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Morgenmagazin vom Donnerstag, 5. Februar 2015

05.02.2015 | 06:51 Uhr |

Was heute wichtig wird: 5. Februar 2015 +++ Was Apple mit Beats plant: Start erst im Juni +++ Pebble-Smartwatches jetzt auch in Deutschland erhätltlich +++ Kompakter Canon Pixma 4 in 1-Drucker mit diversen Anschlussmöglichkeiten +++ Windows RT ist tot - Microsoft stellt keine neuen Geräte her +++ Automatische Textersetzung in Pages aktivieren +++ Test: Adware entfernen mit Adware Medic 2.2

Was heute wichtig wird: 5. Februar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Wer suchet, der findet gerne auch einmal ominöse Stellenanzeigen auf Apples Website. Cult of Mac ist gestern auf eine gestoßen , die mehr Fragen auslöst als Antworten gibt. Apple suche einen Project Manager für die Entwicklung einen Services namens Apple Search, der "hunderten von Millionen Nutzern" bald beste Dienste bieten soll. Nachdem Google vor Jahren mit der Übernahme von Android auf das von Apple vorangebrachte Thema "mobile Betriebssysteme" aufgesprungen ist, will Apple nun in das Geschäft mit Suchmaschinen einsteigen? Gibt es endlich eine Alternative zu Google, die vielleicht weniger Daten über den Anwender sammelt? Oder was steckt da dahinter? Vielleicht sind die "hunderte von Millionen" Nutzer der Hinweis auf Apples Pläne: Anstatt das gesamte Internet mit seinen mehreren Milliarden Nutzern anzusprechen, zielt Cupertino womöglich nur auf die Besitzer von iPhone, iPad und iPod Touch. Und für einen Teil dieser Anwender hat Apple bereits eine Suchmachine in Einsatz: Siri. Es geht bei dem Projekt dann wahrscheinlich eher darum, Siris Fähigkeiten in punkto Suche auszubauen, als eine Alternative zu Google zu errichten. Daran ist bereits Microsoft gescheitert, die nicht weniger taugliche Websuche Bing hinkt bei den Marktanteile ganz weit dem Platzhirschen hinterher. Google beherrscht nicht nur den Markt, sondern auch die Technologie. Die Websuche ist bei dem Konzern aus Mountain View eigentlich das einzige, was richtig funktioniert. Oder hat jemand Goole+ gesagt? Oder Wave? Oder Buzz? Die einzige Ausnahme mag Android sein, aber das hat Google von extern eingekauft. Es steht also nicht zu befürchten, dass nach der Absage des thermonuklearen Krieges um Android Apple seinerseits mit einer Kopie eines Erfolgsmodells den Gegner provoziert. Sie werden also auch in Zukunft vornehmlich "googlen", wenn Sie etwas im Web suchen. Siri wird ihnen in Zukunft aber noch mehr Unterstützung geben, so richtig "applen" wird bei Websuche nicht passieren. Es "bingt" ja auch kaum jemand. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Samsung baut nächsten iPhone-Chip: Bei Endgeräten sind sie nach wie vor Konkurrenten, doch kauft Apple weiterhin Komponenten bei Samsung ein und lässt seine Chips für iPhone und iPad in Korea fertigen. Wie Re/code berichtet, soll es nun eine Vereinbarung über den kommenden Chip A9 geben, den Samsung im Auftrag Apples nach dem Design aus Cupertino herstellen soll. Der Chip solle im 14-Nanometerverfahren entstehen. Samsung fertig seit geraumer Zeit die von Apple auf ARM-Basis konzipierten Chips und kann wohl als einziger Hersteller die von Apple benötigten Mengen bereitstellen.

Trend Micro warnt vor iOS-Spyware: Eine russische Hackergruppe, die es auf vorwiegend auf Militärs, Regierungsmitarbeiter und Journalisten abgesehen hat, hat laut dem Hersteller von Sicherheitssoftware Trend Micro eine Malware für iOS in Umlauf gebracht, die auch IPhones ohne Jailbreak gefährdet. Die Spyware Xagent sammelt persönliche Daten des Nutzers und leitet sie an einen entfernten Server weiter, die Verbreitung erfolgt über eine "Inselhopping" genannte Methode, eine Phishing-Variante. Dabei zielt die Spyware zunächst auf Freunde und Bekannte der Zielperson und übermittelt dieser von den befallenen Handys einen manipulierten Link. Der Grundgedanke: Kommt ein solcher von einer vertrauten Person, ist es wahrscheinlicher, dass ihn die Zielperson anklickt. Xagent sei auch in der Lage, das Mikrophon des iPhone einzuschalten und derart die Zielperson abzuhören.

