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Morgenmagazin vom Freitag, 12. Februar 2021

12.02.2021 | 07:12 Uhr | Peter Müller

Analyst sieht 100 Millionen Apple Watches in Gebrauch +++ Intel schießt mit Werbung gegen M1-Macs: Go PC +++ Windows aud dem M1-Mac: Stand der Dinge +++ Deutsche-Telekom-Störung: Das war der Grund +++ The Mandalorian: Gina Carano nach Social-Media-Entgleisungen entlassen +++ Surface Duo ab 18.2. erhältlich: So viel kostet Microsofts neues Klapp-Tablet

12. Februar: Auf der Reise um die Welt

Macwelt wünscht Guten Morgen und ein frohes neues Jahr! Gut, im gregorianischen Jahr 2021 hat bereits der 43ste Tag begonnen - Nummer 42 gestern brachte uns leider nicht die Antworten auf Fragen zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Aber China ließ nun vorsichtig die Korken knallen und das Feuerwerk zünden, um das Jahr des Metall-Büffels gebührend zu begrüßen. Mit Metall-Büffel ist übrigens nicht der Gitarrist Steve Hackett gemeint, der heute 71 wird und für den Metal essentielle Techniken wie Tapping und Sweeping erfunden hat, während er für die Prog-Rog-Band Genesis die Sechssaiter bediente.

Ein anderer hat heute ebenso seinen Ehrentag, feiert ihn aus nachvollziehbaren Gründen nicht selbst: Charles Darwin wäre heute 212 Jahre alt geworden. Ausgerechnet dieser Tage sieht man seiner Theorie von der Entstehung der Arten zu, und das ausgerechnet bei Wesen, die nicht einmal annähernd so possierlich sind wie Galapagos-Finken, ja, die für sich genommen ja nicht einmal Lebewesen sind, sich aber dennoch wunderbar an sich ändernde Bedingungen per Mutation und Selektion anpassen: Viren.

Nun sind die wesentlich schneller beim Ausbilden neuer Generationen und entsprechender Anpassungen, aber das Wissen über die Mechanismen des Lebens und seiner Abgründe hilft uns nun weiter, wirkungsvolle Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Bei allem verständlichen Gezeter über zu geringe Bestellungen von Impfstoffen und der Langsamkeit der Verabreichung der vorhandenen Dosen: Als vor einem guten Jahr das chinesische Neujahrsfest beinahe nahtlos in eine Verlängerung der Ferien und einen wochenlangen harten Lockdown überging, meinten nur Optimisten, dass noch 2020 ein Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zugelassen werden könnte. Von 2024 oder 2025 war die Rede.

Nun besteht leider die Gefahr, dass das Virus den Darwin'schen Regeln folgt, munter mutiert und sich Nischen sucht, in die kein Impfstoff mehr gelangt. Bleibt nur die Chance, dem Biest die Verbreitungswege zuzustellen und damit Mutationen, wenn nicht zu verhindern so doch deren Anzahl zu reduzieren. Ceterum censeo: Corona esse delendam.

Lesetipps für den Freitag

Zwei Welten: Windows läuft nicht nativ auf M1-Macs, eine Erfahrung, wie man sie mit Bootcamp auf Intel-Macs hatte, wird es nicht geben. Dennoch ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht, Virtualisierungen wie Parallels oder das Open-Source-Projekt QEMU könnten in die Bresche springen. Schlüssel dazu ist aber Windows 10 für ARM, das Microsoft bisher nur an OEMs ausgibt, aber nicht an Endkunden. Es ist aber noch lange nicht gewiss, ob und vor allem wann das passieren wird. Macworld fasst den Stand der Dinge zu Windows auf ARM-Macs zusammen.

Verbunden: Gesichtserkennung von IP-Kameras ist ein nützliches Feature. Die Sicherheitskamera "weiß" dann genau, ob eine Person zum Haushalt gehört oder ob es sich um einen Fremden handelt - und passt ihre Meldungen entsprechend an. Nachteil der Angelegenheit: Um Gesichter zu identifizieren und sie mit legitimierten Personen in Bezug zu setzen, benötigt die Kamera die Rechen- und Speicherleistung einer Cloud. Apple HomeKit Secure Video bietet eine Alternative. Gemäß Apples Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre verbleiben die Daten auf dem Gerät, respektive dem lokalen Netz, denn die Intelligenz hinter der Gesichtserkennung vergleicht von der Kamera aufgenommene Personen mit denen in Fotos hinterlegten Bildern, keinerlei auf Personen beziehbare Daten verlassen das Haus. Glenn Fleishman erklärt, wie das im Detail funktioniert.

