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Morgenmagazin vom Donnerstag, 2. April 2015

02.04.2015 | 06:55 Uhr |

Was heute wichtig wird: 2. April 2015 +++ Was tun gegen WLAN-Probleme? +++ Apples TV-Verhandlungen stocken +++ Keine Pfandgebühr auf SIM-Karten +++ HDMI-Stick mit Chrome OS für 100 Dollar +++ Stylus Jot Script 2: Handschriftliche Notizen auf dem iPad +++ Computercamp für Jugendliche +++ Apple und IBM: Acht neue Apps für Unternehmen +++ Tipp: Textfarbe in Keynote automatisch an das Bild anpassen

Was heute wichtig wird: 2. April 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! der letzte Arbeitstag vor dem Osterfest ist angebrochen, das heutige Abendmahl am Gründonnerstag läutet die Passion ein. Ebenso wie für das Entstehen der Aprilscherze (siehe gestern) gibt es auch für den Namen des Gründonnerstags die unterschiedlichsten Theorien. Das bevorzugt verzehrte Gemüse wie Spinat oder Grünkohl könnte natürlich Pate gestanden haben. Schließlich leitet der Gründonnerstag das Ende der Fastenzeit ein, die ja nicht aus Jux und Dollerei entstand, sondern aus der Not der am Ende des Winters immer leereren Speisekammern - das erste junge Gemüse der neuen Vegatationsperiode muss vor den Zeiten des Überflusses einen ganz besonderen Geschmack gehabt haben. Möglich ist auch, dass für die Benennung des Gründonnerstag nicht die Farbe der Mahlzeit die wesentliche Rolle spielte, sondern das Wort "greinen". Andere Sprachen helfen auch nicht weiter: Im Englischen heißt der Heutige Tag "Maundy Thursday", was auf das lateinische "Mandatum", jenen Auftrag, den Jesus seinen Jüngern beim letzten Abendmahl erteilte. Für die Franzosen ist der heutige Tag einfach nur der Heilige Donnerstag, das gilt für Spanier und Italiener gleichermaßen. Aber mussten sich ja auch nicht mit so kurzen Vegetationsperioden herumschlagen wie die Menschen im deutschen Sprachraum. In Schweden begeht man heute übrigens einen roten Donnerstag, in den Niederlanden einen weißen, in Polen einen Großen Donnerstag. Der auch in der ukrainisch- und der russisch-orthodoxen Kirche so heißt, aber erst in einer Woche begangen wird. Dann ist auch in Griechenland Roter Donnerstag, angeblich wegen der Farbe der Ostereier, die man in Griechenland seit jeher monochrom hält.

Der heutige 2. April ist Katholiken aber auch aus anderen Gründen wichtig, vor zehn exakt zehn starb Papst Johannes Paul II. Mittlerweile ist der Papst mit dem zweitlängsten Pontifikat der (belegbaren) Geschichte heilig gesprochen, das ging für die Verhältnisse der katholischen Kirche recht rasch, man könnte auf den üblichen Zeitskalen fast von einem "santa subito" sprechen. Der Gedenktag des ersten und bislang einzigen Polen auf dem Stuhl Petri ist der 22. Oktober, jener Tag, an dem er im Jahre 1978 das Amt antrat. Dabei wäre der 2. April ja auch gut geeignet, ist nicht nur sein Todes- sondern auch der Namenstag. Nicht Johannes oder Paul, aber der Zweite... Wir wünschen Frohe Ostern und erholsame Festtage und verweisen aber zunächst auf die

Lesetipps für Donnerstag

Was man gegen Wi-Fi-Probleme unternehmen kann: Bekanntlich berichten Anwender von OS X 10.10 über Probleme mit dem drahtlosen Netz, mit jedem Systemupdate verspricht Apple Verbesserungen. Bricht weiterhin ständig die Verbindung ab oder bleibt der Datendurchsatz mau, muss das nicht unbedingt am System liegen, die Störungen können auch andere Ursachen haben. Macworld hat noch einmal zusammengefasst, was man tun kann und schlägt unter gewissen Umständen auch einen Kabeltausch vor - des Kabels vom WLAN-Router oder Modem zum Internet natürlich...

Alles über "How To Become Steve Jobs": Tipp zum Hören, nicht zum Lesen - In der 450sten Ausgabe des Macworld-Podcast diskutieren Susie Ochs und Glenn Fleishman mit Gästen über die alternative Jobs-Biographie, die im Gegensatz zu der von Walter Isaacson auch die Zustimmung der heutigen Apple-Spitze erhalten hat. Was im Buch steht und was man Neues über Steve Jobs erfahren kann.

