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Morgenmagazin vom Freitag, 16. Mai 2014

16.05.2014 | 07:34 Uhr |

Was heute wichtig wird: 16. Mai 2014 +++ Apple veröffentlicht OS X 10.9.3 und iTunes 11.2 +++ Creative Cloud zeitweise ausgefallen +++ Phablets werden immer beliebter +++ JBL: Speaker und Kopfhörer für draußen +++ Russland will GPS-Stationen dicht machen +++ Firefox: Mozilla integriert Kopierschutz in Browser +++ Test: Akkudaten anzeigen mit Battery Diag 1.0.1

Was heute wichtig wird: 16. Mai 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Kauft man heute ein Macbook von Apple, kann es jede Farbe haben, sofern sie Aluminium ist. Das hat den Grund vor allem in Apples selbst erklärtem Vorhaben, den "Planeten in einem besseren Zustand zu verlassen, als wir ihn vorgefunden haben". Bei der Produktion des Unibody-Gehäuses wird weniger Energie verbraucht als bei der früherer Rechner, Aluminium-Macbooks lassen sich auch weit einfacher wiederverwerten. Wer seinem Macbook dennoch etwas Individualität verpassen will, kann sich auf dem Markt für Schutzhüllen und Überzüge umtun, einige Dienstleister bieten auch gleich die Lackierung des Gehäuses im Wunschton an . Ein exklusiver Geschmack hat eben seinen Preis, das zeigte auch Apple mit dem Macbook, das heute vor acht Jahren auf den Markt kam. Der Nachfolger des bis dato nur in weiß erhältlichen iBooks kam nicht nur mit Intel-Prozessoren, sondern auch mit einer schwarzen Farbvariante. Die war etwas besser ausgestattet als das weiße Macbook, rüstete man dieses jedoch mit der gleichen Festplatte, ebensoviel RAM und dem flotteren Prozessor aus, bleib immer noch ein Preisunterschied von rund 50 Euro. Apple hatte es aber nicht bei der bloßen Einfärbung des Gehäuses belassen, auch wenig sichtbare Komponenten waren schwarz statt weiß, das sieht man etwa an den USB-Buchsen. Der Preisunterschied war vermutlich der Tatsache geschuldet, dass Apple weniger der schwarzen Macbooks produzierte als von den weißen. In freier Wildbahn traf man diese dann auch deutlich seltener an, aber immer noch häufiger als getönte Aluminium-Books. Im Herbst 2008 war für das Polycarbonatgehäuse dann Endstation, das neue Macbook unterschied sich vom Macbook Pro an sich nur durch fehlende Schnittstellen. Heute ist das Macbook Air die Einsteigerversion des mobilen Macs, ebenfalls im Aluminiumgehäuse untergebracht. Gefärbte Macbook Air habe ich in freier Wildbahn glücklicherweise noch keine gesehen. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Gesetzvorschlag zur Netzneutralität erhält Zustimmung der FCC ( PC World )

Gegen Diebstahl: Fahrradschloss mit App-Anbindung von Shylock ( TechHive )

Was iOS 8 für Mail bringen soll ( Macworld )

Highend 2014 - Kurioses aus dem Audio-Bereich ( Macwelt )

Weitere Nachrichten :

Apple veröffentlicht OS X 10.9.3 und iTunes 11.2

Nach einer ungewöhnlich langen Beta-Phase hat Apple das Update auf OS X 10.9.3 gestern Abend endlich veröffentlicht. Zeitgleich kommt auch iTunes 11.2, das eine wichtige Funktion zurückbringt: Die kabelgebundene Synchronisation von Adressen und Terminen von Mac zu iPhone und iPad. Seit dem Update auf iTunes 11 im letzten Jahr mussten iPhone-Besitzer ihre Daten über iCloud oder über unbequeme Umwege synchronisieren . OS X 10.9.3 unterstützt den lokalen Sync und bringt neben diversen Verbesserungen Unterstützung für 4K-Displays auch eine neue Safari-Version (7.0.3.). Wie unsere Macworld-Kollege Christopher Breen berichtet, finden aber einige Nutzer ihren User-Ordner nach der Installation nicht mehr, er ist versteckt wie die Library. Es gibt laut Breen dafür eine Lösung, die jedoch nur bis zum nächsten Neustart hält. Ein Terminalbefehl markiert die User-Ordner wieder als sichtbar. Der Hintergrund für diesen Fehler ist nicht bekannt und auch nicht, unter welchen Umständen er auftritt. Alle Details zum Update auf OS X 10.9.3 haben wir hier zusammengetragen .

