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Morgenmagazin vom Donnerstag, 21. August 2014

21.08.2014 | 07:36 Uhr |

Was heute wichtig wird: 21. August 2014 +++ Penclic: Computer-Maus im Stift-Design in Neuauflage +++ Wohin?-Umkreissuche heute kostenlos +++ Entwickler erhalten Safari 7.1 und 6.2, OS X Server 3.2 +++ Vine für iOS erlaubt Import von Videoclips +++ Digitale Agenda will flächendeckendes High-Speed-Internet +++ LG enthüllt Multi-Room-Audiosystem Music Flow +++ Twitter löscht Fotos verstorbener Nutzer +++ Facebook versendet fast nur noch verschlüsselte Mails

Was heute wichtig wird: 21. August 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Auf Twitter kann man derzeit die Ereignisse von vor 25 Jahren nachverfolgen, die letztlich zum Zusammenbruch des Ostblocks geführt haben, unter twitter.com/Mauerfall89 ist derzeit noch das Paneuropäische Picknick vom 19. August und die dadurch ausgelöste erste Massenflucht Thema. Löcher hatte der "Eiserne Vorhang" an der ungarisch-österreichischen Grenze schon seit Mai, am 11. September schließlich öffnete Ungarn die Grenzen komplett, wenig später wurde die Botschaft in Prag Fluchttor für tausende DDR-Bürger. Wir blicken heute aber weitere 21 Jahre zurück, an jenem 21. August 1968 beendeten Truppen der Sowjetunion und einige ihrer Verbündeten den ersten Versuch eines kommunistischen Regimes, das System zu reformieren und "menschlicher" zu gestalten. Dem in eine "Tauwetterperiode" eingebunden Prager Frühling folgten weitere 20 Jahre der Kälte, doch schlummerte der Drang nach Freiheit nur und unaufhaltsame Kräfte brachen sich Bahn, als auch in Moskau von Reformen gesprochen wurde. Es war ebenfalls ein 21. August, als rückwärtsgerichtete Funktionäre feststellen mussten, aus der Zeit gefallen zu sein. Im Jahre 1991 endete ein kurzer und beinahe unblutiger Dreitage-Putsch, der die Uhr zurückdrehen sollte, den Lauf der Geschichte aber eher beschleunigte: Aus der zentralistischen Sowjetunion sollte in jenen Augusttagen ein föderaler Staatenbund werden, die Folge des Aufstandes der Ewiggestrigen waren aber 15 unabhängige Staaten. Eine ganze Reihe von Unabhängigkeitstagen stehen deshalb im August im Kalender, heute etwa begeht Lettland diesen Nationalfeiertag, am Sonntag die erneut von Ansprüchen eines Hegemons geplagte Ukraine. In der Geschichte Europas hängt nun einmal alles mit allem zusammen, so jährt sich heute etwa auch die Schlacht von Gumbinnen, in Ostpreußen trafen erstmals russische und deutsche Truppen ernsthaft aufeinander, in einem Krieg, den die damaligen Kriegstreiber auf den Sommer und Herbst begrenzt sahen. In gewisser Weise dauert er aber immer noch an, da ändert auch der zwischenzeitliche Mauerfall nicht viel. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Fünf Tipps für Studenten im digitalen Zeitalter ( Macworld )

Zehn faszinierende Tipps für Apple Keynote ( Macworld UK )

Sogar die Konkurrenz wartet auf Apples Wearables-Debut ( Computerworld )

NFL Now jetzt auf dem Apple TV ( Cnet )

Weitere Nachrichten:

Penclic: Computer-Maus im Stift-Design in Neuauflage

Die neuen Penclic-Modelle D3, R3 und B3 wurden dem Hersteller zufolge so angepasst, dass die Bedienung noch flüssiger und präziser gelingt. Alle Funktionen werden dabei über die rechte und linke Maustaste sowie über das jetzt mittig platzierte Scroll-Rad mit Daumen und Zeigefinger bedient. Der Fuß, in dem der Penclic Stift kugelgelagert ist, sorgt für sicheren, aber flexiblen Halt des in allen Richtungen neigbaren und jederzeit greifbaren Stifts, verspricht der Anbieter. Die Penclic-Maus findet ihren Einsatz vor oder neben der Tastatur oder dem Bildschirm links oder rechts und soll gleichermaßen geeignet sein für Profis wie Grafiker oder Ingenieure sowie allgemein für Computer-Arbeitsplätze im Büro und zuhause. Penclic soll auf nahezu jeder Oberfläche ohne spezielles Pad oder Tablet einsatzbereit sein.

