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Morgenmagazin vom Donnerstag, 26. Januar 2017

26.01.2017 | 07:01 Uhr |

Apple macht Fortschritte in Indien +++ Siri spricht auf Apple Watch mit mehr Apps +++ Wine 2.0 erschienen +++ Mehr Platz und Speed? iOS 10.3 nutzt Dateisystem APFS +++ App-Store-Alternative Setapp offiziell gestartet +++ Pink Line of Death plagt Besitzer des Galaxy S7 Edge +++ Rekord: Forscher stellen "Super Laser" vor +++ Microsoft: Muss keine Nutzerdaten an US-Beh├Ârden geben

26. Januar: Ab in den S├╝den

Das Macwelt-Morgenmagazin w├╝nscht einen Guten Morgen! Allm├Ąhlich merkt man, wie sich der Winter langsam verabschiedet. Nicht, was die Temperaturen betrifft, wir leben noch bis mindestens Anfang n├Ąchster Woche im Eisschrank und auch dann wird es ersteinmal keine zweistelligen Celsius-Grade geben. Aber immerhin werden die Tage schon seit gut f├╝nf Wochen wieder l├Ąnger. Sonnenaufgang ist schon wieder vor 8 Uhr, Sonnenuntergang wieder erst nach 17 Uhr - zumindest im S├╝den des Landes. Auf R├╝gen verabschiedet sich das Zentralgestirn schon wieder kurz nach halb f├╝nf hinter dem Horizont, w├Ąhrend es in Emden morgens sich nicht vor halb neun blocken l├Ąsst. Aber auch an der K├╝ste waren diese Zahlen vor ein paar Wochen noch schlimmer.

Unser Blick geht aber heute weiter nach S├╝den, viel weiter. Bis auf die andere Halbkugel und gewisserma├čen ans andere Ende der Welt. In dem Land, das sich nach einer antiken Vorstellung von einer unbekannten s├╝dlichen Landmasse (terra incognita australis) Australien nennt, endet der heutige Sommertag vom 26. Januar in den meisten St├Ądten in einem gro├čen Feuerwerk anl├Ąsslich des Australia Days. In Sydney geht heute die Sonne kurz nach 20 Uhr Ortszeit unter, also gegen 10 Uhr morgens MEZ. Anlass der Feier ist die Anlandung der First Fleet, einer Flotte voller Schiffe mit Str├Ąflingen, welche die Krone weit, weit au├čer Landes schickte. Dort, wo heute die Harbour Bridge und das Opernhaus von Sydney, begann am 26. Januar 1788 mit der Ankunft der Briten eine neue Zeitrechnung f├╝r das in Europa 100 Jahre zuvor noch v├Âllig unbekannte Land. Die Nachfahren der Menschen, die etwa zehntausend Jahre zuvor bei niedrigerem Meeresspiegel die riesige W├╝ste mit ihrer schmalen K├╝ste, die wir heute als Kontinent ansehen, erreicht hatten, mag damals nicht zum Feiern zumute gewesen sein. Auch heute noch gibt es in Australien Zweifel, ob der Beginn der europ├Ąischen Kolonisierung wirklich f├╝r alle Australier ein Grund zum Feiern ist - die Stadt Freemantle, nahe Perth an der Westk├╝ste gelegen, verzichtet auf Feierlichkeiten und Feuerwerk.

