2468496

Morgenmagazin vom Freitag, 15. November 2019

15.11.2019 | 07:09 Uhr |

Was das Macbook Pro 16 Zoll bedeutet – und was ihm fehlt +++ Bloomberg: Apple-Services-Bundle ab Frühjahr 2020 +++ Apple muss womöglich NFC öffnen +++ Apple Watch: App erkennt Herzrhythmusstörungen +++ Motorola Razr: Das Kult-Handy erhält eine Neuauflage mit Falt-Display +++ Amazon stellt Produktion des Echo Spot ein +++ DJI: Neue App soll alle Drohnen in der Umgebung anzeigen +++ iPhone 12: Leaks sollen Design zeigen +++

15. November: In die Tasten hauen

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Am Mittwoch Nachmittag erzitterte die Macwelt-Redaktion von Freudenschreien. Endlich ein neues Macbook Pro, und das ein gutes Jahr vor seiner Zeit! Schnell den Kontostand gecheckt, die Bedenken der Lebenspartner und Familienangehörigen weggewischt, die ideale Konfiguration ausgewählt und die Kreditkarte belastet. Als es wieder ruhiger in unseren Fluren wurde, hörten wir auch noch die Freudenschreie aus dem Erdgeschoss, wo unsere Entwickler ihrer Arbeit nachgehen. Die hatten in den letzten drei Jahren andere Sorgen als wir, die wir immer nur das Neueste haben wollen: Denn sie konnten dieser Neigung nicht nachgehen. Der fehlenden Escape-Taste wegen.

Nun kommt sie also zurück und wir Schreiberlinge, die wir in unserer gefühlten Unfehlbarkeit schon beinahe vergessen haben, wo denn die Delete-Taste zu finden ist, haben uns ernstlich gefragt, wie man ein feststehende Escape-Taste vermissen kann, wo es doch eine virtuelle gibt, die man sich eben zur Not einblenden kann. Dann haben wir unsere Tastaturen verglichen. Bei uns im Flur verblassen gerne die Tasten "C" und "V", auch das "N" hat sehr gelitten, mehr noch als das "E", das den häufigsten Buchstaben unserer und anderer Sprachen repräsentiert. Bei den Codern ist die Escape-Taste nur noch daran zu erkennen, dass sie eben links oben sitzt. Braucht man eine Taste so häufig, ist es eben keine Alternative, wenn man sie erst einmal über einen Druck auf "fn" auf der Touchbar hervorholen muss.

Apple hat aber nicht nur auf Entwickler gehört, die wahrscheinlich weit mehr schreiben als unsereins in der Redaktionsstube. Sondern auch auf andere Vielschreiber, denen die Tasten der Butterfly-Tastaturen der letzten Jahre einfach zu wenig Widerstand entgegen setzten. Und auf Leute, die sich vielleicht ein bisschen konzentrieren müssen und das laute Getippe des Kollegen kaum ertragen. Und natürlich auf uns alle, die wir Krümel und Staub nie ganz verhindern können, obwohl wir nie über dem Macbook Pro etwas essen. Wäre aber schon ganz nett, wenn man einen Buchstaben einmal tippt und der dann einmal im Text erscheint. Nur einmal.

Noch haben wir unser Testgerät nicht, aber vor allem auf die Tastatur dürfen wir gespannt sein. Sie soll ja dem Magic Keyboard nahe kommen, das ist zwar nicht das Non-Plus-Ultra unter den Tastaturen ist, aber auch nicht schlecht. Wehmütig erinnern sich aber die diejenigen von uns, die schon länger dabei sind, an das Apple Extended Keyboard II, das Apple am 15. November 1990 patentiert bekommen hat, woran uns Cult of Mac freundlicher Weise erinnert .

