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Morgenmagazin vom Donnerstag, 24. Oktober 2019

24.10.2019 | 07:12 Uhr |

Erwartungen an das neue Macbook Pro +++ Apple Pay überholt Starbucks' Bezahlsystem +++ iPhone-Betrug: Drei Jahre Gefängnis +++ Netflix will Wege finden, um Account-Sharing zu unterbinden +++ Google feiert Durchbruch beim Quantencomputing +++ Google veröffentlicht fünf neue Digital Wellbeeing-Apps

24. Oktober: Schwarzer Donnerstag im Goldenen Oktober

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Ja, is' denn heut' scho' …? Nein, natürlich nicht, aber in exakt zwei Monaten packen wir hierzulande unter dem Weihnachtsbaum allerlei Geschenke aus. Was in den Paketen drin stecken wird? Neue iPhones, iPads und Macs? Im Oktober - also nächste Woche - soll ja noch etwas kommen, was sich auch wünschen und verschenken lässt, allein den Mac Pro wird man sich eher nicht zum Fest überreichen - ist ja vor allem ein Arbeitsgerät.

Langsam aber kann man Wunschzettel schreiben und Einkäufe planen, bis zur Black Cyber Week oder wie das die online wie offline tätigen Händler nennen werden, ist nicht mehr so lange hin. Und da wir es ja gewohnt sind, dass alles von Jahr zu Jahr besser wird, weil die Wirtschaft wächst, darf es auch heuer ein bisschen mehr sein als im Jahr davor.

Nun ja: Unbegrenztes Wachstum bei endlichen Ressouren, das geht nicht. Selbst ständiges Wachstum bei scheinbar unendlichen Ressouren kann nicht funktionieren. Nach der Hausse folgt die Baisse, der Wechsel ist meist mit einem Crash verbunden. Blöd nur: Man weiß es vorher nicht so genau. Während die Jahreszeiten nach festen Schema kommen und gehen und selbst der nicht ausreichend erklärte Sonnenfleckenzyklus recht stabil alle elf Jahre ein Maximum erreicht (beziehungsweise alle 22, berücksichtigt man die Polarität des Magnetfeldes mit berücksichtigt), sind Wirtschaftskreisläufe nur schwer vorhersagbar.

Nach der Finanzkrise von 2008ff ist die Weltwirtschaft stetig gewachsen, so lange wie selten zuvor. Das Wachstum aber schwächt sich ab, ein Abschwung droht. Oder doch nur eine kurze Pause?

Immerhin ist es damals Verantwortlichen gelungen, das Biest einigermaßen zu zähmen. Der wieder erstarkte Nationalimus lässt sich zwar auch als Folge des als "Subprimekrise" begonnen Abschwungs der globalen Ökonomie verstehen und dass der, der jetzt im Weißen Haus sitzt, dorthin gewählt wurde, weil der Aufschwung nach dem Tiefpunkt eben nur recht ungleichmäßig im Land der begrenzten Möglichkeiten ankam, damit erklären. Katastrophen blieben aus. Bisher.

Was in der Alten Welt als "Schwarzer Freitag" bekannt wurde, weil seinerzeit Nachrichten eine Weile über den Atlantik brauchten, war an sich ein schwarzer Donnerstag, exakt vor 90 Jahren, am 24. Oktober 1929. Auch hier endete eine längere Zeit des Aufschwungs und steigender Aktienkurse auf einen Schlag, Panik brach an den Börsen aus, zuerst in New York, dann weltweit. In Folge dessen brach die Wirtschaft zusammen, ebenso weltweit. Die Krise ging über Jahre, in denen sich die Welt radikal veränderte, weil sie nicht in den Griff zu bekommen war. Während aber in den USA ein kluger Präsident einen neuen Deal versprach und diesen weitgehend einhalten konnte, fiel Deutschland an die Radikalen, die die Wirtschaft vor allem mit Zwangsmaßnahmen und dem Bau von Waffen stützten, die vor allem Europa Jahre später in Schutt und Asche legten.

