holz +++ Google I/O 2016: Google Home, Allo und weitere Highlights der Keynote

19. Mai: Altes Stadion, neuer Laden

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Noch drei Wochen und ein Tag bis zum Beginn der EM - und noch zwei weitere Tage bis zum ersten Spiel des DFB-Teams. Langweilig wird es bis dahin nicht, heute Abend etwa geht die Bundesliga in die Verlängerung, mit dem ersten Relegationsspiel zwischen der Frankfurter Eintracht und dem Club aus Nürnberg, das über den letzten freien Platz im Oberhaus in der nächsten Saison entscheidet. Es ist ja wenigstens im Abstiegskampf spannend bis zuletzt und zwei Spiel darüber hinaus, das tröstet so manchen über fehlende Spannung in der Meisterschaft hinweg.

Zuletzt hatte am letzten Spieltag der Saison 2006/2007 in der Blitztabelle noch einmal die Führung gewechselt, als Energie Cottbus (heuer in die vierte Liga abgestiegen) gegen den VfB Stuttgart (heuer in die zweite Liga abgestiegen) in Führung ging, war Schalke 04 (heuer immerhin wieder für die Europaleague qualifiziert) für acht Minuten virtuell Meister. Doch dann traf Thomas "The Hammer" Hitzlsperger für die Schwaben, die sich die Meisterschaft nicht mehr nehmen ließen.

Für ein richtiges Drama in der Bundesliga muss man aber noch weiter zurück, am 19. Mai vor 15 Jahren war Schalke 04 nicht nur während des Spiels virtuell Meister, sondern nach dem Abpfiff im Gelsenkirchener Parkstadion - dem letzten Spiel dort. Meister für viereinhalb Minuten. Denn dann trafen die Bayern in ihrem Spiel beim HSV in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch per indirekten Freistoß und sicherten sich die Schale. Schalke ist seither "Meister der Herzen". Aber es war auch ein 19. Mai, an dem in München ein gewisser Petr Cech mit seinen Fingerspitzen einen Elfmeter von Bastian Schweinsteiger gerade noch so an den Innenpfosten lenkte. Drama kann also nicht nur das Parkstadion, sondern auch die Allianz Arena.

An jenem Tag, als der Schuss des für München spielenden Schweden Patrik Andersson ganz Gelsenkirchen mitten ins Herz traf – obwohl der Ball in Hamburg ins Netz einschlug – begann in McLean in Virginia und Glendale in Kalifornien eine ganz andere Geschichte. Am 19. Mai 2001 gingen endlich die ersten beiden Filialen der Apple eigenen Ladenkette Apple Store in Betrieb - ursprünglich geplant war der Start zur Macworld Expo in jenem Jahr. Eine Konzeptänderung kurz vor Schluss, die Steve Jobs erst erzürnte aber nach etwas Nachdenken überzeugte, war für die Verzögerung verantwortlich. Ron Johnson, der die Läden entwickelte, war auf die Idee gekommen, nicht nach Produkten, sondern nach Lösungen zu sortieren.

Die Ladenkette Apple Store von heute hat mit den beiden vergleichsweise bescheidenen Pilotprojekten vor den Toren von Washington D.C. und Los Angeles nur noch wenig gemeinsam. Die Stores präsentieren sich entweder mit beeindruckender Architektur in den besten Verkaufslagen wie der Fifth Avenue, Covent Garden, der Kö oder dem Kudamm oder sie sind dort platziert, wo in vergleichsweise schmucklosen Einkaufszentren ganze Regionen zum Shoppen zusammenkommen, wie dem Centro in Oberhausen.