Millionenseller Apple Watch: Der berühmt-berüchtigte Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster hat wieder eine Prognose gewagt. Nein, diesmal nicht zum Apple-Fernseher, sondern zu den konkreten Verkaufszahlen der Apple Watch an ihrem ersten Wochenende. Bis zu einer Million Uhren werde Apple laut dieser Vorhersage am 24. April und den Tagen danach verkaufen. Munster rechnet bereits mit 300.000 Vorbestellungen am 10. April. Zuletzt waren Berichte über Knappheit laut geworden, die Interessenten in der Tat zu einer verbindlichen Vorbestellung ohne vorherige Ansicht der Uhr treiben könnten.

Apple will Kosten abwälzen: Falls Apple in das TV-Geschäft einsteigt, dann eher als Anbieter eines Internet basierten Streamingservies, den man auf Apple TV, Mac, iPhone und iPad empfangen könnten. Recode berichtet über fortgeschrittene Verhandlungen, in denen Apple versuche, die Kosten für die Streaming-Infrastruktur an die Partner und Zulieferer auszulagern. Apple wolle sich auf seine Kernkompetenzen in Software und Hardware konzentrieren und das Streaming als solches den erfahrenen Partnern überlassen. Apple fürchte explodierende Kosten, zudem könnten ISPs, die ihre eigenen Streamingdienste anbieten, Apple die Auslieferung erschweren. Von daher sollten die Fernsehprogramme selbst ihre Streams pflegen. Die Verhandlungen stocken laut Quellen an diesem und anderen Punkten, Apple wollte sich jedoch nicht dazu äußern.

Weitere Nachrichten:

Keine Pfandgebühr auf SIM-Karten

Wer seine SIM-Karte nach Vertragsende nicht an den Mobilfunkanbieter zurückschickt, muss keine Pfandgebühr entrichten. Zu diesem Entschluss kam das Oberlandesgericht in Schleswig. Im Jahr 2012 wurde dem Anbieter Mobilcom-Debitel eine derartige Gebühr von zehn Euro noch zugesprochen, dafür aber die Rücksendefrist gestrichen.

Verbraucherschützer sahen darin einen Nachteil für Kunden, das OLG Schleswig teilt diese Ansicht. Eine Weiterverwendung der alten SIM-Karten vom Provider sei nicht zu erwarten, vielmehr müsse sogar eine Vernichtung in Auftrag gegeben werden. Auch mit einer missbräuchlichen Verwendung von abgelaufenen SIM-Karten sei nicht zu rechnen, zumindest ist noch kein derartiger Fall bekannt geworden.

Das Gericht sieht die Pfandgebühr daher lediglich als zusätzliche Zahlung ohne Nutzen für den Kunden. Mobilfunkanbieter hätten wohl in der Absicht gehandelt, dass Kunden die Rücksendung vergessen und lieber die Abbuchung der Pfandgebühr in Kauf nehmen.

HDMI-Stick mit Chrome OS für 100 Dollar

ASUS hat mit Chromebit einen HDMI-Stick für den Fernseher angekündigt, auf dem Chrome OS als Betriebssystem läuft. Die Stromversorgung erfolgt über einen MicroUSB-Stecker, mit dem passenden Kabel kann hierfür der USB-Anschluss des Fernsehgeräts genutzt werden. Alternativ greift man zum Handy-Netzteil.

Auf dem Winzling kommt offenbar ein ARM-basiertes Rockchip RK3288 SoC zum Einsatz, dem zwei GB Arbeitsspeicher sowie 16 GB interner Speicher zur Seite stehen. Das Zuspielen von Inhalten erfolgt per WLAN, Bluetooth oder über USB 2.0. Durch den klappbaren HDMI-Stecker soll Chromebit auch mit ungünstigen Platzverhältnissen hinter dem TV klarkommen.

Via USB oder Bluetooth lassen sich zudem Tastatur und Maus anschließen. Über Googles App Chrome Remote Desktop kann der Stick aber auch über das Smartphone gesteuert werden, um Android-Apps oder Medien abzuspielen. ASUS will Chromebit in unterschiedlichen Farben im Sommer für unter 100 US-Dollar in den Handel bringen.

Stylus Jot Script 2: Handschriftliche Notizen auf dem iPad

Für iPhone- und iPad-Nutzer kündigt Adonit den neuen Jot Script 2 Stylus in der Evernote Edition an. Damit sich der Stylus besonders gut zum Verfassen von handschriftlichen Notizen eignet, setzt Adonit bei der neuen Generation des Stifts auf eine neue Spitze, die nur noch 1,9 mm dünn ist. Durch ein deutlich dünneres Gehäuse soll der Jot Script 2 außerdem wesentlich besser in der Hand liegen als sein Vorgänger. Aufgeladen wird der Bluetooth Stylus über einen magnetischen USB-Adapter, der im Lieferumfang enthalten ist. Nach 45 Minuten ist der Jot Script 2 komplett aufgeladen und kann für 20 Stunden genutzt werden, verspricht der Hersteller. Auch die Präzision des Stylus soll im Vergleich zum Vorgänger erneut verbessert worden sein. Durch die sogenannte Jot Script Pixelpoint Technologie soll die Linienführung noch exakter ausfallen.
 
