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Morgenmagazin vom Donnerstag, 7. Juli 2016

07.07.2016 | 06:53 Uhr |

Patent: Infrarotblitz kann iPhone-Kamera deaktivieren +++ Neue Beats für OS X 10.116 und iOS 9.3.3 +++ Apple Pay in Safari Technology Preview +++ DVB-T2 in HD: Das kostet das neue Fernsehen +++ Prime-Day am 12.7.: Amazon verspricht Lieferung binnen einer Stunde +++ OnePlus zahlt für Auftritt in House of Cards 300.000 Dollar +++ Fritz!Box wird besser: AVM veröffentlicht Fritz!OS 6.60

7. Juli: Shine On

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Sie haben sich sicher schon einmal gefragt, wer denn der "Crazy Diamond" war, dem Pink Floyd im Jahr 1975 wünschten, er möge weiter scheinen? Beziehungsweise die, die hier sein möge, die andere verlorene Seele, die in einer Fischschüssel schwimmt? Die Antwort: Syd Barrett, Gründungsmitglied der Band, die den Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger nachhaltig prägte. Der Gitarrist Barrett war wohl der versierteste Musiker der Urbesetzung, allenfalls Keyboarder Rick Wright hatte noch seine Klasse. Das ist nicht unser Urteil, sondern die Einschätzung von Schlagzeuger Nick Mason, die er so in seinem autobiographischen Blick auf die legendäre Band mit dem Titel "Inside - Out" dargelegt hat. Mason erzählt darin auch die Geschichte, dass Pink Floyd überhaupt erst dank Syd Barrett zu ihrem Namen kamen, der ein nicht unwesentlicher Grund für ihren Ruhm war. Pink Anderson und Floyd Council hießen zwei heute beinahe vergessene Bluesmusiker, von denen Barrett Platten im Schrank hatte, die Kombination der Vornamen ergab ein schönes Rätsel. Denn lange fragten sich die Leute, was denn ein Floyd sei vor allem ein rosafarbenes? Oder ob einer der Musiker Floyd hieße und ein anderer Pink ("The band is just fantastic, that is really what I think, oh, by the way, which one is Pink?").

Der neue Name tat dringend Not, denn vor Barretts Einstieg nannten sich die Architekturstudenten Waters, Wright und Mason wechselweise "The Architectural Abdads", "The Screaming Abdabs", "The Abdabs" oder noch halbwegs erträglich "Tea Set". Eine Weltkarriere wäre mit derart bescheuertem Namen kaum möglich gewesen.

Diese Weltkarriere verpasste indes auch Syd Barrett. Beim Debüt-Album "The Piper at the Gates of Dawn" im Jahr 1967 noch der prägende Kopf, war er wegen seiner ausgedehnten Drogenexperimente auf der Bühne und auf dem Nachfolgealbum "A Saucerful of Secrets" kaum noch anwesend. David Gilmour ergänzte ihn zunächst bis er ihn ersetzte und schließlich Pink Floyd seinen eigenen musikalischen Stempel aufdrückte, der die Band in die Stadien der Welt brachte und ihr Rekordplattenverkäufe bescherte.

Syd Barrett nahm noch zwei Soloplatten auf – "The Madcap Laughs" und "Opel" – seine Gesundheit verfiel immer mehr. Mitarbeiter und Musiker erkannten das aufgedunsene und kahlköpfige Wrack kaum noch, als Barrett beim Abmischen von "The Dark Side of the Moon" plötzlich im Studio auftauchte. Zwei Jahre und einen Megaerfolg später dann die musikalische Hommage an Barrett "Wish You Were Here". Heute vor zehn Jahren ist Syd Barrett im Alter von 60 Jahren in seiner Heimatstadt Cambridge verstorben. Seine Musik und die ihm gewidmete bleibt unsterblich. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Zweischneidiges Schwert: Apple hat ein Patent für eine Technik zugesprochen bekommen die die Kamera des iPhone an bestimmten Orten blockieren kann. Beispielsweise bei Konzerten, bei Theateraufführungen und im Kino würden Infrarotblitze dem iPhone signalisieren, dass es die Kamera deaktivieren solle. Was die Urheberrechte der Aufführungen schützen würde, hat aber auch eine andere Seite, denn mit der Technik ließen sich etwa bei Demonstrationen die iPhones der Teilnehmer deaktivieren und eine Dokumentation von gewaltsamen Übergriffen unmöglich machen. Apple hat die patentierte Technologie jedoch noch nicht umgesetzt.

Blinkenlights : Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihre Airport-Basisstation oder Time Capsule gelb blinkt, obwohl mit der Internetverbindung alles in Ordnung zu sein scheint? Die gelbe Warnleuchte, deren Farbe Apple "amber" nennt, kann aus mehreren Gründen angesprungen sein, große Probleme vermeldet sie dabei selten. In jedem Fall sollte man aber den Airport-Assistenten bemühen, womöglich verlangt der WLAN-Router einfach nur nach einer neuen Firmware.

