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Morgenmagazin vom Freitag, 10. Januar 2020

10.01.2020 | 06:53 Uhr | Peter Müller

iPhone 11 in China begehrt +++ Klage: Apple soll Technologie für Pulssensor geklaut haben +++ Irland verleiht Orden an Tim Cook +++ Firefox 72.01 schließt kritische Sicherheitslücke +++ Absatzzahlen: Samsung verkauft 500.000 Galaxy Fold +++ Freenet und Vodafone: Kunden klagen über Störungen +++ Japan baut 2021 die Stadt der Zukunft: Menschen leben mit Roboter +++ Unclutter: 11 gute Mac-Apps für 64 statt 311 US-Dollar +++ Apple überprüft iCloud-Fotos auf Kinderpornografie

10. Januar: Rennschnecke

Macwelt wünscht Guten Morgen! Schon wieder die erste Arbeitswoche des Jahres vorbei - immerhin war sie dank Epiphanias eine kürzere. An Vier-Tage-Wochen könnte man sich gewöhnen, an Sechs-Stunden-Tage auch, was aber in Finnland die Ministerpräsidentin vorschlägt, wäre in Deutschland kaum mehrheitsfähig. Dabei arbeiten die meisten auch an Zehn-Stunden-Arbeitstagen nicht produktiver als sie es in sechs Stunden geschafft hätten und ein weiterer Tag zu Hause würde den Verkehr entzerrenn - es würde ja nicht eine jede und ein jeder den Freitag als zusätzlich freien Tag wählen – sondern vielleicht ab und an auch an Samstag oder Sonntag ins Büro gondeln - dafür eben Montag bis Mittwoch nicht.

Bei der Macwelt waren die Arbeit in den ersten beiden Januarwochen auch schon mal stressiger, das hat vor allem mit der Nachrichtenlage in unserem Teil der Welt zu tun. Bis in das Jahr 2009 war der erste Pflichttermin im Januar gelegen, die Macworld Expo San Franciso. Einige Kollegen waren schon vor dem Jahreswechsel nach Kalifornien geflogen, um noch ein paar Urlaubstage vor dem großen Showdown im Moscone Center zu genießen, der Rest der Redaktion häufte die ersten Überstunden an. Denn die Keynotes der Messe begannen zwar schon um neun Uhr Ortszeit – bei uns war es aber 18 Uhr und schon längst dunkel. Die Expos im Sommer an der Ostküste haben uns diesbezüglich schon besser gefallen, aber von denen verabschiedete sich Apple schon Jahre vorher.

Apple missfiel offenbar, zwar die Hauptattraktion zu sein, aber weder den Termin noch den Ort selbst bestimmen zu können. Und dann waren da auch immer noch andere Aussteller, die sich Apple ebenso wenig aussuchen konnte. Mit den ab 2003 errichteten Apple Stores baute Cupertino aber dann seine eigenen permanenten Verkaufsausstellungen auf, in der iPhone-Ära gewann die WWDC immer mehr Bedeutung und die selbst abgehaltenen Shows streamt Apple per Web in alle Welt - wer braucht da noch Messen?

2007 war das noch nicht der Fall, weshalb das iPhone auf der Macworld Expo seine Weltpremiere feierte. Und auch im Jahr davor hatte Apple als Gast von IDG World Expo, wie unser Verlag IDG Tech Media GmbH Teil der International Data Group (IDG), in San Francisco Spektakuläres zu zeigen.

Ein halbes Jahr zuvor hatte Apple auf der WWDC am gleichen Ort angekündigt, den Mac auf die Intel-Plattform umzustellen, im Januar 2006 war der neue Chiplieferant bereit, mit Apple den ersten Intel-Mac auf den Markt zu bringen. Der damalige Intel-Chef Paul Otellini brachte den symbolischen ersten Wafer mit Intel-Chips dem damaligen Apple-CEO Steve Jobs auf der Bühne der Macworld Expo mit einem Gag: Otellini trug einen Bunny-Suit, einen Ganzkörperanzug, der in den Reinräumen der Chipproduktion obligatorisch ist. Der Gag hinter dem Gag: Nur ein paar Jahre zuvor hatte Apple den vormaligen Konkurrenten mit einem Spot, in dem auch ein Bunny-Suit-Träger zu sehen war, als Hersteller langsamer CPUs verspottet: Snail inside.

