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Morgenmagazin vom Freitag, 10. Juli 2015

10.07.2015 | 07:21 Uhr |

10. Juli 2015 +++ Public Betas für OS X 10.11 und iOS 9 veröffentlicht +++ Apple Watch führt zu mehr Gesundheitsbewusstsein ++++ Office 2016 ist da +++ Facebook vereinfacht News-Feed-Kontrolle +++ Filme zwei Wochen nach Kinostart im Stream +++ Sonnenbrille aus dem 3D-Drucker +++ Facebook plant angeblich eigenen Musik-Streaming-Dienst +++ Tipp: Suchanfragen bei Wikipedia und Co. mit Kürzeln starten

Was heute wichtig wird: 10. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Wir müssen nochmals auf Apple Music zurück kommen, beziehungsweise auf sein Angebot. Gegenüber den Kaufdownloads fehlen bekanntlich 13 Millionen Stücke, schwierig ist es, etwas Nichtexistentes zu finden. Zumal im Suchfenster von iTunes nicht sofort zu erkennen ist, wo man genau sucht. Da denkt man, ein seltenes Album bei Apple Music gefunden zu haben und will es sich endlich anhören, aber leider erkennt man beim genauen Hinschauen, dass es sich um ein Fundstück im iTunes Store handelt und nur die Hörproben kostenlos sind. Ernüchternd leider auch manchmal das Streaming, besonders ab dem hiesigen Nachmittag. Wird New York, die Stadt, die angeblich niemals schläft, allmählich wach, teilen wir uns die Leitungen zu Apples Servern mit der dicht besiedelten Ostküste. Drei Stunden später wird's auch nicht besser, wenn die Westküste in den Tag startet. Es ist an der Zeit, dass Apple sein Cloud-Infrastruktur ausbaut, in Irland soll ja bald ein neues Rechenzentrum in Betrieb gehen.

Bei all dem Gesuch nach nicht vorhandenen Tracks ist es aber immer wieder erstaunlich, was alles vorhanden ist. Aus aktuellem Anlass sei etwa darauf verwiesen, dass es von Carl Orffs Carmina Burana dutzende Aufnahmen auch im Stream gibt. Oh, Fortuna! Welch ein Glück zu Orffs 120sten Geburtstag heute. Ein anderer bayerischer Komponist ist heute vor 32 Jahren in Inning am Ammersee gestorben, nicht weit entfernt von Orffs Grabstelle in Andechs: Werner Egk. Der seltsame Nachname ist kein echter, der Herr hieß eigentlich Mayer. Aber er war nicht so arrogant, sich für Einen Großen Künstler zu halten und das als Akronym zu verwenden, Egk ist vielmehr ein anagrammisches Akronym (oder auch akronymes Anagramm) seiner Frau, der Geigerin Elisabeth Karl. Ach ja: Egk lässt sich über Apple Music streamen. Die Zaubergeige, Abraxas und so.

Alles in allem hält die Begeisterung an, meist laufen die Streams dann doch durch. Also gleich mal von Einzelabo zum Familienabo upgegraded, das geht auch während der Probezeit, selbst wenn die Statusmeldung unter iOS ein wenig verwirrend davon spricht, die Änderungen wären erst nach dem 30.9. wirksam. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag:

Public Beta für OS X 10.11 El Capitan: Zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr hat Apple die erste Public Beta für das neue Mac-Betriebssystem veröffentlicht. Die erste Public Beta dürfte im Wesentlichen von Entwicklungsstand her der dritten Developer Preview gleichen, die Apple tags zuvor herausgebracht hat. Unser US-Kollege Jason Snell hat die Public Beta bereits installiert und zeigt nochmal im Detail, was in OS X 10.11 neu ist und wie sich das auf die tägliche Arbeit auswirkt. Und so kommen auch Sie an die Public Beta heran.

Public Beta auch für iOS 9 : Nachdem Apple in den vergangenen Monaten schon Updates für iOS 8 öffentlich hat ausprobieren lassen, steht nun erstmals eine völlig neue Fassung des Betriebssystems von iPhone und iPad für einen Beta-Test bereit. Anders als im Fall von OS X kann man aber die Beta von iOS 9 nicht einfach auf eine Partition des Gerätes installieren und bei Problemen wieder löschen, Vorsicht ist als geboten. Was Sie sonst noch zur Public Beta von iOS 9 wissen müssen.

