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Morgenmagazin vom Donnerstag, 24. September 2015

24.09.2015 | 06:59 Uhr |

24. September 2015 +++ iPhone-Preiskampf bei US-Providern +++ New York verschiebt Verkaufsstart +++ Update für iOS 9 +++ In China boomen gefälschte Apple Stores +++ Ethischer Ad-Blocker blockt Websites fairer +++ Gmail mit neuer Blockier-Funktion für Absender +++ Peta klagt gegen Affen-Selfie +++ Aldi Life Musik: Musik-Streaming-Angebot

Was heute wichtig wird: 24. September 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Mal wieder ziemlich schattig heute früh. Da heißt es Durchhalten, bis am Nachmittag vielleicht wieder ein bisschen Sonne herauskommt, oder warte auf den Frühlingsanfang, der ist schon wieder in einem guten halben Jahr... Die Bauernregel des heutigen Tages schlägt auch schon einen weiten Bogen über das komplette vor uns liegende Winterhalbjahr: "Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss." Das ist zwar amüsant, aber natürlich blanker Quatsch. Der in der Regel angesprochene Heilige hat jedoch mit dem heutigen Datum zu schaffen, an einem 24. September (774 oder 784, so genau weiß man das nicht ...) ließ der aus Irland gekommene Missionar in Salzburg die erste Kathedrale errichten. Noch heute ist im österreichischen Bundesland Salzburg der 24. September der Landesfeiertag. Und in drei Monaten ist ja schon wieder Weihnachten...

So etwas ähnliches wie Weihnachten wird morgen für diejenigen sein, die ihr neues iPhone online bestellt haben und es mit der Post liefern lassen. Das hat in den letzten Jahren zuverlässig funktioniert, während andere in der Schlange vor dem Apple Store froren, fischten sie in aller Ruhe das Paket aus dem Briefkasten und machten sich an die Einrichtung des Telefons. Versandbestätigungen sind in der Regel schon bei den Vorbestellern angekommen, die sich jetzt natürlich fragen, wo denn das Paket gerade steckt. Je nach Lieferdienst hat man da unterschiedliche Optionen. DPD etwa bietet seit zwei Wochen eine App an, auf der man eine Sendung auf einer interaktiven Karte verfolgen kann. Sofern das so funktioniert wie versprochen, kann man sofort erkennen, wann der Paketbote in die eigene Straße einbiegt und ihn gegebenenfalls schon vor der Tür erwarten. Das mag ein Hintergedanke bei der Entwicklung der App gewesen sein, denn so ließen sich Fehlzustellungen und damit Verzögerungen im Arbeitsablauf minimieren. Die fortschreitende Digitalisierung wird aber Enthusiasten nicht davon abhalten, das neue iPhone persönlich im Apple Store abzuholen, man muss sich ja nicht unbedingt schon einen Tag vorher anstellen.

Dass trotz zuverlässiger Lieferdienste aber wieder genügend Leute die Apple Stores am Freitag bevölkern werden, hat auch noch andere Gründe. In Österreich etwa wird es die neuen iPhones noch nicht an diesem Freitag zu kaufen geben, gerade der Münchner Apple Store darf also mit zahlreichen Kunden aus Salzburg und Umgebung rechnen. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Spielen auf dem iPad: Die erfolgreiche Tomb-Raider-Serie findet seit kurzem ihre Fortsetzung auf iPhone und iPad. Lara Croft GO gefällt unseren Kollegen der Macworld vor allem deswegen, weil es dem Entwickler Square Enix bestens gelungen sei, das Setting für mobile Geräte umzusetzen. Lara Croft Go setzt im Gegensatz zur Konsolen- und PC-Version mehr auf Rätsel, die es zu lösen gilt, als auf Action.

