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Morgenmagazin vom Donnerstag, 30. Juli 2015

30.07.2015 | 06:59 Uhr |

30. Juli 2015 +++ Dritte Public Beta für OS X 10.11 +++ Facebook legt stark an Umsatz zu +++ Amazon bringt Dash-Buttons in den Handel +++ Google warnt vor Warteschlangen vor Geschäften +++ Amazon lässt Prime-Nutzer früher Blitzangebote shoppen +++ Lexus entwickelt Hoverboard à la Marty McFly +++ Tesla-Konkurrenz aus China

Was heute wichtig wird: 30. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Obwohl der Sommer nach einer kurzen Auszeit zurückkehrt, wird das Klima in Deutschland rauer. Das gesellschaftliche. Die Welt wird immer komplexer, die Antworten, die manche darauf geben, immer simpler. Zu simpel in ihrer einseitigen Botschaft. Bei Flüchtlingen scheint nicht mehr das einzelne Schicksal zu zählen oder die Gründe, warum sich immer mehr auf den unsicheren Weg aus ihrer Heimat machen, sondern die bloße Zahl. Kann man jährlich so und so viele tausend verzweifelte Menschen aufnehmen, wie lauten die Quoten der Aufteilung, wer bezahlt das?

Oder die einfachen Antworten, die eine enthemmte Boulevardpresse für komplexe Fragen der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik hat. Wer mit einem griechischen Namen in Deutschland lebt, muss nicht nur seit Monaten und gar Jahren blöde Witzeleien über seinen eigenen Finanzstatus anhören, mittlerweile schlägt unseren Mitbürgern griechischen Namens - denen mit und ohne deutschen Pass - zu oft der pure Hass und das unreflektierte Vorurteil entgegen.

Schluss damit. Heute ist Tag der Freundschaft, den die UNO zwar erst im Jahr 2011 erfunden hat, aber vielleicht gerade rechtzeitig in Zeiten des eskalierenden Hasses. Es ist zwar nur eine Plattitüde, aber auf diesem Planeten müssen wir in Frieden und Freundschaft leben, wollen wir ihn nicht endgültig zerstören. Also feiern wir heute die Freundschaft. Wir von der Macwelt unterlassen heute etwa jeden Spot über Windows 10. Obwohl die Sache mit dem in Rente geschickten Internet Explorer, mit dem wir uns nie so richtig angefreundet hatte, schon ein netter Anlass wäre.... Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Dritte Public Beta : Kommt in diesem Jahr der Herbst früher als gedacht? Apple bringt bereits jetzt die dritte Public Beta für OS X El Capitan heraus, im Vorjahr war die vierte Beta für OS X Yosemite bereits die letzte. An neuen Funktionen ist bisher nichts bekannt. Teilnehmer des Public Beta Programms können die neue Version aus dem App Store laden und auf ihrem Test-Mac installieren. Für iOS 9 haben zwar registrierte Entwickler in dieser Woche eine neue Beta bekommen, für die Öffentlichkeit steht noch keine neue Vorabversion bereit.

Facebook legt zu : Das soziale Netzwerk weist in seiner Bilanz für das Juni-Quartal ein Umsatzplus von 39 Prozent gegenüber Vorjahr auf, aber auch die Kosten sind stark gestiegen. Umgesetzt hat Facebook 4,04 Milliarden US-Dollar, der Gewinn ist jedoch um zehn Prozent auf 709 US-Dollar gefallen.

Apple Watch - Die Party beginnt erst im Herbst: Die Apple Watch ist gut, meint Jason Snell, der sie vor allem als Fitnessmotivator lobt. Noch besser wird sie aber im Herbst, wenn mit Watch OS 2 das neue Betriebssystem kommt, das auch native Apps für die Watch erlaubt. Die Entwicklerszene scharrt schon mit den Hufen und hat zahlreiche Innovationen in Vorbereitung.

Kein Scherz: Warum Amazon das Konzept unbedingt am 1. April dieses Jahres vorstellen musste, bleibt schleierhaft, jetzt kommen aber die Dash-Buttons in den Handel - zunächst für Prime-Mitglieder. Die Idee dahinter: Wenn Verbrauchsmaterial ausgeht, etwa Waschmittel oder Geschirrspülreiniger, tippt man einfach auf den an Wasch- oder Geschirrspülmaschine angebrachten Knopf, der sofort bei Amazon Nachschub bestellt.

