2035547

Morgenmagazin vom Donnerstag, 8. Januar 2015

08.01.2015 | 07:12 Uhr |

Was heute wichtig wird: 8. Januar 2015 +++ iDrive Wi-Fi: Lokale und drahtlose Backups bis zu 2 TB +++ Neil Youngs Musik-Player Pono kommt in den Handel +++ Neuer Sony-Walkman NW-ZX2 kostet 1200 Euro +++ Mit dem Browser Maelstrom möchte Bittorrent das Peer-to-Peer-Prinzip auf das gesamte Internet übertragen +++ Hacker-Angriff auf bundeskanzlerin.de und bundestag.de +++ Macwelt 2/15 am Kiosk: Das bringt 2015

Was heute wichtig wird: 8. Januar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Gleich mal zu Beginn ein Musiktipp: "Elvis in Vegas", der Schlusstrack von Meat Loafs 2010er-Album "Hang Cool Teddybear". Die Geschichte eines 15-jährigen, der sich per Anhalter nach Las Vegas durchschlägt, um dort die Show des "King" zu sehen: "I was just fifteen / And the world was mine / And I watched my dreams / Come to life on that night  / I was standing tall / Felt I would never die / And I watched it all / In the white spot light : I saw Elvis in Vegas". Das Intro des Songs erinnert nicht von ungefähr an Mark Cohen's "Walking im Memphis", das sich ebenso um einen Besuch beim King dreht.

Den Einfluss des heute vor 80 Jahren in Tulepo, Mississippi geborenen Elvis Presley auf die populäre Musik kann man gar nicht überschätzen, der "weiß Junge, der den Schwarzen den Blues klaute" zeigte mit seiner Musik und seinem Auftreten nicht nur, welche Synergieeffekte unterschiedliche Kulturen haben können, treffen sie wohlwollend aufeinander. Um den im Alter von 42 Jahren für viele überraschend verstorbene Sänger und Entertainer  rankten sich schon lange vor Erfindung des World Wide Web die wildesten Verschwörungstheorien, denn er sei ja gar nicht tot, sondern habe einfach nur genug vom Starrummel gehabt und sich daher zurückgezogen. Nach seinem inszenierten Ableben habe er fröhlich als Tankwart irgendwo in Nevada gearbeitet. Beweise gab es dafür freilich keine, in Las Vegas und Umgebung trifft heute niemand auf Elvis Presley, den King of Rock'n Roll. Schade.

Lesetipps für heute Morgen

Apple beherrscht CES trotz Abwesenheit: I saw Apple in Vegas - mal wieder nicht, der Mac-Hersteller glänzt erneut durch Abwesenheit von der CES. Dennoch sind Apple, seine Produkte und Technologien wie Homekit und Healthkit Schwerpunktthemen der Messe. Apple kann eine Veranstaltung rocken, ohne wirklich dabei zu sein.

iPhone 6 treibt Apples Marktanteile in die Höhe: Das iPhone 6 und iPhone 6 Plus erweist sich immer mehr als Apples bisher erfolgreichstes Smartphone. Mit den Verkäufen der aktuellen Modelle habe Apple in den wichtigsten Märkten seine Anteile steigern können, ergibt eine Studie von Kantar Worldpanel ComTech.

Klage gegen Apple: Der Hersteller von Kopfhörern Monster hat den von Apple übernommenen Konkurrenten Beats verklagt. Grund ist eine frühere Partnerscahft, die Beats nach einem Investment von HTC einseitig aufgekündigt hat. Dabei sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen, behaupten die Kläger, Beats habe danach von Monster entwickelte Technologien weiter genutzt.

Kursanpassungen: Apple hat gestern Entwicklern angekündigt, alsbald die Preise in seinen App Stores anzupassen. Aufgrund des gegenüber dem Dollar schwächelnden Euro werden in den Euro-Ländern die Preise steigen, ebenso in Kanada und Norwegen. Auf sinkende Preise kann sich lediglich Island einstellen, in Russland werde Apple die Preis "anpassen" - wohl deutlich nach oben. Details gibt Apple noch bekannt, die neuen Preisstufen werden noch in dieser Woche aktiv. Die Preisanpassungen haben auch steuerliche Gründe, die Mehrwertsteuer in der EU berechnet sich nun nach dem Standort des Downloads und nicht mehr einheitlich.

iDrive Wi-Fi: Lokale und drahtlose Backups bis zu 2 TB

iDrive verspricht mit einer Verschlüsselung von 256 Bit AES nach militärischen Normen eine hohe Sicherheit bei allen Backups in der firmeneigenen Cloud und bietet zusätzlich einen privaten Schlüssel. 5 Gigabyte sind dabei kostenlos, für höhere Speicherkapazitäten von bis zu 1 TB zuzüglich 1 TB Synchronisationsspeicherplatz zahlt man regulär knapp 60 US-Dollar pro Jahr. Dies funktioniert laut Anbieter auch mit mobilen Geräten wie iPhones oder Android-Smartphones. iDrive stellt dabei besonders schnelle Backups und Synchronisation mit der Cloud in Aussicht, außerdem lasse sich von allen angemeldeten Geräten online darauf zugreifen und Dateien teilen.

