2080478

Morgenmagazin vom Donnerstag, 21. Mai 2015

21.05.2015 | 06:59 Uhr |

Was heute wichtig wird: 21. Mai 2015 +++ Spotify mit Musikempfehlungen +++ KGI senkt Erwartunge an Apple Watch +++ Recode erklärt Research Kit +++ Roboter-Arme per Gedanken gesteuert +++ Anti-NSA-Aktivisten belauschen New Yorker +++ Teufels 2.1-Lautsprechersystem Concept C auch für Mac +++ 1.0.1: So aktualisieren Sie Ihre Apple Watch +++ Tipp: Library-Ordner permanent anzeigen lassen

Was heute wichtig wird: 21. Mai 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute Abend ist es wieder soweit: Im deutschen Fernsehen - also im Spartenkanal Einsfestival - ist ab 21 Uhr das zweite Halbfinale des europäischen Songcontests (ESC) zu sehen. Und wem dabei nicht Hören und Sehen vergeht, kann darüber abstimmen, welches der Lieder am Samstag dann im Finale vor großem Publikum in Wien nochmals zur Aufführung gelangen soll. Direkt für das Finale qualifiziert ist nicht nur der deutsche Beitrag, auch diejenigen der anderen fünf großen Geldgeber der EBU, des Gastgebers Österreich und erstmals ein Song aus Australien. Australien? Handelt es sich hierbei um eine babylonische Verwirrung Australia vs. Austria? Nein, down under soll der ESC seit Jahren viele treuen Zuschauer haben, bei dem Gastbeitrag von der anderen Seite der Welt soll es sich um einen einmaligen Versuch handeln.

Der australische Song ist laut Beobachtern recht gefällig und hätte gute Chancen auf den Sieg, der ESC würde im nächsten Jahr dennoch nicht umziehen, ein europäisches Gastland müsste für die nächstjährige Veranstaltung einspringen. Das wäre gewiss nicht Österreich, denn was die Teilnehmer fast noch mehr fürchten als einen hinteren Platz mit ein paar Trostpunkten aus der Peripherie des Sendegebietes ist der Sieg mit anschließender Verpflichtung, die nächste Show auszurichten. In den letzten Jahren ist die Veranstaltung immer größer und teurer geworden, einige Länder, die andere Sorgen haben, verzichten schon gleich ganz auf die Teilnahme.

So groß die Show auch ist und so amüsant vor allem die Punkteauszählung am Schluss (La Royaume Uni - zero points, Lithuania twelve points!) - große Kunst darf man nicht erwarten, nicht einmal Songs, die bleiben. Seit Waterloo vor 41 Jahren hat kaum ein Siegertitel mehr über den Tag hinaus gewirkt. Kulturelle Vielfalt darf man auch nicht erwarten, in den maximal drei Minuten bringen die Sänger und Sängerinnen meist beliebig austauschbaren Euro-Dance-Pop zur Darbietung, mal mehr oder weniger fein arrangiert. Selten fällt mal ein Beitrag komplett aus der Reihe, aber die Finnen sind schon im ersten Halbfinale gescheitert. Aber gut, heute ist Welttag der kulturellen Vielfalt, selbst der ESC trägt mit seiner Einfalt dazu bei. Der Sängerwettstreit mag irrelevant sein, amüsant ist er allemal. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag


Überarbeitetes Spotify : Der Musikstreamingdienst Spotify hat seine App überarbeitet und das Angebot erweitert. Anahnd des Geschmacks des Nutzers und der von ihm erstellten Playlisten will Spotify nun selbst Empfehlungen geben, die zudem auch noch von der Tageszeit abhängen sollen. Auch Videos und Podcasts gehören dazu.

Was man gegen Adware tun kann : Ungefährlich, aber lästig - Adware verfolgt mit unangemessener Werbung immer mehr Nutzer quer über das Internet. Schon mit den Bordmitteln des Mac kann man aber viel dagegen ausrichten.

Fernbedienung für das Smart Home: iOS 8 brachte HomeKit, dazu kompatible Geräte werden ab Juni erwartet. iOS 9 soll nun als zentrale Fernbedienung für all die smarten Steuerungen der Haustechnik bieten, eine App namens Home werde die zentrale Anlaufstelle im Betriebssystem.

Apples Research Kit erklärt: Seit März hat Apple Research Kit in iOS eingebaut, spezialisierte Apps sollen Gesundheitsdaten der Nutzer sammeln, um so Krankheiten wie Diabetes, Asthma, Brustkrebs oder Parkinson besser verstehen zu lernen. Was aber geschieht mit Daten, wer wertet sie aus und wie fließen sie in die medizinische Forschung ein? Recode hat einige Antworten.

