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Morgenmagazin vom Freitag, 11. April 2014

11.04.2014 | 07:30 Uhr |

Was heute wichtig wird: 11. April +++ IDC: Verkauf von Wearables in einem Jahr verdreifacht +++ Studie: Anteil von Apple-Betriebssystemen legt in Europa leicht zu +++ Amazon kauft Comixology +++ Dropbox veröffentlicht Carousel für iOS und Android +++ So funktioniert Googles modulares Smartphone +++ Schweizer Hightech-Firma verklagt Apple +++ (i)Beacons funken in Deutschland noch im Nebel +++ Heimliche Hintergrundprozesse auffinden +++ Test: Daten sichern mit SmartBackup 3.3.1

Was heute wichtig wird: 11. April

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Landauf, landab wird heute in den Büros geseufzt: "Na endlich ist Freitag". Schlechte Nachrichten überbringt man besser gleich zu Beginn: Freitag ist auch nur drei Tage vor Montag. Außerdem wird das mit der Einstellung "Ich darf jetzt endlich ins Wochenende! Ich muss mich am Montag wieder ins Büro quälen!" nichts. In digitalen Zeiten verschwinden ohnehin immer mehr die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Erwerbstätigkeit und Hobby, zwischen Freitag und Montag. Immerhin, ein paar feste Rituale und Wochentermine bleiben: Am Freitag nach den Rückspielen im Europacup lost die UEFA die nächste Runde aus, in der die Vereine aus Madrid lieber gegeneinander spielen würden als gegen die Bestia Negra. Und am Montag trifft sich bei Apple immer eine große Runde von leitenden Managern, um alle Aspekte des Business der Vorwoche zu analysieren und Entscheidungen für die beginnende Woche zu treffen. Deshalb stellt Apple neue Produkte niemals am Montag in den Apple Store, der ist gerne aber mal dienstags bis etwa 14 Uhr MESZ offline. Aber auch am Freitag ist kaum mit Neuheiten zu rechnen, das Wochenende scheint in Cupertino nach wie vor wichtig zu sein. Nur ein einziges Mal machte Apple eine Ausnahme, gezwungermaßen: Am Freitag, den 16. Juli 2010 stellte sich Steve Jobs in einer öffentlichen Rede der Kritik am Antennenproblem des iPhone 4 . Diesen Freitag wird es aber ruhig bleiben, wir können uns gelassen dem Wochenende stellen. Und am Samstag den internationalen Tag der bemannten Raumfahrt begehen. An den fühlten wir uns jedenfalls erinnert, als wir letztens wieder ein M odell des neuen Apple-Campus sahen... Peter Müller

Lesen Sie heute auf www.macwelt.de:

Mac Pro im Test: Wir haben nun endlich unsere Exemplar des Vierkerners erhalten. Christian Möller hat den Mac Pro die Woche über ausführlich getestet und verrät heute, was die Maschine taugt.

Was sind nochmal die besten Gratis-Apps im Mac App Store? Unsere Bildergalerie gibt einen Überblick. Und steigt dabei gleich mit einer "App" ein, die an sich auf jeden Mac sollte...

Ihr neues iPhone hat einen Lightning-Anschluss und kann Airplay, ihr teures Sounddock verfügt aber nur über ein 30ploiges Dock? Christiane Stagge hat für Sie einen Adapter getestet, der das Airply-Signal an das Sounddock weiterleitet.

Lesetipps für heute Morgen:

Apple: Keine Probleme durch Heartbleed-Lücke in Open SSL (Recode)

Heartbleed: Wer Probleme hat, was hilft ( PC World )

Update auf iMovie 10.0.3: Neue Sortierung, bessere Titel und mehr ( 9to5Mac )

Neue Haswell-Chips sollen schon im Mai kommen ( 9to5Mac )

Weitere Nachrichten:

IDC: Verkauf von Wearables in einem Jahr verdreifacht

Wearables erweisen sich anscheinend als der neue Kassenschlager der IT-Industrie, auch Apple wird nicht mehr lange mit Lösungen hinter dem Berg halten. Den Boom in konkrete Zahlen gefasst haben die Marktforscher von IDC in einer Studie. Demnach werden tragbare Geräte wie Smartwatches, intelligente Brillen oder Armbänder sich in diesem Jahr 19 Millionen Mal verkaufen, was eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr bedeute. Bis zum Jahr 2018 werde der Markt jedoch geradezu explodieren und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 79 Prozent auf 112 Millionen Einheiten zulegen.

