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Morgenmagazin vom Freitag, 16. Dezember 2016

16.12.2016 | 06:52 Uhr |

Rogue One und der Mac +++ Ersatz für AirPods kostet 69 US-Dollar +++ Mangelnder Datenschutz bei Fitnessarmbändern +++ Erste Berichte über Thunderbolt-Grafikkarten am Macbook +++ Gatebox: Holographische Lebensgefährtin im Minirock +++ United Internet kauft Strato von der Telekom +++ Maas: Facebook löscht nur 46% der Hasskommentare +++ LaCie Rugged USB-C 4 TB im Test +++

16. Dezember: Letzte Vorbereitungen

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Steht schon wieder ein Wochenende bevor? Ja, rast die Zeit im Winter immer schneller als im Sommer? Kaum - aber vielleicht gaukeln uns das die früh hereinbrechende und lang anhaltende Dunkelheit eben genau das vor. Es ist in jedem Fall das letzte "normale" Wochenende in diesem Jahr - am darauf folgenden Samstag ist ja schon Heilig Abend. Allerhöchste Zeit also, vorletzte Dinge für die Feiertage zu organisieren. Etwa den Karpfen oder den Braten bestellen. Den Baum organisieren, vielleicht ja selbst schlagen. Die Lichterketten auf Funktionalität überprüfen, ersatzweise Kerzen und Kerzenhalter besorgen. Geschenke muss man noch nicht einkaufen, das reicht ja auch am Nachmittag des 23.12. und am Vormittag des 24.12., wenn das alle so machen. Aber Stollen und Plätzchen sollte man jetzt noch backen, denen schadet es nicht, wenn sie ein paar Tage liegen - ganz im Gegenteil.

Im Kalender der Aktionstage ist ja auch dieser Sonntag als Bake Cookies Day markiert, sechs Tage vor dem Fest stellen nicht nur Krümelmonster und solche, die es werden wollen per Siri den Timer für den Ofen. Für die Kleiderordnung in der Küche sollten wir berücksichtigen, dass am Sonntag auch der National Ugly Christmas Sweater im Kalender steht. Ist der greisliche Weihnachtspulli, der letztes Jahr unterm Baum lag, so richtig mit Mehl, Butter, Milch und Eiern eingesaut, haben wir sechs Tage später eine treffende Ausrede dafür, dass wir zum Fest in ein weniger hässliches Gewand schlüpfen - und das nächste schauderliche Strickwerk auspacken. Aber die Hoffnung besteht nach wie vor, dass nicht jede Mode aus den USA und UK auch bei uns ankommt. Die Folgen wären ja nicht auszudenken, wenn wir neben den Socken in den Sandalen und der Trainingshose noch einen Rentier- oder Schneemannpullover anziehen.