Reduzierte Erwartungen: Apple will Lieferschwierigkeiten der Apple Watch bis Juni in den Griff bekommen haben, angeblich machte die Produktion der Taptic Engine Probleme. Die Analysten von KGI Securities haben daher die Verkaufserwartungen an die Apple Watch herunter geschraubt, um 20 bis 30 Prozent. Im dritten Quartal sollen etwa fünf bis sechs Millionen Uhren Käufer finden. Eine andere interessante Zahl haben die Marktbeobachter zudem parat: Über 80 Prozent der bisher georderten Apple Watches seien 42-mm-Modelle.

Mann steuert Roboter-Arme per Gedanken

Die von Johns Hopkins am Applied Physics Lab entwickelten Roboter-Arme erinnern zwar an die mechanischen Körperteile aus dem Film „Terminator“, sie sollen behinderten Menschen künftig jedoch das Leben leichter machen. Les Baugh, der bei einem Unfall in seiner Kindheit beide Arme verloren hat, konnte die High-Tech-Prothese bereits ausprobieren.

Vorher mussten dafür in einer Operation jedoch die zu seinem Armen führenden Nerven so verändert werden, dass sie mit den Roboter-Armen kommunizieren können. Nach einem ausgiebigen Training konnte Baugh seine künstlichen Arme allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern.

In den Roboter-Armen befinden sich über 100 Sensoren, 26 Gelenke und Motoren, mit denen sich bis zu 20 Kilogramm schwere Objekte aufheben lassen. Derzeit schlagen die künstlichen Körperteile jedoch noch mit einem Preis von ungefähr 500.000 US-Dollar zu Buche. Einfacher gestaltete Prothesen könnten in absehbarer Zukunft aber günstiger ausfallen.

Anti-NSA-Aktivisten belauschen New Yorker

Eine anonyme Anti-NSA-Aktivisten-Gruppe hat in New York unter dem Namen We Are Always Listening ein Pilot-Programm gestartet, das Bürger der Metropole auf die Abhör-Aktionen der NSA aufmerksam machen soll. Dafür geben sich die Aktivisten als falsche NSA-Agenten aus und platzieren in ganz New York City kleine Kassetten-Rekorder in Restaurants, Bars und unter Parkbänken.

Die aufgezeichneten Gespräche veröffentlicht die Gruppe anonym auf ihrer Website wearealwayslistening.com . Was der geneigte Zuhörer unter dem Menüpunkt Recordings zu hören bekommt ist amüsant, unterhaltsam und erschreckend zugleich. So beschreibt beispielsweise ein junger New Yorker die ungewöhnlichen Praktiken seines homosexuellen Partners, ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter beschreibt seine Arbeit als Künstler, während er ein Vorstellungsgespräch mit einer zukünftigen Assistentin führt oder eine Frau im Fitness-Studio verrät ihrer Freundin, was sie monatlich an Miete zahlt.

Mit ihrer Aktion wollen die Aktivisten diejenigen aufrütteln, die im Zuge der Enthüllungen von Edward Snowden behaupten, sie hätten nichts zu verbergen und auch nichts dagegen, wenn die NSA sie belauschen würde. Bei Erfolg soll das Projekt auch auf weitere US-Städte ausgeweitet werden.

Teufels 2.1-Lautsprechersystem Concept C auch für Mac

Das 2.1-Lautsprechersystem Concept C von Teufel bietet eine Nennleistung von 210 Watt und eine integrierte Soundkarte, die laut Hersteller auch mit dem Mac funktioniert. Zum Lieferumfang gehört die drahtlose Fernbedienung Teufel Puck Control. Über das mitgelieferte USB-Kabel wird der Mac oder PC mit dem Subwoofer verbunden, die beiden Satelliten mit der Bassbox verkabelt, der Strom ist anzuschließen und Treiber zu installieren. Die zum Anschluss der Satelliten benötigten Lautsprecherkabel werden auf einer 15-Meter-Rolle mitgeliefert. Zusätzlich zur USB-Verbindung stehen ein Mikrofon- und Klinkeneingang zur Verfügung, entsprechend ausgestattete Notebooks, Smartphones und Tablets übertragen den Sound drahtlos per Bluetooth, mittels aptX-Technologie   in bestmöglicher Qualität. Der Hersteller verspricht zwei hochwertige 2-Wege-Satelliten und einen kräftigen 200-mm-Subwoofer mit 40 Hz Grenzfrequenz. Das 2.1-System ist im Webshop auf www.teufel.de und im Flagship-Store im Bikini Berlin zum Preis von 300 Euro erhältlich.

