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Morgenmagazin vom Donnerstag, 4. Dezember 2014

04.12.2014 | 07:30 Uhr |

Was heute wichtig wird: 4. Dezember 2014 +++ Firefox könnte bald für iOS erscheinen +++ Playstation 4 kommt in der "20 Jahre Jubiläums-Edition" +++ Mu-So von Naim: Drahtloses Musiksystem mit 450 Watt +++ Banking 4X jetzt auch für den Mac +++ Student darf 51 fehlgeleitete Amazon-Pakete behalten +++ Steam: Gamer missbrauchen neue Live-Stream-Funktion +++ Macwelt XL: Über 200 Seiten zu OS X 10.10 Yosemite

Was heute wichtig wird: 4. Dezember 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Däm-däm-dääm - däm-däm- -däm-däm - Däm-däm-dääm - däm-dämdäm. Kennen Sie die Melodie? Das Riff von "Smoke On The Water" erkennt man auch in schlechter Transkription früh morgens, so einprägsam sind diese paar Töne. Wie jeder legendäre Rocksong hat auch der eine Geschichte, die noch dazu an einem 4. Dezember spielt, im Jahr 1971. Deep Purple weilten zu der Zeit in Montreux am Genfer See ("We all came down to Montreux on the Lake Geneva shoreline...") um ihr neues Album mit einem von den Rolling Stones geliehenen mobilen Tonstudio aufzunehmen ("to make recods with the mobile, we didn't have much time"). Unglücklicherweise brannte der dafür vorgesehene Saal im Casino ab, während eines Konzerts von Franz Zappa & The Mothers of Invention ("Frank Zappa and the Mothers were also this place around"). Wahrscheinlich war es eine im Saal abgefeuerte Signalpistople, welche den Brand auslöste ("But some stupid with a flare gun burned this place to the ground"). Dass niemand zu Tode kam, war vor allem der coolen Reaktion von Zappa zu verdanken, der das Publikum auf den Brand hinwies, ohne dass dieses in Panik geriet. Im Gegenteil musste der anwesende Chef des Montreux Jazz Festival, Claude Nobs, die Konzertbesucher beinahe dazu nötigen, den Saal zu verlassen ("Funky Claude was running in an out, pulling kids out the ground"). Rauch zog nun über den Genfer See, als das Casino in sich zusammenfiel ("Smoke one the water" - ".The burned down the gambling hosue, it died with an awful sound"). Dass Deep Purple ihr 72er-Album Machine Head überhaupt fertig stellen konnten, lag daran, dass eben jener Claude Nobs neue Räumlichkeiten organisieren konnte, im leerstehenden Grand Hotel nahm die britische Band schließlich ihr Album auf und verarbeitete auch gleich die Eindrücke der Beinahekatastrophe - was zu ihrem größten Hit werden sollte. Bittere Ironie an der Geschichte dieses 4. Dezember: Am gleichen Datum, 22 Jahre später, starb Frank Zappa viel zu jung an Prostatakrebs. Heute laufen bei uns jedenfalls Deep Purple und Frank Zappa in Endlosschleife, das Radio dudelt ja schon genug anderes Zeug. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

50 Jahre Verbraucherschutz: Am 4. Dezember 1964 wurde nach einem Bundestagsbeschluss die Stiftung Warentest gegründet. Seither macht sich die von Steuergeldern finanzierte Organisation um objektive Produkttests verdient, die mittlerweile nicht immer nur dem Verbraucherschutz dienen. In der Zeitschrift test erfährt man auch, welches Produkt einer bestimmten Kategorie mehr oder weniger zu empfehlen ist. Das Siegel "gut" oder "sehr gut" der Stiftung ist ein gutes Verkaufsargument. Auch Apple-Produkte lässt die Stiftung objektiv und detailliert testen, die Ergebnisse decken sich meist mit den unseren. Wir gratulieren und wünschen der Stiftung und ihrem Engagement für den Verbraucherschutz weitere 50 erfolgreiche Jahre!