Das waren noch richtig griffige Tasten mit gutem Hub. Ob man die in perfekten Abständen zueinander angebrachten Tasten wirklich traf, konnte man deutlich hören, dabei war das Keyboard nicht einmal sonderlich laut. Hängen blieb da nichts. Der Anschluss ADB (Apple Desktop Bus) war zwar ein proprietärer, aber dank eines USB-Adapters konnte man das Keyboard noch lange Zeit nach dem offiziellen Ende von ADB an seinem Mac weiter betreiben und etwa die transparent-blaue des Power Mac G3 Yosemite mitsamt der Puck-Maus in der Schachtel lassen. Es hat mit dem Apple Extended Keyboard II sogar erfolgreiche Reinigungen in der Spülmaschine gegeben, man glaubt es kaum! Versuchen Sie das mal mit dem Magic Keyboard von heute oder dem Macbook Pro von 2016ff - halt, versuchen Sie das besser nicht.

Freuen wir uns lieber gemeinsam daran, dass Apple der Not der Funktionalität gehorchend sein Macbook Pro wieder ein bisschen dicker gemacht hat und nicht etwa auf die umgekehrte Idee gekommen ist, die Touchbar zu einer virtuellen Trackpad-Tastatur zu erweitern. Da kommt dann zwar kein Staub rein, aber wer je an einem iPad getippt hat, bekommt ein Gespür dafür, dass Entwickler doch lieber den Mac nicht entkommen wollen. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag:

Öffnen oder nicht: Sparkassen und VR-Banken haben sich im Sommer dem Unvermeidlichen gefügt und zugestimmt, ihre Karten und Konten kompatibel zu Apple Pay zu machen - wie weit Apple in Sachen Gebühren den Verbänden entgegen gekommen ist, bleibt unbekannt. An sich wollten Sparkassen und VR-Banken mit ihren eigenen Bezahlsystemen wie Giropay auch auf das iPhone - nachdem das auf Android-Smartphones problemlos möglich ist. Apple – das das Geschäft natürlich selbst machen will – führt hier immer Sicherheitsgründe an, nur wenn man die Kontrolle über Hardware, Software und Service behalte, könne man die Sicherheit und den Datenschutz gewährleisten, für den man stehe. Die Frage der Sicherheit könnte nun auch Apples letztes Argument gegen eine Öffnung des NFC-Chips in iPhones für die Bezahlsysteme Dritter sein, berichtet finanz-szene.de. Denn ein vom Finanzausschuss des Bundestages angenommener Gesetzentwurf sieht nach einer im letzten Moment vorgenommenen Änderung nun vor, dass Anbieter von technischen Infrastrukturleistungen für Bezahlungen verpflichtet werden können, gegen angemessenes Entgelt auch konkurrierenden Unternehmen Zugang zur Technik zu gewähren. Was angemessen ist, klärt das Gesetz nicht, im Zweifelsfall entscheiden Gerichte über die Auslegung derartiger Vorschriften. "Sachlich gerechtfertigte Gründe" – wie etwa bei Fragen der Sicherheit – könnten aber die Verpflichtung der Öffnung aufheben. Sparkassen und VR-Banken haben vermutlich stark auf die Gesetzgebung eingewirkt, werden vermutlich aber dennoch nicht um Apple Pay herumkommen. Apple hingegen habe laut finanz-szene.de noch unmittelbar vor Verabschiedung des Entwurfes versucht, gegen die letzten Änderungen Einfluss zu nehmen, über das Bundeskanzleramt und den US-Botschafter.