Apple baut seine Stores immer wieder um und führt neue Angebote ein. So sind die Läden seit einem guten Jahr auch Uhrengeschäfte, eine wenige verkaufen sogar Luxusuhren. Bestellt man online, muss man nicht warten, bis der Postbote klingelt, sondern kann sich sein Neugerät auch im nächsten Ladengeschäft Apples abholen. Altgeräte kann man zurückgeben, wenn sie noch was wert sind, diesen Betrag auch gleich bei Neukauf anrechnen lassen. Auch einfach mal nur zum Schauen kann man rein, sollte dann aber erstens Lärm und Gedränge nicht scheuen und zweitens fest damit rechnen, von einer Dame oder einem Herrn im blauen T-Shirt angesprochen zu werden. 15 Jahre nach seinem Start erweist sich der Apple Store jedenfalls als eine nachhaltig lukrative Idee, von deren erfolgreichen Umsetzung am 19. Mai 2001 außerhalb Apples kaum jemand überzeugt schien. Apple hat mit dem Store aber sein Ziel erreicht, Schalke rennt der Schale weiter hinterher. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Wenn der Fingerabdruck nicht reicht: Touch ID ist bequem, doch hat vor allem die Sicherheit der Fingerabdruckerkennung ihre Grenzen. So lassen sich Personen auch juristisch dazu zwingen, ihr iPhone mit dem Finger zu entsperren - nicht aber, den Passcode herzugeben. Daher gibt es einige Beschränkungen und das iPhone fordert in bestimmten Fällen die Eingabe des Passcodes auch dann, wenn Touch ID aktiviert ist. Erst kürzlich hinzugekommen ist die Regel, das Passwort müsse sein, wurde das iPhone seit sechs Tagen nicht mehr per Passwort entsperrt und darüber hinaus seit acht Stunden nicht mehr per Fingerabdruck. Aber es gibt noch weitere Regeln.

Siri auf dem Mac: Seitdem Apple den Sprachassistenten zunächst auf dem iPhone und dann auf dem iPad eingeführt hat, gibt es Spekulationen, Siri werde auch auf den Mac kommen. In diesem Jahr soll es endlich so weit sein, nicht nur Apples Einladung zur WWDC ist viel sagend. Macrumors will nun auch erste Screenshots entdeckt haben, die Siris typische Wellenformen und eine Menüleisten-Icon zeigen. Am 13. Juni wird Apple das neue MacOS vorstellen, die öffentliche Beta wird ab Juli bereitstehen und die finale Version bis spätestens Oktober.

Maßnahmen gegen den Brick: Das jüngste Update auf iOS 9.3.2 hat etliche iPad Pro 9,7 unbrauchbar gemacht, der bereits im Frühjahr in anderen Fällen populär gewordene Fehler 56 hat wieder zugeschlagen. Apple hat mittlerweile die Existenz des Problems eingeräumt und spricht von einer "kleinen Zahl" betroffener Geräte. Ein weiteres Update für iOS sollte also in Kürze folgen.

Comeback geplant: Microsoft verkauft Teile seiner Handy-Sparte für 350 Millionen US-Dollar an Foxconn. Betroffen sind die sogenannten Feature-Phones, die einst unter der Marke Nokia Weltmarktführer wurden und vom Erfolg der Smartphones zur Seite gedrängt wurden. Microsoft behält indes die Smartphones unter der Marke Lumia, einfache Nokia-Handys wird es aber bald wieder zu kaufen geben: Die neuen Besitzer haben auch Software und Markenrechte erworben. Ebenso ging Microsoft Vietnam an Foxconn, 4500 Mitarbeiter werden den Arbeitgeber wechseln.

We call it a Klassiker: Das iPhone war von Anfang an auch eine mobile Spielekonsole, einige Entwickler von neuen Spieleideen feierten unerwartete kommerzielle Erfolge. Unsere Kollegen der Macwolrd haben zehn Spiel zusammengetragen, die seit dem ersten iPhone funktionieren und auch heute noch für Kurzweil sorgen. Angry Birds ist natürlich auch dabei: Das Original, das nur einen Euro kostete, aber nicht mit PowerUps nervte...