Ein weiteres Versagen der Weltgemeinschaft nicht nur in wirtschaftlichen Dingen sollte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Charta der Vereinten Nationen verhinder, am 24. Oktober 1948 in New York beschlossen, wo 19 Jahre zuvor die Katastrophe ihren Anfang nahm. Wollen wir hoffen, dass die nächste Baisse auch nur wieder eine Delle sein wird - doch auf Dauer wird die Weltgemeinschaft die Begriffe "Wachstum"; "Wirtschaft" und "Wohlstand" neu definieren müssen – denn die Grundlagen, auf denen die heutige globale Ökonomie ruht, sind weitgehend erschöpft. Weitere Schwarze Donnerstage und deren gravierende Folgen können wir uns nicht leisten. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Neubau: Wenn die Gerüchte stimmen, steht ein neues Macbook Pro beinahe unmittelbar bevor. Drei Jahre nach dem letzten größeren Umbau (Touch Bar, Schmetterlingstastatur) und vermutlich drei Jahre vor dem nächsten Revirement. Wie aber soll ein solches Macbook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm genau aussehen? Jason Snell hat klare Vorstellungen: Vor allem sollte Apple die Tastatur verbessern, in den letzten drei Jahren hatte die extrem flache Lösung zu vielen Problemen geführt. Das Display wird ja wohl ein wenig größer, warum sollte dann nicht auch gleich 4K HDR ein Thema für Apple sein? Und wenn schon mehr Platz ist, dann könnte man auch wieder einige zusätzliche Schnittstellen einbauen – vor allem HDMI und ein SD-Card-Slot bieten sich an. Von der Rückkehr des MagSafe-Ports für das Ladegerät darf man ja auch träumen. Apple könnte ja durchaus mit der Form spielen und eine Überraschung bringen, an ein Dual-Display denkt Snell dabei nicht. Naheliegender könnte aber eine Ladefunktion für das iPhone ab dem Jahrgang 2017 sein, das per Induktion neue Energie bekäme, wenn es auf dem geschlossenen Deckel liegt.

Umweg: Catalina und iOS 13 nehmen Sicherheit sehr Ernst, in manchen Fällen aber ein bisschen zu sehr. Wenn etwa Catalina die Ausführung nicht notarisierter Apps verhindert, schützt das nicht nur vor Malware, sondern man kann auch selbst entwickelte Programme erst einmal nicht ausführen. Aber dafür gibt es Workarounds. Die stehen auch für Siri Shortcuts zur Verfügung, die sich ebenso nicht anwenden lassen, wenn das System ihnen nicht vertraut. Das ist sinnvoll, aber wenn der Shortcut aus vertrauenswürdiger Quelle stammt, wie kann man die geforderten Änderungen an den Sicherheitseinstellungen anwenden, auf die entsprechende Fehlermeldung hinweist? In den Einstellungen gibt es da nichts zu regeln? Die Antwort ist ein wenig überraschend: Erst wenn man schon einen Shortcut (Kurzbefehl) ausgeführt hat, gibt es in den Einstellungen auch etwas zur Sicherheit zu justieren. Wie man das dann im Detail regelt, erklärt Roman Loyola auf Macworld.

Basis: Im Oktober vor fünf Jahren ging Apple Pay zunächst in den USA an den Start, vor nicht ganz einem Jahr auch in Deutschland. Wie eMarketer berichtet, nutzen immer mehr iPhone-Besitzer den Dienst, besonders in den USA. Dort würden insgesamt 30 Prozent aller Smartphonebesitzer eine App für mobile Zahlungen im Einsatz haben, 30,3 Millionen Apple-Pay-Nutzer gebe es, 24 Prozent der iPhone-Nutzer. International würde beinahe jeder zweite iPhone-Besitzer (47 Prozent) auch mit Apple Pay bezahlen. Die Kunden gewöhnen sich immer mehr an die neue Bezahlweise, auf dem iPhone geht die Adaption derzeit schneller vonstatten. Apple habe dabei Starbucks als führenden Anbieter überholt.  Da Starbucks nu in seinen eigenen Läden den Dinest anbietet, Apple aber überall, wo es NFC-KAssen gibt, deutet darauf hin, dass die Leute Apple Pay immer mehr im Alltag nutzen.  Nach Zahlen von Juniper würden digitale Zahlungen in den USA und Europa in diesem Jahr um 40 Prozent zunehmen, auf ein Umsatzvolumen von 790 Milliarden US-Dollar. Und obwohl besonders jüngere Verbraucher das Bezahlen mit dem Handy praktisch und sicher finden, setzen sie auch auf herkömmliche Kartenzahlungen dort, wo es angebracht ist. Für Apple also eine günstige Situation, auch noch eine physische Karte auf den Markt zu bringen, wie im August geschehen. Apple und seine Konkurrenten haben es nun nach Ansicht der Computerworld geschafft, ausreichend Vertrauen in digitale Dienste aufzubauen, wenn sich die Verbraucher selbst beim Bezahlen darauf verlassen. Das wird Basis für weitere Dienstleistungen sein.

