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Morgenmagazin vom Donnerstag, 8. Mai 2014

08.05.2014 | 07:30 Uhr |

+++ Was heute wichtig wird: 8. Mai 2014 +++ J.D. Power: Kunden bevorzugen iPad, schauen aber auf den Preis +++ Huawei Ascend P7 mit Panorama-Selfie vorgestellt +++ HP stellt neue Dream-Color-Displays mit mehr Bildschirmfarben vor +++ Apple ist jetzt zweitgr├Â├čter Online-H├Ąndler +++ NSA-Twitter-R├Ątsel in Sekunden gel├Âst +++

Was heute wichtig wird: 8. Mai 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin w├╝nscht einen Guten Morgen! Unsere Kollegen der Macworld vermelden eine wichtige Personalie bei Apple. Nein, es geht diesmal nicht um Angela Ahrends, die den Ausbau der Apple Stores weiter vorantreiben soll und mit geh├Ârigen Vorschusslorbeeren ihre Aufgabe Anfang Mai angetreten ist. Es handelt sich eher um eine Umstrukturierung im Hintergrund die aber einen wesentlichen Einfluss auf die k├╝nftige Au├čendarstellung Apples haben k├Ânnte: Katie Cotton, Apples Vizepr├Ąsidentin f├╝r weltweite Kommunikation verl├Ąsst das Unternehmen. Sie wechselt anscheinend (zun├Ąchst) ins Privatleben, es hei├čt lediglich, sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Ein neuer Arbeitgeber ist in der Pressemitteilung nicht erw├Ąhnt. Cotton hat in den letzten 18 Jahren an entscheidender Stelle das Bild Apples und seines verstorbenen CEOs gepr├Ągt, erkl├Ąrt Christopher Breen . Dazu geh├Ârte es, Informationen nur selektiv an Journalisten zu geben, bevorzugt an Kollegen des Wall Street Journals (vor allem Walt Mossberg), der New York Times oder USA Today. Die meisten anderen Journalisten blieben uninformiert, das Mantra "We don't talk about future products" und die allgemeine Geheimniskr├Ąmerei trug zu dem unnahbaren Bild Apples bei. Apple musste fortan nicht mehr wie andere Unternehmen um Berichterstattung betteln, sondern setzte selbst die Akzente. Produkte wurden mit "Events" vorgestellt, zu denen im Vorfeld die Ger├╝chtek├╝che hoch kochte und immer noch hoch kocht - klar, wo keine valide Information, nicht einmal Hintergrundinformation, da bl├╝ht die Spekulation. In ganz anderem Zusammenhang erlebt kennt die ├ľffentlichkeit den Effekt, wenn es um das Politb├╝ro der KP in China geht oder die Machtstrukturen in Nordkorea, da versuchen die Kollegen aus dem Politressort aus Frisuren, Krawatten oder falsch herum getragenen Socken darauf zu schlie├čen, wer im Hintergrund wirklich die F├Ąden zieht und gegen wen.

Apple als Nordkorea der IT-Branche zu bezeichnen, w├Ąre aber Unfug. Ebenso der Vergleich mit der Sowjetunion der Achtziger Jahre und dennoch meint Christopher Breen bei Apple so etwas wie eine Perestroika (Umbau) und Glasnost (Offenheit) zu erkennen. Tim Cook selbst spreche etwa gerne ├╝ber Umweltschutz und Menschenrechte, seinem Vorg├Ąnger Steve Jobs hatten Vorw├╝rfe, Apple w├╝rde es damit nicht so genau nehmen, meist kalt gelassen. Auch spricht Cook ├╝ber k├╝nftige Produkte in einer Art und Weise, die mehr als nur spekulative Schl├╝sse zulassen. Seinerzeit hatte man vom iPod im Vorfeld ├╝berhaupt nichts geahnt und auch das iPhone war allenfalls ein vages Ger├╝cht. Nur das iPad schien dann irgendwie logisch. Bei aller neuen Offenheit muss man aber bedenken: Apple ist nach wie vor auf den Schutz seiner Innovationen angewiesen, es w├Ąre fatal, k├Ânnte die Konkurrenz schon vor der Ver├Âffentlichung eines neuen Produkts dessen Features kopieren oder sogar verbessern. Das hatte Apple in Steve Jobs' Abwesenheit mit dem Newton erfahren m├╝ssen, der unter anderem an zu gro├čer Offenheit vor seiner Ver├Âffentlichung gescheitert war. ├ťber Apples zuk├╝nftige Produkte darf also weiter munter spekuliert werden. Peter M├╝ller

Lesetipps f├╝r heute Morgen:

Warum Apple die Suche im App Store verbessern muss ( Macworld )

iPad bleibt in Unternehmen stark ( Information Week )

Fusion Drive mit Recovery Partition einrichten ( Macwelt )

The Elder Scrolls Online im Test ( Gamestar )