Für Audiophile: MP3 und sein Nachfolger AAC sind allgegenwärtig, schmeicheln aber nicht allen Ohren. Doch wollen auch Audiophile wenigstens Teile ihrer Musikbibliothek unterwegs genießen, für solche Kundschaft bietet sich ein Player an, der sich auf Formate wie FLAC versteht. Kirk McElhearn, der iTunes-Guy, hat sich mit dem Fiio X7 ein solches Gerät angesehen und angehört. Der auf Linux basierende Player fasst zwar nur 32 GB, lässt sich aber mit bis zu 128 GB großen Micro-SD-Karten füttern. Der Klang ist überragend, findet McElhearn, wobei sich für Kopfhörer mit großer Impedanz noch ein zusätzlicher Verstärker empfiehlt. Der Preis: Um die 600 US-Dollar.

Weitere Nachrichten:

Apple engagiert Experten für kabelloses Aufladen

Wie TheVerge berichtet, hat Apple innerhalb der letzten vier Monate zwei ehemalige Ingenieure des Startup-Unternehmens namens uBeam engagiert. Demnach handelt es sich bei den neuen Mitarbeitern um Experten im Bereich des kabellosen Aufladens von Smartphones. Somit soll das Team, welches sich mit diesem Feature bei Apple beschäftigt, mehr als zwölf Mitarbeitern umfassen. Diese wurden innerhalb der letzten zwei Jahre von dem Unternehmen eingestellt.

Bereits Anfang des Jahres wurde spekuliert, ob Apple im Jahr 2017 die neue Akku-Technologie in der neuen iPhone-Generation vorstellen wird. Dabei wolle sich das Unternehmen jedoch nicht mit der herkömmlichen Lade-Technik zufrieden geben: eine einfache „Matte“, auf der das Smartphone zum Laden abgelegt werden kann, sei bei Apple keine Option. Den Gerüchten nach plane Apple eine neue Technologie zu etablieren, mit der es möglich sei, das Smartphone aufzuladen, ohne dass das sich Gerät auf einer externen Ladestation befindet. Somit könne sich das iPhone theoretisch auch in der Hosentasche befinden und gleichzeitig aufgeladen werden.

Diese Idee soll auch das Startup uBeam verwirklichen wollen, wobei Apple entsprechende Patente schon in der Vergangenheit eingereicht hat. Bereits 2010 dachte man über die Möglichkeit nach, den persönlichen Computer als mobile und kabellose Auflagestation zu nutzen.

Auch wenn die Technik rund um das kabellose Aufladen noch nicht ausgereift ist, kann man bei manchen Geräten bereits beim Ladevorgang der Akkus auf eine Kabelschnittstelle verzichten. So lässt sich beispielsweise die Apple Watch per induktiver Ladetechnik aufladen. Der einzige Nachteil: auch mit induktiver Ladetechnik kann man sich mit dem Gerät nicht großartig frei bewegen. Dies könnte sich aber mit einer Methode ändern, die derzeit Ultrasound Technology genannt wird. Ob Apple tatsächlich mit der Hilfe der vor kurzem angeworbenen Mitarbeiter an solch einem Projekt arbeitet, hat das Unternehmen jedoch nicht bestätigt.

Wer sein iPhone bereits jetzt schon ohne Kabel aufladen möchte, muss dafür nicht erst auf die nächste iPhone-Generation warten. Als Anwender muss man jedoch gewisse Opfer dafür bringen.

Um das Smartphone nämlich induktiv aufladen zu können, muss das iPhone eine spezielle Hülle haben, über die das Telefon geladen wird. Die Vielfalt solcher Hüllen ist auf dem Markt jedoch recht überschaubar. Auch das Design solcher Induktiv-Cases ist in der Regel recht schlicht und macht optisch keinen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Besonders beliebt scheinen solch unausgereiften Methoden daher nicht zu sein: Durchsucht man diverse Online-Händler nach induktiven Ladestationen für das iPhone findet man nur sehr wenige Produkte, die sich laut Kundenrezensionen eignen. Bei den meisten Produkten sollen dahingegen oftmals Hitzeprobleme auftreten. Letztendlich raten die meisten Kundenrezensionen von einem Kauf solcher noch recht unausgereiften Technik ab. Sehr große Beliebtheit erfahren jedoch Powerbanks , mit denen sich die Smartphones zwar nicht kabellos und induktiv aufladen lassen, dafür unterwegs zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Ob Apple mit dem noch in diesem Jahr erscheinenden iPhone 7 eine Revolution in Sachen induktives Laden einleitet, bleibt abzuwarten. Manche Gerüchte sprechen allerdings dafür.