Ausgetreten: Der Mac App Store schreibt keine so große Erfolgsstory wie sein Pendant unter iOS und iPadOS. Der Grund: Während Apps auf Mobilgeräten sich an sich nur über Apples Angebot beziehen und installieren lassen, ist der App Store für den Mac nur einer unter vielen. Im letzten Jahr hat er mit macOS 10.14 Mojave ein neues Design bekommen, das dem des iOS-App-Stores gleicht, viele weit verbreitete sind nun endlich (wieder) im Mac App Store erhältlich, etwa Office 365, BBEdit und Teile der Creative Cloud von Adobe. Aber immer wieder kehren Softwarehersteller den Rücken, zuletzt ExactCode mit seiner Lösung für das papierlose mobile Büro ExaktScan. Aus Sicht des Entwicklers hat der Mac App Store einige Unzulänglichkeiten. So könne man etwa für Updates kein Geld verlangen, eine jede Aktualisierung der App führe zu Dramen. Die "Apple-Steuer" von 30 Prozent ist ExactCode auch zu hoch, wie das Unternehmen auf seiner Website erklärt - nur bei Abos verlangt Apple ab dem zweiten Jahr nur 15 Prozent Gebühr. ExactCode hat nun alternative Vertriebsmethoden und ist nicht auf den Mac App Store angewiesen, ein Teil der Kritik geht aber an den Realitäten vorbei. In der Tat können Anbieter für Updates einmal voll bezahlter Anwendungen keine weitere Gebühren mehr verlangen, sie müssten eine neue App in das Angebot stellen. Doch ermutigt Apple schon länger Entwickler, auf Abo-Modelle umzusteigen, dies beschert regelmäßige Einnahmen, welche die Weiterentwicklung einer Anwendungen oder eines Services finanzieren. Warum dies keine Alternative sei, erklärt der enttäuschte Entwickler nicht. Gegenüber iMore nennt ExactCode aber den Grund, der das Fass zum Überlaufen gebracht hätte: macOS 10.15 Catalina. Damit seien viele Inkompatibilitäten verbunden gewesen und Apple habe den Eindruck erweckt, die Fehler nur zögerlich anzugehen, bevor es mit Updates weitere Fehler produziere. Gestört habe konkret, dass die Entwickler der App zwischen Veröffentlichung des Golden Master und dem Final Release nur vier Tage Zeit gehabt hätte, alle Probleme aufzuspüren und ihre Software anzupassen. Das sei wenig professionell.

Eingesperrt: Man mag ja kaum glauben, dass der Trick so gut funktionierte, um damit eine Million US-Dollar von Apple zu stehlen, aber ein in Oregon lebender chinesischer Student namens Quan Jiang hatte mit gefälschten iPhones in Apple Stores tatsächlich Schadensersatz bekommen, weil die vermeintlich defekten iPhones nicht mehr starteten. Nachdem Jiang und sein Partner von Apple 1.500 Austausch-iPhones (echte!) bekommen hatten, flogen sie dann doch auf und müssen nun die Konsequenzen tragen: Ein Gericht hat Jiang nun zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt, was noch glimpflich ist, bei der drohenden Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis. Bei seiner Verhaftung hatte die Polizei jede Menge Kartons voll mit gefälschten iPhones gefunden, die jeweils nur 30 US-Dollar wert waren anstatt des Nennwertes von 600 US-Dollar. Adrian Punderson, bei Apple zuständig für den Markenschutz, hat laut BGR schon früher erklärt, dass Jiang und sein Komplize eine Schwachstelle ausnutzen. Denn eingesendete iPhones, die nicht starten, lassen sich auch nicht so schnell auf Echtheit überprüfen - im Garantiefall ist das Austauschprogramm im Zweifel schneller ausgelöst. Zur Nachahmung ist der Trick aber natürlich nicht empfohlen.