Um aber mal wieder den etwas gehobeneren Geschmack zu bedienen, sehen wir im Kalender nach anderen Jahrestagen. Und finden dort den am 16. Dezember 1917 geborenen Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke. Die beinahe biblischen 99 Jahre zu erreichen, war ihm leider nicht vergönnt, doch konnte er. als er 90-jährig im März 2008 verstarb, immerhin noch miterleben, welche seiner Fantasien Realität wurden und welche nicht. Im Fall von "2001" lag er mit dem Jahr kräftig daneben, aber vielleicht nicht einmal mit den Inhalten der Odyssee im Weltraum. Die künstliche "Intelligenz" der Computer könnte in der Tat noch einmal zur Bedrohung werden, bemannte Flüge in die Jupiter-Laufbahn bleiben indes für Jahrzehnte wenn nicht gar Jahrhunderte unwahrscheinlich. Wo Clarke aber einen Volltreffer gelandet hatte, war bei seiner Vision der Vernetzung von Computern zu Kommunikationszwecken, man kann sagen, der Physiker und Autor hat gewissermaßen das Internet vorher gesehen. So sehr uns auch die Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxis von vor langer, langer Zeit erinnern, bei Star Wars sind die Planeten, Spezies und Raumfahrzeige doch nur Kulisse für bewährte Kriegs- und Familiendramen. Wohingegen in Clarkes Werk noch sehr viel Wissenschaft steckt. Vielleicht ziehen wir uns über das Wochenende mit einem guten Buch zurück und lassen die anderen die Plätzchen backen, die wir später mit Genuss verzehren, wenn sie sich "Rogue One" im Kino ansehen... Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Story hinter der Geschichte: Apropos "Rogue One" - das neueste Star-Wars-Spinoff hat sehr viel mit dem Mac zu tun, wie unser Macworld-Kollege Jason Snell näher erläutert. Beziehungsweise mit John Knoll, der auf die Idee gekommen ist, die Geschichte zu erzählen, wie die Rebellen die Pläne für den Todesstern erhalten konnten, die schon in der Eingangssequenz des historisch ersten Star-Wars-Films "Episode IV: A New Hope" eine wesentliche Rolle spielen. John Knoll ist CCO (Chief Creative Officer) des mittlerweile zum Disney-Konzern gehörenden Effektstudios Industrial Light and Magic (ILM), das einmal mehr für die visuellen Effekte in "Rogue One" verantwortlich zeichnete. Knoll arbeitete bereits im Jahr 1987 bei ILM, als er zusammen mit seinem Bruder Thomas auf dem Mac und für den Mac eines der wichtigsten Programme der IT-Geschichte entwickelte: Photoshop. Der Name der Bildbearbeitung war an sich nur ein Spaß und wie es sich für ein gutes Provisorium gehört, das ewig halten soll, blieb er hängen. "Rogue One" ist übrigens mit einer analogen 35-mm-Kamera gedreht, wie unser Kollege Julian Reischl auf kameramann.de zu berichten weiß , die Postproduktion inklusive der Effekte läuft natürlich längst komplett digital ab. Das war im Jahr 1977 noch anders, als ILM die Lichtschwerter auf den belichteten Film buchstäblich aufmalte. Mitte/Ende der Neunziger kamen die drei klassischen Star-Wars-Filme digital aufgehübscht erneut in die Kinos, bevor die Saga in "Dark Menace" zu ihrem neuen Anfang zurück sprang. Die digitalen Effekte in diesen Versionen sehen nicht nur so aus, als seien sie auf einem Mac entstanden, denn genau das hat John Knoll auf seinem Computer auch gemacht. Dabei legte er einen derartiges Tempo hin, das die bei ILM noch mit traditionellen Mitteln arbeitenden Kollegen erstaunen ließ. Der Mac ist dank Star Wars, Photoshop und John Knoll gewissermaßen der Schurke Nummer eins der Bildmanipulation...

Schlecht geschützt: Eine Studie des Center for Digital Democracy und der School of Communication an der American University hat in den USA Fragen zur Datensicherheit von Wearables wie Fitnesstrackern, Smartwatches oder "intelligenter" Kleidung aufgeworfen. Conclusio: Laxe und hochgradig fragmentierte Sicherheitsstandards im US-Gesundheitssystem lassen am Schutz der Privatsphäre der Nutzer solcher Geräte zweifeln. Konkret schreiben die Autoren: "Viele dieser Geräte sind bereits in ein wachsendes Gesundheits- und Marketing-Ökosystem integriert, das auf Big Data fußt und darauf zielt, persönliche Gesundheitsdaten zu sammeln und zu monetarisieren, um das Verhalten der Verbraucher zu steuern."

Ersatz: Die AirPods kann man mittlerweile bestellen, die Lieferzeit beträgt nun aber mehrere Wochen. Bisherige Tests klingen recht optimistisch bezüglich der Hauptsorge potentieller Nutzer, so schnell fallen die Stöpsel nicht aus den Ohren, nicht einmal beim Sport. Da aber nicht einmal ein Halteband die beiden Ohrhörer miteinander verknüpft, bleibt zumindest eine Restwahrscheinlichkeit, dass einem mal einer der Lauscher aus den Ohren fällt. Wie Apple nun in einem Support-Dokument darlegt, lässt sich in solch einem Fall auch ein einzelner linker oder rechter AirPod nachkaufen, dieser Ersatz kostet 69 US-Dollar. Auch die Schachtel, in denen sich die AirPods aufladen ist für 69 US-Dollar ersatzweise nachzukaufen.

