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Morgenmagazin vom Donnerstag, 26. März 2020

26.03.2020 | 06:59 Uhr | Peter Müller

iFixit schraubt Macbook Air 2020 auf +++ Munster: iPhone 12 bleibt im Plan +++ iPad Pro 2020: Nur für den Übergang? +++ Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind langsamer als vertraglich zugesichert +++ Heiß begehrt: Hier sind noch Webcams erhältlich +++ Wegen Corona: Pornhub Premium ab sofort gratis für alle +++ iOS 13.4: Siri wird stumm, TV-App besser

26. März: Ausgependelt

Macwelt wünscht Guten Morgen! Und schon wieder geistern Verschwörungstheorien durch das Netz, von denen man nicht weiß, ob sie bösartig sind, oder dumm oder beides. Aber was will man auch schon erwarten, wenn das Weiße Haus erst über Wochen und Monate die latente Bedrohung ignoriert und dann das Virus als ein "chinesisches" schmäht. Das Regime in China ist ja keinen Deut besser, wenn es jetzt, wo angeblich die Infektion eingedämmt ist, kühn behauptet, der Keim sei aus dem Ausland eingeschleust worden - und nun habe man die Lage im Griff. Seltsam. im Dezember und Januar wurden in Hubei noch diejenigen Ärzte vor Gericht gestellt, die zuerst von der neuen Lungenkrankheit berichteten.

Dieser Tage zöge man sich ja am liebsten nach Nordkorea oder Russland zurück, würde man an die Lügen, Bosheiten und Dummheiten derer glauben, die jetzt ihr Geschäft betreiben. Nordkorea meldet keine Infizierten und Russland voller Stolz null Tote. Nun ja …

Bis vor kurzem dachten wir noch, die Verschwörung der Flacherdler sei dumm und ärgerlich, heute wollen wir das beinahe als Spinnerei abtun, wenn es nicht die selben Geisteshaltungen wären, die die Verbreitung dieses Unfugs befördern. Ich sehe es nicht, also gibt es das nicht. Kein Virus, keine Erdkrümmung. Nur die, die uns in künstlicher geistiger Umnachtung halten wollen und im Hintergrund die Fäden in der Hand halten. Solchen Leuten ist mit Argumenten schwer zu kommen. Dabei gibt es einen wunderbaren Beweis für die Existenz einer Erdkugel.

Diese Kugelform ist seit dem Altertum bekannt, dass sie sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, seit dem 16. Jahrhundert. Einen endgültigen Beweis der Eigenrotation des Planeten lieferte am 26. März 1851 Léon Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel. Im Panthéon in Paris setzte er ein 67 Meter langes und nur sehr langsam und kaum gedämpft schwingendes Pendel in Bewegung, das auf dem Boden Spuren hinterließ. Da bekannt war, dass sich die Rotationsebene des Pendels nicht ändern könne, aber dennoch auf dem Boden nicht nur ein vom permanenten Hin- und Herschwingen gezeichneter Strich, sondern ein sternförmiges Muster zu sehen war, musste sich die Erde quasi unter dem Pendel hindurch gedreht haben. Wie schnell sich der Boden scheinbar unter dem Pendel bewegt, hängt vom Breitengrad ab. An den Polen würde eine Änderung um 360 Grad, also ein voller Kreis, 24 Stunden dauern, in unseren Breiten etwa ändert sich die Schwingungsebene an einem Tag um rund 270 Grad. Nur am Äquator ist dieser Effekt nicht zu beobachten.

Das Foucault'sche Pendel spielt im gleichnamigen Roman von Umberto Eco übrigens nur eine Nebenrolle, diese aber im Showdown. Die wesentliche Rolle in der Geschichte spielt ein hunderte Jahre alter Zettel, auf den krude Verschwörungstheorien basieren und der sich bei genauerem Hinschauen doch nur als verwaschene Einkaufsliste entpuppt. 