Strategie: Apple hätte zwar genug Geld, um die gesamte Musikindustrie aufzukaufen und neue Musik exklusiv hinter der Paywall von Apple Music laufen zu lassen, um noch mehr Geld zu verdienen, doch ist die Strategie anscheinend eine andere, wie TechCrunch ausführt. Der weltweit auch nach der dreimonatigen Abo-Phase kostenlos erhältliche Radiosender Beats 1 ist so ein Beispiel, aber auch der bisher unterschätzte Bereich "Connect". Den über das nur noch entfernt an das gescheiterte soziale Netz Ping erinnernde Feature hat etwa in dieser Woche Keith Richards seine neue Single "Trouble" samt Video der Öffentlichkeit vorgestellt.

Google warnt vor Warteschlangen vor Geschäften

Zumindest in den USA stellt Google eine praktische neue Zeitspar-Funktion bereit. Die neue Funktion ist in die Suche integriert. Sie zeigt dem Nutzer an, wann ein bestimmtes Geschäft vermutlich am stärksten besucht ist. Und somit die Wartezeit dort tendenziell am längsten ist.

Diese als "popular time section” bezeichnete Funktion wertet bekannte Kundenbesuche der Vergangenheit aus, um die aktuelle Warteschlange zu berechnen.

So finden Sie den Warteschlangen-Warner

Um sich die wahrscheinliche Wartezeit anzeigen zulassen, suchen Sie zunächst in der Google-Suche nach dem gewünschten Restaurant, Laden oder einem sonstigen Geschäft. Und wählen Sie dann die dazu gehörige Location Card. Dort wählen Sie dann "more about", um das "popular times panel“ mit der voraussichtlichen Wartezeit anzeigen zu lassen.

Die Funktion zeigt den voraussichtlichen Andrang für die ganze Woche an, Stunde für Stunde. Allerdings ohne exakte „Mengen“-oder „Zeit“-Angaben, sondern als reiner Graph. Zur ungefähren Orientierung sollte das aber durchaus ausreichen.

Laut Google steht die neue Funktion für die Such-App von Google für Android und für die Suche innerhalb der Chrome- und Safari-Apps für iOS zumindest in den USA zur Verfügung. Laut Google soll das neue Feature aber auch für Millionen von Geschäften rund um den Globus zur Verfügung stehen.

Amazon lässt Prime-Nutzer früher Blitzangebote shoppen

Schon seit längerer Zeit lockt Amazon immer wieder mit Blitzangeboten. Das sind zeitlich stark begrenzte Sonderangebote zu ausgewählten Artikeln. Mit dem Prime Day am 15. Juli hat Amazon dann das erste Mal exklusiv für Prime-Kunden eine solche Blitz-Rabattschlacht gestartet. Einen ganzen Tag lang gab es in kurzen Abständen frische Sonderangebote. Nun hat Amazon angekündigt, dass Prime-Mitglieder ab sofort exklusiv 30 Minuten früher auf alle Blitzangebote auf Amazon.de zugreifen dürfen. In so manchem Fall mag dieser Vorsprung entscheidend sein - denn attraktive Blitzangebote sind teils schon nach wenigen Minuten ausverkauft. Die Angebote finden Sie unte r www.amazon.de/angebote .

Amazon stockt Prime-Angebot auf

Seit der Einführung von Prime baut Amazon den Service immer weiter aus. Im Jahr 2007 versprach man Prime-Kunden "nur" die Gratis-Lieferung am nächsten Tag. 2012 kam der Zugang zur Kindle-Leichbücherei hinzu. Monatlich darf sich der Prime-User ein Buch gratis dort ausleihen auf sein Kindle-Gerät. 2014 dann wurde der Video-Verleih Lovefilm zu Amazon Instant Prime Video - und bescherte Prime-Kunden rund 15.000 Filme und Serienepisoden zum Streamen ohne Aufpreis zur bisherigen Prime-Gebühr. Prime kann 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden- danach werden rund 50 Euro pro Jahr fällig.

In Großbritannien hat Amazon zudem vor kurzem seinen Musik-Dienst Amazon Prime Music verfügbar gemacht. Noch ist zwar nicht bekannt, wann und obder Dienst nach Deutschland kommt - die Karten stehen aber nicht schlecht.