Tricks mit dem Home-Button: iOS 10 wird in den Werkseinstellungen auf "Slide to Unlock" verzichten, das iPhone wird man künftig mit dem Home-Button entsperren. Der einzige Knopf auf der Vorderseite des iPhone bekommt also neue Bedeutung, in künftigen Generationen könnte er komplett entfallen und das iPhone seine Funktionen überall auf der Front anbieten. Das sind schon jetzt weit mehr, als die bloße Rückkehr zum Home-Screen oder der Programmwechsel. In iOS 9 verstecken sich diverse Einstellungen für den Home-Button, der weit mehr beherrscht als man auf dem ersten Blick meint.

Beta: Auf die Public Beta von macOS Sierra werden Interessierte noch ein wenig warten müssen, doch liegt nun für Entwickler und den öffentlichen Test die fünfte Vorabversion von OS X 10.116 vor, dem vermutlich letzten Wartungsupdate für El Capitan. Gleichzeitig erscheint auch eine neue Beta von iOS 9.3.3. Auch in der zweiten Entwicklerversion von macOS Sierra fehlen noch diverse der neuen Funktionen, immerhin kann man nun die Apple-Pay-Integration in der achten Fassung der Safari Technology Preview bereits testen.

Der Weg zurück : Beta-Versionen von macOS sollte man stets auf eine eigene Partition installieren oder gar auf den Zweitrechner, aber niemals auf das Produktivsystem. Insbesondere die frühen Fassungen sind noch fehlerhaft und instabil. Doch immerhin gibt es Wege, macOS Sierra wieder zu löschen und zurück zu OS X El Capitan zu kehren. Die Kollegen von iMore haben zusammengefasst, wie das geht.

Weitere Meldungen:

DVB-T2 in HD: Das kostet das neue Fernsehen

Ab Ende März 2017 wird das DVB-T-Signal abgestellt. Alte DVB-T-Geräte lassen sich dann nicht mehr weiterverwenden, der Nachfolger ist DVB-T2 . Dieser neue terrestrische Übertragungsweg für das Fernsehsignal bietet auch die Möglichkeit, Programme in HD-Qualität zu empfangen. Allerdings kostet das für den Empfang privater Sender Extra. Wieviel, hat Media Broadcast, der Betreiber des DVB-T2-Sendernetzes, nun bekanntgegeben.

Der Service freenet TV von Media Broadcast, der den HD-Empfang von privaten Sendern ermöglicht, startet am 1. Juli 2017 und wird 69 Euro pro Jahr kosten. Auf der Seite https://www.freenet.tv erfährt man, ob man an seinem Ort DVB-T2 empfangen kann und welche Fernsehprogramme dabei sind.

Derzeit kann man über DVB-T2 neben ARD und ZDF die freenet-TV-Programme RTL, Pro 7, VOX und SAT 1 noch kostenlos empfangen, alle in HD-Qualität. Ab März 2017 kommen die freenet-TV-Programme RTL II, Kabel 1, RTL Nitro, Super RTL, 7Maxx, Sixx, N-TV und Sat1 Gold dazu. Ab diesen Zeitpunkt lassen sich die privaten HD-Programme noch drei Monate kostenlos nutzen. Nach dem Ende dieser dreimonatigen Testphase wird der Empfang der privaten Sender kostenpflichtig.

Kostenpflichtig ist nur der Empfang privater Sender. Dagegen braucht man auch künftig für den Empfang öffentlich-rechtlicher Programme von ARD und ZDF nichts zahlen.

Beim Kauf eines DVB-T2-Empfängers muss man auf das freenet TV Logo achten. Ähnlich wie mit einem Prepaid-Mobiltelefon lässt sich dann der freenet TV Dienst für 69 Euro pro Jahr freischalten. Zur Entschlüsselung kann man einen Gutschein kaufen, entweder direkt bei freenet TV oder im Handel. Der Gutschein lässt sich dann online oder telefonisch freischalten. Nach der Freischaltung dauert es zwischen 5 und 20 Minuten, bis man die privaten Sender empfangen kann.

Derzeit gibt es nur stationäre Geräte, die überwiegend per HDMI-Kabel das Signal zum Fernseher übertragen. Portable USB-Geräte für den PC wird es erst ab 2017 geben. Eine Übersicht der derzeit angebotenen Geräte findet man auf https://www.freenet.tv/geraete

 Die aktuellen Preise aller derzeit angebotenen Geräte haben wir hier aufgelistet:

freenet TV CI+ Modul  

COMAG SL60T2, Single Tuner, USB,Scart

COMAG SL65T2, Single Tuner, USB, Scart (Kein aktuelles Angebot gefunden)

XORO HRT8720, Single Tuner, USB

TechniSat DigiPal ISIO HD, SingleTuner, USB, Scart

TechniSat DigiPal T2 HD, SingleTuner, USB

Schwaiger DTR700HD, Single Tuner,USB, Scart

Prime-Day am 12.7.: Amazon verspricht Lieferung binnen einer Stunde

Am kommenden Dienstag, den 12. Juli 2016, findet der zweite Amazon Prime-Day statt. Dann hagelt es Schnäppchenangebote exklusiv für Amazon-Prime-Kunden. Die Angebote des Tages starten direkt um Mitternacht (in der Nacht vom 11. Juli auf den 12. Juli), diverse Blitzangebote starten ebenfalls ab Mitternacht im 5-Minuten-Takt – mit insgesamt mehreren Hundert pro Stunde dann ab 6 Uhr. Wir werden ausführlich über die besten Technik-Angebote des Prime-Days berichten.