Warum die Laufleistung des Akku wenig zählt: Die Apple Watch wird man vermutlich einmal am Tag aufladen müssen, je intensiver man sie nutzt, desto schneller ist die Batterie leer. Schräge Vögel wollen schon vor der Veröffentlichung der Uhr im April einen #batterygate daraus konstruieren. Warum aber der Abends leere Akku kein Argument gegen die Apple WAtch ist, erklärt unser Macworld-Kollege Michael Simon.

Fernsehen à la Apple: Nein, zum von Gene Munster herbeigeredeten Fernsehapparat aus Cupertino gibt es natürlich nichts Neues, doch soll sich Apple wieder verstärkt um Inhalte und eine Infrastruktur kümmern. Der zuletzt recht gut informierte Blog 9to5Mac will erfahren haben, dass Apple einen Web-basierten TV-Service entwickelt. Dieser soll jedoch kein Vollprogramm bieten, sondern ausgewählte Sendungen im Abo anbieten. Ein Prototyp laufe bereits in Cupertino, um weitere Rechteinhaber von dem Konzept zu überzeugen.

Second Screen für Spiele: Das Konzept, auf dem Hauptbildschirm laufende Inhalte mit solchen auf einem zweiten Gerät zu ergänzen, ist nicht einmal besonders neu. Während sich das TV aber damit noch schwer tut (siehe Quiz-Duell) sind Spielehersteller schon einen Schritt weiter. Was taugen aber die Companion-Apps? Unsere Kollegen der Game Pro und wir haben uns das einmal näher angesehen.

Weitere Nachrichten:

Was Apple mit Beats plant: Start erst im Juni

9to5Mac berichtet über die ersten Details unter Berufung auf mehrere Quellen bei Apple und in der Musikindustrie. Beats will Apple demnach tief in seine Betriebssystem iOS und OS X integrieren, anstatt etwa nur die bestehende Beats-App auf iPhones, iPads, Macs und dem Apple TV auszuliefern. Neue Apps und eine neue iTunes-Version für den Mac seien derzeit in der Mache, für den Look werde Apple verantwortlich sein, die darunter liegende Technik baue auf der von Beats Music auf. Die Organisation der Musik soll auf der Musikbibliothek des Anwenders basieren, der per Stream oder Download weitere Titel oder Alben aus dem Angebot erhalten kann. Bestehende Beats-Kunden sollen ihr Abo mit ihrer Apple ID zusammenführen können und unter dem neuen Angebot, das noch keinen Namen hat, auch ihre bisherigen Playlisten verwenden können. Apple setze zudem auch wieder auf ein soziales Netz wie bei seinem gescheiterten Versuch mit Ping, Nutzer sollen anderen folgen können und derart von ihnen Empfehlungen erhalten. Apple entwickle zudem eine Android-App auf Basis der bereits bestehenden Beats-App, eine App für Windows sei hingegen nicht geplant. Den Preis von bisher 9,99 US-Dollar monatlich oder 99 US-Dollar im Jahr werde Apple senken, aber wohl nicht weiter als auf 7,99 US-Dollar im Monat. Bisherige Angebote wie iTunes Radio oder iTunes Match werde Apple erhalten, obwohl sie die neuen Funktionen teils überlappen. Der Start werde vermutlich erst zur WWDC Anfang Juni erfolgen, keine Information gibt 9to5Mac darüber, ob dann auch gleich der internationale Start erfolgt. Sowohl Beats Music als auch iTunes Radio sind derzeit nur in den USA zu hören.

Pebble-Smartwatches jetzt auch in Deutschland erhätltlich

Den Vertrieb in Deutschland übernehmen Widget UK Ltd als europäischer Distributor und Komsa. Mit im Sortiment ist neben dem Erstling "Pebble Original" auch das neuere Premiummodell "Pebble Steel". Die Original ist für 129,99 Euro und die Steel für 229,99 Euro erhältlich. Beide Pebble-Uhren haben ein E-Ink-Display, wie man es von E-Book-Lesegeräten kennt. Es verbraucht nur beim Ändern des Bildschirminhalts Strom und ermöglicht den Pebbles Akkulaufzeiten von laut Hersteller fünf bis sieben Tagen.

