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Morgenmagazin vom Freitag, 13. Februar 2015

13.02.2015 | 06:47 Uhr |

Was heute wichtig wird: 13. Februar 2015 +++ Großinvestor Icahn: Apple ist 1,3 Billionen Dollar wert +++ Apple streicht angeblich 93 Prozent der Gewinne im weltweiten Mobiltelefon-Markt ein +++ Anmeldung in zwei Stufen auch für iMessage und Facetime +++ Prosoft Data Rescue 4 mit neuer Boot-Well-Technologie +++ Samsung entschuldigt sich für Werbeeinblendungen +++ Tipp: Website-URLs per Airdrop für andere Geräte bereitstellen

Was heute wichtig wird: 13. Februar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Strittig ist, wie herum man ein Hufeisen über die Tür hängen muss, damit es Glück bringt. Noch strittiger ist, ob es überhaupt Glück bringt. Aber völlig unstrittig ist ja, dass man es aufhängen kann, obwohl man nicht an Hufeisen, Kleeblätter, Kaminkehrer oder andere Glücksbringer glaubt. Sie sollen bekanntlich auch dann helfen, wenn man nicht an sie glaubt. Glücklicherweise leiden weder Sie, liebe Leser, noch wir in der Redaktion an Aberglauben, sonst stünde uns 2015 ein finsteres Jahr bevor. Denn bedenken Sie: Heute ist Freitag, der 13. Und in vier Wochen schon wieder. Um dem Fass die Krone ins Gesicht zu schlagen (oder so ähnlich...) wiederholt sich das auch noch im November. Aber wir ziehen heute eben nicht wieder die Bettdecke über den Kopf und hoffen darauf, dass der Tag vorbeigeht, sondern fragen uns, woher das Unbehagen über die 13 kommt.

Dafür gibt es mehrere historische Gründe. Die 13 ist eine Primzahl, eine recht sperrige noch dazu, sieht man sich in der unmittelbaren Nachbarschaft der Zahlengerade um. Die 12 ist durch 1,2,3,4 und 6 ohne Rest teilbar, die Finger einer Hand weisen insgesamt zwölf Glieder auf, weshalb sie sich wunderbar mit dem Daumen (der Nummer 13!) abzählen lassen. Nicht von ungefähr hatten die Babylonier ein auf 12 und 60 (man multipliziere die 12 mit den Fingern inklusive Daumen der rechten Hand...) aufbauendes Zahlensystem, die 13 ist hier quasi der erste Störenfried. Nicht von ungefähr hat der Tag zwölf Stunden (die Nacht auch) und der Kreis zwölf 30°-Winkel. Dass Jesus angeblich exakt zwölf Jünger gefolgt sind, hat damit zu tun, dass zur Zeitenwende im vorderen Orient die zwölf eine weit wichtigere Zahl war als die von den Römern mitgebrachte X. ("Mal ehrlich, was haben uns die Römer je gebracht?...") Aber es war dann eben der 13te im Bunde, der seinen Herrn den Römern auf dem Silbertablett darbot.

Erst mit der Wiederentdeckung der Mathematik in der Renaissance erlebte die 13 auch die ihre, ist sie doch eine wunderbare Zahl. Im Dezimalsystem rückwärts gelesen ergibt sie auch eine Primzahl, die 31. Die 113 ist ebenso ein Primzahl wie die 131, 1013 und die 1031. An einem 13ten geboren sind eine Reihe herausragender Persönlichkeiten, zum Beispiel zwei meiner Kollegen, wenn auch weder an einem Freitag noch im Februar. Am 13. Februar vor 65 Jahren jedoch kam in der Grafschaft Surrey ein gewisser Peter Gabriel zur Welt, dessen Kollegen Steve Hackett wir gestern würdigten. Und schon beschleicht uns das Gefühl, im Zeichen des Wassermanns Geborene sind alle ganz ausgezeichnete Musiker. Da wären wir wieder beim Aberglauben: Solch' abstruse Zusammenhänge bestehen bestimmt auch dann, wenn man nicht daran glaubt. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen

Ein Monat als Healthkit-Patient: Die Sinnhaftigkeit von Healthkit als Sammelstelle für allerlei Gesundheitsdaten zweifeln viele an, noch mehr halten die App für zumindest unausgereift. Unser Kollege Marco Tabini hat die Probe aufs Exempel gewagt und einen Monat lang mit Hilfe von Healthkit Daten gesammelt und ausgewertet. Sein Erfahrungsbericht klingt eher positiv .

Facebook vereinfacht Pflege der Profile Verstorbener : Zunächst nur in den USA können Mitglieder künftig eine Art digitalen Nachlassverwalter benennen. Diese Freunde oder Verwandten ("Legacy Contact") werden das Profil weiterführen können.

Twitter übernimmt Social-Media-Vermarkter Niche: Twitter hat das Unternehmen Niche gekauft, das populäre Twitter- und Vine-Nutzer mit Werbetriebenden verknüpft. Twitter will damit seine Umsätze verbessern, das Wachstum an Nutzern stagniert derzeit.