Lesetipps für den Donnerstag

Zurückhaltend: Klar, das System mit den beiden Kameras an der Rückseite samt Lidar ist spektakulär, aber die andere wesentliche Neuerung, die Trackpad-Unterstützung, nicht einmal exklusiv – und das passende Keyboard kommt auch erst im Mai. Ansonsten ist das neue iPad Pro eine zurückhaltende Weiterentwicklung in Sachen Leistung, zeigen die ersten Benchmarks. Apple hat ja nicht einmal die Prozessorgeneration eine Nummer weiter gedreht, A12Z satt A12X. Warum das iPad Pro 2020 aber sich so zurückhält, darüber spekuliert nun Jason Snell. Das Lidar könnte nun überhaupt der Grund gewesen sein, warum Apple das Upgrade gebracht hat - ein neues optisches Modul, zuerst am iPad eingeführt und nicht am iPhone wie früher immer, das fällt auf. Als Vorteil könnte sich erweisen, dass Apple nun ein Lidar schon in einer Hardware verbaut hat, bevor man mit Entwicklern die neuen Möglichkeiten der AR in iOS 14 auf der (virtuellen) WWDC diskutiert. Der U1-Chip, den auch schon die iPhone 11 haben, ist ein weiterer Vorbote für die Apple-Tags, die später im Jahr kommen dürften und dann bereits auf eine etablierte Infrastruktur von Suchgeräten stoßen. Anders herum wäre das ungeschickt gewesen. jason Snell, der schon länger von einem ARM-Mac träumt, hat nun auch die Theorie, dass Apple mit dem leistungsstarken iPad Pro 2020 und der Tastatur mit Trackpad gewissermaßen ein Testgerät für Entwickler im Angebot hat, auf das sie ab Juni die ARM-Version von macOS installieren könnten, um ihre Software auf das neue Zeitalter vorzubereiten. Es sei aber auch möglich, das neue iPad Pro würde nur als Zwischengeneration dienen, bevor es im Herbst oder im kommenden Frühjahr von einem Modell abgelöst werde, das auch im 5G-Netz funkt.

Show must go on: Apple hat den ersten Trailer einer neuen Serie von Apple TV+ veröffentlicht. "Defendng Jacob" nach einem Justizthriller von William Landay wird ab dem 24. April zum Stream bereit stehen. Darin spiel Chris Evsans den Vater eines 14-Jähringe, der des Mordes angeklagt ist. Wie viele Folgen die Serie haben wird, ist noch nicht bekannt, vermutlich wird sie aber nicht mehr als eine Staffel umfassen.

Wir kommen bald wieder : Google hat die Ankündigung seines CEOs Sundar Pichai umgesetzt und gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ladengeschäft als "Vorübergehend geschlossen" zu markieren. So soll vermieden werden, dass Leute vergeblich durhc die Gegend nach der Suche nach einem offen Geschäft laufen. Anwender von Googel My Business finden die Option in ihrer Konsole, in Google Maps und der Suche wird der Laden dann als vorübergehend geschlossen markiert.

Offen : iFixit hat das Macbook Air 2020 geöffnet und geschaut, was sich gegenüber dem Vorgängermodell geändert hat. Da ist an erster Stelle die Tastatur mit einem Tastenhub von 1 mm, was die Dicke des Gehäuses um 0,5 mm zulegen lässt. Neu ist die Verkabelung des Trackpads, die es nun erlaubt, das Trackpad zu wechseln, ohne das Logic Board ausbauen zu müssen. Der Akku ist der gleiche wie beim Vorgänger und hat dieselbe Modellnummer. Und wie beim Vorgänger ist er mit Klebestreifen befestigt, genauso wie die Lautsprecher, was den Akkuwechsel deutlich leichter macht als bei den verklebten Akkus in anderen Macbooks. Zusätzlich zum Klebestreifen sind die Lautsprecher auch mit einer Schraube befestigt. Insgesamt bekommt das neue Macbook Air einen Punkt mehr von iFixit auf der Skala der Reparierbarkeit. Das Logic Board werden sich die Bastler später genauer ansehen. Wie bisher sind die USB-Anschlüsse sowie der Lautsprecheranschluss inklusive Fingerbadrucksensor jeweils auf einer eigenen Platine angebracht, was auch hier den Ersatz bei Beschädigung erleichtert.

