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Morgenmagazin vom Freitag, 14. März 2014

14.03.2014 | 07:27 Uhr |

iOS 8 soll noch mehr Wert auf iCloud setzen +++ Zweite Beta für OS X 10.9.3 +++ Microsoft kündigt Personal Office 365 an +++ Symantec warnt vor Phishing auf Google Drive +++ iOS 7 im Business +++ Point-and-Click-Adventure 1954: Alcatraz auch für den Mac +++ Browser-Hacks beim Pwn2own 2014 +++ Yahoo verbindet Suchergebnisse mit Yelp-Bewertungen +++ Fitbit Force darf nicht mehr verkauft werden +++ Angry Birds Epic: Vögel mit Schleudertrauma jetzt im Rollenspiel +++ Google will alle Suchanfragen automatisch verschlüsseln

iOS 8 soll noch mehr Wert auf iCloud setzen

Mit iOS 8 werde Apple iCloud weiter als das Dateisystem der Zukunft vorantreiben, berichtet 9to5Mac unter Bezug auf informierte Kreise . Mit iCloud hat Apple eine Möglichkeit geschaffen, Dokumente nahtlos über Geräte hinweg synchron zu halten, die iWork-Apps sind auf den beiden Plattformen OS X und iOS mittlerweile funktional aneinander angepasst. Als nächstes habe Apple vor, neue Versionen von Texedit und Vorschau an dieses Konzept anzupassen. Zwar beherrschen Textedit und Vorschau bereits seit OS X Mountain Lion die Synchronisation via iCloud, es fehlen aber noch iOS-Apps für die schnelle Ansicht von Text- oder PDF-Dateien. Ob die iOS-Versionen rechtzeitig zum vermuteten Release von iOS 8 im Sommer oder Herbst fertig seien, ist noch unklar, sie sollen aber in jedem Fall noch in diesem Jahr erscheinen.

Die gleichzeitige Entwicklung von iOS- und OS-X-Anwendungen gehe einher mit Umstrukturierungen der Entwicklerteams, berichten die Quellen weiter. Apples Senior VP für Software-Entwicklung Craigh Federighi habe die bisher getrennt voneinander arbeitenden Teams zusammengeführt, nun würden sich jeweils Tandems um iOS- und OS-X-Software kümmern und Fortentwicklungen gemeinsam schreiben.

Damit auch Drittentwickler besseren Zugriff auf iCloud bekommen, will Apple Entwicklertools dafür bereitstellen. iOS 8 soll zudem eine verbesserte Maps-Anwendung bringen, eine eigene App für iTunes Radio und die App "Healthbook", die als Fitnesstracker dienen soll.

Zweite Beta für OS X 10.9.3

Eine Woche nach dem ersten Beta für das nächste Mavericks-Update bringt Apple den nächsten Seed für Entwickler mit der Versionsnummer 13D17. Tests sollen Entwickler vor allem mit den Grafiktreibern und Audio vornehmen, heißt es laut Macrumors in den Release Notes. OS X 10.9.3 soll unter anderem bessere Unterstützung für 4K-Displays bringen, insbesondere Macbook Pro mit Retina-Dispaly sollen davon profitieren.

Microsoft kündigt Personal Office 365 an

Microsoft legt sein Angebot von Websoftware- und Services Office 365 in einer neuen Version für Privatanwender auf. Office 365 Personal ist für einen PC (oder Mac) sowie ein Tablet lizenziert und kostet 7 US-Dollar monatlich oder 70 US-Dollar im Jahr. Privatanwender hatten bisher nur Zugriff auf die Familienlizenz Office 365 Home Premium für 10 US-Dollar im Monat oder 100 US-Dollar im Jahr. Die neue Abo-Option werde noch in diesem Frühjahr zur Verfügung stehen, verspricht Microsoft. Das bisherige Angebot besteht unter dem neuen Namen Office 365 Home weiter, weiterhin haben bis zu fünf Rechner und fünf Mobilgeräte Zugriff darauf. Office 365 Personal bietet ebenso 20 GB Speicherplatz und 60 Minuten gratis internationale Gespräche über Skype.