Alternative Dateisysteme am Mac nutzen: Apples Dateisystem HFS+ ist zwar in die Jahre gekommen, arbeitet aber weiterhin zuverlässig, die Zukunft des Dateisystems sucht Apple ohnehin in der iCloud. Vor etlichen Jahren gab es mal Gerüchte, Apple würde auf ZFS setzen, diese hatten sich aber als unwahr erwiesen. Alternative Dateisysteme wie jenes ZFS oder das von Windows bekannte NTFS oder gar das Linux-System Ext3, das der Mac ab Werk nicht einmal lesen kann, lassen sich mit der Software Fuse auch am Mac nutzen - lesend und schreibend. Unsere Kollegen der Macworld haben sich angesehen, wie das genau geht.

Wie Jimmy Iovine Apples vom Beats-Kauf überzeugte : Das Herrenmagazin GQ kürt den Beats-Gründer Jimmy Iovine zu einem der "Männer des Jahres" - wegen der 3 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme seines Unternehmens durch Apple. In einem Interview verrät Iovine bisher unbekannte Details. So sei das Geschäft vor allem von Beats ausgegangen, zwei Jahre lang mussten er und sein Compagnon Dr. Dre Apple von den Chancen überzeugen, die Beats bieten würde. Iovine wollte unbedingt Teil von "Steve's Firma" werden, die seiner Ansicht nach ein Loch in seinem Angebot hatte: Streaming. Dieses könne man mit Beats Music stopfen, überzeugte Iovine Steve's Nachfolger. Im Jahr 2015 dürfte hinsichtlich Apples Musikgeschäft jedenfalls spannend werden.

Aussage aus dem Grab: Noch vor seinem Tod hinterlegte Apple-CEO Steve Jobs Aussagen zu einem Kartellprozess um iTunes und iPod, der in dieser Woche begonnen hat. The Register berichtet von einigen interessanten Aussagen in der E-Mail-Kommunikation von Jobs mit seinen Mitarbeitern. So habe er etwa dem Konkurrenten Real Networks "Hacker-Praktiken" vorgeworfen, um seine Abspielgeräte an das iTunes-Universum koppeln zu können - Phil Schiler gefiel da. Deren Streamingdienst war zum Zeitpunkt der Aussagen im Jahr 2011 bereits irrelevant geworden: "Gibt's die noch?" soll Jobs gesagt haben. Apple verteidigt sich mit den Argumenten, niemals ein Monopol besessen zu haben und keiner Verpflichtung unterlegen zu sein, sein System Dritten zu öffnen. Der Prozess dauert an, es geht um bis zu 350 Millionen US-Dollar Schadensersatz.

Firefox könnte bald für iOS erscheinen

Firefox könnte bald für iOS erscheinen (c) istockphoto.com/tucko019
Vergrößern Firefox könnte bald für iOS erscheinen (c) istockphoto.com/tucko019
© istockphoto.com/tucko019

Mozilla spielt nun offenbar doch mit dem Gedanken, eine Firefox-Variante von iOS zu veröffentlichen. Bisher hat sich Mozilla geweigert, weil Apple es Mozilla nicht erlaubt, auf der iOS-Plattform die Gecko-Engine einzusetzen.Google bietet zwar Chrome für iOS an, dieser nutzt aber die Javascript- und Rendering-Engine von Apple, die auch Safari unter iOS verwendet.

Mozillas Release-Manager Lukas Blakk teilt nun plötzlich per Tweet mit: "Wir müssen dort sein, wo unsere Nutzer sind, also werden wir Firefox auf iOS bringen." Die Aussage selbst stammt nicht von Blakk selbst,sondern von Jonathan Nightingale, der bei Mozilla als Vize-Präsident für die Entwicklung von Firefox verantwortlich ist.

Unwahrscheinlich ist, dass Apple es nun Firefox gestatten wird, doch die eigene Engine zu verwenden. Eher wird Mozilla den Weg von Google gehen und in Firefox für iOS die Rendering- und Javascript-Engine von Apple verwenden. Firefox könnte aber über eine eigene Browser-App den Zugriff auf das Firefox-Konto und die Lesezeichen-Synchronisierung anbieten.

Playstation 4 kommt in der "20 Jahre Jubiläums-Edition"

Am 3. Dezember 1994 kam die Playstation von Sony in Japan auf den Markt und betrat damit als Neuling den von Sega und Nintendo stark umkämpften Konsolenmarkt. Hierzulande folgte die Veröffentlichung der Konsole am 29. September 1995.