J.D. Power: Kunden bevorzugen iPad, schauen aber auf den Preis

Einer Untersuchung der Marktforscher von J.D. Power zufolge sind Tabletnutzer am zufriedensten mit den iPads von Apple. Im Zufriedenheitsranking liegt Apple mit 833 von 1000 m├Âglichen Punkten an der Spitze, es folgt auf Platz zwei Samsung mit 822 Punkten. Die allgemeine Zufriedenheit mit Tablets ist laut der Statistik gegen├╝ber dem Vorjahr leicht gefallen. Bei der Kaufentscheidung spiele jedoch der Preis die wichtigste Rolle, 25 Prozent der Befragten gaben den Preis als wichtigstes Kriterium an. Die Funktionen eines Tablets waren f├╝r 22 Prozent entscheidend und die Markenreputation 21 Prozent.

Huawei Ascend P7 mit Panorama-Selfie vorgestellt

Huawei Ascend P7 mit Panorama-Selfie vorgestellt (c) Huawei
Vergr├Â├čern Huawei Ascend P7 mit Panorama-Selfie vorgestellt (c) Huawei
© Huawei

Huawei hat in Paris sein neues Android-Flaggschiff, das Huawei Ascend P7, vorgestellt. Es kommt mit Android 4.4, LTE und NFC. Der Full-HD-Screen (1.920 x 1.080 Pixel) misst 5 Zoll. Das P7 kommt damit auf 442 ppi. Kratzfestes Corning-GorillaGlass3 soll das Display vor Kratzern gesch├╝tzt werden. Unter dem Bildschirm warten eine 1,8 GHz schnelle Quad-Core-CPU, 2 GB RAM und 16 GB Speicherplatz, der via microSD-Karte erweiterbar ist. Das Ascend P7 wiegt 124 g bei den Ma├čen 139,8 x 68,8 x 6,5 mm. Die Hauptkamera schafft 13 MP und soll selbst aus dem Standby-Betrieb binnen 1,3 Sekunden ein Foto geknipst haben. Die 8-MP-Frontkamera verf├╝gt ├╝ber einen Panorama-Modus f├╝r Selbstportaits vor beeindruckender Kulisse. Dank ISO Low-Light-Performance soll die Hauptkamera auch bei schlechten Lichtverh├Ąltnissen gute Bilder machen.

Die Tasten des Ger├Ąts hat Huawei nur auf der rechten Seite des Geh├Ąuses platziert, damit der Nutzer sie mit dem Daumen bedienen kann. Der Rand zwischen Display und Rahmen f├Ąllt mit 2,97 mm recht schmal aus. Dank LTE sollen die Download- und Upload-Geschwindigkeiten des Smartphones bei 150 Mbit/s liegen. Neben NFC und nat├╝rlich WLAN (802.11 b/g/n) ist Bluetooth 4.0 an Bord.

Huawei verbaut einen 2.500mAH-Akku und der Ultra-Power-Saving-Mode soll bei 10 Prozent Akkustand weitere drei Stunden volle Erreichbarkeit garantieren. Dazu schaltet Huawei neben dem Telefonieren und Nachrichtenschreiben in diesem optionalen Stromsparmodus alle anderen Features bei den 10 Prozent Ladestatus ab.

Das Ascend P7 soll in Deutschland ab Juni 2014 in den Farben Schwarz und Wei├č zu einer UVP von 419 Euro verf├╝gbar sein.

HP stellt neue Dream-Color-Displays mit mehr Bildschirmfarben vor

Mit 1,07 Milliarden Bildschirm-Farben sollen Farbfehler auf ein Ma├č reduziert sein, das mit dem menschlichen Auge nicht mehr erkennbar ist. Im Vergleich zum Vorg├Ąngermodell biete das Produkt 60 Prozent mehr Pixel und damit eine Steigerung von bis zu 4000 Prozent der internen Farbpalette. Gleichzeitig sind die Displays 57 Prozent d├╝nner als zuvor.

Es ist HP zufolge zudem das erste derartige Display , dessen integrierte Farb-Kalibrierung von HP eine professionelle Farbmessung auch mit Instrumenten von Drittanbietern unterst├╝tzt. Fernzugriff ist m├Âglich ├╝ber Ethernet mit einem integrierten Webserver, der besonders umfangreiche Kontrollm├Âglichkeiten f├╝r das Display bietet. Zur vollst├Ąndigen Integration des HP Z27x in die Farb-Workflows steht den Nutzern ein Software Development Kit (SDK) zur Verf├╝gung. Die Displays verf├╝gen ├╝ber eine besonders gro├če Skala f├╝r Digital Cinema-Farbe mit 100 Prozent sRGB und Adobe RGB sowie 99 Prozent DCI-P3. Die HP Night Vision-Benutzeroberfl├Ąche verf├╝gt ├╝ber einen hintergrundbeleuchteten Auto-Fade-Knopf und eine w├Ąhlbare rote Hintergrundbeleuchtung des Knopfes f├╝r Arbeiten bei schwacher Beleuchtung.

