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Morgenmagazin vom Freitag, 10. Januar 2014

10.01.2014 | 07:26 Uhr |

Gartner: Apple mit 13,7 Prozent Marktanteil in den USA +++ Geburtstagsparty für den Mac am 25. Januar in Cupertino +++ Portabler Speicher mit Thunderbolt 2 von Lacie +++ Tragbarer Bluray-Brenner von Sandberg +++ Nuance kündigt Dragon Mobile Assistant und Swype für Smartwatches an +++ LG enthüllt Lifeband Touch und Heart Rate Earphones +++ Kodak stellt Smartphone-Objektive SL10 und SL25 vor +++ Frankreich verurteilt Google zur Höchststrafe +++ Steam wird familienfreundlicher +++ FLIR ONE verwandelt iPhones in Wärmebildkameras

Gartner: Apple mit 13,7 Prozent Marktanteil in den USA

Der PC-Markt lässt weiterhin stark nach, lediglich Apple hat gegenüber dem Vorjahr zugelegt und baut somit seinen Marktanteil aus, haben die Marktforscher von Gartner ermittelt. In den USA ist Apple demnach der drittgrößte PC-Hersteller mit einem Anteil von 13,7 Prozent im vierten Quartal 2013 gewesen. Ein Jahr zuvor hatte Apple lediglich 9,9 Prozent Marktanteile gehalten. In die Betrachtung geht das Tablet-Segment nicht ein. Nach Gartners Schätzung hat Apple in den USA im vierten Quartal 2,2 Millionen Macs verkauft, im Vorjahr waren es noch 1,7 Millionen gewesen. Insgesamt sei der PC-Markt in den USA um 7,5 Prozent geschrumpft, weltweit um 6,9 Prozent. Ende Januar gibt Apple seine Bilanz für das Dezemberquartal bekannt und nennt dann auch globale Verkaufszahlen für den Mac.

Globale Zahlen legt hingegen IDC vor, in denen sich für Apple ein anderes Bild ergibt. Der PC-Markt ist demnach im Gesamtjahr weltweit um 5,6 Prozent geschrumpft, wovon Apple auch betroffen ist. Das Minus steht für Apple im Gesamtjahr bei 3,3 Prozent, im vierten Quartal habe der Mac-Hersteller jedoch deutliche 5,7 Prozent bei den Stückzahlen verloren. Der einzige PC-Hersteller der im vergangenen Jahr zulegen konnte, war Lenovo, das 54 Millionen PCs verkaufte, zwei Millionen mehr als im Jahr 2012. Am stärksten verloren hat Acer, das im Jahr 2013 nur noch 24 Millionen Geräte verkaufte, 2012 waren es 33,6 Millionen gewesen.

Nach sieben aufeinander folgenden Quartalen mit Rückgängen des Gesamtmarktes sehen die Analysten von IDC jedoch leichte Anzeichen für eine Erholung, im Jahr 2014 werde der Schrumpfungsprozess langsamer vonstatten gehen oder sogar leichtes Wachstum zu sehen sein.

Geburtstagsparty für den Mac am 25. Januar in Cupertino

Unsere Kollegen von Macworld|iWorld, das Computer History Museum und All Planet Studios laden am Samstag, den 25. Januar zur Geburtstagsfeier für den Mac nach Cupertino. Die Party steigt jedoch nicht in Apples Hauptquartier, sondern im ein paar Kilometer entfernten Flint Center, wo Steve Jobs schon am 24. Januar 1984 den Macintosh erstmals der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Mitglieder des Entwicklerteams werden in Talkrunden Rede und Antwort stehen und sich an die Entwicklung des Mac erinnern, zudem versprechen die Veranstalter einige bisher nicht veröffentlichte Videos und einen Auftritt des Regisseurs des legendären "1984"-Spots Ridley Scott. Von offiziellen Vertretern Apples ist bisher nicht die Rede. Mehr Informationen haben die Veranstalter auf ihrer Website www.mac30th.com zusammengestellt.

Portabler Speicher mit Thunderbolt 2 von Lacie

Lacie hat auf der CES 2014 die Little Big Disk Thunderbolt 2 angekündigt. Die Little Big Disk ist eine der ersten Speicherlösungen mit Thunderbolt 2 und laut Hersteller die derzeit schnellste portable Speicherlösung auf dem Markt. Sie erreicht Datentransferraten von bis zu 1.375 Mbit/s und ist damit  schneller als mobile USB 3.0-Festplatten. Das Aluminiumgehäuse des Speichers ist erstmals nicht silberfarben, sondern hat ein tiefschwarzes Finish.
 