Preiskampf: In den USA unterbieten sich die Provider gegenseitig mit ihren Tarifen für das iPhone. So verlangt T-Mobile nur noch 5 US-Dollar im Monat für das neue iPhone 6S und 8 US-Dollar für das iPhone 6S Plus, zusätzlich zu den Mobilfunkgebühren, wenn man sein altes iPhone als Anzahlung zurücklässt. Am Ende des 18 Monate laufenden Vertrages kann man das Gerät für einen günstigen Preis übernehmen, während der Laufzeit lässt sich das aktuelle bis zu dreimal gegen ein neues austauschen. T-Mobile ist den USA damit der günstigste Provider, die Konkurrenz verlangt meist um die 15 US-Dollar im Monat für das Telefonleasing.  Laut T-Mobile sind in diesem Jahr für die neue iPhone-Generation 30 Prozent mehr Vorbestellungen eingegangen als im Vorjahr.

Erstes Update: Apple hat in der Nacht iOS 9.0.1 veröffentlicht. Das erste Wartungsupdate für iOS 9 behebt laut Apple vier kleinere Fehler und ist gerade einmal 34,2 MB groß. Laut Apple ist auf bereits mehr als 50 Prozent aller kompatiblem Geräte iOS 9 installiert.

Gefälschte Apple Stores boomen in China : In der chinesischen Stadt Shenzen unterhält Apple nur einen offiziellen Store, zudem gibt es fünf autorisiere Reseller. Fake-Apple-Stores boomen hingegen, berichtet Reuters. In einer Straße soll es gar 30 Läden geben, die ein Apple-Logo im Schufenster kleben haben und die ausgestattet sind wie die Originale, inklusive der blauen T-Shirts für die Mitarbeiter. Zu kaufen gibt es dort vorwiegend gefälschte Apple-Produkte und gefälschtes Zubehör.

Heiliger Vater: In den USA und elf weiteren Ländern gibt es das iPhone 6S (Plus) ab morgen zu kaufen. Nicht in der gesamte USA. Wie Apple bestätigt, verschiebt sich der Verkaufsstart in New York auf den Samstag. Der Grund ist ein anderer Massenauflauf, der Besuch von Papst Franziskus setzt Big Apple in den Ausnahmezustand. Vermutlich wird das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht zum Shopping nach New York kommen...

Weitere Nachrichten:

Ethischer Ad-Blocker blockt Websites fairer

Der Entwickler Darius Kazemi hat laut eigenen Angaben den ersten "ethischen Ad Blocker" entwickelt. "The Ethical Ad Blocker" steht als Chrome-Erweiterung im Chrome Web Store zum Download bereit. Durch die Nutzung des neuen Ad-Blockers sollen die Anwender keinerlei moralische Bedenken beim Surfen im Internet verspüren.

Normale Ad-Blocker, so Kazemi, haben das "Problem", dass sie auf Websites die Werbung blockieren und der Inhalt der Websites dennoch weiter angezeigt wird. Das schade den Publikationen, die den Nutzern ihre Inhalte anbieten und daran auch Geld verdienen möchten oder müssen, um ihre Mitarbeiter bezahlen zu können. "Es ist eine Art des Stehlens", so Kazemi.

Den einen oder anderen Ad-Blocker-Nutzer könnte da das schlechte Gewissen plagen. Abhilfe soll nun "The Ethical Ad Blocker" schaffen. Damit können die Internet-Nutzer in den Weiten des Internets surfen und alle dort wirklich freien Inhalte genießen.

Sobald der Anwender versucht, eine Website zu öffnen, die sich über Werbung finanziert, wird über "The Ethical Ad Blocker" sofort die gesamte Darstellung der Website blockiert. Der Hinweis "Achtung. Diese Seite ist Werbe-finanziert" erscheint und der Anwender erhält einige Vorschläge für freie Websites, mit dem Hinweis: "Diese Seiten geben ihr Zeug gratis weg."