Im Zusammenspiel mit Evernote Premium können mit Hilfe des Jot Script 2 handschriftliche Notizen in der App verfasst und bestimmte Inhalte gesucht werden. Mit dem Kauf des Stylus für 70 Euro erhalten die Kunden auch ein 6-Monats-Abo des Evernote-Premium-Dienstes. Der Jot Script ist ab sofort über den Evernote Market erhältlich und funktioniert auch uneingeschränkt mit der neuen Penultimate-App.

Computercamp für Jugendliche will Freizeitspaß mit IT-Kursen verknüpfen

Das Programm richtet sich dem Veranstalter zufolge an ”Digital Natives”, Schüler mit reichhaltigen Computerkenntnissen, Hochbegabte sowie IT-Nerds und will Kursein Bereichen wie Gamedesign, Softwareentwicklung und Filmproduktion vermitteln. Zu den entsprechenden Modulen kommt als besonderes Highlight ein Kurs für angehende Gamesentwickler: Jugendliche können demnach mit der 3D-Brille Oculus Rift erste Erfahrungen mit der Virtual- und Augmented-Reality sammeln, ihre Kenntnisse in der Programmiersprache C# sowie dem Umgang mit Unity erweitern und gemeinsam ein Spiel programmieren. Außerdem sollen geschulte Trainer erkennen, wenn Teilnehmer spezielles Interesse an bestimmten Bereichen zeigen und diese mit Sonderaufgaben besonders fördern. Neben dem Freizeitspaß sei die Wissensvermittlung oberstes Ziel, so Christian Gerstgrasser, leitender Geschäftsführer bei Computercamp .

Insgesamt möchte man eine Kombination aus Unterkunft, Unterrichtsräumen und Freizeitmöglichkeiten bieten. Alle Kurse beinhalten bei Computercamp die Unterbringung in einer beaufsichtigten Unterkunft mit Verpflegung, Freizeit-Programm sowie zusätzlichen EDV-Workshop-Angeboten am Abend. Eltern müssen sich um die Technik keine Gedanken machen, so der Anbieter weiter. Das Computercamp stellt demnach die IT-Infrastruktur bereit.

Die Kurse finden ab dem 12. Juli bis zum 25. Juli 2015 in Föckinghausen (Nordrhein-Westfalen) statt, diese Termine sind aber längst nicht mit allen Sommerferien der deutschen Bundesländer kompatibel. Ab dem 26. Juli bis 22 August gibt es dann immerhin auch die Möglichkeit, nach Wald am Arlberg in Österreich zu reisen, um an diesen Kursen teilzunehmen. Eine Terminübersicht mit den entsprechenden inhaltlichen Kursangeboten findet sich bei Computercamp .

Apple und IBM: Acht neue Apps für Unternehmen

Die Kooperation mit IBM hatte Apple im Sommer 2014 bekannt gegeben. Durch das MobileFirst Programm sollen langfristig mehr iPhones und iPads an Unternehmen verkauft werden. Nachdem Apple und IBM bisher schon 14 Apps im Rahmen des Programms veröffentlichten, folgten nun acht neue Programme, die vor allem auf den Gesundheitssektor sowie die Industrie ausgerichtet sind.
 
Mit der Hospital RN App für das iPhone können Ärzte und Krankenpfleger die digitalen Patientenakten von überall im Krankenhaus einsehen. Durch iBeacon Technologie werden die Akten in der App sogar nach der Nähe zu den Patienten vorsortiert.
 
Die Hosptial Lead App für das iPad soll in erster Linie Krankenpfleger und Kranschwestern mit Informationen und Benachrichtigungen über neue Aufgaben versorgen. Über die App können die Vorgesetzten außerdem neue Aufgaben durch wenige Klicks bestimmten Mitarbeitern zuweisen.
 
Für die Industrie veröffentlichen die beiden Unternehmen unter anderem die Rapid Handover App für das iPad. Das Programm soll es den Schichtleitern ermöglichen, aktuelle Informationen und Aufgaben auf eine besonders einfache Art mit den Mitarbeitern der neuen Schicht zu teilen. Durch die iPad Kamera können außerdem defekte Geräte oder Gefahren in der Fabrik einfach mit der App dokumentiert werden.

Tipp: Textfarbe in Keynote automatisch an das Bild anpassen

Wer gerne Fotos in seine mit Keynote erstellte Präsentation einfügt, kann Text passend zum Bild einfärben.  Dazu markiert man den einzufärbenden Text und klickt auf das Farbwählersymbol unter „Format > Text“. Dort findet sich ein graues Pipettensymbol. Sobald man es anklickt, erscheint ein Kreis mit dem man eine Vergrößerung der darunter liegenden Pixel angezeigt bekommt. Damit lässt sich leicht jedes beliebige Pixel von einem in der Präsentation platzierten Bild aufnehmen. Der zuvor markierte Text wird passend zu den per Klick aufgenommenen Werten in den Pixeln eingefärbt.

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