Die Smartwatches von Pebble gibt es jetzt auch in Deutschland.
Vergrößern Die Smartwatches von Pebble gibt es jetzt auch in Deutschland.
© Pebble

Das offene Pebble-Betriebssystem ermöglicht ein Zusammenspiel mit iPhones und Android-Smartphones. Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps von Pebble selbst, aber auch von Third-Party-Entwicklern aus der stetig wachsenden Community. Der Nutzer kann eigene Zifferblätter ("Watchfaces") entwerfen oder verschiedenste vorgefertigte Designs herunterladen, um die eigene Pebble-Computeruhr zu personalisieren.

Die Pebble Steel ist durch "Gorilla Glass" von Corning und eine spezielle ölabweisende Beschichtung nicht nur vor Fingerabdrücken geschützt. Sie hat außerdem eine ins Gehäuse integrierte RGB-LED, die den Ladezustand des Akkus anzeigt.

Bei der Pebble Steel sitzt das E-Ink-Display hinter Gorilla Glass.
Vergrößern Bei der Pebble Steel sitzt das E-Ink-Display hinter Gorilla Glass.
© Pebble

Die Pebble Original ist in Schwarz, Rot und Weiß erhältlich. Die Pebble Steel gibt es in den Varianten Brushed Stainless Steel oder Matt Black, ihr Lederarmband lässt sich durch ein Metallarmband ersetzen. Beide Smartwatches dürfen übrigens mit unter die Dusche, sie sind wasserdicht bis 5 ATM.

Kompakter Canon Pixma 4 in 1-Drucker mit diversen Anschlussmöglichkeiten

Der Pixma MX495 ist ein Multifunktionssystem mit Funktionen zum Drucken, Kopieren, Scannen und Faxen. Er wurde dem Anbieter zufolge mit intuitiver Bedienung und integrierter WLAN- und Cloud-Konnektivität zum günstigen Preis entwickelt. Durch das integrierte WLAN lässt sich der MX495 von den unterschiedlichsten PCs, Laptops und Mobilgeräten im ganzen Haus oder Büro nutzen, etwa zum Drucken von Dokumenten, PDFs, E-Mails oder Präsentationen für die Arbeit, die Hausaufgaben oder für den Bilderrahmen daheim. Der Drucker bietet Kompatibilität mit Apple Airprint und Google Cloudprint sowie mit der kostenlosen Pixma Printing Solutions-App   aus dem Apple App Store oder von Google Play.

Ferner bietet der MX495 eine Verbindung zum Canon Pixma Cloud Link, die den Druck von Dokumenten und Bildern, die auf einem Cloud-Service wie beispielsweise Google Drive, Dropbox, Facebook und One Drive gespeichert sind, direkt vom Multifunktionssystem aus ermöglichen soll. Eingescannte JPEGs oder PDFs lassen sich auch direkt auf einem Cloud-Dienst oder über die Pixma Printing Solutions-App auf einem Mobilgerät speichern. Zudem können Dokumente eingescannt und direkt als E-Mail-Anhang verschickt werden. Der Pixma MX495 verfügt ferner über einen Zugriffspunktmodus. Dieser ermöglicht laut Canon die direkte Verbindung mit Smartphones und Tablets auch ohne ein gesichertes WLAN-Netzwerk mit Internetverbindung.

Der neue Drucker bietet dem Hersteller zufolge einen Fine-Druckkopf mit Tinte und Mikrodüsen für bis zu 2 pl feine Tintentröpfchen, eine Druckauflösung von bis zu 4.800 x 1.200 dpi und einen 20 Blatt-Dokumenteneinzug. Nach ISO ESAT druckt das Gerät 8,8/4,4 ISO-Seiten/Minute (Schwarzweiß/Farbe). XL-Tinten sind optional erhältlich.

Der Pixma MX495 ist zum Preis von 89 Euro (UVP inklusive Mehrwertsteuer) ab Februar (schwarz) respektive April (weiß) 2015 im Handel verfügbar.

Windows RT ist tot - Microsoft stellt keine neuen Geräte her

Jüngst hatte Microsoft neue Details zu Windows 10 verraten. Zum Thema Windows RT und dessen Zukunft gab es aber keinerlei Neuigkeit. Aus den USA kommt nun die Nachricht: Windows RT ist tot. Ein Microsoft-Sprecher erklärte gegenüber der US-IT-Site The Verge: Microsoft hat die Produktion des Windows-RT-Tablets Nokia Lumia 2520 eingestellt. Erst kürzlich hatte Microsoft bereits die Einstellung der Produktion des Surface 2 verkündet.