Kazemi weist darauf hin, dass er mit "The Ethical Ad Blocker" die perfekte Lösung entwickelt habe. "Die Nutzer müssen keine Werbung ansehen, aber sie saugen auch keine Inhalte kostenfrei aus. Jeder gewinnt", so Kazemi.

Darius Kazemi ist übrigens ein Internet-Künstler, der schon mit diversen anderen Projekten auf sich aufmerksam gemacht hat. Darunter diverse Twitter-Bots. Wie etwa Auto Charts, einem Roboter der regelmäßig kuriose Infografiken tweetet.

Gmail mit neuer Blockier-Funktion für Absender

Google hat seinem Mail-Dienst Gmail eine praktische neue Funktion spendiert. Absender-Mailadressen lassen sich mit wenigen Mausklicks blockieren. Dadurch kann der Empfang von Mails dieser Absender bequem verhindert werden. Um einen Absender zu blockieren, öffnen Sie in der Web-Oberfläche von Gmail eine Mail des Absenders und klicken dann auf den "Pfeil nach unten"-Button neben dem Antworten-Icon. In dem Menü wählen Sie nun "[Absendername] sperren" aus. Über den gleichen Weg können Sie die Absender auch in den Gmail-Apps sperren.

Die Mails der so gesperrten Absender gehen nicht verloren, sondern wandern künftig automatisch in den Spamordner. Um eine Sperrung wieder aufzuheben, öffnen Sie erneut eine Mail des Absenders und klicken dann im oben genannten Menü auf "Sperrung von [Absendername] aufheben".

Peta klagt gegen Affen-Selfie

2011 war der britische Fotograf David Slater für ein Projekt auf Sulawesi unterwegs. Als er Stativ und Kamera aufbaute und sich kurz von seinem Equipment entfernte, entdeckte ein Affe seine Kamera als Spielzeug und machte per Auslöser versehentlich einige Selbstportraits. Die Bilder des Makaken Naruto gingen um die Welt, da sie das Tier aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive zeigten.

Slater nutzte die Fotos für sein Buch. Zeitweise tauchten sie auch mit einer Wikimedia-Commons-Lizenz im Online-Lexikon Wikipedia auf, wogegen sich Slater wehrte. Wer das Copyright an den Affen-Selfies hält, ist seit Jahren strittig. Fotograf Slater sieht sich selbst als Rechteinhaber, da er ja das Stativ aufgebaut habe. Laut der US-Copyrightbehörde, gebe es bei Tier-Selfies kein Copyright.

Die Tierschutzorganisation Peta meint jedoch, die Bildrechte hätte allein der Affe. Dafür zieht die Organisation nun sogar vor Gericht . Mit dem Rechtsstreit wolle man erwirken, dass die Erlöse aus dem Verkauf der Fotos dem Affen zugutekommen. Ob die Organisation damit Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

Aldi Life Musik: Musik-Streaming-Angebot

Aldi, Medion und Napster stellen gemeinsam einen neuen Musikstreaming-Dienst auf die Beine. Dieses als Aldi Life Musik bezeichnete Angebot soll Zugriff auf über 34 Millionen Lieder, 10.000 Hörbücher, etliche Radio-Stationen und auch auf redaktionell gepflegte Playlisten bieten. Starttermin ist der 24. September. Derzeit zeigt die Webseite von Aldi Life Musik nur einen Ticker.

Aldi Life Musik will auch Informationen zu Künstlern bereitstellen. Kunden können nach Kategorien das Musikangebot durchsuchen und in den aktuellen Charts stöbern. Und ihre eigenen Playlisten erstellen. Das Hörbuchangebot umfasst Kinder- und Jugendbücher, Romane, Krimi, Thriller. Die Nutzer haben auch Zugriff auf Genre- und Künstlerradios sowie auf 4000 Radio-Sender aus der ganzen Welt, wie die drei Unternehmen versprechen.