Garantie: Fitbit hat den Smartwatch-Pionier Pebble übernommen und die zuletzt angekündigte Uhr auch gleich aus dem Angebot genommen. Bestandskunden beruhigt der neue Eigentümer jedoch und verspricht, die Pebble-Services online am Laufen zu halten. Diese Garantie gibt Fitbit jedoch nur für das Jahr 2017, was dann mit dem Jahreswechsel auf 2018 geschehen wird, ist noch offen.

Konsolidierung: Apple dominiert den Markt für Smartwatches immer mehr und schließt auch die Lücke zum Fitnessarmbandhersteller Fitibit zusehends, legt der Analyst Neil Cybart in seinem Blog Above Avalon dar. Die Konkurrenz werde in Zukunft immer mehr die Apple Watch kopieren. Die Uhr habe zwar nicht die eine "Killer-App" zu bieten, überzeuge aber durch ihre Vielseitigkeit und habe vor allem aufgrund der weiten Verbreitung des iPhone die besten Chancen.

Entschädigung : Apple hat in Kalifornien einen arbeitsrechtlichen Prozess verloren und muss nun ehemaligen Mitarbeitern der Apple Stores insgesamt 2 Millionen US-Dollar an Entschädigung zahlen, 95 US-Dollar pro Kläger. Diese hatten in einer Sammelklage ihrem Arbeitgeber vorgeworfen, ihnen nicht ausreichend Pausen gegeben zu haben, in denen sie hätten etwas essen können. Zudem wären die letzten Gehaltszahlungen nach dem Verlassen des Unternehmens verspätet bei den ausgeschiedenen Mitarbeitern angekommen. Apple hat die Vorwürfe stets bestritten aber nun doch in den Vergleich eingewilligt.

Weitere Nachrichten:

Erste Berichte über Thunderbolt-Grafikkarten am Macbook

Die neue Thunderbolt-3-Schnittstelle des Macbook Pro eignet sich nicht nur für den Anschluss von 5K-Monitoren und schnellen Speicherlösungen. Dank hoher Datenraten können sogar leistungsfähige Grafikkarten angeschlossen werden. Wie erste Berichte aus der Praxis zeigen, scheint sich dies aber eher bei den 15-Zoll-Modellen zu lohnen, weniger bei den Modellen mit 13-Zoll-Bildschirm. Leider ist die Nutzung dieser Thunderbolt-3-Lösungen offensichtlich nicht problemlos, die Anwender berichten von einer Vielzahl unterschiedlicher Schwierigkeiten.

Zur Verfügung stehen mittlerweile mehrere Thunderbolt-3-Lösungen, auch als eGPU bekannt. Relativ günstig ist beispielsweise das Gerät Razer Core von Razer, relativ teuer die Lösung BizonBox (von der wir bereits ein Testgerät angefordert haben), kostet ab 600 US-Dollar ohne Grafikkarte. Anscheinend gibt es je nach Lösung unterschiedliche Probleme. Die in den USA beliebte Razer Core ist beispielsweise eigentlich nur für Notebooks von Razer gedacht, bei Ebay bekommt man ein gebrauchtes Exemplar für 500 Euro. Weitere Lösungen sind erst angekündigt, praktische Erfahrungen liegen noch nicht vor. Vor allem mit der Razer Core gibt es bereits erste Erfahrungen mit der neuen Macbook Pro, unter macOS Sierra wird sie aber ohne Hacks nicht erkannt.

Für die Nutzung ist zusätzlich zur Grafikkarte ein externer Monitor erforderlich, zumindest unter Mac-OS X. Nutzt man die eGPU unter Bootcamp ist bei dem 15-Zoll-Macbook Pro mit eigener Grafikkarte auch die Beschleunigung der Anzeige auf dem internen Bildschirm möglich.