Was fehlt: Das Macbook Pro 16 Zoll mag zwar mit besserer Leistung glänzen und lang gehegte Wünsche bezüglich der Tastatur erfüllen, es fehlt ihm ab er doch an einigen wesentlichen Dingen, beklagt sich unser Macworld-Kollege Michael Simon. Die Kamera an der Front etwa bietet nach wie von nur eine Auflösung von 720p, Facetime-Chats sind damit zwar möglich, aber nicht besser geworden. Aber vor allem fehlt die Gesichtserkennung FaceID, die leicht zu integrieren gewesen wäre. Und warum hat man nicht einen Aus-Schalter für die Kamera eingebaut, für die Leute, die Angst vor Spionage haben und ihr hübsches Macbook Pro mit einem Klebeband verunstalten? Auch am Dispaly, das Apple etwas vergrößert und verbessert hat, findet Simon etwas auszusetzen, denn es handelt sich nach wie vor um LED und nicht OLED oder Micro-LED, für das die Zeit allmählich reif sei. Zudem hält der Kollege Apples Festhalten an der Intel-Plattform für überholt, die Zeit sei nun auch reif für den Wechsel auf einen selbst entwickelten Prozessor auf ARM-Basis. Auch das äußere Design biete nicht die erhoffte Revolution.

Was bleibt: Einen anderen Blick auf das Macbook Pro 16 Zoll wirft Jason Snell in seiner Analyse. Er hält das neue High-End-Notebook für eine Abkehr von Jony Ives Designdoktrin. Offiziell ist der CDO immer noch bei Apple, nach seinem im Sommer erklärten Abschied von Cupertino, war er aber nicht mehr in Erscheinung getreten und es ist gut möglich, dass er keinen entscheidenden Einfluss mehr auf die Gestaltung des Macbook Pro 16 Zoll gehabt habe. Unter Ive, der die Design-Philosophie von Steve Jobs auf die Spitze trieb, mussten neue Geräte immer noch dünner und leichter sein als ihre Vorgänger, das ist jetzt offenbar nicht der Fall. Stattdessen hat Apple – wie es auf den Pressebriefings in New York betont hatte – auf seine Kunden gehört, die sich etwa an der Tastatur störten.  Prinzipiell ist ja gegen den Wunsch nach Optimierung besonders des Gewichts nichts einzuwenden, man kann es aber auch übertreiben und den notwendigen Platz für Akkus, Prozessoren, die Lüfter und eben das Keyboard zu stark reduzieren. Obwohl es gegenüber seinem unmittelbaren Vorgänger etwas größer und schwerer geworden ist, ist das neue Macbook Pro immer noch kleiner und leichter als der zuletzt 2015 aktualisierte 15-Zöller, ganz zu schweigen von der Modellreihe bis 2012, die ja noch ein optisches Laufwerk an Bord hatte. Apple war ja immer gut darin, den Kunden das zu geben, von dem sie gar nicht wussten, dass sie es brauchen. Zuletzt war Cupertino mit diesem Ansatz aber an einigen Stellen ein wenig zu weit gegangen, der Paradigmenwechsel mag zwar nur subtil erscheinen, ändert aber vieles: Gebt den Profis das, was Profis wollen. Das beschränkt sich aber nicht nur auf die neue Tastatur, die eine ablöst, die streng der Ive-Doktrin gefolgt war. Schon im April 2017 war etwas davon zu spüren, als Apple einigen Journalisten erklärte, warum der Mac Pro in eine Sackgasse geraten war und wie man das zu ändern gedenke. 32 Monate später kommt denn auch glatt die neue Käsereibe. Auch das Macbook Air hat sich letztlich als überlebensfähig erwiesen, weil der potentielle Ersatz Macbook 12 Zoll nicht so recht weiter gekommen war, iMac Pro, erneuerter Mac Mini und Catalyst-Apps erfüllen zudem viele weitere Kundenwünsche.

Update: Apple hat für die Airpods Pro eine neue Firmware veröffentlicht. Ausgeliefert wurden die True Wireless seit dem 30. Oktober mit Firmware 2B584, nun ist die Version 2B588 aktuell. Release-Notes gibt es keine, Apple verrät also nichts über potentielle Änderungen und Verbesserungen, es kann sich eigentlich aber nur um kleinere Bugfixes oder Tweaks handeln. Um das Update und weitere Firmwareaktualisierungen zu erhalten, muss respektive kann man nichts machen - beim Verbinden mit dem iPhone lädt sich die Gerätesofrware automatisch, wenn es an der Zeit ist. In den Einstellungen auf dem iPhon kann man aber nachsehen, welche Firmware installiert ist, solange die AirPods verbunden sind.

