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Morgenmagazin vom Freitag, 13. März 2015

13.03.2015 | 06:50 Uhr |

Was heute wichtig wird: 13. März 2015 +++ Neuer Seed für OS X 10.10.3 für Entwickler +++ Beta-Test-Programm jetzt auch für iOS +++ Macbook und die Zukunft des Klickens +++ Apple verbannt Watch-Konkurrenz aus Geschäften +++ App Meerkat will Social-Media neu erfinden +++ Watchstand von Griffin: Ladestation für die Apple Watch

Was heute wichtig wird: 13. März 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Schon wieder Freitag, der 13. Über Aberglauben hatten wir aber schon vor vier Wochen gesprochen, vielleicht denken wir lieber an etwas, das da anfängt, wo Freitag, der 13. erst aufhört. Samstag, der 14. Spaß beiseite, der 14. März 2015 sollte aber bei jedem im Kalender stehen, der beim Begriff Transzendenz nicht an außersinnliche Erfahrungen denkt, sondern an eine bestimmte Sorte von Zahlen, die sich außerhalb des Rationalen, ja, sogar am Rande des Reellen  bewegen. Transzendente Zahlen sind vereinfacht gesagt solche, deren Polynomgleichungen der Form a 0 x 0 + a 1 x 1 +…+ a n x n durch keinen Satz von Koeffizienten (a n ) zu Null werden können. Die Euler'sche Zahl e ist eine solche. Die berühmteste unter ihnen ist aber die Zahl π. Sie wissen schon, π beschreibt das Verhältnis eines Kreisumfangs zu seinem Durchmesser, dass die berühmte Quadratur des Kreises nicht gelingen kann, liegt vor allem an der Transzendenz von π. Hochleistungscomputer berechnen immer mehr Stellen von π hinter dem Komme, das geht mittlerweile in die Milliarden. Den Anfang kennt ein jeder, der einmal einen Taschenrechner in den Händen hatte: 3,1415926. Also: Morgen früh um 9:26 Uhr, also im dritte Monat am vierzehnten Tag des Jahres fünfzehn um neun Uhr sechsundzwanzig – oder auch so geschrieben: 3-14-15-9-26 – knallen die Sektkorken und werden die runden Torten angeschnitten. Pi-Tag ist freilich jeden 14. März, nur in diesem Jahr eben ein ganz besonderer.

Seinen bildlichen Freitag, den 13. "erlebte" der Planet Pluto am 24. August 2006, einem Donnerstag. Am 13. März 1930 - ebenfalls einem Donnerstag - keine vier Wochen nach seiner Entdeckung der Öffentlichkeit präsentiert, erlitt der Pluto 76 Jahre später seinen Abstieg zum Kleinplaneten. Nichts mehr ist es seither mit dem Merksatz: "Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten", dessen Anfangsbuchstaben die Reihenfolge von Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto im Sonnensystem widerspiegeln. Bei der Internationalen Astronomische Union (IAU) ist der Pluto seither nur noch der Kleinplanet 134340, einer unter vielen im Kuipergürtel. Witzig, dass der Pluto seit seiner Entdeckung vor 85 Jahren erst ein gutes Drittel seiner Bahn um die Sonne herum geschafft hat - währenddessen lange im Kreis griechisch-römischer Götter weilte und jetzt wieder nur ein Felsblock ist, zwischen 30 und 50 Astronomischen Einheiten (die mittlere Entfernung der Erde von der Sonne) von seinem Zentralgestirn entfernt.

Was aber ein Planet ist und was nicht, war seit jeher eine Ansichtssache. Das alte griechische Wort bedeutet "Wandelstern", gemeint waren die sieben Objekte, die am Himmel im Gegensatz zu den Fixsternen nicht scheinbar still standen: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Die Einteilung der Woche in sieben Tage rührt noch daher und vor allem im französischen sind auch noch die meisten Planetennamen in den Namen der Wochentage erhalten geblieben. Mittlerweile weiß man, dass sich der Mond um die Erde dreht und die sich mit all den anderen Planeten, Kleinplaneten und Trabanten um die Sonne. Der erste nicht-klassische Planet war daher der Uranus, von Wilhelm Herschel am 13. März 1781 entdeckt, einem Dienstag, französisch: Mardi, Tag des Mars.

Noch ein Veranstaltungstipp für Astronomiefreunde für den nächsten Freitag, dem Vendredi, dem Tag der Venus: Mit dem nächsten Neumond steht auf der Nordhalbkugel eine Sonnenfinsternis an, die in unseren Breiten eine partielle sein wird. Bitte nicht mit ungeschützten Augen auf die Sonne schauen, sondern besser den heutigen Venustag oder den morgigen Pi-Tag am Saturntag dazu nutzen, beim Optiker der Wahl eine Sonnenfinsternisbrille zu besorgen. Ihre Augen werden es Ihnen danken. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Eine neue Art zu klicken: Sie sehen, es steht ziemlich viel in den Sternen, wenn auch keinerlei Prognosen über den kommerziellen Erfolg neuer Apple Produkte. Dennoch wagt sich unser Kollege Jason Snell bei seinem Test des neuen Macbooks an eine Prognose: Das druckempfindliche Trackpad wird unsere Art der Interaktion mit dem Computer erneut verändern. Glauben Sie ihm ruhig, ein anderer Snell hat das nach ihm benannte Brechungsgesetz entdeckt und mathematisch beschrieben.