Besonders hebt der Hersteller den gesundheitlichen Aspekt seines ungewöhnlichen Computermaus-Konzepts hervor: Im Gegensatz zur Arbeit mit einer traditionellen Computer-Maus schone die Federhaltergriff-Position beim Nutzen der Penclic-Maus den Unterarm und das Handgelenk. Dadurch sollen Schmerzen oder Verletzungen, die zum sogenannten RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury) führen können, sich mindern oder verhindern lassen.

Die Modelle R3 mit Wireless und B3 mit Bluetooth sind mit wiederaufladbaren AAA 1,2 V NiMH-Akkus ausgestattet, die einmal aufgeladen bei täglicher Nutzung zirka einen Monat lang ihren Dienst verrichten sollen. Das Wiederaufladen erfolgt über das mitgelieferte USB-Ladekabel und kann auch während der Nutzung passieren. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Cursors lässt sich über die dpi-Taste unter der Maus von der Standardeinstellung 1200 dpi auf 800 oder 1600 dpi verändern.

Die Installation geschieht mittels Plug-and-Play, das heißt ohne zusätzliche Treiberinstallation, unter den Betriebssystemen Windows, OS X (ab Mac-OS X 10.1) und Linux.

Der Hersteller führt sein neues Penclic Computermaus-Modell auf der IFA vor, die vom 5. bis 10. September 2014 in Berlin stattfindet, und zwar in Halle 7.2c Stand Nr. 101/21a. Erhältlich im Handel ist die Penclic ab sofort in drei Varianten: Penclic D3 mit Kabel zum Preis von 59 Euro, Penclic R3 Wireless kostet 69 Euro und Penclic B3 mit Bluetooth schlägt mit 89 Euro zu Buche, alle Preise jeweils inklusive Mehrwertsteuer.

 

Wohin?-Umkreissuche heute kostenlos

Wohin? 6.7 ist am heutigen Donnerstag kostenlos. Die App gibt es im App Store   (Download 15,5 MB), sie unterstützt iPhone und iPod Touch ab iOS 5.1 und kostet regulär 2,69 Euro. Diesen Preis können sich App Store-Besucher am heutigen Donnerstag (21.08.2014) sparen, denn nur für diesen Tag wird sie kostenlos angeboten. Die 3D-Funktion für Augmented Reality lässt sich nach 30 Tagen kostenfreier Nutzung via In-App-Kauf (89 Cent) freischalten. Mobilfunkkunden der Telekom Deutschland erhalten diese Funktion kostenlos. Derweil arbeitet der Entwickler an der neuen Version 7.0. Welche Funktionen hinzukommen und wann sie erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die App Wohin? (Where To?) findet via GPS den eigenen Standort und bietet dann laut Entwickler 2200 Suchanfragen aus über 600 Kategorien an. Damit sei es ein Leichtes, gezielt nach einem Sushi-Restaurant, einer Post-Filiale oder einem Supermarkt in der unmittelbaren und erreichbaren Umgebung zu suchen. Ebenso ist es möglich, nach einem Parkhaus, einem Schwimmbad oder einem Tierarzt zu fahnden. Das runde Auswahlmenü der App soll es Anwendern leicht machen, ihre Suche zu präzisieren. Die Treffer werden nach der Entfernung zum eigenen Standort gelistet oder direkt auf einer Karte markiert. Ein Schütteln des iPhones reicht aus, um einen Zufallstreffer zu zeigen. In der App ist es auch möglich, eigene Favoriten anzulegen. Dazu ist die App recht mitteilsam. So kann man Details seiner Suche etwa an Freunde per E-Mail, SMS, Twitter oder Facebook weitergeben oder mit einem entsprechenden Audi oder Mercedes-Benz und passendem Auto-Navigationsgerät die Treffer direkt ins Auto überspielen.,