1.0.1: So aktualisieren Sie Ihre Apple Watch

Wir sind zwar geübt darin, Updates auf unseren Computern - und inzwischen auch unseren Smartphones – zu installieren. Aber ein Update für eine Uhr? Das dürfte für die meisten neu sein. Zum Glück hat Apple den Vorgang vergleichsweise einfach gehalten, Sie müssen lediglich einige wenige Dinge beachten.

Update-Checkliste :

  • Apple Watch mindestens 50 Prozent Ladestand?

  • iPhone mit dem WiFi verbunden?

  • Watch und iPhone in Reichweite zueinander und gekoppelt?

  • Apple Watch an die Stromversorgung angeschlossen?

Apple drängt dazu dass, man die Apple Watch beim Update an das Ladekabel anschließt. Dies soll verhindern, dass sich die Uhr während des Update-Vorganges abschaltet. Dies könnte die Apple Watch im schlimmsten Fall unbrauchbar machen. Deshalb die Vorgabe, mit möglichst gut geladenem Akku und Stromversorgung zu aktualisieren.

Steuerzentrale für Updates der Apple Watch ist die gleichnamig App auf dem iPhone, mit der Sie Ihre Apple Watch verwalten. Dort finden Sie die Softwareupdates unter "Meine Uhr" -> "Allgemein" -> "Softwareaktualisierung". Dort wird Ihnen das Update auf die neueste Version angezeigt, aktuell 1.0.1. Wenn Sie das Update auswählen, müssen Sie den Gerätecode eintippen.

Ab jetzt geht alles automatisch. Die App lädt die neue Software, überträgt sie vom iPhone auf die Apple Watch und dann wird die Apple Watch automatisch neu starten.

Erstes Update 1.0.1

Gut einen Monat nachdem die Apple Watch in den Verkauf ging, gibt es das erste Softwareupdate der Uhr. Dies soll unter anderem Verbesserungen der Spracherkennung Siri, bessere Berechnung von Fitnessfunktionen wie Kalorienverbrauch und Distanzen, sowie der Unterstützung von Drittanbieterapps mitbringen. Apple hat außerdem einige neue Sprachen in die Apple Watch gepackt. So unterstützt diese mit 1.0.1 auch Russisch, Türkisch, Dänisch, Niederländisch und weitere.

Software 1.0.1 enthält zahlreiche Sicherheitspatches. So wurden zahlreiche Bugs im Systemkernel behoben, mit denen jemand beispielsweise Webanfragen auf beliebige Server hätte umleiten oder die Watch abstürzen lassen können. Auch Sicherheitslücken im Fontparser und die bekannte FREAK-Lücke hat Apple jetzt geschlossen.

Apple verlängert Kooperation mit Tomtom für Apple Maps

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichten, wurden keine finanziellen Details zu der neuen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen bekannt und auch zu der Laufzeit der neuen Verträge gibt es bisher noch keine Informationen. Es ist bekannt, dass Apple mindestens seit 2012 auf die Daten von Tomtom für die Apple-Karten in Europa und den USA setzt. Für Apple gehören die beiden Regionen zu den größten und wichtigsten Märkten.

Nachdem es in den vergangenen Wochen Berichte darüber gab, dass Apple angeblich an einer Übernahme des Kartendienstes Nokia Here interessiert sei, scheint der neue Vertrag mit Tomtom gegen eine solche Übernahme von Apple zu sprechen. Momentan scheint es am wahrscheinlichsten, dass Uber oder ein Konsortium aus deutschen Autoherstellern den Here-Kartendienst übernehmen werden.

In welchem Zusammenhang die Autos von Apple stehen, die seit Monaten mit hochauflösenden Laser-Scannern In den USA durch die Straßen fahren, ist bisher nicht bekannt. Es scheint am wahrscheinlichsten, dass die von den Fahrzeugen gesammelten Daten die Kartendaten von Tomtom und anderen Quellen wie Open Street Map ergänzen, die bei Apple Maps zum Einsatz kommen.