Spalten : Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: macOS 10.15 Catalina hat im letzten Herbst die Spaltenansicht von Apple Mail aufgegeben. Es ist seither nicht mehr möglich, seine Post nach bestimmten Kriterien wie Größe des Anhangs oder Absender zu sortieren. Glenn Fleishman, der in Mac 911 sonst auf alles eine Antwort hat, kann hier nur bedingt mit dem Prinzip Hoffnung weiter helfen. Denn Apple höre sehr wohl auf seine Kundschaft, auch wenn das nicht in Antworten über einschlägige Foren offenbar wird. Doch habe auch der iTunes-Nachfolger Musik auf die Spaltenansicht zunächst verzichtet, um sie nach Anwenderprotesten mit dem Update auf macOS 10.15.2 im Spätherbst wieder zurück zu bringen. Es sei eine Frage der Zeit und der Menge an Leuten, die auf das aktuelle System umgestiegen sind, meint Fleishman.

Im Plan: Der Analyst Gene Munster (Loup Ventures) widerspricht Berichten, Apple würde das für dem Herbst geplante iPhone 12 wegen der Corona-Kris verschieben müssen. Es sei naiv zu glauben, dass Cupertino erst seit Veröffentlichung des iPhone 11 an dem neuen Modell gearbeitet habe, die Entwicklung dauere eher drei bis vier Jahre. Wie auch Apples Hardwarechef John Srouji erklärt, würden seine Ingenieure an bestimmten Aspekten der Geräte schon Jahre vor dem Launch arbeiten. Ende März sei der Großteil der Entwicklung und der Planung in der Lieferkette bereits erledigt, beruhigt daher Munster. Nikkei Asian Review hatte berichtet, dass Apple sich nicht nur Sorgen um die Produktion machen müsse, auch die Nachfrage sei in der derzeitigen Weltlage ein Problem. Das erste 5G-iPhone Apples sei aber zum Erfolg verdammt.

Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind langsamer als vertraglich zugesichert

Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht 2016/17 zur stationären und mobilen Breitbandmessung vorgelegt. Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017. Er wertet die Ergebnisse von 437.192 stationären Breitbandanschlüssen und 245.143 mobilen Breitbandanschlüssen aus. Der Test ist anbieter- und technologieunabhängig.

Die Ergebnisse sind für die Nutzer enttäuschend: Der überwiegende Teil der Internetnutzer erreicht nicht annähernd die vertraglich vom Provider zugesagte Geschwindigkeit. Über diese Karte der Bundesnetzagentur sehen Sie, wo man in Deutschland wie schnell surfen kann.

Ergebnisse für stationäre Breitbandanschlüsse

Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 71,6 Prozent der Nutzer von stationären Breitbandanschlüssen mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Nur bei 12 Prozent der Nutzer wurde die vertraglich vereinbarte maximale Datenübertragungsrate voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Werte annähernd gleichgeblieben (2015/2016: 70,8 Prozent der Nutzer erhielten mindestens die Hälfte, 12,4 Prozent mindestens die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate).

Auch 2016/2017 hat also der Großteil der Breitbandkunden nicht die vertraglich vereinbarte maximale Datenübertragungsrate erhalten. Dabei erweisen sich vor allem ADSL-Anschlüsse mit 8 Mbit/s bis kleiner 18 Mbit/s als schwarze Schafe: Hier wurden die schlechtesten Werte erzielt. Anschlüsse mit 200 Mbit/s bis kleiner 500 Mbit/s – hierbei handelt es sich meist um Kabelanschlüsse, also beispielsweise Vodafone oder Unitymedia – weisen dagegen die besten Werte auf. Somit erhalten Kabel-Nutzer tendenziell eher ihre volle Bandbreite als DSL-Nutzer.

Vor allem am Abend geht die Bandbreite spürbar zurück, wenn viele Kunden zeitgleich das Internet nutzen. Insbesondere in der höchsten Bandbreiteklasse 7 (200 Mbit/s bis kleiner 500 Mbit/s) fiel die absolute Leistung – wie bereits im Vorjahreszeitraum – in der abendlichen Peak-Zeit stark ab.

Diese eigentlich schlechten Ergebnisse ändern aber nichts daran, dass die meisten Kunden erneut mit der Leistung des Anbieters zufrieden waren (Noten 1 bis 3). Der Anteil lag bei 64,2 Prozent (2015/2016: 65,4 Prozent).