Bereits seit vorgestern gibt es auf Amazon so genannte Countdown-Angebote, unter denen sich ebenfalls regelmäßig günstige Technikangebote befinden. Zum Beispiel Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Computerspiele. Diese stellen wir Ihnen tagesaktuell in unserem Schnäppchenticker vor. Klicken Sie am besten gleich mal rein, die heutigen Angebote finden Sie hier.

In den USA bietet Amazon zum Prime-Day noch einen spannenden Zusatzservice an, wie Cnet berichtet. In über 25 von Amazon ausgewählten US-Großstädten können sich Amazon-Prime-Kunden ihre Bestellungen binnen einer Stunde zustellen lassen. Allerdings gilt dieses Angebot nur für 500 von Amazon ausgewählte Produkte.

Amazon wolle mit dem Prime Day den roten Teppich für seine Prime-Kunden ausrollen, wie es Stephenie Landry, Worldwide Vice President von Prime Now, gegenüber US-Medien etwas blumig formuliert. „Die Amazon-Kunden würden es schätzen, wenn sie ihre Bestellungen blitzschnell bekommen würden“, legte Landry nach.

OnePlus zahlt für Auftritt in House of Cards 300.000 Dollar

Bei Samsung, Sony, Apple, Microsoft und LG ist Product Placement in Kinofilmen Gang und Gäbe. Neben den etablierten Elektronik-Konzernen wollen vermehrt auch chinesische Hersteller Aufmerksamkeit für ihre Produkte schaffen. Dafür greifen sie auf große US-TV-Serien zurück.

Wie viel ein geschickt platziertes Smartphone kostet, erfahren Endverbraucher nur selten. Der chinesische Konzern OnePlus spielt hier mit offenen Karten und verrät in dieser Woche , was das Product Placement in der Erfolgsserie House of Cards gekostet hat.

OnePlus 2 im Test

OnePlus One, OnePlus 2 und OnePlus X in den Händen von Claire Underwood und Co. schlugen demnach mit stattlichen 300.000 US-Dollar zu Buche. Die Mutterfirma Oppo setzt hingegen auf America's Next Top Model, während Vivo Electronics sein X5 Pro im Kinofilm Der Marsianer platziert hat.

House of Cards: 4. Staffel später auf Netflix Deutschland

Fritz!Box wird besser: AVM veröffentlicht Fritz!OS 6.60

AVM hat für die beiden Fritz!Box-Topmodelle Fritz!Box 7490 (DSL) und Fritz!Box 6490 Cable (Kabel) ein Firmware-Update veröffentlicht: Fritz!OS 6.60.

Durch das kostenlose Update Fritz!OS 6.60 sollen Fritz!Box 7490 und 6490 mehr Leistung auch bei datenintensiven Anwendungen bieten. Dank DNS-Optimierung sollen sich Webseiten spürbar schneller aufbauen und Streamings zügiger starten lassen. Bei der IP-Telefonie soll Fritz!OS 6.60 eine verzögerungsärmere Sprachübertragung und eine bessere Sprachqualität sowie kürzere Rufaufbauzeiten auch unter hoher Belastung sicherstellen, wie die Berliner versprechen.

Dem bestehenden WLAN-Gastzugang Ihrer Fritz!Box für den Internetzugang von Besuchern können Sie nach dem Firmware-Update eine nach Ihren Wünschen gestaltete Willkommensseite - also beispielsweise mit eigenem Logo oder mit rechtlichen Hinweisen zur Nutzung des Wlans - vorschalten. Ideal für Cafés oder Geschäfte, die ihren Besuchern einen WLAN-Hotspot anbieten wollen. 

Die Datenübertragung über den Fritz!Hotspot ist laut AVM technisch vollkommen von Ihrem eigenen WLAN und Heimnetz getrennt. Der Gastzugang umfasst Funktionen zur Kontrolle und Protokollierung der Nutzung.  

Über alle Neuerung von Fritz!OS 6.60 informiert das Changelog.    

Fritz!OS 6.60 ist für die Fritz!Box 6490 Cable ab dem 1. August für die im Handel verkaufte Variante verfügbar (bisher wurden Kabel-Fritzboxen aufgrund des Routerzwangs immer vom Kabelnetzbetreiber gestellt), für die Fritz!Box 7490 gibt es die neue Firmware sofort. Das Update wird Ihnen im Webfrontend der Fritz!Box angezeigt.

  

  
  
  

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