Attraktiver Preis

Für 7,99 Euro pro 30 Tage können die Kunden beliebig viele Lieder und Hörbücher aus dem Angebot auf ihre Geräte streamen. Werbefrei. Eine werbefinanzierte Gratis-Variante von Aldi Life Musik gibt es dagegen nicht.

Zum Vergleich: Für einen Monat Spotify zahlen Sie 9,99 Euro. Von Spotify gibt es aber auch eine kostenlose werbefinanzierte Version. Napster, das die Inhalte für Aldi Life Musik liefert, kostet als Originalangebot 9,95 Euro im Monat. Apple Music kostet 9,99 Euro im Monat. Wobei Apple auch noch einen Familientarif für 14,99 Euro anbietet, bei dem bis zu sechs Personen die Musik hören dürfen. Google verlangt für seinen Musikstreamingdienst ebenfalls 9,99 Euro. Genauso wie Deezer und Rdio. Die beiden Letzteren haben ebenfalls werbefinanzierte Gratisversionen ihrer Musikstreamingdienstes im Angebot.

Aldi Life Musik unterbietet preislich also die Konkurrenz. 30 Tage lang kann man das neue Angebot testen. Danach muss man bezahlen. Aldi Life Musik ist monatlich kündbar.

Kombination mit Aldi Talk

Wer bereits Aldi Talk nutzt, kann künftig auf Wunsch aus zwei zusätzlich angebotenen Aldi-Talk-Tarifen wählen, in denen sowohl die Nutzung von Aldi Life Musik als auch ein Aldi-Talk-Tarif enthalten sind.

Das neue Aldi Talk Musik Paket M beinhaltet für 9,99 Euro pro 30 Tage 50 Gesprächsminuten oder SMS in alle deutsche Netze sowie 200 MB mobiles Datenvolumen. Im Aldi Talk Musik Paket L wiederum sind für 14,99 Euro pro 30 Tage 100 Gesprächsminuten oder SMS in alle deutsche Netze sowie 500 MB mobiles Datenvolumen enthalten. Beide Pakete enthalten zudem die Aldi Talk Community Flat für Gespräche und SMS zu Aldi Talk und sind monatlich kündbar.

Aldi Talk nutzt das Mobilfunknetz von E-Plus, das zu Telefonica gehört. Das E-Plus-UMTS-Netz gehört zu den schwächeren Mobilfunknetzen in Deutschland.

Aldi Talk Kunden, die bereits eine andere Aldi Talk Option gebucht haben, können Aldi Life Musik über die Aldi Talk App oder www.meinalditalk.de dazu buchen und über ihr Prepaid Guthaben abrechnen. Hierzu buchen sie das „Musik Only“ Angebot für 7,99 Euro zu ihrem bestehenden Tarif hinzu. Eine kostenlose 30-tägige Testphase ist bei den Aldi Talk Musik Paketen M und L aber nicht möglich. 

Diese Plattformen werden unterstützt

Aldi Life Musik kann am PC oder Mac im Browser sowie auf Smartphones oder Tablets mit Android, iOS oder Windows innerhalb Deutschlands genutzt werden. Die Audioqualität lässt sich dabei zwischen 64 bis zu 320 kbps einstellen.  Lieder, Hörbücher und Playlisten können dank des Offline-Modus für die Nutzung unterwegs auch vor Antritt einer Reise heruntergeladen werden. Das schont das Datenvolumen des Mobilfunkvertrags.

Verfügbarkeit

Das Angebot Aldi Life Musik kann ab dem 24.9. hier gebucht werden. Die Nutzer können über die in allen deutschen Aldi-Filialen verkauften Guthabenbons (für die monatliche Nutzung) bezahlen sowie per Kreditkarte und PayPal. Im Anschluss an die Registrierung wird der Download der Applikation „ALDI Life Musik powered by Napster“-App angeboten. Diese kann ab 24. September in Google Play , im App Store von Apple und Windows Phone Store heruntergeladen werden.

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