Forscher zeigen transparentes Holz

US-Forscher konnten an der Universität von Maryland ein Verfahren entwickeln, mit dem Holz durchsichtig gemacht werden kann. Dazu sind zwei Stufen nötig. In Stufe 1 wird das Holz mit Chemikalien wie Natronlauge behandelt. Dieser Vorgang löst das Lignin aus dem Werkstoff. Damit verliert das Holz nicht nur seine Farbe, sondern auch seine Festigkeit.

Die dadurch entstandenen Zellulose-Strukturen müssen daher in Schritt 2 mit Kunstharz ausgegossen werden, um wieder an Stabilität zu gewinnen. Das hierdurch entstandene Material ist transparent und nach Angaben der Forscher so fest wie Glas. Trotz der chemischen Behandlung sei es biologisch besser abbaubar als Kunststoff.

Das transparente Holz sei beispielsweise für Solarzellen geeignet. Darüber hinaus könnte es für Fenster, Möbel oder im Hausbau eingesetzt werden.

Umweltfreundliche IT Akkus und Computerchips aus Holz

Google I/O 2016: Google Home, Allo und weitere Highlights der Keynote

Google hat seine diesjährige Entwicklermesse Google I/O 2016 (18.5. - 20.5) mit einer Keynote am Mittwochabend (deutscher Zeit) vor über 9000 Entwicklern und Pressevertretern eröffnet. In diesem Artikel fassen wir alle wichtigen Highlights der Keynote zusammen.

Die Google I/O findet in diesem Jahr nicht in San Francisco statt, sondern 50 Kilometer entfernt davon in der Nähe des Google-Campus im Shoreline Amphitheatre in Mountain View (Kalifornien). Erwartet werden viele spannende Ankündigungen.

Google-CEO Sundar Pichai eröffnet die Keynote mit einem Überblick über die aktuellen technologischen Errungenschaften bei der Google-Suche. Und wie sie sich über die vergangenen Jahre hinweg entwickelt hat. Wie beispielsweise die Suche auf Google über die Spracheingabe. Die Kurzzusammenfassung: Die Google-Suche und -Dienste sind überall und jederzeit für die Nutzer verfügbar. Egal ob vor dem PC daheim, unterwegs oder im Auto.

Google Home: Google-Assistent für Zuhause

Mit Google Home will Google noch in diesem Jahr ein neues Produkt auf den Markt bringen, welches an das hierzulande noch nicht erhältliche Amazon Echo erinnert. Aber Google Home soll noch mehr können. Zunächst einmal ist Google Home ein WiFi-Lautsprecher, der über Sprachkommandos des Anwenders bedient werden kann und somit keinerlei Knöpfe besitzt. Google Home kann so beispielsweise direkt die vom Anwender gewünschte Musik abspielen. Und das überall im Haus, wenn eine WiFi-Verbindung in  das Heimnetzwerk besteht.

Google Home kann aber auch vom Anwender angewiesen werden, beispielsweise einen Film abzuspielen. Die Wiedergabe erfolgt dann auf dem vom Anwender gewünschten Bildschirm."Ist mein Paket schon verschickt?". "Wie groß ist der Mond?" - Diese und ähnliche Fragen kann Google Home jederzeit per Sprachausgabe beantworten.

Außerdem kann Google Home auch Suchanfragen des Anwenders beantworten und eignet sich auch zur Steuerung eines Smart Homes. Also beispielsweise der Heizung oder des Lichts.

Google Home soll irgendwann später in diesem Jahr auf den Markt kommen. Einen genaueren Zeitpunkt verrät Google derzeit noch nicht. Zunächst gibt Google nun den Entwicklern die Möglichkeit, passende Anwendungen für Google Home zu entwickeln.