Ergebnisse für mobile Breitbandanschlüsse

Noch schlechter als bei den stationären Breitbandanschlüssen sieht es bei den mobilen Zugängen aus. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download nur 18,6 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Bei gerade einmal 1,6 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind insgesamt deutlich geringere prozentuale Datenübertragungsraten gemessen worden. Zum Vergleich: 2015/2016 erhielten 27,6 Prozent der Nutzer  mindestens die Hälfte, 3,4 Prozent die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate und mehr.

Die Lage bei den mobilen Internetzugängen hat sich also verschlechtert: Während die Hälfte der Nutzer im Jahr 2015/2016 bei allen betrachteten Anbietern mindestens 20 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate erhielt, wurde dieser Wert in 2016/2017 bei einer Vielzahl von Anbietern unterschritten. Die Verschlechterung ist laut Bundesnetzagentur unter anderem auf tarifliche Anpassungen zurückzuführen. So haben einige Anbieter die vertraglich in Aussicht gestellten maximalen Datenübertragsraten deutlich erhöht. Zwar nehmen die gemessenen Datenübertragungsraten zu, allerdings nicht im gleichen Maße wie die vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsraten, sodass hieraus ein reduzierter Verhältniswert resultiert.

Kurios: Auch bei den mobilen Breitbandzugängen bewerten die Endkunden die Anbieter erneut weit überwiegend mit Noten von 1 bis 3 (76,6 Prozent) – die Nutzer sind also überwiegend zufrieden, obwohl sie nicht die vertraglich zugesicherten Werte erreichen.
Sie können den langen Bericht der Bundesnetzagentur hier im Detail nachlesen und finden darin die Werte für Ihren Provider und Ihre Region.

So messen Sie Ihre Breitbandgeschwindigkeit

Die Bundesnetzagentur bietet unter breitbandmessung.de die Möglichkeit die Geschwindigkeit Ihres stationären Internetanschlusses sofort kostenlos zu messen. Außerdem stellt die Bundesnetzagentur auf dieser Seite Apps für iOS und Android bereit, mit denen Sie Ihre mobile Internetanbindung messen können. PC-WELT bietet Ihnen mit dem PC-WELT Netzmonitor ebenfalls eine Gratis-App zur Messung Ihrer mobilen Surfgeschwindigkeit. Mit unserem Speedmeter-Test wiederum können Sie Ihren stationären Breitbandanschluss (DSL, Kabel, Glasfaser) überprüfen.


Heiß begehrt: Hier sind noch Webcams erhältlich

Während der aktuellen Coronakrise sind viele, viele Menschen im Home Office und dadurch ist auch die Nachfrage nach Webcams für Video- und Sprachkonferenz gestiegen. Schließlich will man auch daheim bei der Arbeit mit Kollegen und Kunden per Bild kommunizieren, als einfach nur unpersönliche Chat-Nachrichten auszutauschen.

Die hohe Nachfrage nach Webcams hat dafür gesorgt, dass sie bei den meisten Online-Händlern ausverkauft sind und/oder mit sehr langen Lieferzeiten zu rechnen ist. Das zeigt auch ein Blick in die Amazon-Bestseller-Liste für Webcams. Aber Hilfe naht...

Tipp 1: Nutzen Sie doch einfach Ihr Android-Smartphone als Webcam. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag: Android-Smartphone als PC-Webcam nutzen - so geht´s

Tipp 2: Vergleichen Sie die Preise und schlagen Sie nicht sofort bei einer lieferbaren Webcam zu. Unsere Internet-Recherche hat ergeben, dass Händler teils deutlich mehr für Webcam-Modelle verlangen, als noch vor der Coronavirus-Krise. Das gilt natürlich auch für private und kommerzielle Webcam-Angebote hier bei Ebay.de. Es lohnt sich ein Blick in den PC-WELT Preisvergleich oder hier bei Idealo in den Webcam-Angeboten , um überhöhte Preise zu erkennen und diesen Angeboten aus dem Weg zu gehen. Bei AliExpress sind auch Webcams aktuell erhältlich, allerdings ist teils mit langen Lieferzeiten zu rechnen, wenn Standard-Lieferung ausgewählt wird. Mit Express-Versand - und dazugehörigem Aufschlag bei den Versandkosten - verkürzen sich die Lieferzeiten aber merklich.