Dieses wollte heute vor einem Jahr Apple bei der Bekanntgabe seiner Zahlen f├╝r das Dezemberquartal auch nicht z├╝nden, trotz eines weiteren Rekordergebnis. Denn die Details schmeckten ├╝berhaupt nicht, das iPhone hatte es erstmals nur mit Ach und Krach zu besseren Zahlen als im Vorjahr geschafft. Schon am 26. Januar wusste Apple, dass die Str├Ąhne von 13 Jahren des Umsatz- und Gewinnwachstums rei├čen w├╝rde, weil das iPhone einen Punkt erreicht hatte, an dem es erst einmal nicht weiter gehen w├╝rde. Das lag aber auch daran, dass im Jahr davor iPhone 6 und iPhone 6 Plus alle bis dahin g├╝ltigen Rekorde pulverisiert hatten, auf hohem Niveau immer noch ein St├╝ck h├Âher zu gelangen ist weit schwieriger als von unten schnell aufzusteigen. Diese Geschichte wiederholt sich vermutlich nicht, denn bisher deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Apple im ersten Quartal seines neuen Gesch├Ąftsjahres insbesondere mit dem iPhone wieder besser abgeschnitten hat. Ob das dann an den Neuerungen des iPhone 7 gelegen hat oder an Samsungs Problemen mit dem Galaxy Note 7, verm├Âgen wir heute nicht zu sagen. Apple wird seine Bilanz am Dienstag kommender Woche bekannt geben, nachdem in New York die B├Ârsen zwar schon geschlossen haben, aber die Sonne noch nicht untergegangen ist. Peter M├╝ller

Lesetipps f├╝r den Donnerstag

Go east: Apple versucht seit geraumer Zeit, in Indien besser Fu├č zu fassen und im Land nicht nur iPhones produzieren zu lassen, sondern auch zu verkaufen. Bei einem Treffen mit Regierungsvertretern hat Apple am Mittwoch seine Pl├Ąne f├╝r Investitionen in Fertigungsst├Ątten detailliert dargelegt und ist optimistisch aus dem Treffen gegangen. Man habe den offenen Dialog mit den Beh├Ârden ├╝ber den Ausbau des lokalen Business f├╝r gut befunden, hei├čt es in einem danach ver├Âffentlichten Statement. Indien ist f├╝r Apple auch als Absatzmarkt von potentiellem Interesse, derzeit ist das Wachstum nirgendwo sonst so stark. Apple kommt jedoch auch von einem bescheidenen Niveau, mit dem derzeit intensiv angegangenen Ausbau von 4G-Infrastrukturen in Indien rechnet sich auch Apple bessere Chancen aus.

Ausweitung: Siri ist auf der Apple Watch bisher ein eingeschr├Ąnktes Vergn├╝gen, die Sprachsteuerung beschr├Ąnkt sich im Wesentlichen auf Apples Apps. Mit watchOS 3.2, das Apple nun in den Beta-Test gegeben hat, soll sich das ├Ąndern. Siri kann man dann auch dazu nutzen, Anwendungen von Dritten wie Uber oder Runkeeper auf der Apple Watch zu steuern. Auf dem iPhone hatte Apple bereits mit iOS 10 Siri f├╝r Drittherstellerapps ge├Âffnet, die Nutzung ist aber auf sechs Typen von Anwendungen beschr├Ąnkt. Wie iOS 10.3 soll auch das n├Ąchste watchOS einen Theater-Modus bekommen, den man etwa im Kino oder anderen dunklen Umgebungen einschalten kann, wenn das Aufleuchten der Uhr st├Âren w├╝rde.

Eskalation: Nun hat Apple auch in China zwei Klagn gegen den Hersteller von Mobilfunkmodems Qualcomm eingereicht. Auch hier dreht es sich um vermeintlich unfaire Lizenzgeb├╝hren, die Qualcomm von seinen Kunden fordere, Apple will damit eine Milliarde US-Dollar an Schadensersatz erstreiten. Qualcomm habe nicht nur ├╝berzogene Geb├╝hren verlangt, sondern auch die Lizenzen f├╝r bestimmte Patente verweigert, was Apple bei seiner Produktentwicklung eingeschr├Ąnkt habe. Qualcomm sieht auch in der Klage von Apples chinesischer Niederlassung nur den Versuch des Mac-Herstellers, weniger f├╝r die Lizenzen bezahlen zu m├╝ssen.