Wer zusätzlich Wert auf lokale Backups legt, kann auch die neue iDrive Wi-Fi-Festplatte mit Micro USB 3.0-Anschluss kaufen, die drahtlos und über entsprechende Apps ebenfalls mit PC, Mac, iOS und Android funktionieren soll. Auch diese Backups werden mit 256 Bit AES verschlüsselt und verfügen über die Möglichkeit eines privaten Schlüssels. Die Preise dafür liegen bei 100 US-Dollar für 1 TB und bei 150 US-Dollar für 2 TB zuzüglich Versand. Die Festplatten enthalten bereits die Option für ein Jahr iDrive Backup Pro Personal (je 1 TB online). Über die verschiedenen Optionen unterrichtet die Website des Anbieters.

Neil Youngs Musik-Player Pono kommt in den Handel

Der Musikplayer seines Startups Pono ist nach mehr als einem Jahr Entwicklung in den Handel gekommen. Der 69-jährige Young hatte vor wenigen Monaten auch den Chefposten bei der von ihm ins Leben gerufenen Firma übernommen. Pono will neben dem 399 Dollar teuren Abspielgerät auch einen Download-Dienst für Musik in besonders guter Qualität etablieren. Pono nahm dafür bei Internet-Nutzern gut 6,2 Millionen Dollar ein.

Der PonoPlayer kostet knapp 400 Dollar.
Vergrößern Der PonoPlayer kostet knapp 400 Dollar.
© Pono

Die Entwickler setzen nicht auf verlustbehaftete Kompressionsformate wie MP3 oder AAC, sondern auf das verlustfreie Format FLAC mit hoher Auflösung. "Die Musikaufnahmen werden im Studio in bester Qualität gemacht - und dann für den Massenmarkt herabgestuft", sagte der Chef-Entwickler des Pono-Players, Phil Baker, der dpa auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Pono beziehe die besseren Musikdateien direkt von den Musikfirmen und Künstlern.

Die FLAC-Dateien klingen besser, sind aber auch grundsätzlich größer. Damit wäre ein Streaming-Dienst für Musik in hoher Qualität eine Herausforderung angesichts der erforderlichen Netzkapazitäten. Während mobile Musikplayer mit dem Vormarsch der Smartphones und jüngst auch Streaming-Angebote bereits totgesagt wurden, zeigt das Interesse an Youngs Idee, dass es zumindest einen potenziell lukrativen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität gibt. (dpa/tc)

Neuer Sony-Walkman NW-ZX2 kostet 1200 Euro

Sony hat auf der Consumer Electronics Show 2015 in Las Vegas einen neuen Walkman vorgestellt. Das neue Modell trägt den Namen Sony Walkman NW-ZX2 und soll hierzulande zum stolzen Preis von 1.200 Euro auf den Markt kommen, wie der Website von Sony zu entnehmen ist.

Beim Sony Walkman NW-ZX2 kommt Android 4.2 zum Einsatz. Der interne Speicher ist mit 128 Gigabyte üppig bemessen. Wer mehr Platz braucht, der kann eine MicroSD-Speicherkarte verwenden. Der Walkman kann nahezu jedes beliebige digitale Audio-Format abspielen. Nicht unterstützt werden allerdings die kopiergeschützten Formate WMA und AAC-LC.

Zur Verbesserung des Klangs setzt Sony beim neuen Walkman eine Reihe von Technologien ein, wie etwa S-Master HX, DSEE HX, ClearAudio+ und Clear Bass ein. Davon sollen unter anderem auch MP3-Inhalte profitieren, indem bei der Komprimierung verloren gegangene Details wiederhergestellt werden. Für einen hochwertigen kabellosen Hörgenuss - etwa beim Streaming per Bluetooth - soll LDAC sorgen.

Der Walkman NW-ZX2 besitzt ein 4 Zoll großes Display mit der FWVGA-Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 60 Stunden (MP3) an. Zu den weiteren Merkmalen gehören ein USB-2.0-Anschluss, ein WM-Port, WLAN 802.11b/g/n/a, Bluetooth und NFC. Der Audioplayer ist 65,1 x 131,2 x 18,5 Millimeter groß und wiegt 235 Gramm. Für den optimalen Hörgenuss empfiehlt Sony die Verwendung der MDR-Z7 High-Resolution Audio-Kopfhörer. Deren Preis: 599 Euro.