Weitere Nachrichten:

Netflix will Wege finden, um Account-Sharing zu unterbinden

Laut aktuellen Zahlen hat der Streaming-Dienst Netflix weltweit mittlerweile mehr als 163,92 Millionen Nutzer. Rund 158,33 Millionen von ihnen sind Kunden, die ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben. Viele dieser Abos werden jedoch von Freunden und Familienmitgliedern mit genutzt, obwohl sie nicht im selben Haushalt wie der Abonnent leben.

Im Standard-Abo für 11,99 Euro monatlich sind beispielsweise Streams auf zwei Geräten gleichzeitig und mit dem Premium-Abo für 15,99 Euro sogar vier Streams gleichzeitig möglich. Viele Nutzer geben das Passwort für ihren Premium-Account an Freunde weiter, die den Zugang dann kostenlos mitbenutzen und ein eigenes Profil anlegen können. Das verstößt eigentlich gegen die Netflix-Nutzungsbedingungen, da alle Nutzer zwingend im selben Haushalt leben müssen. Bislang hat das Unternehmen hier jedoch ein Auge zugedrückt.

In einem Interview zu den aktuellen Geschäftszahlen aus dem dritten Quartal 2019, bestätigte Chief Product Officer Greg Peters, dass sich Netflix der Problematik bewusst sei und diese auch weiterhin beobachten wolle. Langfristig werde der Streaming-Anbieter „kundenfreundliche“ Wege zu finden, um Account-Sharing außerhalb der Abonnenten-Haushalte zu unterbinden. Wie in den aktuellen Nutzungsbedingungen zu lesen ist, kann Netflix beispielsweise Accounts sperren, wenn betrügerische Aktivitäten bemerkt werden. Eine solche Sperre würde jedoch wohl nicht mehr unter den Begriff „kundenfreundliche Lösung“ fallen. Wie genau Netflix Account-Sharing in Zukunft unterbinden will, teilte der Konzern nicht mit.

Google feiert Durchbruch beim Quantencomputing

Google feiert den - laut eigenen Angaben - "Durchbruch beim Quantencomputing". Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse in der Wissenschaftszeitschrift Nature, haben die verantwortlichen Google-Forscher auch einen ausführlichen Blog-Eintrag zu ihrer Arbeit veröffentlicht.

Den Erfolg ordnet Google-Chef Sundar Pichai in einem eigenen Blog-Beitrag ein, der den Titel trägt: "Was unser Quantum Computing Meilenstein bedeutet." Hinzu kommt dann noch schließlich ein weiterer Beitrag des Chef-Quantum-Wissenschaftlers John Marinis, in dem die genaueren technischen Zusammenhänge erläutert werden.

Was ist da passiert? Warum feiert sich Google?

Konkret hat Google mit seinem gelungenen Experiment die sogenannte "Quantenüberlegenheit" (Quantum Supremacy) belegt. Der Google-Quantencomputer, in dem Googles Sycamore-Chips arbeiten, hat eine vorgegebene Aufgabe in einer Zeit erledigt, die (sehr deutlich) unter der Zeit liegt, die der schnellste Supercomputer - und damit herkömmliche Computer - benötigt.

"Dieser Moment stellt einen großen Meilenstein in unserem Bemühen dar, die Prinzipien der Quantenmechanik zur Lösung von Rechenproblemen zu nutzen", schreibt Google-CEO Pichai zum Beleg der Quantenüberlegenheit. Und er fügt hinzu: "Während wir uns für das, was vor uns liegt, freuen, sind wir auch sehr demütig, angesichts der Reise, die wir unternommen haben, um hierher zu gelangen."

In dem Experiment hat ein Quantencomputer mit einem vergleichbar kleinen Chip mit nur 53 Qubits die vorgegebene Aufgabe in 200 Sekunden gelöst. Der aktuell schnellste Supercomputer der Welt würde für das gleiche Ergebnis rund 10.000 Jahre benötigen, gab Google nun am Mittwoch bekannt.

Um zu verstehen, was ein Qubit ist: Ein herkömmlicher PC speichert die Informationen in Bits, wobei jedes Bit entweder den Wert 0 oder 1 besitzen kann. Ein Qubit kann dagegen sowohl den Zustand 0 als auch 1 besitzen. Mit 8 Bits kann eine Zahl zwischen 0 und 255 gespeichert werden. 8 Qubits können dagegen in allen 256 Möglichkeiten gleichzeitig sein. Mehr Informationen zu Quantencomputer und Qubits finden Sie in diesem Beitrag.