Tipp 3: Hier im PC-WELT-Preisvergleich finden Sie nicht nur aktuelle Webcam-Angebote, sondern können auch nur mit ein-zwei Klicks sofort überprüfen, ob eine Webcam zu einem attraktiven Preis auch sofort verfügbar ist oder mit einer verlängerten Lieferzeit zu rechnen ist. Unsere Recherche hat ergeben: Es gibt noch Händler, die Webcams zu fairen Preisen auf Lager haben und zügig liefern können. Die Nachfrage ist allerdings so groß, dass sich die Verfügbarkeit dieser Webcams bei den betreffenden Händlern schnell ändern kann. Hier heißt es also: Schnell zuschlagen, ehe Ihnen jemand das Angebot unter der Nase wegschnappt.

Wegen Corona: Pornhub Premium ab sofort gratis für alle

Pornhub hat sich eine clevere Werbeaktion zur Corona-Krise ausgedacht: Pornhub Premium, also die kostenpflichtige Variante der bekannten Porno-Streamingplattform, ist ab sofort kostenlos nutzbar. Das teilte der Betreiber via Twitter mit. Pornhub Premium ist demnach ab sofort bis 23. April 2020 weltweit kostenlos verfügbar.

Wer Pornhub Premium kostenlos nutzen möchte, kann das über diese Anmeldeseite tun. Sie müssen dort eine der beiden Auswahlboxen anhaken und können dann auf „Zugang auf Gratis Pornhub Premium“ klicken. Dann werden Sie auf die eigentliche Anmeldeseite weitergeleitet. Dort legen Sie einen Nutzernamen und ein Passwort fest und geben Ihre Mailadresse an. Und schon sind Sie drin in Pornhub Premium.

Das Ganze ist letztendlich eine Marketingaktion, um weitere Nutzer für das kostenpflichtige Pornhub Premium zu bekommen. Pornhub Premium kostet normalerweise ab 9,99 Euro pro Monat. Wer diesen Betrag zahlt, sieht zum Beispiel keine Werbung und kann die Videos laut dem Betreiber mit höherer Bandbreite streamen.

In Italien, Frankreich und Spanien hatte Pornhub sein Premiumangebot schon vor einigen Tagen kostenlos freigeschaltet. Wenig überraschend: Die Corona-Krise und das damit verbundene Zuhausebleiben vieler Menschen führte zu einem deutlichen Trafficanstieg bei Pornhub. Das geht aus Pornhubs veröffentlichten Zugriffsstatistiken hervor.

Pornhub spendet außerdem laut Betanews 85 Prozent der mit den Videos erzielten Einnahmen an Pornodarsteller, die derzeit wegen der Social-Distancing-Maßnahmen nicht arbeiten können.

iOS 13.4: Siri wird stumm, TV-App besser

Seit beinahe einer Woche bietet Apple neue iPad Pro an, die bei ersten Bestellern auch schon angekommen sind, das Macbook Air ist ebenfalls leicht überarbeitet worden und der Mac Mini bekommt mehr Speicher für den gleichen Preis. Insbesondere beim iPad Pro wirbt Apple mit neuen Features, die ein Software-Update verlangen, etwa die Verbesserungen in Sachen AR dank Lidar. Neuheiten wie die Trackpad-Unterstützung kommen aber auch älteren Geräten zu Gute, ab iPadOS 13.4, das Apple am Abend des 24. März zeitgleich mit iOS 13.4 veröffentlicht hat.

Eine der in beiden Systemen (und auch in macOS 10.15.4) neuen Funktion, die Apple bereits in den letzten Wochen in den Betas testen ließ, war eigentlich noch für den Herbst versprochen gewesen – iCloud-Ordner-Sharing. Damit erlauben es iPhone, iPad und Mac, nicht nur einzelne Daten, sondern gleich komplette Ordner des iCloud Drive zu teilen. Das Feature fand sich in der Liste der Neuerungen für iOS 13, wegen Problemen bei der Entwicklung hat Apple die Sharing-Funktion zunächst für "später im Herbst" und dann "im Frühling" versprochen – immerhin, Frühling ist jetzt.

Auch schon länger angekündigt sind neue Emojis und Memoji-Sticker.