Mit der Apple Watch gesünder leben : Aus Daten des Gesundheitsserviceanbieters Hello Heart schließt dieser, Apple-Watch-Nutzer würden länger und intensiver ihre Gesundheitsdaten pflegen als Nutzer von Fitnessarmbändern oder einfachen Gesundheitsapps auf dem iPhone. Hello Heart hilft dabei, den Blutdruck zu messen und zu kontrollieren, wer dies mit der Apple Watch unterstütze, bleibe im Durchschnitt länger dabei als solche Kunden die nur ein iPhone einsetzen. Die meisten Fitnessarmbänder landen nach sechs Monaten in der Schublade, eine derartige Langzeitstudie hat Hello Heart aber auch nicht zu bieten und sagt lediglich aus, dass 70 Prozent der 2.000 getrackten Apple-Watch-Nutzer neun Wochen nach dem Kauf des Gerätes immer noch ihren Blutdruck kontrollierten.

Word, Powerpoint und Excel: Ab sofort ist das neue Office 2016 für den Mac verfügbar . Abonnenten von Office 365 können kostenlos umsteigen, bis zu fünf Macs sind nutzbar. Zur Lizenz gehört 1 TB Cloud-Speicher auf One Drive. Ab September 2015 gibt es außerdem eine Dauerlizenz für Abo-Verächter. Die Windows-Version von Office 2016 erscheint im Herbst, Mac- und Windows-Version sind somit nicht mehr unterschiedliche Produkte.

Weitere Nachrichten:

Facebook vereinfacht News-Feed-Kontrolle

Vielen Nutzern erscheint die Auswahl der im News-Feed von Facebook angezeigten Inhalte willkürlich. Das Unternehmen reagiert mit einer neuen Möglichkeit, um die Posts von Freunden oder gefolgten Seiten besser auswählen zu können.

Hierfür wurden die Einstellungen des News-Feeds angepasst. Dort können Freunde oder Seiten ausgewählt werden, von denen bevorzugt Inhalte angezeigt werden sollen. Hierfür muss einfach auf das Profilbild des jeweiligen Kontakts geklickt werden, daraufhin erscheinen alle Beiträge des betreffenden Nutzers seit dem letzten Besuch auf Facebook im News-Feed.

Ein Stern neben den Posts soll deutlich machen, dass es sich um einen bevorzugten Kontakt handelt. Weiter unten im News-Feed tauchen aber auch weiterhin andere Beiträge von Nutzern auf. Eine weitere Funktion soll das Stöbern durch Seiten auf Facebook erleichtern. Dort schlagen die Betreiber passende Angebote vor. Auch die Deaktivierung der Anzeige von Freundes-Beiträgen soll künftig einfacher werden. Alle genannten Funktionen sollen schon heute für iOS-Endgeräte zur Verfügung stehen, alle anderen Nutzer erhalten die Features in den kommenden Wochen.

Filme zwei Wochen nach Kinostart im Stream

Bislang mussten Filmfans mehrere Wochen warten, bis sie ihren Lieblingsstreifen nach dem Kinostart auch auf DVD, Blu-ray oder über Streaming-Dienste erneut anschauen konnten. Das könnte sich in Zukunft ändern. Die Produktionsfirma Paramount hat einem Bericht des Wall Street Journal zufolge, Vereinbarungen mit zwei Kinoketten in Kanada getroffen, um Filme schneller über On-Demand-Dienste bereitzustellen.

Laut den Angaben habe sich Paramount mit AMC Theatres und Cineplex auf einen Testlauf mit zwei Filmen geeinigt. Die mit einem Starttermin im Oktober versehenen Streifen „Paranormal Activity: The Ghost Dimension“ und „Scout’s Guide to the Zombie Apocalypse“ sollen bereits 17 Tage nach dem Kinostart über Streaming-Dienst verfügbar sein.

Um den Kinoketten das Angebot schmackhaft zu machen, beteiligt Paramount die Unternehmen drei Monate lang an den Umsätzen, die die Filme über Download- und Streaming-Dienste erwirtschaften. Ähnliche Deals sind auch für die großen Franchises Star Wars und Mission Impossible geplant. Ob Paramount die US-Kinobetreiber von seinem Vorhaben überzeugen kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Sonnenbrille aus dem 3D-Drucker

Sonnenbrillen werden ebenso wie Gestelle für Sehhilfen beim Optiker in Einheitsgrößen gefertigt. Diese Modelle passen nicht immer perfekt. Abhilfe will das in Amsterdam ansässige Startup Boulton Eyewear schaffen.

Auf Kickstarter sucht das Unternehmen derzeit nach Unterstützern für einen Produktionsprozess, der Maßanfertigungen ermöglichen soll. Dafür muss der Kunde nicht beim Optiker um die Ecke vorbeischauen. Boulton genügen mehrere Fotos des Gesichts aus unterschiedlichen Perspektiven. Diese werden über eine Website hochgeladen. Der Hersteller errechnet dann aus zahlreichen Datenpunkten ein Sonnenbrillen-Gestell mit perfekter Passform.