Durch die Speicherlösung soll das Streamen und Bearbeiten von 4K- und 3D-Videos, auch von unterwegs, ermöglichen. Um bei den anspruchsvollsten Workflows volle Leistung und Kapazität zu bringen, ist die Little Big Disk mit zwei PCIe Gen 2 SSDs mit 500 GB ausgestattet, die in RAID 0 konfiguriert sind. Der integrierte Lüfter mit Thermoregulierung soll sehr leise sein und schaltet sich nur bei Bedarf ein.
Lacie zeigt auf der CES außerdem, wie Anwender von unterwegs 250 Gigabyte 4K-Videomaterial auf einer Little Big Disk speichern und den Inhalt innerhalb von 10 Minuten an ein Postproduktionsteam übertragen können.


Die Lacie Little Big Disk Thunderbolt 2 wird im ersten Quartal des Jahres 2014 über Lacie-Händler und Lacie.com erhältlich sein. Ein Thunderbolt-Kabel ist im Lieferumfang enthalten.

Tragbarer Bluray-Brenner von Sandberg

Mit Sandbergs neuem Bluraybrenner USB Mini Blu-Ray Burner ist das Brennen von Blurays auch unterwegs möglich. Ein Stromanschluss ist dafür nicht nötig. Der Brenner liest und schreibt dem Anbieter zufolge CDs, DVDs und Blurays in allen ROM, R, RE und RW-Formaten und bis zu 24-facher Geschwindigkeit. Dabei sei er so dünn und leicht, dass man ihn in der Tasche tragen könne. Wird er an einen Computer angeschlossen, kann er alle Arten von optischen Discs abspielen. Das Gerät wird normalerweise über einen USB-Anschluss betrieben, ist aber für alle Computersysteme gerüstet und hat ein zusätzliches USB-Netzkabel, das entweder mit einem anderen USB-Anschluss an einen Computer oder mit einem separaten USB-Netzanschluss verbunden werden kann. Treiber sind laut Hersteller nicht zu installieren. Die Abmessungen des Brenners gibt Sandberg mit 18 x 15 x 2,5 Zentimeter (Höhe/Breite/Tiefe) an, das Gewicht mit 450 Gramm. Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät selbst ein USB-Datentransferkabel sowie ein USB-Stromkabel. Der externe Brenner funktioniert mit Windows und Mac und wird derzeit an die Händler ausgeliefert. Die unverbindliche Preisempfehlung inklusive Mehrwertsteuer liegt bei 100 Euro. Sandberg selbst bietet diesen Brenner auf seiner Homepage für 103 Euro an.
 
Info: Sandberg

Nuance kündigt Dragon Mobile Assistant und Swype für Smartwatches an

Nuance kündigt Dragon Mobile Assistant und Swype für Smartwatches an (c) nuance.com
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© nuance.com

Das Unternehmen Nuance bietet schon seit Jahren erfolgreich Produkte zur Sprachsteuerung an. Entsprechend könnte der Hersteller vom Trend am Körper tragbarer Gadgets profitieren, die oft ohne Touchscreen oder Tastatur angeboten werden. Im Rahmen der CES wurden zwei neue Produkte vorgestellt. Dabei handelt es sich einmal um den Dragon Mobile Assistant sowie eine Umsetzung der virtuellen Tastatur Swype für Smartwatches.

Hierfür ist Nuance eine Partnerschaft mit dem Smartwatch-Hersteller Omate eingegangen, dieser die Technik von Nuance in seiner TrueSmart-Android-Smartwatch verwenden. Damit wird es möglich, E-Mails, SMS-Nachrichten, Kalendereinträge oder Websuchen bequem per Sprachbefehl einzusprechen. Darüber hinaus lassen sich schnell und einfach Sportergebnisse, Aktienkurse, Wetterdaten oder Restaurant-Empfehlungen abrufen.

Nuance Dragon TV bringt neue Funktionen auf Panasonic-Fernseher

Zusätzlich präsentiert Nuance eine speziell an Smartwatches angepasste Version seiner alternativen Software-Tastatur Swype . Diese sei für die kleinen Touchbildschirme der Uhren optimiert. Kurze Texte lassen sich sogar per Handschrifterkennung eintragen.