Was komplett neu ist, ist die Unterstützung für Trackpad unter iPadOS . Anders als auf einem Mac erscheint der Cursor nicht in der Form eines Pfeils oder einer vertikalen Linie (in den Textprogrammen), sondern ist in Form eines schwebenden Kreises implementiert. Das ist an sich für ein Touchscreendisplay sinnvoll, wird wohl der Nutzer noch eigene Finger als Bedienelement einsetzen. Apple liefert die benötigten APIs für die Trackpad-Unterstützung an Entwickler, mit gleichem Schwung werden auch die Apps Numbers, Pages und Keynote aktualisiert, sodass sie von Anfang an die neue Funktion unterstützen.

Neben diesen globalen Neuerungen werden mit iOS 13.4 neue Emojis kommen, der Entwickler will auch in Mail einige Bedienelemente anders anordnen: Bei iOS 13 befand sich der Papierkorb gleich neben dem Weiterleiten-Pfeil, was für viele unbeabsichtigt gelöschte Mails sorgte.

Zu den neuen Funktionen gehört ebenfalls eine bessere Integration von Shazam: Wir erinnern uns: Apple hat die Firma im Dezember 2018 gekauft. Mit iOS 13.4 brauchen die Nutzer die App nicht mal zu installieren, eine entsprechende Funktion findet sich in den Siri Kurzbefehlen. Zwar konnte Siri auch schon davor die Frage ziemlich genau beantworten, welches Lied nun gerade spielt, auch hier war Shazam hilfreich, direkt in Siri Kurzbefehlen kann man die Datenbank der App gleich in einem komplexen Ablauf der Handlungen nutzen.

Apropos, Siri. Diese wird jetzt ein bisschen stummer. Wird das iPhone von dem Nutzer nicht auf die Rückseite, sondern auf das Display abgelegt, reagiert die digitale Sprachassistentin nicht mehr auf Anfragen, selbst wenn das iPhone noch nicht deaktiviert wird. Kennt man diesen Trick, kann man Siri abhängig von der Situation oder ganz kurzfristig deaktivieren, mit dem nächsten Anheben des iPhones ist die Assistentin wieder einsatzbereit.

In den Einstellungen der TV-App gibt es nun zwei neue Optionen, damit kann man steuern, wie viel Daten die Video-Inhalte beim Streaming und beim Download verbrauchen werden. Diese Einstellung wird vor allem HDR-Filme betreffen: Schnelle Downloads und Streamings bevorzugen erstmals die Version ohne HDR, die mit mehr Datenvolumen werden die HDR-Version, falls verfügbar, wiedergeben. Ab sofort kann man im deutschen Store auch Inhalte mit Originalsynchronisation beziehen. Das war in den letzten Jahren der größte Kritikpunkt der Nutzer: Beim Kauf von "Game of Thrones" musste man beispielsweise höllisch aufpassen, ob man gerade die deutsche oder englische Version für 25 Euro bezieht. Nun kann man die Originalsprache und weitere verfügbaren Sprachen mit dem Download einbeziehen, die Datei wird logischerweise größer, aber man muss die Inhalte nicht zweimal kaufen, wenn man sich verwählt hat.

Bei den berichtigten Fehler ist die Liste ebenfalls lang: Apple hat vor allem wohl an der Synchronisation von Erinnerungen gearbeitet, die haben in der letzten Zeit eher schlecht als recht funktioniert. Das war vor allem bei den sich wiederholenden Erinnerungen der Fall. Umgekehrt, manche Erinnerungen erschienen im Sperrbildschirm, obwohl diese bereits als erledigt markiert worden waren.

Manchmal wurde der Bildschirm beim Start der Kamera-App schwarz, das Motiv vor dem Objektiv war nur dann wieder zu sehen, wenn die App einmal geschlossen war, nach Angaben von Apple ist dieser Fehler ebenfalls behoben.

Viele kleinere Fehler wurden in Safari behoben: In manchen Fällen hat der Browser bei Captcha die Bilder falsch dargestellt, bei manchen Webseiten funktionierte der Dark Mode nicht beim Smart Invert. Beim Kopieren vom Text in eine Webseite im Dark Mode wurde dieser einfach nicht dargestellt.

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