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Morgenmagazin vom Donnerstag, 24. Juli 2014

24.07.2014 | 07:17 Uhr |

Was heute wichtig wird: 24. Juli 2014 +++ Launch Control XL: Controller für Ableton Live +++ +++ Sicherheitslücken in Firefox und Thunderbird gestopft +++ Owncloud 7 verfügbar +++ Sprachmitteilungen als bereits angehört markieren

Was heute wichtig wird: 24. Juli 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen guten Morgen! Heute wird die Frage nicht lauten "Wer wird Millionär?" sondern "Wer ist unter der Million?": Denn der von Apple versprochene öffentliche Beta-Test von OS X 10.10 Yosemite ist auf eine Million Teilnehmer beschränkt. Vermutlich geht Apple dabei nicht nach dem Eingang der Anmeldungen vor, die seit der WWDC möglich ist, sondern lost die Tester aus. Wer heute also eine E-Mail von Apple mit einem Gutscheincode für den Mac App Store bekommt, hat in der Yosemite-Lotterie gewonnen. ZU früh darf man sich nicht freuen: Den ersten Eindrücken der uns bekannten Entwickler zufolge ist schon die dritte Beta (und erst recht die vierte) sehr stabil, die meisten neuen Funktionen laufen auch bereits, wenn einige im Zusammenspiel von OS X, iOS und iCloud bisher auf die USA beschränkt sind. Dennoch kann man nicht oft genug warnen: Ein Betriebssystem im Beta-Status sollte man niemals auf einem Produktivrechner installieren, am Besten nimmt man eine eigene Partition, eine externe Festplatte oder noch besser einen Zweitrechner dafür her. Sogar bei von Apple freigegebenen Firmware-Updates kann es in seltenen Fällen passieren, dass der Rechner vorübergehend unbrauchbar wird. Ein komplettes Betriebssystem ist derart komplex, dass niemand genau voraussagen kann, wo Fehler lauern könnten. Daher auch der Test, zu dem bisher nur registrierte Entwickler eingeladen waren.

Apple wird sich über jedwede Rückmeldung freuen, je mehr Fehler die Tester vor der Veröffentlichung finden, umso sauberer kann Apple Yosemite im Herbst an alle Anwender ausliefern. Nur einen mittlerweile anachronistisch anmutenden Passus hat Apple in den Benutzungsbedingungen belassen: Niemand darf Screenshots der Beta-Version veröffentlichen oder mit anderen Leuten als registrierten Entwicklern und Testern über das System und die Erkenntnisse darüber diskutieren oder gar seine Entdeckungen veröffentlichen. Wird sich allerdings keiner daran halten. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Vorwurf der Hintertür für Spione: Apple erklärt Diagnoseservice für iPhones ( Macworld )

Modern Combat 5: Shooter für Mobilgeräte ( TechHive )

Mit einem Script Audio-Tracks beim iTunes-Import zusammenfügen ( Macworld )

Time Capsule, Airport Express und Airport Extreme im Vergleich ( Macworld UK )

Bericht: Apple arbeitet mit Swatch und anderen an "Familie von Smartwatches" ( Venture Beat )

Sammelklage gegen Apple: Mitarbeiter protestieren gegen Arbeitsbedingungen und Bezahlung ( The Inquirer )

Weitere Nachrichten:

Launch Control XL: Controller für Ableton Live

Launch Control XL bietet 16 Tasten, 24 Drehreglern und acht Fader, die sich laut Hersteller alle nahtlos in Ableton Live integrieren. Damit soll der Nutzer die vollständige Kontrolle über die Software erhalten und ganz auf seine Musik konzentrieren können, ohne ständig auf den Laptop schauen zu müssen.
 
Ableton Live ist ein Sequenzer der Berliner Softwarefirma Ableton , der für Windows und den Mac zur Verfügung steht. Damit lässt sich Musik aufnehmen, produzieren und auf die Bühne bringen.
Das demnächst erscheinende Launch Control XL von Novation will damit hardwaremäßig perfekt zusammen arbeiten und eine komplexe Kontrolle über Ableton Live ermöglichen. Damit kann man laut Hersteller Sounds mit 24 Drehreglern inklusiveMehrfarbanzeige bearbeiten.
Dazu kommen erweitere Möglichkeiten für die Live-Performance durch Kombination mit Launchpad S  des Herstellers. Acht stabile Fader sollen eine präzise Pegel-Steuerung ermöglichen. außerdem lassen sich eigene Controller-Mappings erstellen: Jeder Controller kann jeder Funktion in Ableton frei zugewiesen werden. Der Controller verfügt zudem über 26 LEDs in den Tasten und 24 LEDs unter den Drehreglern. Das Gerät ist einfach und direkt an Mac, PC oder iPad anzuschließen, schon könne man loslegen, verspricht der Anbieter.
Im Lieferung enthalten ist ein 1,5 Meter Oranges USB-Kabel mit Winkelstecker Ableton sowie Live Lite-Software und Loopmasters Sample-Collection. Vorausgesetzt wird mindestens OS X 10.8 Mountain Lion, Windows 7, iOS 6, ein USB-MIDI Class-compliant sowie Live 9.1.3 oder neuer. Die Abmessungen betragen 239 x 239 x 22 Millimeter (B x T x H, 39 Millimeter Höhe inklusive Drehregler). Die Stromversorgung erfolgt über USB.
 