Mit dem Browser Maelstrom möchte Bittorrent das Peer-to-Peer-Prinzip auf das gesamte Internet übertragen

Mit dem experimentellen Browser "Maelstrom" versucht der für kollaboratives Filesharing bekannte Hersteller Bittorrent die Idee der Dezentralität auf das ganze Netz zu übertragen. Maelstrom verwendet das Bittorrent-Protokoll und ist nun als Closed-Alpha-Version für handverlesene Tester an den Start gegangen. "Verteilte Technologie gibt Nutzern mehr Macht", sagt Bittorrent-CEO Eric Klinker. "Damit lassen sich einige aus unserer Sicht große Probleme lösen, vor denen das Netz steht: Datenschutz, Offenheit, Effizienz."

Geht es nach Klinker, dann verbinden sich Nutzer im Netz nicht länger mit einem Server, um eine Website anzusehen oder Inhalte abzurufen. Web-Publisher könnten ihren Content stattdessen über das Bittorrent-Protokoll bereitstellen, verteilen und aktualisieren. Andere, die die Seite besuchen, helfen dann automatisch, die Inhalte zu teilen. Wie der Projektverantwortliche Rob Velasquez versichert, ist das Bereitstellen einer Bittorrent-gehosteten Seite einfach. Statt Musik oder Filmen enthalte der Datenstrom (Torrent) die HTML-Dateien, die zum Rendern der Seite benötigt werden.

Hier kommt der Maelstrom-Browser ins Spiel - eine Variante von Googles Chromium-Browser, der auch die Inhalte eines Bittorrent-Package auslesen kann. Allerdings gibt es praktisch noch keine auf diese Weise bereitgestellten Websites, weshalb das Ganze als geschlossene Alpha-Version für Enthusiasten beginnt, die sich die Seiten auch gleich selbst hosten können. Auch sonst sind noch Fragen offen - so haben als Torrent gehostetete Websites bis dato keine einfach les- und merkbare Adresse, sondern werden über eine Reihe aus Zahlen und Buchstaben identifiziert.(tc)

Hacker-Angriff auf bundeskanzlerin.de und bundestag.de

Die Websites von Bundeskanzlerin Angela Merkel ( www.bundeskanzlerin.de ) und des Bundestags ( www.bundestag.de ) waren nach einem Hacker-Angriff am Mittwoch vorübergehend nicht mehr erreichbar. Zu der DDos-Attacke hat sich die prorussische, ukranische Gruppe CyberBerkut auf ihrer Website bekannt.

Die Attacke stehe demnach im Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Premierministers in Berlin. Dieser wolle dort über neue Milliarden-Kredite verhandeln. "Es ist offensichtlich, wie dieses Geld verschwendet wird", heißt es auf der CyberBerkut-Website. Nämlich in die Fortsetzung des Konflikts in der Ostukraine, wie es in der Mitteilung heißt. Die Gruppe fordert ein Ende der politischen und finanziellen Unterstützung der "kriminellen ukrainischen Regierung" durch die deutsche Bevölkerung und Regierung.

Macwelt 2/15 am Kiosk: Das bringt 2015

Es ist nun schon sechs Jahre her, dass Apple zuletzt ein neues Jahr mit einem Auftritt auf der Macworld Expo in San Francisco eröffnet hat. Gerne erinnern wir uns an die Keynotes von Steve Jobs, die nicht selten die Richtung für das gesamte Jahr vorgaben. Das zum „Jahr des Notebooks“ erklärte 2003 brachte den Durchbruch für mobile Macs, das „Jahr des iPod Mini“ 2004 katapultierte Apple endgültig aus der Nische. Selbst mit der Prognose „Jahr des iPad“ sollte Jobs 2010 Recht behalten, wenngleich auch nicht mehr auf einer Macworld Expo getätigt. Die Mac-Messe ist Geschichte. Was für ein Jahr wird nun aber 2015?

Die UNESCO weiß darauf eine klare Antwort und hat das Jahr 2015 zum „Jahr des Lichts“ gekürt. Dies soll die Bedeutung der sichtbaren elektromagnetischen Strahlung für Pflanzen, Tiere und Menschen unterstreichen. Ohne Licht ist nichts, zu viel ist aber auch des Guten. Licht ist aber die eine unveränderliche Naturkonstante, die Zeit und Raum zusammenhält und diese überhaupt erst definiert. Hell leuchten, als neuer Stern am Apple-Firmament, soll im Jahr 2015 die Apple Watch, meint man nicht nur in Cupertino.

Apple hat im kommenden Jahr aber weit mehr zu bieten als nur seine intelligente Armbanduhr . Welche Macs Apple in Entwicklung hat, was aus OS X und iOS wird und wie die nächsten Schritte bei iPhone, iPad, dem Smart Home und Apple TV aussehen, lesen Sie in aller Ausführlichkeit in Macwelt 2/15.

Laden Sie hier die App Macwelt aus dem App Store

Inhaltsverzeichnis und CD-Inhalt (PDF)

2035547