Der Ausbau von Prime hat für Amazon einen großen Vorteil: mit der monatlichen Prime-Gebühr erwirtschaftet der Konzern eine feste Einnahmequelle. Zudem lernt Amazon die Nutzerbesser kennen und kann ihnen theoretisch individuelle Angebote unterbreiten: welche Bücher liest der Prime-Kunde, was schaut er im Streaming-Kanal, was bestellt er?

Lexus entwickelt Hoverboard à la Marty McFly

Im Oktober 2014 erregte die Firma Hendo Hover Aufsehen,weil sie auf Kickstarter für ein Hoverboard à la Marty McFly in „Zurück in die Zukunft 2“warb. Doch jetzt versucht sich auch ein Industrie-Gigant als Hoverboard-Produzent: Nämlich Lexus, die Premium-Marke des weltgrößten Automobil-Herstellers Toyota.

Lexushover alias Hoverboard alias Slide

Lexus hat auf Youtube ein Video veröffentlicht, das das Lexushover zeigen soll (von Lexus auch einfach nur als Slide oder eben als Hoverboard bezeichnet). Das Lexus als „echtes, fahrbares Hoverboard “ beschreibt. Viel zu sehen gibt es davon in dem Video-Clip jedoch nicht. Der Prototyp dieses Hoverboards schwebt augenscheinlich wenige Zentimeter über dem Asphalt und dampft ziemlich heftig. Die Endendes Hoverboards sind leicht nach oben gewölbt, die Oberfläche besteht aus Bambus.

In Funktion zeigt das Video das Hoverboard jedoch kaum,man sieht nur noch, wie jemand auf das Hoverboard steigt. Dann bricht das Video ab. Das nennt man wohl Spannungsaufbau…

Ein Toyota-Sprecher erläutert, dass das Hoverboard magnetisch mit Hilfe von Supraleitern schwebt. Ein Kälteregler steuert die Kühlung des flüssigen Stickstoffs in dem Hoverboard, der die Supraleiter kühlt. Die Supraleiter wiederum erzeugen den Strom, der das Magnetfeld verdrängt. Dadurch schwebt und bewegt sich das Hoverboard ohne Reibung über dem Boden.

Eine Stromversorgung ist für das Hoverboard nicht erforderlich. Stattdessen müssen Magneten im Boden hintereinander verlegt sein, damit das Hoverboard darauf wie auf Schienen schweben kann.

In einem frischen Video zeigt Lexus nicht nur neue Szenen mit dem Board, sondern kündigt auch weitere Infos für den 5.August an.

Lexus will das Hoverboard derzeit nicht in den Verkaufbringen. Sondern jetzt soll das futuristische Fortbewegungsmittel erst einmal in den nächsten Wochen in Barcelona getestet werden.

Übrigens: Kein Hoverboar d sondern ein Hoverbike lässt derzeit die US-Armee entwickeln.
 

Tesla-Konkurrenz aus China

Mit seinem Premium-E-Autos ist das US-Unternehmen Tesladerzeit fast konkurrenzlos. Der schnittige Youxia X aus China soll nun zum Gegenschlag ausholen. Dabei handeltes sich um ein Elektrofahrzeug mit fünf Türen und einer markantenFront. An der Stelle des Kühlergrills befindet sich ein Display,auf dem Animationen dargestellt werden können. Als Beispiel nenntder Hersteller die aus der TV-Serie Knight Rider bekannteLichtfolge von KITT.

Das Betriebssystem des Autos hat Youxia kurzerhand KITTOS getauft, es baut auf Android auf und soll Sprachsteuerungermöglichen. Zusätzlich bietet die Software dem Fahrer dieMöglichkeit, Fahrgeräusche auszuwählen, die an einen Ferrari oderJaguar erinnern.

Die Fahrwerte können sich ebenfalls sehen lassen: DerMotor mit 270 kW verfügt über ein Drehmoment von 440 Newtonmetern.Das maximale Tempo fällt mit 160 km/h jedoch relativ niedrig aus.Dafür erscheint die 100-km/h-Marke bereits nach 5,6 Sekunden aufdem 10,2-Zoll-Display, das auch als Armaturenbrettdient.

In den Verkauf soll der Youxia X Anfang 2017 gehen. DerPreis werde zwischen 30.000 und 43.000 Euro liegen.

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