Symantec warnt vor Phishing auf Google Drive

Der Hersteller von Sicherheitssoftware Symantec warnt in seinem Blog vor einem Phishing-Versuch, der Anwender von Google Drive bedroht. Die Scammer verschicken dabei Mails mit einem Link auf ein vermeintlich wichtiges Dokument auf Google Drive, diesr Link führt zu einer gefälschten Login-Seite, die der der Google-Services gleicht. Sie ist zudem auf dem Google-Server gehosted, was das Erkennen der Fälschung erschwert. Die Betrüger haben zu diesem Zweck auf Google Drive einen öffentlichen Ordner erstellt und ihr gefälschtes Dokument dort abgelegt und über SSL freigegeben, führt Symantecs Nick Johnston aus . Gibt man auf der gefälschten Seite seine Google-Daten ein, werden diese über ein PHP-Script an einem entfernten Server geschickt.

iOS 7 im Business

Seitdem es iPhone, iPad und Co. gibt, erweitern die IT-Chefs ständig den Hardware-Bestand und statten Mitarbeiter mit einer Flotte von Smartphones und Tablets aus. Doch mit Komfort und Erreichbarkeit steigen auch die Risiken: Wie synchronisiert man die Unternehmens-Mails mit dem iPhone oder iPad? Wie sperrt man die sensiblen Daten am besten? Kann man vom iPad aus die Unternehmens-Hardware und Netzwerke verwalten? Ein iPhone wandert ja mit seinem Besitzer mit. Wie garantiert man in diesem Fall eine sichere Verbindung zu den Unternehmens-Servern?

Auf diese und viele anderen Fragen antwortet unser Macwelt-Special "iOS 7 im Business". Auf 55 Seiten erläutern wir die besten Sicherheitseinstellungen für die iCloud auf dem iPhone, die Möglichkeiten für die Anbindung an Exchange, SharePoint und Office 365, sichere VPN-Verbindung über den Cisco AnyClient und vieles mehr. Die neue Ausgabe kostet nur 3,59 Euro und ist ab sofort in unserer kostenlosen App " Macwelt " zu kaufen.

Point-and-Click-Adventure 1954: Alcatraz auch für den Mac

Von Daedalic Entertainment kommt das neue Computerspiel 1954: Alcatraz für Mac und PC. Zur Story des Adventures heißt es beim Anbieter: Joe wurde für einen bewaffneten Banküberfall zu 40 Jahren Haft verurteilt und sitzt nun im berühmt-berüchtigten Knast Alcatraz. Draußen wartet nicht nur seine Frau Christine auf ihn, sondern auch eine beträchtliche Summe Geld – das Diebesgut aus dem Raubüberfall. Gierige Ganoven, hartnäckige Privatdetektive und brutale Häftlinge machen den beiden das Leben schwer. Es scheint fast so, als habe sich die ganze Stadt gegen sie verschworen.
Für Spannung in dem klassischen Point-and-Click-Adventure sollen 60 handgezeichnete Schauplätze sorgen, die auf Fotorecherchen zu San Francisco, North Beach und Alcatraz basieren. Zwischen den beiden Helden lässt sich im Spiel jederzeit wechseln, insgesamt bietet das Spiel laut Entwickler über 30 3-D-animierte Charaktere, knifflige Rätsel und Dialoge mit teils deftigem Erwachsenenhumor. Der nicht lineare Spielverlauf und alternative Enden soll das Game zusätzlich interessant machen.
Für Macianer gibt es 1954: Alcatraz wahlweise im Mac App Store zum Preis von 20 Euro ab Mac-OS X 10.6.6. Beim Download schaufelt es 1,23 GB auf die Festplatte. Günstiger ist es bei GOG.com . Dort ist es nicht nur für Windows erhältlich, sondern auch für OS X ab Version 10.7 und kostet 18 US-Dollar (etwa 12,90 Euro).
 

Browser-Hacks beim Pwn2own 2014

Browser-Hacks beim Pwn2own 2014 (c) HP
Vergrößern Browser-Hacks beim Pwn2own 2014 (c) HP
© HP

Der Hacker-Wettbewerb Pwn2own findet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Sicherheitskonferenz CanSecWest im kanadischen Vancouver statt. Veranstalter ist die HP Zero Day Initiative (ZDI). In diesem Jahr gibt es drei Kategorien, in denen Preisgelder ausgelobt worden sind: Browser, Plug-ins und der so genannte "Exploit Unicorn Grand Prize". Bei letzterem gilt es einen IE-Exploit an Microsofts Schutzprogramm EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) vorbei ins Ziel zu bringen.