Im Paket: Apple Music, Aracade, News+, TV+ und noch ein Speicherupgrade in der iCloud  – viele Kunden haben bei Apple mehrere Services abonniert und wünschen sich ein Paket mit allem. Diese Wünsche werden laut Bloomberg im Jahr 2020 voraussichtlich teilweise erfüllt: Informierte Kreise hätten davon gesprochen, dass Apple im Frühjahr 2020 ein Service-Bundle auflegen werde. Verleger, die ihre Erzeugnisse zuletzt für Apple News+ frei gegeben haben, hätten angeblich bereits zustimmen müssen, dass der Service auch in andere Pakete gebündelt werden könnte. Mit dem gleichen Gedanken sei Apple im Oktober auch an Musikverlage herangetreten, die Inhalte für Apple Music zum Stream bereit stellen. Für seine Services mit Medieninhalten will Apple vor allem Wachstum erzielen, nachdem das des iPhone längst in die Sättigung geraten ist. Als Vorbild dient gewiss auch Amazon, dass Musik- und Video-Dienste an das Prime-Abo knüpft. Ein Service-Paket würde die Kunden noch fester in das Apple-Ökosystem binden und vor allem für einen steten Umsatzstrom sorgen. Nicht auszuschließen ist aber, dass Apple zum Medienpaket noch iCloud-Speicher hinzufügt, besondere Konditionen für die Apple Card und sogar das iPhone-Update-Programm integriert, in dessen Rahmen Kunden alljährlich ein neues Telefon bekommen können.

Weitere Nachrichten:

Apple Watch: App erkennt Herzrhythmusstörungen

2018 brachte Apple mit der Apple Watch der vierten Generation nicht nur ein neues Design, sondern auch einige neue Gesundheitsfunktionen. Die neue Apple-Watch-Generation brachte ein integriertes Elektrokardiogramm mit verbesserten Sensoren mit. Mit einem Fingertipp auf die Digital Crown kann die Smartwatch innerhalb von nur 30 Sekunden mit der zugehörigen App und den Sensoren im Gehäuseboden ein EKG erstellen und dabei Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen – einer Herzrhythmusstörung.

Experten warnten bei der Einführung im vergangenen Jahr, dass viele Nutzer durch die EKG-App möglicherweise falsche Daten erhalten könnten, die sie unnötig beunruhigen würden. Das New England Journal of Medicine hat nun eine von Apple finanzierte Studie veröffentlicht, die die Sinnhaftigkeit von Apples EKG-Funktion nachweisen soll. Die Wissenschaftler haben 400.000 Apple-Watch-Besitzer über acht Monate hinweg beobachtet. 2161 von ihnen bekamen von ihrem Apple-Watch-EKG eine Warnung wegen Vorhofflimmern. Daraufhin wurden ihnen ein mobiles EKG-Messgerät in Form eines Pflasters zugeschickt, das sie sieben Tage lang tragen sollten. Nur ein Viertel der Teilnehmer schickte das Pflaster an die Wissenschaftler zurück. Bei 153 von ihnen bestätigte sich das Vorhofflimmern nach der Auswertung des Langzeit-EKG.

Die geringe Rücklaufquote der EKG-Pflaster stellt die Aussagekraft der Studie in Frage . Viele Wissenschaftler stufen die breit angelegte Untersuchung aber dennoch als „wegweisenden Durchbruch“ ein.

Motorola Razr: Das Kult-Handy erhält eine Neuauflage mit Falt-Display

Das Motorola Razr erhält eine Neuauflage. Das Kulthandy soll nun auch zum Kult-Smartphone werden. Dazu setzt das Unternehmen, das nun zu Lenovo gehört, auf ein flexibles Display.