Windows-Software auf dem Mac: Das Projekt Wine (Wine is not an emulator) hat Wine 2.0 herausgebracht. Mit der Software ist es m├Âglich, Windows-Programme auf Mac und Linux laufen zu lassen, ohne dass man daf├╝r eine Windows-Installation in einem Emulator oder einer virtuellen Umgebung br├Ąuchte. ├ťber 6.660 ├änderungen wollen die Entwickler eingebaut haben, erstmals k├Ânne man auch Office 2013 auf Macs laufen lassen und generell 64-Bit-Anwendungen unter macOS Sierra. Verbesserungen habe es aber vor allem bei Direct3D, Grafik, Text- und Font-Support gegeben. Der Grafik-Treiber auf macOS erlaubt nun auch Retina-Darstellungen. Die erweiterte Grafiktreiberdatenbank erm├Âgliche es nun, wesentlich mehr Spiele zu spielen.

Personal: Apple hat den Gr├╝nder der Firma Dropcam Greg Duffy eingestellt. Was Duffy bei Apple zu tun hat, ist nicht bekannt. Dropcam, Entwickler eine Wi-Fi-Kamera, war im Jahr 2014 von Google ├╝bernommen worden und zuletzt der anderen Unternehmenstochter Nest zugeordnet. Dort war Duffy mit dem fr├╝heren Apple-Entwickler Tony Fadell zusammengesto├čen, Duffy hatte diesem vorgeworfen, er w├╝rde Nest wie ein "tyrannsciher B├╝rokrat" leiten. Fadell ist mittlerweile auch aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Energie: Apple hat angek├╝ndigt, zusammen mit dem Energieversorger Nevada Energy ein Solarkraftwerk mit der Nennleistung von 200 MW im US-Bundesstaat Nevada zu errichten. Vor allem soll diese Anlage das Rechenzentrum Apples in Reno mit Energie versorgen. Ans Netz gehen soll die Anlage im Jahr 2019.

Weitere Nachrichten:

Mehr Platz und Speed? iOS 10.3 nutzt Dateisystem APFS

Seit diesem Dienstag k├Ânnen registrierte Entwickler die erste Betaversion von iOS 10.3 herunterladen, die neue Version bietet eine F├╝lle an neuen Funktionen. Weniger Beachtung fand ein kleiner Eintrag, der f├╝r iOS geradezu eine Revolution darstellt: Bei der Installation wird das neue Dateisystem APFS installiert, der interne Speicher des iOS-Ger├Ąts wird automatisch von HFS+ auf APFS aktualisiert. Apple hatte den Nachfolger von HFS+ f├╝r 2017 angek├╝ndigt, die Einf├╝hrung im Januar ist aber ├╝berraschend fr├╝h. Dass Apple das System zuerst unter iOS und f├╝r das Apple TV bringt, war zu erwarten, da die Nutzung unter macOS Sierra noch einige Komplikationen mit sich bringt.

Ein neues Dateisystem ist f├╝r Desktop-Betriebssystem ein weit gr├Â├čerer Schritt, n├Ąhere Informationen zu APFS sowie Vorteile und Komplikationen finden Sie in unserem ausf├╝hrlichen Artikel zu APFS.

Gute Nachricht: Die ersten Erfahrungen mit dem neuen System 10.3 sind laut ersten Berichten positiv. So soll das System wie von Apple versprochen unter anderem mehr Speicherplatz frei gegeben haben, genauere Angaben liegen uns allerdings bisher nicht vor.

App-Store-Alternative Setapp offiziell gestartet

├ťber das Prinzip von Setapp haben wir bereits ausf├╝hrlich berichtet. Bis dato hat Macpaw dieses interessante Alternativ-Konzept nur als Beta-Version und auf Einladung hin angeboten. Ab sofort l├Ąsst sich das Flatrate-Modell f├╝r Mac-Applikationen von jedem interessierten Macianer nutzen. Dazu zahlt man einen Preis von knapp zehn US-Dollar pro Monat und erh├Ąlt daf├╝r laut Entwickler nicht mehr als maximal ÔÇŁ300 der besten AppsÔÇť.