Passend zum 20. Geburtstag der Playstation hat Sony am Mittwoch nun die Playstation 4 "20 Jahre Jubiläums-Edition" angekündigt. In der Jubiläums-Edition kommen die Playstation-4-Konsole, der Controller und die Kamera im nostalgischen Playstation-1-Grau. Auf der Vorderseite befindet sich eine Plakette mit dem Playstation-Logo und den Hinweis "20th Anniversary".

Vor 20 Jahren kam die Playstation 1 (rechts) auf den Markt. Vor fast einem Jahr erschien die Playstation 4 (links)
Vergrößern Vor 20 Jahren kam die Playstation 1 (rechts) auf den Markt. Vor fast einem Jahr erschien die Playstation 4 (links)

Sony wird die Playstation 4 "20 Jahre Jubiläums-Edition" nur 12.300 Mal produzieren. Die Konsolen sind alle durchnummeriert. Der Preis: 499 Euro. Das Sammlerstück wird allerdings nicht im traditionellen Handel erhältlich sein. Demnächst wird Sony bekannt geben, wie und wo man in den Besitz der Jubiläums-Konsole kommen kann.

Mu-So von Naim: Drahtloses Musiksystem mit 450 Watt

Natürliche, lebendige Klangqualität, vielseitige kabellose Musikübertragung und edles Aluminium-Design in verschiedenen Farben verspricht der Hersteller des Mu-So-Musiksystems , das Multiroom-Streaming per Airplay und Bluetooth bietet und außerdem Spotify Connect unterstützt. Die Gesamt-Musikleistung gibt der Hersteller mit 450 Watt (sechs Verstärkerkanäle mit je 75 Watt) für die integrierten Drei-Wege-Lautsprecher an. Weitere Features sind UPnP-Unterstützung, USB-Anschluss, Digital- und Analogeingang und Webradio.

Dazu kommen eine adaptive Loudnessfunktion, unterschiedliche Equalizer-Einstellungen für wandnahe respektive freie Aufstellung und ein Bassreflexsystem. Zu den unterstützten Audioformaten gehören WAV, FLAC und AIFF, Apple Lossless (ALAC), MP3 und AAC, OGG und WMA. Das Gericht gibt der Hersteller mit 13 Kilogramm an, die Abmessungen betragen 120 x 628 x 256 Millimeter (H x B x T).

Zusätzliche Kontrolle außer über den integrierten Lautstärkeregler inklusive Touchscreen erhält man mittels der Naim-App für Android und iOS. Über ein Smartphone oder ein Tablet lassen sich damit Titel auswählen, abspielen oder überspringen, die Lautstärke regeln, Playlisten erstellen und Webradiosender suchen.

Erhältlich ist die Mu-So-Anlage zum Preis von 1125 Euro (UVP). Für verschiedene Farbakzente ist die geschwungene Frontabdeckung neben Schwarz optional auch in Burnt Orange, Vibrant Red und Deep Blue erhältlich (je 98 Euro zusätzlich)

Banking 4X jetzt auch für den Mac

Das Münchener Softwarehaus Subsembly veröffentlicht mit Banking 4X die Mac-Version ihrer Banking-App. Nach iOS, Android und Windows gibt es diese Bank-Software nun auch für Apple-Nutzer. Mit der Finanz- und Online-Banking-Lösung Banking 4X stellt Subsembly eine Desktopanwendung bereit, mit der Mac- Anwender ihre Konten bei über 3000 deutschen Kreditinstituten, sowie Kreditkarten- oder E-Commerce Anbietern wie PayPal nutzen können. Dabei steht Banking 4X als kostenlose Starter-Version für ein Kreditinstitut zur Verfügung. Diese kann per In-App-Kauf für eine Multi-Bank-Nutzung oder weiterführende Businessfunktionen (Lastschriften, Sammelaufträge) freigeschaltet werden. Das heißt, der Nutzer kann in der Starter-Version für ein Kreditinstitut alle Funktionen, wie beispielsweise Überweisungen, Splitbuchungen, Kategorisierung und jegliche Sicherheitsfunktionen gratis nutzen, die nicht unter die kostenpflichtigen Businessfunktionen fallen.