IDC teilt die Wearables in drei Klassen auf, angefangen mit Fitnessarmbändern, die als "komplexes Zubehör" gelten, da sie ein Smartphone als Partner benötigen und nicht selbst Daten auswerten. Diese Gruppe verkaufe sich aber am Besten. Intelligente Uhren wie die Galaxy Gear oder die Pebble Smartwatch bezeichnet die Studie als "smartes Zubehör". Sie benötigen zwar auch Smartphone, können mit Apps von Dritten jedoch ihre Funktionalität erweitern. Noch in den Kinderschuhen stecken würden "Smart Wearables" wie die Datenbrille Google Glass, vor 2016 werden Geräte wie diese keine Millionenseller werden.

Studie: Anteil von Apple-Betriebssystemen legt in Europa leicht zu

Im Vergleich zu den Briten sind die Deutschen eher Apple-Zauderer, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie: Während im Vereinigten Königreich fast jeder dritte Internet-Besucher mit einem Gerät von Apple unterwegs sein soll (32 Prozent im Februar 2014), surften in Deutschland laut dem Browser-Barometer für Europa des Webanalysten AT Internet im Februar 2014 trotz eines leichten Gesamtanstiegs lediglich (das heißt: im europäischen Vergleich) 16,8 Prozent der Internetnutzer mit einem Apple-Betriebssystem. Mit 72,4 Prozent Windows-Anteil unter den Internet-Besuchern verbucht Microsoft in Deutschland mehr Anteile auf dem Betriebssystemmarkt für sich als der europäische Länderdurchschnitt – obwohl Microsoft auch hier mit fallenden Zahlen kämpft.

Für Gesamteuropa (23 Länder) ermittelte AT Internet für den gleichen Zeitpunkt 19,3 Prozent Apple-OS-Nutzer. Die Gesamtzahl setzt sich dabei aus iOS für iPad und iPhone sowie iPod Touch und das OS X zusammen, welches jeweils nach den verschiedenen Betriebssystemversionen differenziert wird. So liegt OS X 10.9 Mavericks demnach mit 2,7 Prozent relativ deutlich vor Mac-OS X 10.6 (1,4 Prozent). Der OS X-Anteil insgesamt beträgt in dieser Studie für Europa 6,6 Prozent, der Rest der gut 19 Prozent geht auf das iOS.

Bemerkenswert ist ferner, dass in Deutschland die Nutzerzahlen für stationäre Apple-Geräte (Macs) leicht angestiegen sind: von 6,1 Prozent im Februar 2013 auf 6,2 Prozent im Februar 2014. Apples Betriebssystem konnte in Spanien, Frankreich und England nur bei mobilen Geräten ein Wachstum verbuchen. Hingegen scheinen die Deutschen dem Trend zu iPhone und iPad eher zu widerstehen als der Rest der Europäer, heißt es in der Zusammenfassung der Studie weiter.

Amazon kauft Comixology

Der Handelsgigant Amazon hat am Donnerstag bekannt gegeben , den Comic-Spezialisten Comixology übernehmen zu wollen. Comixology ist Marktführer bei digitalen Comic-Büchern. Die Technology des Unternehmens kommt nicht nur in der eigenen App und dem zugehörigen Store zum Einsatz, auch die Apps von großen Comic-Verlagen wie Marvel oder DC setzen auf Comixology. Die Firma macht sich wenig Sorgen, nach der Akquise nicht mehr eigenständig arbeiten zu können, wie Chip Mosher von Comixology unserem Macworld-Kollegen Jason Snell per E-Mail erklärt: "Amazon hat lange Erfahrung mit Tochterunternehmen wie Goodreads, Zappos, Audible ud IMDb, denen es beim Wachsen geholfen und auch von ihnen gelernt hat." Amazon und Comixology hätten beide die Leidenschaft, Comics und Graphic Novels auf einfache Weise auf jeder Art von Geräten zur Verfügung zu stellen. Amazon könnte in erster Linie von Comixologys guten Kontakten in der Comic-Szene profitieren und von der Lesetechnik, die speziell für Comics entwickelt wurde. Auf dem Kindle ist das Lesen von Comics bis dato kein großes Vergnügen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

Dropbox veröffentlicht Carousel für iOS und Android (c) Dropbox
Vergrößern Dropbox veröffentlicht Carousel für iOS und Android (c) Dropbox
© Dropbox

Dropbox hat heute Carousel für iOS und Android angekündigt. Über die App können Smartphone- und Tablet-Nutzer ihre Fotos und Videos speichern und verwalten. Einige Features in Carousel stammen von Snapjoy , einem Fotos-Startup, das im Dezember 2012 von Dropbox aufgekauft wurde.