Derzeit kommen in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden immer neue Programme f├╝r den Mac dazu, die in der in unserem Artikel beschriebenen Weise automatisch mitgeteilt und optional genutzt werden k├Ânnen. Ein kurzes Einf├╝hrungsvideo zu dem Verfahren gibt es hier:

Einige, keinesfalls schon alle Tools und Programme der ukrainischen Entwicklerschmiede Macpaw   sind im Umfang von Setapp bereits enthalten, darunter Cleanmymac 3 und Gemini 2.

Einen ├ťberblick zu allen enthaltenen Programmen findet man hier . Dort kann man nach Registrierung auch einen kostenlosen Monat starten und selbst Apps vorschlagen, die man gerne im Umfang von Setapp h├Ątte. Bisher sind es erst 61 ÔÇô da ist also noch viel Luft nach oben, was es ja auch spannend macht.

Welche Apps man selbst als Highlights empfindet, bemisst sich vornehmlich nach den eigenen Bed├╝rfnissen. Sicherlich freut man sich ├╝ber Tools wie Yummy FTP Pro oder SQL Pro Studio. Wir selbst nutzen regelm├Ą├čig Programme wie Capto (Aufzeichnen von Desktop-Inhalten), Disk Drill (Wiederherstellung von gel├Âschten oder verlorenen Dateien), Cleanmymac 3 (Mac s├Ąubern und optimieren,┬á Gemini 2 (Duplikaten-Finder) Get Backup 3, Paste (Clipboard-Manager) und Rapid Weaver 7 (Erstellen und Hochladen von eigenen Homepages) sowie hin und wieder das ein oder andere Tool, je nach Bedarf.

Im besten Fall sollte man sich immer auf dem Laufenden halten, was gerade angeboten wird. Dazu doppelklickt man auf ein Programm im Ordner Setapp, und es ├Âffnet sich ein Fenster mit Screenshots und englischsprachiger Beschreibung. Etwas flotter geht es mit der oben erw├Ąhnten ├ťbersichtsseite im Internet: f├Ąhrt man dort mit der Maus ├╝ber ein Programmicon, erf├Ąhrt man schon einmal knapp, wof├╝r die Applikation dient und ob es sich f├╝r einen lohnt, sich dar├╝ber weiter zu informieren. Macpaw sollte das auch auf Finderniveau etwas besser l├Âsen, damit man nicht immer erst umst├Ąndlich die ├ťbersicht starten muss, bevor man bei manchen Programmnamen ├╝berhaupt ahnt, wof├╝r die App gut ist.

F├╝r wen das Abo lohnt

F├╝r wen lohnt sich nun die monatliche Geb├╝hr von immerhin 10 US-Dollar? Zun├Ąchst l├Ąsst sich der Account jederzeit im monatlichen Rhythmus k├╝ndigen. Man erh├Ąlt immer die aktuelle Programmversion, auch nach einem Major Upgrade. K├╝ndigt man, ist freilich auch der Zugriff auf die entsprechenden Programme weg. Angenommen, man w├╝rde nur beispielsweise Rapid Weaver 7 von Realmac ┬á nutzen. Dieses kostet auf dem Markt 100 US-Dollar. Es ist klar, dass sich das Setapp-Abo ab dem elften Monat deswegen allein nicht mehr lohnt. Also sollte man m├Âglichst viele Apps aus dem Angebot f├╝r sich passend finden und einsetzen. Dann kann es schnell sein Geld wert sein.

Wer freilich prinzipiell gegen Software-Abos ist, und daf├╝r gibt es gute Gr├╝nde, sollte auch von diesem Alternativ- oder besser Erg├Ąnzungsangebot zu Apples Mac App Store die Finger lassen. Um bestimmte Programme einfach einmal auszuprobieren, kann es sich aber dennoch lohnen, den Gratis-Monat in Anspruch zu nehmen und sich dann endg├╝ltig zu entscheiden.