Bereits im September gab es Berichte darüber, dass Google den Meilenstein der Quantum Supremacy erreicht haben könnte. Und schon damals betonten Wissenschaftler, dass damit noch nicht das Ende der Ära der klassischen Computer, die mit 0 und 1 statt Qubits rechnen, gekommen ist.

Das schmälert allerdings nicht den Erfolg, denn belegt wird immerhin, dass langfristig Quantencomputer nicht nur wichtig im Bereich der Forschung sind, sondern in der Zukunft auch die klassischen Rechner ersetzen könnten, die heutzutage auf, unter und neben den Schreibtischen stehen. Alle großen IT-Unternehmen arbeiten an solchen generell einsetzbaren Quantencomputern. Aktuell sind Quantencomputer aber nicht nur zu teuer, sondern auch zu empfindlich. So müssen sie in einer Umgebung betrieben werden, in denen eine sehr niedrige Temperatur herrscht, um Störungen zu vermeiden.

Es gibt aber auch Kritik an den Ergebnissen. So weist die Wissenschaftsseite Scienenews.org beispielsweise darauf hin, dass IBM bereits vorab die Ergebnisse von Google in einer Veröffentlichung am Montag anzweifelte. In einer idealen Simulation, so IBM-Forscher, könne die gleiche Aufgabe von einem klassischen System in zweieinhalb Tagen mit einer größeren Genauigkeit bewältigt werden. Wobei die IBM-Forscher mit "klassischem System" aber den aktuell schnellsten Supercomputer der Welt meinen.

Intel weist darauf hin, dass es sich bei der Quantenüberlegenheit nur um "einen strategischen Benchmark" handelt und man weiter an der Kommerzialisierung von Quantencomputern arbeite.

Einig sind sich zumindest viele Wissenschaftler laut Sciencenews.org, dass Google einen wichtigen Schritt dahin gemacht, Quantencomputer und deren Funktionsweise besser zu verstehen und zu kontrollieren. Dieses Wissen könne dann dazu genutzt werden, um mit Quantencomputern auch "nützliche Probleme" zu lösen, was aber wohl noch in weitere Ferne liege.

Google veröffentlicht fünf neue Digital Wellbeeing-Apps

Mehr als ein Jahr nach dem Release der App Digital Wellbeeing wurde die Anwendung in den letzten Monaten immer weiter um neue Features erweitert. Der Smartphone-Hersteller und Android-Entwickler Google zeigt sich auch weiterhin bemüht um die Gesundheit seiner Nutzer. Google Creative Lab hat in dieser Woche fünf neue Apps aus dem Bereich Digital Wellbeeing veröffentlicht, mit denen Nutzer laut Google ihre Zeit vor dem Smartphone sinnvoller verbringen und besser managen können.

Die erste App aus dem Paket trägt den Namen Unlock Clock . Dabei handelt es sich um ein Live-Wallpaper, das anzeigt, wie oft das Smartphone im Laufe des Tages freigeschaltet wurde. Das Tool soll Nutzer vor Augen führen, wie sehr sie sich auf ihr mobiles Endgerät verlassen und wie oft sie es täglich in der Hand halten. Die zweite App We Flip soll Menschen bei Treffen mit Freunden und bekannten helfen, nicht ständig auf ihr Smartphone zu schauen. Ähnlich wie der Korb, den der Gastgeber herumgehen lässt, damit alle Gäste ihr Handy abgeben, funktioniert auch We Flip. Die App wird auf den Geräten aller Gäste aktiviert. Danach drehen alle ihr Mobilgerät um und legen es weg. Wer als erster sein Smartphone wieder aufnimmt, hat verloren.

App Nummer drei heißt Post Box und soll Nutzer von ständigen Ablenkungen durch Benachrichtigungen befreien. Alle eingehenden Alarme werden gesammelt und zu einer zuvor festgelegten Zeit ausgeliefert. Die vierte App Morph erstellt auf Wunsch einheitliche Launcher für unterschiedliche Situationen wie etwa Job, Fitness-Studio oder zu Hause. Hier werden dann nur die nötigsten App-Icons angezeigt, um die Ablenkung so gering wie möglich zu halten. Die fünfte App Desert Island verfolgt ein ähnliches Konzept. Sie lässt den Nutzer nur sieben Apps für den Startbildschirm auswählen. Nach 24 Stunden zeigt sie an, wie gut sich der Nutzer auf diese Apps konzentrieren konnte.

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