Mit einer Ausnahme finden alle Hack-Versuche unter Windows 8.1 x64 statt. In der Browser-Kategorie sind die aktuellen Versionen von Firefox, Chrome und Internet Explorer (IE) zu knacken sowie Safari unter OS X Mavericks. Als Plug-ins stehen Adobe Reader, Flash Player und Java bereit, jeweils im Internet Explorer 11. Ziel ist es noch nicht bekannte Sicherheitslücken auszunutzen, um auf dem System beliebigen Code auszuführen. Für die "Einhornjagd" auf den Großen Preis (150.000 US-Dollar) hat sich bislang niemand gemeldet, der EMET austricksen will oder kann.

Bereits am gestrigen ersten Tag haben die Teams der Sponsoren Google und HP ZDI außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs ein "Pwn4Fun"-Duell ausgetragen. Das Google-Team hat einen Safari-Exploit benutzt, um auf einem aktuellen Mac-System den Taschenrechner mit Root-Rechten zu starten. ZDI hat einen IE-Exploit gezeigt, bei dem es den Sicherheitsforschern gelungen ist die Browser-Sandbox zu umgehen. Das Preisgeld, insgesamt 82.500 US-Dollar, geht als Spende an das Kanadische Rote Kreuz.

Im Wettbewerb ist Firefox gleich dreimal unter Räder gekommen. Jüri Aedla (Google), Mariusz Mlynski und das schon im letzten Jahr recht erfolgreiche französische VUPEN-Team haben den Mozilla-Browser erfolgreich ausgetrickst. VUPEN hat außerdem Exploits gegen Internet Explorer, Adobe Reader und Flash Player gezeigt. Einen angekündigten Angriffsversuch auf Java haben die Franzosen wieder abgesagt. Insgesamt sind am ersten Wettbewerbstag 400.000 US-Dollar an Preisgeldern zuerkannt worden.

Der zweite Tag des Wettbewerbs beginnt heute um 10 Uhr Ortszeit, also um 18 Uhr MEZ (in Nordamerika ist bereits Sommerzeit). Angekündigt sind Angriffe auf Safari, Internet Explorer, Firefox, Chrome und den Flash Player. Für Flash und Chrome hatten die Hersteller noch einen Tag vor dem Pwn2own-Wettbewerb Sicherheits-Updates heraus gebracht. Sollten alle angekündigten Hacks Erfolg haben, würde die Gesamtsumme der Preisgelder auf mehr als eine Million Dollar steigen – eine neuer Pwn2own-Rekord.

Yahoo verbindet Suchergebnisse mit Yelp-Bewertungen

Yahoo verbindet Suchergebnisse mit Yelp-Bewertungen (c) Yahoo
Vergrößern Yahoo verbindet Suchergebnisse mit Yelp-Bewertungen (c) Yahoo
© Yahoo

Yahoo will es mit Suchmaschinen-Riese Google aufnehmen und hat aus diesem Grund eine strategische Partnerschaft mit dem Test-Portal Yelp geschlossen. Die Websuche von Yahoo wird in deren Rahmen künftig um Yelp-Bewertungen erweitert. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach einem Restaurant oder einem Museum in seiner Nähe, wird neben den Suchergebnissen auch der Sterne-Rating und die Anzahl der Bewertungen auf Yelp angezeigt.

Mit einem Klick auf das Rating gelangen Yahoo-Nutzer dann direkt zur entsprechenden Produktseite auf Yelp. Das Feature ist vorerst nur für die USA geplant. In die lokale Suche für Deutschland wurde eine ähnliche Funktion zwar bereits integriert. Hier sind bei den meisten Suchergebnissen jedoch noch keine Yahoo-Bewertungen vorhanden.

Die Highlights der CeBIT 2014

Erste Hinweise auf eine Partnerschaft mit Yelp gab Yahoo-CEO Marissa Mayer bereits im vergangenen Monat. Eine ähnliche Kooperation hat Yelp vor zwei Jahren schon mit Microsofts Bing-Suche geschlossen.

Fitbit Force darf nicht mehr verkauft werden

Die US-Verbraucherschutzbehörde hat nun offiziell einen Rückruf für das intelligente Fitness-Armband Fitbit Force angeordnet. Das geht aus einer Mitteilung der Consumer Product Safety Commission hervor. Die Konsumenten, so heißt es in der Mitteilung , sollten umgehend die Nutzung des Produkts stoppen. Der Verkauf des Produkts ist illegal.