Allo: Neue Messenger-App von Google

Mit Allo hat Google auch eine neue, smarte Messenger-App vorgestellt, die den Nutzern völlig neue Möglichkeiten beim Austausch von Nachrichten geben soll. Und dabei auch die intelligenten Suchalgorithmen und die KI von Google verwendet.

Im Gespräch mit einer Person über einen geplanten Restaurant-Besuch kann Allo beispielsweise Vorschläge für Restaurants machen, die alle Gesprächsteilnehmer sehen. Und auf Wunsch erledigt Allo auch gleich die Reservierung im Restaurant, wenn sich alle über den geplanten Treffpunkt einig sind.

Allo kann auch automatisch auf eingehende Nachrichten reagieren und das im Sinne des Empfängers. So reagiert Allo beispielsweise automatisch auf den Empfang eines Fotos und schickt dem Versender eine entsprechende Reaktion.

Nach Microsoft und Facebook stellt Google mit Allo auch selbst Chat-Bots vor. In Allo ist der Google-Assistent jederzeit per Textnachricht erreichbar. Der Anwender kann dem Chat-Bot so beispielsweise die Frage per Text stellen: "Wie hat meine Lieblingsmannschaft zuletzt gespielt." Der Google-Assistent kennt die Lieblingsmannschaft seines Anwenders und kann so entsprechend antworten. Wird im Chat die Aufforderung "Zeig mir die besten Tricks von Ronaldo" getippt, liefert Allo als Antwort ein passendes Youtube-Video.

Allo erscheint für Android und iOS im Sommer.

Duo: Neue 1-zu-1-Videokonferenz-App

Mit Duo stellt Google auch eine neue Begleiter-App für Allo vor, mit der Nutzer mit einer anderen Person Video-Gespräche führen können. Die Verbindung wird dabei durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Die App für Android und iOS soll möglichst einfache Videotelefonie ermöglichen. Duo wird vom WebRTC-Team entwickelt und es kommt ein neues Protokoll zum Einsatz, dass auch bei schlechteren Mobilfunkverbindungen eine gute und stabile Videoqualität bieten soll.

Duo erscheint gemeinsam mit Allo für Android und iOS im Sommer.

Android N - Auf der Suche nach einem Namen

Android N wird später in diesem Jahr erscheinen. Traditionell benennt Google neue Android-Versionen nach Namen von Süßspeisen. Bei Android N ruft Google nun die Internet-Gemeinde dazu auf, bei der Suche nach einem neuen Namen für das neue mobile Betriebssystem mitzuhelfen. Vorschläge können über android.com/n eingereicht werden.

Zwei Bedingungen gibt es für die Vorschläge: Der Name muss mit "N" anfangen und gut schmecken!

Welche Neuerungen und Verbesserungen Android N enthält, stellen wir in diesem Artikel vor, den wir umfassend um die nun bei der Google-I/O-Keynote vorgestellten neuen Infos aktualisiert haben.

Die erste Beta von Android N ist ab sofort über diese Website für eine Vielzahl von Nexus-Geräte von Google verfügbar.

Die finale Version wird später im Jahr erscheinen. Wir gehen von Herbst oder Spätherbst aus.

Android VR = Daydream: Headset und Controller

Google integriert in Android N auch alle für die Entwicklung von VR-Anwendungen notwendigen Schnittstellen unter dem Namen Daydream. Alle Smartphones, für die Android N verfügbar sein wird, werden damit auch bereit für VR-Apps sein.

Zusätzlich hat Google mit Daydream auch ein Referenzdesign für ein komfortabel zu tragendes VR-Headset und einen VR-Controller vorgestellt. Dieses Referenzdesign dürfen alle Smartphone-Hersteller verwenden, um ihre Smartphones mit VR-Brillen und -Controller auszuliefern.

Der VR-Controller ist klein und handlich und erkennt auch die Lage und Position der Hand des Anwenders. Eine besonders bequeme Navigation in der VR-Umgebung soll so möglich sein. Daydream wird ab Herbst verfügbar sein.