Nun aber doch Intel Inside. Und das hat mit der Abwesenheit von Steve Jobs von 1986 bis 1997 zu tun. In der Zeit hatte seine Neugründung Next Computer eben auf die CPUs aus dem Silicon Valley gesetzt, während Apple mit Motorola und IBM die PowerPC-Allianz eingegangen war. Etwas mehr als zehn Jahre nach dem Wechsel von Motorolas 68k-Plattform zum PPC stand nun der erneute Wechsel bevor, hin zu Intel. Aber nicht, weil Jobs der Hersteller IBM nach wie vor verhasst war - die Gemüter hatten sich in der Zwischenzeit etwas beruhigt - sondern vor allem, weil NeXTStep, aus dem Mac-OS X geworden war, ursprünglich auf der x86-Architektur fußte. Zudem versprach Intel mehr Computerleistung bei weniger Energieaufnahme, Rechner wie das Macbook und das Macbook Air, ja selbst das Macbook Pro wären mit einem PPC kaum denkbar.

Die ersten Intel-Macs – ein iMac, der seinem Vorgänger iMac G5 äußerlich glich und das neue Macbook Pro – kamen im Januar vor 14 Jahren ein klein wenig überraschend. Umso besser für den Verkauf von Macs, zwischen Januar und Juni 2006 wären wohl kaum ernsthafte Stückzahlen von iMac und Powerbook verkauft worden, in Erwartung der neuen Intel-Maschinen.

Lesetipps für den Freitag:

Zuwachs : Apple hat anscheinend einen sehr erfolgreichen Dezember in China gehabt. Wie CNBC aus den Daten der China Academy of Information and Communications Technology berechnet, haben sich im Dezember 3,2 Millionen iPhones verkauft, 18 Prozent mehr als die 2,7 Millionen aus dem Vorjahr. China ist nach den USA für Apple der zweitwichtigste Absatzmarkt, zuletzt hatte Cupertino dort mit Problemen zu kämpfen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 erreichte Apple in Greater China (Volksrepublik, Hongkong, Taiwan) einen Umsatz von 13,2 Milliarden US-Dollar, was fünf Milliarden US-Dollar weniger waren als im Jahr davor. Im Q1 2020 sollte der Umsatz wieder deutlich höher liegen. Wall Street reagiert auf die Nachrichten mit einem weiteren Schub für die Apple-Aktie, die am Donnerstag mit einem Schlusskurs von 309,63 US-Dollar einen neuen Rekordwert erreichte.

Klage : Das auf Puls-Oxymetrie spezialisierte Unternehmen Masimo beschuldigt Apple, Firmengeheimnisse gestohlen zu haben und mit seiner Apple Watch mindestens zehn Patente Masimos zu verletzen. Die Firma hat daher gegen Apple Klage eingereicht. Im Jahr 2013 habe sich Apple an Masimo wegen einer möglichen Kooperation gewandt, heißt es darin. Die Technik zur optischen Herzfrequnezmessung sei dabei für Apple von Interesse gewesen. Nach einigen Meetings, die man bei Masimo als produktiv empfand, habe Apple aber begonnen, Personal abzuwerben, unter anderem Masimos Chief Medical Officer ud EVP of Medical Affairs Michael O'Reilly, der bei der Entwicklung der Apple Watch dann eine wichtige Rolle spielte. Apple habe also die Vorbereitung zu einer Kooperation dazu genutzt, um an die interessanten Technologien heranzukommen und an die Leute, die sie entwickelt hatten – O'Reilly war nicht der einzige, den Apple verpflichtete.

Aus Forschung und Technik : Sie älteren unter uns erinnern sich noch an die Fernsehantennen, die früher auf jedem Hausdach standen – tempi passati. Die Geometrie der nach ihren Konstrukteuren Yagi-Uda-Antenne genannten Vorrichtung könnte aber bald ihr Comeback feiern, auf eine Größe von wenigen Nanometern reduziert, aus Gold gefertigt und zum Empfang und Versand von Infrarot. statt Radiowellen geeignet. Denn Forscher der Universität Würzburg haben in einem Versuch gezeigt, dass sie mit ihrer Konstruktion in Computerchips die Bewegung von Ladungsträger in Licht umwandeln können. Auf Chips müsste dann weniger Strom fließen, stattdessen würden Informationen per Licht übertragen, berichtet BR24.de von den im Fachjournal "Nature Communications" veröffentlichten Ergebnissen. Damit würden Chips nicht nur schneller, sondern auch effizienter, da weniger Abwärme entsteht. Auch Bildschirme mit völlig neuartigen Funktionen seien mit dem Licht der Richtantennen im Nanoformat denkbar.