Enthüllt wurde die neue App auf einem Presse-Event in San Francisco. Dabei präsentierte Mailbox-Gründer Gentry Underwood die unterschiedlichen Funktionen von Carousel. Fotos und Videos können dabei aus der Camera-Roll des mobilen Endgeräts eingelesen werden. Alle Medieninhalte, die in Carousel gespeichert werden, erhalten automatisch ein Cloud-Backup bei Dropbox. Die Navigation erfolgt bedienerfreundlich mit einem Scrollrad am unteren Bildschirmrand.

So schützen Sie Ihre persönlichen Daten in der Dropbox

Fotos und Videos können per Carousel im Handumdrehen an Telefonbuch- und Emailkontakte verschickt werden. In der Inhalte-Übersicht lassen sich Bilder und Videos so mit dem Finger in eine Leiste am oberen Bildschirmrand ziehen und mit einem Klick versenden.

So funktioniert Googles modulares Smartphone

So funktioniert Googles modulares Smartphone (c) Google
Vergrößern So funktioniert Googles modulares Smartphone (c) Google
© Google

Project Ara lautet der vorläufige Name von Googles modularem Smartphone. Nachdem es in den vergangenen Woche bereits erste Details zur Funktionsweise des Konzepts gab, hat Google nun ein Module Developers Kit (MDK) veröffentlicht. Das ausführliche Dokument soll Partnern Richtlinien für die Entwicklung der einzelnen Bestandteile an die Hand geben.

So besteht ein Project-Ara-Smartphone aus einem Rahmen, dem so genannten Endo, sowie unterschiedlichen Modulen für die Vorder- und Rückseite. Das Endo wird ausschließlich von Google produziert und soll zu Beginn in den Größen Large, Medium und Mini erhältlich sein. Die Front-Blocks, zu denen auch das Display gehört, reichen über die gesamte Breite des Smartphones. Die Rückseite kann hingegen in zwei Spalten mit unterschiedlich großen Modulen angeordnet werden.

Neue Details zu Googles modularem Smartphone

Die einzelnen Bestandteile müssen laut Google eine glatte, flache und abgerundete Form aufweisen, damit sie sich optisch und technisch ins Gesamtkonzept einfügen. Ara-Phones sollen außerdem so robust sein, dass sie Kondenswasser und den Sturz aus 1,20 Meter aushalten. Als Betriebssystem soll Android mit speziellen Ara-Apps zum Einsatz kommen. Erste Smartphones werden in der ersten Jahreshälfte 2015 erwartet.

Schweizer Hightech-Firma verklagt Apple

Apple Zentrale Cupertino
Vergrößern Apple Zentrale Cupertino
© Simon Schoeters via flickr

Kudelski gehe juristisch gegen Apple vor, berichtet unter anderem die Tageszeitung "Der Bund" in ihrer Online-Ausgabe. Der amerikanische Computergigant soll demnach in fünf Fällen gegen die Urheberrechte des Waadtländer Unternehmens verstoßen haben, unter anderem bei Geräten mit dem Betriebssystem iOS wie dem iPhone, dem iPad und dem iPod. Auch Dienstleistungen wie AppleTV, der App Store, die Medienplattform iTunes und der Webbrowser Safari und der Werbeplattform iAd des US-Konzerns soll es zu Urheberrechtsverletzungen gekommen sei, wie es hieß. Ebenfalls betroffen sind laut Kudelski Computer mit dem System OS X.

Apple-Zentrale in Cupertino
Vergrößern Apple-Zentrale in Cupertino
© Simon Schoeters via flickr

Die Klage gehe von den beiden Kudelski-Töchtern Open TV und Nagravision aus, wie in der Nacht auf heute mitgeteilt wurde , und sei bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht worden. Kudelski hält nach eigenen Angaben weltweit 4400 bestätigte oder beantragte Patente.