Anmeldung in zwei Stufen auch für iMessage und Facetime: Apple hat die Zwei-Faktor-Authentifizierung nun auch für Facetime und iMessages eingeführt. Wer seinen iCoud-Account mit dem sicheren Loginverfahren versehen hat, benötigt für Facetime und iMessages ab sofort gerätespezifische Passwörter. Wie man solche erstellt, haben wir hier beschrieben.

20 praktische Tastaturkürzel für den Mac: Mit Kenntnis der wichtigsten Tastaturkürzel arbeitet man schneller und vermeidet das Karpaltunnelsyndrom. Unsere Kollegen der Macworld haben die wichtigsten zusammengetragen.

Macbook überlebt 300-Meter-Sturz: Ein südafrikanischer Hobby-Pilot hatte ein Problem mit seiner Cockpithaube, die sich beim Start nicht richtig schloss und in der Luft öffnete. Neben diversen Papieren segelte auch ein Macbook Air ins Freie - und fiel über 300 Meter tief. Das Gerät überstand den Sturz, zwar mit gewissen Schäden, aber nach wie vor funktionsfähig. Das Trackpad ist zwar zerbröselt und das Gehäuse verbogen, der Bildschirm trug aber ebensowenig einen Schaden davon wie die Innereien des Macbook Air.

Großinvestor Icahn: Apple ist 1,3 Billionen Dollar wert

Die Apple-Aktie jagt derzeit von einem Rekordhoch zum nächsten. Die Aktie dürfte noch kräftig zulegen, wenn Apple die lang erwartete Apple Watch endlich auf den Markt bringt. Nach Ansicht des Groß-Inverstors Carl Icahn ist Apple aber immer noch extrem unterbewertet.

Aktuell hat die Apple-Aktie an der NASDAQ-Börse ein neues Allzeit-Hoch von über 126 US-Dollar erreicht. Damit ist Apple knapp 740 Milliarden US-Dollar wert. In einem offenen Brief an seine Twitter-Follower schätzt Groß-Investor Carl Icahn den Wert von Apple aber auf mindestens 1,3 Billionen US-Dollar. Er verweist dabei darauf, dass Apple im vergangenen Quartal ein Rekordergebnis von 75 Millionen verkauften iPhones gemeldet habe und damit außerordentlich gut da stehe.

Nach Icahns Ansicht müsste die Apple-Aktie bereits heute bei einem Wert von 216 US-Dollar stehen. "Das ist der Grund", so erklärt Icahn, "warum wir noch im Besitz von 53 Millionen Anteilen im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar sind und noch keinen einzigen Anteil verkauft haben."

Apple streicht angeblich 93 Prozent der Gewinne im weltweiten Mobiltelefon-Markt ein

Im vergangenen Geschäftsquartal hat Apple angeblich 93 Prozent aller Gewinne eingefahren, die im weltweiten Smartphone-Markt erzielt wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Investmentfirma Canaccord Genuity. Den restlichen Gewinn strich Samsung ein, der Anteil der Südkoreaner ist allerdings im Jahresvergleich rückläufig.

Vor einem Jahr hatte Canaccord errechnet, dass Apple vom Branchenprofit im vierten Quartal 2013 87,4 Prozent auf sich vereint habe und Samsung 32,2 Prozent. Dass in beiden Jahren die Gewinne insgesamt die 100-Prozent-Grenze überschritten haben, liegt daran, dass alle anderen Anbieter Geld verloren oder allenfalls den Breakeven geschafft haben.

Canaccord räumt allerdings ein, Apples Gewinne möglicherweise zu hoch einzuschätzen, weil es keine Geschäftszahlen von einem der wichtigsten Anbieter zu Verfügung habe: Die chinesische Xiaomi ist nicht börsennotiert und veröffentlicht keine Geschäftszahlen. Branchenkenner unterstellen aber, dass das Unternehmen seine technisch hochwertigen Smartphones in China mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis abgibt, um die Verkäufe von Apps, Spielen, Internet-Diensten und Themes im hauseigenen Custom-ROM anzukurbeln. Klar ist jedenfalls, dass Apple mit seinen teuren iPhones Samsung weiterhin Gewinne abnimmt, weil es den Koreanern, die immer noch mehr Mobiltelefone verkaufen als jeder andere Anbieter, vor allem im margenträchtigen Highend-Segment Konkurrenz macht.

Canaccord-Analyst Mike Walkley, Autor der aktuellen Studie, erwartet, dass Apple bis Ende 2015 auf rund eine halbe Milliarde iPhone-Kunden kommen wird. Wenn das Unternehmen seinen Marktanteil bei Highend-Smartphones weiter so stark steigere, werde Samsung von allen Android-Anbietern am stärksten betroffen sein.