Ehre, wem Ehre gebührt : Die EU-Komission ist der Ansicht, Apple schulde Irland 13 Milliarden Euro an Schulden, die Republik Irland hingegen teilt diese Meinung nicht und ließe das bis zu einem rechtskräftigen Urteil auf einem Treuhandkonto verweilende Geld unangetastet. Die Regierung Irlands sieht sich ganz im Gegenteil Apple zu Dank für 40 Jahre Engagement auf der Insel verpflichtet – einst hatte Steve Jobs noch in der Frühphase Apples Irland als Produktionsstandort und Einfallstor für Europa auserkoren. Irland war vor dem Beitritt zur EU ein Niedriglohnland, die Niederlassung in Cork, in der Apple einst Macs für den europäischen Markt produzierte, existiert heute noch und beschäftigt 6000 Mitarbeiter. Als Zeichen des Danks dafür will der iritische Premierminister (Taoiseach) Leo Varadkar Apple CEO Tim Cook bei seinem Besuch am 20. Januar einen Orden verleihen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf die irische Finanzagentur IDA Ireland (Industrial Development Authority). Varadkars Finanzpolitik Apple gegenüber ist im Lande nicht frei von Kritik, die Opposition würde wohl lieber das Geld annehmen, müsste dazu aber die Wahlen in diesem Jahr gewinnen. Apple hatte zuletzt wegen Problemen bei der Planung das Projekt eines Rechenzentrum im Südwesten der Insel aufgegeben.

Future Products : Nein, wir wissen nicht im Voraus, wann Apple welche Produkte erneuert, wir können nur mehr oder weniger gute Schlüsse aus vorhandenen Fakten und Indizien ziehen. Vom Mac Mini 2018 waren wir aber (positiv) überrascht - und hätten uns gewiss geärgert, wenn wir unmittelbar vorher einen gekauft hätten, mit Baujahr 2014. Apple hätte uns aber auf diese Art und Weise verärgern dürfen. Dies hat Apple zwar nun nicht amtlich bestätigt bekommen, doch gilt das Urteil des Landgerichts Wuppertal als Präzedenz für Apple und alle anderen Hersteller, um deren Produkte es hier nicht ging. Konkret hatte eine Vorwerk-Kundin geklagt, dass sie sieben Wochen vor Produktvorstellung des neuen Thermomixmodells TM6 den Vorgänger TM5 gekauft hatte und nach ihrem Gefühl in der Küche nun ein über 1000 Euro teurer Elektronikschrott stünde. Richter Stefan Istel sah das aber anders: Vorwerk sei nicht verpflichtet gewesen, seine Kunden lange vorab über den geplanten Modellwechsel zu informieren. Mal davon abgesehen, dass viele Leute den Thermomix generell als überflüssigen und überteuerten Elektronikschrott betrachten: Das Vorgängermodell ist nicht viel schlechter als das aktuelle, war es doch erst vor kurzem noch state-of-the-art. Vorwerk und Apple haben anscheinend einiges gemeinsam.

Kritische Sicherheitslücke in Firefox geschlossen

Einen Tag nach dem Update auf Firefox 72, mit dem schon mehrere Sicherheitslücken geschlossen wurden, hat Mozilla die Version 72.01 nachgeschoben. Mit dieser wird eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke geschlossen, die auch schon aktiv angegriffen wird. Von daher sollte man Firefox 72.01 umgehend installieren. Am einfachsten ruft man im Menü „Firefox > Über Firefox“ auf, woraufhin das Update installiert und der Browser neu gestartet wird. wird. Alternativ wird das Update automatisch installiert, wenn man dies in den Einstellungen von Firefox aktiviert hat.

Absatzzahlen: Samsung verkauft 500.000 Galaxy Fold

Nachdem der Samsung-Executive Young Sohn im Dezember fälschlicherweise behauptet hatte, dass Samsung allein im Jahr 2019 rund eine Millionen Galaxy Fold verkauft habe, wurde dieser Irrtum wenig später korrigiert . Sohn habe bei seiner Keynote schlicht die tatsächlichen Verkaufszahlen mit Samsungs-Ziel vertauscht. Wie viele Einheiten des Galaxy Fold im vergangenen Jahr wirklich über die Ladentheken gewandert waren, blieb damals jedoch auch weiterhin unklar.

In dieser Woche äußerte sich Samsung Co-CEO DJ Koh nun gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News Agency mit konkreten Zahlen – wenngleich sie immer noch recht vage ausfallen. „Ich denke, wir haben zwischen 400.000 und 500.000 Galaxy Fold verkauft,“ erklärte DJ Koh gegenüber Yonhap. Ob es der Leiter von Samsungs Smartphone-Abteilung tatsächlich nicht genauer weiß, oder ob der Konzern schlicht keine konkreten Zahlen bekannt geben will, bleibt offen.