Quelle: Reuters

Hackergriff auf Bundestag schlimmer als erwartet

Der vor wenigen Tagen entdeckte Hacker-Angriff gegen Rechner des Bundestags ist offenbar gravierender als zunächst angenommen, wie Spiegel Online berichtet. Denn die Hacker haben offenbar auch versucht die Bundestagsrechner von Regierungsmitgliedern mit Trojanern zu verseuchen. Wie Spiegel Online aus Parlamentskreisen erfahren haben will, würden Sicherheits-Experten derzeit überprüfen, ob auch das Bundestagsbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Ziel des Hackerangriffs wurde.

Zur Identität der Hacker liegen noch keine neuen Erkenntnisse vor, die letzte Mitteilung des BSI datiert vom 15. Mai und bestätigt nur, dass das BSI den Vorfall analysiere. Diese noch andauernde Analyse lieferte aber bereits die Erkenntnis, dass die Hacker spätestens seit Anfang Mai mit einem Trojaner zunächst Dienstrechner von einigen Bundestagsfraktionen – die Rede ist von der Fraktion der Partei „Die Linke“ sowie von der Partei „die Grünen“ - infizierten. Dabei erbeuteten sie die Administratoren-Passwörter, mit deren Hilfe die Angreifer dann weiter in das interne Parlamentsnetz vordringen konnten. Dort sollen sich die Angreifer dann relativ frei bewegt haben. Mit dem Ziel möglichst große Datenmengen abzugreifen.

Ob das gelang und ob tatsächlich auch vertrauliche Daten in die Hände der Angreifer fielen, ist noch unbekannt. Bis heute konnten Sicherheits-Experten noch nicht alle infizierten Rechnern aufspüren. Unter Umständen müssen sogar „weite Teile der Bundestags-IT komplett neu konfiguriert werden“, wie der Spiegel schreibt.

Laut den Berichten in der "Welt" vom 16.03.2014 waren es rund fünf Tausend Rechner im Bundestag, die nicht rechtzeitig vom veralteten Betriebssystem Windows XP migriert werden konnten. Auch nach April 2014, seit dem Support-Ende von Microsoft, hat es im Bundestag noch gedauert, bis die IT-Abteilung entweder die Rechner austauschte oder das neue System installierte. Im Dezember 2014 hat die Handelsblatt herausgefunden, dass der Umstieg von dem ungeschützten System immer noch nicht abgeschlossen war. So zahlte der Bundestag bis mindestens Januar 2015 die zusätzlichen 119.000 Euro für die Support-Verlängerung bei Microsoft. Laut einem Pressesprechers der Bundestags auf die Anfrage der Redaktion ist der Umstieg vom veralteten System bereits im Januar 2015 abgeschlossen, momentan sind keine Rechner mit Windows XP mehr im Betrieb.

Library-Ordner permanent anzeigen lassen

Seit OS X 10.7 Lion versteckt Apple den Library-Ordner, also jenen Ordner, der für jeden Benutzer unter OS X diverse Programmeinstellungen, Schriften oder Protokolldateien bereit hält. So blenden Sie den Ordner permanent im Home-Verzeichnis des eigenen Benutzers ein Offiziell hat sich Apple nie dazu geäußert, warum seit Lion und auch in den Nachfolgeversionen Mountain Lion, Mavericks und Yosemite der Ordner erst einmal unsichtbar ist. Vermutlich wollen die Entwickler das Risiko minimieren, dass Anwender bei unsachgemäßer Behandlung der in ~/Library abgelegten Dateien die Funktionsfähigkeit von Programmen und dem System stören. Verschwunden ist der Ordner aber ebenso wenig wie die aus ähnlich gutem Grund ebenfalls nicht im Finder sichtbaren Verzeichnisse /etc, /bin, /usr oder /sbin. Am schnellsten gelangt man zur Library, wenn man die Alttaste gedrückt hält, während man das Menü „Gehe zu“ im Finder aufruft. Doch lässt sich der Ordner auch permanent im Home-Verzeichnis des eigenen Benutzers einblenden. Zu diesem Zweck navigiert man in das Home-Verzeichnis (zu Beispiel mit der Tastenkombination „Befehl-Umschalt-H“) und ruft dort über das Menü Darstellung die Darstellungsoptionen auf („Befehl-J“). Dort kann man nun einen Haken in das Kästchen neben Ordner „Library anzeigen“ setzen.

Mit einem Klick auf ein Ankreuzfeld kann sich die Library permanent einblenden lassen. So erhält man noch schnelleren Zugriff.
Vergrößern Mit einem Klick auf ein Ankreuzfeld kann sich die Library permanent einblenden lassen. So erhält man noch schnelleren Zugriff.
2080478