Für die Fertigung setzt das Unternehmen auf industrielle 3D-Drucker. Diese versprechen eine sehr hohe Auflösung und Haltbarkeit. Um das Projekt umsetzen zu können, bittet Boulton über Kickstarter um 35.000 Euro. Bislang sind bereits über 6.000 Euro durch Unterstützer beigesteuert worden. Die Kampagne läuft noch 20 Tage. Vorbestellt werden kann die Sonnenbrille als DIY-Kit zum selbst drucken für 85 Euro. Eine komplette Brille schlägt mit 235 Euro zu Buche.

Facebook plant angeblich eigenen Musik-Streaming-Dienst

Ursprünglicher Anlass war ein Bericht der Technik-Nachrichten-Webseite The Verge darüber, dass Facebook mit den großen Musik-Labels Sony Music Entertainment, Universal Music Group und Warner Music Group gesprochen habe. Prompt entwickelte sich aus dieser Nachricht das Gerücht, dass Facebook seinen eigenen Musik-Streaming-Dienst plane, wie Business Insider berichtet.

Musik-Streaming-Dienstefür Android im Vergleich

Damit würde Facebook nach Apple mit seinem Apple Music in den hart umkämpften Markt der Musik-Streaming-Dienste einsteigen. Und ein neuer Konkurrent für etablierte Anbieter wie Spotify oder noch relativ junge Angebote wie Tidal werden.

Auch Musik-Videos

Beim Musik-Streaming allein soll es aber nicht bleiben, Facebook will den Musikstreaming-Dienst demnach um ein Musik-Video-Angebot ergänzen und dieses in seinen Videobereich einbinden. Bei den Videos testet Facebook gerade mit ausgewählten Medienpartnern das Einbinden von werbefinanzierten Video-Inhalten.

Facebook befindet sich mit seiner Planung für den Audio-Streaming-Dienst aber noch in einem sehr frühen Stadium. Der Musik-Video-Bereich innerhalb von Facebook könnte dagegen aber schon in den nächsten Monaten starten, wie die auf das Musik-Geschäft spezialisierte Webseite Musically.com erfahren haben will.

Der Musik-Video-Bereich von Facebook dürfte rechtlich ähnlich gestaltet sein wie die Musik-Videos von Youtube: Facebook dürfte also vermutlich Lizenzgebühren an die Musikrechte-Inhaber zahlen, die dafür vollständige Musik-Videos hochladen. Die Nutzer des Musik-Video-Angebots müssten sich dafür eigens anmelden und einen individuellen Zugang erhalten.

Dass Facebook einen Musik-Streaming-Dienst starten will, gibt einem anderen Gerücht neue Nahrung: Nämlich dass Facebook Spotify kaufen könnte. Damit würde Facebook sofort einen etablierten und funktionierenden Musik-Streamingdienst besitzen. Facebook hat in der Vergangenheit bereits einige eingeführte Unternehmen übernommen: Whatsapp, Oculus VR und Instagram. Die Übernahme von Spotify oder vielleicht auch Rdio würde deutlich weniger kosten als die von Whatsapp.




Tipp: Suchanfragen bei Wikipedia und Co. mit Kürzeln starten

Bei der Recherche zu einem bestimmten Thema ist Google nicht immer die schnellste Lösung. Oft ist es einfacher, eine Quelle wie Wikipedia oder Amazon gleich direkt zu befragen.  Bei der neuesten Safari-Version genügt es dazu, vor dem Suchbegriff ein Kürzel wie „wiki“ einzugeben. Für die Suche nach einem Wikipedia-Artikel über Steve Jobs, gibt man „wiki Steve Jobs“ ein und bekommt unter der Eingabeleiste „de.wikipedia.org nach Steve Jobs durchsuchen“ eingeblendet. Mit der Maus oder per Pfeiltasten startet die Direkt-Suchanfrage und die Ergebnisseite von Wikipedia erscheint ohne Umweg über Google oder Bing. Will man beispielsweise bei Saturn.de einen USB-Stick kaufen, gibt der Surfer in der Leiste „saturn USB-Stick“ ein. Die unterstützten Websites verwaltet Safari in der Einstellung „Suchen“ unter „Websites verwalten“. Bei vielen Seiten genügt es, wenn man einmal die Such-Funktion der Seite benutzt hat. Safari spricht diese Such-Funktion dann direkt an.

Mit einem Kürzel kann man ein Suche bei einer bestimmten Webseite starten. Die Wikipedia durchsucht Safari bei aktivierter Direktsuche mit dem Kürzel „wiki“.
Vergrößern Mit einem Kürzel kann man ein Suche bei einer bestimmten Webseite starten. Die Wikipedia durchsucht Safari bei aktivierter Direktsuche mit dem Kürzel „wiki“.
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