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Morgenmagazin vom Donnerstag, 4. September

04.09.2014 | 08:55 Uhr |

+++ Was heute wichtig wird: 4. September +++ Lesetipps für heute +++ Amazon bringt Fire TV für 49 Euro nach Deutschland +++ Anzahl der Bilder im Fotostream kontrollieren +++ Noch 2 App-Empfehlungen +++

Was heute wichtig wird: 4. September

Gestern hat Samsung zum IFA-Auftakt die Produkte vorgestellt, mit denen die Firma für ein gutes Weihnachtsgeschäft sorgen will: das großformatige Galaxy Note 4. Die Kollegen der PCwelt attestieren dem neuen Gerät zwar , dass es so gut wie keine Wünsche offen lasse, aber um die Nase im Wettstreit mit Apple vorne zu haben, reicht das wohl eher nicht. Angesichts sinkender Gewinne und zahlreicher Android-Konkurrenzprodukte muss der Konzern mehr bieten. Gelungen ist das Samsung mit den Neuvorstellungen gestern Abend nicht. Nicht nur die Analysten bei Forbes ziehen daher das Fazit: "Game on for Apple".

Und daher konzentiert sich wieder alle Aufmerksamkeit auf die Apple-Keynote nächste Woche. Die Erwartungen sind groß, und tatsächlich gibt es schon die ersten professionellen "Schlangen-Sitzer" vor dem Apple Store in der 5th Avenue New York - die Kollegen von Cult of Mac haben das Minicamp gepostet ipho. Es sind zwar unserer Schätzung nach noch über zwei Wochen bis zum Verkaufsstart eines neuen iPhone, aber die Campern auf dem Gehsteig haben sich zumindest etwas mediale Aufmerksamkeit und voraussichtlich einige Goodies beim Verkaufsstart gesichtert. Dazu passt die Meldung, dass bei China Mobile schon über 33 000 Vorbestellungen für das iPhone 6 eingegangen sein sollen - so berichtet es zumindest Businessinsider .

Und ein letztes Gerücht machte gestern Abend die Runde: So sollen U2 nicht nur letzte Woche in Dublin einen Videoclip gedreht haben, in dem schon das neue iPhone zu sehen ist, sondern ihr neues Album ebenfalls am 9. September vorstellen. Das verleitet nicht nur zu Spekulationen über einen Gastauftritt der Irischen Band auf dem Apple-Event, besonders "gut informierte Kreise" wollen sogar wissen, dass das neue U2-Album mit dem neuen iPhone ausgeliefert wird. Naja - bis nächsten Dienstag ist noch reichlich Zeit für wilde Gerüchte.

Lesetipps für heute

Zu den Lesetipps für heute gesellen sich Videotipps:

Most ridiculous iPhone 6 Rumours: Wem die Gerüchte über die U2-Beteiligung am Keynote-Event nächste Woche nicht reichen, für den lohnt sich ein Blick auf die albernsten iPhone-6-Gerüchte, die unsere Kollegen der Englischen Macworld zusammengesammelt haben.

Schweizer in Nöten: Nett zu lesen ist auch eine Kolumne der New York Times über neue Wearables, in der natürlich auch ein Absatz über eine iWatch zu lesen ist. Überraschend ist ein angebliches Zitat von Chef-Designer Jonathan Ive, nachdem harte Zeiten auf die Schweizer Uhrenhersteller zukommen, sobald Apple sein Produkt herausgebracht habe.


Parodie : Und nachdem wir gestern schon auf den Link mit dem Video zum neuen iPhone hingewiesen haben, gibts heut was zum Schmunzeln. Wieder mal eine nette Parodie auf Apples Produktwerbung. Nicht neu aber witzig: "Experience the Power of a bookbook:"

Amazon bringt Fire TV für 49 Euro nach Deutschland

Pünktlich zur IFA gibt Amazon die Verfügbarkeit von Fire TV für 99 Euro bekannt, Amazon-Prime-Mitglieder zahlen gar nur 49 Euro für den Apple-TV-Konkurrenten. Mit Fire TV bekommt Apples Settop-Box nun auch in Deutschland erstmals mächtige Konkurrenz zum Apple TV 3. Wer bis Montag vorbestellt, erhält Fire TV am 25. September.