Da fehlt doch was: Unsere Kollegin Susie Ochs hat sich auch mit dem Macbook beschäftigt und ist weniger begeistert, denn zu sehr erinnere sie das erste Modell an das originale Macbook Air, das auch nur mit einer Schnittstelle und einer Kopfhörerbuchse auskommen musste. Apple hatte das Konzept später korrigiert, das könnte auch dem Macbook 12 Zoll geschehen, meint Ochs, die vor allem fünf Dinge vermisst, die aber bald kommen könnten: Touch ID, drahtloses Aufladen, SIM-Karten-Slot, spritzwassergeschützte Tastatur und ein leuchtender Apfel.

Drohnen freie Zone: Die Veranstalter des Festivals south by Southwest (SXSW) und die Stadt Austin verbieten während der Veranstaltung die Benutzung von Drohnen. Da Funkfrequenzen während des SXSW von den zahlreichen Teilnehmern starke belegt seien, könne ein sicherer Betrieb der Fluggeräte nicht gewährleistet werden. Wer dennoch seine Drohne über dem FEstialgelände schweben lasse, drohen die Verhaftung und harte Strafen.

Neuer Yosemite-Seed für Entwickler: Apple hat registrierten Entwicklern gestern Abend einen neuen Seed des Update aus OS X 10.10.3 bereit gestellt. Build 14D98g enthält unter anderem neuen APIs für die neuen Force-Touch-Trackpads, die Apple mit dem Macbook ab April und schon jetzt mit den neuen Varianten von Macbook Air und Macbook Pro ausliefert. Die interne Suche Look Up bedient sich nun aus noch mehr Quellen, markiert man etwa einen Begriff in einem Textdokument, sucht sie nun auch in iTunes und App Store, nach dem Kinoprogramm und anderen lokalen Quellen. Auch für OS X Server 4.1 steht eine neue Fassung bereit. Die Public Beta von OS X 10.10.3 bleibt bislang unverändert.

Öffentlicher Beta-Test auch für iOS: Apple hat gestern eine Möglichkeit zur Registrierung für jeden geschaffen, der Vorabversionen von iOS auf seinen Geräten testen will. Den Anfang macht iOS 8.3, Apple lädt aber bisher nicht jeden ein, der sich für den Test angemeldet hat. Beim Beta-Test von iOS-Versionen ist unter Umständen noch mehr Vorsicht geboten, da man auf iPhone und iPad im Gegensatz zum Mac keine eigenen Partition für die Beta-Software anlegen kann.

Weitere Nachrichten:

Apple verbannt Watch-Konkurrenz aus Geschäften

In Vorbereitung auf die Veröffentlichung der Apple Watch hat der Hersteller Konkurrenzprodukte wie das Jawbone Up oder das Nike+ FuelBand aus seinen Filialen in San Francisco, Palo Alto, Los Angeles und New York entfernt. Online wird hingegen noch der Herzschlag-Tracker Mio verkauft.

Die für den 24. April erwartete Apple Watch lässt sich ebenfalls als Fitness-Tracker einspannen, kann den Herzschlag überwachen oder Schritte zählen. Schon nach der Ankündigung der Apple Watch im Herbst 2014 verbannte der Hersteller die Geräte von Fitbit aus den Geschäften. Nike konzentriert sich künftig verstärkt auf Software-Anwendungen, mit der App Nike+ findet sich bereits ein Ergebnis der neuen Unternehmenspolitik auf der Apple-Uhr.

Hersteller Mio wurde von Apple nach eigenen Angaben bereits vor mehreren Monaten darüber informiert, dass die Geräte des Unternehmens aus den Einzelhandelsgeschäften entfernt werden sollen. Die Apple Watch sei in dieser Ankündigung nicht als Grund angeführt worden, vielmehr hätte ein stärkerer Fokus auf Apple-Produkte den Ausschlag gegeben.

App Meerkat will Social-Media neu erfinden

Die App Meerkat des Entwicklers Ben Rubin ermöglicht es ihren Anwendern, Video-Livestreams zu erstellen und diese per Twitter zu verbreiten. Follower erhalten im Falle einer geplanten Sendung auf Wunsch via Twitter eine Benachrichtigung.

Kurz nach der Veröffentlichung wurde die App bereits für Büroführungen, Rundgänge durch Wohnungen oder Wohngegenden verwendet. In der ersten Woche nutzten Meerkat bereits über 28.000 Nutzer. Die Verwendung ist denkbar einfach: In der kostenlose iPhone-App muss nur ein Thema eingetragen werden, dieses wird anschließend direkt mit dem Einladungslink getwittert. Der Sender kann jederzeit die Anzahl der Zuschauer ablesen und sieht deren Avatare. Wird das Video kommentiert, so landen auch diese Beiträge auf Twitter. Ein Archiv gibt es hingegen nicht.