Aktuellen Mutmaßungen zufolge will Samsung auch weiterhin auf dem Markt für faltbare Mobilgeräte Fuß fassen. Laut den Gerüchten hat der Konzern gleich mehrere Geräte für 2020 in Arbeit. Ein neues Galaxy Fold könnte Samsung bei seinem nächsten Unpacked-Event am 11. Februar 2020 vorstellen.

Freenet und Vodafone: Kunden klagen über Störungen

Aktuell klagen Kunden von Freenet und Vodafone wieder verstärkt über Probleme. Dies wird auch durch einen Blick bei Allestörungen.de bestätigt. Demnach häufen sich die Probleme bei Freenet seit Donnerstagvormittag und dies bundesweit. Vodafone-Kunden hatten die letzten Tage immer wieder Probleme beim Internet und TV, die in der Nacht zum Donnerstag ihren Höhepunkt erreichten (siehe weiter unten). Auch am Donnerstagvormittag und -mittag nehmen die Störungsmeldungen wieder zu.

Auch im neuen Jahr 2020 gibt es wieder verstärkt Störungen in den Netzen von Vodafone und Unitymedia. Seit Mittwochnachmittag klagen Nutzer in vielen Großstädten über Internet- und Telefonprobleme. Darunter Vodafone-Nutzer aus Städten und Umgebungen von München, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Mannheim und Berlin. Unitymedia-Kunden sind beispielsweise im Ruhrgebiet, Frankfurt am Main, Mannheim bis hin zu Ulm betroffen. Das zeigt auch ein Blick auf die Vodafone-Störungsmeldungen und Unitymedia-Störungsmeldungen bei Allestörungen.de.

Den Kommentaren der betroffenen Nutzer zufolge, treten seit den ersten Tagen des neuen Jahres 2020 immer wieder Probleme in den Netzen auf. So wird unter anderem darüber geklagt, dass immer wieder die Internetverbindungen ausfallen, ein Telefonieren nicht möglich sei und/oder der TV-Empfang nicht mehr möglich seien. Zum Teil würden die Ausfälle auch eine längere Zeit anhalten. Andere Kunden klagen auch über stark verlangsamte Internetverbindungen, sei es im Download oder im Upload. Seit Mittwochabend häufen sich diese Meldungen

Im Oktober und November 2019 hatten wir immer wieder über Störungen im Vodafone-Netz berichtet. Immer wieder kam es dabei zu Internet- und TV-Ausfällen. Zuletzt beispielsweise kurz vor Weihnachten, als sich wieder die Internet- und Telefon-Störungsmeldungen häuften. Im Oktober 2019 kam es zu verstärkten DSL-Störungsmeldungen bei Vodafone-Kunden, wobei Vodafone damals von "vereinzelten Beschwerden" sprach und gegenüber der PC-WELT erklärte, dass "netztechnisch" alles "okay" gewesen sei. Regional begrenzt habe es aber begrenzte Schadensursachen gegeben.

Japan baut 2021 die Stadt der Zukunft: Menschen leben mit Roboter

Die Stadt der Zukunft ist zum Greifen nah: Toyota hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine Modell-Metropole Woven City vorgestellt . Auf einem 175 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Werks am Fuße des Mount Fuji in Japan soll 2021 mit dem Bau der Stadt der Zukunft begonnen werden. Die vollständig vernetzte Modell-Metropole soll vorerst Platz für rund 2.000 Menschen haben und ihre Energie neben Solarstrom überwiegend aus Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen erhalten.

Toyotas vollständig nachhaltig und im Einklang mit der Natur geplante Stadt soll ein „lebendiges Labor“ werden. Neben firmeneigenen Mitarbeitern und ihren Familien sollen auch Rentner und Wissenschaftler der ganzen Welt in der Kleinstadt wohnen, die unter Realbedingungen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Smart Home, Autonomie oder Robotik erforschen können.

Neben den neuesten Assistenztechnologien in den Wohnungen, die die Menschen unterstützen und den Gesundheitszustand überprüfen, sollen in der Stadt nur selbstfahrende und Schadstofffreie Autos unterwegs sein.

„Eine komplette Stadt zu bauen, selbst in einem kleinen Maßstab wie diesem, ist eine einzigartige Gelegenheit, Zukunftstechnologien zu entwickeln, einschließlich eines digitalen Betriebssystems für die Infrastruktur der Stadt“, erklärt Akio Toyoda, Präsident der Toyota Motor Corporation und Enkelsohn des Toyota-Firmengründers. „Mit Menschen, Gebäuden und Fahrzeugen, die alle miteinander verbunden sind und über Daten und Sensoren kommunizieren, werden wir in der Lage sein, die vernetzte KI-Technologie zu testen – sowohl im virtuellen als auch im physischen Bereich.“

Für den Entwurf der Stadt der Zukunft hat Toyota den dänischen Architekten Bjarke Ingels gewonnen. Er und sein Team haben neben Wolkenkratzern auch den Hauptsitz von Google und das Two World Trade Center entworfen.