Die BizonBox ist laut Hersteller  unter Mac-OS X vor allem interessant, wenn man eine Software wie DaVinci Resolve, Premiere Pro, Photoshop, After Effects und Octane Render nutzt. Bei diesen Programmen kann man laut Hersteller nämlich die externe GPU über eine Voreinstellung auswählen und als eine Art CUDA-Beschleuniger nutzen. Funktionen wie Rendering werden dann schneller durchgeführt. Eine Beschleunigung der Darstellung, etwa hohe Frameraten bei Spielen, ist unter OS X nur bei einem extern angeschlossenen Monitor möglich.

Unter Bootcamp kann man dagegen auch Spiele auf dem internen Display beschleunigen. Hier sind die Ergebnisse gut, allerdings soll die eher langsame CPU des 13-Zoll-Macbook viele Leistung kosten. Beim 15-Zoll-Macbook Pro ist laut den Ergebnissen einiger Nutzer die Leistung hervorragend. Allerdings ist die interne Grafikkarte bereits so schnell, dass man nur mäßige Leistungsverbesserungen erzielt – die nach unserer Meinung in keinem Verhältnis zum Aufwand stehen. Unterstützt werden außerdem nur einzelne Grafikkarte, da für neuere Modelle keine Mac-Treiber existieren.

Gute Ergebnisse auch unter macOS Sierra soll man aber laut Reddit mit der Anwendung einiger Systemeingriffe erzielen. Will man die Razer Core unter dem macOS zum Laufen bringen, gibt es sogar bereits ein freies Installationsskript von Goalque namens "automate eGPU". Davor ist allerdings ein Thunderbolt-3-Hack nötigt, damit das Macbook das Gerät überhaupt erst erkennt.

Zur Enttäuschung vieler Nutzer kann ein Macbook viele Thunderbolt-3-Geräte nicht erkennen, nicht von Apple zertifizierte Thunderbolt-Peripherie wird nämlich per Software geblockt. Dazu gehört beispielsweise ein Thunderbolt 3-Dock von Startech. Umgehen kann man dies zwar mit einer Software von Khaos Tian, allerdings muss man zusätzlich auch die System Integrity Protection deaktivieren – per Recovery-Partition. Wir vermuten allerdings, dass Apple ungeprüfte Thunderbolt-Geräte nicht ohne Grund blockt, könnten diese doch dank hoher Spannung ein Macbook schnell beschädigen. Aktuell würden wir deshalb diesen Thunderbolt-Hack nicht empfehlen.

Fazit : Von den externen Grafikkarten hatten wir uns mehr erhofft. Benötigt man für seine tägliche Arbeit eine schnelle Grafikkarte, ist das Macbook Pro 15 Zoll wohl einfach die sinnvollste Wahl. Um eine Lösung wie die Razer Core zum Laufen zu bringen, sind die Eingriffe ins System nach unserer Meinung zu riskant. Vielleicht erscheinen aber in den nächsten Monaten bereits ausgereiftere Lösungen. Bizon Box hat seine Thunderbolt 3 Peripherie für Anfang 2017 versprochen.

Gatebox: Holographische Lebensgefährtin im Minirock

Das japanische Unternehmen Vinclu hat mit Gatebox einen virtuellen Heimroboter vorgestellt, der seinen Besitzer hilfreich durch das Leben begleiten soll. In Gearbox steckt eine holographische Dame namens Azuma Hikari, die im Anime-Look aufreizend gekleidet ist und auch bereits eine eigene Website besitzt.

Zielgruppe sind laut Unternehmensangaben Menschen, vornehmlich wohl männliche, die alleine leben. Über die Website von Hikari ist bekannt, dass sie 20 Jahre jung und 1,58 Meter groß ist, Anime mag und gerne Donuts isst. Insekten mag sie nicht. Ihr Traum ist es, eine Heldin zu werden und den Menschen zu helfen, die hart arbeiten... Ansonsten scheint sie keine großen Ansprüche zu haben, auch nicht was den Platzbedarf angeht, denn schließlich "lebt" Hikari ja auch in der Gatebox.