Wie beim Apple TV ist eine Fernbedienung im Lieferumfang, ein Game-Controller lässt sich für knapp 40 Euro gleich mitbestellen. Gaming ist allerdings ein Bereich, in dem Apple TV nicht mithalten kann: Laut Amazon gibt es im Free-to-Play-Bereich über 1000 Spiele, dazu Kauf-Titel.

Leistungsfähige Hardware
Auch bei der Hardware muss sich die Amazon-Settop-Box nicht verstecken: Angetrieben von dem Quad-Core-Prozessor Qualcomm Krait 300 stehen Fire TV 2 Gigabyte RAM zur Verfügung, viermal mehr, als Apple TV 3 aufweisen kann. Beim Pufferspeicher zieht Amazon gleich mit Apple, als Betriebssystem kommt Mojito 3.0 zum Einsatz (Kindle Fire OS, kompatibel mit Android 4.4.2 Kitkat). Apple TV und Fire TV bieten beide einen Dual-Band-Chip für das 2,4- und 5-GHz-FWLAN-Netz und unterstützen Bluetooth, dazu 1080p Auflösung, Dolby Digital Surround-out via HDMI oder optisch. Spracherkennung soll die Bedienung ohne Remote erleichtern.

Offenes System viele Apps
Klasse auch das Angebot an Apps, also Kanälen. Hier glänzt Amazon mit denn vielen Lösungen, die wir seit Jahren für Apple TV fordern. Natürlich findet sich Amazon Instant Video, dazu aber auch ARD Mediathek, ZDF Mediathek, Spotify, Sport1, Plex, Zattoo und viele weitere Kanäle. Der Spielekanal wird viele Nutzer reizen, natürlich konkurriert Amazon Fire TV nicht mit Pro-Gamer-Konsolen wie PS4 oder Xbox One, ist vielmehr etwas für Casual Gamer.

Kein Airplay
Natürlich unterstützt Fire TV Apples Airplay nicht, also den super-einfachen Weg, Inhalte von iPhone und iPad einfach direkt oder über Bildschirmsynchronisation zu übertragen. Wer hingegen die Amazon Cloud-App nutzt, der kann zumindest Fotos direkt vom iPhone aufrufen. Die fehlende Airplay-Unterstützung ist aktuell der einzige Nachteil von Fire TV gegenüber Apple TV, letzteres ist (noch) ein geschlossenes System, Apps können nicht von Dritten entwicklet und angeboten werden.

Wer bereits Amazon-Prime-Kunde ist, kann bei einem Rabatt von 50 Euro eigentlich nur bestellen und auf den 25. September warten - zur Lieferung. Ob Apple bis dahin einen Nachfolger für das in die Jahre gekommene Apple TV 3 und ein SDK für die Entwicklung von Apps für das Apple TV anbietet, steht weiter in den Sternen. Volker Riebartsch


Anzahl der Bilder im Fotostream kontrollieren

Markieren Sie mehrere Streams und klicken auf „Infos“, zeigt iPhoto nicht nur, wieviele Fotos insgesamt enthalten sind, sondern auch, in welchem Zeitraum die Bilder aufgenommen wurden. Öffnen Sie einen Fotostream, steht oben rechts die Zahl der enthaltenen oder der markierten Bilder. Lädt iPhoto gerade Fotos auf diesen Stream hoch, können Sie hier übrigens verfolgen, wie viele noch kopiert werden müssen.

Noch 2 App-Empfehlungen

Aufgefallen in der Sturzflut an Berichten über neue iOS-Apps: Mynigma, das Entwicklerteam das schon die gleichnamige Mac-App zur Verschlüsselung von E-Mails publiziert hat, hat angekündigt, eine iOS-Version herauszubringen. Da die App Mails automatisch verschlüsselt und wieder dekodiert, wenn der Empfänger ebenfalls Mynigma auf dem iPhone installiert hat, kostet die Sicherheitsmaßnahme kaum zusätzlichen Aufwand. „Die Verschlüsselungsfunktion ist bei Mynigma bereits integriert und der Benutzer sieht sofort, ob eine Nachricht sicher ist oder nicht.“, sagt Gründer Dr. Roman Priebe, „Jeder, der eine normale E-Mail versenden kann, kann auch mit Mynigma verschlüsseln.“ Wenn die App am iPhone genauo so unkompliziert funktioniert wie am Mac , erhalten iPhone-Nutzer tatsächlich eine komfortable Möglichkeit, verschlüsselte Emails zu verschicken. Ab 6. September soll die App im iTunes Store verfügbar sein.

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