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Morgenmagazin vom Donnerstag, 23. April 2015

23.04.2015 | 06:56 Uhr |

Was heute wichtig wird: 23. April 2015 +++ Facebook legt deutlich an Umsatz zu +++ Apple vor neuem Rekordquartal +++ Angela Ahrendts erläutert Lieferengpässe +++ PayPal fordert verschluckbare Identifikationssysteme +++ Office 365 bekommt neue Sicherheitsfeatures +++ iOS-Sicherheitslücke legt iPhones lahm +++ Test: Musik rippen und konvertieren mit Dbpoweramp Beta 1.2

Was heute wichtig wird: 23. April 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Wer in den letzten Tagen die öffentlich-rechtlichen Medien verfolgt hat, wird wissen, dass heute der Welttag des Buches im Kalender steht. Vor zwanzig Jahren war der 23. April erstmals der Tag, der das Lesen von Büchern und das geschriebene Wort im Allgemeinen feiern sollte - und an die Rechte der Urheber erinnern wollte. Schon viel länger hat aber der 23. April für die Lebensmittelbranche eine große Bedeutung, im Jahr 1516 erließ das Herzogtum Baiern (ja, so schrieb man das damals...) eine neue Landesordnung, in der unter anderem die Regel steht, die heute als ältestes Lebensmittelgesetz der Welt gilt: Bier dürfe künftig innerhalb der Landesgrenzen nur aus Wasser, Hopfen und Malz gebraut werden. Was liegt als näher, als am Welttag des Buches und dem Tag des Deutschen Biers von Büchern über Bier zu schwärmen? Wir haben da zum Beispiel gleich mal ein Werk von Michael Jackson im Auge. Nein, der verblichene King of Pop hat sich nicht nebenbei als Hopfenexperte betätigt, Jackson ist ein renommierter britischer Autor, der sich nicht nur mit Bier auskennt. Sein Buch über Whisky gilt als Standardwerk für das Getränk, das ja so etwas wie destilliertes Bier ist.

Bücher über Bier? Die meisten Biertrinker halten sich meist an einer Sorte und dann gerne auch noch an das Produkt einer Marke fest und lassen sich ungern davon überzeugen, mal etwas anderes auszuprobieren. Dabei ist gerade in Deutschland die Bierszene nach wie vor vital und Biersommeliers behaupten, das Getränk zeige deutlich mehr Aromastoffe als Wein. Belege dafür findet man aber meist nicht im Getränkegroßhandel, denn die verkaufen eher das Fabrikbier der großen Konzerne. Kleine regionale Brauereien stechen aber mit immer ausgefalleneren, beinahe handgemachten Produkten hervor, die zu entdecken sich nicht nur in der Brauereigaststätte lohnt, immer mehr Bücher feiern den neuen Trend des "Crafted Beer". Das Reinheitsgebot und seine zeitgemäße Gesetzesform lassen immer noch allerhand Spielraum für weitere Substanzen als die wichtigen Grundstoffe, diese dürfen in der Regel aber nicht im Endprodukt verbleiben. Wir freuen uns an diesem (zumindest im Süden Deutschlands) Sonnentag aber auf den Feierabend - mit einem guten Buch und einer frischen Halbe. Peter Müller

Lesetipps für Donnerstag

Produktivitäts-Apps für die Apple Watch: A llmählich fluten Entwickler den App Store mit ihren Lösungen für die Apple Watch. Darunter sind auch etliche Programme zu finden, die bei der täglichen Arbeit helfen sollen. Unsere Kollegen der Macworld stellen vier davon näher vor.

Starke Apple-Bilanz erwartet: Kommenden Montag gibt Apple seine Geschäftszahlen für sein zweites Quartal 2014/15 bekannt. Analysten erwarten neue Rekordzahlen, der Umsatz könnte vor allem wegen des iPhone-Erfolges in China um 24 Prozent gestiegen sein. Auch Apples Marge wachse wieder, 2,14 US-Dollar Gewinn pro Aktie sollte als Ergebnis stehen.

Ahrendts erklärt Engpässe : Apple Watch und Macbook lassen sich nur noch online bestellen, werden die Apple Stores daher zum Showroom degradiert und dienen nicht mehr dem Verkauf? Apples Retail-Chefin Angela Ahrendts widerspricht dem in einem Video, eine "einzigartige Situation" habe diese Maßnahmen notwendig gemacht. Offline nur gucken, aber online bestellen soll keineswegs zum neuen Standard werden. Warum die Apple Watch so knapp ist? Es handle sich um "eine völlig neue Produktkategorie", Angebot und Nachfrage müssten sich wohl erst einspielen. Auch das Macbook 12 Zoll Retina sei beliebter als erwartet, vor allem die "neuen" Farben Spacegray und Gold.