Meerkat steht derzeit nur als iPhone-App zur Verfügung, eine Android-Version soll folgen. Zudem können Videos nur im Hochformat erstellt werden.

Watchstand von Griffin: Ladestation für die Apple Watch

Der Watchstand ist eine Kunststoffsäule mit Sockel, die auf den Nachttisch, den Schreibtisch oder die Wohnzimmerkommode passt. Das Gerät verfügt laut Hersteller über das magnetische Apple-Ladekabel, das im Inneren der Säule zur gewünschten Länge aufgerollt werden kann. Die Apple Watch wird auf den magnetischen Ladehalter auf der Spitze der Säule gelegt, und das Laden kann beginnen, verspricht der Anbieter. Die Station ist Griffin zufolge mit sämtlichen Modellen der Apple Watch kompatibel. Sie halte die Armbanduhr in einem geeigneten Winkel, so dass das Display gut sichtbar bleibt. Ferner lässt sich auch das zugehörige iPhone auf dem Sockel der Halterung abstellen. Der leicht erhöhte Rand soll dafür sorgen, dass das iPhone im Querformat sicher befestigt ist, um beispielsweise Videos anzuschauen. Der Watchstand von Griffin ist ab Sommer 2015 für 30 Euro (UVP) im Handel oder unter www.griffintechnology.com erhältlich.

Notebook mit USB 3.1 C: Google Chromebook Pixel 2

Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte Google mit dem Chromebook Pixel ein außergewöhnliches High-End-Chromebook und bringt nun einen Nachfolger . Während das Unternehmen aus Mountain View das Design des Chromebook Pixel beibehalten hat, gab es vor allem bei den Anschlüssen eine große Veränderung. Wie Apple bei dem neuen Macbook setzt nun auch Google beim Chromebook Pixel auf USB-Anschlüsse des Typs C - auch als USB 3.1 bezeichnet. Im Gegensatz zum Macbook bietet das Pixel allerdings zwei dieser neuartigen Anschlüsse, der Akku des Chromebook lässt sich also auch dann aufladen, wenn an einem der Ports Peripherie hängt.

 
Da es sich bei USB Type C um einen Standardanschluss handelt, kündigte Google in Zusammenarbeit mit Belkin im Rahmen der Chromebook Pixel Aktualisierung auch gleich neue Adapter für die USB-Type-C-Anschlüsse an, die auch in Verbindung mit dem neuen Macbook funktionieren sollten. Im Vergleich zu dem USB-Type-C-Adapter von Apple, sind die neuen Kabel von Belkin zudem wesentlich preiswerter.
 
Konkret angekündigt haben Belkin und Google unter anderem einen USB Type-C zu USB Adapter für 13 US-Dollar,  einen USB Type-C zu HDMI Adapter für 40 US-Dollar, ein USB Type-C Universalladegerät für 60 US-Dollar und einen USB Type-C zu Displayport Adapter für 40 US-Dollar.
 
Abgesehen von den beiden USB Type-C Anschlüssen bietet das überarbeitete Chromebook Pixel auch zwei reguläre USB 3.0 Anschlüsse sowie einen Kartenleser für SD-Karten. Das Chromebook ist in den USA ab sofort für 999 US-Dollar (Core i5/ 8GB RAM/ 32GB SSD) oder 1299 US-Dollar (Core i7/ 16GB RAM/ 64GB SSD) erhältlich. Die Akkulaufzeit soll Google zufolge bei normaler Nutzung bis zu 12 Stunden betragen. Ob das neue Chromebook auch in Deutschland erscheinen wird, ist bisher nicht bekannt.


Google verkauft Hardware im neuen Online-Store

Google hat ab sofort einen eigenen Online-Store nur für Hardware-Produkte. Unter https://store.google.com/ kann man direkt von Google Android-Smartphones, Android-Tablets, Android-Wearables und Google Chromecast kaufen. Und dazu passendes Zubehör.

So richtig spektakulär ist dieses Angebot allerdings nicht, denn auch schon bisher verkaufte Google Hardware über das Internet. Neu ist lediglich die Abtrennung des Bereichs Hardware von der Software beziehungsweise den Apps und somit die Auskoppelung des Store für Hardware von Google Play. Auf Google Play findet man nun nur noch die Android-Apps, Filme, Musik und eBooks sowie Zeitschriften in digitaler Form. Klickt man in Google Play links im Navigationsmenü auf Geräte, so leitet Google den Kunden weiter zum neuen Hardware-Store.

Die Zugangsdaten zu Google Play gelten auch für den neuen Hardware-Store

Am Hardware-Angebot selbst hat sich nichts geändert. So kann man nach wie vor das Smartphone Nexus 6, das Tablet Nexus 9, diverse Smartwatches und dazu passende Schutzhüllen kaufen. Und natürlich den HMDI-Stick Chromecast. Versandkostenfrei. Im Google Store können Sie aber keine Google-Play-Guthaben und keine Geschenkkarten verwenden.

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