Fitbit selbst hatte bereits freiwillig am 20. Februar den Verkauf von Fitbit Force gestoppt, nachdem es Berichte von Käufern gab, die über Hautirritationen nach dem Tragen des Armbands klagten. Fitbit-Chef James Park sprach damals in einer öffentlichen Mitteilung davon, dass die Haut von rund 1,7 Prozent der Käufer Probleme mit dem Nickel im rostfreien Stahl hätte. Fitbit bietet an, dass Fitbit Force gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzunehmen.

Dem Rückruf der US-Verbraucherbehörde ist zu entnehmen, wie viele Einheiten Fitbit vom Fitbit Force in den USA und in Kanada verkauft hat. Die Anzahl der in den USA verkauften Armbänder wird mit über 1 Million Stück angegeben und die in Kanada mit 28.000 Stück. Fitbit habe 9.900 Berichte über Hautirritationen und 250 Berichte über Hautausschläge bekommen.

Hierzulande hat Fitbit das Fitbit Force nicht zum Verkauf angeboten. Sondern nur das Fitbit Flex und das Fitbit One.

Angry Birds Epic: Vögel mit Schleudertrauma jetzt im Rollenspiel

Der Entwickler Rovio Mobile ist fest entschlossen, die Angry Birds -Marke auf andere Genres auszubreiten. Nach dem Rennspiel Angry Birds Go! hat das Team jetzt mit Angry Birds Epic ein Rollenspiel-Adventure für mobile Plattformen angekündigt.

Dabei stehen stehen rundenbasierte Kämpfe mit zahlreichen Charakteren im Fokus, die in einer serientypisch leicht abgedrehten Fantasy-Welt stattfinden. Neben einer storybasierten Kampagne soll es unter anderem Handwerksfunktionen geben, mit deren Hilfe die Spieler unter anderem Tränke, Waffen und Rüstungen bauen können. Hinzu kommen diverse In-App-Kaufoptionen.

Der Release von Angry Birds Epic soll zunächst noch in dieser Woche ausschließlich im australischen und kanadischen iTunes-Store erfolgen. Zu einem noch nicht näher bekannten Zeitpunkt wird Rovio Mobile das Spiel auch in anderen Regionen für Android, iOS und Windows Phone 8 veröffentlichen. Unterhalb dieser Meldung finden Sie zudem den ersten Teaser-Trailer, der allerdings keine Gameplay-Szenen zeigt.

Google will alle Suchanfragen automatisch verschlüsseln

Schon 2010 verschlüsselte Google seine Suche - aber nur optional und nicht für alle Nutzer. Im Jahr 2012 dann begann Google die Suche in den USA standardmäßig zu verschlüsseln. Nach den Snowden-Enthüllungen über die massiven Spionage-Tätigkeiten der NSA im Internet, begann Google den Datenverkehr zwischen seinen Rechenzentren zu verschlüsseln. Doch außerhalb der USA sah es bislang eher mager aus, was die Verschlüsselung der Google-Suchanfragen betrifft. Ein weiteres Problem: Firefox, Safari und Chrome unterstützen die automatische Verschlüsselung. Doch ältere Versionen des Internet Explorers - in einigen Teilen der Welt immer noch weit verbreitet - nicht. Doch alle Suchen weltweit in Google, die mit aktuellen Browsern getätigt werden, verspricht man in Mountain View, sollen in den kommenden Monaten automatisch verschlüsselt werden. Das berichtet die Washington Post.

Verschlüsselt chatten mit Browser-Addon CryptoCat

Für besonders viel Furore dürfte diese Ankündigung nicht nur im NSA-Hauptquartier sorgen. Sondern auch in China. Dort werden Suchbegriffe wie "Dalai Lama" oder " Tiananmen-Massaker" von den Zensoren ausgefiltert. Wenn die Google-Suche verschlüsselt wird, bleibt den Männern hinter der "Großen Firewall", wie Chinas Zensurapparat in Anspielung auf die Große Mauer auch genannt wird, nur die komplette Blockade aller Google-Suchen. Oder das Knacken der Verschlüsselung. Dass Google für die chinesische Regierung eine Hintertür einbaut, ist eher unwahrscheinlich. Der Image-Verlust bei Bekanntwerden so einer Hintertüre wäre enorm. Eine weitere Option für die Zensoren: Sich per Man-in-the-middle-Attacke zwischen Nutzer und Verschlüsselung schalten.

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