Facebook legt zu: Facebook hat seinen Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf 3,54 Milliarden US-Dollar gesteigert. Dabei entfallen auf mobile Werbeformen 73 Prozent der Umsätze - 2,59 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 59 Prozent entspricht.

Unterschätzter Quicktime Player: Das mit dem Betriebssystem mitgelieferte Programm kann mehr, als nur Videos abspielen. Sieben Gründe, warum der Quicktime Player unersetzlich ist.

Weitere Nachrichten:

PayPal fordert verschluckbare Identifikationssysteme

Jonathan LeBlanc, Gobal Head of Developer Advocacy beim Bezahldienst PayPal, geht davon aus, dass Menschen auch in Zukunft simple Passwörter verwenden werden, dies führe unvermeidlich zu Hacking-Versuchen auf deren Accounts. Biometrische Systeme wie Fingerabdruck- oder Iris-Scanner könnten dieses Problem nicht lösen, da sie bereits veraltet seien.

LeBlanc sucht zusammen mit seinen Kollegen daher nach neuen Technologien. Denkbar wären verschluckbare Geräte, die sensible Daten speichern und somit für einen Bezahlvorgang genutzt werden könnten.

Die Zukunft gehört laut PayPal Systemen, die interne Körperfunktionen wie den Herzschlag oder die Anordnung der Adern erfassen. Doch auch einnehmbare Geräte seien eine Alternative, um Menschen eindeutig zu erkennen. Denkbar wären beispielsweise Gehirnimplantate oder winzige Geräte, die ihren Energiebedarf über die Magensäure des Trägers decken. Ob und wann PayPal derartige Systeme anbieten möchte, bleibt allerdings unklar.

Office 365 bekommt neue Sicherheitsfeatures

Microsoft will in seiner Cloud-Suite Office 365 für mehr Transparenz und Datenschutz sorgen. Geplant sind drei neue Sicherheitsfunktionen. Mit der Customer Lockbox können Kunden etwa ihre Nutzerdaten besser kontrollieren. Wer nicht explizit zustimmt, verwehrt Microsoft den Zugriff auf die in der Cloud abgelegten Dokumente. Schon Ende 2015 soll die Funktion für Exchange Online zur Verfügung stehen, SharePoint Online soll im ersten Quartal 2016 folgen.

Mit der Programmierschnittstelle Office 365 Management Activity API will Microsoft darüber hinaus die Darstellung von Log-Dateien in anderen Anwendungen ermöglichen. Im Sommer soll es von dieser Funktion eine Beta-Version geben.

Office 365 sicher im Unternehmen betreiben

Der Datenschutz soll weiterhin auch die E-Mails vor unberechtigtem Zugriff schützen. Hierfür will Microsoft eine neue Sicherheitsschnittstelle in Office 365 integrieren, die E-Mails zusätzlich verschlüsselt. Realisiert werden soll dies über mit Hardware-Modulen geschützte Schlüssel. Diese Funktion will das Unternehmen ebenfalls noch 2015 anbieten.

iOS-Sicherheitslücke legt iPhones lahm

Bei dem Angriff nutzen die Forscher einen Bug von iOS 8 aus, bei dem iPhones durch manipulierte SSL-Zertifikate zum Absturz gebracht werden können. Im Rahmen einer Demonstration war es den Skycure-Mitarbeiten möglich, iPhones nicht nur zum Absturz zu bringen, sondern diese sogar in eine konstante Boot-Schleife zu versetzen, bei der das Smartphone nach jedem Neustart sofort wieder abstürzte.

Während das Problem auf den ersten Blick leicht zu umgehen ist, indem der Nutzer vermeidet, sich mit unbekannten Wi-Fi-Netzwerken zu verbinden, gelang es den Forschern auch, iPhones zum Absturz zu bringen, die nicht von den Nutzern mit dem infizierten Wi-Fi-Netzwerk verbunden wurden.