(i)Beacons funken in Deutschland noch im Nebel

(i)Beacons sind kleine Funksender, die über den neuen Bluetooth-Standard 4.0 (BLE - Bluetooth Low Energy) einfache Informationen (IDs) an mobile Geräte senden. Dadurch sind verschiedene Einsatzszenarien möglich: Zunächst kann ein Shop-Inhaber messen, wie viele Kunden seinen Laden benutzen, wo sie sich bewegen und wo sie stoppen und anhand dieser Erkenntnisse Produkte und Einrichtung anpassen. Zudem lassen sich Kunden mit der Technik beispielsweise in Geschäften direkt am Regal per Push-Nachricht über ein bestimmtes Produkt informieren - dank Triangulation mit einer Genauigkeit von zirka zehn Zentimetern.

Lockangebote sollen Anwendern die Beacon-Technologie schmackhaft machen.
Vergrößern Lockangebote sollen Anwendern die Beacon-Technologie schmackhaft machen.
© tested.com

Außerdem ist es möglich, einem zögernden Kunden direkt bei der Ware ein Sonderangebot zu unterbreiten, um den Kaufprozess zu unterstützen. Da sich die Informationen nicht in den Sendern, sondern in der App oder auf dem Server befinden, lassen sich die Angebote an Besucherzahl oder Uhrzeit anpassen und automatisiert aussteuern.

Voraussetzung für diese Services ist allerdings, dass der Nutzer ein kompatibles Smartphone mit aktiviertem Bluetooth besitzt und die dazugehörige App installiert hat. Und genau da scheint es aktuell (unter anderem) noch zu hapern: Es gebe noch keine signifikante Anzahl von Nutzern, zitiert das WSJ-Blog Johannes Hofmann, Geschäftsführer der Blue Cell Networks GmbH.

Mit Hilfe von Beacons kann man die Frequentierung und Verweildauer in Einkaufszentren messen - wenn die Besucher mitspielen.
Vergrößern Mit Hilfe von Beacons kann man die Frequentierung und Verweildauer in Einkaufszentren messen - wenn die Besucher mitspielen.
© Blue Cell Networks

Doch auch für den hiesigen Einzelhandel scheinen Tracking-Lösungen auf Basis von (i)Beacons oder aktivierter WLAN-Verbindung nicht attraktiv genug zu sein. Das Problem sei, dass die damit gesammelten Informationen nicht wirklich nützlich seien, erklärt ein weiterer Industrieexperte, der nicht genannt werden will, dem WSJ-Blog. Zu wissen, welche Anzahl von Leuten einen Shop betreten, wie lange sie bei einem Produkt stehen und wohin sie anschließend im Laden gehen, genüge nicht, um die Profite zu steigern, Dazu müssten besondere Angebote basierend auf den individuellen Vorlieben der Nutzer gemacht werden. Dies funktioniere aber nur, wenn sie die iBeacon-App auf ihr Mobilgerät laden.

"Jeden Tag gibt es Updates zu iBeacon, aber niemand nutzt diese wirklich", stimmt Hofmann seinem unbekannten Kollegen zu. Der Blue-Cell-Networks-Geschäftsführer ist aber dennoch überzeugt, dass es einen Bedarf für Kundenanalyse in der Offline-Welt gibt und auch die deutschen Einzelhändler dies irgendwann erkennen.

Aller Anfang ist schwer

Möglicherweise ist es aber auch einfach noch früh für ein erstes Resümee. So sind hierzulande erst im Frühjahr die ersten Pilotprojekte mit der Nahfunktechnik angelaufen, etwa bei MyMuesli oder auf der CeBit und es fehlen noch die Erfahrungen, welche Dinge rund um das Thema funktionieren und welche nicht. Gerade was NoGos betrifft, scheinen die Anbieter beim vermeintlichen Hype-Thema Location Based Services (LBS) schon ausreichend Lehrgeld gezahlt haben. Nun ist zu hoffen, dass diese alten Ideen nicht wieder aus den Schubläden geholt werden.

Auch auf der CeBIT wurde fließig mit Beacons experimentiert...
Vergrößern Auch auf der CeBIT wurde fließig mit Beacons experimentiert...