Windows RT hat sich über die Zeit als ein Flop erwiesen. Die Hersteller von ARM-basierten Windows-RT-Geräten waren wenig erfreut über die Verkaufszahlen. Dementsprechend lieferten Asus, Samsung, Dell, Lenovo & Co. keine neuen RT-Geräte mehr aus. Unter den Konsumenten war Windows RT ebenfalls nicht sehr beliebt und sorgte auch für Verwirrung, weil typische Windows-Anwendungen nicht unter Windows RT laufen. Stattdessen setzen die Hersteller selbst bei 7- und 8-Zoll-Geräten lieber auf Intel-basierte Chips und das richtige Windows.

Tipp: Automatische Textersetzung in Pages aktivieren

Jeder hat bestimmte Textelemente, die er immer wieder braucht oder die einfach anstrengend einzutippen sind. Zum Beispiel eine Grußformel für einen Brief oder ein Copyright-Zeichen. Pages lässt sich zum Glück so einstellen, dass bestimmte Texte automatisch ersetzt werden. So ersetzt Pages zum Beispiel „VG“ durch „Viele Grüße“, „dre“ durch „der“ (auch gern gemachte Vertipper können so automatisch ausgebügelt werden) und „(c)“ durch ©.

Textersetzungen Zunächst wählen Sie „Bearbeiten > Ersetzungen > Ersetzungen einblenden“. Mit „Texteinstellungen“ gelangen Sie unter „Text“ zu der Liste der Textersetzungen in den Systemeinstellungen. Hier lässt sich die Liste der systemweit eingestellten Textersetzungen überblicken. Änderungen gelten also nicht nur für Pages, sondern auch für Mail, Textedit und andere Standardprogramme.

Während die automatische Rechtschreibkorrektur oft abenteuerliche Ergebnisse liefert, hilft die Textersetzung vor allem Tippfaulen weiter.
Vergrößern Während die automatische Rechtschreibkorrektur oft abenteuerliche Ergebnisse liefert, hilft die Textersetzung vor allem Tippfaulen weiter.

Liste erstellen Mit „+“ lässt sich ein weiterer Eintrag in der Liste hinzufügen. Links in die Spalte „Ersetzen“ tragen Sie den zu ersetzenden Text und rechts unter „Durch“ den ausgeschriebenen Text ein. Wenn „Text ersetzen“ aktiviert ist (dann wird im Menü ein Häkchen neben dem Menüeintrag angezeigt). Übrigens: Vorhandener Text ist von Änderungen nie betroffen, erst bei neu eingetipptem Text werden Textersetzungen aktiv.

Test: Adware entfernen mit Adware Medic 2.2

Malware ist auf dem Mac immer noch ein vergleichsweise seltenes Problem, etwas häufiger scheint aber mittlerweile Adware aufzutreten. Vor allem auf US-Seiten ist diese Schadsoftware-Gattung anscheinend verbreitet, die sich oft als angebliche Browser-Erweiterung oder Video-Codec ausgibt. Im Unterschied zu Malware soll Adware keine Schäden verursachen, sondern den Nutzer ausspionieren oder den Browser auf bestimmte Werbebanner oder Dienste umlenken. Ein recht kompliziert zu entfernender Vertreter

ist etwa die Adware Genieo . Adware Medic ist auf das Aufspüren und Entfernen mehrerer dieser Tools spezialisiert, die sich tief ins System verankern können. Nach dem Programmstart des Tools startet man einen Systemscan, der nur wenige Sekunden dauert. Findet das Tool eine ihm bekannte Adware wie Conduit oder Vidx, listet das Tool die Treffer auf und kann sie entfernen. Ein Sonderfall sind laut Entwickler einige auf Firefox spezialisierte Schädlinge, die sich recht tief in das Programm verankern. Da man bei der Entfernung auch Einstellungen verlieren kann, entfernt Adware Medic diese Schädlingen nur nach einer Bestätigung. Die Oberfläche der Software ist unscheinbar, in den letzten Jahren hat sich die Software aber einen recht guten Ruf erworben. Fast eine Empfehlung: Es gibt inzwischen sogar schon eine Adware namens Downlit e, die die Herstellerhomepage von Adware Medic blockiert. Adware Medic kann Adware allerdings nur erkennen, wenn der Rechner bereits befallen ist. Auch die Anzahl der erkannten Adware-Vertreter ist recht gering, die Liste wird aber vom Entwickler laufend aktualisiert. Deutsche Macs sind nach unserem Eindruck eher selten von Adware befallen, trotzdem kann ein gelegentlicher Scan mit Adware Medic nicht schaden. Die Software ist kostenlos, eine Spende ist aber erwünscht.

Adware Medic ist nützlich um einen Mac auf Adware-Befall zu prüfen und eignet sich auch für unerfahrene Anwender. Vor dem Befall durch Malware schützt die Software allerdings nicht..

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