Endlich frei und autonom: Android Wear 2.0 - Neues OS für smarte Geräte

Mit Android Wear 2.0 stellt Google eine neue Version des mobilen Betriebssystems für smarte Uhren und andere smarte Geräte vor. Entwickler können ab sofort eine Vorabversion von Android Wear 2.0 herunterladen und Apps dafür entwickeln. Die ersten Geräte mit Android Wear 2.0 sollen ab Herbst 2016 auf den Markt kommen.

Wichtigste Neuerung bei Android Wear 2.0: Apps können völlig autonom auf einer Smartwatch laufen und benötigen nicht mehr eine Verbindung zu einem Smartphone. Zusätzlich kann aber künftig jede Smartwatch-App jede beliebige Infos aus einer Smartphone-App anzeigen.

"Wir haben aus den Erfahrungen und Wünschen der Nutzer bezüglich Android Wear in den vergangenen zwei Jahren gelernt", betont auch Google bei der Vorstellung von Android Wear 2.0.

Erhält der Anwender beispielsweise auf seiner Smartwatch eine Nachricht, dann kann er sie künftig direkt per Zeicheneingabe auf der Smartwatch beantworten, in dem er einen Buchstaben nach dem anderen auf dem Smartwatch-Bildschirm zeichnet. Alternativ ist auch eine Beantwortung per Spracherkennung möglich. Das Smartphone muss dafür nicht in der Nähe sein.

Auch für Anwender, die eine Smartwatch als Fitnesstracker verwenden, bietet Android Wear 2.0 spannende Neuerungen und Verbesserungen. Dazu zählt beispielsweise die automatische Erkennung der aktuellen Aktivität. Fitness-Apps können außerdem künftig alle durch die Sensoren gemessenen Daten miteinander austauschen. Eine Kalorien-App erhält damit etwa von der Lauf-App die Infos, welche Strecke der Smartwatch-Träger gelaufen und ist und kann dann auch mithilfe der vom Herz-Sensor gemessenen Daten die verbrauchten Kalorien errechnen.

Standalone-Apps für Smartwatches ist eine extrem wichtige Neuerung und verschafft Android Wear 2.0 einen wichtigen Vorsprung vor Apples Lösung. Die Android-Wear-2.0-Smartwatch muss lediglich eine Verbindung ins Internet via WLAN oder Mobilfunk besitzen.

Android Instant Apps: Android-Apps künftig auch ohne Installation verwendbar

Mit Android Instant Apps arbeitet Google derzeit an einen neue Art und Weise, wie Anwender für Android entwickelte Apps erleben können. Nämlich direkt nach einem Klick auf einen Link, ohne die App auf dem Smartphone installieren zu müssen. Demonstriert wurde dies anhand eines Links, den der Anwender per Nachricht zu einem Video auf Buzzfeed erhält. Statt der Website mit dem Video öffnet sich eine Instant-App-Variante der Buzzfeed-Video-App. Dabei werden nur die Teile der Buzzfeed-App geladen, die aktuell benötigt werden und dann wird das gewünschte Video innerhalb der App abgespielt. Und das direkt und ohne eine Installation der Buzzfeed-Video-App.

Mit Android Pay bezahlen? Auch das geht künftig mit Android Instant Apps, ohne die Android-Pay-App installiert haben zu müssen.  Anderes Beispiel: Der Anwender kann in einer Stadt, in der er gerade Urlaub macht, die von dem U-Bahn-Betreiber bereitgestellte App zum Ticket-Kauf verwenden, ohne diese installieren zu müssen. Der Umweg über den Google Play Store entfällt und somit können auch spontan Android-Apps verwendet werden, ohne sich um eine Installation kümmern zu müssen.

Eine aktuelle Android-Version wird nicht benötigt. Android Instant Apps wird für alle Android-Versionen ab Android Jellybean verfügbar sein.

Aktuell macht Google noch keine Angaben zur Verfügbarkeit von Android Instant Apps. Von irgendwann später in diesem Jahr ist die Rede.

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