Creative Cloud zeitweise ausgefallen

Nach einem stundenlangem Ausfall, der in der Nacht zum Donnerstag begonnen hatte, arbeitet Adobes Creative Cloud nach Angaben des Anbieters jetzt wieder störungsfrei. Abonnenten des Dienstes konnten sich für gut 24 Stunden nicht einloggen und so an ihre in der Cloud abgelegten Daten herankommen. Auch auf den Desktop geladene Programme wie Photoshop oder Indesign funktionierten während des Ausfalls nicht mehr bei allen Anwendern, berichten unsere Kollegen der Macworld . Adobe hat die Probleme mittlerweile behoben und verspricht, alles dafür zu tun, dass ein Ausfall wie dieser nicht mehr vorkomme . Was der genaue Grund für den Ausfall war, hat Adobe nicht erklärt.

Phablets werden immer beliebter

Phablets werden immer beliebter (c) Samsung
Vergrößern Phablets werden immer beliebter (c) Samsung
© Samsung

Das Marktforschungsunternehmen Canalys hat eine aktuelle Studie zu den Smartphone-Verkaufszahlen im ersten Quartal 2014 veröffentlicht. In den ersten drei Monaten des Jahres wanderten demnach weltweit insgesamt 279,4 Millionen Geräte über die Ladentheken – ein Anstieg um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Googles mobiles Betriebssystem Android ist dabei mit einem Anteil von 81 Prozent am stärksten vertreten. Apples iOS und Microsofts Windows Phone sind auf 16 bzw. 13 Prozent der Geräte installiert.

Die Canalys Studie zeigt außerdem die steigende Beliebtheit so genannter Phablets. Zu dieser Produktkategorie zählen Smartphones mit einer Bildschirm-Diagonale von mindestens 5 Zoll. So entschieden sich 22 Prozent aller Kunden für ein Gerät mit 5 bis 5,4 Zoll, während 10 Prozent ein Smartphone mit 5,5 bis 5,9 Zoll kauften. 66 Prozent entschieden sich für ein kleineres Mobiltelefon mit einer Bildschirmdiagonale unter fünf Zoll.

Laut Canalys bleibt Samsung außerdem der führende Smartphone-Hersteller. Das Unternehmen kann einen Marktanteil von 31 Prozent für sich beanspruchen. Konkurrent Apple schafft es noch auf 16 Prozent.

JBL: Speaker und Kopfhörer für draußen

JBL Charge ist ein transportabler Lautsprecher in unterschiedlichen Farben zum Preis von 149 Euro. Dieser verbindet sich mit Mobilgeräten per Bluetooth und soll zwölf Stunden Akkulaufzeit mit satten Bässen bieten.

Der JBL Pulse ist ein Speaker, der effektvolle LED-Lichtspiele und erstklassigen Klang bieten soll. Die rund um das Gehäuse platzierten LEDs pulsieren demnach im Rhythmus der Musik. Sie lassen sich zudem durch Antippen des Touchpads an der Oberseite oder mithilfe der JBL-App individuell beeinflussen. Der Akku soll zehn Stunden Laufzeit schaffen, fünf Stunden mit zugeschalteten Lichteffekten. Er verbindet sich über NFC und Bluetooth mit Smartphone oder Tablet. Der Preis beträgt 199 Euro.