Hikari kann mit ihrem Besitzer, den sie als "Master" bezeichnet, Konversationen führen, wobei sie auch dessen Vorlieben und Hobbys berücksichtigt. Außerdem können über Gatebox und Hikari durch Sprachbefehle diverse Aufgaben im Haushalt erledigt werden, wie beispielsweise das Ein- und Ausschalten des Lichts oder das Kommando an den Roboter-Staubsauger, ein Zimmer sauber zu machen.

Dafür besitzt Gatebox diverse Sensoren, Kameras und ist mit dem Heimnetzwerk verbunden. Hinzu kommen Bluetooth und ein Mikrofon. Über Apps für iOS und Android kann auch aus der Ferne mit der Gatebox bzw. Hikari Kontakt aufgenommen werden.

Die "heilende Stimme" von Hikari, so der Hersteller, soll ihren Besitzer in seinem Alltag unterstützen. Dieser solle schließlich "sein Leben genießen, ohne dafür seine Freiheit aufgeben zu müssen."

Einsame und/oder verzweifelte Herzen können Gatebox kann ab sofort vorbestellen. Der Preis liegt bei umgerechnet etwa 2.400 Euro. Zum Start sollen etwa 300 Stück produziert werden. Das Gerät, in dem Hikari "gefangen" ist, ist etwa 22 x 36 x 52 Zentimeter groß und besitzt auch Stereolautsprecher. Der geplante Verkaufsstart ist Dezember 2017.

United Internet kauft Strato von der Telekom

Das deutsche Internet-Gigant United Internet (1und1, Web.de, GMX, 1&1 Versatel) kauft die Strato AG von der Deutschen Telekom. Das teilten United Internet und die Telekom heute mit.

United Internet, das mit 1und1 bereits einen großen Web-Hoster besitzt, kauft mit dem in Berlin sitzenden Strato den wichtigsten Konkurrenten im deutschsprachigen Raum auf. Bei Strato arbeiten über 500 Mitarbeiter, der Hoster hat laut eigenen Angaben über zwei Millionen Kundenverträge. Für 2016 rechnet Strato mit 127 Millionen Euro Umsatz sowie einem Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Edita) von rund 48,5 Millionen Euro.

Strato ist hauptsächlich in Deutschland und den Niederlanden aktiv. Die Strato-Produktpalette reicht von Domains, E-Mail-Paketen, Homepage-Komplettpaketen, E-Shops, Servern über Online-Speicher bis hin zu individuellen High-End-Hosting-Lösungen. Das operative Geschäft wird in zwei firmeneigenen Rechenzentren in Berlin und Karlsruhe betrieben.

Das im rheinland-pfälzischen Montabaur beheimatete United Internet bezahlt für Strato rund 600 Millionen Euro in bar (also kein Aktientausch oder ähnliches). Ein Teilbetrag in Höhe von zirka 566 Millionen Euro ist nach dem im 1. Halbjahr 2017 erwarteten Closing zahlbar. Weitere bis zu 34 Millionen Euro werden in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Performance-Ziele zu einem späteren Zeitpunkt fällig.

Der Anteilserwerb steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Die United Internet AG besitzt laut eigenen Angaben 16,75 Millionen kostenpflichtigen Kundenverträgen und 33,44 Millionen werbefinanzierten Free-Accounts. Bei United Internet arbeiten 8.000 Mitarbeiter.

Die Deutsche Telekom hat den Hosting-Dienstleister Strato 2009 für 275 Millionen Euro übernommen.  Die Deutsche Telekom will sich zum „führenden europäischen Telekommunikationsanbieter weiterentwickeln“ und verkauft dafür Geschäftsfelder wie eben das Hosting, die nicht zu dieser Fokussierung passen.

Strato ist bislang innerhalb des Deutsche Telekom Konzerns der Dienstleister für das Hosting von MagentaCLOUD Services. Der zukünftige Eigentümer, United Internet, wird diese Services auch in den kommenden Jahren fortsetzen, wie die Telekom erklärt. Die bei Strato gehosteten Daten sollen auch weiterhin in Deutschland gespeichert werden. Für die Kunden der Deutschen Telekom soll sich nichts ändern.