Um dies zu erreichen, kombinierten die Forscher den bereits erwähnten SSL-Bug mit einer älteren Sicherheitslücke. In vielen Fällen werden iPhones von den Mobilfunkanbietern so programmiert, dass sich diese ohne eine manuelle Eingabe von Nutzern mit bestimmten Wi-Fi-Netzwerken verbinden. Die einzige Möglichkeit sich gegen diesen neuen Angriff zu schützen, ist das Wi-Fi am iPhone komplett zu deaktivieren. Dies ist allerdings kaum noch möglich, nachdem das iPhone von den Hackern in eine Boot-Schleife versetzt wurde.

Die Forscher des Unternehmens arbeiten momentan mit Apple an der Behebung der Sicherheitslücke. Genau Details dazu, wie die iPhones gehackt wurden, veröffentlichten die Forscher nicht.

Quelle: Gizmodo

Eizo Color Edge-Display mit 31 Zoll kommt im Juli

Der Eizo ColorEdge-Monitor CG318-4K soll passende Bildschirmauflösungen für 2-D- und 3-D-CGI (Computer-Generated Imagery), visuelle Effekte, Compositing und Color Grading bieten und zeigt mit seinen 31 Zoll laut Hersteller Inhalte mit einer nativen DCI-4K-Auflösung von 4096 × 2160 (4K) Bildpunkten an. Ideal soll das Modell auch für Fotografen und Druckspezialisten sein, die einen großen Monitor mit hoher Auflösung und Pixeldichte benötigen.

Das Wide Gamut-LCD mit LED-Technik verfügt über einen Kontrast von 1500:1, eine Helligkeit 350 von Candela/qm und einen maximalen Blickwinkel    horizontal wie vertikal von 178 Grad. Ferner bietet das Profi-Display eine temperaturgesteuerte Korrektur von Farbdrift und Helligkeit, zwei Display Port 1.2- sowie zwei HDMI-Eingänge. Die Color Navigator-Software von Eizo zur zur einfachen und genauen Hardwarekalibrierung ist im Lieferumfang.

Die Abmessung des Color Edge CG318-4K beträgt laut Hersteller 735 x (434 bis 583) x 245 Millimeter, das Gewicht 11,3 Kilogramm, die Dreh-/Neigbarkeit gibt Eizo mit 172 Grad rechts/links und 30 Grad nach hinten, drehbar ist er um 90 Grad, die Höhenverstellbarkeit mit 15 Zentimetern.

Der neue Monitor soll ab Juli dieses Jahres verfügbar sein und inklusive Lichtschutzblende und Mehrwertsteuer sowie freiem Versand 4900 Euro kosten. Außerdem gewährt der Hersteller für fünf Jahre einen Vor-Ort-Austauschservice.

Kernel-Panic bei neuen Macbook Pro unter OS X 10.10.3

Die 13-Zoll-Variante zeigt nach dem Entfernen des Displays, und damit nach dem Erwachen aus dem Ruhezustand, eine Fehler-Meldung auf dem Bildschirm an. Nach einem erneuten Ein- und Ausschalten ist das Problem zwar behoben, jedoch befindet sich anschließend eine Fehler-Log Datei auf der Festplatte, die auf eine Kernel-Panic hindeutet, Symptom eines sogenannten fatalen Fehlers. Der Kernel ist der unterste Teil der Hierarchie des Betriebssystems. Anwendungen wie Parallels oder Virtual Box installieren auf dieser Ebene auch für das Simulieren eines anderen Betriebssystems sogenannten Kernel-Erweiterungen.

Apple veröffentlichte am 17. April ein sogenanntes Supplemental Update für OS X 10.10.3 (Ergänzungsaktualisierung). Dieses sollte eigentlich Grafiktreiberprobleme beheben, die gewisse Anwendungen beim Aufzeichnen des Bildschirminhalts verursacht haben. Inbegriffen waren auch Geschwindigkeitsverbesserungen. Unerwünschte Nebeneffekte, wie bei den Macbook Pro, wurden anscheinend nicht hinreichend getestet.

Anhand des Fehler-Logs können nur Betriebssystem-Vertraute Entwickler eine genauere Einschätzung liefern. Es ist sehr unwahrscheinlich dass Langzeitschäden auftreten. Nach einem erneuten Ein- und Ausschalten ist das Problem zudem wieder behoben.

Auch müssen nach ersten Einschätzungen die Macbooks nicht ausgetauscht werden. Ein Software-Update genügt, um das Fehlverhalten auszubessern. Da den Fehler nur Benutzern mit Macbook Pro aus dem Jahr 2015 hatten, die einen externen Monitor anschlossen, lässt sich auf ein Problem des Grafikkarten-Treibers als Ursache vermuten.