Der JBL Synchros S400BT ist ein On-Ear-Bluetooth-Kopfhörer mit NFC- und Bluetooth 3.0-Verbindung. Über den berührungsempfindlichen Sensor an der linken Ohrschale lassen sich Musik und Telefonate per Wischgesten steuern, die durch eine nachziehende LED-Spur als optisches Highlight sichtbar werden. Mit last Hersteller 15 Stunden Akkulaufzeit, drehbaren Ohrschalen, Lederpolsterung und einem Kopfband aus Stahl ist der Kopfhörer technisch und optisch auf der Höhe. In Weiß oder Schwarz gibt es den JBL Synchros S400BT für eine UVP von 229 Euro.

Der In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer JBL J46BT schließlich will seinem Nutzer eine Kombination aus Musikgenuss und Komfort bieten. Der Kopfhörer lässt sich per Bluetooth verbinden. Die Kabelführung beschränkt sich auf den Nackenbereich und wendet sich damit vor allem an Outdoor-Enthusiasten für maximale Bewegungsfreiheit. Die Drei-Knopf-Fernbedienung dient zur Musiksteuerung oder der Anrufannahme. Der über USB aufladbare Akku soll bis zu fünf Stunden Musikgenuss liefern. Die UVP liegt bei 99 Euro.

Russland will GPS-Stationen dicht machen

Wie die russische staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti meldet , will Russland elf GPS-Bodenstationen auf seinem Territorium abschalten. Schon ab dem 1. Juni soll der Betrieb ausgesetzt werden, zitiert die Nachrichtenagentur den Vizepremier Dmitri Rogosin. Der Grund sei die Haltung der USA. Diese hätten sich nämlich geweigert, eine Station des russischen Navigationssystems GLONASS auf ihr Gebiet zu lassen. Wenn die USA nicht einlenken, droht der Vizepremier, werden die GPS-Stationen auf russischem Gebiet ab dem 1. September endgültig deaktiviert. Bislang hätten sich die USA als "unverlässlicher Partner" verhalten.

Dmitri Rogosin verspricht aber, dass russischen GPS-Nutzern durch die Abschaltung kein Nachteil entstünde. Die Signal-Qualtiät soll nämlich nicht beeinträchtigt werden. Der von der staatlichen Nachrichtenagentur als Experte genannte Igor Marinin bestätigte das der RIA Novosti gegenüber. Die Bodenstationen, so Marinin, sind nur für das Militär wichtig, da sie für Genauigkeiten von unter einem Meter sorgen würden. Autofahrer und Touristen sollen gar nichts von der Abschaltung merken, versichert er. Auch für den Flugverkehr bestehe keine Gefahr, da dort primär Funkortung eingesetzt werde und die Satellitennavigation eine untergeordnete Rolle spiele.

Doch scheinbar gibt es im eigenen Land sehr wohl auch kritische Stimmen gegen das geplante Vorgehen des Vizepremiers. Der Industrieminister Denis Manturow hält die Abschaltung für unnötig. Sein Argument gegen die Abschaltung: Wenn GLONASS an einer Stelle versagt, springt GPS ein.

Dass die plötzliche Abschaltung von GPS auch etwas mit der Ukraine-Krise und den Sanktionen der USA zu tun haben könnte, erwähnt die Nachrichtenagentur mit keinem Wort.

Diese Meldung kommt übrigens nur wenige Tage nach der Erklärung Russlands, die Internationale Raumstation ISS vier Jahre früher als geplant nicht mehr unterstützen zu wollen.

Firefox: Mozilla integriert Kopierschutz in Browser

Die Entscheidung dürfte bei den Open-Source-Anhängern und Firefox-Fans für kontroverse Diskussionen sorgen. Mozilla hat nämlich die Integration eines Kopierschutzes in Firefox angekündigt.

In einem Blog-Eintrag räumt Mozilla-Foundation-Vorsitzende Mitchell Baker ein, dass es eine schwierige Entscheidung gewesen sei. Man habe sich aber letztendlich dazu entschieden, damit Nutzer auch in Zukunft kopiergeschützte Filme im Browser ansehen können. Ansonsten seien die Anbieter der Inhalte nicht bereit, das Betrachten der Filme im Browser zu gestatten.