Prosoft Data Rescue 4 mit neuer Boot-Well-Technologie


 Zu den Neuerungen von Data Rescue 4 von Prosoft Engineering gehört unter anderem die Möglichkeit, mit dem sogenannten Boot Well auf einem weiteren Startmedium für den Mac, insbesondere einem flotten USB-Stick, ein bootfähiges Rettungssystem einzurichten. Der Entwickler bietet die Bestellung eines USB 3.0-Rettungssticks mit Data Rescue 4 und 16 GB Speicherplatz direkt an. Das Tool versucht nicht, eine gecrashte Festplatte zu reparieren, sondern nimmt sich unmittelbar der verlorenen Dateien an und bemüht sich diese, inklusive vorheriger Vorschau, wiederherzustellen. Laut Anbieter arbeitet Data Rescue 4 mit allen Mac-formatierten Festplatten (HFS/HFS+) zusammen, unterstützt auch die Rekonstruktion von Fotos auf Speichermedien digitaler Kameras und kommt mit Daten auf einer NTFS-basierten Boot Camp-Partition zurecht. Data Rescue 4 versteht sich dem Entwickler zufolge auf zahlreiche Dateiformate inklusive RAW-Fotos und ist mittels der Funktion FileIQ sogar lernfähig. Zu den weiteren Optionen des Tools gehört ein flotter Quick Scan; ist dieser nicht erfolgreich, gibt es den extensiveren Deep Scan, und das Tool kann auch gezielt nach versehentlich gelöschten Dateien fahnden sowie einen Klon (exakte Kopie) eines Mac-Laufwerks anfertigen.
Vorausgesetzt wird ein Intel-Mac mit mindestens OS X 10.7.5, für ältere Systeme ist nach wie vor Data Rescue 3 erhältlich. Der Preis für die Neuausgabe liegt bei 99 US-Dollar bei Download, inklusive USB-Stick werden zusätzlich 15 US-Dollar zuzüglich Versandkosten fällig. Aktuell ist Version 4.1. Das Upgrade von Data Rescue 3 schlägt mit 49 US-Dollar zu Buche. Wer den Vorgänger in der Zeit vom 1. August bis 4. September 2014 erworben hat, erhält nach Angabe der Lizenznummer ein kostenloses Upgrade.
 

Samsung entschuldigt sich für Werbeeinblendungen

Samsung muss sich in dieser Woche zum zweiten Mal der Kritik der Besitzer von Smart-TV-Geräten stellen. Erst Anfang der Woche gab es Berichte über die Datenschutzbestimmungen von Samsung bei Smart-TVs, in denen der Hersteller einräumte, bei der Nutzung der Sprachkommandofunktion mitzuhören.

Kurze Zeit später meldeten australische Besitzer von Samsung-Smart-TVs auf Reddit, dass sie beim Ansehen von eigenen Videos durch Werbeeinblendungen gestört worden seien. Alle 20 bis 30 Minuten, so die Nutzer, sei ein Pepsi-Werbeclip angezeigt worden. Zunächst wurde die Streaming-App Plex verdächtigt, die einiger der Nutzer verwendeten, als die Werbeclips angezeigt wurden. Plex wies aber die Vorwürfe zurück. Später wurde ohnehin klar, dass nicht nur Plex-Nutzer betroffen waren und Samsung stand als Schuldiger fest. Zumal bekannt wurde, dass Samsung bereits seit einiger Zeit mit neuen Formaten für Werbeauslieferungen experimentiert. Darunter auch mit einem Werbeservice von Yahoo, der in dem Fall schuld an dem Problem war.

Samsung hat sich nun für die Auslieferung der Werbeclips entschuldigt. Von dem Fehler, so heißt es, seien einige Nutzer in Australien betroffen gewesen. Der Vorfall werde nun mit höchster Priorität untersucht.

Website-URLs per Airdrop für andere Geräte bereitstellen

Mit der praktischen iOS-Funktion zum Bereitstellen von Daten kann man in Safari die URLs von Webseiten weiterleiten. Dabei lässt sich auch Airdrop als sehr eleganter Transportweg wählen, um die Seite auf dem Zielgerät sofort zu laden.  Hierzu öffnen Sie die gewünschte Website auf dem iPad und tippen oben rechts auf „Bereitstellen“. Im zugehörigen Menü erscheinen in der obersten Zeile Geräte mit aktivem Airdrop. Wählen Sie eines, auf dem die gleiche iCloud-ID eingetragen ist, öffnet sich Safari sofort und die übertragene URL wird geladen. Das Ganze funktioniert auch in der anderen Richtung und auch mit einem Mac mit OS X 10.10. Dabei reicht es, wenn auf dem Mac Bluetooth 4 aktiv ist. Auf dem Mac wird – bei gleicher iCloud-ID – ebenfalls sofort die Website in Safari angezeigt.

Verwendet man im Menü „Bereitstellen“ Airdrop, um eine URL aus Safari zu übertragen, wird die zugehörige Website auf dem Zielgerät sofort geladen, wenn es die gleiche iCloud-ID nutzt.
Vergrößern Verwendet man im Menü „Bereitstellen“ Airdrop, um eine URL aus Safari zu übertragen, wird die zugehörige Website auf dem Zielgerät sofort geladen, wenn es die gleiche iCloud-ID nutzt.
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