Die Wahrscheinlichkeit, dass uns Beacons noch länger begleiten werden, ist groß. So haben sich nicht nur eine ganze Reihe von Startups auf das Thema gestürzt, auch große internationale Player planen den Einsatz hier in Deutschland, etwa McDonalds. Und wer selbst mit den kleinen elektronischen Leuchttürmen experimentieren will, muss sich gedulden - aktuell scheinen iBeacons hierzulande wegen der großen Nachfrage weder für Geld noch für gute Worte erhältlich zu sein. (cvi)

Heimliche Hintergrundprozesse auffinden

Hintergrundaktionen und Dienste, die immer aktiv sein sollen, werden in der Regel beim Rechnerstart durch eine Vorgabedatei (Launch Agents beziehungsweise Launch Daemons) gestartet. Diese Vorgabedateien werden automatisch bei der Installation der dazugehörigen Programme angelegt, der Anwender bekommt davon nichts mit. So startet beispielsweise das Überwachungsprogramm Little Snitch über diesen Mechanismus seine Hintergrundaktionen zur Überwachung des Netzverkehrs. Aber auch Schadprogramme können diesen Weg nehmen, um einen Hintergrundprozess zu starten, sofern sie auf den Mac gelangt sein sollten. Darum wäre es klasse, wenn man jedes Mal, wenn eine solche Vorgabedateien installiert wird, eine entsprechende Mitteilung erhielte.

Die Lösung ist gar nicht so kompliziert: Man kann die Ordner, in denen die Vorgabedateien abgelegt werden, jeweils mit einer Ordneraktion versehen, die dann automatisch ein Dialogfenster öffnet, wenn in einen der Ordner eine neue Datei abgelegt worden ist. Zuerst öffnet man die Systemeinstellung „Tastatur“, klickt auf „Kurzbefehle“ und aktiviert unter „Dienste > Dateien und Ordner“ die Option „Ordneraktionen konfigurieren“. Dann wechselt man in das Verzeichnis „Library“ auf der Festplatte, klickt den Ordner „Library/LaunchAgents“ mit der rechten Maustaste an und wählt im Kontextmenü „Ordneraktionen konfigurieren“ aus. Im sich öffnenden Fenster wählt man den ersten Eintrag „add – new item alert.scpt“ aus und klickt auf „Anhängen“. Denselben Vorgang wieder holt man für die Verzeichnisse „Library/LaunchDaemons“ sowie den Ordner „Library/LaunchAgents“ im Privatverzeichnis der Benutzer. Im Hauptfenster markiert man abschließend noch die Option „Ordneraktionen aktivieren“. Und schon hat man einen Spion installiert. th

Test: Daten sichern mit SmartBackup 3.3.1

Apples Backupsoftware Time Machine bietet wenig Einstellungsmöglichkeiten. Will man gezielt bestimmte Ordner sichern oder alte Versionen archivieren, eignet sich für diese Aufgabe eine herkömmliche Backupsoftware wie Smart Backup besser. Die wichtigsten Standard-Datensicherungen kann man über eine Favoriten-Liste auswählen, beispielsweise Benutzerordner, iCal, Mail und Schlüsselbund. Ungewöhnlich ist die intensive Nutzung von System-Funktionen: Es gibt eine Automator-Aktion für den Start der App, zeitgesteuerte Backups plant man über iCal und für die Dateiauswahl greift die App auf gespeicherte Spotlight-Suchanfragen zu. Das macht beispielsweise die gezielte Sicherung aller neueren Excel- und Word-Dateien möglich.

Ein Erstellen einer bootfähigen Systemkopie ist durchführbar, dazu muss man bei der App Store-Version das Tool mit einem Zusatzprogramm starten. Für diese bei neueren Systemen recht komplexe Aufgabe ist nach unserem Eindruck der Konkurrent Carbon Copy Cloner deutlich besser geeignet, der diese Aufgabe schneller und zuverlässiger erledigt. Besser eignet sich die App für gezielte Datensicherungen kleiner Datenmengen. Im Vergleich zu anderen Backup-Programmen fehlen bei Smart Backup aber einige übliche Funktionen. Konfigurieren kann man die Aufträge nur bei verfügbarem Backup-Medium und die Zeitplanung per iCal wirkt recht provisorisch und ist immer auf einen einzelnen Auftrag begrenzt. Per Einstecken einer Festplatte oder eines USB-Sticks kann man das Backup ebenfalls nicht starten. Der Programmierer verweist als Alternative auf die Erstellung einer Launch-Datei, was aber die meisten Anwender wohl überfordern sollte.

Empfehlung Smart Backup

Mit wenig Aufwand kann man Smart Backup individuelle Backup-Aufträge erstellen. Stärke des Tools ist das gezielte Sichern bestimmter Daten, wobei Spotlight hier interessante Optionen ermöglichen. Weniger gut eignet das Programm sich nach unserem Eindruck für startfähige Backups und die Backup-Steuerung per iCal hat in der Praxis einige Tücken.

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