LG enthüllt Lifeband Touch und Heart Rate Earphones

LG enthüllt Lifeband Touch und Heart Rate Earphones (c) LG
Vergrößern LG enthüllt Lifeband Touch und Heart Rate Earphones (c) LG
© LG

Auch Elektronik-Hersteller LG ist auf der diesjährigen CES mit smartem Sport-Zubehör vertreten. Am Stand des Unternehmens finden sich das Fitness-Armband Lifeband Touch sowie In-Ohr-Kopfhörer, die den Herzschlag ihres Trägers aufzeichnen. Beide Geräte können per Wireless-Verbindung miteinander gepaart werden. Verbunden mit einem iOS- oder Android-Smartphone überträgt das Zubehör Daten an LGs Fitness-App oder Software von Drittherstellern wie etwa MapMyFitness, MyFitnessPal und Runkeeper.

Das Lifeband Touch bietet ein OLED-Display, über das biometrische Daten oder eingehende Anrufe angezeigt werden. Weiterhin kann das Zubehör zur Steuerung von Musik-Apps genutzt werden. In dem schlanken Gehäuse hat LG außerdem einen Beschleunigungs- und einen Höhensensor verbaut. Über die passende App kann der Träger nach dem Training die zurückgelegte Strecke, die Geschwindigkeit, die Anzahl der Schritte und die verbrannten Kalorien auswerten.

Alle Highlights von der CES 2014 vorgestellt

Die Heart Rate Earphones sind mit der neuen PerformTek-Sensor-Technologie ausgestattet. Damit misst das Gadget den Herzschlag sowie den Sauerstoffverbrauch über die Ohrmuschel. Per Bluetooth-Verbindung senden die Ohrhörer ihre Daten an das Lifeband Touch oder ein Smartphone. Beide Geräte sollen noch im ersten Halbjahr 2014 in den USA erhältlich sein. Ein Veröffentlichungstermin für Europa steht bislang noch nicht fest.

Kodak stellt Smartphone-Objektive SL10 und SL25 vor

Kodak stellt Smartphone-Objektive SL10 und SL25 vor (c) Kodak
Vergrößern Kodak stellt Smartphone-Objektive SL10 und SL25 vor (c) Kodak
© Kodak

Mit der Pixpro Smart Lens SL10 und SL25 hat JK Imaging Ltd., Inhaber des Kodak-Markennamens, zwei Objektive für Smartphones vorgestellt. Die Smart Lenses erinnern stark an Sonys QX10 oder QX100 und sollen wie diese Smartphone-Fotos deutlich verbessern. Beide werden auf iOS- oder Android-Smartphones aufgesteckt und über eine Smartphone-App drahtlos vom Smartphone aus bedient. Die Smart Lens-Objektive können 1080p-Videos drehen und haben einen Bildstabilisator integriert. Sie verfügen über einen eigenen SD-Kartenslot und wären damit theoretisch auch ohne Smartphone "blind" bedienbar - etwa für den schnellen Schnappschuss aus der Hüfte, oder wenn der Smartphone-Akku bereits leer ist. Ob das auch in der Praxis funktioniert, sagt JK Imaging aber nicht.

Während die SL10 ein 28-28mm-Weitwinkel-Objektiv ist, über einen 10x optischen Zoom verfügt und für 199 Dollar verfügbar sein soll, kostet die SL25 299 Dollar. Dafür kommt sie aber mit einem 25x optischen Zoom und ist ein 24mm-Ultraweitwinkel-Objektiv. Beide Objektive sollen sehr leicht sein, verspricht der Hersteller und spricht von ein paar Unzen (eine Unze ist etwas weniger als 30 Gramm). Die Objektive sollen in den USA im Frühjahr 2014 verfügbar sein. Wann und ob sie nach Deutschland oder Österreich kommen, ist unklar.

Das Sony QX10 hatten wir bereits in unserem Testlabor und waren von der Schärfe und dem geringen Bildrauschen durchaus angetan. Die Montage ist zwar etwas umständlich und eine manuelle Fotografie-Funktion fehlen - doch konnte das QX10 insgesamt überzeugen. Freilich steht auf einem anderen Blatt, wie Kodak das interessante Konzept der Smart Lens umsetzen wird. Unklar ist auch, ob Kodak seinen Objektiven manuelle Einstellungsoptionen spendieren wird - oder ob es bei einer Automatik-Funktion bleibt.