Der Klappmechanismus unterscheidet sich allerdings von bekannten Modell, etwa dem Samsung Galaxy Fold. Das neue Motorola Razr wird vertikal aufgeklappt. Im geschlossenen Zustand bietet das Razr ein weiteres Display. So bietet das neue Razr fast die gleiche Größe wie das damalige Original-Handy. Das alte Razr-Handy war eines der meistverkauften Handys überhaupt.

Das Smartphone erhält auch ein neues patentiertes Klappscharnier, bei dem die beiden Hälften des flexiblen Displays ohne Abstand aufeinander aufliegen. So soll das Display im geschlossenen Zustand vor Schmutz und Staub optimal geschützt sein.

Das faltbare OLED-Display misst 6,2 Zoll und bietet im aufgeklappten Zustand ein 21:9-Format. Als Auflösung gibt Motorola 2142 x 876 Pixel an. Das Außen-Display, das für den geschlossenen Zustand konzipiert ist, ist 2,7 Zoll groß und unterstützt ebenfalls Touch-Eingaben.

Als Prozessor kommt der Snapdragon 710 von Qualcomm zum Einsatz. Weiterhin bietet das Smartphone 6 GB Arbeitsspeicher sowie 128 GB internen Speicherplatz. Auf der Rückseite sitzt eine 16-Megapixel-Kamera, die Selfie-Kamera bietet 5 Megapixel. Der Akku fällt mit 2500 mAh recht klein aus. Als Betriebssystem wird auf Android 9 Pie zurückgegriffen.

Der Hersteller Lenovo wird das Smartphone noch in Dezember in ausgewählten Ländern in Europa anbieten. In Deutschland soll das Razr dann im ersten Halbjahr 2020 erscheinen. Einen EU-Preis gab der Hersteller noch nicht bekannt, in den USA soll das Smartphone rund 1500 US-Dollar kosten.

Amazon stellt Produktion des Echo Spot ein

Amazons Echo Spot wird zwar noch mit einer eigenen Produktseite beim Online-Händler gelistet, verfügbar ist der kleine Display-Lautsprecher dort jedoch nicht mehr. „Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt,“ heißt es in der Beschreibung. Über die Produktsuche bei Amazon ist das Gerät mittlerweile nicht mehr auffindbar. Auf Nachfrage von mobiflip.de bestätigte Amazon nun, dass die Produktion des Echo Spot eingestellt wurde. Ob das Unternehmen einen Nachfolger plant, ist nicht bekannt. Einige andere Online-Händler verfügen noch über Restkontingente. Der Lautsprecher ist etwa bei Check24 oder Cyberport noch für 99 Euro zuzüglich Porto verfügbar. Warum Amazon die Produktion eingestellt hat, ist unklar.

Amazons Echo Spot ist seit Anfang 2018 in Deutschland erhältlich. Der runde Bluetooth-Lautsprecher verfügt über ein Farbdisplay und kann dank Alexa-Support unterschiedliche Sprachbefehle befolgen. Der Echo Spot ist außerdem mit unterschiedlichen Smart-Home-Geräten wie Kamers, Lampen und Thermostaten kompatibel. Wer einen Display-Lautsprecher aus dem Amazon-Sortiment sucht, muss nun auf die Echo-Show-Geräte ausweichen.

DJI: Neue App soll alle Drohnen in der Umgebung anzeigen

Das chinesische Unternehmen DJI will es jedem Smartphone-Besitzer ermöglichen, den Luftraum nach Drohnen in der Nähe abzusuchen . Dazu soll eine kostenlose App veröffentlicht werden, die per WLAN nach Drohnen in der Nähe sucht. Deren Identifikationsnummer soll dann zusammen mit der Position, Höhe, Geschwindigkeit und Richtung der Drohne auf dem Smartphone sichtbar sein. Die App soll schon im kommenden Jahr fertiggestellt werden und laut Hersteller für mehr Sicherheit und Gelassenheit sorgen.