Apple bietet für diesen Typ von Fehler eine Hilfestellung an. Alle Punkte wurden auch schon von Benutzern mit diesen Problemen durchgemacht - bislang ohne Erfolg. Der Rat an alle, die ein Macbook Pro 13 Zoll aus dem Jahre 2015 haben: Erst einmal Ruhe bewahren, den Mac nach dem Abkoppeln vom externen Monitor komplett ausschalten, und auf eine Stellungnahme Apples warten.

Test: Musik rippen und konvertieren mit Dbpoweramp Beta 1.2

Dbpoweramp (Schreibweise des Herstellers dBpoweramp) ist auf der Windows-Plattform seit etwa fünfzehn Jahren zu haben und hat sich durch einige einzigartige Funktionen einen guten Ruf erworben. Zwei Funktionen hat die Mac-Version zu bieten, einen Konverter für Audiodateien und einen funktionsreichen CD-Ripper. Optisch wirkt das Programm auf den ersten Blick abschreckend, die Oberfläche gleicht stark der altmodisch gestalteten Windows-Version. Im Unterschied zum Hauptkonkurrenten iTunes bietet das Tool dafür einige Spezialfunktionen wie die Option Accurate Rip: Nach dem Auslesen einer Audiodatei prüft das Tool die Prüfsumme der Datei anhand einer Datenbank mit 3,2 Millionen bekanten Medien und kann so Fehler beim Auslesen erkennen. Natürlich funktioniert dies jedoch nur, wenn die Audio-CD bereits in der Datenbank ist. Beim Rippen selbst stehen mehrere Methoden zur Wahl, eine schnelle und zwei genauere Techniken. Beim Ergänzen von Metainformationen und Coverbildern kann die Software unter Umständen bessere Ergebnisse als iTunes erzielen, insgesamt fünf Online-Quellen werden abgefragt. Diese kommerziellen Datenbanken sind allerdings mit ein Grund für den recht hohen Preis der Software. Über Aktionen kann man die Audiodateien außerdem gleich weiterverarbeiten, zur Wahl stehen Aktionen wie Umbenennung aber auch Funktionen wie Normalisierung, Replay Gain und Equalizer. Als Zielformate stehen Standards wie MP3, AAC, Ogg und verlustlose Formate wie FLAC, und Musepack zur Wahl. Das Auslesen funktioniert in unserem Test problemlos, die Performance bei der Encodierung ist hervorragend. Schade: Das automatische Rippen in mehrere Formate funktioniert in unserem Test nicht. Für diese Aufgabe kann man aber nach dem Rippen die Konverter-Funktion verwenden. Über ein Browserfenster wählt man hier Ordner und einzelne Medien aus, eine Filterfunktion ermöglicht die gezielte Auswahl bestimmter Dateiarten. Die gleichzeitige Umwandlung in mehrere Formate funktioniert hier problemlos, Aktionen und Effekte stehen zur Verfügung. Hinweis: Das Tool bietet auch einige Funktion für das Auslesen defekter Medien. Bei Problemen mit fehlerhaften CDs ist nach unserer Einschätzung aber das Laufwerk wichtiger als das verwendete Programm - so erzielen herkömmliche Laufwerke meist bessere Ergebnisse als flache Notebook-Brenner. Insgesamt ist das Tool recht brauchbar, einige Funktionen der Windows-Version fehlen allerdings oder sind noch nicht nutzbar. Hi-Fi-Fans bietet das Tool interessante Optionen, für professionelle Anwender erscheint uns die Mac-Version zu wenig ausgereift. So bemängeln auch im Anwenderforum viele Nutzer der Mac-Version die Stabilität. Einen ähnlichen Funktionsumfang bietet das kostenlose XLD, das ebenfalls Accurate Rip nutzen kann. Hinweis: Die Software ist noch im Betastadium, muss nach Ablauf der Demo-Periode aber gekauft werden. Wir bewerten es deshalb wie ein finales Produkt.

Für audiophile CD-Käufer ist Dbpoweramp eine interessante Alternative zu iTunes, bietet doch Accurate Rip einzigartige Prüf-Optionen. Der Preis ist allerdings hoch und mit der ausgereiften Windows-Version kann das Tool weder bei der Stabilität noch beim Funktionsumfang mithalten. Für Heimanwender, die nur gelegentlich eine Audio-CD kaufen, ist iTunes außerdem völlig ausreichend.

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