Pink Line of Death plagt Besitzer des Galaxy S7 Edge

Besitzer eines Samsung Galaxy S7 Edge klagen im Web derzeit h├Ąufig ├╝ber ein Problem, welches mittlerweile auf den Namen "Pink Line of Death" getauft wurde. Den Berichten zufolge erscheint auf dem AMOLED-Display der betroffenen Ger├Ąte zun├Ąchst eine vertikale Linie in der Farbe Pink. Nach einiger Zeit versagt dann in vielen F├Ąllen das Display v├Âllig seinen Dienst. Im offiziellen Samsung-Forum gibt es bereits einen viele Seiten langen Thread ├╝ber das Problem.

Das Problem besteht bereits seit einiger Zeit. Allerdings scheinen immer mehr Besitzer des Smartphones betroffen zu sein. Bereits im November hatte sich ein Samsung-Mitarbeiter in dem Forum-Thread gemeldet und die betroffenen Kunden dazu aufgefordert, ihr Ger├Ąt bei Samsung zur ├ťberpr├╝fung einzuschicken. Offiziell hat sich Samsung zu dem Problem aber noch nicht ge├Ąu├čert, so dass die betroffenen Besitzer des Samsung Galaxy S7 Edge darauf hoffen m├╝ssen, dass Samsung den Fehler im Rahmen der Garantie behebt.

Laut der Website myce.com berichten einige Nutzer, dass sich das Problem auch mit Workarounds beheben l├Ąsst, wobei die Tipps aber mit Vorsicht zu genie├čen sind und ein Erfolg nicht garantiert ist. So helfe beispielsweise manchmal eine Neukalibrierung des Displays nach Eingabe von *#0*#. Teils seien auch mehrere Versuche notwendig. Andere Nutzer empfehlen dagegen, leicht mit den Fingern auf die obere rechte Geh├Ąuseseite des Smartphones zu dr├╝cken. Zumindest verschwinde dann vor├╝bergehend die pinke Linie.

Rekord: Forscher stellen "Super Laser" vor

Ein Team britischer und tschechischer Wissenschaftler vermeldet den ersten erfolgreichen Test mit einem Super Laser , der bisherige Laserstrahlen in Sachen Leistung um den Faktor 10 ├╝bertrifft. Der sogenannte High Peak Power Laser hat eine maximale Leistungsaufnahme von 1000 Watt und soll langfristig dazu eingesetzt werden, um Metalloberfl├Ąchen zu h├Ąrten, Halbleiter zu fertigen oder Miniaturbauteile f├╝r Maschinen herzustellen.

Die Entwicklung des Lasers geht auf das Konto der britischen Central Laser Facility (CLF) sowie der vom tschechischen Staat betriebenen Forschungseinrichtung HiLASE. CLF-Direktor John Collier sieht im neuen Laser einen wichtigen Meilenstein, der ganz neue Anwendungsm├Âglichkeiten schaffen kann.

Der Laser wiegt 20 Tonnen und hat bislang 44 Millionen Euro gekostet. Die Investition soll durch eine sp├Ątere Verwendung im Flugzeugbau, Autobau und dem Energiesektor aber gut angelegt sein.

Microsoft: Muss keine Nutzerdaten an US-Beh├Ârden geben

Microsoft hat sich erneut vor einem US-Gericht behauptet. Die in einer fr├╝heren Verhandlung getroffene Entscheidung der Richter wurde best├Ątigt : Das US-Justizministerium k├Ânne den Konzern demnach nicht dazu zwingen, E-Mails herauszugeben, wenn sich diese nicht auf US-Servern befinden.

Konkret ging es um eine E-Mail eines Drogenschmugglers, die sich auf einem Microsoft-Server in Irland befindet. Das US-Justizministerium fordert die Herausgabe der betreffenden Mail schon seit dem Jahr 2013. Als Argument diente dem Staat, dass Microsoft eine richterliche Anordnung auch dann nicht ignorieren d├╝rfe, wenn sich die betreffenden Kundendaten au├čerhalb der Landesgrenzen befinden.

Richterin Susan Carney fordert dennoch eine Gesetzesanpassung. Der 31 Jahre alte Stored Communications Act (SCA) sei nicht mehr zeitgem├Ą├č, da er aus einer Zeit vor dem Internet stammt.

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