Entwickler erhalten Safari 7.1 und 6.2, OS X Server 3.2

Apple versorgt seine Entwickler weiter mit Beta-Software. Nach neuen Seeds für OS X 10.10, 10.9.5 und iOS 8 sind nun die neuen Safari-Versionen 7.1 und 6.2 sowie OS X 3.2 Server dran, berichtet unter anderem Apple Insider. Die Entwickler sollen bei ihren Tests vor allem auf das automatische Ausfüllen von Passwörtern und Kreditkartennummern achten, heißt es in den Release-Notes. Safari 7.1 wird Bestandteil von OS X Mvericks, während Safari 6.2 kompatibel zu OS X Lion und Mountain Lion sein wird. Neu ist in beiden Versionen das Feld ""Smart Search", das in Yosemite etwa auch Suchvorschläge von Spotlight integrieren wird.

Vine für iOS erlaubt Import von Videoclips

Die Kurzfilm-App Vine bekommt unter iOS ein neues Feature, was die Erstellung der sechssekündigen Streifen erleichtern soll. Nach einem Update kann die App nun auch Filmclips importieren, etwa solche, die mit der Kamera-App des iPhone aufgenommen wurden. Auf diese Weise sind nun auch Vines etwa in Slowmotion möglich. Die Android-Fassung von Vine soll diese Funktion erst später erhalten. Vine konnte bisher nur selbst Filme aufnehmen und im sozialen Netzwerk posten, Konkurrenten wie Instagramm mit Filtern und Importmöglichkeiten waren da längst weiter. Vine bekommt zudem weitere neue Funktionen, im Editor kann man nun etwa Clips duplizieren oder ausblenden. Ebenso lässt sich während des Filmens der Blitz des iPhones dauerhaft einsetzen.

Digitale Agenda will flächendeckendes High-Speed-Internet

Bis 2018 sollen in allen Regionen Deutschlands schnelle Internet-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Dieses Vorhaben will die Bundesregierung mit der „Digitalen Agenda 2014 – 2017“ ( PDF ) umsetzen, die in dieser Woche in Berlin vorgestellt wurde.

Laut Alexander Dobrindt (CSU), Minister für digitale Infrastruktur, wolle die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren eine flächendeckende Breitbandversorgung von 50 Mbit/s realisieren. Wie viel Geld das Mammut-Projekt verschlingen wird, ist vorerst allerdings noch unklar.

Die Deutsche Telekom reagierte heute umgehend mit einer offiziellen Stellungnahme. Vor allem der Netzausbau in ländlichen Regionen lohne sich für das Unternehmen derzeit nicht, weshalb eine Umsetzung der Digitalen Agenda ohne staatliche Hilfe nicht machbar sei. Minister Dobrindt hatte dem Konzern bereits zugesichert, einen Teil der Erlöse aus den anstehenden Frequenzauktionen wieder in den Breitbandausbau stecken zu wollen.

Von dieser Vorzugsbehandlung der Telekom zeigt sich hingegen der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) pikiert. Bei der Ausarbeitung der Digitalen Agenda habe es keine Abstimmung auf kommunaler Ebene gegeben. Diese sei jedoch für den Breitbandausbau unverzichtbar. Nicht nur für die Telekom, sondern auch für die Stadtwerke-Konzerne müssten finanzielle Anreize geschaffen werden.


LG enthüllt Multi-Room-Audiosystem Music Flow

LG enthüllt Multi-Room-Audiosystem Music Flow (c) lg.com
Vergrößern LG enthüllt Multi-Room-Audiosystem Music Flow (c) lg.com
© lg.com

Wer in den eigenen vier Wänden überall seine Lieblingsmusik abspielen möchte, braucht entweder wackelige Bastellösungen oder greift zu Systemen von Sonos . Hersteller LG will mit Music Flow eine Alternative zu diesen beiden Möglichkeiten anbieten.