Maas: Facebook löscht nur 46% der Hasskommentare

Noch vor einem Jahr hatte Bundesjustizminister Heiko Maas gefordert, dass Facebook Hasskommentare binnen 24 Stunden nach der Meldung löschen müsse. Etwas später wurde eine Task Force im Kampf gegen Hasskommentare eingerichtet. Ein Jahr später zieht Maas nun eine eher traurige Bilanz. Im ARD-Morgenmagazin erklärte Maas, dass Facebook nur 46 Prozent der von den Nutzern gemeldeten Hasskommentare löscht. Das habe ein von seinem Ministerium in Auftrag gegebenes externes Monitoring ermittelt.

In dem Interview erklärte Maas, dass die Gesetze gegen Hasskommentare bereits ausreichend seien. Vielmehr gelte es verstärkt Facebook in die Haftung zu nehmen, wenn das Unternehmen zwar von den Nutzern über die Hasskommentare in Kenntnis gesetzt werde, aber dann diese nicht lösche. Denkbar sei es, Facebook zu einer sogenannten Sitzauflage zu verpflichten, also mit der Verpflichtung, einen Sitz in Deutschland zu haben. Momentan hat das US-Unternehmen in Europa seinen Hauptsitz in Dublin. Ebenfalls denkbar sei eine gesetzliche Berichtspflicht für Facebook, nach der Facebook regelmäßig melden müsse, wie viele Hasskommentare gemeldet wurden und wie viele davon gelöscht wurden.

LaCie Rugged USB-C 4 TB im Test

Die LaCie Rugged USB-C ist eine externe USB-3.0-Festplatte im 2,5-Zoll-Format, die als Besonderheit gehäuseseitig eine USB-C-Buchse verbaut hat. Über diese können Sie das Laufwerk wahlweise per USB-C oder das gewohnte USB-A am PC beziehungsweise Notebook anschließen. LaCie legt für beide Standards ein Kabel mit entsprechendem Stecker bei.

Im Inneren der Festplatte steckt die Seagate ST4000LM016-1N2170, ein SATA/600-Laufwerk mit 16 MB Cache und 5400 Umdrehungen pro Minute. Die von uns getestete 4-TB-Version ist ab Werk bereits in drei Partitionen unterteilt, von denen eine bereits eingerichtet ist. Auf ihr befindet sich die mitgelieferte Software, beispielsweise der LaCie Backup Assistent für Datensicherungen.

Die externe LaCie-Festplatte verbraucht vor allem im Leerlauf sehr viel Strom. Außerdem wurde sie im Dauerbetrieb etwas zu warm. Mit 337 Gramm gehört die Rugged USB-C auch zu den schwereren Festplatten. Das ist allerdings der robusten Gummiummantelung des Gehäuses geschuldet.

Bei sequenziellen Lesen erzielt die LaCie Rugged USB-C hohe Datenraten, und auch beim sequenziellen Schreiben schneidet sie gut ab. Die erfreulichen Ergebnisse spiegeln sich auch in unseren Praxistests wieder: So braucht die Platte für das Kopieren eines DVD-Films auf eine schnelle SSD nur 36 Sekunden.

Das Auslesen von 1000 MP3-Dateien absolviert das Laufwerk in 46 Sekunden - ebenfalls schnell. Und auch die andere Richtung, also das Schreiben des DVD-Films beziehungsweise der 1000 MP3-Dateien von unserer SSD auf die Testplatte, geht schnell über die Bühne. Dafür ist die Zugriffszeit etwas zu lang.

LaCie bringt mit der Rugged USB-C eine robuste externe Festplatte, die dank USB-C auch mit einer aktuellen Schnittstelle ausgestattet ist. Sie kann mit ihrer hohen Geschwindigkeit überzeugen, muss sich allerdings Kritik wegen ihres hohen Stromverbrauchs gefallen lassen.

Pro

+ arbeitet sehr schnell

+ robustes Gehäuse

+ Kabel für USB-C und USB-A

Contra

- verbraucht viel Strom

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