Info: Novation

Sicherheitslücken in Firefox und Thunderbird gestopft

Mit der neuen Browser-Version Firefox 31.0 haben die Mozilla-Entwickler etliche Neuerungen eingeführt, die vor allem für Web-Entwickler interessant sind. Firefox 31 hat bei der Geschwindigkeit ein wenig zugelegt und bietet nun auch in der "Neuer Tab"-Seite einen Suchschlitz. Der neue Garbage Collector soll kurzlebigen Programm-Code rasch aus dem Arbeitsspeicher entfernen, um den Speicherbedarf zu verringern.

In Firefox 31 haben die Mozilla-Entwickler insgesamt 15 Sicherheitslücken geschlossen, deren Beschreibung sie auf 11 Sicherheitsmitteilungen verteilt haben. Einige der Schwachstellen könnten ausgenutzt werden, um Code einzuschleusen und auszuführen. Darauf abzielende Exploits oder gar reale Angriffe sind jedoch bislang nicht bekannt.

Der Mozilla-Mailer Thunderbird macht einen großen Versionssprung: von 24.6 auf 31.0. Die Änderungen sind demgegenüber marginal – die Release Notes weisen lediglich drei Einträge auf. So haben die Entwickler die automatische Adressvervollständigung verbessert – ein Fortschritt, der auch Beiträgen für Newsgroups zugute kommt. Außerdem hat Mozilla die als unsicher geltende NTLM-Authentifizierung (LAN Manager) abgeschaltet. Soweit sie Thunderbird betreffen, sind die gleichen Lücken wie in Firefox gestopft worden.

Während es für Firefox weiterhin eine ESR-Version (24.7) gibt, ist für Thunderbird keine Extended Support Release mehr vorgesehen. Bereits seit geraumer Zeit sind beide Fassungen identisch. In Firefox ESR werden nur Sicherheitslücken beseitigt, neue Funktionen kommen nur einmal im Jahr hinzu.

Die kleine Gemeinde der Seamonkey-Entwickler kämpft nach wie vor mit den Nachwirkungen der Hardware-Probleme an den Build-Systemen. Bereits die vorherige Firefox-Generation wurde ausgelassen und jetzt hoffen die Websuite-Enthusiasten, in etwa zwei Wochen die Version 2.28 bereit stellen zu können, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die aktuelle Seamonkey-Version 2.26.1 ist auf dem Stand von Firefox 29, vor allem bezüglich geschlossener Sicherheitslücken. Es werden dringend Software-Entwickler gesucht, die mithelfen können.

Owncloud 7 verfügbar

Seit gestern Nachmittag 15 Uhr kann man das neue Release von http://owncloud.org/seven herunterladen. Im dritten Quartal 2014 bringt Sponsor Owncloud Inc. dann auch eine Enterprise Edition für den kommerziellen Einsatz heraus. Die wichtigsten Neuerung in Owncloud 7 ist wohl das deutlich vereinfachte Teilen von Dateien und Ordnern über mehrere Instanzen hinweg; dazu kommen unter anderem ein neues Web-Interface, Unterstützung für mobile Browser, erweiterte Benachrichtigungen über Aktivitäten und last, but not least deutliche Performance-Verbesserungen.

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© Owncloud

"Für das Server-to-Server-Sharing haben wir während der Betaphase sehr positives Feedback erhalten und offenbar einen Nerv getroffen", sagt Frank Karlitschek, der das Projekt 2010 bei einem KDE-Community-Event startete und seither leitet. "Daten zwischen privaten Clouds zu teilen und zugleich die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten ist sozusagen das Killerfeature von Owncloud 7." Gleichzeitig biete man einen neuen und verbesserten Installationsassistenten und ein wesentlich nutzerfreundlicheres Anwendererlebnis.

Dazu tragen unter anderem eine neue Dateiansicht mit neuen Filtern, "Lazy Loading" für schnelleres Scrollen langer Listen, Benachrichtigungen von überwachten Aktivitäten per E-Mail oder im Aktivitäts-Stream, automatische Word-Konvertierung in Owncloud Documents sowie das Ablegen von geteilten Dateien frei in der Ordnerstruktur auch ohne Shared Folder bei.

Administratoren können sich beispielsweise über eine neue Benutzerverwaltung, Unterstützung für Swift-basierende Object Stores als Primärspeicher, mehr Kontrolle über externe Speicher-Mounts, bessere Integration externer Virenscanner statt Clam AV, besseres Zusammenspiel mit Verzeichnisdienste wie LDAP und AD sowie editierbare Mail-Vorlagen für Passwort-Reset und Verschicken von Shares und Links freuen.

Sprachmitteilungen als bereits angehört markieren

Oft erreichen uns Mailbox-Nachrichten, die uns nicht interessieren oder die sich zwischenzeitlich schon erledigt haben. Diese können wir entweder direkt löschen, indem wir mit dem Finger von rechts nach links darüber fahren. Dann taucht der Knopf „Löschen“ auf. Will man die Nachricht jedoch eventuell später doch noch anhören oder archivieren, ohne ständig die Benachrichtigung zu sehen, dass es neue Nachrichten gibt, lässt sie sich auch als bereits angehört markieren. Dazu tippt man kurz auf die entsprechende Nachricht und fährt dann mit dem Finger von links nach rechts über den Fortschrittsbalken, um blitzschnell zum Ende der Mailbox-Nachricht zu springen. Dies sorgt nun dafür, dass die Nachricht erhalten bleibt, aber nicht mehr als neu angezeigt wird.

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