Frankreich verurteilt Google zur Höchststrafe

Frankreich verurteilt Google zur Höchststrafe (c) istockphoto.com/imagestock
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Die Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL), Frankreichs nationale Datenschutzbehörde, hat Google zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 150.000 Euro verurteilt. Der Betrag mag angesichts des Milliarden-Umsatzes von Google gering klingen, allerdings ist es die höchste Strafe, zu der die CNIL in ihrer Geschichte ein Unternehmen verurteilt hat.

Damit bestraft die CNIL das US-Unternehmen, weil es sich nicht an die französischen Datenschutzgesetze halte, wie es in einer Erklärung der Datenschützer heißt. Google sammle die Daten seiner Nutzer über seine unterschiedlichen Dienste, informiere die Nutzer aber nicht ausreichend darüber und verlange auch nicht deren Zustimmung. Google hatte sich bisher gegen die Vorwürfe mit dem Argument gewehrt, man halte die für den Datenschutz geltenden Regeln der EU ein.

Das Urteil der CNIL ist derzeit per Post auf dem Weg in den USA. Sobald das Schreiben in der US-Zentrale eingetroffen ist, hat Google acht Tage Zeit, auf seiner französischen Seite alle Nutzer über das Urteil zu informieren. Der Hinweis auf das Urteil muss zwei Tage lang erscheinen.

Steam wird familienfreundlicher

Steam wird familienfreundlicher (c) IDG/IDG
Vergrößern Steam wird familienfreundlicher (c) IDG/IDG

Valve hat seinem Steam-Client ein großes Update spendiert. In der aktuellen Version 2.0.0.0 führt Valve etwa die Steam Family Options ein. Damit können Eltern gezielt einzelne Steam-Funktionen deaktivieren - und die Kinder damit beispielsweise am Kauf neuer Spiele mit der Kreditkarte hindern. Außerdem regelt eine neue Einstellung nun, ob man auch während des Spielens im Hintergrund Updates herunterladen lassen möchte oder nicht. Daneben gibt es einige Fehlerbeseitigungen.

Entgegen einiger Meldungen ist Family Sharing aber nicht Bestandteil des Updates. Dieses Feature - über das Sie sich Spiele von bis zu 10 Freunden ausleihen dürfen - ist nach wie vor im Beta-Status.

FLIR ONE verwandelt iPhones in Wärmebildkameras

Auf den ersten Blick wirkt die FLIR ONE, wie eine gewöhnliche iPhone-Schutzhülle. Ein Blick auf die Rückseite offenbart jedoch die integrierte Wärmebildkamera.

Laut Hersteller FLIR, einem der größten Produzenten von Wärmebildkameras, zielt die Hülle jedoch weniger, wie man zuerst vermuten würde, auf professionelle sondern auf private Anwender. Wer die Kamerahülle jedoch mit einem Kopfschütteln als unnützes Gadget abtut, vergisst, dass es auch für Privatanwender durchaus Bedarf an Wärmebildtechnologie gibt. Denkt man beispielsweise an die Wärmedämmung von Häusern, Fenstern und Türen, wird schnell klar, dass ein solches Gadget in Zeiten steigender Energiekosten durchaus seine Existenzberechtigung hat. Auch für Outdoor-Aktivitäten soll sich das Gadget eignen, beispielsweise um sich nachts zu orientieren oder zu überprüfen ob das Lagerfeuer wirklich aus ist.

Die Hülle verfügt über einen eigenen Akku, der die integrierte Wärmebildkamera für bis zu zwei Stunden mit Strom versorgen beziehungsweise alternativ die Laufzeit des iPhone um 50 Prozent verlängern soll. Die integrierte Wärmebildkamera soll selbst geringste Temperaturschwankungen registrieren und sogar durch Rauch filmen können. Darüber hinaus ist eine App angekündigt, über die sich die gemachten Bilder sammeln und bei Bedarf auch in sozialen Medien teilen lassen sollen.

Die Kamerahülle ist mit Apples IPhone 5 und 5s kompatibel und soll im Frühjahr in Grau, Weiß und Gold für unter 350 Dollar (umgerechnet knapp 260 Euro) auf den Markt kommen.

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