Baubeginn von Woven City ist für Anfang 2021 geplant.

Unclutter: 11 gute Mac-Apps für 64 statt 311 US-Dollar

Eine Ersparnis von 247 US-Dollar kommt nach der Auflistung von Unclutter heraus, wenn man das Weihnachts- und Neujahrs-Paket des Anbieters erwirbt. Alternativ lässt sich auch eine beliebige App zum halben Listenpreis kaufen. Das Xmas & New Year Power Pack 2020 bietet dabei eine Reihe attraktiver Mac-Applikationen.

Besonders zu erwähnen ist als Finder-Alternative der Dateimanager Path Finder in der aktuellen Version 9. Der Preis dafür liegt regulär bei 36 US-Dollar, hier erhält man es einzeln für 18 US-Dollar oder im Rahmen des Pakets. Interessant ist auch Default Folder X, mit dem sich Speicherorte im Mac-Dialog flexibler und raffinierter auswählen lassen. Hier zahlt man regulär 35 US-Dollar. Mit Mosaic Pro lassen sich Fenster auf dem Mac nahtlos skalieren und positionieren, auch mehrere nebeneinander oder beispielsweise im Quadrat. Der Preis hierfür liegt normalerweise bei 30 US-Dollar.

Dazu kommen mehrere praktische Tools, wie das Archivprogramm Better Zip 4 (sonst 25 US-Dollar),  Sip zum präzisen Picken und Organisieren von Farben auf dem Mac. Unclutter, das als Verwaltungsprogramm für Dateien, Notizen und die Zwischenablage unter macOS fungiert. Die beiden teuersten Einzelprogramme sind Aeon Timeline 2, mit dem sich Projekte alle Art kreativ verwalten lassen, sowie Tumult Hype 4 für animierte und interaktive HTML5-Projekte. Beide schlagen normalerweise mit 50 US-Dollar zu Buche.

Zu diesen und allen weiteren Tools im Rabattpaket gibt es auf der Website des Anbieters detaillierte englischsprachige Beschreibungen mit Screenshots und Beispielen – vor allem die unterschiedlichen Systemvoraussetzungen sind für den eigenen Zweck jeweils zu beachten.

Gezahlt werden kann unter anderem mit Kreditkarte oder via PayPal – umgerechnet werden für das komplette Paket 71 Euro inklusive Mehrwertsteuer statt 345 Euro fällig, was einer Ersparnis von 79 Prozent entspricht. Die Promoaktion endet laut des Anbieters am 13. Januar 2020.

Apple überprüft iCloud-Fotos auf Kinderpornografie

Bei der Bekämpfung von Kinderpornographie stehen sich Datenschutz und Jugendschutz häufig im Weg. Apple hat sich dazu entschieden, in den iCloud-Fotos seiner Nutzer  automatisch nach Fotos zu suchen , die sexuellen Kindesmissbrauch abbilden. Auf einer Technologiekonferenz teilte Apples Privatsphäre-Chefin Jane Horvath mit, dass man die von Nutzern in den Cloud-Speicher hochgeladenen Fotos automatisch überprüfen werde. Die Verschlüsselung der hochgeladenen Inhalte wolle man dafür nicht aushebeln, stattdessen setze man auf neue Technologien, um unter den Fotos Abbildungen von Kindesmissbrauch ausfindig zu machen.

Der Schutz von Kindern sei ein wichtiges Anliegen von Apple. Als Teil dieser Verpflichtung wolle man Fotos nach Übereinstimmungen mit bereits bekannten Kinderporno-Bildern durchforsten. Dazu werden elektronische Signaturen genutzt, die in ähnlicher Form auch in Spam-Filtern bei E-Mails zum Einsatz kommen. Konten, auf denen sich derartige Fotos finden, würden gesperrt. Auch Facebook, Twitter und Google setzen auf eine Technologie namens Hashing, mit der Fotos mit einer Datenbank abgeglichen werden. Rechtlich hatte sich Apple diese Möglichkeit bereits mit einer Änderung der Datenschutzregelungen im vergangenen Jahr eröffnet. An der grundsätzlichen Verschlüsselung der Geräte werde Apple aber festhalten. Behörden sollen auch weiterhin keinen Zugriff auf diese Daten erhalten.

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