Meilenstein: Nach Schätzung des Analysten Neil Cybart sind derzeit 100 Millionen Apple Watches in Gebrauch. Allein im Jahr 2020 seien 20 Millionen hinzu gekommen, was mehr Käufe als in den Jahren 2015 bis 2017 zusammen bedeuten würde. Etwa zehn Prozent aller iPhone-Besitzer weltweit trügen nun also auch eine Apple-Watch, die Rate in den USA sei mit 35 Prozent am höchsten. Die einst von vielen angezweifelte Apple Watch sei mit Abstand das erfolgreichste Wearable und sollte spätestens jetzt der Konkurrenz zu denken geben, schreibt Cybart in seinem Blog Above Avalon. Fitbit könne zu so etwas wie eine Fußnote der Wearables-Geschichte werden. Denn die Kurve der Apple Watch steige weiter an. Bisher hätten fundamentale Dinge wie Schrittzähler oder Benachrichtigungen auf dem Handgelenk die Käufe ebenso getrieben wie der Coolness-Faktor der Uhr aus Cupertino, in Zukunft kämen aber immer mehr nützliche Funktionen wie eine Identitätsbestätigung und weitere Gesundheitsfeatures auf die Uhr.

I'm not a Mac : Einige Tage, nachdem Intel mittels einiger Benchmarks zeigen wollte, wie schlecht M1-Macs gegen PCs mit Intel-Core-Chips abschneiden, hat der Chip-Hersteller eine Werbekampagne nachgelegt, die über vermeintliche Schwächen des M1 spottet und angebliche Vorteile der Intel-CPUs in PCs hervorhebt. Unter dem Motto "Go PC" heißt es etwa, dass man auf Wintel-Maschinen nicht nur Raketen starten könne, sondern auch Rocket League spielen, oder dass man mit dem echten Daumen durch Thumbnails in Photoshop wischen könne – das alles ginge auf dem M1-Mac eben nicht. Als "Kronzeugen" hat Intel den Youtuber Jon Rettinger engagiert, der in einem längeren Video zeigt, warum Evo-Notebooks eine bessere Wahl gegenüber vergleichbaren M1-Maschinen seien. Apple wird zwar wenig amüsiert über die Kampagne seines langjährigen Chip-Lieferanten sein, das aber die wenigen Monate, in denen Cupertino noch überwiegend Intel-Macs im Angebot hat, nicht weiter jucken.

Ratschläge : Apple TV+ hat laut Marktforschung in den USA gerade mal einen Anteil von drei Prozent, was Netflix-Gründer und ehemaligen CEO des Unternehmens Marc Randolph dazu veranlasst, im Interview mit Yahoo Finance gute Ratschläge zu geben. Die sind aber ein wenig platt, so platt, wie es immer ist, jemandem zuzurufen, er oder sie möge doch bitte den Job erledigen. Denn Randolph rät Apple allen Ernstes dazu, sich weniger auf "Give-aways" wie die wiederholte Verlängerung der kostenlosen Probephase zu konzentrieren, sondern mehr auf Inhalte. Ach! Disney+ sei mit seinen bisher rund 86 Millionen Abonnenten dabei auf einem vielversprechenden Weg. Was Randolph dezent unterschlägt: Disney+ hat einen enormen Backkatalog, und auch Netflix setzt nicht nur auf Eigenproduktionen, während Apple komplett auf Originale setzt, die im Auftrag Cupertinos produziert wurden oder die es exklusiv für seinen Dienst kaufte, wie etwa Tom Hanks' Weltkriegsdrama "Greyhound".

Weitere Nachrichten:

Deutsche-Telekom-Störung: Das war der Grund

Die gestrigen Festnetz-Probleme der Telekom sind behoben. Die Telekom nannte uns folgenden Grund für die Störung: "Der Anstieg bei allestoerungen.de wurde durch ein kurzfristiges Problem an einem BNG (Broadband Network Gateway) in Ingolstadt ausgelöst. Seit 11 Uhr ist der BNG in Ingolstadt wieder vollständig funktionsfähig". Die Telekom betont, dass "von der BNG-Störung nur Anschlüsse in und um Ingolstadt betroffen waren". Eine bundesweite Störung habe es nicht gegeben. Auf allestoerungen waren aber auch Ballungszentren weit entfernt von Ingolstadt rot eingefärbt und die unten zitierten Kommentare stammen aus Städten, die weit von Ingolstadt entfernt liegen .

The Mandalorian: Gina Carano nach Social-Media-Entgleisungen entlassen

Lucasfilm trennt sich von "The Mandalorian"-Star Gina Carano. Auslöser sind kontroverse Postings, die auf Social-Media-Plattformen von der Star-Wars-Schauspielerin veröffentlicht wurden.

Der Star, der in der Serie die Figur Cara Dune verkörperte, postete vermehrt Corona-Kritik, zog das Maskentragen ins Lächerliche, verharmloste das Impeachment-Verfahren von Donald Trump oder legte sich mit der Transgender-Community an, indem sie in ihrem Profil als Pronomen spöttisch "beep / bop / boop" statt beispielsweise "she / her / hers"" angab, was ihr einiges an Kritik einbrachte.

Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein geteilter Beitrag, in dem konservative Republikaner in einer Opferrolle gesehen werden und ein Vergleich zum Antisemitismus gegenüber Juden im dritten Reich gezogen wurde. Diese Aussagen schockierten die Community, so gab es unter dem Hashtag #FireGinaCarano auf Twitter deutliche Kritik gegenüber dem Mandalorian-Star – Fans forderten die Kündigung der Schauspielerin und wunderten sich, warum sie überhaupt noch bei Disney angestellt sei.

Gegenüber Gizmodo gab Lucasfilm auch eine Stellungnahme zum Thema ab: "Gina Carano ist derzeit nicht bei Lucasfilm angestellt und es gibt keine Pläne, dass sie es in Zukunft sein wird. Dennoch sind ihre Social-Media-Posts, in denen sie Menschen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität verunglimpft, abscheulich und inakzeptabel."

Es war zwischenzeitlich sogar angedacht, dass die Ex-MMA-Kämpferin ihre eigene Spin-Off-Serie erhalten sollte. Wie Disney und Lucasfilm nun mit der Figur weiter umgehen, bleibt abzuwarten.

Surface Duo ab 18.2. erhältlich: So viel kostet Microsofts neues Klapp-Tablet

Microsoft verkauft das 250 Gramm schwere Surface Duo ab dem 18. Februar 2021 auch in Deutschland. In den USA ist das Klapp-Tablet bereits seit dem 10. September 2020 zu Preisen ab 1.399 US-Dollar erhältlich.

Das Surface Duo verbindet zwei 5,6-Zoll-PixelSense-Fusion-Touchscreens mit einem 360-Grad-Scharnier zu einem faltbaren Mobilgerät. Im aufgeklappten Zustand kommt das Tablet so auf eine Bildschirmdiagonale von 8,1 Zoll.

Das Gerät kann in verschiedenen Modi genutzt werden:

  • Für das Scrollen durch Webseiten oder Beantworten von Nachrichten bietet sich das Hochformat an

  • Für die Wiedergabe von Videos lässt sich Surface Duo im „Zelt-Modus" aufstellen.

  • Aufgeklappt im Buch-Modus lässt sich eine App über den ganzen Bildschirm anzeigen oder zwei Apps nebeneinander, z.B. Outlook und der Kalender, um auch unterwegs Termine zu koordinieren oder Spotify zu starten.

Einige Anwendungen von Microsoft und anderen Anbietern sind für den Einsatz auf den zwei Screens optimiert, wie z.B. Office, Outlook und Teams sowie Onenote, wo laut Microsoft auf dem einen Screen die Notizbücher und Tabs angezeigt werden und auf dem anderen der Inhalt des ausgewählten Ordners.

Die Touchscreens von Surface Duo sind für die digitale Stifteingabe geeignet und ermöglichen auch zeitgleiche Eingaben via Stift und Touch. Unterstützt werden die verfügbaren Generationen des Surface Slim Pen und Surface Pen.

Die Außenseiten des Geräts bestehen aus Corning Gorilla Glas. Im Inneren arbeiten ein Qualcomm Snapdragon 855 Chip und 6 GB Arbeitsspeicher. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer SSD mit 128 GB und mit 256 GB.

Für Videochats ist eine KI-unterstützte 11-Megapixel-Kamera vorhanden. Zur Anmeldung ist ein biometrischer Fingerabdrucksensor vorhanden. Sie laden das Surface Duo über einen USB-C-Anschluss auf, welcher „Fast Charging" unterstützt. Die Akkulaufzeit beläuft sich auf bis zu 27 Stunden Gesprächszeit. Surface Duo ist ausgestattet mit WLAN AC, LTE, einer eSim und kann über einen Slot auch eine Nano-Sim aufnehmen. 5G und NFC werden nicht unterstützt.

Das Surface Duo läuft nicht etwa mit Windows 10, sondern mit Android 10. Deshalb können Sie auf dem Gerät neben den Microsoft 365-Anwendungen auch Android-Apps aus dem Google Play Store nutzen. Zwei Apps lassen sich zu einer Gruppe zusammenfassen, sodass mit einem Klick beide Apps simultan gestartet werden. Sind zwei Apps parallel geöffnet, können Bilder oder Dokumente per Drag-and-Drop zwischen den beiden Programmen verschoben werden.

Mit der Your Phone App kann Surface Duo mit einem Windows 10-PC verbunden und synchronisiert werden. Anwender können so von ihrem Windows 10-PC aus Benachrichtigungen abrufen, Fotos ansehen und Inhalte per Copy & Paste zwischen Surface Duo und PC übertragen.

Preise

Das Surface Duo gibt es in zwei Varianten:

  • mit 128 GB Speicher für 1.549 Euro (UVP, inkl. MwSt.)

  • mit 256 GB Speicher für 1.649 Euro (UVP, inkl. MwSt.).

Sie erhalten Surface Duo ab dem 18.2. hier im Microsoft Store .

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