Das Multi-Room-Audiosystem lässt sich über den für iOS und Android verfügbare Music Flow Player steuern. Für die Wiedergabe sind passende Lautsprecher zuständig, LG bietet hier drei Modelle mit 30, 40 und 70 Watt an. Wer noch mehr Sound benötigt, kann auf die 320 Watt starke Soundbar zurückgreifen.

Der Clou ist jedoch die Möglichkeit, die Boxen per NFC-Chip anzusteuern. Betritt der Anwender einen Raum, muss er dort nur sein Smartphone über den Lautsprecher halten, schon ertönt seine Musik an dieser Stelle.

Fotos, Videos und Musik vom Handy auf den Fernseher

Music Flow soll Musik drahtlos mit 192 kHz und 24 Bit übertragen können. Das System wird erstmals auf der IFA in Berlin vorgestellt. Dort werden voraussichtlich auch die Preise der Lautsprecher bekannt gegeben.

Twitter löscht Fotos verstorbener Nutzer

Twitter löscht Fotos verstorbener Nutzer (c) iStockphoto.com/Franckreporter
Vergrößern Twitter löscht Fotos verstorbener Nutzer (c) iStockphoto.com/Franckreporter
© iStockphoto.com/Franckreporter

In einem Tweet hat Twitter-Sprecher Nu Wexler nun bekannt gegeben, dass Angehörige von Verstorbenen über einen Antrag die Löschung von Fotos beantragen können, auf denen die Verstorbenen zu sehen sind. Damit erweitert Twitter die bereits geltenden Regeln für die Löschung von Konten von Verstorbenen.

Künftig könnten also auch Fotos und Videos der Verstorbenen von Twitter gelöscht werden, die andere Twitter-Nutzer veröffentlichen. In den betreffenden Fällen, so heißt es in dem Tweet, könnten Angehörige und autorisierte Personen einen Antrag auf die Löschung der Fotos und Videos an die Mail-Adresse privacy@twitter.com richten. Twitter berücksichtige dann diverse Faktoren und entscheide dann, ob die Inhalte gelöscht werden.

Zelda Williams, die Tochter des kürzlich verstorbenen Schauspielers Robin Williams, hatte sich kürzlich negativ über Twitter geäußert, nachdem sie über den Dienst von anderen Nutzern laut ihren Angaben mit Photoshop bearbeitete "verstörende" Fotos von ihrem Vater erhalten hatte. Sie hatte daraufhin öffentlich damit gedroht, Twitter nicht mehr nutzen zu wollen. Die beiden Konten, über die die Fotos an sie gesendet worden waren, wurden kurze Zeit später gelöscht.

Facebook versendet fast nur noch verschlüsselte Mails

Facebook hatte im Mai angekündigt, verstärkt eine Verschlüsselung bei den an die Nutzer versendeten Mails einsetzen zu wollen. Der Initiative zum Einsatz der Technologie namens STARTTLS haben sich mittlerweile nach den Snowden-Enthüllungen über NSA-Ausspähungen auch viele weitere große Unternehmen, wie Microsoft und Yahoo, angeschlossen. In einem Blog-Eintrag gibt Facebook-Entwickler Michale Adkins nun einen Einblick auf den aktuellen Stand der Umsetzung.

Demnach seien bei Ankündigung der Initiative im Mai nur etwa 58 Prozent der von Facebook vielen Milliarden täglich versendeten Mails verschlüsselt gewesen. Der Anteil sei mittlerweile auf über 95 Prozent angestiegen. Zugleich habe man auch die eingesetzte Verschlüsselung stark verbessert. So hätten diese nun ein sogenannten "valid audit trail" für das eingesetzte digitale SSL-Zerifikat (Secure Sockets Layer). Die besagten 58 Prozent früher, seien dagegen nur "opportunistisch verschlüsselt" gewesen.

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