"Unglücklicherweise kann Mozilla zu diesem Zeitpunkt allein nicht die Industrie beim Thema DRM ändern. (...) Die anderen Browser-Anbieter - Google, Microsoft und Apple - habe diese neuen Systeme bereits implementiert", schreibt Baker. Aus diesem Grund werde es schon bald nur noch möglich sein, Filme in Browsern zu betrachten, wenn die Browser auch ein integriertes DRM besitzen. Um zu verhindern, dass sich Nutzer von Firefox abwenden, sieht sich Mozilla daher gezwungen, DRM auch in Firefox zu implementieren.

Konkret wird Mozilla in Firefox die Unterstützung für das Adobe Access DRM namens Encrypted Media Extensions (EME) integrieren. Für Anwender hat diese Integration den Vorteil, dass sich so geschützte Filme im Browser direkt ansehen lassen, ohne ein Plug-In wie Flash oder Silverlight installieren zu müssen.

Derzeit kann Mozilla noch nicht sagen, ab wann EME in Firefox integriert sein wird. Die Details würden derzeit noch finalisiert. Die anschließenden Tests könnten dann noch einige Monate dauern. Es werden alle Desktop-Versionen von Firefox betroffen sein, also Firefox für Windows, Mac und Linux. Keine Pläne gäbe es derzeit für eine Integration von EME in Firefox für Android.

Auch auf die Frage, ob die Integration eines geschlossenen Kopierschutzes in den offenen Browser nicht gegen die Prinzipien von Mozilla verstoße, wird eine Antwort geliefert. "DRM setzt geschlossene Systeme zum Funktionieren voraus und ist so designt, dass es den Usern die Kontrolle entzieht. Daher ergreift Mozilla die Schritte für alternative Lösungen für DRM. Aber Mozilla glaubt auch, dass bis ein alternatives System gibt, Firefox-Nutzer in der Lage sein sollten zu entscheiden, ob sie mit DRM interagieren wollen, um gestreamte Videos im Browser zu betrachten."

Genauere technische Details zur Implementierung von EME in Firefox verrät Mozilla-CTO Andreas Gal in seinem Blog. Auch er betont, dass man bei Mozilla zur Erkenntnis gekommen sei, dass die Nicht-Implementierung des DRM in Firefox zu einem Wechsel der Firefox-Nutzer zu anderen Browsern geführt hätte.

Test: Akkudaten anzeigen mit Battery Diag 1.0.1

Die kostenlose App Battery Diag liefert zusätzliche Infos über den Akku eines Macbooks. Ruft man das im App Store sehr beliebte Menüleistentool auf, zeigt die elegant gestaltete Software die verfügbare Akkuleistung und aktuelle Ladung an. Vier Symbole am unteren Fensterrand zeigen weitere Informationen: Die bei gleichbleibender Nutzungsart verbleibende Laufzeit blendet es in Stunden

und Minuten ein, die Anzahl der bisher erfolgten Ladezyklen verrät die Lebensdauer des Akkus. Der Gesundheitszustand ist ebenfalls zu erfahren: Ein blaues Herz signalisiert gute Akku-Gesundheit, die Farben Orange und Rot kündigen baldige Probleme an. Mittels Infofenster listet das Tool aktuelle Akku-Temperatur, derzeitigen Stromverbrauch und die exakten Kapazitätsangaben auf. All diese Informationen stehen allerdings ebenso über das Dienstprogramm Systeminformationen zur Verfügung, das unter dem Punkt „Stromversorgung“ sogar noch weitere Details liefert. Optisch ist die Software sehr gut gelungen, wenn wir auch einige Funktionen vermissen. So fänden wir etwa die Anzeige von Akku-Infos über das Menüleistensymbol nützlicher als die Wahl zwischen drei Programm-Designs. Weit mehr Informationen und Optionen bietet beispielsweise die kostenpflichtige Software Battery Monitor.

Empfehlung Battery Diag

Die Freeware Battery Diag ist gut gestaltet und liefert interessante Informationen über den verbauten Macbook-Akku. Der Funktionsumfang ist allerdings doch recht eingeschränkt und Konkurrenten wie Battery Monitor liefern deutlich mehr Nutzwert.

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