Von anderen Anbietern soll sich Banking 4X vor allem durch eine komfortable Synchronisation abheben: Die Daten können demnach mit Banking 4X via Dropbox, iCloud oder jedem anderen WebDAV-Server zwischen allen Plattformen synchronisiert werden. Denn die Mac-Version vervollständigt die lange Liste der unterstützten Plattformen, die von Windows, über iOS, Android bis zu Kindle und Blackberry reicht, verspricht der Entwickler. Dazu komme die vollständige Unterstützung des SEPA-Zahlungsverkehrs inklusive SEPA-Lastschriften und SEPA-Sammelaufträgen (Business-Freischaltung).

Ferner unterstützt die Software Split-Buchungen, echte elektronische Kontoauszüge und die Möglichkeit, beliebig viele getrennte Datentresore mit jeweils eigenem Passwort anzulegen (Mandantenfähigkeit). Im Unterschied zum Banking 4i auf dem iPhone, lässt die Desktop-Variante zusätzlich konfigurierbare Tabellenansichten und erweiterte Druckoptionen zu.

Weitere Funktionen und eine Liste von unterstützten und auch nicht-unterstützen Banken finden sich auf der P roduktseite im Mac App Store , wo es die erwähnte Starter-Version kostenlos gibt. Per In-App-Kauf für 20 Euro kann die Multi-Bank-Nutzung (für die Nutzung mit beliebig vielen Banken) freigeschaltet werden. Für die Nutzung von Lastschriften, Sammelaufträgen und zukünftigen Business-Funktionen ist eine Business-Freischaltung per In-App-Kauf für 40 Euro erhältlich. Banking 4X läuft ab Mac OS X 10.7.

Student darf 51 fehlgeleitete Amazon-Pakete behalten

Über verfrühte Weihnachtsgeschenke darf sich laut britischen Medienberichten ein Londoner Student freuen. Er erhielt die vergangenen Tage gleich mehrere Dutzend an Amazon adressierte Pakete. In den Paketen steckten unter anderem eine Spielekonsole, ein 55-Zoll-Fernseher, ein Galaxy-Tablet und ein Kinderwagen.

Insgesamt trafen beim Studenten 51 Amazon-Pakete ein. Mit Waren im Wert von etwa 4600 Euro.

Bereits nach den ersten Paketen rief der verunsicherte Student bei Amazon an. Die Nachfrage ergab, dass die Pakete eigentlich von den ursprünglichen Bestellern an Amazon versendet werden sollten. Aufgrund eines Computerfehlers wurden die Pakete dann aber an die Adresse des Studenten geliefert.

Und die gute Nachricht: Amazon wollte sich bei dem Studenten für die entstandenen Unannehmlichkeiten durch die Computerpanne entschuldigen und teilte dem Studenten mit, dass er alle Pakete behalten dürfe. Dem stimmte der Student dann auch zu, nachdem ihm Amazon versicherte, dass keinem der ursprünglichen Versender ein finanzieller Schaden entstehe. "Nein", versicherte ihm Amazon am Telefon. "Das geht alles auf uns."

Steam: Gamer missbrauchen neue Live-Stream-Funktion

Steam wird regelmäßig um neue Funktionen erweitert und baut so sein mächtiges Monopol im PC-Spiele-Markt aus. Jetzt versuchen die Steam-Macher von Valve auch Twitch überflüssig zu machen. In der neuen Beta des Steam-Clients steckt eine neue Funktion, die die Live-Übertragung eines Spiels als Video erlaubt.

Dabei dürfen die Gamer festlegen, ob ihnen Freunde mit oder ohne Einladung oder jeder Gamer zuschauen darf. Die übertragenen Spiele dürfen nicht mit von einer Web-Kamera aufgenommenen Bildern kombiniert werden. Man darf also nicht parallel dem Spieler beim Spielen zuschauen. Hier hat also noch Twitch noch die Nase vorne.

Außerdem hat Steam zum Start der neuen Broadcasting-Funktion noch mit einigen "Problemen" zu kämpfen. Einige Anwender nutzen diese Video-Funktion in Verbindung mit der "Füge ein Programm"-Funktion von Steam, um dann über eine Media-Player-Software Filme, TV-Serien oder andere urheberrechtlich geschützten Inhalte zu übertragen. Hier dürfte Steam also schon bald eingreifen.

Um es mit Twitch langfristig aufzunehmen, müsste Steam auch neben einer Webcam-Funktion auch diverse andere Funktionen einführen. Wie etwa die Möglichkeit, Live-Sendung zu archivieren oder sie für Youtube exportieren zu dürfen.

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