Die Monitore bieten 27 (HP Z27x) respektive 24 Zoll (HP Z24x), die Aufl├Âsungen liegen bei 2560 x 1440 und 1920 x 1200 Pixeln. Das Seitenverh├Ąltnis betr├Ągt 16:9 beziehungsweise 16:10, der Sichtwinkel horizontal und vertikal 178 Grad. Als Helligkeit gibt der Hersteller 300 Candela respektive 350 Candela pro Quadratmeter an, das Kontrastverh├Ąltnis liegt demnach bei 1000:1. Weitere technische Detailinformationen erh├Ąlt man auf der Homepage des Anbieters. Die Preise f├╝r die Monitoren beginnen bei 543 Euro.

Apple ist jetzt zweitgr├Â├čter Online-H├Ąndler

Wie das Wall Street Journal berichtet , hat sich Apple auf den zweiten Platz der Online-H├Ąndler hochgearbeitet. Den ersten Platz belegt nach wie vor Amazon. Bis vor kurzem war aber noch Staples auf Platz Zwei anzutreffen. Staples bietet vor allem B├╝robedarf an und ist in den USA stark vertreten. Den Statistiken zufolge konnte Apple bei den Online-Verk├Ąufen um 24 Prozent zulegen auf 18,3 Milliarden Dollar letztes Jahr. Die Statistik ber├╝cksichtigt neben den Hardware-Verk├Ąufen auch die App-Store-Einnahmen. Staples hingegen konnte nur um ein Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar Einnahmen wachsen.

Amazon ist Apple aber noch weit voraus. Mit 67,8 Milliarden Dollar erziehlte Amazon letztes Jahr mehr als die zehn nachfolgenden Pl├Ątze zusammen. Der Statistik zufolge konnte Amazon um 20 Prozent wachsen.

NSA-Twitter-R├Ątsel in Sekunden gel├Âst

NSA-Twitter-Rätsel in Sekunden gelöst (c) IDG/IDG
Vergr├Â├čern NSA-Twitter-R├Ątsel in Sekunden gel├Âst (c) IDG/IDG

Am Montag hatte die NSA mit einem Tweet f├╝r Verwirrung gesorgt. Der Tweet besteht aus einer scheinbar willk├╝rlichen Zusammenf├╝gung von Buchstaben und zwei Satzzeichen. Einzig die Hashtags sind auf den ersten Blick lesbar: "MissionMonday", "NSA" und "news".

Doch es dauerte nicht lange und des R├Ątsels L├Âsung schwirrte im Internet umher. So fiel NBC News auf, dass jedes Wort exakt 12 Zeichen lang ist, mit Ausnahme der W├Ârter vor den beiden Satzzeichen. Die Leerzeichen, schloss NBC News, sind darum ohne Bedeutung. Weil einige Buchstaben deutlich ├Âfter als andere auftauchen - wie etwa auch im Englischen (man denke an das "e" oder "a") - m├╝sse es sich um einen Rotations-Code handeln, vermutete die Webseite. Jeder Buchstabe wird bei einem solchen Code durch einen Buchstaben ersetzt, welcher sich eine bestimmte Anzahl Buchstaben weiter hinten im Alphabet befindet. Diese Art von Geheimcode z├Ąhlt zu den ├Ąltesten ├╝berhaupt und wurde schon von Julius C├Ąsar verwendet.

Per Brute-Force-Verfahren kann man so einen Code heute schnell aufl├Âsen. Ob der Nachrichtenschreiber nun vier (aus "a" wird "e") oder dreizehn Buchstaben (aus "a" wird "n") weitergegangen ist, spielt dabei keine Rolle. Der "Code-Knacker" muss nicht einmal auf komplizierte Programme oder schnelle Hardware zur├╝ckgreifen. Er gibt einfach www.quiqiup.com (oder die Adresse einer anderen Dechriffierungs-Webseite) in seinen Browser ein und l├Ąsst das Puzzle knacken. F├╝r das NSA-R├Ątsel sind gerade einmal f├╝nf Sekunden Zeit vonn├Âten.

Das - leicht holprige, aber verst├Ąndliche - Ergebnis: "want to know what it takes to work at nsa?check back eachmong ad in mad as we explore careersessential to protect in your nation." Zu Deutsch: "Wollt ihr wissen, was man k├Ânnen muss, um bei der NSA zu arbeiten? Dann schaut jeden Montag im Mai vorbei. Wir erkl├Ąren Berufe, die wichtig sind, um unser Land zu sch├╝tzen."

Gegen├╝ber NBC News soll die NSA auf Anfrage gesagt haben, dass der Tweet Teil der Bewerber-Suche der NSA sei, um die besten und schlausten K├Âpfe zu finden.

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