Verantwortlich für diesen Vorstoß ist offenbar der zunehmende Druck auf die Drohnenindustrie, der durch Missbrauch der Fluggeräte - beispielsweise zum Beobachten von Menschen - verursacht wird. Mit der App von DJI können Drohnen im Umkreis von einem Kilometer per Smartphone erkannt werden. Dabei funktioniere die App mit allen Drohnen der letzten Jahre, nicht nur mit Modellen von DJI. Noch fehlt aber eine Liste, auf der alle kompatiblen Drohnen aufgeführt werden. Im Gegensatz zur professionellen Lösung AeroScope von DJI soll die Reichweite der App deutlich niedriger ausfallen. Flughäfen oder Stadien dürften also auch weiterhin auf die Profi-Anwendung von DJI setzen. Für Privatanwender könnte die neue App aber sehr interessant sein, wenn der Nachbar wieder einmal mit der Drohne seine Runden dreht.

iPhone 12: Leaks sollen Design zeigen

Das ging schnell. Kaum zwei Monate nach der offiziellen Vorstellung des iPhone 11 sind die ersten angeblichen Leaks des iPhone 12 im Umlauf. Das ist nichts ungewöhnliches, auch in den letzen Jahren verbreiteten sich früh "Leaks" der künftigen Modelle im Netz. Mal mehr, mal weniger realistisch. Gewöhnlich werden Leaks konkreter und realistischer, je näher das Launch-Datum kommt. Das Design des iPhone 11 war bereits vor der Vorstellung geleakt , denn Arbeiter, die an der Herstellung des iPhones beteiligt waren, schmuggelten Pressplatten und Modelle aus den Fabriken. Diese Art von Leaks zu verhindern ist heutzutage fast unmöglich.

Der Produktionsstart des iPhone 12 ist noch Monate entfernt, wie glaubhaft sind also die Leaks, die jetzt schon die Runde machen? Erfahrungsgemäß nicht besonders glaubhaft. Zumal sich ein Schema abzeichnet: Die Renderings, die das iPhone 12 zeigen sollen, ähneln stark denen, die vor dem iPhone XS und dem iPhone 11 die Runde machten. Seit Jahren prognostizieren "Experten" die Rückkehr eines älteren, aber schon jetzt ikonischen Designs: Das des iPhone 4.

Das iPhone 4 war zu seiner Zeit ein Bruch mit den Vorgängern. Statt der vielen Rundungen, die noch im iPhone 3GS zu finden waren, war die Rückseite des iPhone 4 nicht gekrümmt und die seitlichen Kanten flach. Das Ergebnis war ein edler Look, an den sich viele Fans auch heute noch gerne zurück erinnern.

Genau dieser Look soll, den Leaks zufolge, im nächsten Jahr zurückkommen – dazu vier Kameras statt drei und eine kleinere Notch. Wie das aussehen könnte zeigt dieses Rendering:

Erstellt hat das Rendering Milen Yanachkov, tätig für PhoneArena.com. Wieviel diese "Leaks" mit den echten Plänen Apples bezüglich des iPhone 12 gemein haben, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Erfahrungsgemäß spiegeln die frühen Leaks vor allem das Wunschdenken der Fans wieder. Auf verlässliche Informationen das neue Design betreffend werden wir wohl noch warten müssen.

Gegen die Rückkehr in die Stilrichtung des iPhone 4 spricht der, voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinende, Nachfolger des iPhone SE. Das Budget-iPhone ähnelte dem iPhone 4 vom Design. Wenn der Nachfolger im selben Stil bleibt, ist es unwahrscheinlich, das Apple ihren künftigen Flagschiffen den selben Look verpassen wie dem wesentlich günstigeren SE.

2468496